Donnerstag, 23. M├Ąrz 2023

Hauptversammlung der Vogelfreunde

Guten Tag!

Heddesheim, 03. April 2010. (red) Die Vogelfreunde- und pfleger haben dieses Jahr viel zu tun: 50 Jahre wird der Verein alt. Am 17. April kommen Natur- und Vogelfreunde aus ganz Baden-W├╝rttemberg nach Heddesheim.

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Die St├Ârche br├╝ten schon l├Ąngst wieder im Vogelpark. Bild: hblog

Im Jubil├Ąumsjahr richten die Vogelfreunde die diesj├Ąhrige Jahreshauptversammlung des VDW-Landesverbands am 17. April in Heddesheim aus (Verband Deutscher Waldvogelpfleger und Vogelsch├╝tzer e.V.).

Au├čerdem hat sich prominenter Besuch angesagt: Bernd Schmidbauer, Staatsminister a. D. wird als Pr├Ąsident des Bundesverband f├╝r fachgerechten Natur- und Artenschutz e.V. (BNA) Gru├čworte vortragen.

Am 27. M├Ąrz stand die eigene Jahreshauptversammlung auf dem Programm. Der Vorstand wurde insgesamt best├Ątigt, neuer Beisitzer ist Horst T├Ąubert. Martina und Andreas Schuster standen f├╝r die Jugendleitung aus beruflichen Gr├╝nden nicht mehr zur Verf├╝gung – Joerg Landenberger und Jeffery Gehlert ├╝bernehmen diese Aufgabe. Landenberger ist zudem 2. Vorsitzender, als 1. Vorsitzender wurde Werner Dostal best├Ątigt.

Zur Versammlung z├Ąhlte der Verein 244 Mitglieder, davon sind 25 Jugendliche und Kinder. Gerade der Nachwuchs ist Augapfel und Sorgenkind – wie bei vielen Vereinen: „Es ist nicht gelungen, pubert├Ątsbedingte Verluste stabil auszugleichen“, sagte Andreas Schuster.

Vor allem der Storchentag (13. Juni 2010), das Vogelparkfest (28. August 2010) und das Jugendferienprogramm sollen neue junge Mitglieder gewinnen.

Aus Sicht des Vereins wird das Grillfst am 1. Mai 2010 der wichtigste Termin im Jahr sein – hier werden traditionell die meisten Einnahmen erwirtschaftet: „2009 war das wieder ein toller Erfolg“, sagte Werner Dostal, der allen Helfern dankte. Rund ein Dutzend Mitglieder sind jedes Wochenende im Einsatz, um den Vogelpark zu pflegen. Der mit Abstand flei├čigste Vogelfreund ist Ulrich Landenberger (Zuchtwart und Kassierer), der wegen der F├╝tterung der Tiere t├Ąglich vor Ort ist.

Mit den Zuchterfolgen waren die Vereinsmitglieder „nicht so zufrieden, wie in den Jahren zuvor“, sage Landenberger, „obwohl wir trotzdem sehr gute Erfolge erzielen konnten.“

Georg Klemm stellte bei den Wellensittichen den besten Altvogel bei einer Schau in Weinheim-Sulzbach und erreichte mit seinen V├Âgeln mehrere Klassen- und Gruppensiege. Wolfgang Keller war mit seinen Farbkanarien sehr gut platziert, Christopher de Vita erreichte gute Platzierungen mit seinen Fife-Fancy Kanarien. Mehrere Gruppensiege erreichte Thomas Bischler mit seinen Gro├čsittichen. Erfolgreichster Z├╝chter ist Joerg Landenberger, der mit europ├Ąischen V├Âgeln und Exoten die Besten der Schau stellte – den Erfolg wiederholte er bei der Landesschau Baden-W├╝rttemberg.

Der Bericht des Naturschutzbeauftragten Kurt Klemm fiel in weiten Teilen negativ aus: „Die Haubenlerche darf in Heddesheim als ausgestorben gelten. Die Dorngrasm├╝cke ist verschwunden. Dasselbe gilt f├╝r Neunt├Âter, Gelbsp├Âtter, Raubw├╝rger, Blaukehlen, Trauerschn├Ąpper, Baumpieper, Feldschwirl, Grauammer, Goldammer und Wachtelk├Ânig.“

Keiner der V├Âgel konnte bei der Aktion „Bird-Watching“ mehr gesichtet werden. „Auch der Feldsperling ist bedenklich reduziert. Ganz schlecht sieht es mit Rebh├╝hnern, Wachteln und auch beim Jagdfasan aus.“

„Erfreulich ist, dass es nunmehr sieben Turmfalkenpaare gibt, die unsere k├╝nstlichen Brutm├Âglichkeiten angenommen haben“, sagte Klemm. ├â┼ôber den Winter f├╝tterte Klemm die Greife an einem „Luderplatz“. Rund 100 Nistk├Ąsten h├Ąngt der Verein auf Heddesheimer Gemarkung aus und hilft so den V├Âgeln, „die immer weniger Raum f├╝r die ungest├Ârte Aufzucht ihrer Brut haben.“

Anmerkung der Redaktion:
Alle Termine der Vogelfreunde finden Sie in unserem Terminkalender.

Einen sch├Ânen Tag w├╝nscht
Das heddesheimblog

Er├Âffnung Vogelpark: „Ein Ort der Ruhe und der Natur.“

Guten Tag!

Heddesheim, 27. M├Ąrz 2010. Heute ├Âffnet der Vogelpark f├╝r die Saison 2010. Und: Der Verein der Vogelfreunde und -pfleger 1960 e.V feiert dieses Jahr sein 50-j├Ąhriges Jubil├Ąum. Im Interview mit dem heddesheimblog sprechen Werner Dostal (Vorsitzender) und Ulrich Landenberger (Kassierer) ├╝ber das Heddesheimer Vogeljahr 2010.

Interview: Hardy Prothmann

Herr Dostal, Herr Landenberger: „Heute ├Âffnet der Vogelpark und der Verein feiert dieses Jahr sein 50-j├Ąhriges Jubil├Ąum. Was haben Sie f├╝r ein Programm geplant?“
Werner Dostal: „Wir haben insgesamt acht gro├če Veranstaltungen darunter die Jahreshauptversammlung des VDW (Verband deutscher Waldvogelpfleger- und Sch├╝tzer e. V.), unser Mai-Grillfest, das Vogelparkfest und den Jubil├Ąumsabend. Da ist viel zu tun, aber wir freuen uns drauf.“

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Werner Dostal ist Vorsitzender der Vogelfreunde. Bild: hblog

Und der Vogelexperte, Professor Berthold hat sich angesagt?
Dostal: „Ja, auf Vermittlung von Kurt Klemm. ├â┼ôber den Besuch freuen wir uns nat├╝rlich sehr.“

Auch im Vogelpark ist immer etwas zu tun. Wie haben die Tiere den Winter ├╝berstanden?
Ulrich Landenberger: „Insgesamt gut – ein, zwei V├Âgel aus dem Freigehege sind nicht mehr da – so ist halt die Natur. Obs einen Unfall oder eine Begegnung mit einem Bussard gab, wissen wir nicht.“

Es gab auch schon Probleme mit F├╝chsen?
Landenberger: „Leider. Wir haben das Loch im Zaun gefunden und seit drei Jahren haben wir und die V├Âgel Ruhe.“

Sind die St├Ârche schon zur├╝ck?
Landenberger: „Die sind zur├╝ck und br├╝ten schon, sowohl die „wilden“ St├Ârche als auch unsere St├Ârche in der Voliere, die wegen ihrer Flugunf├Ąhigkeit st├Ąndig bei uns leben. Ab Mitte bis Ende April werden die Jungen schl├╝pfen.“

Sind die St├Ârche die Hauptattraktion des Vogelparks?
Dostal: „Viele kommen wegen der St├Ârche, aber nat├╝rlich machen auch unser sch├Âner Pfau, die vorlauten Beos oder auch der „Lustige Hans“ unseren Besuchern viel Spa├č. Insgesamt ist der Vogelpark ein Ort der Ruhe und der Natur, das gef├Ąllt den Besuchern.“

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Ulrich Landenberger ist Kassier des Vereins, k├╝mmert sich aber vor allem um die "Verpflegung" der V├Âgel. Bild: hblog

Wie sieht es mit der Situation des Vereins aus?
Landenberger: „Gut bis sehr gut. Wir haben rund 250 Mitglieder und mit f├╝nfzehn Jugendlichen eine aktive Jugendgruppe. Und viele Helfer, die sich sehr gut um den Park k├╝mmern – ohne die k├Ânnten wir das nicht leisten.“

Sie haben aber auch einen sehr erfolgreichen Z├╝chter im Verein, Joerg Landenberger. Wie wichtig ist das?
Dostal: „Die Arbeit von Joerg (Sohn von Ulrich Landenberger, Anm. d. Red.) f├╝r den Verein ist sehr wichtig. Privat z├╝chtet er zudem Prachtfinken und ist damit sehr erfolgreich. Diese Erfolge sind nat├╝rlich Werbung f├╝r ihn und auch f├╝r uns.“

A propos Erfolg – den braucht es auch finanziell, der Vogelpark ist teuer.
Dostal: „Wir brauchen rund 5.000 Euro im Jahr, vor allem f├╝r Futter, aber auch f├╝r Material. Beispielsweise m├╝ssen wir dieses Jahr ein neues Netz (600 Euro) f├╝r die gro├če Voliere anschaffen, weil das alte br├╝chig wird. Neben den Mitgliedsbeitr├Ągen ist unsere Haupteinnahmequelle das Maifest. Wenn das gut l├Ąuft, sind wir sehr beruhigt.“

Sind Sie mit der Situation des Teilst├╝cks des neuen Rundwegs um den Badesee zufrieden?
Dostal: „Ja, das wurde so umgesetzt wie ausgehandelt. Wir werden drei B├Ąume zur Bepflanzung spenden und die Patenschaft f├╝r deren Pflege ├╝bernehmen.“

Apropos Patenschaft. Gibt es die Storchenpatenschaft wieder?
Dostal (lacht): „Na klar. Im Juni, zum Tag des Storchs.“

Link:
Link: Der Vogelverein im Internet

Tipp:
Alle Termine zum Vogelpark und den Vogelfreunden finden Sie in unserem Terminkalender Heddesheim. Wenn Sie rechts oben im Kalender auf „Termin├╝bersicht“ klicken – k├Ânnen Sie Kalender durch Anklicken ab- und ausw├Ąhlen. W├Ąhlen Sie beispielsweise alle anderen Kalender ab – sehen Sie nur noch die Termine f├╝r den Vogelverein.

