Samstag, 13. August 2022

EM 2012 – eine kollektive Fete

Public Viewing ist Party. Archivbild WM 2010.

Rhein-Neckar, 25. Juni 2012. In knapp einer Woche ist der ganze Zauber wieder vorbei. Nächsten Sonntag steht der Europameister 2012 fest und man kann die Abende wieder anders verplanen. Gabi ist darüber ganz froh, denn sie ist kein Fußballfan. Dennoch geht sie zu Public Viewings.

Ich hab’s nicht mit Fußball. So, jetzt ist es raus, jetzt habe ich es gesagt.

Vor dem Sommermärchen, der WM 2006 in Deutschland, konnte man dies auch noch ungestraft sagen. Bis dahin gab es die Fußball-Begeisterten und die anderen.

Doch mit diesem Sommer änderte sich alles. Mit Public Viewing wurde die WM 2006 zu einem nationalen Event.

Deutschlandfahnen, in meiner Jugend noch verpönt, wehen nun in den Zeiten von Welt- und Europameisterschaften von Balkonen, aus Fenstern und von Autodächern.

Das perfekte Styling muss sein

Eine ganze Industrie entstand, die für das richtige Equipment sorgte. Ketten, Schweißbänder, Schminke, Vuvuzelas, Überzieher für die Autoaußenspiegel und Fahnen in jeglicher Größe, alles in schwarz-rot-gold, gibt es an jeder Straßenecke zu kaufen.

Dieser Tage habe ich sogar einen alten Mann mit einem mit Fahnen geschmückten Rollator gesehen.

Was früher den wahren Fan ausmachte wurde quasi über einen Sommer zum Allgemeingut.

Wenn ich sage, ich schaue kein Fußball, heißt es nicht, dass ich mir nicht das eine oder andere Spiel angucke, aber es bedeutet, ich plane in dieser Zeit meinen Alltag nicht um dieses Ereignis. Und ich empfinde es äußerst lästig, wenn auf die Frage, „kommt ihr zum Grillen“, die Antwort „stellt ihr auch einen Fernsehen auf“ folgt.

Ich freue mich, wenn die deutsche Mannschaft nach einem guten Spiel weiter kommt, aber ich stürze nicht in eine Existenzkrise, wenn sie ausscheidet.

Gott sei Dank ist auch mein Mann kein Fußballfanatiker. Er schaut nie die Sportschau und hat auch keinen Lieblingsverein in der Bundesliga. Aber natürlich schaut er WM- und EM-Spiele – wenn es zeitlich passt.

Ich bin zwar Mutter eines Sohnes, blieb aber von Fußballverein und dementsprechenden Spielen am Wochenende verschont.

Wahre Fans und Party-Mitläufer

Anders geht es da einer guten Freundin. Alle zwei Jahre ist sie komplett verzweifelt, denn ihr Angetrauter und ihre beiden Söhne  gucken jedes Spiel von der Vorrunde an.

Vier Wochen lang ist mit ihren Männer komplett nichts anderes anzufangen.

Aber ihr Göttergatte war schon immer Fußball begeistert, nicht erst seit die große Meisterwelle die Nation überschwappt hat.

Das ist ehrlich und authentisch. Vielen anderen geht es nur um die Party.

Am vergangenen Freitag war ich zufällig in Mannheim und habe ganze Gruppen von Jugendlichen in perfektem EM-Styling zum Friedrichspark pilgern sehen.

Das hätte auch ein Rock-Konzert sein können, dachte ich mir. Es geht um das Event als solches und weniger um den Inhalt. Und das schöne daran ist, das ganze Land und besser noch, ganz Europa feiert mit.

Wenn ich morgens mit dem Auto zur Arbeit fahre, gibt es jetzt bei SWR3 regelmäßig einen kurzen Talk mit „dem EM-Hasser“. Er outet sich ganz freimütig und mimt damit den Außenseiter. Glaubwürdig oder auch nicht, eines wird klar, entzieht man sich dem nationalen Hype, gerät man ins Abseits.

Und auch ich gehe gerne auf Public Viewings, das macht Spaß, das ist spannend, das ist Party. Hat aber mit Fußball selbst, recht wenig zu tun.

Und wichtig ist: Bleibt die deutsche Mannschaft drin, geht die Party weiter.

gabi

Bens WM-Kolumne: Gelungener Abschluss!

Guten Tag!

Heddesheim, 11. Juli 2010. Wieder hatte das Orakel Recht. Am Samstagabend, den 10. Juli 2010 bestritt die deutsche Nationalmannschaft ihr letztes WM-Spiel 2010. Der 3:2-Erfolg gegen Uruguay ist ein schöner Erfolg.

Von Benedikt Siegfanz

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Unser WM-Kolumnist Benedikt Siegfanz. Bild: local4u

Trotz vieler Änderungen in der Mannschaftsaufstellung hat es unser Team geschafft, eine gute Leistung zum Abschluss des Turniers zu zeigen und den dritten Platz zu erkĂ€mpfen.

Jetzt sind wir Dritter, wer hÀtte daran vor dem Turnier geglaubt, letztendlich wÀre aber doch vielleicht mehr drin gewesen und man hÀtte uns gerne heute Abend in Soccer- City spielen sehen.

Gestern Abend liefen unsere Jungs trotz der EnttĂ€uschung nach dem Halbfinale motiviert, engagiert und kĂ€mpfend auf. Schon in den Anfangsminuten demonstrierte die Elf von Joachim Löw ihre TorgefĂ€hrlichkeit. In der 10. Minute köpft Arne Friedrich nach Ecke von Mesut Özil den Ball an die Latte und erzielt fast sein zweites WM-Tor.

Neun Minuten spĂ€ter aber dann die Erlösung fĂŒr die deutschen Fans. Ein starker Ball aus 25 Metern von Bastian Schweinsteiger, lĂ€sst Fernando Muslera, den uruguayanische Keeper, nur abklatschen. MĂŒller tĂŒtet ein. Nun begann der wirkliche Kampf, das Spiel wurde schneller und es hĂ€uften sich die Chancen auf beiden Seiten.

Auch Uruguay drĂ€ngte auf ein Tor und belohnte sich schließlich, nach Fehler Schweinsteigers, mit dem Anschlusstreffer. Edinson Cavani versenkt den Ball in der 28. Minute im Tor, Butt ist ohne Chance. Kurz vor dem Halbzeitpfiff schreit Deutschland noch einmal auf, die Urus hĂ€tten durch einen Schuss von Luis Suarez in FĂŒhrung gehen können. Doch er verzog.

