Donnerstag, 30. Juni 2022

Stadtpark-Plakatkampagne 2013

Leistungsturnerinnen der TG Heddesheim als Àsthetisch-sportlicher Blickfang

Tolles Motiv - ĂŒberall in der Region laden die Leistungsturnerinnen sympathisch, sportlich und lebensfroh zum Internationlen Deutschen Turnfest und natĂŒrlich auch in die Mannheimer Stadtparks ein. Wir finden: Toller Blickfang!

Tolles Motiv – ĂŒberall in der Region laden die Leistungsturnerinnen sympathisch, sportlich und lebensfroh zum Internationlen Deutschen Turnfest 2013 und natĂŒrlich auch in die Mannheimer Stadtparks ein. Wir finden: Toller Blickfang!

 

Heddesheim/Mannheim/Rhein-Neckar, 16. Mai 2013. (red/pm) Die Leistungsturnerinnen der TG Heddesheim sind die „Shooting“-Stars der City-Light-Kampagne des Luisenparks. Möglich gemacht hat es eine direkte Verbindung. Die Heddesheimerin Renate Fernando ist Kommunikations- und Kreativchefin der Mannheimer Stadtparks, suchte einen echten Blickfang und da es um Turnen geht, kam ihr sofort die TG Heddesheim in den Sinn. Das Ergebnis ĂŒberzeugt. [Weiterlesen…]

Auch die TG will keine unabhÀngige Berichterstattung

Guten Tag!

Heddesheim, 23. April 2010. (red/pöl) Am heutigen Freitagabend hat die TG 1891 Heddesheim ihre Generalversammlung. Wir hĂ€tten gerne ĂŒber die Ergebnisse berichet – wurden aber vor die TĂŒr gebeten.

Von Hardy Prothmann

Nach dem Rausschmiss bei der AWO am vergangenen Samstag hat nun auch die TG Heddesheim dem heddesheimblog die TĂŒr gewiesen.

ewalddoll

Ewald Doll bedrÀngt Hardy Prothmann von hinten: "Hau ab." Bild: Archiv

Unser freier Mitarbeiter Horst Pölitz war kurz vor Beginn der Veranstaltung in der TG GaststĂ€tte erschienen. Der 1. Vorsitzende Ewald Doll bat ihn zur Seite und begleitete Herrn Pölitz zum zweiten Vorsitzenden Thomas Ross, denn er wolle „nicht allein entscheiden“.

Die Entscheidungsfrage war: Darf das heddesheimblog ĂŒber die Veranstaltung berichten oder nicht? Herr Doll sagte nein, Herr Ross sagte nichts, nickte aber.

Unser Mitarbeiter Horst Pölitz hat daraufhin den Ort verlassen. Zum zweiten Mal: Bereits im Januar hatte ihn Herr Doll beim Sportlerball vor die TĂŒr geschickt.

Herr Ewald Doll ist der Bruder des Gemeinderats und CDU-Fraktionsvorsitzenden Dr. Josef Doll.

Am Samstag, 10. April 2010, hatte die AWO Heddesheim uns die Anwesenheit bei deren Mitgliedsversammlung verweigert und uns die TĂŒr gewiesen.

BĂŒrgermeister Michael Kessler verkĂŒndete gestern im Gemeinderat, dass er vor einigen Tagen Mitglied der AWO geworden sei.

Ob der BĂŒrgermeister das nun zur Tradition macht, jeden Vereinsein- und austritt öffentlich zu verkĂŒnden, hat er nicht bekannt gemacht.

ÃƓber die AWO als eigenes Thema haben wir noch nicht auf dem heddesheimblog berichtet. ÃƓber die TG Heddesheim bereits mehrfach.

Hier finden Sie einen ÃƓberblick der Texte, die Herr Pölitz bislang fĂŒr uns verfasst hat.

Die pressefeindliche Haltung des TG-Vorstitzenden Doll ist unverstÀndlich und geeignet, dem Verein zu schaden.

In der Satzung des Vereins heißt es unter §6: „Alle Vereinsmitglieder sind verpflichtet, das Ansehen des Vereins zu wahren, das Vereinsvermögen zu sichern , Satzungen und Ordnungen einzuhalten.“

Am heutigen Abend wird der Vorstand neu gewĂ€hlt – rund ein Dutzend Mitglieder sind anwesend.

TG-Vorsitzender Ewald Doll: „Sie werden nichts schreiben.“

Guten Tag!

Heddesheim, 17. Januar 2010. Geht es nach dem TG-Vorsitzenden Ewald Doll, darf das heddesheimblog nichts ĂŒber die Veranstaltungen der TG berichten, wie den Sportlerball vom Samstag. Die BegrĂŒndung: Der Mannheimer Morgen und die Rhein-Neckar-Zeitung seien anwesend: „Das reicht.“

Kommentar: Hardy Prothmann

ewalddoll

Der TG-Vorsitzende Ewald Doll (im blauen Hemd) macht sich beim SĂ€ngerfest hinterrĂŒcks an den Journalisten Hardy Prothmann (weiße Hose) heran und "lehnt" sich auf dessen Schultern. Foto: privat

Unser Freier Mitarbeiter Horst Pölitz besuchte am Samstag, den 16. Januar 2010 den Sportlerball der Turngemeinde Heddesheim 1891 e.V. BĂŒrgerhaus. Es bot sich ein trauriges Bild, was die GĂ€stezahl angeht. Nur etwas mehr als 70 GĂ€ste besuchten die Veranstaltung des grĂ¶ĂŸten Heddesheimer Vereins (rund 1.500 Mitglieder).

Der TG-Vorsitzende Ewald Doll wandte sich in Begleitung seines Stellvertreters Thomas Ross an unseren Mitarbeiter: „Der Mannheimer Morgen und die Rhein-Neckar-Zeitung sind anwesend. Das reicht. Sie machen keine Bilder. Ich möchte auch nicht, dass etwas Negatives geschrieben wird.“ Horst Pölitz sagte: „Darf ich Sie darauf hinweisen, dass mein letzter Bericht ĂŒber den MĂ€nnergesangsverein (MGV) ĂŒber 2.500 Klicks erhalten hat? Der Verein ist jetzt deutschlandweit bekannt. Unsere Berichte sind also förderlich fĂŒr die Vereine.“ Ewald Doll sagte: „Das interessiert mich nicht. Wir sind ein Heddesheimer Verein und brauchen Deutschland nicht! Sie werden nichts schreiben!“

„Wir sind ein Heddesheimer Verein und brauchen Deutschland nicht!“ Ewald Doll

NatĂŒrlich schreibt das heddesheimblog einen solchen Vorfall auf. Unser Mitarbeiter Horst Pölitz war vor Ort, um EindrĂŒcke zu sammeln und Bilder zu machen. Ein Bericht ĂŒber einen Ball ist an sich nichts SpektakulĂ€res. Der MM berichtet darĂŒber typischerweise bratwurstjournalistisch.

Wir berichten ebenfalls. Unser Ansatz ist aber ein anderer: Wir dokumentieren solche Ereignisse, ohne Floskeln wie fĂŒr das „leibliche Wohl war gesorgt“ oder „wie jedes Jahr auch dieses Jahr“ oder der langweiligen Wiedergabe von Redeinhalten, die oft dieselben Floskeln bedienen.

Weil ein Ball oder ein anderes Fest meist fĂŒr gute Laune sorgt, halten wir diese mit Bildern fest – das erspart uns geschwurbelte Formulierungen. Fotostrecken „bilden“ solche Ereignisse nach unserer Auffassung besser ab, als die Floskel, dass „das Tanzbein geschwungen wurde“.

Das hatten wir auch fĂŒr den Sportlerball der TG geplant. Der TG-Vorsitzende Ewald Doll allerdings fand diesen Plan nicht gut und wollte unserem Mitarbeiter einen Bericht und Bilder untersagen. Ist solch ein Verhalten das, was man von einem Vereinsvorsitzenden erwarten muss? Wohl kaum. Er schadet damit der TG. Ohne Not oder auch ohne Sinn und Verstand schafft er Probleme, wo keine sind.

Als Grundlage fĂŒr dieses unverstĂ€ndliche Verhalten muss eine persönliche Abneigung des Herrn Doll gegen das heddesheimblog angenommen werden. Anders ist dieser Ausfall nicht zu erklĂ€ren, denn Herr Doll und Herr Pölitz waren sich bis zu dieser „Begegnung“ nicht bekannt.

Kleinkarierte Engstirnigkeit schadet der TG.

