Freitag, 30. September 2022

Korrektur: Chemanager-Ausgabe aus April 2009

Guten Tag!

Heddesheim, 27. August 2009. Das heddesheimblog weist seine Leser aus eigenem Antrieb auf einen redaktionellen Fehler hin. Die Informationen des Artikels „Zweifel an Aussagen von Pfenning-Geschäftsführer Nitzinger“ sind teilweise nicht korrekt.

Nobody is perfect… Bei nochmaliger Durchsicht der Unterlagen zu unserem Bericht „Zweifel an Aussagen von Pfenning-Geschäftsführer Nitzinger“ haben wir selbst festgestellt, dass der von uns dargestellte Zusammenhang nicht korrekt ist.

Dies gilt auch für die betreffende Passage im Text: „Was darf man glauben?

Tatsächlich haben wir zwei Dinge miteinander kombiniert, die nicht zusammen gehören.

Herr Karl-Martin Pfenning hat in der Ausgabe 2/2009 des „CheManager LCP“ einen Kommentar geschrieben und das Unternehmen wirbt in dieser Ausgabe. Das ist korrekt.

Auch die Informationen zum Redaktions- sowie Anzeigenschluss sind korrekt.

Die Informationen beziehen sich aber auf das Hauptheft „CheManager“. „CheManager LCP“ ist eine Beilage. Für die Ausgabe 2/2009 war der Redaktionsschluss der 25. Februar 2009. Der Anzeigenschluss war der 26. März 2009.

Der von uns dargestellte Zusammenhang, dass der Geschäftsführer der KMP-Holding, Uwe Nitzinger, nicht erst Anfang Februar die Entscheidung für Heddesheim getroffen hat, lässt sich mit diesen Informationen nicht belegen.

Auch die Aussage: „Herr Pfenning wusste also schon vorher, was der Gemeinderat in nicht-öffentlicher Sitzung beschließen würde und hat dafür ordentlich Werbung gemacht“, ist vor dem Hintergrund der Informationen nicht belegbar. Die Redaktion nimmt diese Behauptung zurück.

Wir bitten, diesen Fehler zu entschuldigen.

Die weiteren Informationen, beispielsweise, dass das geplante Chemielager unter die „Störfall“-Verordnung des Bundesimmissionsschutzgesetzes (BImSch) fallen, sind korrekt.

Auch trifft die Tatsache zu, dass die Pfenning-Gruppe mindestens seit April 2009 die noch nicht gebauten und noch nicht genehmigten Hallen vermarktet.

Einen schönen Tag wünscht
Das heddesheimblog

Was darf man glauben?

In Heddesheim hat am 26. August 2009 wieder der „Dialog“kreis getagt, zum dritten Mal. Wieder traten Experten mit ihren Gutachten auf. Es ist ein mühsamer Prozess. Aber er lohnt sich, weil hinter den versprochenen Fakten andere Informationen öffentlich werden.

Kommentar: Hardy Prothmann

Bei der 2. „Dialog“kreissitzung sagte Herr Nitzinger auf meine Frage, wann denn die Entscheidung für Heddesheim gefallen sei: „Anfang Februar.“

Ich habe nachgebohrt, weil nach den von mir recherchierten Informationen bereits im Herbst 2008 ein Gleisanschluss bei der Bahn beantragt wurde. Herr Nitzinger sagte, das sei nur eine Anfrage gewesen. Nun gut, das kann man glauben oder nicht.

Vom Architekten Günter Krüger wollte ich wissen, wie er denn innerhalb von etwas mehr als zwei Monaten so umfangreiche Pläne erstellen konnte, wenn die Entscheidung erst Anfang Februar 2009 gefallen sein soll. Der meinte, man habe für drei oder vier (komisch, dass er nicht wusste ob drei oder vier) Standorte bereits Vorplanungen im Jahr 2008 gemacht und sich dann sehr angestrengt, die Pläne schnell zu erstellen. Die Entscheidung sei erst Anfang Februar 2009 gefallen.

Karl-Martin Pfenning wirbt für BIMSch – das sind Lager, die unter die Störfall-Verordnung fallen.