Viele Torchancen auf beiden Seiten, nur am Anfang war Deutschland ĂŒberlegen, so ging es in die Kabinen. Bereits in der sechsten Minute nach Wiederanpfiff rappelte es erneut in Butts Kiste. Diego Forlan mit einem wunderschönen Aufsetzer. Nun hieß es kĂ€mpfen, damit man sich nicht alles kaputt machte.

Schafft es die junge Mannschaft noch einmal mental das Ruder rumzureißen? Die Antwort folgte in der 56. Minute. Ganz starke, prĂ€zise Flanke von Jerome Boateng lĂ€sst den Keeper der Urus straucheln und Marcell Jansen ist mit Köpfchen zur Stelle.

Man merkte die Verschworenheit der beiden Teamkameraden des HSV. Langsam verließen die Jungs auch die KrĂ€fte, was sich die beiden Mannschaften aber kaum anmerken ließen. So blieb das Spiel auf hohem Niveau, schnelles Tempo bestimmte weiterhin das Match.

82. Minute. Özil an der Eckfahne. Großes GetĂŒmmel vor Muslera, Sami Khedira bewahrt die Nerven und macht`s mit Köpfchen. Der Ball ist drin, wieder sieht der Uru-Keeper nicht gut aus. Deutschland wieder in Partylaune, was letztendlich aber doch noch hĂ€tte schief gehen können.

Der beste Blau-Weiße auf dem Platz, Forlan, trifft in der 90. Minute, nach einem sehr schönen Freistoß, nur die Latte. Das letzte AufbĂ€umen der SĂŒdamerikaner kam zu spĂ€t. Genau um 22:19 Uhr wird das Spiel von dem unauffĂ€lligen, souverĂ€nen Schiedsrichter Benito Archundia beendet. Deutschland ist Dritter!

Das ist gelungener Abschluss und eine insgesamt hervorragend gespielte WM, wobei auch mir beim Schreiben noch die Niederlage gegen Spanien in den Knochen sitzt.

NatĂŒrlich hĂ€tte man gerne gegen Oranje gespielt, aber auch auf diesen Platz können wir wirklich stolz sein. Schade, dass die junge Mannschaft das anders sieht und sich bei den Fans in Berlin nicht mit einem Besuch bedanken will.

Denn eins ist ganz sicher. Deutschland hat gefeiert, die Fans haben gefiebert, das Team hat gekĂ€mpft. Eine nahezu perfekt gespielte WM, einer zuvor hĂ€ufig kritisierten Mannschaft. Wenn das Wörtchen wenn nicht wĂ€reñ€© Aber so bleibt uns die Hoffnung auf den Titel in Brasilien. 54, 74, 90, 2014!

In diesem Sinne möchte auch ich mich von allen Lesern verabschieden und mich fĂŒr ihr Interesse bedanken. Ich hoffe das Lesen hat Spaß gemacht, mir das Schreiben auf jeden Fall.

Alle Spielberichte finden Sie hier: Bens WM-Kolumne

Zur Person:
Benedikt Siegfanz (14) spielt Fußball, seit er laufen kann. Mit sechs Jahren ist er zur Heddesheimer Fortuna gekommen und hat dort bis 2008 gekickt, zuletzt in der D-Jugend. Dann ist er zum FV O3 Ladenburg gewechselt und spielt jetzt in der B-Jugend als Libero.
Er liebt Fußball, manchmal leidet er ihn, insgesamt lebt er ihn. Der Traumberuf des Gymnasiasten ist Sportjournalist.
FĂŒr uns berichtet er ĂŒber alle deutschen Spiele der WM in SĂŒdafrika.

Bens WM-Kolumne: Reißt euch zusammen!

Guten Tag!

Heddesheim, 09. Juli 2010. Nach der enttĂ€uschenden Niederlage gegen Spanien ist nun die große Frage, ob es unserer jungen Elf gelingen wird, sich fĂŒr das Spiel gegen Uruguay neu zu motivieren, aufzurichten und nach vorne zu blicken.

Von Benedikt Siegfanz

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Unser WM-Kolumnist Benedikt Siegfanz. Bild: local4u

Jetzt muss es das Ziel sein, wieder so viel Teamgeist und Spielfreude zu zeigen, dass es auch was wird mit dem dritten Platz. Aber vielleicht ist der jungen Mannschaft nun auch ohne Druck des vierten Sterns die QualitĂ€t des deutschen Spiels wieder anzumerken. Denn dass wir Fußball spielen können, haben wir in dieser WM mehrfach bewiesen.

Außerdem ist unser Star Thomas MĂŒller wieder mit von der Partie und nach dem Frust der Sperrung im Halbfinale hoch motiviert. Soll er doch wahrscheinlich zum besten Nachwuchsmann der WM 2010 ernannt werden. Das mĂŒsste uns doch gelingen, auf Jungs, bei allem Frust, auch ein dritter Platz ist ein „Treppchenplatz“, auch wenn eigentlich noch mehr drin gewesen wĂ€reñ€©

Aber auch Uruguay ĂŒberraschte positiv bei der WM bisher mit seiner Leistung, nicht zuletzt gegen Holland. Wie sehr hat sich dieses Land gegen den großen TitelanwĂ€rter aufgelehnt und gekĂ€mpft. Allein schon unter den besten vier zu sein ist fĂŒr die SĂŒdamerikaner eine Sensation und eine ErfĂŒllung, seit 40 Jahren mal wieder.

Auch deswegen werden die Blau-Weißen heiß sein, noch unsere Elf zu schlagen und endlich auf dem dritten Platz zu landen. Uruguay hat ein sehr starkes Sturmduo, mit Diego Forlan und Luis Suarez, vor den in jedem Fall Vorsicht geboten ist. Der Trainer Oscar Tabarez ist jetzt schon stolz auf seine Elf und freut sich auf das Duell.

Schiedsrichter der Partie ist der Mexikaner Benito Archundia, der in dieser WM schon die Partien Italien- Paraguay und Portugal- Brasilien pfeifen durfte. Der Ball rollt ab 20:30 in Port Elizabeth, im Nelson-Mandela-Bay Stadion, in dem die Schwarz-Rot-Goldenen ĂŒbrigens 0:1 gegen Serbien verloren. Also zeigt uns Jungs, dass ihr es auch besser könnt!

Auch wenn kaum einer Lust auf ein Spiel um Platz 3 aufbringen konnte, mĂŒsst ihr euch jetzt zusammenreißen. Dann klappt das auf jeden Fall.

Der letzte Kampf dieser Weltmeisterschaft muss zu Ende gekĂ€mpft werden und das hoffentlich in einer fairen, spannenden Partie, natĂŒrlich mit einem Sieg der Deutschen!

