Donnerstag, 06. Mai 2021

Exklusive Weihnachtsaktion

Wir haben nichts zu verschenken – und tun’s trotzdem

Wir verlosen attraktive Werbepl√§tze – ohne Risiko f√ľr Neukunden.

 

Rhein-Neckar, 11. Dezember 2010. (red) Gewerbetreibende, Dienstleister und Freiberufler k√∂nnen aktuell bei uns Werbeleistungen in H√∂he von 7.700 Euro gewinnen. Ohne jegliche Verpflichtung. Unsere Aktion richtet sich an alle Neukunden, die vorw√§rts denken und realisieren, dass √ľberteuerte Print-Werbung der Vergangenheit angeh√∂rt und Online-Werbung die Zukunft ist. Wir bieten eine hohe Aufmerksamkeit durch eine fundierte und kritische Berichterstattung. Daf√ľr werden wir von unseren Leserinnen und Lesern gesch√§tzt. Die Aufmerksamkeit erarbeiten wir uns hart mit klassischem Journalismus. Unsere Werbekunden profitieren davon – denn heutzutage muss sich jeder der Kritik der √Ėffentlichkeit stellen und wo kann man das besser als bei einem konstruktiv-kritischen Online-Medium?

Von Hardy Prothmann

Hardy Prothmann (46), Gr√ľnder und Chefredakeur der Rheinneckarblogs. Foto: sap

Wir bieten aktuell eine Verlosung an, die sich an Neukunden richtet. Die Regeln sind ganz einfach. Sie schicken uns eine Email, gewinnen mit etwas Gl√ľck einen unserer Preise und profitieren von unserem Werbeumfeld. Sie gehen keinerlei Verpflichtungen ein. (Hier sehen Sie die Werbeleistungen, die Sie gewinnen k√∂nnen und wie Sie an der Verlosung teilnehmen.) Es gibt kein Abo, keine versteckten Kosten. Es gibt kein Risiko f√ľr Sie. Daf√ľr haben Sie die M√∂glichkeit, unverbindlich unsere Werbem√∂glichkeiten zu testen.

Und wenn Sie das interessiert, dann lesen Sie bis zum Ende weiter.

Glaubw√ľrdigkeit ist Trumpf

Wir bieten dieses „Spiel“ an, weil wir √ľberzeugt sind, dass Sie als Gewinner weiter mit „uns spielen wollen“. Wer ist „uns“? Wir sind eine unabh√§ngige, journalistische Redaktion, die sich der Information der √Ėffentlichkeit verschrieben hat. Wir berichten kritisch. Wir informieren aktuell. Wir sind ehrlich.

Das unterscheidet uns in erheblichem Ma√ü von den „etablierten Medien“, die seit Jahren mehr und mehr an Glaubw√ľrdigkeit verlieren. Am dramatischsten l√§sst sich dieser Glaubw√ľrdigkeitsverlsut bei den Zeitungen erkennen. Die Auflagen sinken und sinken. Die Werbeums√§tze noch drastischer, weil die Preise unversch√§mt sind und die „Werbeleistung“ auch nicht im Ansatz erbracht wird. Zudem wird h√§ufig tendenzi√∂s berichtet.

Im Vergleich zu den Zeitungen, zum Radio und zum Fernsehen sind unsere Blogs, so nennen wir unsere Vor-Ort-Onlinezeitungen, noch relativ klein. Aber im Unterschied zu den anderen Medien verlieren wir keine Reichweite, sondern gewinnen dazu.

Engagierter Journalismus

Wir sind ein kleines Team von rund zehn Journalisten, die mit viel Herzblut und gro√üer √úberzeugung f√ľr die demokratische Aufgabe ihren Job machen. Wir werden von sehr vielen B√ľgerinnen und B√ľrgern unterst√ľtzt, die uns mit Informationen beliefern. Diese Quellen und ihre Bed√ľrfnisse nehmen wir ernst. Ebenso unsere Anzeigenkunden und ihre W√ľnsche. Dabei halten wir uns allerdings strikt an das Gebot der Trennung von Redaktion und Vermarktung.