Einw├Ąnde, Einw├Ąnde, Einw├Ąnde – das Prinzip Hoffnung oder eine „Chance“?

Guten Tag!

Heddesheim, 24. M├Ąrz 2010. Rund 140 B├╝rgerInnen sind zur Informationsveranstaltung des Ortsverbands B├╝ndnis90/Die Gr├╝nen zusammen mit BUND und der IG neinzupfenning gekommen.

Das Thema des Abends: Wie formuliert man einen Einwand gegen die geplante „Pfenning“-Ansiedlung?├é┬áUnd: Welchen Sinn machen Einspr├╝che?

Gemeinder├Ąte der Fraktion B├╝ndnis90/Die Gr├╝nen informierten umfassend. Die B├╝rger stellten Fragen: „Bringen Einw├Ąnde wirklich was oder ist das nur eine Besch├Ąftigungstherapie f├╝r die Verwaltung?“. Klage-Gemeinschaft angeregt.

Von Hardy Prothmann

Wie viele B├╝rgerInnen werden kommen? 20? 50? Oder mehr? Vielleicht sogar 100? Die Veranstalter hofften, dass es mehr als 50 werden w├╝rden und sie hofften auf die Zahl 100.

„Bammel“ vor dem eigenen Erfolg.

Denn „gef├╝hlt“ ist das B├╝rgerhaus dann zwar nicht voll, aber gut „gef├╝llt“.

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Viele neue Gesichter: B├╝rgerInnen informieren sich ├╝ber Einspr├╝che gegen "Pfenning". Bild: hblog

Es kamen mehr: Rund 140 B├╝rgerinnen und B├╝rger der Gemeinde wollten wissen, was B├╝ndnis90/Die Gr├╝nen, BUND und die „IG neinzupfenning“ zum Thema „Einspruch“ zu sagen hatten. Viele der G├Ąste waren schon auf fr├╝heren Veranstaltungen – ├╝berraschend waren die vielen „neuen Gesichter“.

„Ihr Einwand hat Gewicht“, ist das wichtigste Argument des Abends. Ein Appell.

Andreas Schuster beginnt als Moderator: „Einw├Ąnde m├╝ssen geh├Ârt und gepr├╝ft werden.“

Andreas Schuster ist einer der neu gew├Ąhlten Gr├╝nen-Gemeinder├Ąte. Im Hauptberuf ist er Manager in einer Werbe-Agentur.

Privat ist er immer f├╝r einen Scherz zu haben. Auch heute Abend scherzt er, um die Stimmung zu lockern – aber er wei├č um den Ernst der Lage: Die B├╝rger haben es in der Hand, mit ihren Einw├Ąnden ihre demokratischen Rechte wahr zu nehmen.

Im Gemeinderat hat er sich bislang vor allem als Vermittler hervorgetan. Er mahnt dort Ãœbertretungen an und appelliert an das Miteinander.

Andreas Schuster vermittelt.

Auch an diesem Abend ist er Vermittler: „Sie haben das demokratische Recht, ihre Meinung, ihren Einspruch zu ├Ąu├čern“, sagt er. Und: „Aber diesen m├╝ssen Sie hinreichend definieren, sprich begr├╝nden.“

Andreas Schuster macht den ein oder anderen Scherz, bleibt aber ungewohnt ernst, denn als Werbefachmann kennt er sich mit Psychologie aus: „Was n├╝tzt schon ein einzelner Einwand?“ Er kennt die Antwort: „Wenig.“

Heute Abend will er viele Menschen erreichen: „Schreiben Sie Ihre Sorgen und ├âÔÇ×ngste auf. Sprechen Sie ihre Freunde an. Eine Demokratie darf das nicht ignorieren.“

Er wei├č auch um die Macht der Vielen: „Viele Einspr├╝che hingegen kann man nicht ignorieren. Ihr Einspruch ist wichtig. Viele Einspr├╝che sind noch wichtiger.“

Appell: „├â┼ôben Sie Ihr Recht aus!“ Andreas Schuster

Und: „Es gibt keine Grund Angst zu haben – Sie haben das Recht zum Einspruch, lassen Sie sich nicht von den Formalit├Ąten abschrecken. ├â┼ôben Sie ihr Recht aus. Formulieren Sie mit eigenen Worten was Sie st├Ârt, einfach, pers├Ânlich, begr├╝ndet.“

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Andreas Schuster moderiert vorbildlich: "Legen Sie Einspruch ein - das ist Ihr Recht." Bild: hblog

Schuster informiert seri├Âs dar├╝ber, wie „formgerechte Antr├Ąge“ zu stellen sind und sagt: „Es hindert Sie niemand daran, die Verwaltung um eine pers├Ânliche Stellungnahme zu bitten. Ob dieser Bitte entsprochen wird, sei dahingestellt, es gibt daf├╝r keine Verpflichtung seitens der Gemeinde.“

Die Deutung, dass sich eine Gemeinde zu einer Antwort an B├╝rgerInnen verpflichtet f├╝hlen sollte, l├Ąsst er dahingestellt.

Klaus Schuhmann ├╝bernimmt: „Viele sagen immer wieder, dass sind doch nur Waschmittel, was der Pfenning da lagert. Das ist falsch – in diesen Mengen ist das ein Chemielager. Und au├čer Waschmittel k├Ânnen dort auch andere Stoffe gelagert werden.“

„Unseri├Âse Informationspolitik von pfenning“.

Die Kritik zielt auf die „unseri├Âse“ Informationspolitik von „Pfenning“: „Nach den gesetzlichen Vorschriften ist wahrscheinlich alles zul├Ąssig, was Pfenning plant, aber wollen wir das, was „zul├Ąssig“ ist?“

Schuhmann ist ein erfahrener Gemeinderat, kennt Gutachten, Verfahren. Er informiert ├╝ber Versprechungen und Erfahrungen: „Was nicht genau geregelt wird, nimmt irgendeine Entwicklung.“

Kurt Klemm, parteiloser Gemeinderat der Gr├╝nen und als Neu-Gemeinderat mit dem sensationellsten Wahlerfolg aller (Heddesheimer) Zeiten kurz hinter die CDU-Stimmk├Ânigin Ursula Brechtel gew├Ąhlt (die massiv Stimmen verloren hat) redet ├╝ber das, was sein Herz und das seiner W├Ąhler bewegt: Naturschutz.

Kurt Klemm war viele Jahre als Hausmeister f├╝r die Gemeinde t├Ątig und ist nun im Ruhestand. Er redet ├╝ber Fauna und Flora, ├╝ber Tiere, Natur, den Menschen und wie das alles zusammenpasst.

Kurt Klemm bekommt als Umweltexperte viel Applaus.

Er bekommt den meisten Applaus des Abends, bringt die Anwesenden zum Lachen – oft mit Ironie. Beispielsweise zum „Umweltgutachten“, dass er rundherum ablehnt: „Das ist das Papier nicht wert, auf dem es geschrieben ist. „Angeblich wurden nur drei gesch├╝tzte Vogelarten „gesichtet“, sagt er: „Ich verspreche Ihnen, gehen Sie mit mir dahin und ich zeige Ihnen mindestens acht davon und mehr als einen einsamen Feldhasen.“

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Kurt Klemm mahnt den Naturschutz an. Bild: hblog

Immer wieder applaudieren die Menschen im Saal dem Redner, der kein professioneller ist. Der Applaus gilt den Hasen, den gesch├╝tzten Vogelarten, und vor allem einem, der sich daf├╝r einsetzt. Das ist deutlich zu sp├╝ren.

Kurt Klemm pr├Ąsentiert sich gut. Er ist Sympathietr├Ąger, weil die Menschen sp├╝ren, dass da einer redet, der wei├č, was er sagt und der daf├╝r einsteht. Kurt Klemm hat eine Meinung, die er vertritt. Kenntnisreich, kritisch, umfassend, direkt.

Kurt Klemm: „Ich will mich an „Spekulationen“ nicht beteiligen.“
Die Ironie sitzt: Nat├╝rlich spekuliert Klemm – f├╝r die Natur.

Das gef├Ąllt den B├╝rgerInnen. Zum Ende seines Vortrags sagt er: „Ich will mich aber an Spekulationen nicht beteiligen.“ Die meisten Anwesenden sind ├╝ber die Medien informiert, verstehen den Witz und applaudieren.

G├╝nther Heinisch referiert als „Verkehrsexperte“. Der Mann ist studierter Psychologe, hat aber umfangreich zum Thema „Pfenning“ recherchiert. Vor allem zum Verkehr. Dazu hat Heinisch viel zu sagen.

Undankbarerweise kann G├╝nther Heinisch keine emotionalen Tierbilder zeigen – aber auch seine Schaubilder sind deutlich: „Der ultimative Logistik-Standort der 80-Jahre hat sich zur Falle entwickelt“, sagt der Diplom-Psychologe, der durch die Besch├Ąftigung mit dem Verkehr, zum Verkehrsexperten der Gr├╝nen wurde.

