Freitag, 20. Mai 2022

Gemeinderat beschließt Farbkonzept fĂŒr Maler- und Verputzerarbeiten

Das Alte Rathaus kriegt einen neuen Anstrich

Heddesheim, 25. Juli 2013. (red) Der Gemeinderat hat in seiner Sitzung am 25. Juli ein Farbkonzept fĂŒr eine Fassadensanierung des Alten Rathauses beschlossen. Die Arbeiten werden nun beschrĂ€nkt ausgeschrieben und sollen noch im August/September diesen Jahres durchgefĂŒhrt werden. Die Kosten dafĂŒr schĂ€tzt die Verwaltung auf 70.000 Euro.

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BĂŒrgerhaus: 13.000 Euro, damit Besucher von „auswĂ€rts“ das BĂŒrgerhaus „finden“


So soll der neue Eingangsbereich zum Hof des BĂŒrgerhauses aussehen und 13.000 Euro kosten. Quelle: Gemeinde Heddesheim

Heddesheim, 27. September 2011. (red) Soviel VerstĂ€ndnis war nie in Heddesheim fĂŒr „AußergewĂ€rdische“. FĂŒr rund 13.000 Euro soll es eine neue „optische Eingangssituation“ am BĂŒrgerhaus geben. Die Verwaltung hat die Firma Götsch aus Dreieich beauftragt, die Situation sowohl tagsĂŒber als auch „nachts“ „sichtbar“ zu machen.

Typischerweise finden Veranstaltungen im BĂŒrgerhaus tagsĂŒber oder auch abends statt – nur selten „nachts“. Trotzdem wĂŒnscht sich die „Gemeinde“ eine neue Gestaltung des Eingangsbereichs.

„Die Gemeinde“ ist wie gehabt BĂŒrgermeister Michael Kessler. Denn das eigentliche Gremium, der Gemeinderat, wurde ĂŒber den Entwurf erst informiert, als er schon in Auftrag gegeben worden war.

Die Gestaltung sieht eine Aluminiumfassade vor sowie einen beleuchteten Schriftzug des BĂŒrgerhauses. Der vorhandene Schaukasten soll „integriert“ werden.

Insbesondere Gemeinderat Reiner Lang (SPD) wĂŒnschte sich noch weitere „Led“-Leuchten, was der BĂŒrgermeister prĂŒfen will und die Kosten sicher nochmals in die Höhe treibt.

Drei Gemeinderate der GrĂŒnen lehnten wie der partei- und fraktionsfreie Gemeinderat Hardy Prothmann diese „Verschönerung“ ab. Aus den Reihen der GrĂŒnen wurde vor allem ein fehlendes Konzept zur Beschilderung bemĂ€ngelt, Hardy Prothmann warnte vor unnötigen Ausgaben, da die Gemeinde in den kommenden Jahren an anderer Stelle das Geld dringender benötige.

BĂŒrgermeister Michael Kessler bĂŒgelte den Einwand der GrĂŒnen wie gewohnt ab. Das Thema „Beschilderung“ sei komplex, man mĂŒsse „halt irgendwo anfangen“.

So sieht es jetzt aus. Angeblich ĂŒbersehen "AuswĂ€rtige" stĂ€ndig das BĂŒrgerhaus und angeblich laufen sie dabei stĂ€ndig BĂŒrgermeister Kessler und Gemeinderat JĂŒrgen Merx in die Arme, denn beide berichten von vielen FĂ€llen, in denen sie umherirrende GĂ€ste zum BĂŒrgerhaus geleiten mussten. Bild: heddesheimblog.de

Anmerkung der Redaktion:
Hardy Prothmann ist seit 2009 partei- und fraktionsfreier Gemeinderat in Heddesheim und als Journalist verantwortlich fĂŒr das Heddesheimblog.de

Rathaus in neuem „Glanz“?

Guten Tag!

Heddesheim, 09. August 2010. Am Samstag hatte BĂŒrgermeister Michael Kessler zum Empfang „Fertigstellung der Rathaussanierung“ geladen – die dauert allerdings noch an. Die 590.000 Euro teure Maßnahme bringt vor allem Energieeinsparungen – optisch fallen sofort MĂ€ngel auf.

Von Hardy Prothmann

Die Sanierungsmaßnahme war fĂ€llig – die alten Marmorplatten wiesen SchĂ€den auf, die sicherheitsrelevant waren. Außerdem hatte das 1969 gebaute „neue“ Rathaus eine unbefriedigende energetische Bilanz.

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Speckig glÀnzen die Spuren der Verfugungsarbeiten. Bild: heddesheimblog

Durch die neuen dreifach verglasten Fenster, ein neues Dach und die neue Fassade sollen nun bis zu 80.000 Kilowattstunden Energie pro Jahr eingespart werden. Durch die FassadendĂ€mmung hat sich das Rathaus „vergrĂ¶ĂŸert“ – an allein Seiten ist es um gut 30 Zentimeter gewachsen.

Die Feier der Fertigstellung kommt allerdings verfrĂŒht – an der GebĂ€udeseite zur Unterdorfstraße fehlen noch Natursteinplatten der neuen Fassade, auch fehlt die Fluchttreppe noch.

Die Sanierung ist auf den ersten Blick zu erkennen – macht allerdings aus einem Verwaltungsbau trotzdem kein schmuckes Objekt. Ob die geschlossene Fassade tatsĂ€chlich mit der Umgebung harmoniert, entscheidet wohl jeder anders. Die geschlossenen Fugen am Rathaus stehen im Kontrast zu den offenen der Sparkasse.

Bei nĂ€herer PrĂŒfung fĂ€llt auf, dass es SchĂ€den gibt, die nicht gefallen können und bei denen man sich fragt, warum diese nicht sofort ausgebessert wurden. Außerdem sind die Spuren der Verfugungen deutlich und unschön sichtbar: Speckig glĂ€nzen die Fassadensteine. Das wirkt schmuddelig und schlampig (siehe Bilderstrecke).

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