Donnerstag, 23. M├Ąrz 2023

Werkrealschule in Hessen und Rheinland-Pfalz unbekannt

Guten Tag!

Heddesheim, 19. November 2009. Das Land Baden-W├╝rttemberg fordert Werkrealschulen. Viele Schulstandorte k├Ânnen die Forderungen nicht erf├╝llen. Angeblich sei das Angebot einer Werkrealschule aber ein „Standortfaktor“ f├╝r die Gemeinden.

Eltern w├╝rden ihre Kinder lieber auf eine „Werkrealschule“ schicken, als auf eine Hauptschule. Das heddesheimblog hat recherchiert und wollte wissen, welche Chancen „Werkrealsch├╝ler“ in Hessen und Rheinland-Pfalz haben.

Das Land Baden-W├╝rttemberg setzt die Hauptschulen im Land unter Druck. Wenn Sie einen „Werkrealschulabschluss“ anbieten wollen, m├╝ssen sie bestimmte Kriterien erf├╝llen – beispielsweise die „Zweiz├╝gigkeit“, also zwei Schulklassen pro Schuljahr. Daf├╝r fehlen vielen Hauptschulen die Sch├╝lerzahlen. Sie m├╝ssen also kooperieren. Auch Heddesheim und Hirschberg planen eine solche Kooperation.

Das heddesheimblog hat sich abseits des Sinn und Zwecks dieser politischen Vorgaben die Frage gestellt, was denn ein „Werkrealschulabschluss“ eigentlich wert ist?

Beispielsweise in Rheinland-Pfalz oder in Hessen. Also in der unmittelbaren Nachbarschaft. Die Redaktion hat die Industrie- und Handelskammern als Ansprechpartner ausgew├Ąhlt.

Unser Reporter stellte sich als „Herr Berger“ vor, der sich f├╝r seinen Neffen erkundigt. Der wird 2010 einen Werkrealschulabschluss haben und sucht nach einem Ausbildungsplatz oder einer weiteren Schulzeit auf einem Wirtschaftsgymnasium.

Anruf bei der IHK Kaiserslautern. Dort wei├č man nichts von einem „Werkrealschulabschluss“. Eventuell wei├č Ludwigshafen etwas dazu? Man solle doch dort nachfragen. Unter der angegebenen Telefonnummer meldet sich in Ludwigshafen trotz mehrerer Versuche leider niemand.

Bei der IHK Darmstadt „hat man keine Ahnung“ und soll doch morgen noch einmal bei einer Kollegin anrufen. Am n├Ąchsten Tag sagt die Kollegin, dass „dieser Abschluss in Hessen nicht bekannt ist“, aber man nicht immer ├╝ber alles informiert sei, deswegen solle man sich beim Kultusministerium r├╝ckversichern. Unter der angegebenen Telefonnummer meldet sich niemand.

Wir rufen die IHK Wiesbaden an. Der Mitarbeiter kennt den Abschluss „Werkrealschule“ auch nicht, will sich aber schlau machen. Man solle doch drei Tage sp├Ąter wieder anrufen.

Bei der IHK Frankfurt gibt es keine Auskunft, man soll doch sp├Ąter noch einmal eine Nummer anrufen, auf der niemand „abhebt“.

Bei der IHK Karlsruhe werden wir f├╝ndig. „De jure“, sei der „Werkrealschulabschluss“ eine „Mittlere Reife“. Allerdings habe er nicht den Stellenwert, „der da hinein interpretiert wird“.

„Der Abschluss ist problematisch, denn die eigentliche Frage ist, ob man sich weiter qualifizieren kann, also beispielsweise das Fachabi machen kann, das scheint nicht ganz einfach zu sein…“ Besser angeraten w├Ąre erst eine Lehre und bei sehr guten Leistungen sei vielleicht mehr drin, beispielsweise ein Fachabitur.

In Sachsen wei├č man gar nichts von einem Abschluss „Werkrealschule“: „Wenn Sie das anerkannt haben wollen, m├╝ssen Sie sich an das Kultusministerium wenden.“

Nach mehreren Anrufen dort, soll man nochmals anrufen, die Sachbearbeiterin sei gerade nicht zu erreichen.

Einen sch├Ânen Tag w├╝nscht
Das heddesheimblog, Mitarbeit: Horst P├Âlitz

Die Reform der Hauptschule ist eine unehrliche Angelegenheit

Guten Tag!

Heddesheim, 18. November 2009. Hirschberg meldet den Anspruch auf die Leitung einer „gemeinsamen“ Werkrealschule an. Heddesheim soll daf├╝r Sitz eines „Zweckverbands“ sein. Am Ende soll es zwei Sieger geben: B├╝rgermeister Just und B├╝rgermeister Kessler. Was aus den Sch├╝lern wird – ist im Zweifel egal. Hauptsache, die jeweiligen Gemeinder├Ąte loben sich ├╝ber den Klee. Dabei spielt es keine Rolle, ob sie ├╝berhaupt wissen, wovon sie reden.

Kommentar: Hardy Prothmann

Warum der Deal „Hirschberg kriegt den Hauptsitz – Heddesheim den Sitz des „Zweckverbands“ ein gutes „Gesch├Ąft“ sein soll, wei├č weder ein Heddesheimer, noch ein Hirschberger Gemeinderat. Woher ich das wei├č? Ich habe nachgefragt.