„Zwei bis drei Mal pro Woche ist die A5 dicht, die Kreisel in Hirschberg und Heddesheim sind zu dicht.“

Heinisch kritisiert, dass der Verkehrsgutachter Burkhard Leutwein zu „willf├Ąhrig“ ist, sich zur sehr auf „Angaben“ verlassen und einen „Kreiselzustand D“ noch als gut bezeichnen, wo doch F die letzte Stufe des Zusammenbruchs darstellt.

Massive B├╝rgerkritiken.

„Auch das Polizeipr├Ąsidium Mannheim hat den zu klein dimensionierten Kreisel kritisiert – das wurde mit 12:9 im Gemeinderat abgeb├╝gelt. Wahrscheinlich, weil die 12 denken, dass die Polizei keine Ahnung hat“, sagte Heinisch. Sicherlich auch in Anspielung darauf, dass einer der „zw├Âlf“ Gemeinder├Ąte, Walter Gerwien, Polizist ist.

Ein anderer B├╝rger kritisiert: „Geht es hier nur um eine Besch├Ąftigungstherapie f├╝r Gemeindeangestellte?“. „Nein“, sagte Heinisch: „Erstens haben B├╝rgerInnen das Recht, Ihre Meinung und Ihre Bedenken zu ├Ąu├čern. Zweitens geht es darum, ein Signal zu geben.“

Eine B├╝rgerin will wissen: „Hat die Gemeinde Einfluss auf das Konklomerat der Firmen, die beteiligt sind? Warum gibt es keine Aufkl├Ąrung ├╝ber die beteiligten Firmen?

Richard Landenberger vom BUND sagte: „Keine Sorge – es geht um mehr als um eine Besch├Ąftigungstherapie: Unser Demokratie wird uns nicht geschenkt. Wir k├Ânnen und m├╝ssen uns einbringen – das steht uns gut an.“

Ein B├╝rger kritisierte die unzureichende Ausstattung der Feuerwehr: „Bei einem Lager dieser Gr├Â├če hat die Heddesheimer Feuerwehr keine ausreichenden Mittel.“

Ein anderer B├╝rger regte an, eine „Klage-Gemeinschaft“ zu bilden: „Vors Verwaltungsgericht zu ziehen, ist f├╝r den einzelnen schwer, f├╝r viele einfach.“

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Rund 140 B├╝rgerInnen sind gekommen: Sie sind konzentriert und wollen Informationen. Bild: hblog

Es meldeten sich Neub├╝rgerinnen: „Wir waren vom Freizeitwert ├╝berzeugt. Die Frage, wie die Kinder die Querung dieser Stra├če bew├Ąltigen sollen, hat die Gemeinde seit eineinhalb Jahren unbeantwortet gelassen – das ist eine ├╝bergeordnete Stra├če. Herr Kessler f├╝hlt sich nicht zust├Ąndig.“

Eine andere B├╝rgerin sagte: „Wir hatten f├╝r unsere Ansiedlung die Wahl zwischen Schriesheim, Dossenheim und Heddesheim. Heddesheim hat mit seinem hohen Freizeitwert geworben – die Preise waren g├╝nstiger. Heute begreife ich – das war eine Mogelpackung.“

Immer wieder war die Formel 12:9 Thema der Versammlung: Zw├Âlf Gemeinder├Ąte f├╝r Pfenning, neun dagegen: „Welche Chance gibt es, diese Koalition aufzul├Âsen?“, fragte eine B├╝rgerin: „Was, wenn das erste Kind auf der Ringstra├če durch einen Lkw totgefahren wird? Erinnern sich die „Zw├Âlf“ dann an ihre Verantwortung?“

Nach der Pr├Ąsentation der Veranstalter wurde die Debatte emotional – aber sie blieb ├╝berwiegend n├╝chtern.

12:9 beginnt, ein Symbol zu werden – f├╝r Intoleranz und Ignoranz.

Trotzdem wurde „spekuliert“: „Was, wenn das Ganze nichts anderes als ein Spekulationsobjekt ist? Der Investor ist nicht „Pfenning“, sondern eine unkontrollierbare „Phoenix 2010″. Die Gemeinde k├Ânnte f├╝r die Eigent├╝mer und die Kommune das Gel├Ąnde besser vermarkten. Wenn die Eigent├╝mer spitz kriegen, dass mittlerweile ├╝ber 120-140 Euro f├╝r das nicht-verkaufte Grundst├╝ck spekuliert wird – dann sehe ich viele Leute heulen, die ├╝ber den Tisch gezogen wurden,“ sagte uns ein Informant.

Aus Sicht des Informanten ist auch das eine Chance: Die Frage an die Grundst├╝ckseigent├╝mer, ob sie sich wirklich mit 47 Euro zufrieden geben wollen, w├Ąhrend andere mindestens 120 Euro realisieren werden.

Doch das ist eine pers├Ânliche Entscheidung – keine des Gemeinderats, wie uns ein anderer Teilnehmer am Rande der Sitzung sagte.

„Pfenning“ geht in den n├Ąchsten Wochen in die entscheidende Phase: Einspr├╝che m├╝ssen best├Ątigt und gepr├╝ft werden – ├â┼ôberraschungen seitens Kesslers und seinen Angestellten seien eher nicht zu erwarten.

Mehrere Dienstaufsichtsbeschwerden gegen B├╝rgermeister Kessler

Guten Tag!

Heddesheim, 14. M├Ąrz 2010. Gegen den Heddesheimer B├╝rgermeister Michael Kessler sind mehrere Dienstaufsichtsbeschwerden beim Kommunalrechtsamt anh├Ąngig. Die Vorw├╝rfe: Falsche Tatsachenbehauptungen, Unterstellung und Verletzung des Datenschutzes.

Nach Informationen des heddesheimblogs sind mehrere Dienstaufsichtsbeschwerden bei der Rechtsaufsichtsbeh├Ârde, dem Kommunalrechtsamt in Heidelberg, gegen den Heddesheimer B├╝rgermeister Michael Kessler anh├Ąngig. Darin werden ihm die Verletzung des Datenschutzes sowie falsche Tatsachenbehauptungen vorgeworfen.

Eine der Dienstaufsichtsbeschwerden ist ├Âffentlich im Internet einsehbar – auf der homepage der „IG neinzupfenning“. Die Interessengemeinschaft fordert darin eine ├Âffentliche Entschuldigung des B├╝rgermeisters.

Folgenden Sachverhalt f├╝hrt die Interessengemeinschaft an:
„In der ├Âffentlichen Gemeinderatssitzung am 25. Februar 2010 hat Herr B├╝rgermeister Kessler f├╝r alle anwesenden Personen h├Ârbar bekannt gegeben ein Mitglied der IG habe Einspruch beim Kommunalrechtsamt zur Wahl des Umlegungsausschuss eingelegt, er wolle dazu nicht reagieren, da sonst Aussage gegen Aussage stehen w├╝rde. Eine Neuwahl des Umlegungsausschusses wird f├╝r M├Ąrz 2010 anberaumt.“

Als Begr├╝ndung f├╝r die Dienstaufsichtsbeschwerde f├╝hrt die Interessengemeinschaft an:
„Es gibt keine Mitglieder der IG, da es sich um eine freie Interessengemeinschaft handelt, der jeder B├╝rger angeh├Âren kann, die keinerlei Vereins- und Rechtsstatus hat und somit ist niemand der IG (gemeint hat er wohl die IG NeinzuPfenning)als Einzelperson ansprechbar.
Gro├čen Wert legen wir auf die Feststellung, dass ein B├╝rger der Gemeinde Heddesheim seinen pers├Ânlichen Einspruch formuliert und eingereicht hat. Hieraus eine Verbindung zur IG NeinzuPfenning herzustellen betrachten wir als eine Unterstellung.“

Tats├Ąchlich haben gut 60 Zeugen die Aussagen des B├╝rgermeisters h├Âren k├Ânnen – er hat einen deutlichen Bezug zur „IG neinzupfenning“ hergestellt. Tats├Ąchlich hatte ein B├╝rger unter seinem Namen diese Beschwerde eingereicht – den Bezug hat der B├╝rgermeister hergestellt. Damit schafft der B├╝rgermeister eine Verbindung zu allen anderen B├╝rgerinnen und B├╝rgern, die sich in der „IG neinzupfenning“ gegen die geplante „Pfenning“-Ansiedlung engagieren. Doch das ist nicht der Fall.

Der B├╝rgermeister, der besonders gegen├╝ber Kurt Klemm, Gemeinderat der Gr├╝nen, mehrfach angemahnt hat, keine nicht-├Âffentlichen Informationen – auch nicht andeutungsweise – ├Âffentlich in die Debatte zu bringen, kommt damit in Erkl├Ąrungsn├Âte.

Korrekterweise h├Ątte B├╝rgermeister Kessler die ├ľffentlichkeit ├╝ber eine Beschwerde gegen eine fehlerhafte Wahl unterrichten m├╝ssen – aber ohne jeden Bezug zu einer Person, einer Firma, einem Verein oder einer Interessengemeinschaft. Offensichtlich war ihm aber daran gelegen, den vermeintlichen Urheber der Beschwerde zu benennen – ein klarer Versto├č gegen die von ihm selbst sonst so eng ausgelegten Regeln.

Der Redaktion liegen belegte Informationen f├╝r weitere Dienstaufsichtsbeschwerden vor. Um der Amtspr├╝fung nicht vorzugreifen – stellen wir eine Ver├Âffentlichung noch zur├╝ck.

Einen sch├Ânen Tag w├╝nscht
Das heddesheimblog

Leserbrief: Nur noch vermeintliche Formfehler der „Gegner“ im Sinn

Guten Tag!

