Freitag, 19. August 2022

Zweites „Dialog“-GesprĂ€ch mit neuen Programmpunkten

Guten Tag!

Heddesheim, 30. Juli 2009. Die eigentlich geplante Vorstellung des Verkehrsgutachtens beim zweiten „Dialog“-GesprĂ€ch zur geplanten „Pfenning-Ansiedlung“ fiel aus – ebenso wie der Programmpunkt Ökologie. DafĂŒr gab es neue GĂ€ste.

UrsprĂŒnglich waren fĂŒr die zweite Sitzung des „Dialog“-Kreises zur geplanten Pfenning-Ansiedlung andere Programmpunkte geplant als gestern besprochen: 1. „Was ist Teil des Gutachtens Verkehrsbelastung?“ und 2. „Fragen zum Thema Ökologie“.


Am Freitag (24. Juli 2009) der vergangenen Woche kĂŒndigte der „Moderator“ des „Dialogs“, das PR-Unternehmen IFOK, die Vorstellung des „frĂŒhzeitig vorliegenden Verkehrsgutachten“ als neuen Tagungspunkt an.

DarĂŒber berichtete das heddesheimblog am 26. Juli 2009.

TatsÀchlich war der Verkehrsgutachter Stefan Wammetsberger aber plötzlich unpÀsslich und konnte auch keine Vertretung schicken. Deswegen wurde dieser Programmpunkt gestrichen.

Auch der Tagungspunkt „Fragen zur Ökologie“ wurde gestrichen und durch die Vorstellung des Projekts durch den Planer GĂŒnter KrĂŒger ersetzt.

Zuvor wurde ein neuer Gast in der Runde vorgestellt: Pfarrer Dierk Rafflewski fĂŒr die evangelische Kirchengemeinde.

Ein weiterer Gast hatte sich in den Zuschauerraum gesetzt: Christoph Schaefer, ein Heddesheimer BĂŒrger. Der hatte durch die Berichterstattung verstanden, dass die Veranstaltung öffentlich sei.

Nachdem festgestellt wurde, dass dies falsch verstanden worden sei wurde Herr Schaefer nach kurzer Diskussion trotzdem als BĂŒrger mit an den Tisch gebeten.

Lesen Sie hier weiter: Das Pfenning-Projekt aus Sicht des Planers

Einen schönen Tag wĂŒnscht
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Die VortrĂ€ge der 1. „Dialog“-Sitzung zur geplanten Pfenning-Ansiedlung

Guten Tag,

wĂ€hrend der ersten „Dialag“-Sitzung zur geplanten Pfenning-Ansiedlung wurden drei VortrĂ€ge gehalten.

Diese können Sie hier als PDF-Datei herunterladen:

Andreas Ingerfeld, IFOK GmbH, Bensheim

Martin MĂŒller, Nachbarschaftsverband Heidelberg-Mannheim

Uwe Nitzinger, GeschĂ€ftsfĂŒhrer KMP Holding GmbH, Viernheim (Pfenning-Gruppe)

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Protokoll der ersten Sitzung des „Dialog“-Kreises

Guten Tag,

heute wurde das Protokoll der ersten Sitzung des „Dialog“-Kreises zur Pfenning-Ansiedlung zur Veröffentlichung frei gegeben.

Sie finden das Dokument auf der homepage der Gemeinde Heddesheim und hier auf dem heddesheimblog.

Protokoll 1. Sitzung vom 02. Juli 2009 (Klick öffnet PDF-Datei, 1,8 MB)

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Die IG sollte neu ĂŒberlegen

Die IG neinzupfenning hat GrĂŒnde vorgebracht, sich dem von der Firma IFOK „moderierten Dialog“ zu verschließen.
Die Frage ist, ob die Heddesheimer diese GrĂŒnde nachvollziehen können.
Es gibt einen Streit um die geplante Ansiedlung des Logistik-Unternehmens. Streit löst man am besten durch den Austausch von Argumenten.

Kommentar: Hardy Prothmann

Es gibt die eine und die andere Seite. Meistens hat keine von beiden Recht.

Der BĂŒrgermeister Michael Kessler ahnt schon, dass seine bis heute starrsinnige „eine Seite“ sein persönlicher Irrweg ist.

Das muss die IG neinzupfenning noch lernen.

Der Unterschied zwischen Michael Kessler und der IG ist:

Der BĂŒrgermeister ist ein Profi, ein Verwaltungsfachmann, der alle Verfahrenschritte kennt, eine funktionierende Verwaltung hinter sich hat und auf das „selbstverstĂ€ndliche“ Vertrauen der BĂŒrger bauen kann.