Vielleicht ist das Verhalten des Herrn Doll aber nur Ausdruck seines persönlichen Frustes und einer massiven ÃƓberforderung. Denn es lĂ€uft nicht bei den Veranstaltungen der TG. Das Oktoberfest war mĂ€ssig, die Weihnachtsfeier voll an Programm, aber mit weit weniger GĂ€sten als erhofft. Und nun der Ball mit rund 70 GĂ€sten – obwohl der Verein 1.500 Mitglieder hat.

Wie ein Ball in der heutigen Zeit funktionieren kann, hat der MGV vorgemacht. Rund 250 GĂ€ste waren gekommen – trotz schlechten Wetters, sonst wĂ€ren es sicherlich noch mehr gewesen. Der MGV verlangt im Gegensatz zur TG sogar Eintritt. Trotzdem kommen die GĂ€ste. Warum? Weil die Veranstalter bis auf eine Gesangseinlage weitgehend auf andere Programmpunkte verzichtet haben, den Ball mit viel Arbeit und Liebe zum Detail ausrichten und den Ball als Ball und nicht als Vereinsfeier verstehen. Deswegen kommen viele GĂ€ste von außerhalb.

Man muss die Zeit verstehen und seine Konzepte anpassen. Es gilt eben nicht: „Des hĂ€nn mer schun immer so gemacht…“ Und man muss mit der Öffentlichkeit arbeiten und sich einem kritischen Urteil stellen, sonst lernt man nichts und kommt nicht weiter.

Man kann natĂŒrlich auch den Weg des Herrn Ewald Doll gehen und sich als pressefeindlicher Vereinsvorstand prĂ€sentieren, der sogar „Handgreiflichkeiten“ nicht scheut (siehe Foto).

Doch damit schadet er seinem Verein enorm und der Arbeit von allen Mitgliedern, die gerne im und fĂŒr den Verein tĂ€tig sind. Sein Verhalten ist kontraproduktiv und beweist vor allem eines, kleinkarierte Engstirnigkeit.

TG-Weihnachtsfeier: Viel Programm – wenig Besucher.

tgw

Leere Reihen: TG Weihnachtsfeier nur mĂ€ĂŸig besucht. Bild: hblog

Guten Tag!

Heddesheim, 14. Dezember 2009. Obwohl die TG Heddesheim 1500 Mitglieder zĂ€hlt, wurde die Nordbadenhalle noch nicht einmal zur HĂ€lfte voll, als die Kinder und Jugendlichen zur Weihnachtsfeier des Vereins insgesamt fĂŒnfzehn Programmpunkte auffĂŒhrten.

Achtzehn Programmpunkte standen insgesamt auf der Liste der TG Weihnachtsfeier inklusive BegrĂŒĂŸung und Nikolausbesuch. Das diesjĂ€hrige Motto lautete „Filmfestspiele“. Dementsprechend kostĂŒmierten sich die jungen Sportler nach Filmthemen wie „Pippi Langstrumpf“, „Fluch der Karabik“ oder „Sister act“. Der Programmpunkt „Pinguinlied“ viel aus.

Besonders die Leistungsgruppen zeigten mit „Sister act“ und „Pretty woman“ und die „großen MĂ€dels“ mit „Dance“ ihr Können mit teils akrobatischen Einlagen.

Durchs Programm fĂŒhrte der Abteilungsleiter der TG-Handballer, Franz Zutavern, fĂŒr die Musik war Matthias Bauer zustĂ€ndig. Franz Zutavern betonte mehrmals die Erfolge der Sportler der verschiedenen Abteilungen der TG Heddesheim, die mit 1500 Mitgliedern der grĂ¶ĂŸte Verein am Ort sei.

TatsĂ€chlich konnte man aber nur einige wenige Abteilungen der TG auf der BĂŒhne sehen: Den Programmschwerpunkt bildeten die Turnerinnen und Turner, daneben waren auch Tanzgruppen sowie die Karateabteilung vertreten. Das Programm arbeitete sich von Kleinkindergruppen mit MĂŒttern ĂŒber GrundschĂŒler bis hin zu jungen Erwachsenen vor.

Bedauerlich war, dass viel weniger Zuschauer als sonst Interesse an dem durch die Kinder und Jugendlichen gestalteten Programm zeigten. Die Nordbadenhalle war nur im vorderen Teil vor der BĂŒhne fast vollstĂ€ndig besetzt, dann lichteten sich die Reihen.

An den Preisen fĂŒr Speisen und GetrĂ€nke kann es nicht gelegen haben: die waren wie gewohnt angemessen gĂŒnstig.

Die Kinder auf und vor der BĂŒhne hatten trotzdem ihren Spaß – vor allem, als der Nikolaus kam.

Hier gehts zur Fotostrecke.

Einen schönen Tag wĂŒnscht
Das heddesheimblog

Fotostrecke: TG-Weihnachtsfeier

programm

Toller Auftritt zu "Sister act". Bild: hblog

Guten Tag!

Heddesheim, 14. Dezember 2009. Obwohl die TG Heddesheim 1500 Mitglieder zĂ€hlt, wurde die Nordbadenhalle noch nicht einmal zur HĂ€lfte voll, als die Kinder und Jugendlichen zur Weihnachtsfeier des Vereins insgesamt fĂŒnfzehn Programmpunkte auffĂŒhrten. Das heddesheimblog prĂ€sentiert Bilder der TG-Weihnachstsfeier.

Alle Fotos: heddesheimblog/soso

Teil 1 – bitte klicken
[nggallery id=63]

Teil 2 – bitte klicken
[nggallery id=64]

Einen schönen Tag wĂŒnscht
Das heddesheimblog

Offener Brief an den Gesamtvorstand der TG Heddesheim

Guten Tag!

Heddesheim, 28. Oktober 2009. Von einem Sportverein sollte man Sportsgeist erwarten können – Fairness und Anstand eingeschlossen.
Vereine sind ein wichtiges gesellschaftliches Element. Und sie tragen Verantwortung.
FunktionstrĂ€ger in Vereinen sollten durch ihr Handeln und ihre Äußerungen Vorbild sein – ganz allgemein, vor allem aber fĂŒr die Jugend.
Der Vorstand der TG Heddesheim scheint einen „Aushang“ zu billigen, der tatsĂ€chlich geeignet ist, den gesamten Verein zu beschĂ€men – zum Schaden aller Mitglieder und UnterstĂŒtzer.

An den Gesamtvorstand der TG Heddesheim

1. Vorsitzender Ewald Doll
2. Vorsitzender Thomas Ross
Hauptkassierer Matthias Bauer
1. Beisitzender Vorstand Hanspeter Huber
2. Beisitzender Vorstand Michael Holler
Jugendleiterin Nadja Kappis
Wirtschaftsausschuss Bernhard Erny

Sehr geehrte Damen und Herren,

am Sonntag wurde ich darauf aufmerksam gemacht, dass im Vorraum der TG-VereinsgaststĂ€tte am „schwarzen Brett“ ein „Aushang“ öffentlich einsehbar ist, der sich auf meine Person bezieht.

Zu lesen ist in dicken Lettern: „Ein TG-Mitglied wundert sich und fragt: Darf sich diese Person denn alles erlauben???“. Daneben hĂ€ngt ein Zettel eines Bestellblocks, auf dem handschriftlich notiert ist: „Braucht Heddesheim einen Prothmann?“ Darunter befinden sich ein Artikel aus dem heddesheimblogBraucht Heddesheim ein Oktoberfest?“ und aus dem Mannheimer Morgen „Nach ein paar Takten springt der Funke ĂŒber„.

tg

Ganz klar handelt es sich um MeinungsĂ€ußerungen - wenngleich auch wenig qualifizierte. Die Frage ist, ob die TG Heddesheim und deren Vorstand diese anonyme BierzettelĂ€ußerungen als Stellungnahme teilt und stĂŒtzt? Immerhin handelt es sich um ein öffentlich einsehbares "schwarzes Brett". Bild: hblog

Beide Bemerkungen beziehen sich unmissverstĂ€ndlich auf den von mir verfassten Meinungsbeitrag „Braucht Heddesheim ein Oktoberfest?„. Darin setze ich mich kritisch mit der Frage auseinander, ob die TG statt eines „Oktoberfestes“, fĂŒr das es hier keine Tradition gibt, nicht besser ein TG-Herbstfest veranstalten sollte.

Aus meiner Sicht ist das eine legitime Frage. Ich erlĂ€utere Ihnen auch gerne den Hintergrund. Nach meiner Auffassung ist die TG ein Sportverein und kein Oktoberfestverein. Ein „Oktoberfest“ mit Mannheimer Bier, einem „Caterer“ aus der Region und einer Band aus dem Schwarzwald hat meiner Meinung nach nichts mit einem „Oktoberfest“ zu tun, sondern dient in diesem Zusammenhang offensichtlich nur zur Aufbesserung der Vereinskasse.