Heddesheim, 05. Februar 2010.

Leserbrief: „Die verworrenen Thesen des Dr. Josef Doll

Als Gemeinderat kann ich den Ausf├╝hrungen von Herrn Prothmann nur zustimmen.

Nicht nur die Thesen sind verworren. Wer Herrn Dr. Doll die vergangenen Monate in den Sitzungen erleben durfte und die gleiche Person von fr├╝her her kennt, muss erstaunt feststellen, dass auch der Mensch Dr. Doll verworren daherkommt und man sich schon Sorgen machen muss.

Anstatt sich auf die Arbeit in den Sitzungen zu konzentrieren, besteht sein Tun nur noch darin, Herrn Prothmann und die Fraktion der Gr├╝nen auf vermeintliche Formfehler aufmerksam zu machen, um diese dann breit und lang und leider immer ├Âfter falsch darzulegen.

Das Wort (Pfenning-)“Gegner“ scheint er aus seinem akademischen Kopf nicht mehr heraus zu bekommen, was auf Dauer zu Schlafst├Ârungen f├╝hren kann.

Wie tief muss bei solch einem Menschen der Stachel des Wahldebakels aus der vergangenen Gemeinderatswahl sitzen? Denn nur so ist sein gekr├Ąnktes Verhalten zu erkl├Ąren.

Ich w├╝rde ihm empfehlen, nicht immer so beleidigt zu uns Gr├╝nen her├╝berzuschauen, sondern sich auch mal zur Seite zu drehen: Dann wird er feststellen, dass es seine Fraktionskollegin und seine Kollegen auch noch gibt. Die melden sich aber kaum noch zu Wort, vielleicht, um ja keinen Fehler zu begehen oder um ihren Fraktionsvorsitzenden nicht zu unterbrechen.

Man sollte ihm m├Âglichst zu einem l├Ąngeren Urlaub raten. Am besten auf dem Mars. Dort hat er die Garantie, nichts Gr├╝nem zu begegnen. Es sei denn, die gr├╝nen M├Ąnnchen gibt es tats├Ąchlich.

Kurt Klemm, Gemeinderat in der Fraktion von B├╝ndnis90/Die Gr├╝nen

Anm. d. Red.: Leserbriefe geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion wieder, sondern sind eine eigenverantwortliche Meinungs├Ąu├čerung der Verfasser. Die Redaktion des heddesheimblogs nimmt eine inhaltliche Pr├╝fung vor. Sofern Meinungs├Ąu├čerungen nicht gegen geltendes Recht versto├čen und Tatsachenbehauptungen belegt werden, ver├Âffentlichen wir in aller Regel jede Leserbrief im Sinne einer gr├Â├čtm├Âglichen Transparenz.

Dokumentation: Was nicht ins Protokoll soll – der Redebeitrag von Kurt Klemm

Guten Tag

Heddesheim, 22. Januar 2010. Kurt Klemm, parteiloses Mitglied der Fraktion B├╝ndnis90/Die Gr├╝nen, kritisierte, dass seine Stellungnahme zum Umlegungsausschuss nicht im Protokoll der Gemeinderatssitzung vom 17. Dezember 2010 aufgef├╝hrt ist. Seinem Wunsch, diese Stellungnahme nachtr├Ąglich ins Protokoll einzuf├╝gen, wurde nicht statt gegeben.
Die Mehrheit des Gemeinderats stimmte dagegen. Die Fraktionskollegen G├╝nther Heinisch und Rainer Edinger verlangten ebenfalls Erg├Ąnzungen des Protokolls, was durch die Mehrheit des Gemeinderats beschlossen wurde. Das
heddesheimblog dokumentiert den Wortbeitrag von Kurt Klemm, der nach dem Willen der Mehrheit des Gemeinderats nicht im Protokoll der Sitzung stehen darf. Angeblich aus „formalen Gr├╝nden“.

Dokumentation
Redebeitrag von Kurt Klemm zu Tagesordnungspunkt 10 der Gemeinderatssitzung vom 17. Dezember 2009:
Umlegung „N├Ârdlich der Benzstra├če“
– Anordnung der Umlegung
– Bildung eines nichtst├Ąndigen Umlegungsausschusses

Appelliert an die Moral: Kurt Klemm. Bild: privat

„Herr B├╝rgermeister, meine Damen und Herren des Gemeinderats.

Mit der Anordnung der Umlegung „N├Ârdlich der Benzstra├če“ wird f├╝r mich ganz klar der Versuch unternommen, sich fremden Eigentums zu erm├Ąchtigen.

Diese, durch etliche Paragraphen bestimmte Anordnung, siehe Vorlage, hat nur ein Ziel: Den Willen eines ehrenhaften B├╝rgers zu brechen. Und Sie, meine Damen und Herren von CDU, SPD und FDP sind eifrig dabei, dieses moralische Unrecht zu unterst├╝tzen.

Mit diesem Umlegungsbeschluss soll ein B├╝rger massiv unter Druck gesetzt werden.

Dieser Aufwand wird nur getrieben, um jemanden weich zu klopfen. Einen ehrenwerten Mann, der den Mut hatte, sein Grundst├╝ck nicht zu einem Dumpingpreis an die Firma „Pfenning“ zu verkaufen.
An Ihren Gesichtern, Kolleginnen und Kollegen, kann ich deutlich ablesen, das Sie mir gleich die Gesetze um die Ohren hauen, die Sie f├╝r dieses Tun berechtigt.

Aber kein Gesetz der Welt sch├╝tzt uns davor, menschliche und moralische Werte mit F├╝├čen zu treten.

Halten Sie inne und besinnen Sie sich auf den Eid, den Sie hier geschworen haben, n├Ąmlich, jeglichen Schaden von unserer Gemeinde und ihren B├╝rgern abzuwenden.

Sie sind im Begriff ein gro├čes Unrecht zu begehen.“

Einen sch├Ânen Tag w├╝nscht
Das heddesheimblog

Lange Debatte ├╝ber „Formalit├Ąten“

Guten Tag!

Heddesheim, 22. Januar 2010. (p├Âl/red) Der Heddesheimer Gemeinderat hatte am Donnerstag, den 21. Januar 2010 nur wenige Punkte auf der Liste. Trotzdem wurde in der Sitzung lebhaft diskutiert. ├â┼ôber „Formalit├Ąten“. Konkret ├╝ber die Protokollf├╝hrung.

Drei Gemeinder├Ąte der zweitst├Ąrksten Fraktion B├╝ndnis90/Die Gr├╝nen waren mit dem Protokoll der Sitzung vom 17. Dezember 2009 nicht einverstanden.

G├╝nther Heinisch sah seine Wortbeitr├Ąge f├╝r die Fraktion verk├╝rzt wiedergegeben und forderte, dass die Aussage „das Eigentumsrecht ist ein h├Âheres Recht als Paragraphen des Baugesetzbuches“ in das Protokoll ├╝bernommen wird. Heinisch gab zu bedenken, dass die Gemeinde mit einem Umlegungsausschuss m├Âglicherweise einen teuren Rechtsstreit provoziere, der nur wenige Chancen auf Erfolg habe.

Um Schaden von der Gemeinde abzuwenden, solle auf die geplante Umlegung eines Grundst├╝cks auf dem Gel├Ąnde der geplanten Ansiedlung der Unternehmensgruppe „Pfenning“ verzichtet werden.

Dazu wiederholte er seinen Redebeitrag aus der vergangenen Sitzung. Weil das dem B├╝rgermeister Michael Kessler zu schnell ging, forderte dieser Heinisch auf, den Beitrag nochmals zu wiederholen. Heinisch wiederholte daraufhin den Wortbeitrag.

Sein Fraktionskollege Kurt Klemm monierte, dass seine Erkl├Ąrung aus der vergangenen Sitzung auch nicht im Ansatz im Protokoll wieder zu finden sei und verlas diese ebenfalls noch einmal.

Darin setzt Klemm die geplante Umlegung eines Grundst├╝cks auf dem Gel├Ąnde der geplanten „Pfenning“-Ansiedlung mit einer „Enteignung“ gleich. B├╝rgermeister Michael Kessler sagte, dann m├╝sse aber auch seine Erwiderung ins Protokoll aufgenommen werden, dass dem nicht so sei und Herr Klemm aufpassen m├╝sse, keine „nicht-├Âffentlichen“ Details ├╝ber Personen ├Âffentlich zu machen.

Kurt Klemm hatte in seinem Beitrag aber keine Namen genannt.

Der B├╝rgermeister empfahl dem Gemeinderat in einer Abstimmung ├╝ber die Korrektur des Protokolls zu entscheiden. Den Antrag Heinischs unterst├╝tze er, den von Klemm nicht.

Der Gemeinderat Hardy Prothmann (verantwortlich f├╝r das heddesheimblog, Anm. d. Red.) fragte daraufhin, ob nicht auch der B├╝rgermeister die ├â┼ôbernahme seines Redebeitrags explizit h├Ątte ausdr├╝cken m├╝ssen oder ob es einen Unterschied in der Gewichtung von B├╝rgermeister-Redebeitr├Ągen und Gemeinderat-Redebeitr├Ągen gebe.

Seiner Auffassung nach sitzen im Gemeinderat 23 gleichberechtigte Mitglieder, 22 Gemeinder├Ąt(innen) und der B├╝rgermeister als Leiter der Sitzung.

Auch der Gemeinderat Rainer Edinger (Gr├╝ne) kritisierte, dass sein Wortbeitrag zu den Friedhofsgeb├╝hren nur unzureichend im Protokoll zu finden sei. Er wiederholte deshalb seinen Beitrag und bot der Verwaltung an, diesen schriftlich vorzulegen.