Hinweis der Redaktion: Die unterstrichene Information im nachfolgenden Absatz ist nicht korrekt. Lesen Sie die Korrekturmeldung.

Jetzt erhält die Redaktion einen Hinweis auf den Fachinformationsdienst CheManager und die Ausgabe 2/2009. Die ist am 29. Januar 2009, also eine Woche vor der Unterzeichnung des städtebaulichen Vertrags erschienen. Zuvor musste sie bearbeitet und gedruckt werden. Der Redaktionsschluss war der 05. Januar, der Anzeigenschluss der 19. Januar 2009. Trotzdem befinden sich darin ein „Kommentar“ (der kein Kommentar, sondern nur eine Eigenwerbung ist) des Firmenchefs Karl-Martin Pfenning und eine Anzeige von Pfenning logistics für ein Chemielager.

Im Text und in der Anzeige ist nicht von „haushaltsüblichen“ Waschmitteln die Rede, wie Herr Nitzinger immer wieder dieses Chemielager schön redete. Hier wird ganz klar gesagt, dass es sich um ein Lager handelt, dass unter die „Störfall-Verordnung“ fällt und immense Sicherheitsauflagen erfüllen muss. Karl-Martin Pfenning drückt die „Störfall-Verordnung“ sachlicher aus: BIMSch-fähige Lager seien das. Und das lobt er sogar aus, denn die gibt es wegen der Sicherheitsansprüche nicht an jeder Ecke.

Erst 1000 – dann 300-500 Arbeitsplätze. Je nach Bedarf.

„Pfenning“ hat den Standort beworben, weil es dort bis zu 1000 Arbeitsplätze geben sollte. 500 Arbeitsplätze würde das Unternehmen aus der Region zusammenlegen – weitere würden entstehen. Der aktuellste Stand ist, dass 300 Arbeitsplätze verlagert werden und je 100 Leiharbeiter und Subunternehmer nach Bedarf dazu gebucht werden.

Angeblich wollte „Pfenning“ nur zehn Prozent seines Verkehrs über die Ringstraße und den Ort schicken. Plötzlich fährt kein Lkw mehr durch den Ort und auch über die Ringstraße soll keiner mehr fahren. Nachgefragt, murmelte Herr Nitzinger ein „Ja“ in seinen Bart und auf die Bitte, doch deutlich in einem Satz zu sagen: „Ich verspreche hiermit, dass kein Lkw über die Ringstraße und durch den Ort fährt“, blafft er nur: „Ich bin doch keine Sprechpuppe.“

Auch den Vorwurf, „Pfenning“ zahle schlechtere Gehälter als andere bei gleichzeitiger Mehrarbeit und verstoße gegen arbeitsrechtliche Vorschriften wies Herr Nitzinger in der 2. „Dialog“sitzung empört zurück. Man habe alle Prozesse, über die damals berichtet wurde (2000-2002, Anm. d. Red.), gewonnen. Ich habe Herrn Nitzinger gebeten, mir doch Kopien der Urteile zu schicken, was er bestätigt hat. Das war vor vier Wochen – bis heute habe ich keine Post und ich bin fast sicher, ich erhalte keine Post mehr von ihm.

Steuerzahler oder Steuersparer?

Angeblich ist „Pfenning“ ein großer Gewerbesteuerzahler. Trotzdem kauft die Phoenix 2010 GbR das Grundstück und lässt es bebauen und „Pfenning“ wird nur Mieter – vielleicht einer von vielen. Doch nur mit „Pfenning“ gibt es einen städtebaulichen Vertrag, der laut Bürgermeister Kessler nicht bindend, sondern nur eine „Absichtserklärung“ ist. Dass Phoenix 2010 der Bauherr ist, habe „steuerliche Gründe“. Ãœbersetzt heißt das, Steuerspargründe.

Was soll man also glauben? Was darf man glauben? Unter den gegebenen Umständen nichts. Denn alle Informationen, die gegeben wurden, stellten sich als problematisch dar. Entweder kamen sie nur zögerlich nach und nach ans Licht oder mussten gegen den Widerstand von „Pfenning“ und Bürgermeister Kessler durch Recherche ermittelt werden.