Dieses BedĂŒrfnis ist nachvollziehbar. Vereinsarbeit kostet Geld und MitgliedsbeitrĂ€ge allein reichen oft nicht aus, um eine solide Vereinsarbeit zu gewĂ€hrleisten. Die Frage ist nur, welche Wege ein Verein geht, um sich Geldmittel zu beschaffen? Es gibt dafĂŒr verschiedene Methoden: Spenden, Merchandising oder Sponsoring sind probate Mittel. Auch Feste sind sicherlich eine Möglichkeit.

Auf der anderen Seite lebt ein Verein aber ganz außerordentlich davon, dass sich die Menschen mit diesem, ihrem Verein identifizieren.

Sicherlich kann es nicht Ziel der TG sein, der „Oktoberfestverein“ zu werden. Und es kann sicherlich nicht Ziel des Vereins sein, sich mit solch tumben AushĂ€ngen hervorzutun – oder doch?

Nach meiner Auffassung muss sich unabhĂ€ngig der Verfasser dieser beiden „Zettel“ der gesamte TG-Vorstand fragen lassen, ob er diese Form der Außendarstellung fĂŒr sich akzeptiert oder vielleicht sogar in persona dafĂŒr verantwortlich ist? Immerhin hĂ€ngen diese Zettel mindestens schon drei Tage in der VereinsgaststĂ€tte. Unbemerkt geblieben können Sie nicht sein.

Sicherlich gefallen „Bratwurstartikel (das Wetter war gut, die Bratwurst lecker, das Bier kĂŒhl – siehe Mannheimer Morgen)„, wie ich die „ĂŒbliche Vereinsmeiereiberichterstattung“ der Tageszeitungen nenne, auf den ersten Blick gewissen Menschen besser. Doch interessieren solche Artikel bis auf einzelne Personen, die sich damit selbst bestĂ€tigt fĂŒhlen, eigentlich niemanden. Solche Texte sind mit ein Grund dafĂŒr, dass Zeitungen zunehmend Abonnenten verlieren und Vereine Mitglieder.

Solche Berichte haben nichts mit Journalismus zu tun, sondern sind neben aller bewussten Belanglosigkeit aus meiner Sicht mit Schuld daran, dass sich die Menschen von der verantwortungsvollen Aufgabe der Medien immer weniger versprechen. Die Verfasser solcher „Bratwurstartikel“ sind Teil eines „Bratwurstsystems“, das heftig bemĂŒht ist, jegliche kritische Auseinandersetzung zu vermeiden.

Solche Artikel sind keine „gute Berichterstattung“ – ganz im Gegenteil handelt es sich um eine minderwertige Berichterstattung ohne jeglichen journalistischen Anspruch. Sie berichten eigentlich nichts.

oktoberfest

O'zapt is. Ist das das Image der TG? Bild: hblog

Mal abgesehen davon, dass sich ein TG-Vorsitzender samt BĂŒrgermeister mit hochgerissenen BierkrĂŒgen im Mannheimer Morgen nicht gerade als Vorbild fĂŒr die Jugend darstellen. Was soll das sein? Die Meisterschaft im Bierkrugreißen? Ist die Botschaft: „Komm zur TG – O’zapft is?“

Was hat ein „Oktoberfest“ mit der TG zu tun? Definitiv nichts. Wer das ĂŒberstehen will, zieht sich einen halben Hahn samt toter Pommes rein, schĂŒttet alles mit Bier runter und sagt spĂ€ter: „Es war toll.“

Der Text „Braucht Heddesheim ein Oktoberfest?“ hingegen hat eine mehrtĂ€gige kontroverse Debatte im Ort ausgelöst und wurde auf dem heddesheimblog in den ersten Tagen nach dem Erscheinen rund 1.400 Mal abgerufen, insgesamt bislang ĂŒber 1.800 Mal.

Damit hat der Text sein Ziel, nĂ€mlich die Menschen, erreicht: Eine offene Frage zu stellen, auf die es mehr als eine gĂŒltige Antwort gibt. Und ein Bewusstsein dafĂŒr zu schaffen, dass Vereine Geldmittel benötigen.

Aber auch die kritische Frage zu stellen, ob dafĂŒr jedes Mittel Recht ist und die „schnelle Einnahme“ nicht langfristig das Image des Vereins in Mitleidenschaft ziehen könnte?

Der aktuelle Aushang in der VereinsgaststÀtte der TG Heddesheim ist sicherlich hochgradig geeignet, das Image des Vereins massiv zu beschÀdigen.

Denn die anonym geschriebenen Bemerkungen zeugen von einem kneipenseligen Kleingeist und einer unreflektierten Unbeherrschtheit, von einer undemokratischen Haltung und einer subtilen AggressivitÀt.

Die anonyme Form beweist gleichzeitig eine hinterhĂ€ltige Unsportlichkeit, derer sich jeder aufrichtige Verein zutiefst schĂ€men muss und fĂŒr die jeder Sportler egal welcher Disziplin sofort und zu Recht disqualifiziert wĂŒrde.

In dieser wenig sportlichen „Form“ hat sich mir auch der Vorstand Ewald Doll bereits „vorgestellt“. Auf dem SĂ€ngerfest hat mich der Mann körperlich angegangen – ohne Sinn und Verstand und ohne jeglichen nachvollziehbaren Grund.

Ich habe versucht, Herrn Doll sofort dafĂŒr zur Rede zu stellen. Seine Reaktion war uneinsichtig und es folgte eine massive Beleidigung gegenĂŒber meiner „Person“. Mein Versuch, die Sache mit einer Entschuldigung seinerseits aus der Welt zu schaffen, hatte keinen Erfolg.

Auf eine Entschuldigung fĂŒr dieses inakzeptable und ungebĂŒhrige Verhalten warte ich bis heute.

Auf diesem SĂ€ngerfest sind ĂŒbrigens neben einer Serienbildaufnahme, die das unehrenhafte Verhalten des Herrn Ewald Doll zweifelsfrei dokumentiert, gute Bilder der jungen TG-Turnerinnen entstanden, ebenso der Karate-Abteilung.

Auch ĂŒber die Schwimmer oder andere sportliche Auftritte hat das heddesheimblog bereits mehrfach berichtet – vollkommen unabhĂ€ngig und unbeeindruckt durch das ungebĂŒhrliche und abstoßende Verhalten des TG-Vorsitzenden in der Öffentlichkeit.

So werde ich das auch weiterhin halten. Herr Doll ist nach wie vor dazu aufgerufen, sich in angemessener Form fĂŒr seine AusfĂ€lle zu entschuldigen.

ÃƓber die AktivitĂ€ten der TG wird das heddesheimblog trotz dieser unangenehmen Begegnung weiterhin redaktionell unabhĂ€ngig, objektiv und unvoreingenommen berichten.

Und wir werden weiterhin kritisch berichten, wenn dies aus Sicht der Redaktion notwendig ist.

Dazu gehört, dass wir durch unsere bisherige Erfahrung davon ĂŒberzeugt sind, dass Herr Doll aus Sicht der Redaktion definitiv nicht „die TG“ vertrittt – aber sicher ein persönliches Problem fĂŒr den Verein ist.

Und gerne beantworte ich auch die Fragen des anonymen „TG-Mitglieds“ und des anonymen Zettelschreibers:

  • Ja, ich darf mir erlauben, zu „allem“ meine Meinung zu Ă€ußern – so wie jeder Mensch in Deutschland. In Wort, Bild und Schrift und allen anderen möglichen Formen. Das ist grundgesetzlich im Artikel 5 unser freiheitlich-demokratischen Verfassung garantiert. Auch wenn Sie offenkundig nicht verstehen können, dass das die TG mit einschließt.
  • Ob Heddesheim „einen Prothmann braucht“ ist eine interessante Frage. 1,8 Millionen Aufrufe der Artikel im heddesheimblog seit Mai 2009 und tĂ€glich zwischen 1.700 und 2.000 Leserinnen und Lesern sind ein gutes Indiz dafĂŒr, dass der „Prothmann“ offensichtlich das Interesse der Heddesheimerinnen und Heddesheimer findet.
    Ob jemand den „Prothmann braucht“, ist nicht abschließend zu beantworten, weil das Wort „brauchen“ zu ungenau definiert, was die Frage eigentlich fragen will. Der oder die Fragestellerin „braucht“ sicherlich keinen Prothmann, sondern nur ein oder mehrere Feierabendbiere, sonst hĂ€tte er/sie die Frage nicht auf einem Wirtshauszettel notiert, sondern einen ordentlichen Text mit einer ordentlichen These unter eigenem Namen verfasst.