Die IG ist eine zusammengewĂŒrfelte Truppe mit vielen Akteuren und einer beeindruckenden Unterschriftenliste, die keine Erfahrung mit Verfahrensschritten, keine Organisation im RĂŒcken hat und zudem nicht das Geld, mal eben ein auf „Dialog“ spezialisiertes Unternehmen wie die IFOK zu beauftragen und keinen „selbstverstĂ€ndlichen Vertrauensbonus“ ihr Eigen nennen kann.

Die „Legitimation“ ist eine Entscheidungsfrage – auch in der Positionierung der BefĂŒrworter oder Gegner: Ein BĂŒrgermeister bewirbt sich um ein Amt, braucht FĂ€higkeiten, eine IG wird nicht gewĂ€hlt und muss sich ihre „Legitimation“ ohne UnterstĂŒtzung erst erarbeiten.

Es stehen sich also ungleiche Partner gegenĂŒber. Sie werden durch die Einschaltung des Unternehmens IFOK noch ungleicher.

Der BĂŒrgermeister hat durch das mit Sicherheit sehr teure Engagement der IFOK die erste Runde gewonnen.

Das ist wie im Krieg, da gewinnt auch meistens der, der eine vollere Kasse hat und mehr Munition „verfeuern“ kann.

Der BĂŒrgermeister kann behaupten, dass er den (teuer bezahlten) „Dialog“ will.

Die IG neinzupfenning hat sich verweigert und zieht den KĂŒrzeren, weil zumindest „interessierte Kreise“ sie nun als reine „Motz-Truppe“ darstellen können.

Die IFOK hat das dankbar aufgenommen und keine Gelegenheit ausgelassen zu „bedauern“, dass die „IG“ nicht mitspielen will.

Was hier ablĂ€uft, ist Poker – Reizen und Bluffen.

Die IFOK ist ein Spieler mit einem Auftrag, das „investierte Geld“ zurĂŒck zu verdienen. Auftraggeber fĂŒr diesen „Spieler“ ist die Gemeinde Heddesheim, deren Chef ist der BĂŒrgermeister.

Angeblich ist die IFOK dabei neutral.

Die „IG“ wollte den gebotenen Einsatz nicht erhöhen, wegen geĂ€nderter Spielregeln – und steht nun vor dem Aus.

Der BĂŒrgermeister und die IFOK haben den Einsatz erhöht und sagen: „Sehen“ – was so viel heißt: Wir versprechen „Transparenz“.

Beim nÀchsten Treffen darf sogar die Presse dabei sein und berichten. Der Bluff ist kitzelig.

Das zunĂ€chst wir-sind-die-Öffentlichkeit-aber-tagen-nicht-öffentlich geplante Prozedere der IFOK hat bis hier wunderbar funktioniert, weil die IG nicht „mitgezogen“ hat.

Bei ihrer Eitelkeit gekitzelt, hat sich der „Kartenmischer“ IFOK erlaubt, nachlĂ€ssig zu werden und hat die Presse und somit die Öffentlichkeit an den Tisch geladen. Und dass, bevor der „Spielpartner IG“ aufgegeben hat.

Damit ist die IG neinzupfenning wieder im Spiel und kann mitsetzen – und sogar den Einsatz erhöhen.

Die nĂ€chste Dialogrunde wird mit ziemlicher Sicherheit unter Beteiligung der IG stattfinden – auch wenn der aktuelle Brief an den BĂŒrgermeister dies nicht vermuten lĂ€sst. Bluffen gehört eben zum Pokerspiel.

Denn die IG ist ob der machtbewussten Eitelkeit der „anderen Spieler“ nach wie vor eingeladen „zu setzen“. WĂŒrde ihr der „Einsatz“ verweigert werden, wĂ€re das Spiel aus – fĂŒr die Kartenmischer und deren Auftraggeber.

Also fĂŒr den BĂŒrgermeister und fĂŒr die IFOK.

Die IG kann also noch beim zweiten „Dialog“-GesprĂ€ch an den Tisch kommen und den Einsatz verdoppeln und verdreifachen.

Ihre Chips sind „Fragen“. Diese WĂ€hrung wiegt hart.

Weil diese „WĂ€hrung“ mit der Garantie von Öffentlichkeit ĂŒber diese Fragen abgesichert ist, wird das Pokerspiel zum Nervenkrieg.

Denn die Presse ist zumindest in Form des heddesheimblogs und des Mannheimer Morgens anwesend. Jede Regelverletzung wird dokumentiert.

Am Zug ist jetzt die IG, auch wenn sie noch unruhig ist.

Sie hat den Einsatz gefordert und muss ihn jetzt bringen: Öffentlichkeit und den Austausch von Argumenten.