Eine schl├╝ssige Antwort habe ich nicht erhalten.

Ganz im Gegenteil sind die meisten Gemeinder├Ąte mindestens verwirrt, wenn nicht komplett ahnungslos, was sie eigentlich sagen.

Wen wunderts – einen ├Âffentlichen Austausch von Argumenten und Meinungen auch der P├Ądagogen, Eltern und Sch├╝ler hat es weder in Heddesheim noch in Hirschberg gegeben.

Angeblich geht es um den Erhalt der „Schulstandorte“. Und angeblich geht es darum, dass, wenn die Heddesheimer-Hirschberger L├Âsung (oder umgekehrt) nicht komme, diese „bedroht“ seien.

Das ist Quatsch und gleichzeitig absolut richtig. Denn die Hauptschule ist ein Auslaufmodell.

Die Drohung geht vom Land Baden-W├╝rttemberg aus. Der Aggressor ist Kultusminister Rau. Die bittere Wahrheit ist, dass von 1.200 Hauptschulen im Land bald nur noch 900 ├╝brig sein werden. Die Wahrheit ist, dass es nicht um die bessere Qualifikation von Sch├╝lern geht, sondern nur um die Einsparung von Mitteln, sprich Geld.

W├Ąhrend die Hauptschule in zehn Bundesl├Ąndern bereits abgeschafft ist oder kurz davor steht, abgeschafft zu werden – wird sie in Baden-W├╝rttemberg mit dem neuen Etikett „Werkrealschule“ im Hauruck-Verfahren neu angestrichen – bis sie irgendwann ganz gestrichen wird.

Irgendwann werden es nur noch 600 „Werkrealschulen“ sein, die dann konsequent mit den Realschulen verschmolzen werden.

Besserverdiener werden ihre Kinder vermehrt auf private Schulen schicken.

Im Ergebnis wird die Realschule als Restschule ├╝brig bleiben – die Gymnasien verwalten die Sch├╝ler, die besser sind als der Rest. Die Privatschulen nehmen die, die besser bezahlen, als diese beiden Reste einer Schulpolitik abgehobener Funktion├Ąre, die von oben nach unten diktieren wollen, wie Bildung ohne Geld auszusehen hat.

Richtig eklig ist, dass Herr Minister Rau und andere dabei von Reformen sprechen, aber nur Deformationen erzwingen.

Unehrlich agieren auch die Verantwortlichen vor Ort. Sie wissen, dass die P├Ądagogen aus guten Gr├╝nden – n├Ąmlich aus ihrer professionellen Erfahrung heraus – gegen diese „Reformen“ sind.

Diese Verantwortlichen ├Ąu├čern Verst├Ąndnis und l├╝gen gleichzeitig, dass sich die Balken biegen.

Die B├╝rgermeister Just und Kessler beugen sich der Landespolitik und sichern sich gegenseitig Prestigefunktionen: Du kriegst die eine Leitung, ich die andere.

Beide haben noch im Fr├╝hjahr betont, dass alles seinen gewohnten Gang geht. Verschiedene Gemeinder├Ąte wurden mit „Sprechblasen“ zitiert, die „vorausschauende Planung“, „bestm├Âgliche L├Âsung“ oder „schl├╝ssig und ausgewogen“ blubbern durften.

Und die B├╝rgermeister wurden zitiert: „Dass im Zuge der weiteren Zusammenarbeit eine Rektorenstelle zur Disposition steht, verneinten alle.“

Das, mit Verlaub, ist eine glatte L├╝ge, die in den n├Ąchsten Wochen mit blumigen Worten weichgekocht werden wird.

Im Mannheimer Morgen, in der Rhein-Neckar-Zeitung, in den Mitteilungsbl├Ąttern werden Artikel erscheinen, die beschreiben, wie „hart um die beste L├Âsung gerungen wurde“, „wie viele Zweifel bestanden, die ausger├Ąumt werden konnten“, wie „stolz und dankbar“ man sei, wie „viel Arbeit und M├╝he“ es gekostet habe und „wie vorausschauend gehandelt wurde“. Am Ende werden alle „dankbar“ sein.

Und am Ende steht irgendeine „L├Âsung“. Die Gewinner werden die B├╝rgermeister sein, die Wortf├╝hrer in den Gemeinder├Ąten, einzelne „Sprechblasenzitategeber“.

Nicht zu Wort werden die Lehrer kommen. Und schon gar nicht die Sch├╝ler – zumindest nicht in diesem System, dass sich selbst gerne best├Ątigt – egal, wie das Ergebnis tats├Ąchlich ist.

„Die Werkrealschule ist ein Etikettenschwindel.“

beruf

Sch├╝ler informieren sich w├Ąhrend der Berufsinformationsb├Ârse an der Johannes-Kepler-Schule in Heddesheim. Foto: hblog

Guten Tag!