Zur Person:
Benedikt Siegfanz (14) spielt Fußball, seit er laufen kann. Mit sechs Jahren ist er zur Heddesheimer Fortuna gekommen und hat dort bis 2008 gekickt, zuletzt in der D-Jugend. Dann ist er zum FV O3 Ladenburg gewechselt und spielt jetzt in der B-Jugend als Libero.
Er liebt Fußball, manchmal leidet er ihn, insgesamt lebt er ihn. Der Traumberuf des Gymnasiasten ist Sportjournalist.
FĂŒr uns berichtet er ĂŒber alle deutschen Spiele der WM in SĂŒdafrika.

Bens WM-Kolumne: Und das Orakel hatte doch Recht!

Guten Tag!

Heddesheim, 08. Juli 2010. Wie gerne hÀtten wir daran geglaubt, dass sich das Krakenorakel bei seiner Vorhersage getÀuscht hat. Aber die Krake hatte Recht. Spanien hat gewonnen! Und das verdient. Sie waren einfach die Besseren!

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WM-Kolumnist Benedikt Siegfanz ist enttÀuscht vom Spiel gegen Spanien. Bild: local4u

Von Anfang an lief unsere Elf den Spaniern hinterher, unsere Jungs reagierten nur, sie agierten nicht.

Die auffallend verunsicherte und zögerliche deutsche Hintermannschaft ließ den Spaniern hĂ€ufig Vortritt und Freiraum. Vor allem Phillip Lahm und Bastian Schweinsteiger waren zu Ă€ngstlich und ließen ihr Können der vorhergehenden Spiele deutlich vermissen.

ÃƓberhaupt fehlte der gesamten Mannschaft Ideenreichtum, Spritzigkeit, Leichtigkeit und das nötige GlĂŒck, um in einem WM-Halbfinale zu bestehen. Ob es nun daran lag, dass MĂŒller gesperrt war und Trochowski auf diese Mannschaft noch nicht so eingeschworen war, oder an anderen Faktoren, bleibt offen.

Schade fĂŒr den deutschen Fußball, denn bisher haben in diesem Turnier unsere Jungs wirklich ĂŒberzeugt und nun geht es wieder nur in das kleine Finale. Die Spanier dominierten von Anfang an, kombinierten einfach besser und waren immer einen Schritt voraus. So kam es schließlich zu dem einzigen Tor dieser Partie.

Die Erlösung fĂŒr die zuvor immer mehr aufbrausenden SĂŒdlĂ€nder kam in der 73. Minute. Nach einer Ecke, perfekt hereingezogen durch Xavi, landete der Ball direkt auf dem Kopf von Abwehroldie Carles Puyol, Neuer war ohne Chance.

Auch Marcell Jansen und Toni Kroos brachten am vergangenen Abend keine Freudenminuten. Wir waren nicht kompakt genug, sind nicht, wie zuvor so oft gelobt, als Einheit aufgetreten.

Auch lag unser Fehler darin, dass wir von Anfang an zu viel Respekt vor unserem Gegner hatten, obwohl dieser selbst auch einige Schwierigkeiten hatte an alte Leistungen von 2008 anzuknĂŒpfen. Spanien spielte besser als Deutschland, aber nicht auf dem Niveau eines Weltmeisterfinalisten.

Damit wĂ€re der Traum vom 4. Stern nun geplatzt, aber man soll nicht nur meckern, viele große, andere Mannschaften mussten lĂ€ngst nach Hause gehen und wir haben das kleine Finale ja noch vor uns.

Es ist jedoch kein Leichtes zu verstehen, wie eine junge, euphorische Mannschaft innerhalb weniger Tagen so unterschiedlich auftreten kann und sich das große Ziel damit verbaut.

Lobenswert war das Auftreten des ruhigen Schiedsrichters aus Ungarn, der mit viel Ruhe und Gelassenheit, ohne nennenswerten Fehler die Partie voll im Griff hatte.

Schade Jungs, wir haben so mit euch gefiebert!

Auf geht’s – der dritte Platz fĂŒhrt auch aufs Treppchen.

Bens WM-Kolumne: Freude aufs Halbfinale!

Guten Tag!

Heddesheim, 07. Juli 2010. Geht es nach unserem Kommentator Ben sind wir schon im Finale – er weiß zwar um die Weltklasse-Spieler der Spanier, ist aber von deren bisherigen Auftritten enttĂ€uscht. Doch auch, wenn die Spanier plötzlich stark spielen sollten, ist Ben ĂŒberzeugt, dass wir die deutsche Mannschaft im Finale sehen werden.

Von Benedikt Siegfanz

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Unser WM-Kolumnist Benedikt Siegfanz. Bild: local4u

Man denke zurĂŒck. Sonntag, der 13. Juni 2010: Deutschland schlĂ€gt Australien 4:0 in Durban, wĂ€hrend die Spanier im selben Stadion ihr erstes Spiel gegen die Schweiz wenige Tage darauf 1:0 verlieren. Was fĂŒr ein Omen! Denn wo wird morgen gespielt? In Durban natĂŒrlich. Die spanische Mannschaft quĂ€lte sich bisher eher von Spiel zu Spiel. Topstars wie Torres spielten so schlecht, dass man ĂŒberlegt sie gegen Deutschland auf der Bank zu lassen.

Aber es gibt auch andere ÃƓberlegungen. Nach dem Tagesspiegel zur Fußball-WM nĂ€mlich kann man berechnen, dass jede Mannschaft mit den besten Einzelspielern die höchste Siegeschance hat. Dies wird aus dem Marktwert einer Mannschaft bestimmt.

So kicken bei den Spaniern vier Profis, die zu den zehn teuersten Spielern der Welt gehören. Dazu gehören Xavi (Xavier HernÃ¥ndez i Creus), Andres Iniesta, Fernando Torres und Cesc Fabregas.

Aber laut dieser Berechnung hĂ€tten einige andere Mannschaften wohl auch noch nicht nach Hause fahren mĂŒssen. Meiner Meinung nach kann der Marktwert alleine aber nicht eine WM gewinnen.

Das beste Beispiel: unsere Jungs. Teamgeist und WillensstÀrke beherrscht die deutsche Mannschaft perfekt und verzaubert ihr eigenes Land. Denn Geld kann Leistung nicht immer erzwingen und schon gar nicht Zusammenhalt schaffen.