Vertrauen ist eine zarte Pflanze.

Wenn man Geschäfte macht, muss man immer auch Vertrauen haben. Anders geht es nicht. Warum sollte man einem Unternehmen vertrauen, über das es viele negative Informationen gibt? Warum sollte man einem Unternehmen vertrauen, dass nur wenn es muss, Informationen herausgibt? Warum sollte man einem Unternehmen vertrauen, dass ständig die eigenen Aussagen anpasst? Warum sollte man einem Unternehmen vertrauen, dem man nachweisen kann, dass es nicht die Wahrheit sagt?

Pfenning plant ein 40.000 Quadratmeter großes Chemielager in Heddesheim

Guten Tag!

Heddesheim, 27. August 2009. Die KMP-Holding („Pfenning“) plant ein 40.000 Quadratmeter großes Chemielager in Heddesheim – das sind 40 Prozent der geplanten Hallen. Die Lager fallen mindestens teilweise unter die „Störfall“-Verordnung, sind also Lager, die wegen ihrer Gefährlichkeit besondere Sicherheitsauflagen erfüllen müssen.

In der Fachzeitschrift „CheManager“ 2/2009 bewirbt Unternehmenschef Karl-Martin Pfenning den Standort Heddesheim: „Wir haben langjährige Erfahrungen in der Chemielogistik und im Umgang mit Chemielagern. In Heddesheim werden wir unseren Kunden nicht nur auslaufsichere, sondern auch BIMSch-fähige Lagerflächen mit Gleisanschluss zur Verfügung stellen.“

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Zitat: Karl-Martin Pfenning. Quelle: CheManager 2/2009

In der gleichen Ausgabe schaltet „Pfenning“ eine Anzeige und wirbt für 40.000 Quadratmeter „Chemieflächen – zentral in Europa“: „Gerade schwierige Stoffe bewahren wir besonders sicher auf. (…) Und womit fordern Sie uns heraus?“

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40.000 Quadratmeter Chemielager als Herausforderung. Quelle: CheManager 2/2009, Erscheinungsdatum: 09. April 2009

Hinweis der Redaktion: Der unterstrichene Absatz enthält eine nicht korrekte Schlussfolgerung. Lesen Sie dazu bitte unsere Korrekturmeldung.

Brisant: Die Werbeanzeige und der Kommentar erschienen bereits am 29. Januar 2009. Durch den Anzeigen- und Redaktionsschluss muss davon ausgegangen werden, dass mindestens 14 Tage zuvor schon der Auftrag erteilt wurde – vor der Entscheidung des Gemeinderats.

Lesen Sie auch: Zweifel an Aussagen von Pfenning-Geschäftsführer Uwe Nitzinger

Einen schönen Tag wünscht
Das heddesheimblog

Lesen Sie auch: „Pfenning“ vermarktet bereits ungebaute und noch nicht genehmigte Hallen in Heddesheim

„Pfenning ist die Faust aufs Auge“

Leserbrief: F. H., Heddesheim

Eine gemietete Fläche von der Größe von zwanzig Fußballfeldern will „Pfenning“ – wenn Heddesheim es will.

Der Bürgermeister will das.

Er will diese Fläche mit einem Betonmonster von Reihenhallenbauten bis zu 18 Metern Höhe zubauen lassen.

Damit wird das Gesicht dieser Frischluft verbürgenden Landschaft für Jahrzehnte, wenn nicht sogar für immer verschandelt und zerstört.

Lärm, Krach, Gestank, Lastwagen rein – Lastwagen raus. Tag und Nacht. Und das alles neben dem Freizeit- Sport- und Erholungsgebiet Heddesheims.

„Pfenning ist die Faust aufs Auge.“

Und das ist im Wortsinn die sprichwörtliche „Faust aufs Auge“ Heddesheims.

Gigantisch, häßlich, deplaziert.

Geplant sind bei dem Projekt zwei mehrere zehntausend Quadratmeter große Chemielager mit Gefahrengut, die seit Seveso wegen der potentiellen Gefährdung der Menschen in der Umgebung der staatlicherseits erlassenen Störfallverordnung unterliegen.

