Dienstag, 11. Mai 2021

Bislang keine besondere Infektionslage durch EHEC-Bakterium


Rhein-Neckar/Stuttgart, 24. Mai 2011. (red/pm) Vor allem in Norddeutschland beschäftigt die Behörden eine große Fallzahl von mehreren Dutzend schwer erkrankter Menschen, die sich eine EHEC-Infektion (Darmbakterium) zugezogen haben. In Niedersachsen ist ein 83-jähriger Mann an der Infektion gestorben. In Baden-Württemberg gibt es zur Zeit drei schwere Fälle – einer könnte mit den in Norddeutschland aufgetretenen Erregern stehen. Experten raten zur Vorsicht – aber keinesfalls zur Panik.

Im Verdacht soll rohes Gemüse stehen – möglicherweise wegen einer Düngung mit Mist. Experten raten, Obst und Gemüse sorgfältig zu waschen oder besser nur gegart oder gekocht zu sich zu nehmen. Auch rohes Fleisch wie „Tartar“ oder „Hackepeter“ ist ein Ãœbertragungsweg, wird aber bei den aktuellen Fällen nicht als Ursache gesehen.

Einzelne EHEC-Infektionen sind nicht ungewöhnlich – die häufige Fallzahl in Norddeutschland deutet aber auf konterminierte Nahrungsmittel hin. Ein ordentliche Hygiene in der Küche ist der beste Schutz. Grundsätzlich gilt: Gemüse ordentlich unter fließendem Wasser zu waschen, eventuell mit einer Gemüsebürste. Messer und Brettchen sollten nicht für alle Arbeitsgänge verwendet werden, sondern entweder mehrere oder nach jedem Arbeitsgang sorgfältig gereinigt werden. Auch das gründliche Handewaschen vor, während und nach der Mahlzeitzubereitung sollte selbstverständlich sein. Bis zur Klärung der Ursachen sollte man auf Rohkost verzichten – insbesondere Salat sollte zunächst in einem Wasserbad und dann unter fließendem Wasser gereingt werden.

In Deutschland sind der Verdacht oder Nachweis einer EHEC-Infektion nach § 6 des Infektionsschutzgesetzes (IfSG) meldepflichtig, wenn entweder a) ein HUS vorliegt, b) zwei oder mehr Personen erkrankt sind, oder c) ein Erkrankter im Lebensmittel- oder Gaststättengewerbe tätig ist. Laborärzte müssen jeden Nachweis eines EHEC-Stammes bei der zuständigen Behörde (Gesundheitsamt) unverzüglich melden. (Quelle: Wikipedia)

Pressemitteilung des Gesundheitsministeriums:

„Bisher verzeichnet Baden-Württemberg keine erhöhte Zahl von EHEC-Infektionen. „Natürlich beobachten wir das Krankheitsgeschehen genau“, erklärte Gesundheitsministerin Katrin Altpeter am Dienstag (24.5.) „und informieren selbstverständlich die Bevölkerung, wenn Veränderungen eintreten sollten.“

Sowohl das Ministerium, als auch das Landesgesundheitsamt und die örtlichen Gesundheitsämter seien entsprechend sensibilisiert. Das Robert Koch Institut (RKI) verzeichnet für Baden-Württemberg seit Jahresanfang 14 EHEC-Fälle (enterohämorrhagischen Escherichia coli). Weitere sieben Fälle werden aktuell geprüft und sind vom Landesgesundheitsamt bereits dem RKI gemeldet worden. Weiter sind für Baden-Württemberg drei Fälle des so genannten hämolytisch-urämischen Syndrom (HUS) zu verzeichnen. Bei einem Fall werde ein Zusammenhang mit dem Ausbruchsgeschehen in Norddeutschland geprüft.

Das HUS ist eine schwere, unter Umständen tödliche Komplikation, die bei bakteriellen Darminfektionen mit sogenannten enterohämorrhagischen Escherichia coli (EHEC) auftreten kann. Pro Jahr werden dem RKI etwa 1.000 EHEC-Fälle übermittelt. Das Vollbild des HUS ist charakterisiert durch akutes Nierenversagen, Blutarmut durch den Zerfall roter Blutkörperchen und einen Mangel an Blutplättchen.

Abhängig vom weiteren Geschehen (Entwicklung der Fallzahlen) wird das Sozialministerium täglich ab 15 Uhr (Zeitpunkt der Meldung an das RKI) informieren.“

Weitere Informationen:

Robert-Koch-Institut

Gelungener Start für den Heddesheimer Wochenmarkt


Guten Tag!

Heddesheim, 11. März 2011. (che) „Frischer Freitag“ – mit diesem Slogan machten überall in Heddesheim verteilte Plakate, Flyer, Postwurfsendungen und ein quer über die Unterdorfstraße wehendes Banner zum ersten Wochenmarkt auf Heddesheims noch jungem Dorfplatz aufmerksam. Und die Heddesheimer folgten dem Aufruf und bescherten so dem „Frischen Freitag“ einen gut besuchten Auftakt.

Als gegen 08:00 Uhr Bürgermeister Michael Kessler die Eröffnungsrede hielt, verloren sich erst etwa 70 Menschen auf dem Dorfplatz, darunter viele Mitglieder des Heddesheimer Gemeinderats.

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Guter Start für den "Frischen Freitag".

Kesslers Rede war erfreulich kurz; ein kurzer Abriss der Entstehungsgeschichte des Markts, die Hoffnung der Gemeinde, damit die Attraktivität und Kaufkraft des Orts zu steigern und zu erhalten und den Dorfplatz auch zu einem Ort der Kommunikation und Begegnung werden zu lassen.