Die Chance hat sie jetzt, auch, wenn sie noch etwas beleidigt ist, vom BĂŒrgermeister nicht Ernst genommen zu werden.

Dabei geht es der IG nicht anders als anderen – darunter vielen BĂŒrgern.

Der BĂŒrgermeister hingegen weiß um den Ernst der Lage, sonst hĂ€tte er nicht fĂŒr teuer Geld die IFOK engagiert.

Die IG sollte die Chance nutzen – denn sie hat keine andere, um den BĂŒrgern klar zu machen, dass es um die Interessen der BĂŒrger geht und nicht um Einzelinteressen der IG oder gar gekrĂ€nkte Eitelkeiten.

GekrĂ€nkte Eitelkeiten kosten das meiste Geld, das doch so gut in KindergĂ€rten oder anderen wichtigen Einrichtungen investiert sein sollte – der BĂŒrgermeister hat stellvertretend sein (eitles) Lehrgeld schon mit Steuergeldern bezahlt.

Die Frage ist, wer seinen Einsatz verliert.

FĂŒr Pfenning gibt es keinen ergebnisoffenen Dialog – Hallenvermarktung angelaufen

Guten Tag,

die Unternehmensgruppe Pfenning vermarktet bereits die noch nicht genehmigten Hallen des geplanten Logistik-Zentrums in Heddesheim.

In der Zeitschrift „econo“ einem vermeintlichen Wirtschaftsblatt, das im selben Verlag wie der Mannheimer Morgen erscheint, wirbt Pfenning mit „20 Fußballfelder LagerflĂ€che“ ab 2010.

Dem heddesheimblog wurde ein GesprĂ€ch zugespielt, in dem eine Vermarkterin dem Anrufer die Vorteile aufzĂ€hlt und fĂŒr Einzelheiten ein GesprĂ€ch mit dem Vertrieb bei Pfenning anbietet. Am Ende nennt sie den Standort der Hallen: „In Heddesheim, ganz in Ihrer NĂ€he.“

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Gestern hatten sich der GeschĂ€ftsfĂŒhrer Uwe Nitzinger, der Vertriebschef Gerhard Wollnitz und die Pressesprecherin PĂ©lagie Mepin zum „Dialog“ eingefunden, der nach Worten des Vertreters den Nachbarschaftsverbands Martin MĂŒller „noch vollkommen offen ist“: „Noch ist nichts entschieden.“

TatsĂ€chlich scheint die Entscheidung aus Sicht von Pfenning bereits gefallen zu sein. Sonst wĂŒrde das Unternehmen nicht etwas verkaufen, was es noch nicht sicher anbieten kann.

Der Dialog ist damit nach Auffassung der Redaktion einen Tag nach seinem Beginn gescheitert.

Die Anzeige in „econo“ macht auch deutlich, warum der Mannheimer Morgen ĂŒberwiegend zahm ĂŒber die geplante Pfenning-Ansiedlung berichtet: Es geht um Geld – Geld des Anzeigenkunden Pfenning.

In der aktuellen Ausgabe wird zudem der Wirtschaftsstandort Heddesheim beworben. Diese Artikel sind keine unabhĂ€ngige Berichterstattung, sondern mĂŒssen in direktem Zusammenhang mit Werbegeldern gesehen werden.

Die Redaktion der „econo“ versucht nach Recherchen des heddesheimblogs zudem aktiv, Artikel gegen Werbung bei Firmenkunden zu verkaufen.

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Das heddesheimblog

Presseinformation des „Dialog“-Kreises

Fakten auf den Tisch bringen und in der Sache diskutieren

Geplante Pfenning-Ansiedlung: 1. Dialogkreis in Heddesheim tagt mit 20 Mitgliedern

Heddesheim, 03. Juli 2009 – Das bereits angekĂŒndigte Dialogverfahren rund um die diskutierte Ansiedlung des Logistikunternehmens Pfenning ist gestern offiziell gestartet: 20 Heddesheimer – BĂŒrger und Anwohner, Vertreter aus den vier Fraktionen des Gemeinderates und der Verwaltung sowie der Kirche, dem Unternehmen Pfenning, dem Bund der SelbstĂ€ndigen (BdS) Ortsverband Heddesheim und des Heddesheimblogs – haben sich im Heddesheimer BĂŒrgerhaus an einem Tisch versammelt, um gemeinsam daran zu arbeiten, die aktuelle Debatte zu versachlichen. Die Erwartungen der Teilnehmer an den Dialogkreis ergaben ein einheitliches Bild: einen emotionsfreien Austausch von Informationen fördern und diese neutral in die Bevölkerung zu tragen.