Obwohl Spanien im Mittelfeld mit dem spanischen Trio perfekt besetzt ist, haben auch diese KĂŒnstler bisher die Welt nicht wirklich begeistert. Spanien ist keine zu unterschĂ€tzende Fußballmacht, was man nicht zuletzt im Finale der EM 2008 hart hinnehmen musste.

An diese Leistung mĂŒssten die Spanier aber erst einmal wieder anknĂŒpfen, um uns wirklich gefĂ€hrlich zu werden. Auf unserer Seite kommt erschwerend hinzu, dass unser „Wunderkind“ Thomas MĂŒller gelbgesperrt passen muss. Heiße Kandidaten fĂŒr MĂŒllers Posten sind Piotr Trochowski, der HSV-Mittelfeldmann, oder Toni Kroos, von Bayer 04 Leverkusen. Nun ist es an Löw, die beste Lösung zu finden und das Loch bestmöglich zu stopfen.

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Außer dem Ausfall MĂŒllers hat unsere Mannschaft keine EinschrĂ€nkungen und sollte wie gegen Argentinien wieder schnellst möglich einen eigenen Treffer landen.

Wenn unserem Team gelingt wieder so schnell und stark das Spiel zu dominieren, dann haben wir auch gegen diese bestbezahltesten Spieler eine gute Chance. Und mit einer in sich schlĂŒssigen Mannschaftsleistung sowieso, welche wir ja bisher abrufen konnten.

Gepfiffen wird die Partie von Viktor Kassai, dem 34-jĂ€hrigen Ungar, der fĂŒr seine ruhige Art auf dem Platz bekannt ist und seit 2007 auch Spiele in der Champions-League pfeift.

FĂŒr die Spanier wĂŒrde ich mir wĂŒnschen, dass wir, nicht wie gegen Argentinien, ihren Trainer, Vincente del Bosque, so demĂŒtigen, dass er direkt seinen RĂŒcktritt verkĂŒndet.

Also auf Jungs, enttÀuscht uns nicht!

Jetzt wollen wir auch ins Finale!

Zur Person:
Benedikt Siegfanz (14) spielt Fußball, seit er laufen kann. Mit sechs Jahren ist er zur Heddesheimer Fortuna gekommen und hat dort bis 2008 gekickt, zuletzt in der D-Jugend. Dann ist er zum FV O3 Ladenburg gewechselt und spielt jetzt in der B-Jugend als Libero.
Er liebt Fußball, manchmal leidet er ihn, insgesamt lebt er ihn. Der Traumberuf des Gymnasiasten ist Sportjournalist.
FĂŒr uns berichtet er ĂŒber alle deutschen Spiele der WM in SĂŒdafrika.

Gabis Kolumne

Frauen lieben Fußball

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Guten Tag!

Heddesheim, 04. Juli 2010. Frauen lieben Fußball. Wussten Sie das schon? Zumindest, wenn es um die WM geht. Und dann werden sogar Frauen zu Fußball-Kennerinnen. Gabi meint: Die WM wird fĂŒr die Frauen gemacht. Die Bundesliga fĂŒr die MĂ€nner.

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Fußball-WM sorgt fĂŒr gute Laune. Bild: heddesheimblog

Meine Freundin hasst es, wenn ihr Mann samstags die Sportschau guckt, aber wĂ€hrend der WM-Zeit ist sie der grĂ¶ĂŸte Fan unserer Nationalmannschaft.

WĂ€hrend meiner Studienzeit fand die WM in Italien statt und meine Freundinnen und ich waren komplett begeistert von der italienischen Mannschaft – dabei interessierten uns nicht die SpielzĂŒge, sondern die Spieler und die italienischen waren eindeutig die hĂŒbschesten. Zudem schwĂ€rmten wir fĂŒr Kamerun, den Außenseiter, der sich mit Spielfreude und Einsatz ins Viertelfinale spielte.

SpĂ€testens die WM vor vier Jahren in Deutschland wurde zum nationalen Event. Public Viewings, Corsos – das ganze Land war in Feierlaune. Erstmals war wieder an allen Ecken die Nationalflagge zu sehen. Partystimmung auf jedem Balkon, in jedem Garten, auf öffentlichen PlĂ€tzen, in Kneipen – ein SommermĂ€rchen.

Das konnte kaum vier Jahre spĂ€ter noch einmal wiederholt werden. Schon im Vorfeld der WM war klar, unsere Mannschaft ist jung und unerfahren, große Chancen rechneten wir uns nicht aus.

Nichts desto trotz HĂ€user und Autos wurden wieder mit schwarz-rot-gold geschmĂŒckt und Lokale und Zelte wurden mit GroßbildleinwĂ€nden ausgestattet.

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Das erste Spiel Deutschland gegen Australien sahen wir mit Freunden bei einem Public Viewing in einem großen Festzelt. Ich begegnete einer Bekannten im perfekten WM-Outfit: Nationalmannschaftstrikot, Samthut in schwarz-rot-gold, eine Sonnenbrille mit TOOR, eine Aloha-Kette und PulswĂ€rmer in den deutschen Farben. Und die Deutschlandflagge auf die Wangen gemalt. Ich war schwer beeindruckt.

„Mensch“, sagte ich, „ich wusste gar nicht, dass du auf Fußball stehst“. „Tu ich auch gar nicht, aber die Stimmung ist super und ich feier’ gern“, entgegnete sie mir.

Anderer Ort, anderes Spiel: Deutschland gegen Ghana. WĂŒrden wir ins Achtelfinale einziehen? Perfektes Styling im ganzen Partyzelt. Aloha-Ketten und Vuvuzelas wurden verkauft, WM-Songs ertönten bei jedem Tor, junge Frauen tanzten auf den Tischen.

Das Spiel Deutschland gegen England haben wir in großer Runde bei Freunden geschaut. Das Deutschlandtrikot als Dresscode war anscheinend ungeschriebenes Gesetz. Ich habe mich in meinem Sommerkleid nicht wirklich wohl gefĂŒhlt. „Ich hoffe nur, dass Klose wieder gut in Form ist“, sagte eine Bekannte. „Also Thomas MĂŒller ist fĂŒr mich der beste Spieler, hast du gesehen, wie er die Tore geschossen hat“, sagte eine andere. Fußball-Kennerinnen unter sich.

„Hast du Maradonnas Gesicht beim Viertelfinale beobachtet?“, fragte mich eine Freundin nach der Niederlage Argentiniens 0:4 gegen Deutschland. „Das war das reine Drama, ich glaube, er musste sogar weinen.“

Da wurde mir schlagartig klar, die WM wird fĂŒr die Frauen gemacht. Die Bundesliga fĂŒr die MĂ€nner.