Im Gemeinderat wurde dar├╝ber heftig diskutiert. Der CDU-Fraktionsvorsitzende Dr. Josef Doll zitierte aus der Zeitschrift „Die Gemeinde“, dass ein Protokoll den Verlauf einer Sitzung wiederzugeben habe, aber ein Wortprotokoll nicht notwendig sei.

Rainer Edinger entgegnete, dass dies ├╝berhaupt nicht verlangt werde: „Wor├╝ber diskutieren wir hier eigentlich? Ich war schon einmal f├╝nfzehn Jahre lang Gemeinderat hier und habe damals nie erlebt, dass dem Wunsch auf Erg├Ąnzung des Protokolls nicht entsprochen wurde. Es kann doch wohl nicht sein, dass Stellungnahmen nicht wenigstens sinngem├Ą├č im Protokoll abgebildet werden?“

B├╝rgermeister Michael Kessler sagte: „Wir haben das gepr├╝ft. Sie k├Ânnen im Nachhinein keine w├Ârtlichen ├â┼ôbernahmen verlangen. Wir werden formal, wenn von der anderen Seite formalisiert wird.“

Wieder wurde heftig diskutiert. Letztlich empfahl B├╝rgermeister Kessler, die Erg├Ąnzungen von Edinger und Heinisch zu ├╝bernehmen und die von Klemm abzulehnen, was der Gemeinderat so beschloss.

Zuvor hatte Gemeinedrat Kurt Klemm aber darum gebeten, dass sein erneut vorgebrachter Wortbeitrag im aktuellen Protokoll ├╝bernommen wird.

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Birdwatching als Volkssport

Guten Tag!

Heddesheim, 09. Januar 2010. Der Verein der Vogelfreunde- und pfleger feiert 2010 sein 50-j├Ąhriges Jubil├Ąum. Das heddesheimblog unterst├╝tzt den Verein gerne und ver├Âffentlicht in lockerer Folge Texte, die immer ein Thema haben: V├Âgel.

Gastbeitrag
Kurt Klemm, Verein der Vogelfreunde und -pfleger 1960 Heddesheim e.V.

vogel

Bild: Verein der Vogelfreunde und -pfleger 1960 e.V.

Haben Sie schon einmal etwas von Birdwatching geh├Ârt? Nein? Dann sollten Sie mal nach Gro├čbritannien, in die Niederlande oder in die USA schauen. Dort hat „Birdwatching“ schon die Form eines Volkssports angenommen.

Die Zahl der Menschen, die sich f├╝r V├Âgel interessieren, hat in den vergangenen Jahrzehnten stark zugenommen. Beobachtungen von Seltenheiten bringen Vogelbilder auf die Titel der Tageszeitungen oder werden in den Nachrichten des lokalen Fernsehens erw├Ąhnt.

So weit ist es in Deutschland noch nicht, doch auch hier nimmt die Zahl der Vogelbegeisterten zu. Beobachter der Szene schwanken bei ihren Sch├Ątzungen von einigen oder mehreren Hunderttausend bis zu ├╝ber einer Million Vogelbeobachtern in Deutschland.

Auch Sie k├Ânnten dazu geh├Âren, der Vogelverein, der in diesem Jahr sein 50. Vereinsjubil├Ąum ruft alle Einwohner Heddesheims dazu auf. Das Alter spielt hierbei keine Rolle, sie m├╝ssen nur die Augen und Ohren offenhalten, dann gelingt auch ihnen die eine oder andere Vogelbeobachtung.

„Das Jahr der Heddesheimer V├Âgel“ ist das Motto unseres Jubil├Ąumsjahres, dabei m├Âchten wir mit Ihrer Mithilfe feststellen, wie viele Vogelarten auf unserer Gemarkung noch vorkommen. Ob am Haus, oder im Garten, bei einem Feldspaziergang egal wo, versuchen Sie festzustellen, ob Ihnen die Vogelart, die Sie gerade beobachten, bekannt ist.

Der Vogelverein gibt Ihnen dabei Hilfestellungen, die Ihnen das Bestimmen der V├Âgel leichter macht. Gerade jetzt am Futterhaus bietet sich hierzu die beste Gelegenheit, so nah werden sie unseren V├Âgel in der Feldflur nicht mehr kommen.

Aber auch durch unsere Vortr├Ąge in diesem Jahr, lernen Sie ganz leicht, die einzelnen Vogelarten untereinander zu unterscheiden. Die Erkennungsmerkmale sind die unterschiedlichen Schnabelformen, das bunte Gefieder, der Gesang, die Gr├Â├če, aber auch das Biotop, in dem die V├Âgel leben. Dazu geh├Âren das Wasser, die Felder und Wiesen, Geb├╝sch, einzelne B├Ąume und die W├Ąlder. Und gerade diese Vielfalt, l├Ąsst uns nicht nur die V├Âgel, sondern auch Schmetterlinge, Libellen und andere Lebewesen von Mutter Natur wahrnehmen.

Denken Sie auch daran: Bei all den Beobachtungen bewegen Sie sich an der frischen Luft und in einer Natur, die Sie so noch nicht wahrgenommen haben. Der Vogelverein w├╝rde sich ├╝ber Ihre Mithilfe freuen und mit Rat und Tat zur Seite stehen.

Sch├Ân w├Ąre auch, wenn ganze Familien, Nachbarn, Freundeskreise oder auch Gruppen die sich zu diesem Zwecke zusammenschlie├čen und zu Vogelbeobachtern werden. Gerade in der Gruppe macht diese Art von Freizeitbesch├Ąftigung Spa├č.

Als Standartausr├╝stung ben├Âtigen Sie ein Fernglas, Fernrohr, oder ein Spektiv, ein Taschenbuch ist ebenso zu empfehlen, um die Beobachtungen schriftlich festzuhalten. Denn wo, zu welcher Zeit und in welchem Biotop die V├Âgel angetroffen werden, sind wichtige Informationen.

Eine Faszination ├╝ben V├Âgel auf uns Menschen schon sehr lange aus. Vogeldarstellungen finden sich in der fr├╝hesten menschlichen Kulturgeschichte und spielen eine gro├če Rolle in Mythen und im Volksglauben.

Es gibt kaum eine andere Tiergruppe, die sich den menschlichen Sinnen so gut pr├Ąsentiert. Bereits die Vielzahl popul├Ąrer Vogelnamen ist ein gutes Indiz f├╝r die tiefe Verwurzelung in der Kultur des Menschen. Keine anderen Lebewesen weisen bei uns Menschen eine so hohe Popularit├Ąt auf, wie die V├Âgel.

Das Jahr der Heddesheimer V├Âgel

Guten Tag!

Heddesheim, 05. Januar 2010. Der Verein der Vogelfreunde- und pfleger 1960 e.V. feiert in diesem Jahr sein 50-j├Ąhriges Jubil├Ąum. Am Sonntag, den 10. Januar, wird der Verein Gastgeber beim Neujahrsempfang der Gemeinde sein. ├â┼ôbers Jubil├Ąumsjahr sind viele Aktionen und Angebote geplant. Das heddesheimblog dokumentiert einen Grundsatztext zum „Jahr der Heddesheimer V├Âgel“.

Dokumentation: Verein der Vogelfreunde und Pfleger 1960 Heddesheim e.V.

„50 Jahre Vogelverein – das sind aber auch 50 Jahre Vogel-und Naturschutz in Heddesheim.

Aus diesem Anlass m├Âchten wir die gesamte Einwohnerschaft mit einbeziehen, unter dem Motto „Das Jahr der Heddesheimer V├Âgel“, um festzustellen, wie viele Vogelarten und wie h├Ąufig diese noch in Heddesheim anzutreffen sind. Wir w├╝rden uns freuen, wenn recht viele Einwohner mitmachen w├╝rden.

Egal ob im Garten, am Haus oder bei ihren Spazierg├Ąngen in der Feldflur: Melden Sie uns unter der unten angegebenen Telefonnummer den von Ihnen endeckten Vogel. Wann, wie viele und wo sie anzutreffen waren.

Auch wenn Sie sich nicht sicher sind, was f├╝r einen Vogel Sie gesehen haben – wir helfen Ihnen gerne weiter. Der Verein will versuchen, Sie durch entsprechende Vortr├Ąge mit der einheimischen Vogelwelt bekannt zu machen.

Storch02

St├Ârche im Heddesheimer Vogelpark. Bild: kk

Zum Beispiel spielen bei den V├Âgeln deren Schn├Ąbel eine ganz entscheidende Rolle. Auf Grund der verschiedensten Schnabelformen unserer Gefiederten, sind Sie als Vogelbeobachter in der Lage, eine grobe Vorbestimmung vorzunehmen.

So haben k├Ârnerfressende V├Âgel meistens einen kurzen, kr├Ąftigen kegelf├Ârmigen Schnabel. W├Ąhrend die Insektenfresser einen l├Ąngeren, d├╝nnen, pinzetenartigen Schnabel besitzen.

Greifv├Âgel und Sittiche haben einen krummen Schnabel. W├Ąhrend die Schreitv├Âgel, wie der Storch und Fischreiher, mit einem langen und kr├Ąftigen Schn├Ąbel ausgestattet sind.

Die Natur hat f├╝r jede Vogelart eine bestimmte Futterart vorgesehen, die ihnen das ├â┼ôberleben erm├Âglicht.

So hat der Fichtenkreuzschnabel, der uns im Winter besucht, schon wie der Name sagt, einen gekreuzten Schnabel, der ihm erm├Âglicht, die Fichtensamen aus den Schuppen der Zapfen zu holen. Nur er ist deshalb durch diese Schnabelkonstruktion in der Lage, an diese Futterart zu kommen. Kein anderer Vogel kann ihm dieses Futter streitig machen.

