Dienstag, 16. August 2022

Auf Kahlschlag folgt Kahlschlag: Kessler vs. Klemm

Eklat um RĂŒckschnitts-Anzeige

Die untere Naturschutzbehörde hatte nichts gegen die Abholzung.

 

Heddesheim, 24. September 2012. (red/la) Die Gemeinderatssitzung war fast beendet, als Michael Kessler nur noch einige AnkĂŒndigungen verlesen wollte. Eine davon war, dass die Anzeige von Kurt Klemm (GrĂŒne) gegen ihn abgewiesen wurde. Kessler ging daraufhin mit Klemm hart ins Gericht und provozierte einen Eklat.

Von Reinhard Lask

Am Ende der vergangenen Gemeinderatssitzung kam es zu einem Eklat. Nachdem alle Tagesordnungspunkte abgearbeitet waren standen nur noch die Bekanntgaben auf der Liste. Doch die hatten es in sich. BĂŒrgermeister Michael Kessler verkĂŒndete, dass die Anzeige von Gemeinderat Kurt Klemm gegen ihn von der zustĂ€ndigen Behörde abgewiesen worden sei. Klemm hatte Kessler als Chef der Verwaltung fĂŒr eine angeblich gesetzeswidrige „RĂŒckschnittsmaßnahme“ am Badesee angezeigt.

Kessler wandte sich danach direkt an Kurt Klemm:

Ihre Anzeige, Herr Klemm war völlig ĂŒberzogen. Sie beschĂ€digen damit die Reputation der Mitarbeiter der Gemeinde.

Man habe nun bestĂ€tigt bekommen, dass alles rechtmĂ€ĂŸig gewesen sei:

Ich bin froh, dass die Mitarbeiter nun RĂŒckendeckung bekommen haben.

Das wollte Klemm nicht auf sich sitzen lassen.

Mir geht es nicht um Sie persönlich. Ich habe zu keiner Zeit Mitarbeiter beleidigt oder gesagt diese hÀtten rechtswidrig gehandelt.

Er habe eine Anzeige gegen den Auftraggeber gestellt. Er habe sich mehr als 50 Jahre fĂŒr Naturschutz engagiert. Er sei nach wie vor der Ansicht, dass der RĂŒckschnitt massiven Schaden verursacht habe. Zudem sei er auch von Mitarbeitern der Unteren Naturschutzbehörde zur Anzeige ermutigt worden, damit solchem Aktionen Einhalt geboten werde.

Kessler wurde nun sichtlich ungehalten:

Die untere Naturschutzbehörde hat die Anzeige als nicht zutreffend zurĂŒckgewiesen.

Es kam zu einer lauten Auseinandersetzung zwischen beiden. Dabei fiel Kessler seinem Kontrahenten immer wieder ins Wort, wenn er sich rechtfertigen wollte:

Fotografieren sie nicht die Mitarbeiter und belÀstigen Sie diese nicht,

warf Kessler dem grĂŒnen Gemeinderat vor. Der bestritt jemals Mitarbeiter der Stadt fotografiert noch sonst wie belĂ€stigt zu haben. Im weiteren Verlauf der hitzigen Debatte forderte Kessler mehrmals Klemm auf „still zu sein“ und sagte, dass Klemm nicht verstehe, was er behaupte. Klemm erwiderte, dass er sich weiterhin fĂŒr die Umwelt einsetzen werde und sich nicht einschĂŒchtern lasse.

Kurz nach Ende des Schlagabtauschs verließ der sichtlich erschöpfte grĂŒne Gemeinderat fĂŒr einige Minuten den Sitzungssaal, wĂ€hrend Kessler mit den Bekanntgaben fortfuhr.

