Mittwoch, 10. August 2022

Neuauflage: Informationen fĂŒr MĂŒtter und VĂ€ter

Rhein-Neckar/Stuttgart, 24. Februar 2012. (red/pm) Sozialministerin Katrin Altpeter stellte heute die komplett ĂŒberarbeitete Neuauflage der BroschĂŒre „Informationen fĂŒr MĂŒtter und VĂ€ter“ vor. Der praktische Ratgeber kann ĂŒber das Ministerium bestellt werden, wird ĂŒber die RathĂ€user und das Landratsamt angeboten.

Information des Sozialministeriums:

„Altpeter sagte: „Das GlĂŒck, das Kinder geben, kann von nichts und niemandem ersetzt werden. Doch glĂŒckliche Kinder brauchen Eltern, die sie auf ihrem Weg zu eigenverantwortlichen Mitgliedern unserer Gesellschaft begleiten, ermuntern und ihnen Vorbild sind.“ Eltern sollten Kindern Halt geben, ohne sie unnötig einzuengen oder ihnen dabei ihre Freiheit zu nehmen. „Wir möchten Familien auf diesem Weg unterstĂŒtzen und stellen ihnen diese hilfreiche BroschĂŒre als praktischen Wegweiser zur VerfĂŒgung“, so die Ministerin.

Die BroschĂŒre „Informationen fĂŒr MĂŒtter und VĂ€ter“ gibt in ihrer 14. Auflage einen umfassenden Überblick ĂŒber die Leistungen und unterstĂŒtzenden Angebote fĂŒr Familien in Baden-WĂŒrttemberg. So finden sich Informationen beispielsweise zu Mutterschutz, Elternzeit, Kinderbetreuung, steuerlichen Erleichterungen und Bewertung der Erziehungszeiten in der Rentenversicherung. Ebenso sind Informationen zur Vereinbarkeit von Beruf und Familie, Wohnraumförderung oder Möglichkeiten zur Freizeitgestaltung enthalten. Neu aufgenommen wurden in die 144 Seiten umfassende BroschĂŒre unter anderem AusfĂŒhrungen zur Hebammenhilfe und zur Vorbeugung von Suchterkrankungen.

Ein umfassender Adressteil der Familienbildungseinrichtungen, der Familien- und FrauenverbĂ€nde, WohlfahrtsverbĂ€nde, Schwangerschaftskonflikt- und Er-ziehungsberatungsstellen, Frauen- und KinderschutzhĂ€user sowie der Kontaktstellen „Frau und Beruf“ erleichtert es den Familien, die nĂ€chstgelegenen Beratungsstellen zu finden. Außerdem sind die FamilienferienstĂ€tten in Baden-WĂŒrttemberg mit Foto enthalten sowie eine „Checkliste Geburt“ und die wichtigsten Notrufnummern.

Die BroschĂŒre wurde unter anderem an die BĂŒrgermeisterĂ€mter und die LandratsĂ€mter in Baden-WĂŒrttemberg verteilt und wird dort kostenfrei an die Familien abgegeben.

Hinweis fĂŒr die Redaktionen:

Die BroschĂŒre kann auch in grĂ¶ĂŸerer StĂŒckzahl – zur weiteren Verbreitung – direkt bestellt werden beim:

Ministerium fĂŒr Arbeit und Sozialordnung, Familie, Frauen und Senioren Baden-WĂŒrttemberg, BroschĂŒrenstelle, Schellingstr. 15, 70174 Stuttgart, Fax: 07 11/ 1 23-3 99, E-Mail: poststelle@sm.bwl.de.

Im Internet kann die BroschĂŒre unter www.sozialministerium-bw.de (Rubrik „Publikationen“ > „Familie und Kinder“) als pdf-Datei heruntergeladen werden.

Usutu-Virus bei vier toten Amseln nachgewiesen

Vor allem drosselartige Vögel wie die Amsel sind vom Usutu-Virus bedroht und zahlreich verendet. Bild: Andreas Trepte, www.photo-natur.de, CC BY-SA 2.5

Rhein-Neckar/Dossenheim/Mannheim, 15. September 2011. (red/pm) Im Stadtgebiet Mannheim und in Dossenheim wurde bei vier toten Amseln erstmals das Usutu-Virus in Baden-WĂŒrttemberg nachgewiesen“, teilten das fĂŒr Tiergesundheit zustĂ€ndige Ministerium fĂŒr LĂ€ndlichen Raum und Verbraucherschutz und das Ministerium fĂŒr Arbeit und Sozialordnung, Familie, Frauen und Senioren mit. Der Krankheitserreger ist bei vier aus Baden-WĂŒrttemberg stammenden Proben nachgewiesen worden.

Sozialministerium und Verbraucherschutzministerium betonten, dass es keinen „Grund zur Beunruhigung“ gebe. Man solle allerdings den „ungeschĂŒtzten Kontakt zu Wildvögeln vermeiden“.

Wir hatten bereits Anfang August einen Appell des Heddesheimer Vogelexperten Kurt Klemm veröffentlicht, der die Bevölkerung gebeten hat, dringend FutterplÀtze und TrÀnken zu entfernen, weil sich die Tiere dort infizieren könnten. Insbesondere seien Amsel betroffen.

„Bereits im vergangenen Jahr war der Erreger in StechmĂŒcken im Rhein-Neckar-Raum gefunden worden. „Damit ist das Virus in der Umwelt prĂ€sent. Deshalb ist weiterhin Vorsicht geboten. Tote Vögel sollten – wie sonst auch – nicht mit bloßen HĂ€nden berĂŒhrt werden. Zur Beunruhigung besteht jedoch kein Anlass, da in Europa bisher nur vereinzelt Erkrankungen beim Menschen nachgewiesen wurden. Außerdem verlĂ€uft die Erkrankung in der Regel milde und Ă€ußert sich durch Fieber und Hauterscheinungen“, erklĂ€rte das Sozialministerium.