Den kr├Ąftigsten Schnabel unter den K├Ârnerfresser hat der Kernbei├čer. Er kann damit die harten Kirschkerne knacken, w├Ąhrend der Stieglitz mit seinem langen und spitzen Schnabel an den Samen der Korbbl├╝tler, wie der Distel, ohne Probleme kommt. Das hat ihm den Beinamen Distelfink eingebracht.

Bei den Insektenfressern hat der Gartenbauml├Ąufer einen l├Ąnglichen, leicht gebogenen d├╝nnen Schnabel, mit dem es ihm gelingt, Insekten unter einer Rinde oder Baumspalte herauszuholen.

Die Spechte dagegen klopfen die Rinde mit kr├Ąftigen Schl├Ągen ab und benutzen oft ihre spitze Zunge, um die darunter befindlichen K├Ąferlarven aufzuspie├čen und zu verzehren.

Mit ihren krummen Schn├Ąbeln sind die Beutegreifer wie der Turmfalke in der Lage, eine Maus zu zerteilen, um sie in kleinen St├╝cken zu verzehren.

Die Schreitv├Âgel wie Storch und Fischreiher benutzen ihre Schn├Ąbel wie einen Speer, um damit Fische, Fr├Âsche und andere Amphibien aufzuspie├čen.

Bild 02

Ein Heddesheimer "Star" l├Ąsst es sich schmecken. Bild: kk

Unsere Meisen, wie die Kohl-und Blaumeisen, k├Ânnen mit ihren Schn├Ąbel im Sommer Insekten fangen und im Winter, wenn es keine Insekten mehr gibt, sind sie mit ihren Schn├Ąbeln in der Lage, ├Âlhaltige S├Ąmereien (Sonnenblumenkerne, Hanfsamen, N├╝sse usw.) aufzupicken und zu fressen.

Die schwalbenartigen, wie Mehlschwalbe, Rauchschwalbe und Mauersegler haben einen gro├čen Rachen. Indem sie ihn weit aufrei├čen, gelingt es ihnen, die Fluginsekten aus der Luft zu erhaschen. Diesen Luftraum macht ihnen keiner streitig, so dass f├╝r sie immer Nahrung vorhanden ist.

Und gerade diese Spezialisierung auf geeignete Nahrung erm├Âglicht unseren V├Âgel die Arterhaltung und somit die Bereicherung der Artenvielfalt.

Aber auch die Stimme und besonders der Gesang unserer V├Âgel sind wesentliche Unterscheidungsmerkmale der vielf├Ąltigen Arten.

Bald werden Sie auch feststellen, dass Gesang nicht gleich Gesang ist.

Viele V├Âgel sind ausgezeichnete Sp├Âtter, die den Gesang anderer Vogelarten nachahmen k├Ânnen.

Ein bestes Beispiel sind Gelbsp├Âtter oder Bla├čsp├Âtter. Aber auch unser Star kann uns mit seiner Nachahmung der Vogelstimmen geh├Ârig auf den Leim f├╝hren. Doch auch hier macht ├â┼ôbung den Meister und mit unserem Geh├Âr sind wir durchaus in der Lage, mit der Zeit zu unterscheiden, ob ein Buchfink singt oder ob ein Spatz tschilpt oder eine Schwalbe zwitschert.

Wussten Sie, dass unsere V├Âgel die einzigen Lebewesen auf der Erde sind, die Federn tragen und in allen Klimazonen unserer Erde vertreten sind?├é┬áDiese reicht vom kalten Nordpol, bis zur hei├čen Sahara.

Die Eulenv├Âgel haben zum Beispiel kleine gezackte Schwungfedern an ihren Fl├╝geln, um damit v├Âllig ger├Ąuschlos durch die Nacht zu fliegen.

Die Federn dienen den V├Âgeln aber auch zum Schutz gegen Witterungseinfl├╝sse: K├Ąlte, N├Ąsse und Hitze. Sie besitzen ein breites Farbenspektrum, das sowohl zur Tarnung gegen Feinde, als auch als Mittel der visuellen Kommunikation dient.

An dem Federkleid der V├Âgel k├Ânnen wir aber auch die vielen Arten bestimmen.

Bild 04

Mittelspecht und Kohlmeise fr├╝hst├╝cken gemeinsam. Bild: kk

Auf all diese Dinge sollten Sie einmal bei einem Naturspaziergang, am Haus oder im Garten achten. Sie werden erleben, wie schnell Sie sich mit diesen Dingen auskennen und es Ihnen riesig Spa├č bereitet, je mehr Sie sich mit der Natur befassen.

Vielleicht probieren Sie es auch einmal mit der ganzen Familie und beziehen Ihre Kinder und Verwandten mit ein.

Aber auch als gute Nachbarn k├Ânnen Sie sich austauschen.

Nat├╝rlich brauchen Sie Ihre Beobachtungen nicht t├Ąglich bei uns melden. Es reicht w├Âchentlich oder monatlich oder wie Sie gerade Zeit haben.

Wie Sie an diesen Beispielen sehen, kann eine Vogelbeobachtung in der freien Natur und der frischen Luft durchweg spannend, unterhaltend und lehrreich sein. Der Vogelverein z├Ąhlt auf Sie und w├╝rde sich ├╝ber Ihre Teilnahme riesig freuen.

Geben wir unserer Natur und ganz besonders den gefiederten Freunden ein faire Chance, in dem wir im Feld, im Garten und in den ├Âffentlichen Anlagen kleine Flecken unber├╝hrter Natur ein Jahr lang stehen lassen.

Sie werden sehen, dass in den kleinsten Dingen die Natur ihre allergr├Â├čten Wunder vollbringt.

Unter diesen Telefonnummern k├Ânnen Sie ihre Vogelbeobachtungen melden:
06203/ 44748
06203/ 44272
06203/ 45106

Kurt Klemm“

Anmerkung der Redaktion:
Kurt Klemm ist seit seiner Jugend Mitglied im „Vogelverein“ und seit der Kommunalwahl 2009 parteiloser Gemeinderat in der Fraktion von B├╝ndnis90/Die Gr├╝nen. Von 1974-1980 war er Vorstand des Vereins. Seit 1988 ist Werner Dostal Vorsitzender des Vereins.

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„D├╝nnes Eis?“ Heftige Debatte und Sitzungsunterbrechung bestimmen Wahl eines Umlegungsausschusses

Guten Tag!

Heddesheim, 18. Dezember 2009. Heftig debattiert wurde TOP 9 der Gemeinderatssitzung vom 17. Dezember 2009: W├Ąhrend B├╝rgermeister Kessler versuchte, den Antrag auf einen Umlegungsausschuss als selbstverst├Ąndlichen Vorgang zur Erreichung „planerischer Ziele“ darzustellen, sprachen die Gr├╝nen von dem „Versuch einer Enteignung“. Weil sich ├╝berraschenderweise ein Gemeinderat ausserhalb einer gemeinsamen Wahlliste f├╝r die Ausschussmitglieder ebenfalls zur Wahl stellte, kam es zu einer Sitzungsunterbrechung.

Der Heddesheimer Gemeinderat hat in der Sitzung vom 17. Dezember 2009 mehrheitlich f├╝r den Antrag der Verwaltung f├╝r einen Umlegungsausschuss „N├Ârdlich der Benzstra├če“ gestimmt. In der Begr├╝ndung zum Antrag hei├č es:
„Die Gemeinde Heddesheim beabsichtigt, einzelne Grundst├╝cke im Bereich des sich in der Aufstellung befindenden Bebauungsplanes Gewerbegebiet „N├Ârdlich der Benzstra├če“ neu zu ordnen, so dass nach Lage, Form und Gr├Â├če f├╝r die vorgesehene bauliche Nutzung zweckm├Ą├čig gestaltete Parzellen entstehen.“

In der Debatte um die Sinnhaftigkeit und Notwendigkeit eines solchen „nicht-st├Ąndigen Umlegungsausschusses“ kam schnell Fahrt. B├╝rgermeister Michael Kessler stellte zun├Ąchst den Antrag vor.

Enteignung oder Planungsziel?

Der Gr├╝nen-Fraktionsvorsitzende Klaus Schuhmann kritisierte: „Es ist seit langer Zeit bekannt, dass ein Eigent├╝mer nicht verkaufen will. So wie ich das sehe, soll jetzt hier das Gel├Ąnde eines Privateigent├╝mers wegen der Interessen eines Privatunternehmens verlegt werden. Ich kann da kein ├Âffentliches Interesse, das f├╝r eine Umlegung notwendig ist, erkennen.“

Gemeinderat Kurt Klemm sagte: „Mit der Anordnung der Umlegung „N├Ârdlich der Benzstra├če“ wird f├╝r mich ganz klar der Versuch unternommen, sich fremden Eigentums zu erm├Ąchtigen. Diese Anordnung hat nur ein Ziel, den Willen eines ehrenhaften B├╝rgers zu brechen. Und Sie, meine Damen und Herren von der CDU, SPD und FDP sind eifrig dabei, dieses moralische Unrecht zu unterst├╝tzen. Bei diesem B├╝rger handelt es sich um einen Ehrenb├╝rger der Gemeinde und langj├Ąhrigem Gemeinderat.“

An dieser Stelle wurde Kurt Klemm von B├╝rgermeister Michael Kessler unterbrochen, der ihn darauf hinwies, dass er den nur in nicht-├Âffentlicher Sitzung genannten Namen des Eigent├╝mers besser nicht nennen sollte.

Schaden f├╝r die Gemeinde?