WĂ€hrend es bei der WM um Emotionen geht, geht es bei der Bundesliga um die Fachsimpelei und die TabellenplĂ€tze. Die WM ist großes Kino und das mögen wir Frauen halt – Close Ups auf die Gesichter der Freude und der TrĂ€nen.

Wir haben uns ĂŒber die Franzosen geĂ€rgert und ihnen gegönnt, dass sie schon in der Vorrunde heim fliegen mussten und zu gerne hĂ€tten wir die quirligen Spieler aus Ghana im Halbfinale gesehen.

Fußballweltmeisterschaften, das sind große Emotionen, das ist Party, das ist Styling – das sind Events die Spaß machen, den MĂ€nnern und den Frauen. Schön, wenn die Deutschen so hervorragend spielen wie in diesem Jahr, noch schöner, wenn sie Weltmeister werden.

Auf alle FÀlle hat die WM 2010 wieder das Zeug zu einem SommermÀrchen.
gabi

Fotostrecke: Die 4:0-Party in der Freizeithalle

Guten Tag!

Heddesheim, 04. Juli 2010. Die Stimmung im Freizeithaus war riesig, die Halle voll – der deutsche 4:0-Sieg ĂŒber Argentinien grandios. Aber nach dem Spiel gings am Samstag schnell nach Hause – wahrscheinlich zum Duschen, denn die Hitze war gewaltig.

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Fans freuen sich ĂŒber den grandiosen 4:0-Sieg ĂŒber Argentinien. Bild: Robin Birr

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Alle Fotos: Robin Birr

Viel Freude mit den Bildern:

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Einen schönen Tag wĂŒnscht
Das heddesheimblog

Bens WM-Kolumne: DĂ©jà vu? Deutschland – Argentinien

Guten Tag!

Heddesheim, 03. Juli 2010. Argentinien wird schwer – meint unser Kommentator Ben. Er plĂ€diert dafĂŒr, die bisherige Taktik beizubehalten und den Fußball zu spielen, der die deutsche Mannschaft bisher weitergebracht hat. Mal schauen, ob es heute einen ebensolchen Krimi gibt wie zwischen Ghana und Uruguay.

Von Benedikt Siegfanz

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Unser WM-Kolumnist Benedikt Siegfanz. Bild: local4u

Schon vor der Neuauflage des Viertelfinales von 2006 Deutschland gegen Argentinien geht es heiß her.

Die Stimmung ist angeheizt und emotionsgeladen. Immer wieder wird an die unschönen Szenen nach dem Elfmeterkrimi vor vier Jahren erinnert. Aber mit viel Selbstvertrauen und Siegeswillen gehen unsere Jungs in die Partie am Samstag um 16:00 Uhr in Kapstadt, dem Green-Point-Stadion. Ein Neubau, der 68.000 Zuschauern Platz bietet und sehr glanzvoll ist.

Bis auf Cacau kann Joachim Löw aus dem Vollen schöpfen und seine Wunsch-Elf gegen die SĂŒdamerikaner auflaufen lassen. Unser Bundestrainer warnt aber im Vorfeld vor unnötigen Fehlern und zu viel Ballverlusten, die eine Mannschaft wie Argentinien sofort zum eigenen Vorteil nutzen wĂŒrde.

Argentinien spielt sicher stĂ€rker als noch vor vier Jahren, bisher haben sie all ihre Partien gewonnen, aber sie sind nicht unschlagbar. Besonders in Acht nehmen sollte sich unsere Abwehr allerdings vor Gonzalo Higuain, der mit vier Treffern unter anderem die TorschĂŒtzenliste der WM anfĂŒhrt.

Ohne eine starke Qualifikation hat das Team unter Diego Maradona es trotzdem geschafft, sich zu etablieren und von einigen als Favorit fĂŒr den WM-Titel gehandelt zu werden.

Nur im starken Zusammenhalt wird es der deutschen Elf gelingen, Superstars, wie Carlos Tevez, Angel Di Maria oder Lionel Messi zu stoppen.

Wenn es unserer Mannschaft aber gelingt, den Argentiniern das deutsche Spiel aufzuzwingen, wird es klappen mit dem Halbfinale, also los!

Gepfiffen wird diese heißumkĂ€mpfte Partie von Rawschan Irmatow, einem 32-jĂ€hrigen Usbeken, der vor der WM noch keinen großen Namen hatte, bisher jedoch alle Spiele souverĂ€n geleitet und sich so Respekt verschafft hat. Zum Beispiel das Eröffnungsspiel SĂŒdafrika gegen Mexiko.

Keinerlei Auskunft wurde bisher ĂŒber die Aufstellung unseres Teams veröffentlicht, große VerĂ€nderungen, sind aber auch nicht zu erwarten. Bisher ging es ja mit der gewohnten Taktik gut, gegen Superstars aber auch?

Wir werden es sehen. Manche sagen, wir schaffen es, manche nicht. Die Meinungen sind geteilt.

Die Unsicherheit ĂŒber den Ausgang des Spiels ist sicher groß, der Glaube an unsere Jungs aber ungebrochen. So wĂŒnsche auch ich ein starkes Spiel und natĂŒrlich einen Sieg.

Zur Person:
Benedikt Siegfanz (14) spielt Fußball, seit er laufen kann. Mit sechs Jahren ist er zur Heddesheimer Fortuna gekommen und hat dort bis 2008 gekickt, zuletzt in der D-Jugend. Dann ist er zum FV O3 Ladenburg gewechselt und spielt jetzt in der B-Jugend als Libero.
Er liebt Fußball, manchmal leidet er ihn, insgesamt lebt er ihn. Der Traumberuf des Gymnasiasten ist Sportjournalist.
FĂŒr uns berichtet er ĂŒber alle deutschen Spiele der WM in SĂŒdafrika.

Bens WM-Kolumne: … Und am Ende gewinnen immer die Deutschen…

Guten Tag!

Heddesheim, 28. Juni 2010. Es gleicht sich alles wieder aus – die EnglĂ€nder haben ein tatsĂ€chliches Tor nicht gewertet bekommen, 1966 in Wembley war das anders. Fest steht: 4:1 haben wir die EnglĂ€nder nach hause geschickt. Unser Kolumnist Benedikt Siegfanz ist zuversichtlich, dass diese deutsche Mannschaft auch die Argentinier packt.

Von Benedikt Siegfanz

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Unser WM-Kolumnist Benedikt Siegfanz. Bild: local4u

Und wieder einmal bewahrheitet sich der bekannte Ausspruch Garry Linekers. Mit einem grandiosen 4:1 Sieg zogen unsere Jungs vor 40.510 Zuschauern im Free-State-Stadion von Bloemfontein ins Viertelfinale ein. Grandios aufgelaufen, gut kombiniert, selten aus der Ruhe geraten.

