Donnerstag, 06. Mai 2021

„Schandflecken“ und andere Realit├Ąten

Guten Tag!

Heddesheim, 06. November 2009. Der DRK-Ortsverband Heddesheim hat in der Gemeinderatssitzung vom 22. Oktober 2009 einen Antrag auf die Bereitstellung von Containern f├╝r Altkleider gestellt. B├╝rgermeister Michael Kessler ├Ąu├čerte sich kritisch dazu und meinte, dass sich „viele solcher Pl├Ątze nach und nach zu Schandflecken“ innerhalb der Gemeinde entwickelt h├Ątten – auch andere Gemeinden h├Ątten diese Erfahrung gemacht.

Die Redaktion hat in benachbarten Gemeinden recherchiert: Sowohl Hirschberg, als auch Schriesheim, Plankstadt und Br├╝hl k├Ânnen diese Aussagen nicht best├Ątigen.

Im Gegenteil ├Ąu├čerten sich diese St├Ądte und Gemeinden ohne Zweifel positiv ├╝ber die Aktivit├Ąten des Deutschen Roten Kreuzes (DRK). Trotz kritischer Nachfrage wurde keine einzige negative Auskunft gegeben.

Der Heddesheimer B├╝rgermeister Michael Kessler wurde daraufhin von der Redaktion angeschrieben.

Wir wollten wissen, welche andere Gemeinden denn negative Erfahrungen gemacht h├Ątten – um selbst ├╝berpr├╝fen zu k├Ânnen, ob die von Herrn B├╝rgermeister Michael Kessler schriftlich im Tagungsprotokoll und ├Âffentlich in der Gemeinderatssitzung am 22. Oktober 2009 getroffene Aussage in dieser Form stichhaltig zu best├Ątigen ist.

Die Anfrage hat die Redaktion am Mittwoch, den 04. November 2009 um 18:02 Uhr per email gestellt.

Herr Kessler hatte also mindestens den gesamten Donnerstag Zeit, darauf zu reagieren.

Am Donnerstag, den 05. November 2009 hat Hardy Prothmann, verantwortlich f├╝r das heddesheimblog, abends ab 19:00 Uhr an einer Veranstaltung teilgenommen.

Ebenso der B├╝rgermeister Michael Kessler. Es h├Ątte durchaus Gelegenheit gegeben, sich zur Sache zu ├Ąu├čern: „Ich hatte keine Zeit, Sie bekommen die Informationen morgen, ├╝bermorgen, n├Ąchste Woche…“

Diese Gelegenheit hat Herr Kessler nicht wahrgenommen.

Somit steht bis heute als Stand der Recherche fest: Andere Gemeinden, die mit dem DRK in Sachen Kleidercontainer zusammenarbeiten, berichten durchweg von positiven Erfahrungen.

Die „negativen Erfahrungen“ des Herrn Kessler entstammen einer anderen Realit├Ąt und sich bis auf Weiteres – n├Ąmlich der Nennung von Quellen und Fakten – nicht glaubw├╝rdig.

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