„Der Dialogkreis wird nicht ĂŒber einzelne Themen abstimmen, sondern Fakten aufnehmen, in einer konstruktiven, ergebnisoffenen AtmosphĂ€re diskutieren und in die Bevölkerung geben“, erklĂ€rt Moderator Andreas Ingerfeld von IFOK GmbH, der den Dialogprozess seit Anfang Juni begleitet. Im Vorfeld des Dialogkreises hatte IFOK 20 Teilnehmer des Dialogkreises individuell befragt. Ziel: Das Meinungsspektrum zur Ansiedlung erfassen und Fragen zum Dialog-Verfahren beantworten. Dabei wurden vor allem Themen wie Verkehrsbelastung, Landschaftsbild, ökologische Auswirkungen, die zukĂŒnftige Entwicklung Heddesheims, BĂŒrgerbeteiligung und das Image der Firma Pfenning kritisch angesprochen.

Martin MĂŒller vom Nachbarschaftsverband Heidelberg-Mannheim erlĂ€uterte nochmals das grundsĂ€tzliche Verfahren, die einer Bebauung dieser Dimension zugrunde liegen. Der Nachbarschaftsverband hat die Aufgabe, die Raumnutzung zu planen und innerhalb eines Gebietes zuzuteilen und betreut 18 Gemeinden. Das Verbandsgebiet erstreckt sich von Nussloch im SĂŒden und Heddesheim im Norden. Bei der Ansiedlung der Firma Pfenning ist neben dem Nachbarschaftsverband auch die Metropolregion Rhein-Neckar als Steuerungsorgan involviert. Im Regionalplan bzw. FlĂ€chennutzungsplan ist die FlĂ€che bereits seit den 80er Jahren als gewerbliches Areal ausgewiesen. „Die gewerbliche Nutzung kann sich dabei auf Kleingewerbe, Dienstleistung oder Logistik erstrecken“, erklĂ€rte MĂŒller. Dabei wurde die 20-Hektar große FlĂ€che in Heddesheim als die am besten geeignete FlĂ€che fĂŒr die logistische Nutzung bewertet, u.a. wegen der vorgesehenen Gleisanbindung und der NĂ€he zur Autobahn.

Nachbarschaftsverband: „Es ist noch nichts entschieden“

„Wir haben im Verband eine realistische EinschĂ€tzung ĂŒber die grundsĂ€tzliche MarktfĂ€higkeit der FlĂ€che getroffen. Aber: Es ist noch nichts entschieden, wir reden hier ĂŒber ein noch völlig ergebnisoffenes Verfahren“, betont MĂŒller. FĂŒr das Bebauungsplanverfahren ist die Gemeinde Heddesheim zustĂ€ndig. Dieses Verfahren sieht vor, dass alle potenziellen Auswirkungen, die mit der Nutzung einer GewerbeflĂ€che, verbunden sind – zum Beispiel Verkehr, LĂ€rm- und Feinstaub-Emissionen u.a. – vor einer Entscheidung des Gemeinderates zu ermitteln sind. Der Bebauungsplan sieht dabei ein zweistufiges Beteiligungsverfahren von BĂŒrgern und Behörden vor. Dieses wird im Vorfeld in den Medien sowie auf dem Internetauftritt der Gemeinde bekannt gegeben. Alle BĂŒrger können sich dann mit Stellungnahmen und Fragen einbringen. Der Gemeinderat hat im nĂ€chsten Schritt die Aufgabe, dies zu diskutieren und auszuwerten. Die Ergebnisse dieser Bewertung fließen dann wieder in die BeschlĂŒsse des Gemeinderates ein. Im Rahmen einer Einmonatsfrist können BĂŒrger und Behörden dann nochmals hierzu Stellung nehmen. „Erst am Ende dieses Verfahrens steht dann der endgĂŒltige Satzungsbeschluss des Gemeinderates“, betont MĂŒller.

Im Dialogkreis wurde angeregt, dass dieses Verfahren auf dem Internetauftritt der Gemeinde kurz und verstĂ€ndlich – auch in Form einer Grafik – dargestellt werden soll und außerdem in direkten GesprĂ€chen mit den BĂŒrgern weiter erklĂ€rt werden soll. Den BĂŒrgern soll deutlich gemacht werden, dass sie nicht vor vollendete Tatsachen gestellt werden, war sich der Dialogkreis einig.

