Sonntag, 26. September 2021

Beruf – Information- Chance


Guten Tag!

Heddesheim, 26. September 2009. Die 11. Berufsinformationsbörse an der Johannes-Kepler-Schule hat wie gewohnt ein breites Informationsangebot fĂŒr die kĂŒnftigen Azubis und Lehrlinge prĂ€sentiert. 35 Firmen, Institutionen und VerbĂ€nde gaben Auskunft ĂŒber Berufsbilder und die nötigen Qualifikationen.

Pinar Sedefoglu ist ein Gewinn fĂŒr den Stand der Edeka. Frisch, aufgeschlossen, gesprĂ€chsbereit reprĂ€sentiert die junge Frau das, was sich Unternehmen wĂŒnschen: Motivierte Mitarbeiter.

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Azubine Pinar Sedefoglu (rechts) mit Kollegin: Die beiden sind "drin" und werben mit guter Laune und klaren Zielen fĂŒr den Berufseinstieg: Bild: hblog

Sehr sympathisch beantwortet die Auszubildende fĂŒr Groß- und Außenhandel Fragen zu ihrem Beruf. Die 23-jĂ€hrige Heddesheimerin ist nicht einfach „froh“, ihre Ausbildung bei Edeka zu machen, sondern: „Es macht wir total viel Spaß und ich strenge mich an. Ich bringe gerne Leistung und will mich nach dieser Ausbildung noch weiter qualifizieren.“

Ihr Weg bis zur Ausbildung bei Edeka: Werkrealschule, zwei Jahre Berufskolleg Fremdsprachen, Jobben, ein Praktikum bei Edeka und dann vor zwei Jahren die Ausbildungsstelle.

Sie ist „drin“ im Berufssystem. Sie hat Schule, Weiterbildung und dann den Schritt in den Beruf geschafft. Eine Ausbildungsstelle zu haben, die sie mit Freude macht, die sie motiviert und die ihr die Möglichkeit gibt, sich Ziele zu setzen.

DafĂŒr ist die Berufsbörse fĂŒr 370 SchĂŒler aus sieben Gemeinden da: Wege und Chancen in einen Beruf zu zeigen. Was werden, was tun? Hebamme, ein Beruf aus dem KFZ-Bereich, Bau, Handwerk, BĂŒro, Bundeswehr, Dienstleistung, kaufmĂ€nnische Berufe – die Angebote sind vielfĂ€ltig.

Die Interessen sind dabei bis heute noch sehr „klassisch“: „Die MĂ€dchen interessieren sich ĂŒberwiegend fĂŒr Pflegeberufe oder den medizinisch-helfenden Bereich, die Jungs eher fĂŒr Technik und kaufmĂ€nnische Berufe“, sagt Siegrid Wiedeck, verantwortlich fĂŒr die Organisation der Börse an der Johannes-Kepler-Schule.

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Bauberufe sind nicht sehr gefragt: "Dabei bieten diese Berufe ein große Befriedigung." Bild: hblog

Die Klassenstufen 7-10 sind eingeladen: „Ab der 8. Klasse sollte man eine Idee entwickeln, was man spĂ€ter tun möchte“, sagt die Lehrerin, die aktuell eine 8. Klasse unterrichtet.

Gar nicht im Trend sind Bauberufe. Ein Zimmermann, der sympathisch fĂŒr seinen Beruf wirbt, sagt: „Das ist harte Arbeit, aber auch eine sehr verantwortliche, denn man ist der Chef auf der Baustelle fĂŒr seine Arbeit.“ Doch seiner Meinung nach gibt es nicht viele, die sich dafĂŒr interessieren: „Bauberufe sind anstrengend. Das schreckt viele ab. Das ist schade, weil diese Berufe auf der anderen Seite auch viel Befriedigung geben können – mehr als andere Berufe.“

Sehr im Trend sind Berufsziele als Sachbearbeiter bei Versicherungen, Krankenkassen oder Banken: „Leider nehmen nur noch wenige Banken HauptschĂŒler oder WerkrealschĂŒler“, sagt eine Mutter, die ihren Sohn aber gerne bei der VR Bank unterbringen möchte: „Die geben noch Chancen.“

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Viele Informationen - viele Berufe - viele Fragen. Bild: hblog

Die SchĂŒlerin Melek SĂŒzer aus Schriesheim strebt den Beruf Automobilkauffrau an: „Mir hat das heute viel gebracht, ich habe einige informative GesprĂ€che gefĂŒhrt.“ Andre Schmidt, SchĂŒler an Johannes-Kepler-Schule, wĂŒrde gerne etwas im kaufmĂ€nnischen Bereich lernen. Sara HĂŒoĂŒk besucht die neunte Klasse in Heddesheim. Ihr Berufsziel: Hebamme. Vanessa Vierling kocht gerne in der Schule. Sehr grossen Wert legt sie aber auch auf Mathematik. Ihr persönliches Traumziel nach der zehnten Klasse ist Kosmetikerin.

Doch nicht nur die SchĂŒler interessieren sich auf dieser Berufsinformationsbörse: Es sind vor allem die Eltern, die versuchen, einen geeigneten Beruf fĂŒr die Tochter oder den Sohn zu finden.

heddesheimblog/ Mitarbeit: Hörst Pölitz