Heddesheim, 17. November 2009. Am kommenden Donnerstag soll der Heddesheimer Gemeinderat einem Antrag der Verwaltung zustimmen: Zusammen mit Hirschberg soll eine gemeinsame Werkrealschule eingerichtet werden. Damit diese im kommenden Schuljahr schon m├Âglich ist, muss der Antrag bis zum 15. Dezember 2009 gestellt sein. Die Zeit scheint also knapp – eine ├Âffentliche Debatte zu diesem Thema hat es in Heddesheim noch nicht gegeben. Und das ist aus Sicht der Gewerkschaft GEW ein gro├čer Fehler – der eine optimale L├Âsung f├╝r die Hauptsch├╝ler verhindert.

Interview: Hardy Prothmann

Herr Schneider, wie beurteilt die GEW die neuen Werkrealschulen?
Matthias Schneider: „Eindeutig negativ. Das Kultusministerium hat unter dem Druck der sinkenden Sch├╝lerzahlen ein neues Konzept „erfunden“, das weder etwas mit Verbesserungen f├╝r die Sch├╝ler zu tun hat noch mit den Erfahrungen der p├Ądagogischen Praxis.“

Moment, die Neue Werkrealschule ist doch nach Worten von Kultusminister Rau eine Aufwertung der Hauptschule?
Schneider: „Das ist ein Etikettenschwindel. Es handelt sich nach wie vor um eine ├╝berholte Schulstruktur, an der herumgedoktort wird. Viele Hauptschulen werden die Bedingungen nicht erf├╝llen k├Ânnen und ├╝ber kurz oder lang geschlossen werden. Es geht nicht um bessere Schulkonzepte, es geht ausschlie├člich um Einsparungen.“

„Die Gemeinden sind gut beraten, nicht vorschnell zu entscheiden.“

So gesehen muss sich also jede Hauptschule beeilen, schnell Werkrealschule zu werden, um ├╝berleben zu k├Ânnen?
Schneider: „Dieser Eindruck wird vermittelt und ├╝brig bleibt der Druck. Keine Hauptschule verliert etwas, wenn Sie im kommenden Jahr immer noch Hauptschule ist. Die Schulen k├Ânnen die Antr├Ąge auch noch im n├Ąchsten Jahr stellen. Die Gemeinden sind gut beraten, wenn sie nicht vorschnell entscheiden, sondern diskutieren, welche Art von Schule f├╝r ihre Kinder und Jugendliche die beste ist.“

Was ist Ihre Forderung?
Schneider: „Die ist eine ganz alte, die immer wieder best├Ątigt wird: Wir wollen Sch├╝lern ein besseres Lernen erm├Âglichen. Daf├╝r m├╝ssen die Sch├╝ler l├Ąnger zusammen lernen. Es gibt keinen vern├╝nftigen Grund, an dem dreigliedrigen Schulsystem festzuhalten. Die skandinavischen L├Ąnder machen uns vor, was gute Schulpolitik hei├čt. Es gibt die ├╝berzeugenden Zahlen aus dem Ausland, aber hier will das keiner wahrnehmen. Das ist nicht nachvollziehbar.“

Was kritisieren Sie besonders?
Schneider: „Gerade Hauptsch├╝ler sind mehr als andere auf stabile Beziehungen angewiesen. Diese „Hopping“-Modelle, bei denen die Sch├╝ler stundenweise an der Werkrealschule und dann wieder an der Beruflichen Schule unterrichtet werden, wirkt sich nicht wie angepriesen qualifizierend auf die Sch├╝ler aus – ganz im Gegenteil senkt das die Leistungsf├Ąhigkeit. Hauptsch├╝ler brauchen nicht in erster Linie mehr berufliche Orientierung, sondern eine intensivere F├Ârderung bei den Grundkompetenzen, das hei├čt Lesen, Schreiben und Rechnen zu k├Ânnen sowie ├╝ber soziale Kompetenzen zu verf├╝gen.“

„Optimale L├Âsungen erfordern Mut und den Willen zur Ver├Ąnderung.“

In Ravensburg sollten drei Hauptschulen zu zwei Werkrealschulen umgewandelt werden. Das hat der Gemeinderat in geheimer Abstimmung mit Stimmen der CDU abgelehnt. Wissen Sie etwas ├╝ber die Hintergr├╝nde?
Schneider: „Die Situation in Ravensburg kann als Vorbild f├╝r andere St├Ądte und Kommunen dienen. Dort sitzen mehrere Bildungsexperten im Gemeinderat, der Informationsstand ist hoch. Ebenso der Wille, selbst das Beste aus der Situation zu machen und nicht nur den Vorgaben des Landes zu folgen.“

K├Ânnen Sie das erl├Ąutern?
Schneider: „In den meisten Kommunen wird nur umgesetzt, was die Landespolitik vorgibt. Motto: „Da k├Ânnen wir nichts machen.“

„Man“ kann aber was machen?
Schneider: „Selbstverst├Ąndlich. Als erstes sollte sich der Gemeinderat das Wissen der Experten, also der P├Ądagogen, verschaffen. Und Gemeinder├Ąte verschiedener Kommunen sollten sich austauschen, immer mit dem Willen, nicht eine Landespolitik auszuf├╝hren, sondern optimale L├Âsungen f├╝r die Sch├╝ler herauszuholen. Daf├╝r braucht es aber Mut und den Willen zu Ver├Ąnderung.“