Unternehmensvertreter von Pfenning haben sich den Mitgliedern des Dialogkreises vorgestellt: Pfenning wurde 1932 gegrĂŒndet und ist ein inhabergefĂŒhrtes Familienunternehmen mit Sitz in der Region. Die Fakten im ÃƓberblick:

· 1.850 Mitarbeiter in Deutschland, Ungarn und RumĂ€nien – davon 650 Mitarbeiter in der Metropolregion Rhein-Neckar
· Umsatz 2008: 220 Mio. Euro Umsatz.
· KMP Holding GmbH bearbeitet zentrale Verwaltungsthemen (z.B. Personalentwicklung, Buchhaltung, Controlling und Marketing). Pfenning Logistics ist die Dachmarke der Gruppe.
· Die Tochtergesellschaften fĂŒr die Bereiche Lagerhaltung, Distribution und Transport sind in GmbHs aufgefĂŒhrt; die Immobilienentwicklung in der Rechtsform GbR organisiert
· Kundenkreis: Lebensmitteleinzelhandel, Automobil- und Chemische Industrie und Haushaltsprodukte
· In den vergangenen fĂŒnf Jahren deutliches Wachstum.

„Deshalb haben wir uns auch auf die Suche gemacht nach einer grĂ¶ĂŸeren FlĂ€che in unmittelbarer NĂ€he zum jetzigen Standort in Viernheim“, erklĂ€rt GeschĂ€ftsfĂŒhrer Uwe Nitzinger.

GeschĂ€ftsfĂŒhrer Nitzinger: „Wir wĂŒrden uns freuen, wenn man mit uns redet und nicht ĂŒber uns.“

Heddesheim bietet eine zusammenhĂ€ngende GrundstĂŒcksflĂ€che. Auch die NĂ€he zur Autobahn und der Gleisanschluss sowie die grĂ¶ĂŸtmögliche Entfernung zu Wohngebieten sind große Pluspunkte. „All diese Bedingungen werden von Heddesheim optimal erfĂŒllt“, so Uwe Nitzinger. Geplant sind derzeit der Bau von Hallen im Rahmen von 100.000 qm und VerwaltungsgebĂ€uden von maximal 6.500 qm. 1000 Mitarbeiter sollen dann in Heddesheim arbeiten, davon 500 eigene. Ende Juni hat Pfenning eine BĂŒrger-Hotline geschaltet, die aber bisher nur wenig genutzt wird. Nitzinger: „Ich wĂŒrde mir wĂŒnschen, dass man mit uns spricht und nicht ĂŒber uns.“ Die Ergebnisse der Hotline (Fragen, Resonanz der BĂŒrger) werden kĂŒnftig in den Dialogsitzungen ebenfalls erörtert.

Der Dialogkreis wird sich, so die derzeitigen Planungen, insgesamt vier Mal treffen – voraussichtlich im monatlichen Rhythmus. In den kommenden Sitzungen sollen die Schwerpunktthemen Ökologie, die weitere Entwicklung Heddesheims, BĂŒrgerbeteiligung und Offenheit sowie das Thema Verkehr behandelt werden. Beim Aspekt des Verkehrs soll allerdings zunĂ€chst ein Gutachten abgewartet werden, das derzeit erstellt wird, um die entsprechende Faktenbasis zu haben. Zur Erweiterung der GesprĂ€che aus dem Dialogkreis ist im September eine BĂŒrgerveranstaltung vorgesehen. Außerdem wurde ein „Zettelkasten“ beschlossen, der – zentral am Rathaus stationiert – die Fragen und Anregungen der BĂŒrger sammeln soll; diese werden dann im Dialogkreis behandelt.

Ansprechpartner: Andreas Ingerfeld, c/o IFOK GmbH: 06251 / 8416-31 oder andreas.ingerfeld@ifok.de

Wer am Dialog teilnimmt

Guten Tag,

heute hat er also statt gefunden, die 1. von vier geplanten Dialogsitzungen (noch eine im Juli, je eine im August und September).

Zwanzig Personen nehmen an diesem „Dialog“ teil: Vertreter der Gemeinde (4), Vertreter der Pfenning-Gruppe (3), Fraktionsvorsitzende (4), BĂŒrger (3), Vertreter des BdS Heddesheim (2), Vertreter Nachbarschaftsverband (1), Vertreter heddesheimblog (1), Vertreter der Kirchen (1), Vertreter der Jusos (1).

Eigentlich sind es nur fĂŒnfzehn Teilnehmer, denn drei Vertreter der Gemeinde sind nur Beobachter und bringen sich in Sachfragen ein. Die Kirche will sich mehr um das VerstĂ€ndnis unter den BĂŒrgern kĂŒmmern, als um die Ansiedlung. Das heddesheimblog sitzt als Berichterstatter mit am Tisch und wird sich neutral verhalten.

Von diesen zwanzig minus fĂŒnf ist gleich fĂŒnfzehn Teilnehmern sind also nur elf Heddesheimer, vier keine.