Denn wir sind √ľberzeugt davon, dass unsere Anzeigenkunden in erheblichem Ma√ü von dieser Trennung und der damit verbundenen Glaubw√ľrdigkeit profitieren. Selbstverst√§ndlich sind unsere Werbekunden f√ľr uns erste Ansprechpartner: Ob es um Finanzen geht, um Hochzeiten, um Bauangelegenheiten, ums Auto, um Bildung, um Freizeit oder Sport oder Demografie. Unsere Kunden sind Experten, auf die wir gerne in unserer Berichterstattung zur√ľckgreifen – aber trotzdem Quellen wie jede andere auch. Und wenn bei einem Kunden etwas schief l√§uft, werden wir auch hier wie gewohnt kritisch berichten. Daf√ľr gab es schon einige Beispiele und bis auf das Logistikunternehmen Pfenning hat keiner der Kunden¬† uns das bislang √ľbel genommen, was f√ľr die gro√üe Souver√§nit√§t unserer Werbepartner spricht.

Bei „etablierten Medien“ ist das erkennbar anders. √úber „gute Kunden“ wird nur Gutes berichtet. Kritik findet nicht statt. Damit besch√§digen „traditionelle“ Medien seit Jahren ihre Glaubw√ľrdigkeit und die ihrer Kunden gleich mit.

Informationsorientierte Leserinnen und Leser

Unser Leserinnen und Leser sind √ľberwiegend zwischen 25 und 50 Jahren alt, sehr interessiert am lokalen Geschehen, an Politik, Gesellschaft und Kultur. Wir erreichen im Gegensatz zu Tageszeitungen auch Leser unter 25 Jahren, die selbstverst√§ndlich elektronische Medien benutzen. Und wir freuen uns, dass immer mehr √ú50-Leser sich aktiv im Netz informieren.

Unsere Nachrichtenangebote machen immer wieder auch √ľberregional Schlagzeilen. Wir bieten Dokumentationen, investigative Stories, hintergr√ľndige Berichte und Service-Informationen f√ľr die Bev√∂lkerung vor Ort. Unser lokaljournalistisches Konzept ist Vorbild f√ľr eine Reihe von anderen Lokalmedien, die in den vergangenen zwei Jahren √ľberall in Deutschland entstanden sind.

Wir finanzieren uns ausschlie√ülich √ľber Werbeeinnahmen. Unsere Kunden sehen wir deshalb als Partner – denn sie unterst√ľtzen und st√ľtzen unsere journalistische Arbeit. Von unserem sehr guten Image profitieren die Partner nat√ľrlich ebenfalls. Wenn Sie sich vorstellen k√∂nnen, Werbepartner bei uns zu werden, freuen wir uns sehr und beraten Sie unverbindlich. Wir bieten mehr als nur die Schaltung von Anzeigen – wir beraten Sie umfassend zu klassischer Image- oder Aktionswerbung und zu Social Media-Kampagnen. Unsere Preise sind fair und passen zu Kleinunternehmern, Dienstleistern bis hin zu gro√üen Firmen aus dem Mittelstand. Unsere renommierten Werbepartner sch√§tzen unser qualitativ hochwertiges Werbeumfeld bereits.

Probieren Sie es einfach aus. ūüôā

Wenn Sie an der Aktion teilnehmen möchten, klicken Sie bitte auf den Link.

Wenn Sie uns direkt erreichen möchten, wählen Sie 0621/ 437 458 30 oder schicken eine email an anzeigen (at) rheinneckarblog.de

Ihr

Mariettas Kolumne: Der Stolz auf die Schlange ist die Verachtung des Kunden – Urlaub geht anders


Heute keine Schlange und keine 30 Minuten warten.

Von Marietta Herzberger

Wenn der Mensch viel arbeitet, braucht er ab und an ein wenig Urlaub. Die einen zieht es ins K√ľhle, die anderen an Palmenstr√§nde. Meine Freundin Susanne und ich geh√∂ren zu den anderen. Spontan entschlossen wir uns zu einem Pauschalurlaub in Zentraltunesien, in der N√§he von Monastir.

Von der Sahara…

Faszinierende W√ľste! Respekteinfl√∂√üend und fesselnd. Der n√∂tige Ausgleich f√ľr viele Monate harter Arbeit und Strapazen.
Das Hotel Karawansarei in Douz, am Rande der Sahara, war unser Quartier f√ľr eine Nacht innerhalb eines Touristen-Pauschal-Ausflugspaketes. Das Etablissement wirkte von Au√üen eher wie eine Festung und machte seinem Namen alle Ehre. Am n√§chsten Morgen wurden wir dann bereits kurz vor 5 Uhr geweckt, um rechtzeitig am Rande der Sahara einzutreffen, wo uns ein Kamelritt √ľber Sandd√ľnen in den Sonnenaufgang erwartete. Hierzu wurden wir mit unserem Bus direkt bis an die Beduinenzelte gefahren, um ja nicht zu viel Romantik aufkommen zu lassen.