„Angstszenarien ├╝ber Schulschlie├čungen sind typische Ausreden.“

In Heddesheim hei├čt es, man m├╝sse mit der Hirschberger Hauptschule zusammengehen, weil der eigene Schulstandort bedroht sei.
Schneider: „Diese Angstszenarien sind typische Ausreden, wenn man sich hinter der Landespolitik verstecken will. Das ist leider in vielen Kommunen so. Ich vermute, dass Heddesheim keinen Schulentwicklungsplan hat.“

Was w├Ąre Sinn und Zweck eines solchen Planes?
Schneider: „Die P├Ądagogen geben ihren Input, die Gemeinder├Ąte und die Gemeinde versuchen ihre Verbindungen spielen zu lassen und holen Betriebe, Handwerkskammer, IHK und andere an einen Tisch, sammeln kritische und positive Erfahrungen und entwickeln auf Grund dieses Wissens ihre Schule so optimal wie m├Âglich.“

„L├Âsungen funktionieren nur von unten nach oben – nicht umgekehrt.“

Klingt utopisch.
Schneider: „Ist es aber nicht. Es gibt im Land immer mehr Bewegung in der Sache und ├╝berall, wo es diesen Einsatz f├╝r die Schulen gibt, entwickeln sich gute L├Âsungsideen. Die aber funktionieren nur von unten nach oben und nicht umgekehrt. Gerade die leistungsschw├Ącheren Kinder und Jugendlichen brauchen eine bessere Lobby vor Ort. Die Kommunen m├╝ssen sich f├╝r deren Interessen stark machen und nicht nur die vermeintlichen Patentrezepte der CDU/FDP-Landesregierung aus der Landeshauptstadt umsetzen.“

Info:
Matthias Schneider ist der Pressesprecher des baden-w├╝rttembergischen Landesverbands der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW). Diese fordert schon seit 20 Jahren die Aufl├Âsung des dreigliedrigen Schulsystems. Ziel sollte ein l├Ąngeres gemeinsames Lernen der Sch├╝ler sein. Aus p├Ądagogischer und sozialer Sicht.
Vergleiche, beispielsweise mit den skandinavischen L├Ąndern, geben diesem Modell Recht. Dort erreichen im Vergleich mehr Sch├╝ler die Hochschulreife, die Pisa-Ergebnisse zeigen, dass diese L├Ąnder in der Bildungspolitik Deutschland deutlich ├╝berlegen sind.
Gerade Baden-W├╝rttemberg und Bayern halten aber an dem dreigliedrigen Schulsystems fest, w├Ąhrend zehn der sechszehn Bundesl├Ąnder die Hauptschule bereits abgeschafft haben oder dies gerade tun.

Hintergrund:
Spiegel online: Baden-W├╝rttemberg pappt neues Etikett an Hauptschulen
Stuttgarter Zeitung: Ravensburger Gemeinderat – Werkrealschule kommt nicht an.

Kultusministerium BW: Modell der neuen Werkrealschule

Abstimmung ├╝ber Bebauungsplan zur geplanten „Pfenning“-Ansiedlung in der n├Ąchsten Gemeinderatssitzung

pfenninglkw

Auch auf der Tagesordnung: Der "Verkehrslenkungsvertrag", nach dem Pfenning 20 Euro Strafe f├╝r jeden Lkw zahlen soll, der ├╝ber die Ringstra├če f├Ąhrt. Allerdings nur f├╝r Lkw ├╝ber 18 Tonnen. Bild: privat

Guten Tag!

Heddesheim, 10. November 2009. Auf der kommenden Gemeinderatssitzung vom 19. November 2009 soll ├╝ber einen Bebauungsplanvorentwurf zur geplanten „Pfenning“-Ansiedlung entschieden werden.

Details zu dem Bebauungsplanvorentwurf sind noch nicht bekannt.
Ebenso auf der Tagesordnung steht die „├Âffentlich-rechtliche“ Vereinbarung zur „Verkehrslenkung“ mit der Pfenning-Gruppe. B├╝rgermeister Michael Kessler hatte diesen „Vertrag“ auf einer Pressekonferenz der ├ľffentlichkeit bereits am 03. September 2009 als faktische Tatsache vorgestellt, obwohl der Gemeinderat bis heute den Inhalt nicht behandelt hat und damit nicht kennt, geschweige denn dar├╝ber entschieden hat.

Erstmals soll im neu gew├Ąhlten Gemeinderat auch das Thema „Gemeinsame Werkrealschule“ der Gemeinden Heddesheim und Hirschberg behandelt werden. Der Hirschberger Gemeinderat hat bereits beschlossen, das der Hauptsitz einer solchen Schule in Hirschberg angesiedelt sein soll. Gegen die Pl├Ąne der Gemeinden gibt es Widerst├Ąnde aus dem Kultusministerium, das das Modell ablehnt.

Die SPD wird einen Antrag auf Einf├╝hrung eines Wochenmarktes auf dem Dorfplatz stellen.

