Donnerstag, 29. Juli 2021

Beim NSU-Prozess wird auch der Journalismus verhandelt werden

TĂ€ter, Opfer, Verhandlung, Berichterstattung

Beate ZschÀpe (38) ist die Hauptangeklagte im "NSU-Prozess". Quelle: BKA

Beate ZschĂ€pe (38) ist die Hauptangeklagte im „NSU-Prozess“. Quelle: BKA

Rhein-Neckar, 06. Mai 2013. (red/pro) Heute beginnt der Prozess gegen Beate ZschĂ€pe sowie vier weitere Mitangeklagte vor dem Oberlandesgericht MĂŒnchen. Der „NSU-Prozess“ hat gigantische Dimensionen, was die Zahl der Opfer und NebenklĂ€ger, die Anklageschrift, die Zeugen oder die Zahl der Verhandlungstage angeht. Und vor allem das Interesse der Medien. Vor Gericht wird nicht ĂŒber den Journalismus verhandelt werden – aber jeder von uns wird sich ein Urteil ĂŒber die Berichterstattung der Medien machen. ZwangslĂ€ufig – denn die vertreten die Öffentlichkeit im Gericht. [Weiterlesen…]

Prozess gegen Heddesheimer beginnt Montag

Verdacht des versuchten Mordes und der gefÀhrlichen Körperverletzung

Heddesheim/Mannheim, 10. Februar 2012. Vor dem Landgericht Mannheim wird am Montag die Anklage gegen einen Heddesheimer wegen des Verdachts des versuchten Mordes und der gefĂ€hrlichen Körperverletzung verhandelt. Der Mann hatte eine Arbeitskollegin mit einem Messer so schwer verletzt, dass diese nur wegen „glĂŒcklicher“ UmstĂ€nde mit dem Leben davongekommen ist.

Das Verfahren wird vor der Strafkammer 1 – Schwurgericht unter dem Aktenzeichen 1 Ks 200 Js 14723/11 verhandelt. Angeklagt ist der Heddesheimer Stefan H., geb. 1982. Er wird von den Mannheimer AnwĂ€lten Lindberg und Slania verteidigt. Vertreterin der NebenklĂ€gerin ist RechtsanwĂ€ltin Hausen, Mannheim

Der Prozess beginnt am Montag, 13. Februar 2012, 09.00 Uhr. Fortsetzungstermine sind am 14., 15., 24. und 29. Februar 2012, jeweils 09.00 Uhr, geplant.

Das Landgericht Mannheim informiert ĂŒber den Prozess:

„Dem Angeklagten wird zur Last gelegt, er habe am 07.06.2011 kurz nach Mitternacht seine ehemalige Arbeitskollegin, die sich auf seine Bitte hin bereit erklĂ€rt hatte, ihn mit ihrem Pkw mit zu nehmen und an seiner Wohnung abzusetzen, unvermittelt nach der Ankunft in der NĂ€he der Wohnung noch im Pkw sitzend mit einem Messer angegriffen und ihr mit Tötungsvorsatz eine 10cm lange Schnittverletzung an der linken Halsseite zugefĂŒgt.

Es sei nur glĂŒcklichen UmstĂ€nden zu verdanken gewesen, dass die Verletzung nicht tödlich verlaufen sei. Die weiteren Stiche des Angeklagten habe die NebenklĂ€gerin abwehren können, wobei sie jedoch zahlreiche Schnittverletzungen davongetragen habe.

Schließlich habe der Angeklagte aufgrund der Hilferufe der NebenklĂ€gerin von ihr abgelassen und sei geflohen. Die Tat soll sich im nordöstlichen Teil des Landgerichtsbezirks ereignet haben. Der Angeklagte befindet sich in Untersuchungshaft.