Nun denn: Rauf auf die Kamele und ab in die W√ľste. Unbeschreiblich, welche Ruhe dieses weite Land fernab jeglicher Zivilisation ausstrahlt. Die beeindruckende Weite des Landes, der feine Sand, die Beduinen, die sich am Lagerfeuer vor ihren Zelten w√§rmten, dies alles √ľbte eine unglaubliche Faszination auf uns aus. Daran √§nderte auch die Tatsache nicht viel, dass wir diese Idylle mit ca. 80 weiteren Touristen teilen mussten.

Ein kurzweiliger, kaum vierst√ľndiger Ritt auf den gutm√ľtigen W√ľstenschiffen bei mittlerweise gef√ľhlten 40 Grad im Schatten brachte uns schlie√ülich an einen Kiosk.

Sieht so eine Oase aus?

Ein Kiosk? Mitten in der W√ľste? Ja, ein Kiosk mitten in der W√ľste! Egal! Wir alle d√ľrsteten nach Wasser und einem St√ľckchen Brot. Der Kamelf√ľhrer hob die Hand und rief etwas unverst√§ndliches, woraufhin alle Kamele pl√∂tzlich stehenblieben, sich erst nach vorne absenkten, um dann das Hinterteil ebenfalls zu Boden gleiten zu lassen. Susanne kippte fast vorn√ľber, blieb jedoch zum Gl√ľck mit ihrer G√ľrtelschnalle am Sattelknauf h√§ngen.

Kaum waren alle abgestiegen, gab uns der nette Beduine zu verstehen, dass wir uns hintereinander aufstellen sollten, um dem begehrten Nass inmitten der W√ľste baldig habhaft zu werden. Also standen wir in der Schlange. Wir f√ľhlten uns wie zu Hause. Es war noch keine halbe Stunde vergangen, da vernahmen wir von weit vorne einen Ruf.

„Seht!“, rief ein verdurstender Mitreisender begl√ľckt, „Seht nur!“ Mit ausgestrecktem Arm deutete er auf ein aufgestelltes Schild mit der Aufschrift:

…in die Dienstleistungsw√ľste

„TRINKEN!“, jubilierten wir und erhoben die H√§nde, „ESSEN!“, und etwas ungl√§ubig, „Badeartikel?“
In diesem Moment brach eine etwas f√ľlligere Frau vor uns in Tr√§nen aus. „Ein Pool! Ein POOL!“
Tats√§chlich! Kurz nach dem kleinen, wei√üen, in der Ferne kaum erkennbaren Geb√§ude, dem „Schwimmbad-Shop“, leuchtete etwas Blaues. Die Verlockung zeriss mich fast. Susanne heulte „Was sollen wir tun?“
„Warten!“, kr√§chzte ich selbstbeherrscht.

Die gesichtslose Masse am Anfang der Schlange konnte jedoch nicht an sich halten – zu nah war das erfrischende, k√ľhle Blau des Wassers. Kurzerhand √ľberw√§ltigten einige von ihnen den Kamelf√ľhrer, der erfolglos versuchte, den Mob in der Schlange zu halten.
„Wollen wir auch in den Pool?“, hauchte Susanne zwischen vertrockneten Lippen hervor.

„Nein“, st√∂hnte ich, w√§hrend ich mir die letzten Schwei√ütropfen von den Armen leckte. Eines stand f√ľr mich fest: Egal wie lang diese Schlange sein mochte, ich w√ľrde aushalten. TRINKEN! ESSEN! Das Kiosk – so weit es auch sein mochte – verk√∂rperte f√ľr mich die Oase schlechthin. Ich w√ľrde warten. Warten w√ľrde ich. Jawoll!

Nach zwei Stunden brach die dicke Frau vor mir zusammen. Ein mitleidiger Mitreisender trat k√ľhn aus seiner gesicherten Position und zog die Gl√ľckliche bis an den Pool. Dann st√ľrzte er wieder in die Schlange zur√ľck. Er musste sich hinten anstellen. Wir hatten eine undurchdringbare Kette gebildet. TRINKEN! ESSEN!