Ich erlaube mir, den Gesamtvorstand der TG Heddesheim aus gegebenem Anlass auf die eigene Satzung hinweisen:

„§ 5 Austritt, Ausschluss, Vereinsstrafen, Ende der Mitgliedschaft … Der Ausschluss eines Mitglieds kann durch den Gesamtvorstand aus folgenden GrĂŒnden erfolgen:

b) wegen grob unsportlichen Betragens, unehrenhaften Verhaltens, Unehrlichkeit oder sonstiger, das Ansehen des Vereins schĂ€digender Handlungen oder öffentlicher Äußerungen.
Die Entscheidung ist dem Mitglied schriftlich bekannt zu machen. Der Ausgeschlossene verliert jeden Anspruch an den Verein, bleibt jedoch fĂŒr einen dem Verein zugefĂŒgten Schaden haftbar. ….
§ 6 Rechte und Pflichten der Mitglieder

Alle Vereinsmitglieder sind verpflichtet, das Ansehen des Vereins zu wahren, … Satzungen und Ordnungen einzuhalten.“

Sehr geehrte Damen und Herren. Sie haben die Möglichkeit, auf diesen offenen Brief aus Ihrer Sicht angemessen zu reagieren.

Das heißt, Sie können nichts tun und Sie können auch die „AushĂ€nge“ aushĂ€ngen lassen. Dadurch wĂŒrden Sie öffentlich bestĂ€tigen, dass Sie diese minimalistische und offenkundig dumme Form der „MeinungsĂ€ußerung“ eines „TG-Mitglieds“ sowie eines anonymen „Kneipenzettelschreibers“ als TG-Vorstands als angemessen im Umgang mit einer kritischen Presse betrachten.

Sie haben aber sicherlich auch andere Möglichkeiten. Welche auch immer Sie wĂ€hlen, ich bin ĂŒberzeugt davon, dass die Heddesheimer Öffentlichkeit Sie als Vorstandsmitglieder mit großem Interesse sehr genau an der Wahl Ihrer Reaktion messen wird.

Mit freundlichen GrĂŒĂŸen

Hardy Prothmann

hardyprothmann

Vereine sind keine heiligen KĂŒhe – sie mĂŒssen sich Öffentlichkeit gefallen lassen


Guten Tag!

Heddesheim, 07. Oktober 2009. Der Meinungsbeitrag „Braucht Heddesheim ein Oktoberfest“ hat die GemĂŒter in Heddesheim erregt. Warum? Weil sich der Text kritisch mit einer einzelnen AktivitĂ€t eines Heddesheimer Vereins auseinander gesetzt hat. Stein des Anstoßes: Der Autor Ă€ußerte seine Meinung. Die Reaktion: Mehrere Dutzend Kommentatoren schrieben teils wĂŒtende, beleidigende, drohende email und Kommentare.

Von Hardy Prothmann

Die erste Frage, die sich die Verfasser der ĂŒberwiegend nicht veröffentlichten Reaktionen gefallen lassen mĂŒssen ist, ob ihre Reaktionen angebracht sind.

Was war passiert? Ich habe die Frage gestellt, ob „Heddesheim ein Oktoberfest braucht“? ZufĂ€llig hatte das die TG veranstaltet – die Frage hatte nichts mit dem Verein an sich zu tun – schon gar nicht damit, ob das der grĂ¶ĂŸte Verein im Ort ist.

War das eine dumme Frage? Auf die bekommt man ja bekanntlich auch dumme Antworten. Zumindest lassen sich einige der Reaktionen nicht anders bezeichnen.

Mir wurde unterstellt, ich wolle alles „schlecht schreiben“, alles „vernichten“. HĂ€tte „persönliche Vorurteile“ – gegen Vereine insgesamt, aber besonders gegen die TG und gegen TG-Mitglieder.

Die das schreiben – wissen mehr als ich – ohne selbst eine Frage gestellt zu haben. Schon gar nicht an mich.

Vereine sind wichtige StĂŒtzen einer Gemeinschaft.

Ich war als Kind selbst Mitglied  in mehreren Vereinen und habe davon profitiert: Seitdem kann ich ziemlich gut schwimmen, ich habe Handball gespielt, habe Tennis gelernt und war sehr engagiert im Turnen und habe gerne Schach gespielt.

Heute bin ich Mitglied in zwei Vereinen: Netzwerk Recherche e. V. und dem Frankfurter Presseclub e. V.

Beide Vereine machen eine hervorragende Arbeit und haben trotzdem beide dieselben Probleme: Wie kann man andere fĂŒr die Vereinsarbeit interessieren, wer ĂŒbernimmt die Aufgaben und wie erreicht man die Jugend? Also andere, die irgendwann die Vereinsarbeit machen. Und immer geht es auch um die Finanzierung der Vereinsarbeit.

FĂŒr meine beiden Mitgliedschaften zahle ich 240 Euro im Jahr. Das sind 20 Euro im Monat. Die halte ich fĂŒr gut investiert, weil ich mich davon ĂŒberzeugt habe, dass dieses Geld neben der Finanzierung einer hauptamtlichen Mitarbeiterin und einer SekretĂ€rin dem journalistischen Nachwuchs zu Gute kommen – und ich selbst profitiere von den Veranstaltungen und den Kontakten.

Diesen Fragen mĂŒssen sich alle Vereine stellen: Sind unsere Mitglieder bereit, die notwendigen BeitrĂ€ge zu bezahlen? Erreichen wir die Jugend? Ist unsere Arbeit nicht nur auf Besitzstandswahrung ausgerichtet, sondern zukunftsfĂ€hig? Was ist der „Profit“ fĂŒr die zahlenden Mitglieder? Sind wir fĂŒr eine Mitgliedschaft attraktiv? Sind die Menschen gerne bei uns Mitglied – oder nur weil sie denken, sie mĂŒssten das sein? Denn das sind Fragen, die an die Vereine gestellt werden.

Alle Vereine wissen das.

ÃƓber die MitgliedsbeitrĂ€ge hinaus haben Vereine die Möglichkeit zusĂ€tzliche Einnahmen zu generieren. Das ist vollkommen in Ordnung und legitim.

Ob das Veranstaltungen sind oder neudeutsch „Merchandising“ oder was auch immer: Es geht dabei um Einnahmen, also ums Geld. Die Frage muss nur lauten: Macht es Sinn? Und stehen die Einnahmen im Einklang mit den Zielen des Vereins?

Diese Frage habe ich zum „Oktoberfest“ gestellt.

Wohlgemeinte und wohlverstandene Kritik bringt jeden voran –
auch Vereine und seine Mitglieder.

Der bekennende „Vereinsheimer“ Kurt Klemm, selbst Mitglied in mehreren Vereinen und Gemeinderat der GrĂŒnen-Fraktion hat mich persönlich hier im heddesheimblog und im persönlichen GesprĂ€ch fĂŒr meinen Beitrag kritisiert.

Wir haben ĂŒber die Inhalte geredet und uns dabei gut verstĂ€ndigt. Wir sind nicht in allem einer Meinung gewesen – haben aber unsere Standpunkte in einem freundlichen und vernĂŒnftigen GesprĂ€ch einander dargelegt.

So geht das in Ordnung.

Was nicht in Ordnung geht sind Drohungen, SchmÀhungen und Unterstellungen.

Denn auch Vereine sind Teil unserer Öffentlichkeit. Vereine betonen immer wieder gerne die eigene Bedeutung fĂŒr die Gesellschaft – und die ist eine demokratisch-rechtstaatliche. Das nur zur Erinnerung an die, die das manchmal vergessen.

Als BĂŒrger von Heddesheim habe ich mehrere Begegnungen mit Heddesheimer Vereinen gehabt: Meine Kinder sind beide Mitglieder der TG, meine Frau und ich haben schon viele Kuchen gebacken, die der TG Einnahmen beschert haben – wie jeder andere, der sich einbringt.

Viele Freunde von mir sind Mitglieder in unseren Vereinen.

Vereinsarbeit ist wichtig – und darf trotzdem kritisiert werden.

Als Journalist habe ich mit sehr vielen Vereinen zu tun gehabt – was ich auch kĂŒnftig haben werde.

VollstÀndig unproblematisch waren dabei beispielsweise das Deutsche Rote Kreuz oder ganz aktuell der Kontakt zum Verein zur Förderung des Gesellschaftstanzes (VFG). Im Gegenteil waren das sehr angenehme Begegnungen.