Die vorl├Ąufige Tagesordnung f├╝r die Gemeinderatssitzung vom 19. November 2009:

  • 1. Niederschriften ├╝ber die Sitzungen vom 08. Oktober 2009 und 22. Oktober 2009
  • 2. Bekanntgabe nicht├Âffentlicher Beschl├╝sse
  • 3. Fragezeit f├╝r Einwohnerinnen und Einwohner
  • 4. Bebauungsplan Gewerbegebiet „N├Ârdlich der Benzstra├če“ – Zustimmung zum Bebauungsplanvorentwurf und Beteiligung der Beh├Ârden und Tr├Ąger ├Âffentlicher Belange
  • 5. ├ľffentlich-rechtliche Vereinbarung zur Verkehrslenkung mit der Pfenning-Gruppe
  • 6. Einrichtung einer gemeinsamen Werkrealschule der Gemeinden Heddesheim und Hirschberg
  • 7. Bericht der Gemeindepr├╝fungsanstalt Baden-W├╝rttemberg ├╝ber die allgemeine Finanzpr├╝fung der Gemeinde Heddesheim in den Haushaltsjahren 2003 bis 2007 sowie des Eigenbetriebs Wasserversorgung der Gemeinde Heddesheim in den Wirtschaftsjahren 2003 bis 2007
  • 8. Antrag der SPD-Gemeinderatsfraktion auf Einf├╝hrung eines Wochenmarkts auf dem Dorfplatz
  • 9. Erdgasbelieferung der gemeindlichen Liegenschaften – Preisanpassung durch die Stadtwerke Viernheim
  • 10. Unterhaltung des unbeweglichen Verm├Âgens; Gruppe 510000 – Genehmigung ├╝berplanm├Ą├čiger Ausgaben
  • 11. Zustimmung zur Annahme von Spenden
  • 12. Bekanntgaben und Anfragen

Einen sch├Ânen Tag w├╝nscht
Das heddesheimblog

Hauptschul-Dilemma in Zeiten von „Pfenning“

Guten Tag!

Heddesheim, 04. November 2009. Gerade hatte Hirschberg den Hauptsitz einer gemeinsamen Werkrealschule von Hirschberg und Heddesheim f├╝r sich beansprucht – und damit Heddesheim kalt erwischt.
Der Vorsto├č war selbstbewusst – aber jetzt kommt der R├╝cksto├č. Das Kultusministerium ist mit der „Hirschberg & Heddesheim“-L├Âsung nicht einverstanden. Damit wird das „Modell“ zweier Hauptschulen und einer gemeinsamen Werkrealschule politisch relevant – und steht auf der Kippe.

Kommentar: Hardy Prothmann

Wenn zwei sich streiten – freut sich der Dritte. Das ist in diesem Fall das Kultusministerium. Das hat eindeutige Pr├Ąferenzen. Durch umfangreiche Reformen sollen hunderte von Lehrerstellen eingespart werden.

Bei den Hauptschulen sowieso.

„Ganz ehrlich – was bringt das, wenn wir noch einen Hauptsch├╝ler ├╝ber eine „Werkrealschule“ weiterbringen“, wird so mancher „Ministeriale“ denken. Ist doch „Hartz IV“ f├╝r viele Hauptsch├╝ler das realistische „Berufsziel“.

Ein Problem mit Zusatzqualifikation.

F├╝r die feinen Damen und Herren in den Ministerien und ├âÔÇ×mtern (├╝ber unsere Steuern krisenresistent finanziert) sind Hauptsch├╝ler sowieso nur, freundlich gesagt, ein „Problem“. Werkrealsch├╝ler sind somit aus deren Sicht ein „Problem mit Zusatzqualifikation“.

Die Hauptschulen haben keine Lobby – denn dort sind selten Kinder von „wichtigen und einflussreichen Pers├Ânlichkeiten“ untergebracht. Eher von anderen.

Und anstatt sich aus einer verantwortlichen und demokratischen Haltung darum zu k├╝mmern, dass den h├Ąufig sozial schlechter gestellten Sch├╝lern Chancen geboten werden – werden Sie Ihnen, wie es scheint, sogar mit Vorsatz genommen. Immer streng nach Gesetz und Ordnung.

Obwohl alle wissen, dass das keine Probleme l├Âst, sondern sie nur versch├Ąrft.

Wissen die, die entscheiden, wie das Leben wirklich ist?

„Ministerielle“ haben das Problem, dass sie au├čerhalb ihrer Kantinen nur selten die Lebenswirklichkeit kennen – oder wurden sie dort schon h├Ąufiger gesehen?

Die Gemeinden haben das Problem, dass sie das Problem mit den Hauptschulen haben und das mit den Ministeriellen. Das ergibt ein Doppelproblem.

Das ergibt ein Dilemma.

Und das l├Âst man nicht im Alleingang.

Hirschberg hat bessere Argumente – reicht das?

Der Vorsto├č Hirschbergs, den Hauptsitz f├╝r eine gemeinsame Hauptschule mit Werkrealschule f├╝r sich zu proklamieren, ist argumentativ nachvollziehbar. Hirschberg hat bessere Argumente daf├╝r als Heddesheim.

Aber Hirschberg hat nicht die allein-selig-machenden Argumente – sondern nur bessere.

Beide Gemeinden wissen, dass sie mit Partnern st├Ąrker sind.

