Dienstag, 03. August 2021

Gut besuchte Eisdisco und Polizeipräsenz

Guten Tag!

Heddesheim, 15. November 2009. √ÉŇďber 300 Jugendliche freuten sich bei fast idealem Wetter √ľber den Eispa√ü w√§hrend der Disco am Samstag. Die Ladenburger Polizei zeigte nach dem Vorfall der betrunkenen M√§dchen vor einer Woche Pr√§senz.

Aufs neue Eis wollte jeder der Jugendlichen am liebsten zuerst, nachdem die Eismeister die Bahn neu pr√§pariert hatten: „Bitte erst mit der Musik aufs Eis“, rief Eismeister Kiss die enthusiastischen Jugendlichen √ľber Lautsprecher zur Geduld.

Als die Musik dann einsetzte, st√ľrzten sich die Jugendlichen im Pulk auf die Bahn. Unter ihnen viele, die den Eislauf fast wie Profis beherrschen und Pirouetten vollf√ľhren, als sei das eine der leichtesten √ÉŇďbungen.

Im Laufe des Abends zeigten auch uniformierte Polizeibeamte aus Ladenburg Präsenz. Der Vorfall vom vergangenen Wochenende wird zumindest bei der Polizei Ernst genommen Рanders als bei der Hauptverwaltung der Gemeinde.

Text und Bilder: Horst Pölitz

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Einen sch√∂nen Tag w√ľnscht
Das heddesheimblog

Nichts sehen, nichts hören, nichts sagen

Guten Tag!

Heddesheim, 12. November 2009. H√§tte das heddesheimblog keinen Hinweis aus der Bev√∂lkerung bekommen und √ľber den Fall zweier stark alkoholisierten M√§dchen im Alter von 12 Jahren auf der Eisbahn berichtet – h√§tte die √Ėffentlichkeit nichts √ľber den Vorfall erfahren. Aus Sicht der Gemeinde dient dieses Schweigen „der R√ľcksicht und dem Schutz der betroffenen Jugendlichen und deren Eltern“. Ist das so?

Kommentar: Hardy Prothmann

Das heddesheimblog musste behaarlich nachhaken, um n√§here Einzelheiten von der Gemeinde √ľber den Alkoholmissbrauch zweier 12-j√§hriger M√§dchen am vergangenen Wochenende (07. November 2009) auf der Eisbahn zu erfahren. Warum eigentlich?

Angeblich geht es um die „R√ľcksicht und den Schutz der betroffenen Jugendlichen und deren Eltern“. „Wir hielten und halten es auf Ihre Anfrage hin weiterhin nicht f√ľr ein verantwortliches Handeln, den Vorfall in allen Einzelheiten √∂ffentlich zu machen, zumal die Eltern, die zuallererst die Aufsichtspflicht √ľber ihre minderj√§hrigen Kinder haben, kurz nach dem Vorfall, sowie das Jugendamt am 11.11.09 informiert wurden.“

Inwieweit eine Berichterstattung wie hier im heddesheimblog eine „Bedrohung“ f√ľr die betroffenen Jugendlichen darstellen k√∂nnte, erschlie√üt sich mir nicht.

Wer soll gesch√ľtzt werden? Die Kinder oder die Verantwortlichen?

Ganz im Gegenteil habe ich mit vielen Eltern gesprochen, die sehr besorgt ob dieses Vorfalls sind und nunmehr ihre Kinder nicht mehr ohne Aufsicht auf die Eisbahn lassen wollen. Weil sie Sorge haben, dass ihre Kinder vielleicht mit Alkohol in Ber√ľhrung kommen oder durch alkoholisierte Jugendliche Schaden erleiden.

Nur um „Missverst√§ndnissen“ vorzubeugen wurde die Redaktion des heddesheimblogs dann doch mit ein paar Details durch den Hauptamtsleiter und Pressesprecher Julien Christof informiert.

Was ist mit „Missverst√§ndnissen“ gemeint?√ā¬†Ganz einfach: Nur durch beharrliches Nachbohren war die Gemeinde √ľberhaupt bereit, wesentliche Informationen √ľber den Vorfall „herauszur√ľcken“. Dass sie letztlich doch informiert hat, soll nun wohl beweisen, dass Presseanfragen „freiwillig“ beantwortet werden.

Dem ist nicht so. Ganz im Gegenteil hat die Redaktion handfeste Informationen, dass auf Anordnung des B√ľrgermeisters Michael Kessler das heddesheimblog bewusst und vors√§tzlich immer wieder beim Versand von Informationen an die Presse √ľbergangen wird.