Auch mit der IG Heimatgeschichte gab es keine Probleme.

Auch der Kontakt und die Berichterstattung zu den Grumme-Gugger-Noddeschisser hat keinerlei Probleme verursacht – sondern eigentlich viel Spaß gemacht. Mal abgesehen von einer gewissen …“Taubheit“ nach dem Ereignis.

Negativ verlief die Begegnung mit dem Tennis Club Heddesheim (TCH). Den Kommentar dazu lesen Sie hier. Das Turnier der Jugend und der Einsatz der kleinen Sportler war hingegen klasse.

Sehr positiv hat mich das tolle Herbstschwimmfest der TG beeindruckt – ich habe trotzdem einen teils kritischen Text verfasst, weil man nicht verstehen kann, dass die herausragende Leistung aller dort kĂ€mpfenden Sportler auch aus anderen Vereinen an einer mangelhaften öffentlichen Darstellung scheitern soll.

Ein anderes Beispiel ist das SĂ€ngerfest: Die beiden Vereine haben sich viel Arbeit mit der Organisation gemacht – eine beachtliche Leistung. Die hat sich gelohnt, weil die Veranstaltung ein Erfolg war. Besonders sympathisch waren die Sieger aus Oberflockenbach. Auch zu dieser Veranstaltung habe ich eine nachvollziehbare Kritik geĂŒbt. Das unschöne Erlebnis auf diesem Fest hatte weder etwas mit den SĂ€ngern zu tun, noch mit meiner Arbeit, sondern nur mit dem Verhalten einer einzelnen Person.

Herausragend finde ich die Arbeit der Vogelfreunde. Warum? Ganz einfach. Da gibt es keine Turniere und Medaillen oder andere Ereignisse, die man groß raus stellen könnte – sondern nur eine engagierte Arbeit an und mit der Natur.

Diese Arbeit ist, weil sie bescheidener ist, nicht besser als andere Vereinsarbeiten. Alle sind wichtig und alle sind zu respektieren.

Vor allem dann, wenn sie selbstverstĂ€ndlich passieren, weil sich die Mitglieder aus ÃƓberzeugung engagieren.

Sobald es aber Kritik gibt, ist es die dringende Aufgabe jedes verantwortlichen Vereinsvorstands, diese Kritik verantwortlich zu prĂŒfen – denn Vereine sind nicht fĂŒr ihre Vorsitzenden da, sondern fĂŒr ihre Mitglieder und die, die man gerne als Mitglieder hĂ€tte.

Jede andere Reaktion diskreditiert nicht die Kritik, sondern die eigene Position.

Vereinsmitglieder, die keine Kritik zulassen, wollen es nicht besser machen, sondern so weitermachen, wie sie es immer schon gemacht haben. Vereine sind aber keine heiligen KĂŒhe, sondern Teil unserer Gesellschaft. Sie sind Teil der Öffentlichkeit und mĂŒssen sich Öffentlichkeit gefallen lassen, dass heißt Lob und Kritik.

Und genau darauf zielte die Frage: „Braucht Heddesheim ein Oktoberfest?

Braucht Heddesheim ein Oktoberfest?


Guten Tag!

Heddesheim, 05. Oktober 2009. Am Samstag veranstaltete die TG in der Freizeithalle ein „2. Oktoberfest“. Mit bayerischen SpezialitĂ€ten und zĂŒnftiger „Musi“, wie der Mannheimer Morgen die Veranstaltung ankĂŒndigte. Braucht Heddesheim das wirklich?

Kommentar: Hardy Prothmann

Heddesheim liegt in Nordbaden und wird immer noch Tabakgemeinde genannt. Ein Fest des Tabaks oder ein Tabakfest gibt es nicht. DafĂŒr aber ein „Oktoberfest“ mit „Fassanstich“, „zĂŒnftiger Musi“ aus dem „Schwarzwald“ und „Weißwurst mit sĂŒĂŸem Senf und Brezeln“ – wahrscheinlich aus irgendeinem Supermarkt oder der Metro.

Und einer „Stimmung“, die einfach nur trostlos war.

In MĂŒnchen gibt es seit Jahren auch keine echte Stimmung – und wenn, ist die schwer alkoholisiert und muss einfach da sein, sonst wĂ€re das Fest ja vollkommen blöd. Und vollkommen blöd will keiner sein, auch wenn ers ist. Wenigstens kommen die Massen dorthin und damit ist es ein „Event“.

Jeder, der mal da war, weiß, dass es beim Oktoberfest nichts zu feiern gibt, sondern man hingeht, um hinzugehen und froh ist, wenn man in keine SchlĂ€gerei verwickelt wird, die „Mass“ statt nur Schaum auch Bier enthĂ€lt und man irgendwann nach Hause geht und eigentlich nicht weiß, warum man da war.

Das Heddesheimer Oktoberfest war weder schwer alkoholisiert, noch stimmungsvoll und deswegen noch nicht einmal blöd – es war nur trist.

Die GrillhĂ€hnchen waren fett und die Pommes langweilig und kalt. Die „HĂŒpfburg“ fĂŒr die Kleinen stand verloren auf dem Rasen, ein paar Biertische standen wenig gemĂŒtlich vor der Halle, in der Halle selbst guckten die meisten Besucher durch den Raum und fragten sich, was sie hier sollten.

Das ist mein ganz subjektiver Blick. Und ich frage mich: Braucht Heddesheim so ein Fest? Ich persönlich glaube nicht.

Feste sind eine gute Sache – damit sich Menschen treffen können und gemeinsam etwas feiern, was sie verbindet.

Beispielsweise ein Erntedankfest – warum nicht? Wir haben immerhin noch 17 Bauern in Heddesheim, ein paar davon im Vollerwerb. Wir kaufen gerne frische Produkte von diesen Bauern und freuen uns ĂŒber den Frucht- und Jahreswechsel auf den Feldern.

ÃƓber den Tabak, den Raps, den Mais, die Getreidesorten und die ZuckerrĂŒben. Die unterschiedliche Stimmung im Lauf des Jahres. Das ist Natur.

Aber das Oktoberfest findet in Bayern statt, in MĂŒnchen. Wieso sollen wir dieses Fest nun auch bei uns feiern? Damit die TG was in die Kasse kriegt?

Feiern wir demnĂ€chst auch einen Wurstmarkt in Heddesheim oder veranstalten wir am Ende sogar wöchentlich das Hellesemer Woifescht? Und wie wĂ€re es mit einem Fischmarkt? Oder der Love-Parade? Toll wĂ€re auch die „FÃÂȘte de la musique“ wie in Frankreich und sicher fĂ€nden auch viele ein Metall-Festival wie in Wacken geil. Auch nicht schlecht wĂ€re eine Basler Fasnacht – am besten zum gleichen Zeitpunkt wie in Basel.

Das alles passt aber nicht zur Gemeinde – deswegen war das „Oktoberfest“ auch ein veritabler Flop. Na und? Fehler machen wir alle. Blöd ist nur, wenn man einen Fehler wiederholt. Deswegen werde ich persönlich im kommenden Jahr auf das Oktoberfest verzichten.

Was meinen Sie?

Schreiben Sie uns Ihre Meinung.

Kraft und Kondition


Heddesheim, 05. Oktober 2009

Guten Tag!

Bitte klicken Sie auf ein Bild Ihrer Wahl, Sie können innerhalb der Fotostrecke vor- und zurĂŒckklicken. Um die Fotostrecke zu verlassen, klicken Sie auf das angezeigte Bild.

Alle Fotos: heddesheimblog

[nggallery id=28]

Einen schönen Tag wĂŒnscht
Das heddesheimblog

Tolle Leistung der Athleten – nicht jedoch der Öffentlichkeitsarbeit


Guten Tag!

Heddesheim, 05. Oktober 2009. Das „Hedint“, also das „Heddesheimer Internationale Schwimmfest“ wurde zum 33. Mal absolviert. Das Turnier ist sehr gut besucht, aber schlecht vermarktet.

Kommentar: Hardy Prothmann

Nach Heddesheim kommen die Schwimm-Athleten gerne. Nicht nur wegen des Wettkampfes – sondern auch wegen der Preisgelder, die im Schwimmsport nicht so hĂ€ufig sind.

Sicher kommen auch viele wegen des guten Ambientes – das ist zu hoffen. Sport und Sportlichkeit und Fairness sind Werte, die mit Geld zunĂ€chst wenig zu tun haben.

Die Frage bleibt, warum die TG ihr durchaus anerkanntes Sportfest der Schwimmer so schlecht vermarktet.