Langsam, sehr langsam ging es vorw√§rts. Die glei√üende Sonne lie√ü uns taumeln; an unseren F√ľ√üen rasselten die Ketten, die bei jedem Schritt den Sand der W√ľste aufwirbelten.

Da! Ein Aufschrei! Gequ√§lt blickten wir nach vorne. Von dort kam der Schrei. Vom Ort der Erl√∂sung. Dann noch ein Schrei. Und noch einer. Viele Schreie. Nein, eher Gebr√ľll. W√ľtendes, verzweifeltes Gebr√ľll einer w√ľtenden, verzweifelnden Herde. Nerv√∂s versuchten wir, einen Blick ins Get√ľmmel zu erhaschen. Mit einem Male st√ľrzten alle nach vorne. Aus dem Augenwinkel nahm ich wahr, dass manche versuchten, den Kamelf√ľhrer im Pool zu ers√§ufen. Schlie√ülich l√∂ste sich die Schlange g√§nzlich auf.

Willkommen beim Schwimmbad-Shop in Viernheim.

Eben noch das letzte Glied, standen wir nun direkt vor dem „Schwimmbad-Shop“. Der letzte Schwei√ütropfen verdampfte zischend in der Luft als wir das lieblos aufgestellte Informationsschild vor den heruntergelassenen Rollladen entzifferten:

„Nur bei sch√∂nem Wetter ge√∂ffnet. Sch√∂nes Wetter ab 60 Grad.“

Entgeistert starrten wir uns an. Dann st√ľrzten wir in den Pool und halfen, den Kamelf√ľhrer zu ertr√§nken!

„MAMAA!“
Verbl√ľfft l√∂ste ich meine verkrampften Finger aus dem schwarzen Schopf des Beduinen.
„Maaaamaaa! Aufwachen!“

Etwas K√ľhles tropfte zwischen meine Schulterbl√§tter. Langsam √∂ffnete ich die Augen. Es dauerte nur Bruchteile einer Sekunde, bis ich erkannte, wo ich mich befand. Der vertraute Wildwuchs rund um das ehemalige Kinderbecken des Viernheimer Waldschwimmbades ist nicht gerade eine Augenweide, √ľberzeugte mich jedoch glaubhaft, nicht in der W√ľste verdurstet zu sein.

„Ich hab Hunger“, maulte Ella, meine Tochter, „Darf ich mir ein Fleischk√§sebr√∂tchen holen?“

„TRINKEN! ESSEN!“, fl√ľsterte ich.
„H√§?“
„Hat das Kiosk denn auf?“, fragte ich nicht grundlos. Gerade eben entdeckte ich eine Wolke am Himmel.

Shopping-Erlebnis.

Denn man muss wissen:
Der „Schwimmbad-Shop“ im Viernheimer Waldschwimmbad hat nur bei sch√∂nem Wetter in Verbindung mit einer gewissen Anzahl an Schwimmbadbesuchern – welche Anzahl das ist, mag nur dem Kiosk-P√§chter bekannt sein – ge√∂ffnet. Ist es ge√∂ffnet, dann ist es in der Regel br√ľllend hei√ü und das Schwimmbad brechend voll. Was den P√§chter aber noch lange nicht dazu veranlasst, das zweite Fenster des Kiosk√ā¬ī zu √∂ffnen um dort dann evtl. Getr√§nke zu verkaufen. Nein, ein Fenster muss reichen f√ľr Essen und Getr√§nke mit einer Ein-Frau-Besetzung und einigen „Zubereitern“ im Hintergrund.

Stolz auf die Schlange?

Trotz allem scheint der P√§chter sehr gewissenhaft zu sein. An schlechten Tagen, so erz√§hlt man sich – wobei „schlecht“ durchaus individuell und gef√ľhlt sein kann – sucht er mehrmals die unmittelbare N√§he seines Kiosk auf, schaut gen Himmel, entdeckt eine Wolke, z√§hlt die Badeg√§ste ab und geht wieder.

Sollte der Himmel aufreißen und Scharen Einlass begehren, so öffnet er seine kulinarischen Pforten und bietet Fleischkäsebrötchen, Pommes und Currywurst gegen wenig Geld. Soweit, so löblich. Die Schlange nimmt er offenbar stolz zur Kenntnis, zeigt sie doch auf, wie begehrt sein Angebot ist.