Ein Vertreter der Gemeinde ist der BĂŒrgermeister. Die Pfenning-Vertreter treten fĂŒr ihre Interessen ein, die anwesenden BdS-Vertreter haben sich mehr oder weniger klar zur Pfenning-Ansiedlung bekannt. Zwei Fraktionsvorsitzende haben sich auch klar zur Pfenning-Ansiedlung bekannt. Der Vertreter des Nachbarschaftsverbands steht auch fĂŒr eine Pfenning-Ansiedlung. Das sind neun Vertreter, die die geplante Pfenning-Ansiedlung unterstĂŒtzen.

Der Standpunkt der Jusos ist unklar, ebenso wie der eines BĂŒrgers, der bislang ĂŒberhaupt nicht in Erscheinung getreten ist, aber seit September 2008 in Heddesheim wohnt. Hinzu kommt ein Fraktionsvorsitzender, der ebenfalls keine klare Position bezieht.

ÃƓbrig bleiben ein Fraktionsvorsitzender und zwei BĂŒrger, die gegen das Projekt sind. Einer der BĂŒrger ist ein Politiker der GrĂŒnen, die sich ohne BĂŒrgerbefragung gegen das Projekt stellen werden, so das Wahlversprechen.

Damit sitzen neun „BefĂŒrworter“ der geplanten Pfenning-Ansiedlung drei „Gegnern“ gegenĂŒber und drei sind „unentschieden“.

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Ergebnisse der 1. „Dialog“-Runde

Guten Tag,

die Tagesordnung fĂŒr die erste Runde im „Dialog“ um die geplante Pfenning-Ansiedlung umfasste acht Punkte:

  1. BegrĂŒĂŸung und Regeln
  2. Wie funktioniert der „Dialog“?
  3. Planungsverfahren
  4. Vorstellung Pfenning
  5. Gruppenarbeit
  6. BĂŒrgerbeteiligung
  7. Sonstiges
  8. Abstimmung der Pressemitteilung

Nicht alle Punkte konnten trotz einer langen Sitzung von 18:30 Uhr bis nach 22:00 Uhr bearbeitet werden.

Nach der BegrĂŒĂŸung durch IFOK stellten sich die Teilnehmer vor und Ă€ußerten sich zu ihrer Motivation am Dialog teilzunehmen. Schnell wurde klar, woran es am meisten mangelt: an Informationen.

Viele Teilnehmer kritisierten zudem „unwahre“ Behauptungen und forderten Fakten. Einigkeit herrschte ĂŒberwiegend bei der EinschĂ€tzung der politisch-sozialen Lage in Heddesheim: Der Streit um das Projekt entzweit die Menschen.

Andreas Ingerfeld, Leiter der Moderation durch die IFOK sagte: „Es ist leider so, dass uns einige Interviewte zwar das Interview gegeben haben, aber nicht teilnehmen wollen, weil sie persönliche Nachteile befĂŒrchten, wenn sie sich hier Ă€ußern. Das muss ich feststellen.“

Die Punkte 5 und 6, also Gruppenarbeit und BĂŒrgerbeteiligung fielen aus. DafĂŒr war Punkt 7 „Sonstiges“ immer wieder Thema bei den anderen Punkten.

Punkt 3 und 4 waren Kurzreferate ĂŒber den Ablauf des Planungsverfahrens und eine Vorstellung der Unternehmensgruppe Pfenning durch den GeschĂ€ftsfĂŒhrer.

Wichtigstes Ergebnis der Tagung war: die Transparenz soll hoch sein. Das haben alle Teilnehmer unterstĂŒtzt.

So sind alle Teilnehmer mit der Nennung ihres Namens einverstanden und auch mit der Teilnahme von Medien und einer nachfolgenden Berichterstattung. Trotzdem soll die Möglichkeit bestehen, Äußerungen und „sensible“ Dinge von der Berichterstattung auszunehmen.

Damit war Punkt 1 „Regeln“ erfolgreich besprochen. Ebenso wie Punkt 8 „Abstimmung der Pressemitteilung“.

Die Pressemitteilung, die hier morgen im heddesheimblog veröffentlicht werden wird (so sie vorliegt), enthÀlt nicht viel Neues zum Thema, sondern nur zum Ablauf der Sitzung.

Inhaltlich Ă€ußerten sich wĂ€hrend der Dialogrunde vor allem die Vertreter von GrĂŒnen (2), CDU (1) und FDP (1), die BĂŒrger (2), der BĂŒrgermeister, das heddesheimblog (1) sowie der BdS (1). Also acht der fĂŒnfzehn „echten“ Teilnehmer.