Die Gemeinde hätte den Vorfall am liebsten verschwiegen.

Dieser neuerliche Vorfall aber geht weiter. Nicht nur das heddesheimblog wird nicht informiert – √ľberhaupt keine „√Ėffentlichkeit“ wurde informiert, weil die Gemeinde den Vorfall am liebsten verschwiegen h√§tte.

Zum „Schutz der Jugendlichen“? Wer√ā¬īs glaubt, wird selig.

Nat√ľrlich zum eigenen Schutz. Denn ab der Berichterstattung wird die √Ėffentlichkeit aufmerksam darauf achten, wie die Gemeinde sicher stellt, dass die anderen Jugendlichen „gesch√ľtzt“ werden – notfalls auch vor sich selbst.

Um es noch mal ganz deutlich zu sagen: Es geht um Kinder – zw√∂lf Jahre alt! Betrunkene Kinder! Das sind Sechstkl√§ssler. Noch dazu M√§dchen, nicht etwa „Jungs“ – f√ľr deren Fehlverhalten manche noch eher Verst√§ndnis h√§tten, obwohl fraglich ist, wieso das „eher verst√§ndlich“ sein sollte.

F√ľnf Tage nach diesem Vorfall hatte die Gemeinde immer noch keine detaillierten Informationen und begr√ľndete dem heddesheimblog gegen√ľber diese desinteressierte Haltung damit, dass die Mitarbeiter der Eisbahn „im Schichtdienst“ arbeiten und deswegen eine „vertiefende Stellungnahme“ bislang nicht m√∂glich gewesen sei.

Geht es noch kälter?

Eine „vertiefende Stellungnahme“ also. Geht es noch b√ľrokratischer, desinteressierter, k√§lter?

Im Gegenteil beschwert sich die Gemeinde √ľber einen Vorabbericht, in dem „Informationen weggelassen worden sein sollen“ – n√§mlich, dass es „seit Jahren“ ein Alkoholverbot w√§hrend der Eisdisco gibt.

Was soll das hei√üen? „Wir haben es verboten und damit darf das nicht sein?“ Zumindest liest sich das in der „vertiefenden Stellungnahme“ dann so, in der die Gemeinde auf die Hausordnung verweist.

Anstatt sich zu fragen, wie man solche Exzesse m√∂glichst etwa durch Aufkl√§rung in den Griff bekommen kann, spielen die Verantwortlichen der Gemeinde die „beleidigte Leberwurst“.

Ist das angebracht angesichts dieses dringlicheren Problems besoffener Jugendlicher, die immer j√ľnger werden?

Was nicht sein darf, ist auch nicht passiert.

√ÉŇďber die man aber nichts wei√ü oder wissen will, weil Mitarbeiter Schichtdienst haben und deswegen zun√§chst keine b√ľrokratisch-juristisch-korrekten „vertiefenden Stellungnahmen“ m√∂glich sind?

Worum handelt es sich hier? Um eine Farce? Um eine Episode aus Schilda? Um Inkompetenz? Um Desinteresse? Um die unverantwortliche Haltung einer Gemeinde, die nicht wissen will, wie es zu dem Vorfall kam und lieber alles unter den Teppich kehrt? Nach dem Motto, was nicht sein darf, ist auch nicht passiert?

Oder handelt es sich schlicht und einfach um eine √ÉŇďberforderung der Verantwortlichen, die vermeintlich abseits der sozialen Brennpunkte der Gro√üst√§dte denken, auf dem Land sei noch alles in Ordnung?

„Der verantwortliche Mitarbeiter der Eisbahn hat angemessen auf den Vorfall reagiert“, teilt Herr Christof in seiner „Stellungnahme“ mit.

Davon bin ich √ľberzeugt: Ich habe mehrere Stunden mit diesen Mitarbeitern auf der Eisbahn verbracht, um im Vorfeld der Er√∂ffnung √ľber deren Arbeit zu berichten. Die nehmen ihren Job sehr ernst und f√ľllen ihn mit gro√üem Engagement und Verantwortungsbewusstsein aus. √ā¬†Diese Frage steht also √ľberhaupt nicht zur Debatte.

Paranoide Verschwörungstheoretiker.

Zur Debatte steht das Verhalten der Gemeinde, die lieber verschweigt, statt zu informieren. Das ist in meinen Augen ein „verantwortungsloses und unangemessenes Verhalten“.

Zur Debatte steht, wie die „Eism√§nner“ bei ihrer Arbeit besser unterst√ľtzt werden k√∂nnen, damit es m√∂glichst nicht zu solchen Vorf√§llen kommt.