Dann stellte er die eigens konzipierten Schürzen für die Händler vor, ganz in braun mit dem Logo „Frischer Freitag“, ließ rundum Äpfel mit dem Logo verteilen und lud alle Kunden zu einem kostenlosen Sekt ein.

Acht Händler präsentierten ihre Produkte

Acht Händler hatten auf dem Platz ihre Stände aufgebaut und präsentierten erwartungsvoll ihre frischen Produkte.

Das Angebot erstreckte sich von Fisch, Pfälzer Wein und Hausmacher Worscht über Käse, Eier und Nudeln, Blumen und Gemüse bis hin zu Putenfleischprodukten, Oberbekleidung von „Hellese Wear“ und Putzmitteln von Amway.

Nach Kesslers Eröffnung machte sich eine gewisse Nervosität unter den Händlern breit: Würden die Heddesheimer ihren neuen Wochenmarkt annehmen?

Bis zu diesem Zeitpunkt wirkten die erschienenen Heddesheimer noch etwas verloren, doch nach und nach füllte sich der Dorfplatz mit Menschen.

Gegen 9:30 Uhr war auf dem Zugang am Rathaus kaum noch ein Durchkommen. Die Heddesheimer strömten jetzt geradezu auf den Markt. Die Markthändler, die anfangs noch in Ruhe ein kleines Schwätzchen mit ihren Kunden hielten, hatten jetzt alle Hände voll zu tun.

Besonders am Gemüsestand drängten sich die Kunden. Anita Schubkegel aus Dannstadt-Schauernheim und ihr Damen-Team bewältigten flott und freundlich den großen Andrang, denn die enorme Vielfalt ihres Obst- und Gemüsesortiments fand großen Zuspruch.

Am Stand mit den Putenfleischprodukten standen die Heddesheimer Schlange. Bauer Reinmuth aus Helmstatt-Weilerhof, der die Puten für seine Erzeugnisse selbst aufzieht und verarbeitet, verteilte an alle Marktbesucher Gutscheine für ein kostenloses Paar Putenwienerle. Das holten sich die Heddesheimer natürlich gerne ab und nahmen sich bei der Gelegenheit auch gleich noch Putenwurst oder Fleisch fürs Mittagessen mit.

Einen guten Anklang fand das reichhaltige Käseangebot. Der Stand von Jürgen Brunn aus Mannheim traf mit seinem Angebot den Geschmack vieler Heddesheimer Käsefreunde.

Die beiden Mannheimer Damen am Blumenstand machten ebenfalls einen zufriedenen Eindruck. Ihre Gestecke und Frischblumensträuße gefielen vor allem den Heddesheimerinnen, auch ihr Stand war gut besucht.

Lediglich am Fischstand war weniger Betrieb. Obwohl der Fisch optisch einladend präsentiert wurde und so frisch und appetitlich aussah, dass er ohne weiteres als Sushi verzehrt werden kann, blieben die Heddesheimer Kunden eher zurückhaltend. Frank Schott aus Albertsweiler ist aber zuversichtlich, dass sich die Qualität seiner Fischerzeugnisse herumsprechen und es für sein Angebot zukünftig größere Nachfrage geben wird.

Auch Herr Rahm aus Bad Dürkheim zeigt sich zufrieden mit der Nachfrage nach seinen Hausmacher Wurstsorten und seinem Weinangebot. Mit flotten Sprüchen und einem breiten Lächeln reichte er jedem Kunden als Entscheidungshilfe gerne ein Gläschen zum Verkosten.

Der Stand der Werbemacher GmbH („Hellesewear“) war zwar nicht so stark frequentiert wie die Stände mit den frischen Produkten, aber auch dieser Standbetreiber zeigte sich alles in allem zufrieden. Er will zukünftig jeden Freitag eine andere Kollektion anbieten, um so saisonelle Gegebenheiten und Kundenwünsche gezielt zu berücksichtigen.

Am Stand von „Amway“ dagegen hatte man nur sehr wenige Kundengespräche. Dieser Stand wirkte deplaziert und fand offensichtlich kein Interesse.

Leider hatte man einen Stand offenbar vergessen. Einige Heddesheimer monierten das Fehlen eines Standes mit Backwaren. Ein Brot oder frische Brötchen hätte so manch einer auch gerne gleich mitgenommen. Und weitaus bereitwilliger als eine Flasche Putzmittel.

Der Dorfplatz wird zum Marktplatz und zu einem Ort der Kommunikation

Bürermeister Kessler wünschte sich, der Markt möge auch ein kommunikativer Ort sein. Das wurde zur Eröffnung erfüllt. Ãœberall bildeten sich kleinere Grüppchen von Menschen, die über das Angebot des Markts ebenso eifrig diskutierten wie über die eigenen Befindlichkeiten oder die der Familie, Verwandten und Bekannten.

Man hielt ein Schwätzchen, freute sich, Menschen wieder zu treffen, die man lange nicht mehr gesehen hatte, aß dabei eine Bratwurst (1 Euro) und trank miteinander gratis ausgeschenkten Sekt.

Heddesheim hat den Wochenmarkt angenommen, obwohl für viele Heddesheimer der Freitagstermin ungünstig für Berufstätige und Schüler erscheint. Trotz dieser nicht unberechtigten Kritik war der Wochenmarkt-Auftakt ein großer Erfolg.

Großer Andrang, zufriedene Händler, zufriedene Heddesheimer, für die Zukunft des Markts lässt das hoffen.

Viel Freude mit den Fotos:
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Einen schönen Tag wünscht
Das heddesheimblog