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Warum das heddesheimblog am „Dialog“ teilnimmt

Guten Tag,

das heddesheimblog dokumentiert die Fragen und Antworten des Interviews der IFOK mit dem Journalisten Hardy Prothmann vom 23. Juni 2009.

Das GesprĂ€ch dauerte etwas mehr als eine Stunde. Grundlage fĂŒr das GesprĂ€ch war, dass der Interviewte das Wortprotokoll vor Inanspruchnahme gleich welcher Art, zu lesen bekommt, und dann seine Freigabe erteilt.

Das vorliegende Protokoll ist fĂŒr eine Veröffentlichung, auch durch die IFOK frei gegeben – fĂŒr den „Dialog“, den das Unternehmen fĂŒr die Gemeinde Heddesheim in Sachen geplanter Pfenning-Ansiedlung durchfĂŒhren soll.

Der Text entspricht weitgehend dem gefĂŒhrten GesprĂ€ch. Sprachliche und inhaltliche Anpassungen wurden durch den Interviewten nur dort vorgenommen, wo das VerstĂ€ndnis durch die Protokollierung gelitten hĂ€tte oder Aussagen un- oder missverstĂ€ndlich protokolliert wurden. Das war aber nur bei wenigen Stellen nötig.

Die Dokumentation erfolgt erst heute, weil die IFOK Zeit benötigte, das Protokoll zu erstellen und weil es eine ÃƓbereinkunft gab, dass das Protokoll erst zum Ende der Interviewrunde veröffentlicht wird, damit noch nicht gefĂŒhrte GesprĂ€che davon nicht beeinflusst werden. Die IFOK hat am Mittwoch, den 01. Juli 2009 ihre Interviews abgeschlossen.

Die Redaktion des heddesheimblogs stellt ausdrĂŒcklich fest, dass diese Absprache nachvollziehbar ist und professionellen Standards der Kommunikationsbranche entspricht.

Trotz eigener Vorbehalte der Redaktion gegenĂŒber IFOK, hat sich das Unternehmen kooperativ verhalten und angefragte Informationen in gegenseitigem Einvernehmen ĂŒber das Procedere zur VerfĂŒgung gestellt.

Die Fragen und Antworten der IFOK an den Journalisten Hardy Prothmann, verantwortlich fĂŒr das heddesheimblog, wurden notiert. Die hier wiedergegebene Fassung ist das Protokoll dieser Frage-Antwort-Sitzung – weitgehend als Wortprotokoll wieder gegeben, ohne „sprachliche GlĂ€ttungen“ und somit so weit wie möglich authentisch.

Die IFOK hat aus wettbewerblichen GrĂŒnden darum gebeten, nicht jede Einzelheit des GesprĂ€chs zu veröffentlichen, um nicht in Sachen Interviewtechnik kopiert zu werden.

Dem entspricht die Redaktion des heddesheimblogs insofern, als sie das geschĂ€ftliche Interesse des Unternehmens respektiert, obwohl sie ĂŒberzeugt ist, das gute QualitĂ€t nicht kopiert werden kann, sondern geboten wird oder nicht.

Es kommt auf das Ergebnis an, dass Sie beim heddesheimblog exklusiv lesen können.

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Das Interview der IFOK mit Hardy Prothmann

Erstes „Dialog“-GesprĂ€ch findet am 02. Juli 2009 statt

Guten Tag,

am Donnerstag, den 02. Juli 2009, 18:30 – 21:00 Uhr findet im großen Sitzungsraum im BĂŒrgerhaus Heddesheim das erste „Dialog“-GesprĂ€ch unter Moderation des Unternehmens IFOK statt.

Auf Nachrage rechnet IFOK mit 15-18 Teilnehmern. Etwa 20 Interviews seien gefĂŒhrt worden, in EinzelfĂ€llen sei eine Teilnahme nicht erwĂŒnscht worden.

Bei dieser ersten Sitzung sollen Positionen vorgestellt, Themen aufgelistet und die Regeln fĂŒr den Dialog erarbeitet werden.

„FĂŒr mich ist die grĂ¶ĂŸtmögliche Transparenz wichtig“, sagte Andreas Ingerfeld, Mitglied der GeschĂ€ftsfĂŒhrung bei IFOK und Moderator des „Dialogs“.

„Dass heißt, ich bin auch grundsĂ€tzlich fĂŒr eine Berichterstattung aus dem Dialog heraus. Wie das im Einzelnen gehandhabt wird, wird aber die Runde selbst festlegen.“

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Der Dialog und seine Chancen

Der Dialog kann also ohne die IG neinzupfenning stattfinden – sie ist nur ein Akteur unter vielen, sagt Andreas Ingerfeld, verantwortlich fĂŒr die Firma IFOK, die den Dialog moderieren soll. Ist das so? Das heddesheimblog analysiert die Situation.