Diese Schlagwörter bringen es auf den Punkt. Aber auch die englische Mannschaft unter Fabio Capello spielte nicht unbedingt schlechten Fußball, trat aber nicht als Einheit auf und war in der Chancenausbeute den Deutschen um einiges unterlegen. Eine klare Fehlentscheidung des Schiedsrichters und mehrere Alluminium- Treffer gaben England schließlich den „Knock- Out“.

Nach zögerlichem Spielbeginn auf beiden Seiten gelang es Miroslav Klose schließlich in der 20. Minute mit seinem Treffer die Löw-Elf in FĂŒhrung zu schießen. PrĂ€ziser Abstoß Neuer, Klose schĂŒttelt Upson ab und grĂ€tscht in den Ball. Tor aus 10 Metern. 1:0!

Bald darauf sollte das 2:0 folgen. Lukas Podolski lochte den Ball in der 32. Minute spektakulĂ€r aus einem spitzen Winkel ein, nach Vorlage von Thomas MĂŒller. Die darauffolgenden Minuten waren wohl die schwersten fĂŒr Deutschland in diesem Spiel.

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Erst der Treffer von Matt Upson in der 37. Minute, gefolgt von dem Tor von Frank Lampard, dass alle Fans an das Wembley-Tor von 1966 erinnerte – diesmal allerdings wurde der Treffer nicht gegeben. Damals wurde das Tor gewertet, obwohl es keins war. So gleicht sich eben alles wieder aus.

Auch der starke Freistoß von Lampard in der 52. Minute ließ die deutschen Fans zusammenzucken, nachdem der Ball von der Latte zurĂŒck ins Feld sprang. Aber all das konnte die deutschen Spieler nicht beeindrucken.

Kontinuierlich und hochkonzentriert setzten unsere Jungs in der 67. Minute das nĂ€chste Ausrufezeichen. Thomas MĂŒller, der herausragendste Spieler dieses Derbys, netzte den Ball nach einem Pass von Bastian Schweinsteiger gekonnt ein. Gott sei Dank hielt die Wade unseres `Schweinis` und war sicher Gold wert.

Nach diesem Tor war das Spiel endgĂŒltig in deutschen HĂ€nden. Nur drei Minuten spĂ€ter krönte MĂŒller sein perfektes Spiel, nach einem „Assist“ durch Mesut Özil und musste den Ball nur noch einschieben. Ja! Ein Aufschrei ging durch das Stadion und die Erleichterung war jedem im Team anzusehen.

Ein insgesamt sehr faires Spiel, indem lediglich zwei gelbe Karten an Arne Friedrich und Glen Johnson vergeben wurden. Bis auf wenige Ausrutscher war dieses Mal auch die deutsche Abwehr gut aufgestellt und mit Jerome Boateng der richtige Mann gefunden.

Bei den EnglĂ€ndern gab es wenige ĂŒberragende Akteure, wie z.B. Frank Lampard, letztendlich war die Mannschaftsleistung jedoch zu schwach, um diese starke, deutsche Mannschaft in die Knie zu zwingen. Ein verdienter und klarer Sieg. Nun sind wir im Viertelfinale gegen die Argentinier.

Warum sollten wir das nicht auch packen? Aber mehr darĂŒber beim nĂ€chsten Mal. Weiter so, ein Super-Spiel Jungs! So macht WM noch mehr Spaß!

Zur Person:
Benedikt Siegfanz (14) spielt Fußball, seit er laufen kann. Mit sechs Jahren ist er zur Heddesheimer Fortuna gekommen und hat dort bis 2008 gekickt, zuletzt in der D-Jugend. Dann ist er zum FV O3 Ladenburg gewechselt und spielt jetzt in der B-Jugend als Libero.
Er liebt Fußball, manchmal leidet er ihn, insgesamt lebt er ihn. Der Traumberuf des Gymnasiasten ist Sportjournalist.
FĂŒr uns berichtet er ĂŒber alle deutschen Spiele der WM in SĂŒdafrika.

Bens WM-Kolumne: Derbytime! Es ist soweit!

Guten Tag!

Heddesheim, 27. Juni 2010. Geht es nach unserem Kommentator Ben, ist das Achtelfinalspiel eine ausgemachte Sache: Wir werden gewinnen. Aber einfach wird es nicht.

Von Benedikt Siegfanz

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Unser WM-Kolumnist Benedikt Siegfanz. Bild: local4u

Um 16:00 Uhr trifft die deutsche Mannschaft auf den Erzrivalen England.

Dieses Spiel wird von allen mit großer Spannung erwartet und ist fĂŒr Fußballdeutschland ein sehr wichtiges. Trotzdem gehen unsere Jungs im Vorfeld mit Freude an das erste große K.O.- Spiel dieser WM heran und sind bereit fĂŒr den Klassiker. Im Gegensatz zu den EnglĂ€ndern haben wir auch vor einem Elfmeterkrimi keine Bange, was fĂŒr eine junge Mannschaft nicht selbstverstĂ€ndlich ist. Aber wir sind außergewöhnlich gut drauf und schaffen das!

Vorrausichtlich wird Bundestrainer Joachim Löw wieder mit Miroslav Klose als einsame Spitze agieren und ansonsten der gewohnten Aufstellung vertrauen. Falls allerdings Bastian Schweinsteiger verletztungsbedingt wirklich ausfallen sollte, wird die Baustelle sicher noch einmal geöffnet. Möglicherweise könnte sich auf dieser Position Toni Kroos beweisen.

Auch die dritte Wahl auf der linken Abwehrseite, nach Holger Badstuber und dem verletzten Jerome Boateng, wird im Spiel gegen England wahrscheinlich von Anfang an spielen. Der Hamburger Marcell Jansen. Im 32. Prestigeduell Deutschland Vs. England werden die Emotionen sicher nicht zu wĂŒnschen ĂŒbrig lassen und die ganze Partie spannende 90. Minuten umfassen.

Gespielt wird im Free-State-Stadion in Bloemfontein, das 48.000 Zuschauer fasst und durch seine Kompaktheit AtmosphÀre verspricht. Aber bei aller Euphorie sollen unsere Gegner nicht unerwÀhnt bleiben.