Kurt Klemm (Gr├╝ne) sagte weiter: „Halten Sie inne und besinnen sich auf den Eid, den Sie hier geschworen haben, n├Ąmlich jeglichen Schaden von unserer Gemeinde und ihren B├╝rgern abzuwenden. Sie sind im Begriff, ein gro├čes Unrecht zu begehen.“

B├╝rgermeister Kessler sagte: „Es geht nicht darum, jemandem sein Eigentum wegzunehmen. Es geht um planerische Ziele. Das hat nichts mit Enteignung zu tun.“

Gemeinderat G├╝nter Heinisch (Gr├╝ne) sagte: „Was Sie hier vorhaben, f├╝hrt uns als Gemeinde auf sehr d├╝nnes Eis.“ Heinisch verwies auf das „Boxberg-Urteil“ und sagte: „Das Bundesverfassungsgericht hat damals festgestellt, dass dies eine „eigentumsentziehende Ma├čnahme“ war und hat diese korrigiert.“ (Anm. d. Red: Das Unternehmen Daimler-Benz hatte f├╝r den Bau einer Teststrecke die Enteignung von Grundst├╝cke beantragt. Das BVerfG hatte dies 1987 zur├╝ckgewiesen, da kein Interesse des Gemeinwohls erkennbar war.)

Weiter sagte G├╝nter Heinisch: „Wir bauen hier keine Schule, sondern es geht um eine privatwirtschaftliche Nutzung.“

B├╝rgermeister Kessler sagte: „Wir brauchen hier keine Schaufensterreden.“

In der weiteren Debatte kritisierte Klaus Schuhmann die vorgeschlagenen Sachverst├Ąndigen: „In unseren Augen sind der Architekt St├╝ndemann und der Rechtsbeistand Dr. Burmeister befangen, da sie beide von der Gemeinde bezahlt werden, die Pfenning-Ansiedlung voranzubringen. Wir fordern als zus├Ątzlichen Sachverst├Ąndigen Dr. Kurt Fleckenstein, der uns seine Bereitschaft dazu signalisiert hat und ├Âffentlich bestellter Gutachter ist.“

B├╝rgermeister Kessler stellte fest, dass er es „unm├Âglich“ finde, dass diesen Herren „Befangenheit“ unterstellt w├╝rde und sagte: „Jetzt reichts aber.“

„Jetzt reichts aber!“

Daraufhin meldete sich Rainer Edinger (Gr├╝ne) zu Wort: „Herr B├╝rgermeister, ich appelliere dringend an Sie, die Souver├Ąnit├Ąt des Gemeinderats zu achten, damit diese gewahrt bleibt. Spr├╝che wie „Jetzt reichts aber“ verbitte ich mir. Im Gegenteil fordere ich Sie dazu auf: Sie haben auch andere Meinungen zu respektieren.“ Aus dem Publikum und Gemeinderat gab es deutlichen Applaus f├╝r diese Wortmeldung.

Danach meldeten sich der CDU-Fraktionsvorsitzende Dr. Josef Doll und wiederholte sinngem├Ą├č den Antrag der Verwaltung und bekr├Ąftigte die Zustimmung der CDU und sagte, „diese Umlegung, die hier vorgesehen sei, solle nur das Gebiet neu ordnen. Sein Gemeinderatskollege Rainer Hege sagte sehr laut, er w├Ąre damals gegen Bocksberg mit Transparenten auf Demos gewesen: „Und heute? Heute w├Ąren die Bauern froh, sie h├Ątten ihr Gel├Ąnde verkauft.“ Gemeinderat Prothmann sagte zu Doll: „So wie das formulieren, braucht es keinen Ausschuss, der eine Umlegung pr├╝ft, die ist f├╝r Sie schon entschieden.“

Nach der Debatte fragte der fraktions- und parteilose Gemeinderat Hardy Prothmann (verantwortlich f├╝r das heddesheimblog, Anm. d. Red.), wie denn die Mitglieder f├╝r diesen Ausschuss bestimmt w├╝rden. B├╝rgermeister Kessler sagte, die w├╝rden durch die Fraktionen vorgeschlagen.

Daraufhin fragte Gemeinderat Prothmann, ob denn der FDP-Fraktionsvorsitzende Frank Hasselbring noch Fraktionsstatus habe, da er wegen Befangenheit durch seine Kollegin Ingrid Kemmet allein am Ratstisch sitze. Die Bemerkung f├╝hrte zu allgemeiner Heiterkeit unter den Anwesenden. B├╝rgermeister Kessler bejahte das.

Sitzungsunterbrechung

Prothmann wollte weiter wissen, ob er auch vorschlagen k├Ânne, was der B├╝rgermeister ebenfalls nach kurzer Beratung mit dem Hauptamtsleiter Julien Christof bejahte. Gemeinderat Prothmann schlug daraufhin Gemeinderat Michael Bowien (SPD) und Martin Kemmet (CDU) vor. B├╝rgermeister Kessler meinte, Prothmann k├Ânne nicht andere vorschlagen, sondern nur sich selbst. Daraufhin schlug Prothmann sich selbst vor.

Gemeinder├Ątin und 1. stellvertretende B├╝rgermeisterin Ursula Brechtel (CDU) sagte: „Sind wir denn hier im Kindergarten?“ Gemeinderat Prothmann sagte: „Wieso meinen Sie das, Frau Brechtel, sind etwa nur im Kindergarten Fragen erlaubt?“

Im Anschluss kam es zu einer Sitzungsunterbrechung, weil die Verwaltungsangestellten und der B├╝rgermeister sich erst beraten mussten, wie denn in diesem Fall vorzugehen sei. Offensichtlich war die Verwaltung auf diese Situation nicht vorbereitet. Zur Beratung wurden die Fraktionsvorsitzenden herbeigeholt.

Nach der Pause stand fest, dass zwei Listen zur Wahl standen. Liste 1 f├╝hrte sechs Kandidaten f├╝r den Umlegungsausschuss, je 2 von der CDU und B├╝ndnis90/Die Gr├╝nen, je einer von SPD und FDP sowie in gleicher Zahl je einen Stellvertreter. Auf Liste 2 stand nur der Kandidat Hardy Prothmann.

Gemeinderat Prothmann beantragte eine geheime Wahl. B├╝rgermeister Kessler sagte: „Das habe ich mir schon gedacht.“

Ãœberraschender Wahlausgang

Danach wurde in einer Ecke auf der Fensterbank ohne Sichtschutz gew├Ąhlt. Da zwei Gemeinder├Ąte in der Sache befangen waren, einer entschuldigt fehlte und der B├╝rgermeister nicht stimmberechtigt ist, gab es 19 abzugebende Stimmen (23-4=19). 12 stimmten f├╝r die Liste 1, 6 f├╝r Liste 2, eine Enthaltung.

Damit sind folgende Gemeinder├Ąte in den Umlegungsausschuss gew├Ąhlt: Dr. Josef Doll und Dieter Kielmayer (CDU), G├╝nter Heinisch und Kurt Klemm (Gr├╝ne), Rainer Lang (SPD), Hardy Prothmann (partei- und fraktionslos). Aus Liste 1 wurde somit Frank Hasselbring (FDP) nicht in den Ausschuss gew├Ąhlt, aber als Stellvertreter.

Nach dieser Wahl sollte es zur Abstimmung ├╝ber den Antrag der Verwaltung kommen. Gemeinderat Schuhmann unterbrach und forderte, dass zuerst ├╝ber den von den Gr├╝nen vorgeschlagenen weiteren Sachverst├Ąndigen Fleckenstein abgestimmt werden sollte. 8 stimmten mit Ja, 11 mit Nein, einer enthielt sich.

Danach wurde ├╝ber den Antrag abgestimmt: 11 stimmten mit Ja, 7 mit Nein, zwei enthielten sich. Damit ist der Antrag angenommen.

Anmerkung der Redaktion: Wir werden den Antrag sp├Ąter noch online stellen.

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„Es ist klar, dass das unabh├Ąngige Gutachter sind.“ Teil 6


Guten Tag!

Heddesheim, 23. September 2009. Das heddesheimblog pr├Ąsentiert Ihnen die Fragen und Standpunkte der B├╝rger sowie die Antworten der Podiumteilnehmer.

Die redaktionellen Text sind Hinweise auf den Inhalt der Videos. Schauen Sie sich die Original-Aussagen selbst an, um sich ein unabh├Ąngiges Bild zu machen.

Ein B├╝rger stellt die Frage, ob die Zukunft das Verkehrsgutachten nicht repr├Ąsentativ ist, weil andere Verkehr nicht mit eingerechnet wurden: „Warum wurde der Hirschberger Verkehr nicht ber├╝cksichtigt? (…) Weil es nicht die Aufgabe war?“

  • Verkehrsgutacher Leutwein: „Also ich muss schon sagen, ich verwehr mich gegen diese Unterstellungen. Das ist ziemlich unfair.“
  • Applaus
  • Leutwein: „(…) Kann das noch funktionieren? Ist das noch tragbar? (…) K├Ânnen wir dem zustimmen? (…) Auch im Jahre 2020 w├Ąre dieser Knoten leistungsf├Ąhig.“
  • Dr. Kurt Fleckenstein: „Ich habe mit keinem Wort gesagt, dass hier jemand gekauft wurde. Ich habe nur gesagt, dass hier drei Gutachter sind, die vom Vorhabenstr├Ąger beauftragt sind. Es w├Ąre fair, wenn die Gegner auch hier ihre Gutachter pr├Ąsentieren k├Ânnte.“
  • B├╝rgermeister Kessler: „Es ist klar, dass das unabh├Ąngige Gutachter sind.“

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„Wir zahlen einen deutlich sechsstelligen Betrag Gewerbesteuer“


Guten Tag!