Werden die Verantwortlichen der Gemeinde diesen Kommentar verstehen? Eher nicht. Denn die gehen nach eigener Aussage davon aus, dass das heddesheimblog „auf jeden Fehler der Verwaltung lauert“.

So gesehen, also aus Sicht „paranoider Verschw√∂rungstheoretiker“, verstehe ich das eigene „Schutzbed√ľrfnis“ der Verantwortlichen.

Da ich als Journalist nicht zu Verschw√∂rungstheorien neige, sondern mich f√ľr Tranzsparenz einsetze, kann ich allerdings √ľber dieses Verhalten und diesen Standpunkt nur den Kopf sch√ľtteln.

Interview: Die Eisbahn ist ein sozialer Ort.

Vorfall auf der Eisbahn: Alkoholisiertes Mädchen wurde in Weinheimer Klinik eingeliefert

Guten Tag!

Heddesheim, 12. November 2009. Am Wochenende kam es bei der „Eisdisco“ am Samstag zu zwei F√§llen von Alkoholmissbrauch durch Kinder auf der Eislaufbahn Heddesheim. Wir berichteten bereits gestern √ľber zwei alkoholisierte M√§dchen im Alter von 12 Jahren. Heute hat die Gemeinde auf unsere Anfrage vom 10. November 2009 Details zu dem Vorfall mitgeteilt.

Nach Angaben der Gemeinde Heddesheim bemerkte einer der Eismeister am Samstag, den 07. November 2009, „dass sich ein 12-j√§hriges M√§dchen im Beisein von anderen Jugendlichen auf dem Gel√§nde der Eisbahn an einer Sitzbank √ľbergeben hatte“. Das M√§dchen sei nicht ansprechbar gewesen, weswegen der Eismeister den Rettungsdienst gerufen habe, der das alkoholisierte M√§dchen in eine Klinik nach Weinheim gefahren habe.

Ein weiteres M√§dchen habe ebenfalls Alkohol getrunken und sich auf der Toilette der Eisbahn √ľbergeben. Der Eismeister informierte die Eltern der beiden M√§dchen, die sp√§ter auf der Eisbahn erschienen sind.

In beiden F√§llen wurde das Jugendamt durch die Gemeinde am 11. November 2009 informiert. Zun√§chst hatte die Gemeinde am 10. November 2009 mitgeteilt, dass „zust√§ndige Stellen“ informiert worden seien.

Gemeinde sieht die beiden betrunkenen 12-j√§hrigen M√§dchen als „Einzelfall“.

Auf Nachfrage der Redaktion schrieb die Gemeinde, dass sie den Alkoholmissbrauch der Kinder als „Einzelfall“ betrachte und keinen Anlass sehe, „die Organisation unserer Eisdisco grunds√§tzlich in Frage zu stellen, da allen Besuchern bekannt ist, dass der Alkoholkonsum w√§hrend der Eisdisco verboten ist und sie mit dem Kauf der Eintrittskarte die Eislaufordnung der Kunsteisbahn der Gemeinde Heddesheim anerkennen.“

Nach dieser bestehe w√§hrend der Zeiten der Eisdisco absolutes Alkoholverbot. Die Gemeinde k√∂nne nicht verhindern, „dass Personen die Eisdisco besuchen, bei denen nicht erkennbar ist, dass sie bereits im Vorfeld Alkohol getrunken haben.“ Bei Verdacht auf Alkoholkonsum vor und w√§hrend der Eisdisco w√ľrden stichprobenhaft Kontrollen durchgef√ľhrt und Personen unter Umst√§nden aufgefordert, mitgebrachte Taschen oder Rucks√§cke zu √∂ffnen.

Die Eismeister beobachteten das Geschehen permanent. Sollte sich ein Verdacht best√§tigen, w√ľrden die Personen der Eisbahn verwiesen, bei Jugendlichen zudem die Eltern informiert. Man wolle die Besucher nicht pauschal unter „Generalverdacht“ stellen und alle beim Einlass kontrollieren, was „√ľbrigens organisatorisch gar nicht zu leisten w√§re“.

Trotzdem wolle die Gemeinde in den n√§chsten Wochen einen „speziellen Augenmerk“ in dieser Hinsicht auf die Besucher richten.

Lesen Sie auch unseren Kommentar: Nichts sehen, nichts hören, nichts sagen

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Das heddesheimblog

Alkoholmissbrauch von jugendlichen Mädchen auf der Kunsteisbahn

Guten Tag!