Die Backpfeife, die sich beide Gemeinden nun von den Ministeriellen aus Stuttgart eingefangen haben, zeigt aber, dass beide Gemeinden nicht ├╝ber ihren eigenen Tellerrand hinausgeschaut haben.

Es trifft die, die keine Lobby haben. Die Hauptsch├╝ler.

So, wie die politische Positionierung des Themas l├Ąuft, muss man bef├╝rchten, dass beide Gemeinden verlieren werden.

Das ist vielleicht ├Ąrgerlich f├╝r den einen oder anderen B├╝rgermeister, von denen jeder f├╝r sich andere Ziele hatte. Und vielleicht auch f├╝r die Gemeinder├Ąte, die f├╝r ihre Gemeinde „das Beste wollten“.

Viel schlimmer ist aber, dass es am Ende die trifft, die keine Lobby haben.

Das sind die Hauptsch├╝ler.

Junge Menschen – deren Zukunft ganz von der politischen F├╝rsorge der Verantwortlichen abh├Ąngt. Denn sonst haben sie wenig Unterst├╝tzung.

Diese junge Menschen haben mit Sicherheit nur ganz, ganz schlechte Chancen f├╝r ihre Zukunft.

Und noch schlechtere, wenn es niemanden gibt, der sich erfolgreich f├╝r sie einsetzt.

Das Thema Hauptschule ist seit Juni 2009 in Heddesheim ├Âffentlich nicht behandelt worden.

A propos Einsatz: Im Heddesheimer Gemeinderat ist das Thema Hauptschule im neuen Gemeinderat ├Âffentlich seit der Wahl im Juni 2009 noch nicht behandelt worden.

Damit fehlt auch jede ├Âffentliche Auseinandersetzung mit dem Thema – wo es doch um Heddesheimer Sch├╝ler und Eltern geht.

Und um neue Ausbildungspl├Ątze, die angeblich durch die geplante „Pfenning“-Ansiedlung nach Heddesheim kommen k├Ânnten.

Bei der Diskussion um die „Pfenning“-Ansiedlung ist oft vergessen worden, dass es auch Arbeitspl├Ątze f├╝r weniger qualifizierte Menschen geben muss. Auch die haben Familien und sind an einem anst├Ąndigen Leben interessiert.

Laxe Handhabe steht gegen einen ernsten politischen Willen.

Die laxe politische Arbeit in Sachen Hauptschule durch den B├╝rgermeister muss Zweifel daran aufkommen lassen, ob es wirklich einen hinreichend ernstzunehmenden politischen Willen auf dessen Seite gibt, eine ordentliche hauptschulische Qualifikation in Heddesheim zu halten.

Und das vor dem Hintergrund, wo doch gerade hier in Heddesheim durch den beherzten Einsatz des B├╝rgermeisters Kessler ein f├╝r die Hauptsch├╝ler, also die Arbeiter, eventuell wichtiges Unternehmen angesiedelt werden soll.

Wieso Herr Kessler „Pfenning“ forciert, gleichzeitig aber die Hauptsch├╝ler h├Ąngen l├Ąsst, verstehe, wer will.

Wo doch Pfenning gerade einfach qualifizierten Menschen Arbeit bieten k├Ânnte.

Die Heddesheimer Lokalpolitik hat dazu bis heute keine ├Âffentliche Meinung.

Was die politischen Parteien dazu denken?

Keine Ahnung. Die zeichnen sich durch eine nicht-vorhandene ├Âffentliche Arbeit in der Sache aus.

Allesamt.

Hauptschulthema wird politisch – Hirschbergerheddesheimer L├Âsung ohne Chance?

Guten Tag!

Heddesheim, 04. November 2009. Wer h├Ątte das gedacht? Es gibt beim „MM“ doch noch den Willen zur journalistischen Recherche. Nein, nein: Das m├╝ssen Sie nicht falsch verstehen, sondern richtig.
W├Ąhrend es beim Thema Pfenning eine „Bei├čhemmung“ beim MM gab, legt die Kollegin Anja G├Ârlitz nun beim Thema Hauptschule vor. Thematisch ist das nicht vergleichbar. Aus journalistischer Sicht – und damit aus Sicht der ├ľffentlichkeit und der B├╝rger macht Frau G├Ârlitz jetzt aber das, was Journalisten immer tun sollten: Recherchieren, die Ergebnisse aufschreiben und ├ľffentlichkeit herstellen. Und das ist gut so.

Kommentar: Helle Sema

Und was Frau G├Ârlitz im MM aufgeschrieben hat, gef├Ąllt weder Hirschberg noch Heddesheim und schon gar nicht der FDP, die sich irgendwie als Vorreiter einer „Entwicklung“ sieht – leider hat sie sich verritten und daf├╝r einen Strafzettel in Form eines Abwurfs kassiert.

Der Bericht von Frau G├Ârlitz f├Ąngt mit einem entscheidenden Satz an: „So, wie Heddesheim und Hirschberg sich ihr gemeinsames Werkrealschul-Konzept vorstellen, sieht es das ge├Ąnderte Schulgesetz nach Auskunft eines Sprechers des Kultusministeriums nicht vor.“

Solche S├Ątze sind geeignet, Stress zu verbreiten – bei denen, die es angeht. In diesem Fall die Gemeinden Hirschberg und Heddesheim.