Hastig wirft er Stuhl und Tisch vor die gitternen Tore des Bades, so dass jeder hungrige Platz nehmen kann. Diese herzlich lieblos gestaltete Umgebung verleitet so manch hungriges Geschöpf, die ergatterte Mahlzeit direkt auf der Liegewiese zu sich zu nehmen. Verständlich.

Wer sitzt schon gerne an hei√üen Tagen auf hei√üem Plastik direkt vor Gitterst√§ben in unmittelbarer N√§he zur Stra√üe, zu Toiletten – auch wenn es praktisch erscheinen mag, so harmonieren die gelegentlich her√ľberwehenden D√ľfte nicht wirklich mit dem Aroma von Pommes – und mit Blick auf eingez√§unten Wildwuchs?

Gem√ľtlich geht anders.

Nun, es ist vielleicht nicht nur mir ein seit Jahren existierendes Rätsel, welches wohl nie gelöst werden wird, warum die Pächter des Viernheimer Schwimmbad-Shops offenbar selbst kein Interesse an einem florienden Kiosk aufbringen wollen oder können. Verzeihen Sie mir meine offenen Worte. Niemand kann hinter die Kulissen schauen und ehrlich gesagt, möchte und muss ich das auch nicht.

Dass es auch anders geht, beweisen das Kiosk des Weinheimer Sees oder insbesondere die Gastronomie im Heddesheimer Schwimmbad. Wie sagte ein Freund neulich? „Horche mol. Kummt mol mit ins Heddesheimer Freibad. Do hoggscht wie in die Karibik uff Longschmebel mit de Fie√ü im Sond.“ Ja, denke ich mir, leider gibt es dort aber kein F√ľnzig-Meter-Becken wie im Viernheimer Waldschwimmbad.

Potential ist da – auch um die Ecke.

Potential w√§re da. Totes Kapital liegt gen√ľgend herum, √§hnlich wie die heruntergefallenen Pommes vor dem Ausgabestand, die man sich umst√§ndlich aus den Zehen pulen muss, wenn man auch nur am Kiosk vorbeil√§uft – bei sch√∂nem Wetter wohlgemerkt.

Vor kurzem war sch√∂nes Wetter. Es war warm. Nicht hei√ü, aber warm. Ein paar Wolken zogen √ľber den Himmel. Zusammen mit ein paar M√§dchen im Alter meiner Tochter schwammen wir ein paar Runden. Dann hatten die M√§dchen Hunger. Der Kiosk war geschlossen, wie so oft. Wenn Sie jetzt sagen, dann soll sich die Frau doch etwas mitnehmen, haben Sie recht.

Aber ist das im Sinne des P√§chters? K√∂nnte nicht wenigstens die Grundversorgung – eventuell in Form von Brezeln – gesichert sein? Das w√§re doch mal ein Anfang. Wir meinen es nicht b√∂se. Wir wollen doch nur ein bisschen Verl√§sslichkeit, gesicherte √Ėffnungszeiten, nett sitzen und die leckeren Fleischk√§sebr√∂tchen.

Nun, das „Maximum“ direkt neben dem Schwimmbad ist fu√ül√§ufig in 35 Sekunden zu erreichen. Dort warte ich ca. f√ľnf Minuten in angenehmer Atmosph√§re auf eine Pizza- bekomme noch einen Espresso umsonst, weil ich mich jedes Mal √ľber die „Servicew√ľste Viernheimer Waldschwimmbad-Kiosk“ √§rgere – und bin nach ungef√§hr 8 Minuten – die Zeit der Bestellaufnahme und Bezahlung mit eingerechnet – wieder auf dem Handtuch bei meinen M√§dels.

Da habe ich obendrein auch noch ca. 20 Minuten gespart. Warum? So muss niemand von uns 30 Minuten in der Schlange stehen und im g√ľnstigsten Fall f√ľr vier M√§dchen je ein Fleischk√§sebr√∂tchen erstehen. F√ľr Kaffee oder eine „T√ľte S√ľ√ües“ steht man genauso lange. Vorausgesetzt, es ist ge√∂ffnet.

Marietta Herzberger.