Heddesheim, 11. November 2009. Am Wochenende kam es bei der „Eisdisco“ am Samstag zu einem Zwischenfall auf der Eislaufbahn Heddesheim. Nach Informationen des heddesheimblogs mussten zwei M√§dchen, um zw√∂lf Jahre alt, die Eisbahn wegen Trunkenheit verlassen.

Entdeckt wurde der Alkoholmissbrauch der unter 14-jährigen Mädchen durch einen Sturz. Der Redaktion liegen noch keine detaillierten Informationen zu dem Vorfall vor.

Nach Angaben aus dem Rathaus wurden die Eltern und „zust√§ndige Stellen“ informiert.

Die Redaktion hat eine Anfrage an das Rathaus gestellt und informiert Sie umgehend √ľber die Hintergr√ľnde und Folgen dieses Vorfalls, sobald die Antworten eingetroffen sind.

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Neuer „Wetterservice“ der Gemeinde l√§sst viele Fragen offen

Guten Tag!

Heddesheim, 11. November 2009. Die Gemeinde Heddesheim bietet einen „Wetterservice“ an – der allerdings steckt voller R√§tsel f√ľr Wetterunkundige, die sich √ľbers Wetter informieren wollen.

Die Gemeinde Heddesheim „informiert“: „Kurz nach Saisoner√∂ffnung am 01.11.2009 in Heddesheim bietet die Kunsteisbahn den Eislauffreunden einen besonderen Service an. Auf der Internetseite der Gemeinde Heddesheim in der Rubrik kann das tagesaktuelle Wetter auf der Kunsteisbahn eingesehen werden. Neben Informationen zu Temperatur, Luftfeuchtigkeit und Windgeschwindigkeit d√ľrfte vor allem die Informationen √ľber Regen bzw. Schneefall von hohem Interesse sein. Die Anzeige wird w√§hrend der √Ėffnungszeiten der Kunsteisbahn im 10-Minuten-Takt aktualisiert und von der eigenen Wetterstation zur Verf√ľgung gestellt. Somit dient der Blick aufs aktuelle Wetter nicht nur f√ľr die Besucher Kunsteisbahn, sondern auch allgemein zur Information √ľber die aktuelle Wetterlage in Heddesheim.“

Machen Sie mit und „entschl√ľsseln“ Sie die Wetterkoordinaten:
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Die „Au√üentemperatur“ d√ľrfte klar sein. Was aber sagt uns die „Au√üenfeuchtigkeit“? Und was ist mit der „Innenfeuchtigkeit“?

Die „Windgeschwindigkeit“ ist wohl die Geschwindigkeit des Windes. Ist 3.2 Km/h angenehm? Ab wann wird es unangenehm?

Spielt die „Windrichtung“ eine Rolle f√ľrs Eislaufen?

Was bedeuten die Angaben zum Regen? Sind 1.5 mm viel oder wenig? Lohnt sich ein Besuch?

Und ganz unklar: Der Luftdruck. Was bitte bedeutet 996.5 hpa „relativer Luftdruck“ gegen√ľber 997.9 hpa „absoluter Luftdruck“? Und wenn das etwas bedeutet – muss man nicht vergleichende Werte haben, aus denen man eine Tendenz schlie√üen kann?

R√§tseln Sie mit oder kl√§ren Sie auf: Sie helfen M√ľttern und V√§tern, Omas und Opas, Lehrerinnen und Lehrern, B√ľrgerinnen und B√ľrgern und vielen anderen Menschen bei der L√∂sung der r√§tselhaften Fragen.

Wir sind auf die Wetterexpertenmeinungen gespannt.

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Das heddesheimblog

Eislaufbahn erfolgreich eröffnet Рrund 600 Besucher

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Gut 600 Gäste hatten Spaß zum Start der Eislaufbahn. Bild: hblog, hp

Guten Tag!

Heddesheim, 02. November 2009. Besser h√§tte der Start nicht sein k√∂nnen – rund 600 begeisterte Eisl√§ufer haben den Saisonstart auf der Heddesheimer Kunsteisbahn am 01. November 2009 f√ľrs Eislaufvergn√ľgen genutzt.

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Das heddesheimblog

„Die Eisbahn ist ein sozialer Ort.“

Guten Tag!

Heddesheim, 31. Oktober 2009. Siebzehn Jahre ist Michael Kiss schon „auf der Eisbahn“ als Eismeister. In diesen Jahren hat er viel erlebt: Rund 60.000 Besucher kommen in der Saison auf die Kunsteisbahn – hier werden Freundschaften geschlossen, Liebschaften entwickeln sich und manchmal kullern auch Tr√§nen. Michael Kiss muss deshalb auch Sozialarbeiter sein.