Respekt löst mit Sichherheit der Name Wayne Rooney aus, der in dieser WM zwar bisher torlos blieb, aber immer wieder fĂŒr ÃƓberraschungen sorgen kann. Damit das aber nicht passieren kann, gibt es ja immer noch unsere beiden Innenverteidiger Arne Friedrich und Per Mertesacker. Letzterer muss allerdings seine Leistung besser abrufen als gegen Ghana, dann sehe ich in dem Duell keine Gefahr.

Trotzdem mĂŒssen unsere Jungs auf die erfahrenen Spieler mit individueller Klasse aus England aufpassen. Dabei meine ich z.B. Englands KapitĂ€n Steven Gerrard aus dem Mittelfeld oder den erfahrenen John Terry aus der Verteidigung. AuffĂ€llig ist bei der `Inselmannschaft`, dass ihre Spieler alle ihr Geld auch im eigenen Land verdienen und sich daher sicherlich perfekt aus der Liga kennen.

Auch der Trainer, Fabio Capello, ist kein Fremder, da er vor der englischen Natinalmannschaft große Klubs wie A.C. Mailand, Real Madrid oder A.S. Rom trainierte. Der gebĂŒrtige Italiener war auch schon als Nationalspieler tĂ€tig und hat daher im internationalen GeschĂ€ft einige Erfahrung sammeln können.

Sicher wird England, trotz ihrer bisher nicht perfekten Leistung, kein leichter Gegner sein, wenn unsere Jungs aber so euphorisch und zuversichtlich auftreten können, wie sie es im Vorfeld tun, sehe ich grĂŒnes Licht fĂŒrs Viertelfinale.

Auch die Statistik der letzten WM-Spiele spricht fĂŒr uns, was sicher allen den RĂŒcken stĂ€rkt. Gepfiffen wird das Spiel von Jorge Larrionda, der sich bekannterweise nicht scheut seine Pfeife zu nutzen.

Aber machen wir uns keine Gedanken, erinnern wir uns einfach an den bekannten Spruch von Gary Lineker: „Fußball ist ein Spiel, bei dem 22 Spieler 90. Minuten hinter dem Ball herjagen und am Ende gewinnen immer die Deutschen.“

In diesem Sinne!

Zur Person:
Benedikt Siegfanz (14) spielt Fußball, seit er laufen kann. Mit sechs Jahren ist er zur Heddesheimer Fortuna gekommen und hat dort bis 2008 gekickt, zuletzt in der D-Jugend. Dann ist er zum FV O3 Ladenburg gewechselt und spielt jetzt in der B-Jugend als Libero.
Er liebt Fußball, manchmal leidet er ihn, insgesamt lebt er ihn. Der Traumberuf des Gymnasiasten ist Sportjournalist.
FĂŒr uns berichtet er ĂŒber alle deutschen Spiele der WM in SĂŒdafrika.

Weiter! Deutschland gewinnt 1:0 gegen Ghana

Guten Tag!

Heddesheim, 23. Juni 2010. Das deutsche WM-Team ist in der nĂ€chsten Runde – in der vollbesetzten Freizeithalle brachte die 60. Spielminute die Erlösung durch den Distanzschuss von Mesut Özil. Riesenstimmung – Riesenerleichterung. Morgen lesen Sie, was unser Kommentator Benedikt Siegfanz ĂŒber das Spiel denkt – soviel vorab: Er ist nicht „amĂŒsiert“.

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Toooor. Bild: Robin Birr

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Warten. Bild: Robin Birr

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Spannung. Bild: Robin Birr

Einen schönen Tag wĂŒnscht
Das heddesheimblog

Bens WM-Kolumne: Clever, variantenreich, abgeklÀrt und zielstrebig

Guten Tag!

Heddesheim, 14. Juni 2010. 4:0, Deutschland-Australien – das war ein nahezu perfektes Spiel, meint unser Kolumnist.

Von Benedikt Siegfanz

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Unser WM-Kolumnist Benedikt Siegfanz. Bild: local4u

Es ist vollbracht! Der erste Sieg ist heimgefahren!

Dass wir kicken können, weiß jeder! Dass wir gut sind eigentlich auch! Aber dass wir auf Weltmeister-Niveau spielen, hat wohl im Vorfeld niemand gedacht!

In einem nahezu perfekten Spiel besiegten gestern Abend unsere Jungs eine sehr leistungsschwache Elf aus Australien, die nach dem Spiel enttĂ€uscht ĂŒber ihre eigene Leistung waren.

Selbst die Psychospielchen im Vorfeld von Mark Schwarzer gegen unseren Keeper haben anscheinend unsere junge Truppe nicht aus der Fassung bringen können. Vielleicht ja beim nÀchsten Team, bei uns auf jeden Fall nicht!

Bis auf ein paar wenige bange Minuten zu Beginn der Partie, in denen unser NeukapitĂ€n Phillip Lahm die Riesenchance der Australier vereitelte, spielte die Mannschaft von Coach Pim Verbeek ohne Einheit und Zug zum Tor. Besonders enttĂ€uschend wirkte bei den 4 Toren auch Australiens TorhĂŒter Mark Schwarzer, von dem man sich nach seinen großen Tönen mehr erwartet hĂ€tte.

Auch der Platzverweis von Tim Cahill durch ein rĂŒdes Foul an Bastian Schweinsteiger, in der 56. Minute, war eines der Beispiele fĂŒr die Unsicherheit der Mannschaft.

Lobenswert im Gegenzug die deutsche Mannschaft!

Ein perfektes Auftreten bescherte allen einen wunderschönen Fußballabend. Unser Bundestrainer hat es also wirklich geschafft in der Vorbereitungsphase aus einzelnen Superkickern ein Team mit Herz und Verstand, neben dem Können natĂŒrlich, zu schaffen.

Schon das Tor von Lukas Podolski in der 8. Minute war wie ein Befreiungsschlag. SpÀtestens ab diesem Zeitpunkt spielte die Mannschaft clever, variantenreich, abgeklÀrt und zielstrebig.

Nach dem zweiten Tor in der 26. Minute von Miro Klose war ganz Deutschland im Freudentaumel und das Spiel so gut wie entschieden. UnverÀndert kam unsere Mannschaft nach der Pause aus den Kabinen und legte in der 68. Minute mit dem 3:0 noch was drauf!

Ein perfekt herausgespieltes Tor durch Thomas MĂŒller, vom FC Bayern, der in seinem dritten LĂ€nderspiel seine hervorragende Leistung krönte. MustergĂŒltig war auch die Leistung von Cacau, der mit dem vierten Treffer, nur 2. Minuten nach seiner Einwechslung, zur perfekten Zeit am perfekten Ort war.

Auch so einen StĂŒrmer braucht jede Mannschaft. Auch Mesut Özil, 21 Jahre alt, soll erwĂ€hnt sein, der an so gut wie jeder gefĂ€hrlichen Aktion beteiligt war.

