Donnerstag, 26. Mai 2022

TG ohne FĂŒhrungsspitze

Vorstand gesucht

Heddesheim, 28. April 2012. (red) Die Jahreshauptverstammlung der Turngemeinschaft Heddesheim e.V. (TG) ist ohne die Wahl des Vorstandsvorsitzenden und eines Stellvertreters zu Ende gegangen. Zur Zeit ist der Verein damit ohne FĂŒhrung – es wird dringend ein neuer Vorstand gesucht, der auch nicht aus den Reihen des Vereins kommen muss.

Von Hardy Prothmann

Nach unseren Informationen hat sich der langjĂ€hrige Vorstandsvorsitzende Ewald Doll nach 19 Jahren nicht mehr zur Wahl gestellt. Sein Stellvertreter Thomas Ross soll nur wenige Tage vor der Hauptversammlung seinen RĂŒcktritt erklĂ€rt haben.

Auf der Versammlung erklĂ€rte sich niemand zur Wahl bereit. Es habe betretendes Schweigen geherrscht, als klar war, dass kein Vorstand gewĂ€hlt werden kann. Es sei zu wenig Zeit gewesen in den Tagen vor der Hauptversammlung neue Kandidaten zu finden, sagte uns ein Vereinsmitglied auf Anfrage. Im Verein sieht man durchaus potenzielle VorstĂ€nde, beispielsweise bei den Abteilungsleitern, dann mĂŒssten diese aber ersetzt werden.

Im Amt bestĂ€tigt wurden der 1. Beisitzer Vorstand Hanspeter Huber sowie Bernhard Erny fĂŒr den Wirtschaftsausschuss. Die Jugendleiterin Naja Kappis trat nicht mehr zu Wahl an, will sich aber um eine Nachfolge kĂŒmmern. Der SchriftfĂŒhrer Philipp Schimmelpfeng kandidierte ebenfalls nicht mehr. Kassier Steffen Hoffmann stand nicht zur Wahl, da seine Amtszeit noch ein Jahr geht.

Somit sind vier von sieben Posten vakant.

Der Verein muss nun in einer außerordentlichen Jahreshauptversammlung einen neuen Vorstand wĂ€hlen – sollte dies nicht gelingen, wĂŒrde das Amtsgericht Weinheim einen bestellen.

Die Mitgliederzahlen der TG waren in den vergangenen Jahren leicht rĂŒcklĂ€ufig, trotzdem ist die TG mit rund 1.600 Mitglieder der mit Abstand grĂ¶ĂŸte Verein in Heddesheim.

Nach unseren Informationen sind fĂŒhrende Verantwortliche nicht abgeneigt, auch vereinsexterne Bewerber als Vorstand zu wĂ€hlen. „Wenn die Personen zu uns passen, darf das kein Problem sein“, sagte uns ein GesprĂ€chspartner. Und: „Die TG hat sehr viel Potenzial, von dem zur Zeit einiges brach liegt. Es ist sicherlich eine Herausforderung, aber eine mit Zukunft.“

 

Auch die TG will keine unabhÀngige Berichterstattung

Guten Tag!

Heddesheim, 23. April 2010. (red/pöl) Am heutigen Freitagabend hat die TG 1891 Heddesheim ihre Generalversammlung. Wir hĂ€tten gerne ĂŒber die Ergebnisse berichet – wurden aber vor die TĂŒr gebeten.

Von Hardy Prothmann

Nach dem Rausschmiss bei der AWO am vergangenen Samstag hat nun auch die TG Heddesheim dem heddesheimblog die TĂŒr gewiesen.

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Ewald Doll bedrÀngt Hardy Prothmann von hinten: "Hau ab." Bild: Archiv

Unser freier Mitarbeiter Horst Pölitz war kurz vor Beginn der Veranstaltung in der TG GaststĂ€tte erschienen. Der 1. Vorsitzende Ewald Doll bat ihn zur Seite und begleitete Herrn Pölitz zum zweiten Vorsitzenden Thomas Ross, denn er wolle „nicht allein entscheiden“.

