Freitag, 30. September 2022

Verdienter Sieg ĂŒber die DĂ€nen – Einzug ins Viertelfinale

Rhein-Neckar, 18. Juni 2012. (red/mb) Das letzte Spiel der Gruppenphase ist getan! Die Deutschen gingen gestern Abend nach einer Zitter-Partie mit dem 2:1 als verdienter Sieger vom Feld. Jedoch fiel der deutschen Nationalelf dieser Sieg nicht einfach in den Schoß. Die DĂ€nen waren ein starker Gegner, sodass die deutsche Mannschaft kĂ€mpfen musste. Das letzte Spiel der Gruppenphase ist rum und der Sieg bedeutet fĂŒr die Deutschen den Einzug ins Viertelfinale.

Von MichĂšle Baumann

Es war ein spannendes Spiel. Sowohl die deutsche als auch die dĂ€nische Mannschaft prĂ€sentierten sich stark. Trotzdem dominierten die Deutschen das Spiel, hatten mehr Ballbesitz und Torchancen. Gleich zu Spielbeginn ergaben sich fĂŒr die Mannschaft einige Torchancen, diese konnten sie aber nicht erfolgreich verwerten. Der Wille, das Spiel zu gewinnen war klar zu sehen und die deutsche Mannschaft prĂ€sentierte sich spielsicherer als zuvor. Im Vergleich zu den vergangenen Spielen gegen Portugal und Holland, konnten die Deutschen den Ball besser halten und erkĂ€mpften ihn sich durch Schnelligkeit. Sie ließen sich auch nicht abwimmeln, gewannen die ZweikĂ€mpfe.

Trotz der Steigerung war zu erkennen, dass die deutsche Mannschaft noch nicht auf ihrem Spielniveau angelangt ist. Wir kennen sie noch stĂ€rker, noch ballsicherer als sie sich die letzten Spiele prĂ€sentierten. Auch Trainer Jogi Löw weiß, dass es noch einiges an Verbesserungen zu erledigen gibt. Er ist jedoch stolz auf seine Mannschaft mit einem solchen Ergebnis ĂŒber eine so starke Vorrundengruppe in das Viertelfinale einzuziehen. Bis zum Freitag wollen sie im Spiel gegen die Griechen bestens vorbereitet sein und ihre Leistung noch weiter steigern, um auch diesen starken Gegner zu besiegen. Bis dahin sollen auch Schweinsteiger, der lange verletzt war, und Özil wieder auf ihrem Spielniveau angekommen sein. Die beiden konnten bis jetzt leider noch nicht so glĂ€nzen, wie sie es sonst tun.

Bender-Klasse

Die Abiturientin Michùle Baumann (17) ist Fußball-Fan, absolviert bei uns ein Praktikum und kommentiert die deutschen Spiele der EM 2012 bei uns.

Nach vielen Torchancen der deutschen Mannschaft schoß Lukas Podolski in der 19. Minute das 1:0. Das Tor verschaffte der jungen Mannschaft Sicherheit. Jedoch folgte bereits in der 24. Minute der Gleichstand durch Michael Krohn-Dehli. Nach dem schnellen Ausgleich zeigten sie die Deutschen verwirrt, schienen das Spiel ein wenig schleifen zu lassen. Kurz vor der Halbzeitpause hatten MĂŒller und Gomez Rießenchancen, jedoch blieb ein Tor aus und so ging die deutsche Mannschaft mit einem Unentschieden vom Platz. In der zweiten Halbzeit dominierten die Jogi-Jungs weiterhin. In der Mitte der zweiten Halbzeit fĂŒhrten sie ĂŒberwiegend den Ball, kamen jedoch auf Grund der starken dĂ€nischen Abwehr nicht richtig in den Strafraum. Die DĂ€nen zeigten sich offensiv eher zurĂŒckhaltend und kamen deswegen kaum nach vorne. Trotzdem war es weiterhin ein Zitter-Spiel, da sowohl die deutsche als auch die dĂ€nische Mannschaft mit einem Sieg vom Spielfeld gehen wollten.

In der letzten Viertelstunde drehte die deutsche Mannschaft nochmal auf und prĂ€sentierte sich sehr sicher. Dies zahlte sich aus. Der Ersatzspieler Lars Bender, 23 Jahre alt, der fĂŒr den gesperrten Boateng, eingesetzt wurde, erzielte in der 80. Minute das 2:1 fĂŒr Deutschland. Ein Ă€ußerst wichtiges Tor! Ein Tor der „Bender-Klasse“. Im Stadion hört man die Fans bereits „Sieg“ rufen und auch ich war erleichtert – wenngleich nicht ĂŒber das skandierte „Sieg“, das klang unheimlich.  Die letzten zehn Minuten waren trotzdem noch nervenaufreibend, man hoffte das jetzt nicht noch ein Anschlusstreffer der DĂ€nen fallen wĂŒrde. Dem war glĂŒcklicherweise nicht so. Mit dem FĂŒhrungstreffer von Lars Bender ging die deutsche Mannschaft nicht nur als verdienter Sieger vom Platz, sondern sicherte sich auch den Einzug ins Viertelfinale. Das Finale rĂŒckt immer nĂ€her! JIPPIEEEE! Ich bin mir sicher, dass die Deutsche Mannschaft auch am Freitag als Sieger vom Platz gehen wird und freue mich schon auf ein hoffentlich spannendes Spiel!