Wir dokumentieren die Stellungnahme der Unteren Naturschutzbehörde nach einer Pressemitteilung der Gemeinde:

„Die naturschutzrechtliche Beurteilung richtet sich nach den Vorschriften des Bundesnaturschutzgesetzes. Durch die Rodungsarbeiten wurden keine Schutzgebiete oder Biotopstrukturen i.S.d. § 23 ff. Bundesnaturschutzgesetz (BNatSchG) berĂŒhrt. Der Eingriffstatbestand liegt in diesem Fall nach § 14 BNatSchG nicht vor, da durch die durchgefĂŒhrte Maßnahme keine erhebliche BeeintrĂ€chtigung von Naturhaushalt und Landschaftsbild entstanden ist.

Da die Rodungsarbeiten im Zeitraum Dezember 2011 bzw. Januar 2012 durchgefĂŒhrt wurden, konnte kein Verstoß gegen die Vorschriften des § 39 Abs. 5 Satz 1 Nr. 2 BNatSchG festgestellt werden. Zudem konnte kein nachweislicher Verstoß gegen die Vorschriften zum besonderen Artenschutz nach § 44 BNatSchG festgestellt werden. Nach Ihrer Stellungnahme wurde der betroffene Bereich durch geschultes Personal 2-fach intensiv vor der RĂŒckschnittsmaßnahme bzgl. Brut- oder RuheplĂ€tzen begutachtet. Hierbei sind zwei BrutplĂ€tze in BĂ€umen entdeckt worden, welche weder entfernt noch beeintrĂ€chtigt wurden.

Ob daneben weitere BĂ€ume mit geschĂŒtzten Fortpflanzungs- und RuhestĂ€tten (insbesondere Baumhöhlen) beseitigt wurden, kann im Nachhinein nicht mehr festgestellt werden.

Aus naturschutzfachlicher Sicht bestehen keine Bedenken gegen die durchgefĂŒhrten Rodungsarbeiten, da dadurch eine langfristige Stabilisierung des Uferbewuchses an dieser Stelle herbeigefĂŒhrt wurde (VerjĂŒngung des Gehölzbestandes). Mit dem angefallenen Material wurde eine ökologisch sehr wertvolle Benjesheckes fachgerecht angelegt. Laut Aussagen der Mitarbeiter Ihrer Gemeinde, soll diese auch in Zukunft, als freiwillige Selbstverpflichtung der Gemeinde, weiter ausgebaut und gepflegt werden.“

Pferdesport: Eklat in Heddesheim


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Dieser Reiter freut sich - aber hinter den Kulissen gab es mĂ€chtig Ärger.

Heddesheim/Rhein-Neckar, 07. Juli 2011. (red) Beim diesjĂ€hrigen Sommerturnier soll es hinter den Kulissen enormen Ärger gegeben haben, berichtet das Reiterjournal in einer Vorabmeldung.

Massive Kritik wurde an der Besetzung der Dressur-Schiedsrichter geĂ€ußert: „Die hatten einfach nicht die Klasse, um die PrĂŒfungen zu beurteilen“, sagte uns ein Insider.

Beispielsweise habe es eine Wertung gegeben, bei der ein Richter den Reiter auf Platz eins setzte, ein anderer auf Platz 24 – von 24 Reitern: „Das Wertungen auseinander gehen, ist selbstverstĂ€ndlich, aber um 24 PlĂ€tze? Das ist ein echter Hohn.“

Auch bei der Zulassung der Pferde gab es Ärger. Besonders kritisch Ă€ußerte man sich zur „Teilung“ der S-Dressur in zwei Gruppen. Der schwere Vorwurf: „Hier wurde ein S-Gruppensieg erkauft.“

Die Landeskommission der Reiter soll sich mit dem Vorgang beschÀftigen. Nach unseren Informationen ist es fraglich, ob solche Turnier in Zukunft noch in Heddesheim stattfinden.

Die Anlage ist zwar hervorragend geeignet, vor allem wegen der GrĂ¶ĂŸe. Aber der Springplatz mĂŒsste verbessert werden und vor allem die sportliche Leitung.

Insgesamt wird das Engagement des PZRRVs aber gelobt, weil hier vor allem viel und gute Jugendarbeit gemacht werde.

Wir bleiben am Thema und werden berichten.

Einen schönen Tag wĂŒnscht
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