Heddesheim, 21. September 2009. „8,11 Euro“ ├é┬ásollen angeblich Pfenning-Mitarbeiter verdienen. Zwei Euro weniger als nach dem Tarif in Hessen und f├╝nf Euro weniger als nach dem Tarif in Baden-W├╝rttemberg. Keine genauen Zahlen gibt es nicht. Stimmt nicht. Zur Gewerbesteuer sagte der „Pfenning“-Gesch├Ąftsf├╝hrer: „Wir zahlen einen deutlich sechsstelligen Betrag.“

Kommentar: Hardy Prothmann

Ein „deutlich sechsstelliger Betrag“ ist geblieben – vom „gr├Â├čten Gewerbesteuerzahler“, wie der B├╝rgermeister Pfenning Kessler nun laut Aussage von „Pfenning“ wei├č.

Was hei├čt „deutlich sechsstellig“? 140, 150 oder 160 tausend Euro? Ab wo rundet man auf oder ab? Oder meint Herr Nitzinger gar 200, 300 oder gar 400 oder vielleicht 600 tausend Euro?

Egal was er mit „deutlich sechsstellig“ meint. Damit macht er einer kleinteiligen Ansiedlung keine Konkurrenz: Die vorhandene kleinteilige Ansiedlung zahlt zwischen zwei und zweieinhalb Millionen Euro Gewerbesteuer.

Die Polemik des Hans Weber


Guten Tag!

Heddesheim, 21. September 2009. Auf der B├╝rgerveranstaltung des „Dialogkreises“ Heddesheim am 18. September 2009 konnten die G├Ąste Fragen stellen.

Das heddesheimblog dokumentiert diese Fragen. Kritisiert wurde, wie Herr Hans Weber die Gutachterin des „Gr├╝nordungsplans“ angegriffen habe.

Hans Weber, Sprecher der IG neinzupfenning

Lesen Sie dazu auch: „H├Âren Sie auf mit der Polemik.“

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H├Âren Sie endlich mit der Polemik auf!


Guten Tag!

Heddesheim, 21. September 2009. Auf der B├╝rgerveranstaltung des „Dialogkreises“ Heddesheim am 18. September 2009 stellten drei Bef├╝rworter und drei Gegner der geplanten „Pfenning“-Ansiedlung ihre Argumente vor. Als „neutrales“ Mitglied sa├č der Jung-Unternehmer Kristian Mansfeld auf dem Podium und der forderte: „H├Âren Sie endlich mit der Polemik auf!“

Von Hardy Prothmann

Kristian Mansfeld ist ein netter Kerl und kann 1 und 1 auseinanderhalten. Schlie├člich ist der Mann Mathematiker und Unternehmer.

Und er stellte in seiner Rede das Dilemma seiner Situation glaubw├╝rdig dar: Einerseits k├Ânnte er sich Auftr├Ąge durch die geplante „Pfenning“-Ansiedlung erhoffen, andererseits liegt sein Firmengeb├Ąude, in dem sich auch seine Wohnung befindet, direkt am Rand der geplanten „Pfenning“-Ansiedlung.

Vor- und Nachteil betrifft ihn also gleicherma├čen. Er beschreibt in seiner Rede diese Situation und fordert das Publikum auf, „genau zuzuh├Âren“ und an die Akteure: „H├Âren Sie endlich mit der Polemik auf.“

Beide Lager, die Bef├╝rworter und die Gegner klatschen einig.

Die seltsame Einigkeit ist einfach erkl├Ąrt: Jeder denkt dabei an den anderen, dem er zugleich diese Polemik innerlich vorwirft – und keine Sekunde nachdenkt, ob man nicht genau damit eben selbst polemisch ist.

Polemik geh├Ârt dazu – alles andere ist scheinheilig

Dabei ist an Polemik nichts Schlimmes. Zumindest haben es einige Leute mit Polemik schon recht weit gebracht, wie man bei Wikipedia nachlesen kann:

„F├╝r ihre Polemik bekannt waren im deutschen Sprachraum unter anderem Heinrich Heine, Karl Marx und Karl Kraus. Unter den zeitgen├Âssischen deutschen Autoren traten u. a. Eckhard Henscheid und Henryk M. Broder mit Polemiken hervor. Als bekannteste Polemiker der deutschen Nachkriegspolitik sind vor allem Herbert Wehner und Franz Josef Strau├č zu nennen.“

Herbert Wehner und Franz Josef Strau├č also. Zwei Polemiker vor dem Herrn.

Diese M├Ąnner haben ihre jeweilige Politik nicht am Kaffeetisch durchgesetzt – sondern im politischen Ring. Dort haben Sie verloren oder gewonnen. In beiden F├Ąllen haben Sie immer alles gegeben: auch polemische ├âÔÇ×u├čerungen.

Polemik kann direkt und breit sein, wie bei Strau├č oder elegant-zielstrebig wie bei Wehner. Beides ist Polemik. In einem kleinen Dorf ohne die gro├če politische B├╝hne finden sich nur wenig ge├╝bte Polemiker.

Geschmack = Stil

Und wenn diese polemisieren, dann geht es schon mal gegen den „guten Geschmack“, der leider bei wikipedia nicht definiert ist, dort gibt es aber einen Eintrag ├╝ber „Geschmack„:

„Die lange Vorgeschichte, die dieser Begriff hat, bis er von Kant zum Fundament seiner Kritik der Urteilskraft gemacht wird, l├Ąsst erkennen, dass der Begriff des Geschmacks urspr├╝nglich eher ein moralischer als ein ├Ąsthetischer Begriff ist.“

Sagt jedenfalls Hans Georg Gadamer, einer der bedeutendsten deutschen Philosophen des vergangenen Jahrhunderts (1900-2002).

Heddesheim= moralisch vs. ├Ąsthetisch

Diese Definition passt gut zu Heddesheim. Der Geschmack ist „urspr├╝nglich eher ein moralischer Begriff“. Sicherlich trifft das bis heute auf die konservativen Geister zu.

Zumindest f├╝r B├╝rgermeister Michael Kessler, der eine Wortmeldung von mir mal mit der Frage begleitet hat: „Des is doch kein Stil! Was isn des f├╝r ein Stil?“ Meine Antwort: „Herr Kessler, das ist mein Stil.“

Anders gesagt, war das ein verbaler Schlagabtausch – also Polemik.

Genauso polemisch ist es, wenn B├╝rgermeister Kessler eine Frage des neu gew├Ąhlten Gemeinderats Michael Bowien zur├╝ckweist: „Herr Bowien, ich erkenne an, dass Sie neu im Gemeinderat sind und das nicht wissen k├Ânnen.“

Ebenfalls polemisch ist es, einen anderen der Polemik zu bezichtigen. Denn tut man es, ist man es selbst, das man dem anderen vorwirft…

Das k├Ânnte bedeuten, dass Herr Mansfeld also selbst polemisch geworden ist. Ist er auch. Ich vermute unabsichtlich. Herr Mansfeld hat sich in meinen Augen als Mathematiker mehr Informationen gew├╝nscht. Deswegen will er auch genau zuh├Âren und daraus seine Schl├╝sse ziehen.

War das jetzt schon wieder polemisch?

Stellungnahme Dr. Kurt Fleckenstein


Guten Tag!

Heddesheim, 20. September 2009. Auf der B├╝rgerveranstaltung des „Dialogkreises“ Heddesheim am 18. September 2009 stellten drei Bef├╝rworter und drei Gegner der geplanten „Pfenning“-Ansiedlung ihre Argumente vor. Au├čerdem ein „unentschiedener“ Teilnehmer.

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Dr. Kurt Fleckenstein, Volkswirt und Landschaftsplaner

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Stellungnahme Kurt Klemm


Guten Tag!

Heddesheim, 20. September 2009. Auf der B├╝rgerveranstaltung des „Dialogkreises“ Heddesheim am 18. September 2009 stellten drei Bef├╝rworter und drei Gegner der geplanten „Pfenning“-Ansiedlung ihre Argumente vor. Au├čerdem ein „unentschiedener“ Teilnehmer.

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Kurt Klemm, Gemeinderat (Liste B├╝ndnis90/Die Gr├╝nen)

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Stellungnahme Klaus Schuhmann


Guten Tag!

Heddesheim, 20. September 2009. Auf der B├╝rgerveranstaltung des „Dialogkreises“ Heddesheim am 18. September 2009 stellten drei Bef├╝rworter und drei Gegner der geplanten „Pfenning“-Ansiedlung ihre Argumente vor. Au├čerdem ein „unentschiedener“ Teilnehmer.

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Klaus Schuhmann, Gemeinderat B├╝ndnis90/Die Gr├╝nen

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Stellungnahme B├╝rgermeister Michael Kessler


Guten Tag!

Heddesheim, 20. September 2009. Auf der B├╝rgerveranstaltung des „Dialogkreises“ Heddesheim am 18. September 2009 stellten drei Bef├╝rworter und drei Gegner der geplanten „Pfenning“-Ansiedlung ihre Argumente vor. Au├čerdem ein „unentschiedener“ Teilnehmer.

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B├╝rgermeister Michael Kessler, Gemeinde Heddesheim

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Stellungnahme Uwe Nitzinger


Guten Tag!

Heddesheim, 20. September 2009. Auf der B├╝rgerveranstaltung des „Dialogkreises“ Heddesheim am 18. September 2009 stellten drei Bef├╝rworter und drei Gegner der geplanten „Pfenning“-Ansiedlung ihre Argumente vor. Au├čerdem ein „unentschiedener“ Teilnehmer.

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Uwe Nitzinger, Gesch├Ąftsf├╝hrer „Pfenning-Gruppe“

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Stellungnahme Karl-Martin Pfenning


Guten Tag!

Heddesheim, 20. September 2009. Auf der B├╝rgerveranstaltung des „Dialogkreises“ Heddesheim am 18. September 2009 stellten drei Bef├╝rworter und drei Gegner der geplanten „Pfenning“-Ansiedlung ihre Argumente vor. Au├čerdem ein „unentschiedener“ Teilnehmer.

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Karl-Martin Pfenning, Unternehmer und Chef der „Pfenning-Gruppe“

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