Anmerkung der Redaktion: Marietta Herzberger lebt in Weinheim und schreibt in ihren Kolumnen √ľber den ganz normalen Wahnsinn des Alltags. Erfundene Geschichten, in denen doch das eine oder andere wahr ist. Die Personen gibt es meistens, manchmal nicht. Mal ist es, wie beschrieben, mal gnadenlos √ľberzogen. Es sind keine „journalistischen“ Texte mit dem Anspruch auf Faktentreue, sondern Lesetext mit dem Ziel, Lesefreude zu verbreiten. Sie hat jede Menge Weisheiten gerne, zwei sind: „Machen Sie sich erst einmal unbeliebt, dann werden Sie auch ernst genommen“ – Konrad Adenauer. Und: „Wer k√§mpft, kann verlieren. Wer nicht k√§mpft, hat schon verloren“ – Bertolt Brecht. Wir w√ľnschen unseren Lesern viel Lesespa√ü mit ihren Texten!

Eine Odyssee des √É‚Äěrgers durch die „n√§chtliche“ Gastronomie


Guten Tag

Rhein-Neckar, 07. M√§rz 2011. Es ist Samstagabend, Gabi und ihr Mann besuchen ein Konzert und wollen danach noch etwas essen gehen – der Beginn einer Odysee des √É‚Äěrgers, wie Gabi meint. Das kommt davon, wenn man Neues ausprobieren will.

Mein Mann und ich haben vor kurzem ein Konzert besucht und hatten anschlie√üend noch Hunger. Zugegebenerma√üen, wir befinden uns in Mittel- und nicht in S√ľdeuropa und Hungergef√ľhle nach 22 Uhr sind demnach nicht angebracht.

Doch der Konzertveranstalter hatte angek√ľndigt, ein Restaurant, gleich um die Ecke, sei auf die Konzertg√§ste eingestellt. Und schlie√ülich hatten wir Samstagabend.

Eigentlich hatten wir schon eine sch√∂ne, uns bekannte Gastronomie (tolles Ambiente, gute Preise, supernetter Service) im Blick, aber dann dachten wir: „Ok, was Neues“, und machten uns schnurstracks auf den Weg.

Wir betraten 15 Minuten vor 22 Uhr das Lokal, erfreuten uns der netten Atmosph√§re und der variantenreichen Speisekarte. Wir w√§hlten schnell aus und wollten z√ľgig bestellen – denn, wie gesagt, wir hatten Hunger.

„Entweder Sie nehmen jetzt das oder gar nichts.“

Die Bedienung kam, l√§chelte und erkl√§rte uns, ob der fortgeschrittenen Stunde g√§be es nur noch ein Essen, und zwar „Rinderbraten mit Kn√∂del“. Ob es denn nicht auch etwas Leichteres geben w√ľrde, wollten wir wissen. Etwas, was in der K√ľche nicht viel Arbeit bereitet? „Nein“, lautete die rigorose Antwort, das sei mit dem Konzertveranstalter so ausgemacht, die K√ľche habe schlie√ülich ab 22 Uhr geschlossen und „entweder Sie nehmen jetzt das oder gar nichts“, schloss die Kellnerin ihre „freundlichen“ Ausf√ľhrungen.

Es könnte alles so nett sein, wenn da nicht das Problem mit der "Dienstleistung" wäre. Bild: rheinneckarblog.de

Herzlich willkommen in der Dienstleistungsw√ľste Deutschland, dachten wir, und entschieden uns f√ľr „gar nichts“ und verlie√üen die Restauration.

Gleich ums n√§chste Eck, hofften wir, freundlicher empfangen zu werden. Um 22 Uhr betraten wir das n√§chste Lokal, vergewisserten uns, dass die K√ľche bis 22.30 Uhr ge√∂ffnet hatte, und bekamen, leicht genervt, von der Bedienung, denn sie habe ja gleich Feierabend, wie sie uns vor- und die Karte auf den Tisch warf. Wir wechselten einen Blick und entschieden uns, der Dame keine Arbeit zu machen und nochmals die St√§tte zu wechseln.

Nummer drei und vier unserer Odyssee sind nicht wirklich erw√§hnenswert, nur so viel: Bei der dritten Gastronomie gingen wir noch durch die T√ľr und trafen auf eine „geschlossene“ Stammtischgesellschaft, die uns wortlos anglotzte als seien wir St√∂renfriede, beim vierten „Restaurant“ hielten uns die Speisekarte mit „K√ľche bis 22 Uhr“ und gesalzene Preise davon ab einzutreten und unser „Gl√ľck“ in Versuchung zu bringen.