Die homepage des „hedint“ ist eine Gemeinheit – gegenĂŒber jedem Sportler.

Nein Рnicht wegen des Layouts. Niemand erwartet ein durchgestyltes Layout ̴ la Olympia. Aber im Jahre 2009 kann man zumindest aktuelle Informationen erwarten Рdie die Leistung der vielen Sportler respektvoll oder zumindest nachvollziehbar wiedergeben.

Die meisten Seiten enden im Nirwana – Fehler, wohin man klickt. Das gilt auch insgesamt fĂŒr die Internet-Darstellung der TG.

Dabei handelt es sich um den grĂ¶ĂŸten Verein in Heddesheim – das ist keine ĂŒberzeugende Visitenkarte.

Es gibt auf „hedint“ einige kurze Zeilen – die sind aber so unzureichend, das jeder Sportler fĂŒr diese mangelhafte Leistung keine Starterlaubnis erhalten wĂŒrde.

Immerhin wurden drei Bahn- und zwei Staffelrekorde an diesem Wochenende aufgestellt.

Im Volksmund ist das „geil“. Ein Erfolg. Eine Marke. Etwas, worĂŒber man sprechen sollte.

Auf der Internetseite des „hedint“ erfĂ€hrt man allerdings nichts ĂŒber die Personen, die Vereine, den Wettkampf.

Keine AtmosphÀre, kein emotionaler Eindruck, kein fundierter Bericht.

Die wichtigste Meldung ist: „Sieger des Wanderpokals: TG Heddesheim“. Und das in fetter Schrift.

FĂŒr die TG ist das ein toller Erfolg. FĂŒr die öffentliche Wahrnehmung ist das nur schade und es ist bedauerlich fĂŒr die TG, dass die ÃƓberschrift nicht heißt:

„Toller Schwimmsport, fairer Wettkampf, gute Stimmung.
TG freut sich ĂŒber Erfolg.“

Denn darum geht es doch normalerweise im Sport: Um Ehrgeiz, um Leistung und um Respekt.

Die TG-Meldung hingegen kommt nicht gut an. Sie sagt: Wir-vor den anderen-und der Rest interessiert uns nicht.

Das ist sehr schade – fĂŒr alle anderen- aber noch viel mehr fĂŒr den Sportsgeist der TG.

Und auch gegenĂŒber den sicherlich zahlreichen ehrenamtlichen Helfern, die alles gegeben haben, um dieses sportliche Event zu organisieren.

Wer zu einem internationalen Wettkampf einlĂ€dt, hat die Pflicht, erst alle GĂ€ste zu begrĂŒĂŸen, dann deren Leistungen zu wĂŒrdigen und erst dann die eigenen – Bescheidenheit ist genauso Pflicht wie die Freude ĂŒber den eigenen Erfolg.

Die Meldung der TG ist verstĂ€ndlich – jeder freut sich ĂŒber den eigenen Erfolg.

Aber sie lÀsst den Respekt vor der Leistung der anderen vermissen.

Das ist schade.

Noch schader ist: Die TG bietet einen Rahmen, sie ist ein Verein, sie bietet Möglichkeiten – die „TG“ hat allerdings noch nie irgendeinen Wettbewerb gewonnen, sondern nur deren Sportler.

Diese Einordnung lĂ€sst die TG vollkommen vermissen. „Die“ TG leistet sicherlich viel und das soll man auch benennen. Aber diese Erfolge der „TG“ basieren mindestens immer auf den Erfolgen ihrer Mitglieder.

Das aber ist ein grundsĂ€tzliches Problem vieler Vereine – sie nehmen sich selbst wichtiger als ihre Mitglieder.

Die Schwimmer der TG Heddesheim holen Mannschaftspokal nach Hause


Guten Tag!

Heddesheim, 05. Oktober 2009. Die Schwimmer der TG Heddesheim haben den Wanderpokal beim 33. Internationalen Herbstschwimmfest nach Hause geholt. Zudem wurden drei Bahn- und zwei Staffelrekorde aufgestellt.

heddesheimblog

Zahlreiche Schwimmtalente hatten sich fĂŒr das Wochenende in Heddesheim gemeldet. Um den Wanderpokal der Gemeinde fĂŒr die punkt-beste Mannschaft kĂ€mpfen neben dem Pokalverteidiger SGR Karlsruhe mit 175 Einzelstarts auch der SV Nikar Heidelberg (174) sowie die TGH (238).

Besonders motiviert war die SGR Karlsruhe, die mit einem Sieg den Pokal fĂŒr immer nach Karlsruhe mitnehmen kann, den sie bereits viermal gewonnen haben – doch das hat nicht geklappt.

Das Ergebnis des Mannschaftswettbewerbs:

  1. TG Heddesheim 846
  2. SG EWR Rheinhessen-Mainz 715
  3. SGR Karlsruhe 617

Das beste Team nahm neben dem Pokal diesmal auch eine PrÀmie von 200 Euro mit nach Hause. Und das war die TGH vor der SG EWR Rheinhessen und der SGR Karlsruhe.

Im Wettkampf 22 der 4 Mal 100 m Lagen Frauen mit dem frĂŒheren Bahnrekord 4:27,39 des SV Nikar Heidelberg GER (2004) siegte die SG EWR Rheinhessen-Mainz mit dem neuen Rekord von 4:24,70.

Im Wettkampf 23 der 4 Mal 100 m Lagen MĂ€nner mit dem frĂŒheren Bahnrekord 3:53,54 des DSW Darmstadt (2008) siegte SGR Karlsruhe mit dem neuen Rekord 3:52,40.

Zudem wurden drei Bahnrekorde aufgestellt. Vor allen Teilnehmern ragte Benjamin Bilski von der 88SG Frankfurt heraus.

Im Wettkampf 31 ĂŒber 200 m Freistil MĂ€nner mit dem frĂŒheren Bahnrekord 1:49,31 durch Yannick Lebherz DSW Darmstadt (2007) siegte in der offenen Wertung mit einer von Richtzeit: 2:15,00 der Schwimmer Benjamin Bilski der 88SG Frankfurt mit einem neuen Hallenbahnrekord (HBR) von 1:47,77.

Bilski konnte sich ebenfalls den 41. Wettkampf ĂŒber 50 Meter Schmetterling sichern und stellte auch hier einen neuen HBR auf: 0:25,08.

Auch die 200 Meter Schmetterling konnte Bilski fĂŒr sich entscheiden: Mit dem neuen HBR von 2:02,36 stellte er knapp den frĂŒheren HBR von Benjamin Kuntz vom SV Nikar Heidelberg ein (2:02,45).

Die Einzelsieger erhielten neben den Medaillen auch GeldprĂ€mien, was denn Heddesheimer Wettbewerb im „preisgeldarmen“ Schwimmsport sehr attraktiv macht.

Ein geschwommener Bahnrekord wurde mit einer PrÀmie in Höhe 75 Euro belohnt.

Die Staffelsieger erhielten Pokale und die Jahrgangsgruppenbesten wurden zusÀtzlich mit einem Ehrenpreis ausgezeichnet.

Einen schönen Tag wĂŒnscht Ihnen
Das heddesheimblog

AtmosphÀre der Bedrohung in Heddesheim

Guten Tag!

Heddesheim, 30. September 2009. Am Anfang war es ein „Riss, der durchs Dorf geht„. Dann wurden die Anfeindungen konkreter, verbal und handgreiflich. Dann wurden sie juristisch. Seit heute sind sie gemeingefĂ€hrlich geworden.

Kommentar: Hardy Prothmann

Als ich vor vier Jahren nach Heddesheim gezogen bin, geschah dies der Liebe wegen. Denn hier wohnte meine „Liebe“ mit ihren zwei Kindern.

Meine Liebe wohnt immer noch hier und mittlerweile haben wir geheiratet. Ihre Kinder sind meine Kinder und wir beide sind sehr stolz auf sie.

Vor vier Jahren habe ich mich also entschlossen in Heddesheim zu leben und es bis heute nicht bereut, weil ich hier viele gute Freunde gefunden habe und gute Nachbarn und viele freundliche und interessante und nette Menschen kennengelernt habe.

Heute hat ein unbekannter TĂ€ter einen Anschlag auf eines meiner Fahrzeuge verĂŒbt, einen Skoda Octavia Kombi, der ĂŒberwiegend von meiner Frau genutzt wird.

Vor einem Reifen wurde ein StĂŒck Dachlatte platziert, in dem drei NĂ€gel stecken. Die NĂ€gel stecken nun samt dem StĂŒck Dachlatte im Reifen meines Fahrzeugs.