Interview: Hardy Prothmann

Herr Kiss, was macht Ihnen am meisten Spaß mit den Besuchern der Eisbahn?
Michael Kiss: „Ganz einfach – wenn Sie den Menschen zuschauen, welchen Spa√ü die haben, dann gibt mir das ebenfalls Spa√ü und Freude an dem sch√∂nen Lebensgef√ľhl.“

Die Eisbahn hat f√ľr Sie also mehr als einen sportlichen Aspekt?
Kiss: „Aber sicher. Die Eisbahn ist ein sozialer Ort: Hier werden Freundschaften geschlossen, jugendliche Liebschaften begonnen und manchmal auch beendet…, hier tummeln sich Kinder, Jugendliche kommen weg von der Stra√üe und passionierte Eisl√§ufer genie√üen unsere sch√∂ne Atmosph√§re. Nat√ľrlich dient Eislaufen auch der k√∂rperlichen Ert√ľchtigung, aber im Alltagsbetrieb geht es um ein f√ľr alle sch√∂nes Eislauferlebnis und nicht um sportliche Leistungen.“

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Eismeister Michael Kiss: "Unsere G√§ste f√ľhlen sich bei uns wohl."

Bei 60.000 Besuchern pro Saison läuft aber sicher nicht immer alles rund?
Kiss: „Ganz klar, jedes Jahr gibt es Menschen, die aus unterschiedlichen Gr√ľnden auffallen. Oft sind es Jugendliche. Aber ganz ehrlich, dass sind sehr wenige. Der grasseste Fall ist f√ľr mich bis heute ein Vater, der partout mit seiner kleinen Tochter auf den Schultern fahren wollte und kein Einsehen hatte, dass das lebensgef√§hrlich f√ľr das M√§dchen war. Aber das sind wie gesagt absolute Ausnahmen. Die freundliche Atmosph√§re sorgt daf√ľr, dass sich die Menschen hier wohl f√ľhlen. Wenn einer doch mal zuviel √ÉŇďbermut hat oder sogar aggressiv wird, dann nehmen wir uns den zur Brust. Meist hilft ein kl√§rendes Gespr√§ch – in seltenen F√§llen muss ich Bahnverbote aussprechen – was ich aber im Zweifel auch kompromisslos tue, damit alle anderen weiter ihren Spa√ü haben k√∂nnen.“

Kullernde Tr√§nen, √ľbermotivierte L√§ufer, Freundschaften, Lebensfreude
– auf der Eisbahn ist viel geboten.

Sind Sie damit so eine Art Sozialarbeiter?
Kiss: „Ich bin der Eismeister, dazu geh√∂rt auch der soziale Austausch mit den G√§sten. Allerdings habe ich schon oft emotionale Ersthilfe geben m√ľssen, wenn eine junge Beziehung auseinandergebrochen ist oder andere Dinge die Tr√§nen kullern lie√üen.“

Sie sind aber auch Ersthelfer, wenn ein Unfall passiert?
Kiss: „Ja, mein Kollege Siegmund Schmitt und ich halten uns mit Kursen auf dem Laufenden. Meist tut nur der Popo weh, wenn jemand gest√ľrzt ist, ab und an gibt es Schnittwunden zu versorgen, schlimme Unf√§lle sind Gott-sei-Dank wirklich selten. Sicher auch, weil wir sehr genau darauf achten, was auf dem Eis passiert und √ľbermotivierte L√§ufer, die andere gef√§hrden k√∂nnten, in ihre Schranken weisen.“

„Die Eisbahn ist ein gesellschaftlicher Treffpunkt.“ Michael Kiss

Das stelle ich mir anstrengend vor.
Kiss: „Ist es manchmal. Meistens aber geht alles seinen geregelten Gang. Das Angebot auf der Eisbahn ist nach unseren Erfahrungen zusammengestellt. Montags d√ľrfen nur Kinder bis zehn Jahre auf die Bahn. Das ist gut so, die wollen schlie√ülich Eislaufen lernen und k√∂nnen das dann ganz spielerisch ohne Trubel au√üen herum. Tags√ľber kommen Schulklassen, Familien und erwachsene Leute, am sp√§ten Nachmittag bis Abend dann die Jugendlichen. Bei den Jugendlichen ist unsere Aufmerksamkeit besonders gefragt – aber wir waren alle mal jung und verstehen, dass die sich austoben wollen – solange alles im Rahmen bleibt, ist das auch in Ordnung.“