Das mit dem verharmlosenden Hinweis auf die Lagerung von Parfümfläschchen abzutun, erlaubt Zweifel an der Urteilsfähigkeit des Projektunterstützers.

Ein Schwelbrand in einem Kunststofflager mit Granulatware beispielsweise mit hochgiftigen Dämpfen hat wohl eher eine zu fürchtende Dimension.

Die Kosten für die Gemeinde wären in einem solchen Fall unabsehbar.

Die Details offenbaren eine gezielte Desinformation.

Die inzwischen bekannt gewordenen Details offenbaren eine die Tatsachen verschleiernde Geheimniskrämerei – eine gezielte Desinformation.

Siehe dazu das „Gutachten“ zum Verkehrsaufkommen. Die hier von Pfenning und „kompetenten“ Fachleuten gemachten Aussagen und Versprechungen sind den Fetzen Papier nicht wert, auf dem sie notiert wurden.

Schon die derzeitige Verkehrssituation im innerörtlichen Bereich ist für die Bürger belastend – genug.

Eine Feinstaubmessung würde der Verwaltung mit Sicherheit zu schaffen machen.

Radfahren ist in bestimmten Straßenzügen lebensbedrohlich geworden. Nicht selten flüchtet man vor einem Lasterungetüm auf den Gehweg.

Glaubt irgendjemand ernsthaft, dass sich die „wie man liest“ bunt gemischte Truppe der Pfenning-Fahrer an Zusagen hält?

Veralbern der Bürger oder unverhohlene Unverschämtheit?

Ein besonders kluger Projektunterstützer war sich nicht zu schade, die monströsen Reihenhallenbauten als „Lärmschutzwand“ zu empfehlen. Was soll das bedeuten? Ein Veralbern der Heddesheimer Bürger oder eine unverhohlene Unverschämtheit?

Das dialektisch außengesteuerte Verwirrspiel mit läppisch ermüdenden Dialog- und Diskussionsbeiträgen ist genauso unverschämt wie der „Tag der offenen Tür“ mit kostenlosen Bratwürsten.

Dr. Kurt Fleckenstein hatte Recht, als er in seinem Leserbrief schrieb , dass „Pfenning eine Nummer zu groß ist für Heddesheim“.

Der Autor F.H. ist der Redaktion bekannt. Aus der persönlichen Sorge um Nachteile für den Verfasser hat die Redaktion ein Pseudonym akzeptiert. Der Autor hat sich in der Vergangenheit bereits politisch engagiert und musste massive persönliche Nachteile dadurch in Kauf nehmen. Seine Lebenssituation ist nicht geeignet, weitere „Nachteile in Kauf zu nehmen“. Unbenommen davon hat er das Recht auf seine Meinungsäußerung.

Anmerkung der Redaktion:
Leserbriefe sind private Meinungsäußerungen und geben nicht unbedingt die Ansicht der Redaktion wieder.

Geplante Chemie-Lager fallen unter „Störfall“-Verordnung

Guten Tag!

Heddesheim, 26. Juli 2009. In der Gemeinderatssitzung vom Donnerstag, den 23. Juli 2009, wurde nochmals der Bebauungsplan-Entwurf zur geplanten Pfenning-Ansiedlung vorgestellt.
Dabei wurden einige Fachbegriffe und Gesetze zitiert. Das
heddesheimblog hat nachgelesen. Ein Fachbegriff heißt übersetzt „Störfall-Verordnung“.

Wie der Planer Ulrich Stüdemann vom Architekten-Büro Sartorius in Bensheim erläuterte, fallen 5000 Quadratmeter im „Sondergebiet 1“ unter die „besonders strengen“ Vorschriften des 4. BImSCHV. Ausgeschrieben liest sich das so: „Vierte Verordnung zur Durchführung des Bundesimmissionsschutzes“.

Schädliche Umwelteinwirkungen und erhebliche Nachteile

Der rechtliche Beistand der Gemeinde, Dr. Thomas Burmeister, erklärte hierzu, dass auch die Lagerung von „Parfüm“ ab einer gewissen Größenordnung unter diese Regelung fällt.