Die Entscheidungsfrage war: Darf das heddesheimblog ĂŒber die Veranstaltung berichten oder nicht? Herr Doll sagte nein, Herr Ross sagte nichts, nickte aber.

Unser Mitarbeiter Horst Pölitz hat daraufhin den Ort verlassen. Zum zweiten Mal: Bereits im Januar hatte ihn Herr Doll beim Sportlerball vor die TĂŒr geschickt.

Herr Ewald Doll ist der Bruder des Gemeinderats und CDU-Fraktionsvorsitzenden Dr. Josef Doll.

Am Samstag, 10. April 2010, hatte die AWO Heddesheim uns die Anwesenheit bei deren Mitgliedsversammlung verweigert und uns die TĂŒr gewiesen.

BĂŒrgermeister Michael Kessler verkĂŒndete gestern im Gemeinderat, dass er vor einigen Tagen Mitglied der AWO geworden sei.

Ob der BĂŒrgermeister das nun zur Tradition macht, jeden Vereinsein- und austritt öffentlich zu verkĂŒnden, hat er nicht bekannt gemacht.

ÃƓber die AWO als eigenes Thema haben wir noch nicht auf dem heddesheimblog berichtet. ÃƓber die TG Heddesheim bereits mehrfach.

Hier finden Sie einen ÃƓberblick der Texte, die Herr Pölitz bislang fĂŒr uns verfasst hat.

Die pressefeindliche Haltung des TG-Vorstitzenden Doll ist unverstÀndlich und geeignet, dem Verein zu schaden.

In der Satzung des Vereins heißt es unter §6: „Alle Vereinsmitglieder sind verpflichtet, das Ansehen des Vereins zu wahren, das Vereinsvermögen zu sichern , Satzungen und Ordnungen einzuhalten.“

Am heutigen Abend wird der Vorstand neu gewĂ€hlt – rund ein Dutzend Mitglieder sind anwesend.

TG-Vorsitzender Ewald Doll: „Sie werden nichts schreiben.“

Guten Tag!

Heddesheim, 17. Januar 2010. Geht es nach dem TG-Vorsitzenden Ewald Doll, darf das heddesheimblog nichts ĂŒber die Veranstaltungen der TG berichten, wie den Sportlerball vom Samstag. Die BegrĂŒndung: Der Mannheimer Morgen und die Rhein-Neckar-Zeitung seien anwesend: „Das reicht.“

Kommentar: Hardy Prothmann

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Der TG-Vorsitzende Ewald Doll (im blauen Hemd) macht sich beim SĂ€ngerfest hinterrĂŒcks an den Journalisten Hardy Prothmann (weiße Hose) heran und "lehnt" sich auf dessen Schultern. Foto: privat

Unser Freier Mitarbeiter Horst Pölitz besuchte am Samstag, den 16. Januar 2010 den Sportlerball der Turngemeinde Heddesheim 1891 e.V. BĂŒrgerhaus. Es bot sich ein trauriges Bild, was die GĂ€stezahl angeht. Nur etwas mehr als 70 GĂ€ste besuchten die Veranstaltung des grĂ¶ĂŸten Heddesheimer Vereins (rund 1.500 Mitglieder).

Der TG-Vorsitzende Ewald Doll wandte sich in Begleitung seines Stellvertreters Thomas Ross an unseren Mitarbeiter: „Der Mannheimer Morgen und die Rhein-Neckar-Zeitung sind anwesend. Das reicht. Sie machen keine Bilder. Ich möchte auch nicht, dass etwas Negatives geschrieben wird.“ Horst Pölitz sagte: „Darf ich Sie darauf hinweisen, dass mein letzter Bericht ĂŒber den MĂ€nnergesangsverein (MGV) ĂŒber 2.500 Klicks erhalten hat? Der Verein ist jetzt deutschlandweit bekannt. Unsere Berichte sind also förderlich fĂŒr die Vereine.“ Ewald Doll sagte: „Das interessiert mich nicht. Wir sind ein Heddesheimer Verein und brauchen Deutschland nicht! Sie werden nichts schreiben!“

„Wir sind ein Heddesheimer Verein und brauchen Deutschland nicht!“ Ewald Doll

NatĂŒrlich schreibt das heddesheimblog einen solchen Vorfall auf. Unser Mitarbeiter Horst Pölitz war vor Ort, um EindrĂŒcke zu sammeln und Bilder zu machen. Ein Bericht ĂŒber einen Ball ist an sich nichts SpektakulĂ€res. Der MM berichtet darĂŒber typischerweise bratwurstjournalistisch.