Oder vielleicht doch lieber einen Döner?

Zur Erinnerung Рwir hatten Hunger. Mein verzweifelter Vorschlag, eine Dönerbude aufzusuchen oder bei dem amerikanischen Spezialitätenrestaurant vorbeizuschauen, wurde von meinem Mann ausgebremst Рwahrscheinlich ein Fehler, dachte ich.

Noch war nicht aller Tage Abend, auch wenn wir uns schon bald der 23 Uhr-Grenze näherten.

„Ich hab‚Äô da eine Idee“, sagte mein G√∂ttergatte und wir bestiegen das Auto, um eine weitere Location etwas au√üerhalb aufzusuchen. Dort, da war er sich sicher, w√ľrden wir bestimmt noch etwas bekommen und gut bedient werden.

Lecker geht anders, freundlich auch.

Ja, dachten wir, als wir das Lokal betraten, hier sind etliche Tische noch besetzt, Essen scheint hier auch um diese Uhrzeit kein Problem zu sein. Eine reichliche Speisekarte wurde uns schnell gereicht und alles war bestellbar.

Keine zehn Minuten später wurde das Essen gebracht. Lieblos knallte uns die Bedienung die Teller hin, aber davon wollten wir uns nicht stören lassen, denn schließlich hatten wir ja Hunger und so schlecht sah das alles auch gar nicht aus.

Wir wurden satt. Mehr kann und will ich dazu nicht sagen.

Lecker geht anders, freundlich auch. Hätten wir doch nur einen Döner gegessen.

Oder w√§ren dahin gegangen, wo wir uns wohlf√ľhlen – aber wir wollten ja unbedingt „was Neues“ ausprobieren.

gabi

„Der Umweltpreis ist f√ľr Unternehmen ein Image-Gewinn.“

Guten Tag!

Heddesheim/ Region Rhein-Neckar, 29. Januar 2010. Das Umweltministerium Baden-W√ľrttemberg f√ľhrt auch im Jahr 2010 den Wettbewerb „Umweltpreis f√ľr Unternehmen“ durch. Der Wettbewerb richtet sich an Betriebe und Selbst√§ndige aus den Bereichen, Industrie, Handel, Handwerk und Dienstleistung. Den Gewinnern winkt ein Preisgeld von 10.000 Euro. Und viel wichtiger: Ein positives Image.

Von Hardy Prothmann

Der Umweltpreises pr√§miert √∂kologisch herausragende und besonders qualifizierte Leistungen eines Unternehmens im Bereich des betrieblichen Umweltschutzes sowie eine umweltorientierte Unternehmensf√ľhrung.

umweltpreis

Wer den Umweltpreis gewinnt, stärkt eine positives Image. Bild: UM

Der Umweltpreis 2010 wird dieses Jahr zum 14. Mal vergeben, seit 2002 im j√§hrlichen Wechsel mit dem Umwelttechnikpreis. Als besonderer Anreiz wird zus√§tzlich ein Sonderpreis f√ľr ein herausragendes Engagement im Bereich „Unternehmerische Verantwortung – regionales Engagement“ vergeben werden.

Bewerben können sich Unternehmen, Selbstständige und Gewerbetreibende. In der Region Rhein-Neckar haben schon mehrfach Unternehmen den Preis gewinnen können. Die Bewerbungsfrist endet am 31. März 2010.

„Die Bewerbungen kommen aber aus dem ganzen Land, √ľber alle Branchen gut verteilt“, sagte Peter Schneider, Referent im Umweltministerium auf Anfrage. „Nur bei den Handwerkern w√§ren mehr Bewerbungen w√ľnschenswert.“ Ob die Handwerker genug andere Sachen zu tun haben, den Preis nicht kennen oder √ľberfordert sind, wei√ü Schneider nicht: „Ich kann nur f√ľr den Preis werben, denn es bedeutet f√ľr die ausgezeichneten Unternehmen einen enormen Image-Gewinn.“

Die Bewerberzahl steige seit Jahren kontinuierlich.

Alle Informationen zum Preis und zum Bewerbungsverfahren finden Interessenten auf den Internetseiten des Umweltministeriums.