Bens WM-Kolumne: DĂ©jà vu? Deutschland – Argentinien

Guten Tag!

Heddesheim, 03. Juli 2010. Argentinien wird schwer – meint unser Kommentator Ben. Er plĂ€diert dafĂŒr, die bisherige Taktik beizubehalten und den Fußball zu spielen, der die deutsche Mannschaft bisher weitergebracht hat. Mal schauen, ob es heute einen ebensolchen Krimi gibt wie zwischen Ghana und Uruguay.

Von Benedikt Siegfanz

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Unser WM-Kolumnist Benedikt Siegfanz. Bild: local4u

Schon vor der Neuauflage des Viertelfinales von 2006 Deutschland gegen Argentinien geht es heiß her.

Die Stimmung ist angeheizt und emotionsgeladen. Immer wieder wird an die unschönen Szenen nach dem Elfmeterkrimi vor vier Jahren erinnert. Aber mit viel Selbstvertrauen und Siegeswillen gehen unsere Jungs in die Partie am Samstag um 16:00 Uhr in Kapstadt, dem Green-Point-Stadion. Ein Neubau, der 68.000 Zuschauern Platz bietet und sehr glanzvoll ist.

Bis auf Cacau kann Joachim Löw aus dem Vollen schöpfen und seine Wunsch-Elf gegen die SĂŒdamerikaner auflaufen lassen. Unser Bundestrainer warnt aber im Vorfeld vor unnötigen Fehlern und zu viel Ballverlusten, die eine Mannschaft wie Argentinien sofort zum eigenen Vorteil nutzen wĂŒrde.

Argentinien spielt sicher stĂ€rker als noch vor vier Jahren, bisher haben sie all ihre Partien gewonnen, aber sie sind nicht unschlagbar. Besonders in Acht nehmen sollte sich unsere Abwehr allerdings vor Gonzalo Higuain, der mit vier Treffern unter anderem die TorschĂŒtzenliste der WM anfĂŒhrt.

Ohne eine starke Qualifikation hat das Team unter Diego Maradona es trotzdem geschafft, sich zu etablieren und von einigen als Favorit fĂŒr den WM-Titel gehandelt zu werden.

Nur im starken Zusammenhalt wird es der deutschen Elf gelingen, Superstars, wie Carlos Tevez, Angel Di Maria oder Lionel Messi zu stoppen.

Wenn es unserer Mannschaft aber gelingt, den Argentiniern das deutsche Spiel aufzuzwingen, wird es klappen mit dem Halbfinale, also los!

Gepfiffen wird diese heißumkĂ€mpfte Partie von Rawschan Irmatow, einem 32-jĂ€hrigen Usbeken, der vor der WM noch keinen großen Namen hatte, bisher jedoch alle Spiele souverĂ€n geleitet und sich so Respekt verschafft hat. Zum Beispiel das Eröffnungsspiel SĂŒdafrika gegen Mexiko.

Keinerlei Auskunft wurde bisher ĂŒber die Aufstellung unseres Teams veröffentlicht, große VerĂ€nderungen, sind aber auch nicht zu erwarten. Bisher ging es ja mit der gewohnten Taktik gut, gegen Superstars aber auch?

Wir werden es sehen. Manche sagen, wir schaffen es, manche nicht. Die Meinungen sind geteilt.

Die Unsicherheit ĂŒber den Ausgang des Spiels ist sicher groß, der Glaube an unsere Jungs aber ungebrochen. So wĂŒnsche auch ich ein starkes Spiel und natĂŒrlich einen Sieg.

Zur Person:
Benedikt Siegfanz (14) spielt Fußball, seit er laufen kann. Mit sechs Jahren ist er zur Heddesheimer Fortuna gekommen und hat dort bis 2008 gekickt, zuletzt in der D-Jugend. Dann ist er zum FV O3 Ladenburg gewechselt und spielt jetzt in der B-Jugend als Libero.
Er liebt Fußball, manchmal leidet er ihn, insgesamt lebt er ihn. Der Traumberuf des Gymnasiasten ist Sportjournalist.
FĂŒr uns berichtet er ĂŒber alle deutschen Spiele der WM in SĂŒdafrika.