Dienstag, 16. August 2022

Die IG neinzupfenning verspielt ihre Glaubw├╝rdigkeit

Guten Tag!

Heddesheim, 08. Oktober 2010. Die „IG neinzupfenning“ ruft zu Spenden auf – das macht sie derma├čen dilettantisch, dass man sich fragen muss, ob man sie noch ernst nehmen kann.

Kommentar: Hardy Prothmann

Die „IG neinzupfenning“ hat im Internet zu Spenden aufgerufen, um Anwalts- und Gerichtskosten zu bezahlen. Das Spendenkonto ist ein Privatkonto in M├╝nchen, Inhaber: Sascha Breitwieser.

Zu viele Fehlanzeigen.

Informationen zum Kontoinhaber bis auf den Namen? Fehlanzeige. Informationen zur H├Âhe der voraussichtlichen Anwaltskosten? Fehlanzeige. Informationen zur kontrollierten Verwendung der Spendengelder? Fehlanzeige. Informationen zum beauftragten Anwalt? Fehlanzeige. Informationen zur geplanten Klage? Fehlanzeige. Informationen zu den Erfolgsaussichten? Fehlanzeige.

Das sind nur einige Fehlanzeigen, zu denen sich weitere hinzuf├╝gen lassen. Beispielsweise die Internetseite der „IG neinzupfenning“, die mehr oder weniger brach liegt. Insgesamt 39 Beitr├Ąge wurden hier in eineinhalb Jahren ver├Âffentlicht – ├╝berwiegend deren Flyer oder Verweise auf andere Informationsquellen. 2010 sind bislang ganze acht Artikel erschienen.

Hintergr├╝nde, Argumente, eine regelm├Ą├čige Information? Fehlanzeige.

Welche Interessen werden vertreten?

In einem Gastbeitrag auf dem heddesheimblog bezeichnete eine Heddesheimer B├╝rgerin die „IG neinzupfenning“ als „Alles in allem leider lasch“ – mittlerweile muss man sich fragen, ob die „IG neinzupfenning“ nicht grob fahrl├Ąssig entschlossen ist, sich jedes Vertrauen der B├╝rgerInnen zu verspielen. Und den sicher kr├Ąftezehrenden Einsatz all derer, die aus ├â┼ôberzeugung und guten Gr├╝nden gegen die Ansiedlung des Logistikunternehmens „Pfenning“ in Heddesheim sind, verantwortungslos aufs Spiel setzen.

Die „IG neinzupfenning“ ist kein Verein oder eine sonstwie organisierte Gruppe, die transparent ├╝ber die eigenen Aktivit├Ąten berichtet, sondern besteht aus einem kleinen Kreis von Personen, die sich durch ├Âffentliche Auftritte und Ver├Âffentlichungen die Rolle als „Sprecher“ der „Pfenning“-Gegner angeeignet hat.

Damit haben diese Menschen Verantwortung ├╝bernommen, derer sie leider nicht gerecht werden.

Massiver Schaden durch Dilettantismus.

Der dilettantische Spendenaufruf besch├Ądigt geradezu nachhaltig jedes Vertrauen gegen├╝ber dieser Gruppe und wird die Vorbehalte versch├Ąrfen, dass „die IG“ nur ein lockerer Bund von „privaten Interessenvertretungen“ ist.

Wenn die „IG neinzupfenning“ nicht umgehend eine ordentliche Struktur aufweisen kann und eine transparente und kontinuierliche Information ├╝ber ihre Aktivit├Ąten anbietet, sollten die B├╝rgerInnen, die aus allgemeinen Interessen f├╝r Heddesheim gegen eine Ansiedlung von „Pfenning“ sind und viel Kraft und M├╝he aufgewendet haben, sich schleunigst darum bem├╝hen, eine eigene Interessenvertretung aufbauen.

Die erste Aufgabe w├Ąre es, den Scherbenhaufen zusammenzukehren, den die „IG“ mit dieser j├╝ngsten Aktion angerichtet hat. Denn im Ort wird man dar├╝ber reden, dass „der Karnasch, der Breitwieser und der Weber“ sich von den B├╝rgerInnen „ihre“ Klage finanzieren lassen wollen. Und nicht, dass man „gemeinsam“ Interessen vertritt.

Das und nichts anderes hei├čt das Wort „Interessengemeinschaft“ – beides, die Interessen und die Gemeinschaft der „IG neinzupfenning“ werden immer fragw├╝rdiger.