Dieser Anschlag war feige, hinterhÀltig und gemeingefÀhrlich.

Was, wenn meine Frau nicht sofort angehalten hÀtte, sondern weitergefahren wÀre?

Die Folgen hĂ€tten lebensbedrohlich sein können. Deswegen definiert der Gesetzgeber eine solche Straftat auch als „gemeingefĂ€hrlich“.

Irgendwo befindet sich nun dieser „Mensch“, der dafĂŒr verantwortlich ist.

Freut er sich? Ist er zufrieden mit sich? FĂŒhlt er sich im Recht?

Dieser „Mensch“, hat, wie es im Strafgesetzbuch steht, Leib und Leben eines anderen Menschen gefĂ€hrdet.

In diesem Fall das meiner Frau. Aber auch potenziell das Leben meiner Kinder und das Leben aller anderen Personen, die sich in dem Fahrzeug befunden haben könnten.

Bislang bin nur ich als Person mit „Auseinandersetzungen“ konfrontiert gewesen. Diese waren aber ĂŒberwiegend tumb und nicht „gemeingefĂ€hrlich“.

Da diese aber meiner Meinung nach zu diesem „gemeingefĂ€hrlichen“ Angriff fĂŒhrten, liste ich diese nochmals auf.

Die ersten „Attacken“ verliefen nicht unbedingt zielgerichtet auf mich, sondern waren eher GeschwĂ€tz und richteten sich auf meine damals noch potenziellen Schwiegereltern.

Auf dem Fest der SÀngervereinigung wurde es konkreter. Da hat mich Herr Ewald Doll, Vereinsvorsitzender der TG Heddesheim, körperlich angegangen. Herr Doll ist der Bruder des Vorsitzenden der CDU-Gemeinderatsfraktion, Dr. Josef Doll. Dieser Vorgang ist fotografisch dokumentiert und kann zudem von Zeugen bestÀtigt werden.

Auf diesen Vorfall habe ich kurz darauf Herrn BĂŒrgermeister Michael Kessler angesprochen und ihn gebeten in der Sache vermittelnd einzugreifen: „Herr Kessler, ich bitte Sie, in dieser Sache zu vermitteln. Das geht so nicht.“

Seine Antwort vor Zeugen: „Was soll ich da tun? Damit habe ich nichts zu schaffen.“

Dann wurde ich vom SPD-Gemeinderat Rainer Lang persönlich bedroht. Dieser Fall ist hier im heddesheimblog dokumentiert und kann von Zeugen bestÀtigt werden.

Dann drohte mir der katholische Kirchengemeinderat Peter Kleinert „Konsequenzen“ an. Dieser Name ist bislang nicht dokumentiert worden, was ich aber hiermit nachhole. Denn ich finde, dass, wer „Konsequenzen“ androht, sicherlich auch konsequent mit seinem Namen dafĂŒr einstehen wird.
Die Dokumentation finden Sie hier.

Ein paar Tage spÀter packt mich Willi Brechtel vehement am Arm, was ich als eine körperliche Bedrohung wahrgenommen habe. Auch dieser Vorfall kann von sehr vielen Zeugen bestÀtigt werden.

Willi Brechtel ist der Mann der 1. stellvertretenden BĂŒrgermeisterin von Heddesheim, Ursula Brechtel. Die Frau ist seit Urzeiten GemeinderĂ€tin der Gemeinde Heddesheim und TrĂ€gerin des Bundesverdienstkreuzes.

Gestern droht mir der BĂŒrgermeister Michael Kessler ĂŒber Heidelberger AnwĂ€lte wegen der Berichterstattung auf dem heddesheimblog ein Verfahren an. Streitwert: 15.000 Euro.

Vor ein paar Wochen geht gegen Mitglieder der IG neinzupfenning eine Morddrohung per Kommentar auf deren Internetseite ein. Die Staatsanwaltschaft Mannheim ermittelt.

Gegen den verantwortlichen Betreiber der Internetseite „neinzupfenning.de“ versuchen AnwĂ€lte der Unternehmensgruppe „Pfenning“ per Eilantrag eine „Eidesstattliche Versicherung“ durchzusetzen.

Das Gericht gab dem nicht statt und will die Argumentation prĂŒfen. Verhandlungstermin in der Causa ist der 06. Oktober 2009. Streitwert: 50.000 Euro.

Gewerbetreibende aus Heddesheim, die ich um Anzeigen (die geschĂ€ftliche Grundlage) fĂŒr das heddesheimblog angefragt habe, sagen mir, dass sie sehr gerne werben wĂŒrden, aber geschĂ€ftliche Nachteile befĂŒrchten, wenn sie beim heddesheimblog werben. Es geht um AuftrĂ€ge oder Genehmigungen der Gemeinde – und die Sorge, diese nicht zu erhalten, wenn man mit dem heddesheimblog in Verbindung gebracht werden könnte.

Mit der „gemeingefĂ€hrlichen Straftat“ von heute ist eine neue Dimension erreicht: Eine AtmosphĂ€re der Bedrohung, die nichts anderes als „gemeingefĂ€hrlich“ ist.

Seit heute muss jeder, der sich kritisch in die Diskussion um die Ansiedlung der Firma „Pfenning“ einbringt, damit rechnen, dass er entweder persönlich verbal, handgreiflich, juristisch oder auch „gemeingefĂ€hrlich“ bedroht wird.

Meine Meinung ist: Das kann und darf nicht sein.

Ich lebe gerne da, wo ich zuhause bin. Und das ist in Heddesheim. Und ich bin nicht bereit, mich einer feigen, hinterhÀltigen und gemeingefÀhrlichen Attacke zu beugen.

Bis heute warte ich auf eine Entschuldigung – öffentlich oder privat – der Herren Doll, Lang, Kleinert und Brechtel – fĂŒr ihr unangebrachtes Verhalten.

Warum?

Weil nur so ein „Zeichen“ der Entspannung in Richtung der „Menschen“ eine mögliche Wirkung entfalten kann, die sich zum „Vollstrecker“ berufen fĂŒhlen.

Sage ich damit, dass diese Menschen fĂŒr den Anschlag von heute „verantwortlich“ sind?

Definitiv nicht. Verantwortlich ist nur derjenige, der den Anschlag verĂŒbt hat.

Aber es gibt auch so etwas wie eine moralische Verantwortung, eine demokratische, eine, die bewusst Stellung bezieht, egal, welche Nachteile das mit sich bringt.

Ich bin gespannt, ob sich der BĂŒrgermeister oder die politischen Parteien zu dieser „gemeingefĂ€hrlichen Straftat“ Ă€ußern werden.

Warum ich gespannt bin? Weil weder der BĂŒrgermeister, noch die CDU, noch die SPD, noch die FDP mit dem heddesheimblog seit Monaten reden.

Sie schweigen. Oder verweigern jede Äußerung auf Anfrage.

Und ich bin mir fast sicher, dass die Unternehmensgruppe „Pfenning“ dazu Stellung nehmen wird.

Warum? Ganz einfach. Die Auseinandersetzung in der Selbstdarstellung des Unternehmens und der Berichterstattung auf dem heddesheimblog waren hart, aber insgesamt einigermaßen fair.

Warum? Ganz einfach. Die Unternehmensgruppe „Pfenning“ hat ein Ziel. Sie will GeschĂ€ft machen. Das ist nachvollziehbar.

Die sture Verweigerung seitens des BĂŒrgermeisters und der Fraktionen der CDU, SPD und FPD hingegen ist nicht nachvollziehbar.

Dabei geht es mir ĂŒberhaupt nicht um meine Person. Ich bin nur einer von vielen.

ZufÀllig bin ich Journalist.

Und die fragen manchmal nach. Das tue ich.

In diesem Fall geht es ausschließlich nur um den öffentlichen Frieden, der von wem auch immer, heute per feigem und hinterhĂ€ltigem Anschlag bedroht wurde.

Und meine Meinung ist: Wenn niemand widerspricht, wird selbst eine „gemeingefĂ€hrliche Straftat“ irgendwie doch erlaubt.

Ich bin der Meinung: Das darf nicht sein. Nicht in meiner Welt.

Und ich hoffe, dass ich nicht alleine bin.

Ich wĂŒnsche Ihnen einen schönen Tag

Hardy Prothmann

Im Ansatz richtig

Die Kirchengemeinden sowie namentlich die Pfarrer Heiner Gladbach, Herbert Anzinger und Dierk Rafflewski haben sich zum Streit ĂŒber die geplante Pfenning-Ansiedlung geĂ€ußert.

