Donnerstag, 29. Juli 2021

Gabis Kolumne

Die NormalitÀt von sozialen Netzwerken

//

 

Guten Tag!

Heddesheim, 22. November 2010. Soziale Netzwerke sind voll im Trend. So gut wie alle Kinder und Jugendlichen haben damit zu tun. Fragt sich nur, was man selbst damit zu tun hat, ob man alles versteht und wie man den Kindern den Umgang damit beibringt, meint Gabi.

Vor ein paar Wochen habe ich geschrieben, dass ich mich den Sozialen Netzwerken annĂ€here. Vorsichtig habe ich mich herangetastet. Ich muss gestehen, dass ich mich der Fazination kaum erwehren konnte. Ich habe gechattet, sogar mal was gepostet, wie es so schön heißt. Mein Freundeskreis ist stetig gewachsen. Das zu mir.

snfacebook

Facebook. Aus einem Studentenjahrbuch-Verzeichnis wurde die grĂ¶ĂŸte Online-Community der Welt.

Auch meine Kinder sind in sozialen Netzwerken unterwegs: SchĂŒlerVZ und Facebook und wer-kennt-wen. NatĂŒrlich haben wir es zu Hause thematisiert, auf die Gefahren hingewiesen und davor gewarnt, Bilder zu veröffentlichen.

Die Gefahren im Netz sind subtiler.

Auch weiß ich von Freunden und Bekannten, dass deren Kinder hier „unterwegs“ sind. Letztendlich sehen wir es aber recht locker, was kann hier schon passieren? Ist es nicht rein virtuell und nichts gegen die Gefahren, denen unsere Kinder im tatsĂ€chlichen Leben ausgesetzt sind?

Doch die Gefahren, die hier lauern, sind viel subtiler. Wie erkennt man, was wer ernst meint? Wo hört der Spaß auf? Ist ein Freund wirklich ein Freund?

Jugendliche berichten ĂŒber Saufgelage, stellen davon Bilder ins Netz, nehmen politische Haltungen ein, provozieren. Um cool zu sein, aufzufallen, sich abzugrenzen. Dass sie sich damit auch inszenieren und von außen nicht immer erkennbar ist, wo der Spaß aufhört und der Ernst anfĂ€ngt – ist ihnen das klar? Wirklich bewusst?

sntwitter

Twitter – ein Kurznachrichtendienst im Internet.

Was man im Internet veröffentlicht, dafĂŒr ist man letztendlich verantwortlich. Und man stellt eine Öffentlichkeit her. Denn, wer teilweise einige hundert Freunde und mehr sein eigen nennt, wird kaum noch ein ÃƓberblick darĂŒber haben und kann nicht davon ausgehen, dass alles nur im „stillen KĂ€mmerlein“ passiert.

„Ich habs nicht so gemeint“, gilt nicht.

Lockere, coole SprĂŒche sind an der Tagesordnung. Was passiert, wenn cool nicht mehr cool ist, sondern rassistisch? „Ich hab’s nicht so gemeint“, ist schnell gesagt. Aber letztendlich kann man ja nur an den eigenen Worten gemessen werden. Vor allem dann, wenn man es öffentlich macht.

Soll ich meinen Kindern die Netzwerke jetzt verbieten? Gilt es nicht eher mit ihnen darĂŒber zu reden und sie aufzuklĂ€ren?

Wir wissen heute alle, dass sich Personalchefs gerne im Facebook oder Studi-VZ tummeln. Welches Bild möchte man dann hier nach Außen abgeben?

Wer rechts- oder auch linksextreme Aussagen tĂ€tig, muss damit rechnen, dass man ihn oder sie fĂŒr Ernst nimmt. Und wollen das Jugendliche nicht eigentlich?

Andererseits gehört zum jung sein, auch ĂŒber das Ziel hinaus zu schießen. Das habe ich getan, das machen immer wieder meine Kinder. Wichtig ist dabei immer wieder Grenzen zu erkennen. Sich betrinken tut sich fast jeder mal in seiner Jugend (oder auch spĂ€ter), lĂ€sst man sich aber volllaufen und beschĂ€digt sich, andere oder Dinge, hat das eine ganz andere Brisanz.

snfbgroß

Die Frage ist meist nicht, ob man oder ob man nicht, sondern wie man mit Facebook umgeht.

Wie können wir unseren Kinder, in einer Welt, die so zwischen VirtualitÀt und RealitÀt hin- und herspringt, begreiflich machen, wo hier die Gefahren liegen, wo wir doch selbst in dieser Welt meist Fremde sind?

Quatsch ist erlaubt – aber auch ein sauberes Image.

Ich kann meinen Kindern nur den Rat geben, dass sie nur das veröffentlichen, zu dem sie wirklich stehen können. Und wenn es Quatsch ist, muss es auch als Quatsch erkennbar bleiben.