In der 4. BImSCHV heißt es unter:
„(2) Das Genehmigungserfordernis erstreckt sich auf alle vorgesehenen
1. Anlagenteile und Verfahrensschritte, die zum Betrieb notwendig sind, und
2. Nebeneinrichtungen, die mit den Anlagenteilen und Verfahrensschritten nach Nummer 1 in einem räumlichen und betriebstechnischen Zusammenhang stehen und die für

a) das Entstehen schädlicher Umwelteinwirkungen,
b) die Vorsorge gegen schädliche Umwelteinwirkungen oder
c) das Entstehen sonstiger Gefahren, erheblicher Nachteile oder erheblicher Belästigungen von Bedeutung sein können.“

Für weitere geplante 35.000 Quadratmeter gibt es ebenfalls „besonders strenge Vorschriften“, die fallen unter 12. BImSCHV. Ausgeschrieben liest sich das so: „Zwöfte Verordnung zur Durchführung des Bundesimmissionsschutzes“.

Die Störfall-Verordnung beruht auf der
Seveso-II-Änderungsrichtlinie

Der rechtliche Beistand der Gemeinde, Dr. Thomas Burmeister, erklärte hierzu wie auch schon Vertreter der „Pfenning-Gruppe“, der Bürgermeister und verschiedene Gemeinderäte der CDU und FDP, aber auch SPD, dabei handele es sich um „haushaltsübliche Waschmittel“, nur eben in größeren Mengen.


Das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit schreibt dazu am 12. August 2008:

„Die Bundesregierung verstärkt die Vorsorge vor Störfällen in der Industrie. Gleichzeitig sollen mögliche Auswirkungen von Industrieunfällen auf die Umwelt noch weiter begrenzt werden. Zur Umsetzung der so genannten Seveso-II-Änderungsrichtlinie wurden die Störfall-Verordnung und das Bundes-Immissionsschutzgesetz geändert.“

Das Bayerische Landesamt für Umwelt erläutert, was die 12. BImSCHV regelt:

„Die Störfall-Verordnung enthält Vorschriften zur Verhinderung von Störfällen und zur Begrenzung ihrer Auswirkungen auf Menschen, Umwelt und Sachgüter. Die Vorschriften gelten für Betriebsbereiche und bestimmt immissionsschutzrechtlich genehmigungsbedürftige Anlagen, wenn die dort vorhandenen gefährlichen Stoffe bestimmte in der Verordnung genannte Mengenschwellen überschreiten. Je nach Art und Menge dieser vorhandenen Stoffe ergeben sich für den Betreiber sog. Grundpflichten, wie z.B. die Erstellung eines Konzepts zur Verhinderung von Störfällen, oder sog. erweiterte Pflichten, wie die Erstellung eines Sicherheitsberichtes oder für die Behörde die Erstellung externer Alarm- und Gefahrenabwehrpläne.“

Störfall-Verordnung vs „handelsübliche Waschmittel“

Während also den Heddesheimern weiterhin erklärt wird, dass die geplanten Chemie-Lager der „Pfenning-Gruppe“ eigentlich harmlos seien, weil sie „handelsübliche Waschmittel“ und unter anderem Parfüm dort lagerten, fallen beide Lager unter schärfste Umweltgesetze.

Das Wort „Störfall-Verordnung“ ist in der Diskussion um die geplante Pfenning-Ansiedlung in Heddesheim noch nicht gefallen – wird aber sicherlich ab sofort nicht mehr aus der Diskussion wegzudenken sein.

Interessant sind auch die Zuständigkeiten: Für diese Lager sind das Landratsamt, die Landesregierung und die Gewerbeaufsicht zuständig. Informationen über den Zustand und die Wartung einer solchen „Anlage“ erhalten die zuständigen Behörden.

Der Heddesheimer Gemeinderat und die Verwaltung hätten keinerlei Kontroll- oder Einflussmöglichkeiten auf diese als „hochgefährlich“ eingestuften Pfenning-Lager nach ihrer Genehmigung.

Einen schönen Tag wünscht
Das heddesheimblog