Kommentar: Hardy Prothmann

Der Artikel der Kirchenvertreter appelliert an alle, die sich mit der geplanten Pfenning-Ansiedlung befassen, friedlich miteinander umzugehen. Mit Anstand und Respekt. Das ĂŒbergeordnete Ziel solle Akzeptanz sein sowie die konstruktive Zusammenarbeit fĂŒr das Wohl der Gemeinde.

Damit haben die Kirchenvertreter zentrale Punkte angesprochen, die in Heddesheim im Argen liegen.

So selektiert der BĂŒrgermeister Michael Kessler nach wie vor in „gute und schlechte“ Medien. Mit den „guten“, dem Mannheimer Morgen, redet er, weil der nie kritisch nachfragt. Mit den „schlechten“, beispielsweise dem heddesheimblog, redet er nur, wenn er absolut nicht anders kann.

Die stellvertretende BĂŒrgermeisterin verweigert einem Gemeinderat vor Zeugen Gruß und Handschlag und beschĂ€digt damit ihr Amt – nur weil sie den GrĂŒĂŸenden fĂŒr einen politischen Gegner hĂ€lt.

Der Pressesprecher des CDU-Ortsverbands, Josef Doll, redet auch nur mit denen, die ihm passen. Andere nennt er „TĂ€uscher„, Kritiker aus den eigenen Reihen werden rausgeekelt. FĂŒr die FDP gilt dasselbe.

Ein Vereinsvorsitzender beleidigt vor Zeugen einen Pressevertreter und bedroht diesen darĂŒber hinaus körperlich.

Andere wechseln die Straßenseite, wenn ihnen ein vermeintlicher „Gegner“ entgegenlĂ€uft, andere kennen ihre Nachbarn plötzlich nicht mehr und reden schlecht ĂŒber andere.

Dabei fĂŒhlen sich diese Menschen mit absoluter Sicherheit als „anstĂ€ndige“ BĂŒrger, obwohl sie sich nicht so verhalten. Gerade ihnen aber gilt der Appell der Kirchen.

Deswegen ist der Artikel der Kirchengemeinden wichtig und richtig.

Genauso wichtig ist aber auch, dass sich alle, die fĂŒr den „Geist der Versöhnung und dem Ruf zur NĂ€chstenliebe“ empfĂ€nglich sind, auch angesprochen fĂŒhlen.

TatsĂ€chlich steht zu befĂŒrchten, dass der Artikel vor allem auf Seiten der BefĂŒrworter falsch verstanden wird.

Denn vor allem aus diesem Lager sind die persönlichen Angriffe, der Abbruch der BrĂŒcken zum politischen Gegner sowie mangelnder Respekt und Missachtung bislang festzustellen.

Denn die BefĂŒrworter fĂŒhlten sich bislang im Recht und dachten, dass was sie denken, alle denken mĂŒssen. Sie haben nicht verstanden, dass es auch andere Meinungen neben ihrer gibt. Jedes Wort und jede Frage, die ihre Meinung kritisch betrachtet, gilt allein schon als „unanstĂ€ndig“, denn sie empfinden sich als „Standesvertreter„, neben denen es keine anderen geben darf, weil das schon immer so war und so bleiben soll.

So hat der BĂŒrgermeister konsequent jede GesprĂ€chsanfrage der IG neinzupfenning ausgeschlagen. Seine Haltung und PrĂ€sentation bei der BĂŒrgerinformation am 21. April 2009 hat viele der anwesenden BĂŒrger verstört.

Die Lösung soll ein moderierter „Dialog“ bringen, in dem alle Meinungen ausgetauscht werden. Von den bisher zwanzig Teilnehmern, sind aber nur drei den „BĂŒrgern“ zuzurechnen. Dieses MissverhĂ€ltnis lĂ€sst erahnen, welche „Lösung“ gesucht werden soll – wo doch das noch nicht genehmigte Pfenning-GelĂ€nde von der Firma bereits aktiv „vermarktet“ wird.

Recht haben die Kirchenvertreter auch damit, dass keine „Initiative“ die Interessen aller BĂŒrger vertritt. Aber dass diese „Initiative“ sehr viele BĂŒrgermeinungen vertritt, hat die Wahl bewiesen. Da durften alle BĂŒrger ihre Meinung kund tun.

Vorstufe einer Eskalation?

Gesellschaftliche Ausschreitungen gehen oft einher mit einer BierzeltatmosphÀre. Beschimpfungen und SchlÀgereien stehen dort auf der Tagesordnung.
Nicht so beim SĂ€ngerfest – so sollte man meinen – denn, singen macht ja bekanntlich Menschen glĂŒcklich.
Dennoch nutzte jemand die Gelegenheit fĂŒr eine „kleine Abrechnung“.

Ein Journalist steht am Sonntag, den 5. Juli 2009 wĂ€hrend des SĂ€ngerfestes links vorne an der BĂŒhne und will Fotos von den TG-Turnerinnen machen. Mit einem Mal spĂŒrt er eine Hand im RĂŒcken, die ihn wegschiebt. Er dreht sich um – hinter ihm steht ein großer, krĂ€ftiger Mann.

„Hau ab!“

Er fragt den Mann, was das soll. Dieser antwortet: „Hau ab, ich will hier Fotos machen.“ Der Journalist erwidert: „Ich fotografiere ebenfalls und es gibt keinen Grund, mich anzufassen und wegzuschieben.“

Darauf kein Kommentar. Der Journalist fotografiert weiter, ein, zwei Sekunden spĂ€ter stĂŒtzt sich Herr X, der um einiges grĂ¶ĂŸer ist, von oben mit seinen Armen auf die Schultern des Journalisten.

Ein sehr unangenehmes GefĂŒhl, zum zweiten Mal schon. Der Fotograf dreht sich um und fordert den Mann auf, dieses BedrĂ€ngen sofort sein zu lassen.

Herr X wiederholt seine Aufforderung, dass er „abhauen“ solle. Der Fotograf informiert ihn, dass er hier als Journalist Bilder mache und ganz sicher nicht „abhauen“ werde.

Als er sich wieder zum Fotografieren umdreht, umrundet ihn Herr X und stellt sich so vor ihn, dass er nicht mehr fotografieren kann. Als er eine andere Position einnehmen will, bewegt sich Herr X synchron vor und zurĂŒck, um ihn am Fotografieren zu hindern.

Der Journalist verlĂ€sst die Szene und erkundigt sich, wer der Mann ist. Er erfĂ€hrt den Namen und geht zu ihm an den Tisch: „Ich denke, das sollte gleich geklĂ€rt werden. Ihr Verhalten ist nicht akzeptabel und ich verlange von Ihnen eine Entschuldigung und die Versicherung, dass das nicht wieder vorkommt.“

„Kleines A. oder sogar großes A.?“

Der Mann baut sich vor dem Journalisten auf. Seine Haltung ist eindeutig aggressiv, und fragt, was er meine. Der Journalist verweist auf die Szene vor der BĂŒhne. Herr X antwortet: „Sind Sie schizophren? Sie sind doch schizophren. Da war nichts. Vielleicht sollten Sie sich mal ĂŒberprĂŒfen lassen.“ Als er sich wieder hinsetzt, zischt er: „Hau doch ab, Du kleines Añ€©“

Der Journalist fragt ihn laut, wie er auf die Idee kommt, ihn ein „kleines Añ€©“ zu nennen. Eine dem Journalisten unbekannte Frau am Tisch ruft: „Sie sind kein kleines, sondern ein großes Añ€©.“ Zwei MĂ€nner am Tisch wiederholen die Beleidigung und werfen plötzlich mit Kronkorken nach dem Journalisten.

Er verlÀsst den Tisch, die Personen um Herrn X rufen ihm irgendwelche Sachen nach.

Die gewĂŒnschte Entschuldigung ist bis heute ausgeblieben.

Da Herr X als bekannter Vereinsvorsitzender eine wichtige Position innerhalb der Gemeinde inne hat, ist sein Verhalten völlig inakzeptabel.

Da fragt man sich: Ist das die Vorstufe einer drohenden Eskalation oder nur ein Einzelfall, in dem jemand seinen JĂ€hzorn nicht unter Kontrolle hatte?

Anmerkung:
Die Szene an der BĂŒhne ist von einem Festbesucher in einer Serienbildaufnahme fotografisch festgehalten worden. Auf den Fotos ist der Vorgang zweifelsfrei zu erkennen und damit dokumentiert.

Die Szene am Tisch ist von Nachbartischen aus von Festbesuchern beobachtet und gehört worden, man hat sich gegenĂŒber dem Journalisten empört ĂŒber das Verhalten von Herrn X geĂ€ußert.

Redaktion heddesheimblog