Klar ist, dass soziale Netzwerke fĂŒr unsere Kinder normal sind. Klar ist aber auch, dass es darin normal zugehen sollte.

FĂŒr mich sind soziale Netzwerke noch neu und ich nĂ€here mich an. Vorsichtig. Das versuche ich auch meinen Kindern beizubringen.

Und klar – die sozialen Netzwerke bieten auch jede Menge Vorteile. Einer ist gerade der, der auch problematisch sein kann: Der öffentliche Austausch mit anderen.

***

Und eine FĂŒlle von Informationen, die man fĂŒr das echte Leben nutzen kann, warten im Internet neben all dem Schrott, den es dort auch gibt. Damit unterscheidet sich das Internet nicht wirklich vom realen Leben.

Der entscheidende Unterschied ist der der Dokumentation – was im Internet gepostet wird, kann man zwar wieder löschen. Ob es damit aus der Welt ist? HĂ€ufig nicht. Denn Informationen werden kopiert, an anderer Stelle wieder eingefĂŒgt.

Auch ich muss lernen, Herrin ĂŒber die Informationen zu bleiben, die ich pflege und die andere ĂŒber mich haben. Das ist eine ganz schön verantwortliche Aufgabe, die ich wie meine Kinder erst gerade lerne.

gabi

In eigener Sache: Zugriffsrekord auf das heddesheimblog

Guten Tag!

Heddesheim, 12. Januar 2010. Der Artikel „Was Meinungsfreiheit bedeutet oder wie der MM die Meinung manipuliert“ verzeichnet die bislang höchste Zugriffszahl auf einen Artikel innerhalb eines Tages: Der Text wurde bislang 3.360 3.555 Mal innerhalb eines Tages abgerufen.

Am Anfang eines Monats bringen wir die Vormonatsstatistik. Heute machen wir eine Ausnahme, denn der 12. Januar 2010 ist aus Sicht der Redaktion ein Rekordtag.

regional

Verteilung der Hauptzugriffe vom heutigen Tag. Klicken Sie fĂŒr eine grĂ¶ĂŸere Darstellung. Quelle: 1&1

ÃƓber 3.360 Mal (Stand: 22:00 Uhr) wurde unser Kommentar ĂŒber die manipulative Berichterstattung des Mannheimer Morgens angeklickt. Die Top-Regionen sind laut unserem Statistik-Server:

  1. Mannheim
  2. Heidelberg
  3. Kaiserslautern
  4. Karlsruhe
  5. Heilbronn
  6. Hamburg
  7. Berlin
  8. Darmstadt
  9. Aschaffenburg
  10. Stuttgart

Von hier kamen zwischen mehr als sieben bis gut zwei Prozent der Zugriffe, insgesamt addieren sich die Zugriffe der Top 10 auf gut 40 Prozent. Der Rest verteilt sich nahezu ĂŒber „ganz“ Deutschland.

Die Meldung ĂŒber unseren Artikel auf Bildblog.de ist ganz eindeutig der „Verursacher“ fĂŒr die ĂŒberwĂ€ltigende Resonanz. Wer im Rest der Republik interessiert sich sonst schon fĂŒr Heddesheim/Nordbaden mit seinen 11.500 Einwohnern?

Wir haben etwas mitgeholfen und den außergewöhnlichen Zugriff auf Twitter, Facebook sowie Wer-kennt-wen kommuniziert.

Insgesamt hat unser Statistikserver heute 46.000 Zugriffe gezĂ€hlt – durchschnittlich haben wir mit steigender Tendenz 20.-25.000 Zugriffe am Tag. TĂ€glich haben wir im Schnitt ĂŒber 2.000 Besucher. Das ist die Zahl, die wir unseren Werbekunden kommunizieren. TatsĂ€chlich geht es in Richtung 2.500 Besucher/Tag, diese Zahl verwenden wir aber erst, wenn der tĂ€gliche Zugriff deutlich darĂŒber liegt. Heute waren es ĂŒber 7.200 Besucher.

Sehr erfreut sind wir ĂŒber das enorme Interesse vor allem aus folgenden GrĂŒnden: Berichte ĂŒber „guten“ und „schlechten“ Journalismus  sorgen fĂŒr eine hohe Aufmerksamkeit. Das heißt, viele Menschen in Deutschland beschĂ€ftigen sich mit diesem Thema, was wir sehr begrĂŒĂŸen.