Welche Events wird es geben?
Kiss: „Nat√ľrlich die w√∂chentliche Disco am Samstag von 17.00-22.00 Uhr. Dann gibt es ein mal im Monat freitags eine besondere Party: Chart-Hits, √ÉŇď30, Apres-Eis und einen R&B-Abend.“

Gibt es Stammkunden?
Kiss: „Jede Menge. Es gibt L√§ufer, die sind jeden Tag hier, drehen ein, zwei Stunden ihre Bahnen. Es gibt auch viele von ausw√§rts, die den Weg nicht scheuen, weil unsere Bahn einfach diese tolle Atmosph√§re hat. Ein Professor aus Heidelberg beispielsweise ruft vorher an, fragt, wie viel los ist und wenn es nicht so voll ist, ist er eine halbe Stunde sp√§ter auf dem Eis. Es gibt aber auch ganze Freundeskreise, die sich regelm√§√üig hier treffen und austauschen. Die Eisbahn ist ein gesellschaftlicher Treffpunkt. Ich sage immer, wir sind eine Familienbahn.“

Die G√§ste sollen sich wohlf√ľhlen – das ist die Hauptsache.

Heißt?
Kiss: „Das f√§ngt bei den Preisen an. Die sind sozial vertr√§glich und Familien und junge Leute k√∂nnen bei uns f√ľr wenig Geld aktiv und mit viel Spa√ü ihre Freizeit gestalten. Weiter geht es √ľber das Team: Alle sind f√ľr die G√§ste da – wir sorgen f√ľr eine entspannte Atmosph√§re, die Bahn ist immer topp in Schuss. Unser Anspruch ist: Die G√§ste sollen abschalten k√∂nnen und sich wohlf√ľhlen. Die Eisbahn ist ein Ort der Erholung f√ľr den k√∂rperlichen und geistigen Ausgleich.“

Das Rezept f√ľr das „bestm√∂gliche Eis“

Guten Tag!

Heddesheim, 30. Oktober 2009. Um das bestm√∂glichste Eis zu machen, braucht es viel Erfahrung, Geduld und nat√ľrlich macht es jede Menge Arbeit. Eismeister Michael Kiss und Siegmund Schmitt pr√§parieren seit dem 20. Oktober 2009 die Eisbahn f√ľr die neue Saison.

Von Hardy Prothmann

„Die Witterung ist f√ľr uns die gr√∂√üte Herausforderung“, sagt Michael Kiss. Deswegen arbeiten er und sein Kollege Siegmund Schmitt bevorzugt abends am Eis, manchmal auch morgens: „Am Morgen haben wir das Problem, dass wir nur eine begrenzte Zeit zur Verf√ľgung haben. Wenn die Sonne √ľber dem Odenwald aufsteigt und es ein sch√∂ner Tag wird, wird es schwierig f√ľr uns.“

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Michael Kiss und Siegmund Schmitt (Fahrer) besprechen sich. Foto: hblog

Ab zehn Grad Au√üentemperatur und direkter Sonne f√§ngt es an, schwieriger mit dem Eis zu werden, ab 14 Grad wird es dann fast unm√∂glich, die Bahn in einen guten Zustand zu bringen: „Dann arbeitet die Maschine auf Hochtouren.“

Pro Tag haben die M√§nner in den vergangenen Tagen Schicht um Schicht von etwa einen halben Zentimeter neuen Eis aufgebracht : „Da wir aber auch Verluste durch den Wind und die Sonne haben, braucht es acht, neun Tage bis wir unser Eis haben.“ Das Schichten des Eises bringt enorme Vorteile: „Die Erfahrung hat gezeigt, dass das Eis qualitativ besser wird, einfach stabiler“, sagt Kiss.

Eishockeyspieler wollen hartes Eis, Eisläufer weicheres Eis

Das Eis arbeitet n√§mlich. Sonne, Wind, Regen – alle Umwelteinfl√ľsse ver√§ndern seinen Zustand. Ebenso die Eismeister: „Wenn die Eishockeymannschaften spielen, machen wir das Eis h√§rter. Da stehen die drauf“, grinst Kiss. Der freundliche Service macht den M√§nnern aber zus√§tzliche Arbeit: „Wenn die Spieler vom Platz gehen, haben sie mit ihren Kufen ganze Arbeit geleistet. Es gibt dann jede Menge Stellen zu flicken, wo sie Broken rausgerissen haben.“ Kiss grinst wieder: „Das kriegen wir aber immer wieder hin.“