Das Usutu -Virus (USUV) ist ein Tropenvirus, das durch StechmĂŒcken ĂŒbertragen wird und in erster Linie Erkrankungen und TodesfĂ€lle bei Amseln und anderen Wildvögeln verursacht. Nach seinem erstmaligen Auftreten in Österreich im Jahr 2001 gab es dort ein großes Vogelsterben. Bis dahin war das Virus nur in Afrika nachgewiesen worden. Aus Österreich ist bekannt, dass die Wildvögel nach einer gewissen Zeit eine Schutz gegen das Virus ausbilden. Der Erreger war am Mittwoch (14. September) bei einer toten Amsel auch im hessischen Birkenau nachgewiesen worden“, so die Ministerien.

Auf der Internetseite des Sozialministerium sind Adresse genannt, bei denen man tote Vögel abgeben kann.

„Wir mĂŒssen uns an das Virus gewöhnen“

Die Zahl der mit dem als „Schweinegrippe“ im Volksmund bezeichneten Erkrankten steigt weiter an. Nach EinschĂ€tzung des baden-wĂŒrttembergischen Sozialministeriums mĂŒssen sich die Menschen an dieses neue Influenza-Virus A H1N1 „gewöhnen“.
Im Interview mit dem
heddesheimblog erklĂ€rt die Pressesprecherin des Ministeriums, Susanne Keller, die HintergrĂŒnde. Mit Stand von gestern wurden im Rhein-Neckar-Kreis 12 und in Baden-WĂŒrttemberg 56 Erkrankungen gezĂ€hlt.

Interview: Hardy Prothmann

Welche Erwartungen hat das Sozialministerium, was weitere Influenza A H1N1 Infektionen angeht?
„Wir mĂŒssen davon ausgehen, dass es zu weiteren Erkrankungen kommen wird. Wie hoch die Zahl sein wird, lĂ€sst sich schwer vorhersagen, da das von zu vielen Faktoren abhĂ€ngt. Ziel ist es daher, die Verbreitung zu verlangsamen, um Zeit fĂŒr weitere Vorsorgemaßnahmen, wie beispielsweise die Impfstoffbereitstellung zu gewinnen. Dabei kommt – wie bereits bisher – der intensiven ÃƓberwachung des Krankheitsgeschehens durch Ärzteschaft und Öffentlicher Gesundheitsdienst eine große Bedeutung zu.“

Gibt es Personen, die eher „anfĂ€llig“ fĂŒr eine Infektion sind?
„Bei der saisonalen Influenza erkranken eher junge und Ă€ltere Personen. Bei diesem Subtyp scheinen Kinder und Jugendliche leicht zu erkranken. Aber aktuell verlaufen die meisten Erkrankungen moderat.“



Welcher Kontakt reicht aus, um sich zu infizieren?
„Influenzaviren werden vor allem durch Tröpfcheninfektion ĂŒbertragen. Insbesondere beim Niesen oder Husten können Erreger auch auf die HĂ€nde gelangen und dann durch direkten Kontakt oder beispielsweise ĂŒber die HĂ€nde weiterverbreitet werden. Daher wird insbesondere hĂ€ufiges HĂ€ndewaschen empfohlen und das Husten in den Ärmel statt in die Hand.“

Heißt infiziert, dass man auch sofort krank ist?
„Nein. Allerdings gibt es noch keine genauen Zahlen darĂŒber, welcher Prozentsatz der Infizierten erkranken. Diese können durch serologische Untersuchungen ermittelt werden.“

„Wir mĂŒssen uns an das Virus gewöhnen“. Susanne Keller

Wie bemerkt man bei sich selbst, dass man vielleicht infiziert sein könnte?
„Die Infektion wird erst bemerkt, wenn die Krankheit zum Ausbruch kommt, das heißt die Symptome der „Neuen Grippe“ auftreten. Diese sind Ă€hnlich wie bei der normalen saisonalen Grippe. Also beispielsweise Husten, Fieber, Gliederschmerzen. Entscheidend ist aber, dass man in einem Verbreitungsgebiet der Neuen Grippe war oder mit einem Erkrankten intensiven Kontakt hatte.“

Welche Maßnahmen muss man in einem Verdachtsfall treffen?
„Es ist dann ratsam den Arzt aufzusuchen. Aber wenn ich die Vermutung habe, dass ich mich mit der „Neuen Grippe“ angesteckt habe, dann sollte dieser Verdacht auch gleich dem Arzt mitgeteilt werden. Dann können in der Arztpraxis entsprechende Vorsichtsmaßnahmen getroffen werden. Es sollte vorsorglich vermieden werden, dass mögliche Infizierte lĂ€ngere Zeit im Wartezimmer sitzen und so mit anderen wartenden Patienten in Kontakt treten.“

Werden auch Kontaktpersonen eines infizierten Menschen in QuarantÀne
„gesteckt“?

„Entscheidend ist der Einzelfall. Je nachdem wie eng der Kontakt zu einer Person war, die sich infiziert hat, kann sein, dass vor Ort angeraten wird, Kontakt zu weiteren Personen zu vermeiden.“

Erwarten Sie eine Entspannung der Situation oder ist dieses Virus nun  Teil unseres Alltags?
„Aktuell mĂŒssen wir uns wohl eher an dieses Virus gewöhnen.“