Viele emails von anderen anderen lokalen blogs zeigen uns, dass dort sehr genau studiert wird, was das heddesheimblog als professionelle, journalistische Plattform so treibt. Denn viele der lokalen blogs werden von Nicht-Journalisten gemacht. Und die meisten befinden sich in einer Àhnlichen Situation: Zeitungsmonopolisten bieten unkritischen Bratwurstjournalismus statt einer ordentlichen Berichterstattung. Durch das Internet und die Vernetzungsmöglichkeiten haben es diese Meinungsmonopolisten nun schwerer.

Ganz egoistisch freuen wir uns darĂŒber, dass nun sehr, sehr viele Menschen in Deutschland das heddesheimblog kennen und gerne eingeladen sind, ab und an vorbeizuschauen. Auch beim hirschbergblog und demnĂ€chst beim ladenburgblog.

Wir freuen uns aber auch fĂŒr die Gemeinde Heddesheim, die vollkommen unentgeltlich nun bundesweit bekannt ist – ohne dass ein Massaker oder ein anderes schlimmes Ereignis fĂŒr eine zweifelhafte Bekanntheit sorgte. Wer im Sommer auf der Durchreise ist: Wir haben einen wundervollen Badesee. Und einen herrlichen Vogelpark. Der ist zwar unter Vogelliebhabern schon sehr bekannt – verdient aber eine noch grĂ¶ĂŸere Fan-Gemeinde. Und 2010 feiert der Verein der Vogelfreunde 50-jĂ€hriges JubilĂ€um. Es ist das Jahr der „Heddesheimer Vögel“.

Ganz besonders freuen wir uns fĂŒr den MGV 1847 e.V. Denn kurioserweise wurde der Text ĂŒber den Ball des MĂ€nnergesangsvereins im Zuge des anderen Artikels 1.856 Mal angeklickt. So viel Aufmerksamkeit auf einen Schlag dĂŒrfte der Verein in seiner 163-jĂ€hrigen Geschichte noch nie gehabt haben.

Und wir freuen uns fĂŒr den neuen Kollegen Horst Pölitz, der den Text ĂŒber den MGV geschrieben hat. Unser freier Mitarbeiter ist im wohlverdienten Ruhestand, lernt aber seit ein paar Monaten das journalistische Handwerk und ist, wie er gerade per Mail mitgeteilt hat, fassungslos ĂŒber die Aufmerksamkeit, die sein Text gefunden hat. Wir sagen: QualitĂ€t setzt sich durch! 😉

Einen schönen Tag wĂŒnscht
Das heddesheimblog

Neu: wer-kennt-wen-Gruppe heddesheimblog

Guten Tag!

Heddesheim, 28. Dezember 2009. Das heddesheimblog ist ein Internet-Medium. Unseren Leserinnen und Lesern bieten wir einen neuen Service an: das heddesheimblog als wkw-Gruppe.

Wir haben die Gruppe so eingestellt, dass jeder Mitglied werden kann, der sich dafĂŒr interessiert. Einfach reinschnuppern, ausprobieren, dabei bleiben oder das Weite suchen.

Die Mitgliedschaft ist kostenlos.

Einen schönen Tag wĂŒnscht
Das heddesheimblog

Faktencheck: Update „Duell der sozialen Netzwerke“


Guten Tag!

Heddesheim, 1. August 2009. Das heddesheimblog hatte am 26. Mai 2009 ĂŒber das „Duell der sozialen Netzwerke“ berichtet. Weil der Artikel in die Gruppe der 15 meistgelesenen Artikel aufgestiegen ist, bringen wir ein „Update“.

Am 16. Mai 2009 wurde im „sozialen Netzwerk“ „wer-kennt-wen“ (wkw) eine Gruppe namens „Ja zu Pfenning“ gegrĂŒndet. Mitglieder von wer-kennt-wen können „Gruppen“ bilden zu Themen, die sie interessieren.
Drei Tage spĂ€ter, am 19. Mai 2009 grĂŒndete sich die Gruppe „Nein zu Pfenning logistics“.

Beide Gruppen gewannen zunĂ€chst schnell Mitglieder. Doch nach zehn Tagen lag die „Nein“-Gruppe (113) knapp vor der „Ja“-Gruppe (98).

wkw

"Nein zu Pfenning" fĂŒhrt deutlich vor "Ja zu Pfenning". Quelle: wkw

In der Zwischenzeit hat sich der Abstand deutlich verĂ€ndert. Die Gruppe „Nein zu Pfenning logistics“ zĂ€hlt mittlerweile 257 Mitglieder, die „Ja zu Pfenning“-Gruppe nur 123.

Und es gibt eine neue Gruppe mit lediglich 2 Mitgliedern: „Mittlerweile egal zu Pfenning“.

DarĂŒber hinaus gibt es eine Gruppe „pfenning logistics“, die 115 Mitglieder hat – vermutlich BeschĂ€ftigte des Unternehmens.

Einen schönen Tag wĂŒnscht
Das heddesheimblog