„Die Gesetzeslage ist eindeutig“, sagte der Sprecher des Kultusministeriums laut des Berichts und widerspricht damit eindeutig „einer Pressemitteilung der FDP/DVP-Landtagsfraktion“.

Im Kern geht es darum, dass durch eine Ver├Ąnderung der Hauptschulsituation eigentlich nichts ver├Ąndert werden soll – doch das wird kaum m├Âglich sein, wie der MM berichtet: „Demnach m├╝ssten sich Heddesheim und Hirschberg sp├Ątestens f├╝r die h├Âheren Klassen auf einen gemeinsamen Unterrichtsstandort einigen. Eine achte Klasse hier, die andere dort – das ginge dann nicht.“

In Hirschberg und Heddesheim wird das Thema sicherlich in n├Ąchster Zeit Konjunktur haben – man darf gespannt sein, welche politischen Vorschl├Ąge folgen.

Die Gemeinde Hirschberg war aktuell vorgeprescht und hatte den Hauptsitz einer gemeinsamen Werkrealschule f├╝r sich beansprucht und hatte Heddesheim damit kalt erwischt.

Jetzt sind beide Gemeinden durch das Kultusministerium kalt erwischt worden – denn so, wie sich das die eine Gemeinde und wie sich das beide vorgestellt haben, wird es nicht laufen.

Am wenigsten l├Ąuft es f├╝r die, die unmittelbar betroffen sind – die Hauptsch├╝ler.

Die alles entscheidende Frage, die Frau G├Ârlitz leider nicht gestellt hat, ist, was der politische Streit f├╝r diese jungen Menschen bedeutet.

Es scheint, dass diese Frage nirgendwo auf irgendeiner „Agenda“ steht.

Hirschberg beansprucht Leitung der Hauptschulen f├╝r sich

Guten Tag!

Heddesheim, 02. November 2009. Vergangene Woche hat der Hirschberger Gemeinderat ein klares Votum abgegeben: Zwar w├╝nscht sich die Gemeinde eine Kooperation in Sachen gemeinsamer Werkrealschule mit Heddesheim – die Leitung soll allerdings in Hirschberg beheimatet sein. In Heddesheim hat der neu gew├Ąhlte Gemeinderat dieses Thema noch nicht beraten.

heddesheimblog

Die Hirschberger wissen, was sie wollen: K├╝nftig soll es in Hirschberg und Heddesheim an den Hauptschulen wie gehabt das einz├╝gige Angebot f├╝nfte bis neunte Klasse geben – und die zehnte Klasse als gemeinsame Werkrealschule.

Allerdings kann es nach Vorgaben des Kultusministeriums nur noch eine Haupt- und eine Zweigstelle geben. Das hei├čt, eine der beiden Gemeinde muss auf die Schulleitung verzichten.

Was nach au├čen hin banal aussieht, hat weitreichende politische Folgen. Nat├╝rlich ist bei weiteren K├╝rzungen damit zu rechnen, dass beispielsweise eine Hauptstelle in der Zukunft besser wegkommt als eine Zweigstelle.

Hirschberg hat aus Sicht der Statistik bessere Argumente: Es kommen mehr Sch├╝ler nach Hirschberg aus dem Umland, als dies in Heddesheim f├╝r die Johannes-Kepler-Schule der Fall ist. Somit ist das Einzugsgebiet gr├Â├čer und damit auch das „Gewicht“ dieses wesentlichen Arguments.

Da auch die Schulbezirksgrenzen fallen werden, gewinnt dieses Argument noch mehr an Bedeutung.

Andererseits gibt es auch in der Gemeinde Heddesheim denselben Anspruch – allerdings noch nicht offiziell, denn der im Juni neu gew├Ąhlte Gemeinderat hat sich zu diesem Thema noch nicht beraten.

Fakt ist: Die Gemeinden m├╝ssen sich einigen, um gegen├╝ber dem Ministerium gemeinsam stark auftreten zu k├Ânnen. Beanspruchen beide die Hauptstelle f├╝r sich – w├╝rden sich die Gemeinden gegenseitig in ihrer Verhandlungsposition gegen├╝ber dem Ministerium schw├Ąchen.

Fakt ist: Bei einer Kooperation einer gemeinsam betriebenen Werkrealschule ist zwingend vorgeschrieben, dass eine Gemeinde in Sachen Schulleitung „verzichten“ muss.

Der Mannheimer Morgen zitierte den Heddesheimer B├╝rgermeister Michael Kessler, dass dieser mit dem Hirschberger B├╝rgermeister Manuel Just „bilateral“ verhandle.

Der allerdings handelt politisch im Auftrag des Hirschberger Gemeinderats – der sich klar f├╝r die Hauptstelle an der Martin-St├Âhr-Schule ausgesprochen hat.

Mit welchem Auftrag Herr Kessler verhandelt, ist hingegen unklar.

Einen sch├Ânen Tag w├╝nscht
Das heddesheimblog

Beruf – Information- Chance


Guten Tag!