Mich hat besonders das Tor von unserem Sorgenkind Miroslav Klose gefreut, der noch vor 1 Woche viele Probleme machte und am gestrigen Abend sich schließlich befreite. Bis auf paar Unstimmigkeiten am Anfang in der Abwehr, waren alle deutschen Spieler lobenswert und spielten auf Weltklasseniveau.

Ein super Fußballabend, Tore zur richtigen Zeit, Spannung pur, Freude am Spiel… So soll es weiter gehen!

Wenn sich unsere Mannschaft so auch gegen stĂ€rkere Teams behauptet kann, rĂŒckt der vierte Stern schon ein StĂŒck nĂ€her! Weiter so!

Ich freue mich schon auf Freitag!

4:0 – Deutschland-Australien als großes Fest in der Freizeithalle

Guten Tag!

Heddesheim, 13. Juni 2010. Das war ein amtlicher deutscher WM-Auftakt: 4:0 spielte die deutsche Mannschaft gegen die Australier – die nicht viel entgegenzusetzen hatten. Auch das Heddesheimer Public Viewing feiert einen Erfolg.

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Vier deutsche Tore gab es zu bejubeln beim Spiel Deutschland-Australien. Bild: heddesheimblog

Die erste Halbzeit war die Halle genau voll. Nicht mehr, nicht weniger. Rund 100 weitere GĂ€ste standen draußen vor der Halle, wo man das Spiel auch noch verfolgen konnte. FĂŒr 500 GĂ€ste war bestuhlt, dazu kamen 30 Stehtische – was unterm Strich 900 „plus“ GĂ€ste beim Public Viewing in der Freizeithalle bedeutet.

Viele GĂ€ste waren entsprechend dekoriert und nach dem Anpfiff gab es nur noch den gespannten Blick nach vorne. Zwei Tore in der ersten Halbzeit (8. Podolskis, 26. Klose), bescherten eine sorgenfreie Stimmung. Die Tore von MĂŒller (68.) und Cacau (70.) wurden noch mehr bejubelt als die ersten beiden Treffer, obwohl nach der Halbzeit rund 200 GĂ€ste bereits auf dem Heimweg waren.

Viel Spaß mit den Fotos:

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Einen schönen Tag wĂŒnscht
Das heddesheimblog

Bens WM-Kolumne: Heute! Endlich! Es ist soweit!

Guten Tag!

Heddesheim, 13. Juni 2010. FĂŒr das heddesheimblog berichtet Benedikt Siegfanz ĂŒber die deutschen Spiele – der 14-jĂ€hrige Ben liebt, leidet und lebt Fußball. Sein Traumberuf: Sportjournalist. Seine Prognose fĂŒr das erste deutsche Spiel heute Abend: Deutschland wird gewinnen – die Australier dĂŒrfen aber keinesfalls unterschĂ€tzt werden.

Von Benedikt Siegfanz

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Unser WM-Kolumnist Benedikt Siegfanz. Bild: local4u

Heute! Endlich! Es ist soweit!

Der Tag, auf den viele von uns schon so lange warten.

Eigentlich hat die Fußball WM ja schon vor zwei Tagen begonnen, aber fĂŒr uns beginnt sie heute. Schwarz-Rot-Gold ist seit Tagen an jeder Ecke zu sehen, aber erst heute fĂ€ngt unser Herz an höher zu schlagen.

Genau um 20:30 Uhr mit dem Spiel unserer Jungs gegen Australien.

Jung! Bissig! Unerfahren!… sind nur einige der Schlagworte, mit denen man die Elf von Jogi Löw beschreiben kann.

Vieles hat man gehört, nicht nur Positives, aber wir glauben an sie.

Also los gehts!

Gespielt wird am Abend in Durban, dem Moses-Mabhida-Stadion.

Es hat eine KapazitĂ€t von 65000 Zuschauern und ist mit 164 Mio. Euro sicher eines der modernsten und teuersten Stadien SĂŒdafrikas. ÃƓbrigens liegt es im Urlaubsmekka der SĂŒdafrikaner.

ÃƓber unsere Gegner muss man wissen: Zu ihrer dritten WM-Teilnahme nach 1974 und 2006 qualifizierte sich die Mannschaft von Trainer Pim Verbeek ohne Probleme und ließ insgesamt nur vier Gegentore in ihren Quali-Spielen zu. Dies liegt mit Sicherheit auch an dem abwehrstarken Lucas Neill, Australiens KapitĂ€n, und TorhĂŒter Mark Schwarzer, der frĂŒher ĂŒbrigens auch beim 1. FC Kaiserslautern spielte. Achtgeben sollte die deutsche Abwehr vor allem auf die sowohl offensiv als auch aggressiv spielenden Tim Cahill, vom FC Everton, und Harry Kewell.

Aber keine Angst. Auch das zweitjĂŒngste Team der deutschen WM-Geschichte kann sich sehen lassen! Wir gelten schließlich als klarer Favorit unserer Gruppe.

Mit unserer Nummer 1 Manuel Neuer im Tor und der Viererkette Holger Badstuber, Arne Friedrich, Per Mertesacker, Philipp Lahm sind wir hoffentlich hinten bombensicher aufgestellt.

Aus dem defensiven Mittelfeld soll mit Bastian Schweinsteiger und dem „Ballackersetzer“ Sami Khedira frischer Wind von hinten kommen, der unsere Offensive Lukas Podolski, Mesut Özil und Thomas MĂŒller antreibt und Miro Klose, unsere einzige Spitze, wie von selbst zum Tor tragen soll.

Vorausgesetzt, unser Bundestrainer verwirklicht die Aufstellung. Mal sehen!

Ich bin gespannt, Sie sind gespannt, ich wĂŒnsche allen einen tolles, torreiches erstes Spiel und im voraus schon einen kleinen Trost an die Australier.

Auf gehts Jungs! Holt den ersten Sieg!

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Zur Person:
Benedikt Siegfanz (14) spielt Fußball, seit er laufen kann. Mit sechs Jahren ist er zur Fortuna gekommen und hat dort bis 2008 gekickt, zuletzt in der D-Jugend. Dann ist er zum FV O3 Ladenburg gewechselt und spielt jetzt in der B-Jugend als Libero.
Er liebt Fußball, manchmal leidet er ihn, insgesamt lebt er ihn. Der Traumberuf des Gymnasiasten ist Sportjournalist.
FĂŒr uns berichtet er ĂŒber alle deutschen Spiele der WM in SĂŒdafrika.