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20 Minuten dauert eine "Eisfahrt". Foto: hblog

Die „normalen“ Eisl√§ufer haben dagegen lieber ein etwas weicheres Eis, das l√§sst sich geschmeidiger befahren. „Wenn Jugendliche allerdings dann mit T-Blades hier richtig zur Sache gehen, dann sieht man die Spuren auch viel deutlicher – gerade in den Kurven schneiden diese extrem scharfen Schlittschuhe enorme Rillen rein.“ Kiss rei√üt die Augen auf, signalisiert „so ein √É‚Äěrger“, dann grinst er aber wieder. Er war auch mal jugendlich und wei√ü, dass es halt aus √ÉŇďbermut geschieht. Und er wei√ü – das kriegen sie wieder hin: „Alles was durch sportliche Beanspruchung passiert, ist halt so. Deswegen kommen die Menschen ja, die einen laufen gem√ľtlich, die anderen geben alles. Kein Verst√§ndnis habe ich aber f√ľr √ÉŇďberm√ľtige, die einfach so mal die Kuffen ins Eis schlagen und es absichtlich besch√§digen.“

Kampf gegen das „schlechte Eis“

Siegmund Schmitt sagt nicht viel. Er nickt. Gleich f√§hrt er wieder mit dem Eiswagen raus und zieht seine Runden. Zuvor haben die beiden M√§nner aber mit einem Hobel, der aussieht wie ein Rasenm√§her, die Stellen nahe der Banden von „schlechtem Eis“ befreit: „An den Banden l√§uft Kondenswasser runter, der Wind treibt den Schnee hierher, w√§hrend des Betriebs stoppen die Leute und dann bilden sich schnell Hubel, die wir nicht haben wollen.“

1800 Quadratmeter (60×30 Meter) ist die Eisfl√§che gro√ü, von etwa 3,5 cm dickem Eis bedeckt. So wenig? „Alles andere w√§re unwirtschaftlich, weil wir mehr Energie br√§uchten, um eine dickere Schicht hinzubekommen. Die dreieinhalb Zentimeter sind das ideale Ma√ü f√ľr tollen Eisspa√ü und notwendiger Energiezufuhr“, sagt der Eismeister.

Unter dem Eis ist der Beton zwischen minus acht und minus vierzehn Grad Celcius kalt: „Was viele nicht wissen – wir frieren nicht das Wasser ein, wir entziehen dem Wasser die W√§rme. Eigentlich nach demselben Prinzip, wie ein K√ľhlschrank funktioniert“, sagt Kiss.

Unter dem Beton laufen Rohre, durch die fl√ľssiger Ammoniak flie√üt, der saugt die W√§rme(energie) auf und wird fl√ľchtig, also gasf√∂rmig: „Das saugen wir dann ab und verl√ľssigen den Ammoniak wieder. So schlie√üt sich der Kreis.“

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Schaben und wässern und das im genau richtigen Verhältnis ist die Kunst. Foto: hblog

Mittlerweile ist Siegmund Schmitt wieder mit dem Wagen auf dem Eis. Am hinteren Ende des Eiswagens sind neun sehr scharfe Messer angebracht, die die Eisfl√§che hobeln. Zwischen einem und zwei Millimetern tragen die Messer ab, manchmal auch weniger, nur Zehntel Millimeter, je nach Zustand der Bahn: „Da hinten ist eine Stelle, mit der wir noch nicht 100 Prozent zufrieden sind. Wir testen, wie viel wir abhobeln m√ľssen, um das sch√∂n gleichm√§√üig zu bekommen.“

Die Arbeit ist t√§glich anders f√ľr die Eismeister – je nach Witterung

Gleichzeitig wird neues Wasser aufgebracht, das von einem Tuch glatt gezogen wird: „Wir versuchen immer so wenig wie m√∂glich abzutragen, das schont Energie und das Eis ist schneller fertig.“

Zwanzig Minunten dauert die Fahrt, nach weiteren zehn Minuten ist die neue Schicht gefroren. Im Flutlicht steigt Bodennebel auf. Das Eis dampft. Im Tagesbetrieb machen die Männer diese Arbeit alle zwei Stunden.