Einen sch√∂nen Tag w√ľnscht
Das heddesheimblog

Neuer Service: Firmenverzeichnisse

Guten Tag!

Heddesheim, 10. November 2009. Das heddesheimblog bietet einen neuen Service an: Sie k√∂nnen k√ľnftig Firmen und ihre Angebote aus der kompletten Angebotspalette von Dienstleistungen, Handwerk und Produktion direkt bei uns finden.

Sie suchen einen Maler oder Installateur? Sie wollen werben oder etwas produzieren lassen? Sie suchen einen Schreiner, der Ihre K√ľche aufbaut? Sie suchen einfach… eine Firma in der Umgebung, die f√ľr Sie da ist? Bei uns sind Sie richtig.

Wir bauen ein st√§ndig aktualisiertes Verzeichnis der Firmen in der unmittelbaren Umgebung auf, die die gew√ľnschte Dienstleistungen anbieten.

Als Unternehmen haben Sie die Möglichkeit, innerhalb unserer Verzeichnisse auf sich aufmerksam zu machen. Sprechen Sie uns an, welche Möglichkeiten wir Ihnen bieten: anzeigen (at) heddesheimblog.de

By the way – das heddesheimblog ist das Portal f√ľr Nachrichten & Informationen aus und √ľber Heddesheim.√ā¬†Was wir berichten, ist Thema im Ort.

Dar√ľber hinaus informieren wir mit unserem √ľbersichtlichen Terminkalender √ľber Veranstaltungen in Heddesheim und bieten unter Service Informationen zu √É‚Äěrzten, Apotheken, Notdiensten und Durchwahlen zur Verwaltung an.

Das heddesheimblog ist 24 Stunden f√ľr Sie erreichbar – per Computer, PDA oder Handy.

Sie m√ľssen nicht auf eine bestimmte Tagesausgabe der Zeitung warten oder √ľberlegen, wann etwas wo gestanden haben k√∂nnte: In unseren Rubriken finden Sie unsere Themen und Artikel – √ľber die Suchfunktion oder die Liste der Kategorien k√∂nnen Sie sich leicht einen √ÉŇďberblick verschaffen, was alles im heddesheimblog zu finden ist.

Und das wird t√§glich mehr – im Gegensatz zum Mannheimer Morgen und anderen lokalen Medien ist bei uns f√ľr Sie alles kostenfrei.

Im heddesheimblog finden Sie professionellen und kritischen Journalismus und keinen billigen „Bratwurstjournalismus„, der sonst die Lokalzeitungen f√ľllt („Der Wettergott meinte es gut, f√ľr das leibliche Wohl war gesorgt, das Bier war k√ľhl und es war wie immer alles toll und-alle-waren-gl√ľcklich-und-dankten-allen-und-√ľberhaupt-war-alles-gut“).

Wir schreiben gerne positive „Geschichten“ auf, √ľber Menschen, die sich engagieren und f√ľr andere da sind – weil das wichtig ist.

Im Gegensatz zu anderen Medien sind wir f√ľr unsere Leser da, mit denen wir st√§ndig im Kontakt sind. Ein nicht unerheblicher Teil unserer Berichterstattung folgt auf Hinweise unserer Leserinnen und Leser.

Wir nehmen jedes Thema Ernst, das an uns herangetragen wird – au√üer, dass „gr√ľne M√§nnchen“ gelandet sind – doch selbst das w√ľrden wir pr√ľfen, wenn wir das Gef√ľhl haben, „an der Story ist was dran…“ ūüôā

Sie als Leserin und Leser k√∂nnen zudem mitmachen: √ÉŇďber die Kommentarfunktion k√∂nnen Sie Ihre Meinung √§u√üern, Sie k√∂nnen Leserbriefe oder Gastkommentare schreiben.

Fr√ľher haben „die Medien“ bestimmt, was Thema ist und was nicht. Beim heddesheimblog k√∂nnen Sie „mitmischen“. Das hei√üt nicht, dass bei uns alles erlaubt ist. Wir haben Regeln f√ľrs Mitmachen – aber wir fordern im Gegensatz zu anderen Medien zum Mitmachen auf und freuen uns, wenn Sie sich inhaltlich einbringen – auch mit Kritik an unserem Angebot. Denn Kritik ist nichts Negatives, sondern bringt, wenn sie wohl gemeint ist, alle weiter.

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