Wir berichten ebenfalls. Unser Ansatz ist aber ein anderer: Wir dokumentieren solche Ereignisse, ohne Floskeln wie fĂŒr das „leibliche Wohl war gesorgt“ oder „wie jedes Jahr auch dieses Jahr“ oder der langweiligen Wiedergabe von Redeinhalten, die oft dieselben Floskeln bedienen.

Weil ein Ball oder ein anderes Fest meist fĂŒr gute Laune sorgt, halten wir diese mit Bildern fest – das erspart uns geschwurbelte Formulierungen. Fotostrecken „bilden“ solche Ereignisse nach unserer Auffassung besser ab, als die Floskel, dass „das Tanzbein geschwungen wurde“.

Das hatten wir auch fĂŒr den Sportlerball der TG geplant. Der TG-Vorsitzende Ewald Doll allerdings fand diesen Plan nicht gut und wollte unserem Mitarbeiter einen Bericht und Bilder untersagen. Ist solch ein Verhalten das, was man von einem Vereinsvorsitzenden erwarten muss? Wohl kaum. Er schadet damit der TG. Ohne Not oder auch ohne Sinn und Verstand schafft er Probleme, wo keine sind.

Als Grundlage fĂŒr dieses unverstĂ€ndliche Verhalten muss eine persönliche Abneigung des Herrn Doll gegen das heddesheimblog angenommen werden. Anders ist dieser Ausfall nicht zu erklĂ€ren, denn Herr Doll und Herr Pölitz waren sich bis zu dieser „Begegnung“ nicht bekannt.

Kleinkarierte Engstirnigkeit schadet der TG.

Vielleicht ist das Verhalten des Herrn Doll aber nur Ausdruck seines persönlichen Frustes und einer massiven ÃƓberforderung. Denn es lĂ€uft nicht bei den Veranstaltungen der TG. Das Oktoberfest war mĂ€ssig, die Weihnachtsfeier voll an Programm, aber mit weit weniger GĂ€sten als erhofft. Und nun der Ball mit rund 70 GĂ€sten – obwohl der Verein 1.500 Mitglieder hat.

Wie ein Ball in der heutigen Zeit funktionieren kann, hat der MGV vorgemacht. Rund 250 GĂ€ste waren gekommen – trotz schlechten Wetters, sonst wĂ€ren es sicherlich noch mehr gewesen. Der MGV verlangt im Gegensatz zur TG sogar Eintritt. Trotzdem kommen die GĂ€ste. Warum? Weil die Veranstalter bis auf eine Gesangseinlage weitgehend auf andere Programmpunkte verzichtet haben, den Ball mit viel Arbeit und Liebe zum Detail ausrichten und den Ball als Ball und nicht als Vereinsfeier verstehen. Deswegen kommen viele GĂ€ste von außerhalb.

Man muss die Zeit verstehen und seine Konzepte anpassen. Es gilt eben nicht: „Des hĂ€nn mer schun immer so gemacht…“ Und man muss mit der Öffentlichkeit arbeiten und sich einem kritischen Urteil stellen, sonst lernt man nichts und kommt nicht weiter.

Man kann natĂŒrlich auch den Weg des Herrn Ewald Doll gehen und sich als pressefeindlicher Vereinsvorstand prĂ€sentieren, der sogar „Handgreiflichkeiten“ nicht scheut (siehe Foto).

Doch damit schadet er seinem Verein enorm und der Arbeit von allen Mitgliedern, die gerne im und fĂŒr den Verein tĂ€tig sind. Sein Verhalten ist kontraproduktiv und beweist vor allem eines, kleinkarierte Engstirnigkeit.