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Seit zehn Tagen tragen Kiss und Schmitt Schicht um Schicht auf, bis die gew√ľnschten 3,5 Zentimeter Eisdicke erreicht sind. Foto: hblog

Michael Kiss ist schon siebzehn Jahre f√ľr das „bestm√∂gliche Eis“ verantwortlich, Siegmund Schmitt macht den Job seit sechszehn Jahren. Die beiden verstehen sich fast wortlos – jeder wei√ü, wann was zu tun ist. Die M√§nner arbeiten routiniert: „Das hei√üt aber nicht, dass wir immer denselben Job machen. Jeder Tag ist anders, die Witterungsverh√§ltnisse diktieren uns, was zu tun ist.“

Die relative K√§lte der vergangenen Tage hat den M√§nner geholfen, das beste Eis zu machen.: „Die Bahn ist in einem Superzustand, die Qualit√§t ist mit eine der besten im ganzen Raum“, sagt Michael Kiss. Er und Siegmund Schmitt grinsen wieder. Man merkt, dass ihnen der Job Spa√ü macht und sie gro√üen Ehrgeiz haben, ihren Kunden den Eislaufspa√ü so angenehm wie m√∂glich zu machen.

Am Sonntag gehts los.

Die Eism√§nner bereiten die Bahn f√ľr die Saison vor

Guten Tag!

Heddesheim, 29. Oktober 2009. Die Vorbereitungen f√ľr den Start der Eislaufbahn in Heddesheim laufen auf Hochtouren. Eismeister Michael Kiss und sein Kollege Siegmund Schmitt bereiten das Eis f√ľr die Saison mit viel Liebe zum Detail vor. Der Countdown l√§uft.

Das heddesheimblog hat sich die Arbeit der beiden M√§nner angeschaut und es sieht gut aus… das Eis.

Ein sehr gutes „Eis“ herzustellen ist eine Kunst, die nicht nur Italiener beherrschen.

Besonders in Heddesheim achten die „Eism√§nner“ Kiss und Schmitt darauf, dass die Eislauffreunde das „bestm√∂gliche“ Eis bekommen.

Das heddesheimblog startet heute mit Bildern von der Vorbereitung.

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Am Freitag erscheint der Bericht wie „das bestm√∂gliche Eis“ gemacht wird.

Am Samstag wird es persönlich: Dann erzählt Eismeister Michael Kiss, was es heißt, ein Eismeister zu sein.

Und am Sonntag berichten wir √ľber den Start der Open-Air-Eislaufsaison in Heddesheim.

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Das heddesheimblog

Eislaufbahn öffnet am 1. November


Guten Tag!

Heddesheim, 23. Oktober 2009. Die Freiluft-Eislaufbahn öffnet am Samstag in acht Tagen.

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Zur Zeit wird die Eisbahn noch f√ľr den kommenden Start f√ľr die neue Saison vorbereitet – am 1. November 2009 nimmt die beliebte Heddesheimer Eislaufbahn ihren Betrieb auf.

Montags zwischen 14 und 17 Uhr wird auch in diesem Jahr wieder der Kindernachmittag stattfinden. Mit Hilfe von Lernhilfen haben Kinder bis zehn Jahre die Möglichkeit spielerisch das Eislaufen zu lernen. Dienstags, donnerstags, freitags und sonntags ist jeweils von 9.30 bis 22 Uhr öffentlicher Lauf, mittwochs von 9.30 bis 20.45 Uhr und samstags von 9.30 bis 16.30 Uhr.

Die gerade bei Jugendlichen beliebte Eisdisco wird jeden Samstag von 17 bis 22 Uhr stattfinden. Einmal im Monat wird es wieder Sonderveranstaltungen mit diversen Mottos geben: Mit „Chart Hits“, „√ú-30-Party“ oder einer „R&B-Night“, wird f√ľr jedes Alter und jeden Musikgeschmack etwas geboten.

An die Kunsteisbahn sind ein Kiosk und ein Glaspavillon angeschlossen, in dem sich die Besucher aufwärmen oder das Treiben auf der Bahn verfolgen können. Ein Schlittschuhverleih befindet sich ebenfalls vor Ort.

F√ľr Kinder unter sechs Jahren ist der Eintritt frei. Kinder ab sechs Jahren sowie Jugendliche, Sch√ľler, Studenten, Rentner zahlen einen erm√§√üigten Eintrittspreis von 2,20 √Ę‚Äö¬¨, Erwachsene 3,20 √Ę‚Äö¬¨. Billiger wird es in allen Kategorien mit einer Mehrfachkarte. Der Eintritt zur Eisdisco am Samstag kostet erm√§√üigt 3,20 √Ę‚Äö¬¨ und f√ľr Erwachsene 4,20 √Ę‚Äö¬¨. Wer nur zuschauen will (ab sechs Jahren) zahlt 50 Cent.

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