Samstag, 27. November 2021

BUND Heddesheim engagiert sich auch 2013 für den Naturschutz

Vermüllte Biotope und ein zerstörtes Insektenhotel

Heddesheim, 20. Februar 2013. (red/zef) Auch für das Jahr 2013 stehen bei der Ortsgruppe Heddesheim des Bunds für Umwelt und Naturschutz in Deutschland große Herausforderungen an: Die Biotope sind teilweise heftig vermüllt, das Insektenhotel wurde erneut zerstört. Auf der Jahreshauptversammlung stellte die Ortsgruppe die Weichen, um dies zu meistern.

Von Ziad-Emanuel Farag

Am Samstag, den 23. Februar, säubert die BUND-Gruppe Heddesheim die Biotope. Maria Landenberger, Vorsitzende der Ortsgruppe, äußert sich hierzu optimistisch:

Gut 20 Personen aus Heddesheim haben letztes Jahr sehr viel Müll aus den Biotopen entfernt. Es haben sehr viele mit angepackt, die zum Teil gar nicht Mitglied der Ortsgruppe sind. Das hat uns sehr gefreut. Auch in diesem Jahr hoffen wir wieder auf viele tatkräftige Unterstützung. Besonders in den Landgräben können wir jede helfende Hand gebrauchen. Es ist erschreckend, dass jedes Jahr Ölfässer auftauchen.

Ihre Grundstücke möchte die Ortsgruppe pflegen und so weitere Flächen unberührter Natur schaffen. Dabei stören momentan wildwuchernde Brombeeren und Kirschen, die der restlichen Vegetation kaum Platz lassen. Hierbei soll auch das Insektenhotel wieder aufgebaut werden. Wie 2009 wurde es auch 2012 zerstört.

Der Vorstand der BUND-Gruppe Heddesheim (von links nach rechts): Dr. Klaus Wagner (stellvertretender Vorsitzender und Kassenwart) Johanna Fath und Richard Landenberger (Kassenprüfer) und Maria Landenberger (Vorsitzende)

Insgesamt kann man aber mit der Bilanz für 2012 zufrieden sein: Am 26. Juli 2012 konnten am Badesee in Heddesheim Zwergfledermäuse in freier Wildbahn beobachtet werden. Es stand außerdem eine Kräuterwanderung in Hemsbach an. Die reiche Flora und Fauna des Odenwaldes erwies sich hierfür als reichhaltiger Schatz.

Das Ganze stieß auf so eine große Resonanz, dass es in diesem Jahr auch eine für Eltern und ihre Kinder stattfinden wird. Ebenfalls wird es eine Aktion geben, bei der Kinder zusammen mit ihren Eltern Pfähle bauen, die die einzelnen Grundstücke begrenzen sollen.

Die gute Arbeit 2012 schlug sich auch in den Vorstandswahlen nieder: Maria Landenberger als erste Vorsitzende und Dr. Klaus Wagner als Kassenwart und ihr Stellvertreter wurden einstimmig wiedergewählt.

 

Kurt Klemm „hat die Schnauze voll“

Guten Tag!

Heddesheim, 15. Oktober 2010. Kurt Klemm, Vogelfreund und Naturschützer, hat „die Schnauze voll“. Wieder einmal hat „die Gemeinde“, respektive Bürgermeister Michael Kessler, wider die Natur gehandelt, sagt er. Deswegen handelt er nun gegen die „Vergiftung“.

Von Hardy Prothmann

klemm

Kurt Klemm protestiert gegen aus seiner Sicht unnötigen Gifteinsatz. Bild: privat

Der Gemeinderat (parteilos, Fraktion Bündnis90/Die Grünen) Kurt Klemm ist „sauer“, so richtig sauer. Auf der Wiese hinter dem Vogelpark, wo das neue Teilstück des Rundwegs um den Badesee angelegt wurde, ist „Gift gesprüht worden“, sagt er.

„Seit ewigen Zeiten prangere ich das an“, sagt Klemm. Er meint das Spritzen von „Unkrautvernichtungsmitteln“. Diese „Unkräuter“ seien wichtige Nahrungsgrundlage für viele Insekten und die wiederum für die Vögel. „Aber der will nichts verstehen und macht, was er will“, sagt Klemm und meint Bürgermeister Michael Kessler.

Kurt Klemm hat sich deshalb zu einer privaten Protestaktion entschlossen. Auf der gespritzten Wiese hat er Warnschilder aufgestellt: „Vorsicht Gift“.