Die IFOk bedauert, dass die IG neinzupfenning nicht mit ihr reden will. Ist das Bedauern ernst zu nehmen? Das kann man eindeutig mit Ja beantworten, wenn man die IFOK als neutral betrachtet.

Andererseits bietet sich damit eine Chance fĂŒr den BĂŒrgermeister und die CDU und die FDP, die IG zu isolieren. Dadurch, dass sie sich verweigert, ist sie halt raus aus dem Spiel – oder vielmehr dem Dialog.

Alle drei behaupten, dass es andere Kritiker der geplanten Pfenning-Ansiedlung gibt, die mit der IG neinzupfenning nicht einverstanden sind. Auch das ein Versuch, die Bedeutung der IG zu schmÀlern. Aber auch diese Aussage ist wahrscheinlich zutreffend.

TatsĂ€chlich haben aber ĂŒber 1300 Heddesheimer bei der IG gegen Pfenning persönlich unterschrieben. Damit ist die IG mehr als nur eine Interessenvertretung von wenigen Gewerbetreibenden.

Andere Gruppen wie der BdS und die Kirchen sind bislang wenig in Erscheinung getreten, angeblich, weil sie keine Plattform haben und durch den Dialog eine bekommen. Ist das so?

Das ist vollkommen falsch. Der BdS hat einen Internetauftritt und kann sich jederzeit ĂŒber die Presse oder eigene Veranstaltungen Ă€ußern – wenigstens zum Teil, da die IG neinzpfenning Mitglieder teilweise auch Mitglieder im BdS sind.

Und die Kirchen haben auch viele KanĂ€le, auf den sie sich Ă€ußern könnten. Das tun sie aber zu Recht nicht, weil die Tagespolitik nicht in ihren Aufgabenbereich fĂ€llt.

Die BĂŒrger sollen eine Stimme bekommen – das ist der fragwĂŒrdigste Teil am Dialog. Indem man einige BĂŒrger befragt und aus ein paar Stimmen eine Position ableiten will, begibt man sich auf dĂŒnnes Eis. Hier fehlt jede ReprĂ€sentation.

Umgekehrt wĂ€ren öffentliche BĂŒrgerversammlungen schon eher geeignet, „den“ BĂŒrger zu hören und sich beteiligen zu lassen. Der konsequenteste Weg wĂ€re, „die“ BĂŒrger zu befragen. Dann hĂ€tte man wirklich eine aussagekrĂ€ftige Position.

Was der Nachbarschaftsverband auf der Liste der „Akteure“ zu suchen hat, ist schwer verstĂ€ndlich, außer, man sucht noch eine Stimme, um eine vermutlich positive Haltung gegenĂŒber Pfenning einzubringen.

Warum das heddesheimblog auf der Liste steht und ein „Akteur“ ist, der Mannheimer Morgen aber nicht, ist ebenfalls schwer verstĂ€ndlich. Beides sind Medien und beide berichten zum Thema.

VerstĂ€ndlich wird es, wenn man den Mannheimer Morgen nicht zu einem „Akteur“ machen möchte, das heddesheimblog aber schon.

Tatsache ist aber, dass das heddesheimblog weitaus umfassender und „ergebnisoffener“ berichtet als der MM, der sich durch Herrn Kessler instrumentalisieren lĂ€sst und brav berichtet, was ihm in „Exklusiv-Interviews“ gesagt wird.

Mit dem heddesheimblog „spricht“ Herr Kessler hingegen nur, wenn er es absolut muss. Interviewanfragen ignoriert Herr Kessler seit Wochen.

Herzig ist die BegrĂŒndung der IFOK, man wolle im Dialog vorankommen und befrage auch BĂŒrger, die ein öffentliches GesprĂ€ch nicht gewohnt seien und Nachteile fĂŒr sich befĂŒrchten, wenn sie sich „exponieren“.

Die IFOK kĂŒmmert sich also tatsĂ€chlich „um den kleinen Mann“, der sonst keine Stimme bekommt – andererseits befragt sie aber die „Akteure“. Wie passt das zusammen?

Die Nicht-Öffentlichkeit des geplanten Ablaufs des Dialogs stellt nach wie vor das Problem an sich dar und wird sich in dieser Form nicht lösen lassen.

Der „Dialog“ wird trotzdem stattfinden – als Instrument des BĂŒrgermeisters und Teile des Gemeinderats ihre „Dialog-Bereitschaft“ zu signalisieren und dokumentieren zu lassen.

Ob dem BĂŒrgermeister allerdings jemand glaubt, wenn er behauptet: „Ich wollte doch mit allen reden…“, bleibt fraglich.

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