Heddesheim, 26. September 2009. Die 11. Berufsinformationsb├Ârse an der Johannes-Kepler-Schule hat wie gewohnt ein breites Informationsangebot f├╝r die k├╝nftigen Azubis und Lehrlinge pr├Ąsentiert. 35 Firmen, Institutionen und Verb├Ąnde gaben Auskunft ├╝ber Berufsbilder und die n├Âtigen Qualifikationen.

Pinar Sedefoglu ist ein Gewinn f├╝r den Stand der Edeka. Frisch, aufgeschlossen, gespr├Ąchsbereit repr├Ąsentiert die junge Frau das, was sich Unternehmen w├╝nschen: Motivierte Mitarbeiter.

azubis

Azubine Pinar Sedefoglu (rechts) mit Kollegin: Die beiden sind "drin" und werben mit guter Laune und klaren Zielen f├╝r den Berufseinstieg: Bild: hblog

Sehr sympathisch beantwortet die Auszubildende f├╝r Gro├č- und Au├čenhandel Fragen zu ihrem Beruf. Die 23-j├Ąhrige Heddesheimerin ist nicht einfach „froh“, ihre Ausbildung bei Edeka zu machen, sondern: „Es macht wir total viel Spa├č und ich strenge mich an. Ich bringe gerne Leistung und will mich nach dieser Ausbildung noch weiter qualifizieren.“

Ihr Weg bis zur Ausbildung bei Edeka: Werkrealschule, zwei Jahre Berufskolleg Fremdsprachen, Jobben, ein Praktikum bei Edeka und dann vor zwei Jahren die Ausbildungsstelle.

Sie ist „drin“ im Berufssystem. Sie hat Schule, Weiterbildung und dann den Schritt in den Beruf geschafft. Eine Ausbildungsstelle zu haben, die sie mit Freude macht, die sie motiviert und die ihr die M├Âglichkeit gibt, sich Ziele zu setzen.

Daf├╝r ist die Berufsb├Ârse f├╝r 370 Sch├╝ler aus sieben Gemeinden da: Wege und Chancen in einen Beruf zu zeigen. Was werden, was tun? Hebamme, ein Beruf aus dem KFZ-Bereich, Bau, Handwerk, B├╝ro, Bundeswehr, Dienstleistung, kaufm├Ąnnische Berufe – die Angebote sind vielf├Ąltig.

Die Interessen sind dabei bis heute noch sehr „klassisch“: „Die M├Ądchen interessieren sich ├╝berwiegend f├╝r Pflegeberufe oder den medizinisch-helfenden Bereich, die Jungs eher f├╝r Technik und kaufm├Ąnnische Berufe“, sagt Siegrid Wiedeck, verantwortlich f├╝r die Organisation der B├Ârse an der Johannes-Kepler-Schule.

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Bauberufe sind nicht sehr gefragt: "Dabei bieten diese Berufe ein gro├če Befriedigung." Bild: hblog

Die Klassenstufen 7-10 sind eingeladen: „Ab der 8. Klasse sollte man eine Idee entwickeln, was man sp├Ąter tun m├Âchte“, sagt die Lehrerin, die aktuell eine 8. Klasse unterrichtet.

Gar nicht im Trend sind Bauberufe. Ein Zimmermann, der sympathisch f├╝r seinen Beruf wirbt, sagt: „Das ist harte Arbeit, aber auch eine sehr verantwortliche, denn man ist der Chef auf der Baustelle f├╝r seine Arbeit.“ Doch seiner Meinung nach gibt es nicht viele, die sich daf├╝r interessieren: „Bauberufe sind anstrengend. Das schreckt viele ab. Das ist schade, weil diese Berufe auf der anderen Seite auch viel Befriedigung geben k├Ânnen – mehr als andere Berufe.“

Sehr im Trend sind Berufsziele als Sachbearbeiter bei Versicherungen, Krankenkassen oder Banken: „Leider nehmen nur noch wenige Banken Hauptsch├╝ler oder Werkrealsch├╝ler“, sagt eine Mutter, die ihren Sohn aber gerne bei der VR Bank unterbringen m├Âchte: „Die geben noch Chancen.“

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Viele Informationen - viele Berufe - viele Fragen. Bild: hblog

Die Sch├╝lerin Melek S├╝zer aus Schriesheim strebt den Beruf Automobilkauffrau an: „Mir hat das heute viel gebracht, ich habe einige informative Gespr├Ąche gef├╝hrt.“ Andre Schmidt, Sch├╝ler an Johannes-Kepler-Schule, w├╝rde gerne etwas im kaufm├Ąnnischen Bereich lernen. Sara H├╝o├╝k besucht die neunte Klasse in Heddesheim. Ihr Berufsziel: Hebamme. Vanessa Vierling kocht gerne in der Schule. Sehr grossen Wert legt sie aber auch auf Mathematik. Ihr pers├Ânliches Traumziel nach der zehnten Klasse ist Kosmetikerin.

Doch nicht nur die Sch├╝ler interessieren sich auf dieser Berufsinformationsb├Ârse: Es sind vor allem die Eltern, die versuchen, einen geeigneten Beruf f├╝r die Tochter oder den Sohn zu finden.

heddesheimblog/ Mitarbeit: H├Ârst P├Âlitz