Sonntag, 29. Mai 2022

Bauernverband gegen jede Form weiterer FlÀchenversiegelung

Guten Tag!

Heddesheim, 28. August 2009. Der Heddesheimer Bauernverband ist gegen jede weitere Form der FlĂ€chenversiegelung. Das sagte der Vorsitzende Rupert Bach wĂ€hrend der 3. „Dialog“sitzung der IFOK.

Von Hardy Prothmann

Die Teilnahme von Rupert Bach kam ĂŒberraschend fĂŒr die anderen Teilnehmer. Der Landwirt bat als BĂŒrger und Vertreter des Heddesheimer Bauernverbands zuhören zu dĂŒrfen.

Dialog-Teilnehmer Andreas Schuster forderte den Mann aber auf, alles zu sagen, was er zu sagen habe, denn schließlich habe der „Dialog“kreis seiner Teilnahme zugestimmt und damit habe er das Recht, seine Meinung zu Ă€ußern.

Die war eindeutig: „Wir Bauern in Heddesheim arbeiten ĂŒberwiegend auf gepachtetem Grund. 80-90 Prozent gehören nicht uns. Wir können nachvollziehen, wenn jemand sein Land fĂŒr viel mehr Geld verkauft, als wir Pacht dafĂŒr zahlen. Auf der anderen Seite ist jede versiegelte FlĂ€che fĂŒr uns Bauern verloren. Auch fĂŒr die Nahrungsmittelerzeugung der BĂŒrger. Das stellen wir einfach fest, ohne das wir uns einmischen wollen.“

Der Landwirt bewirtschaftet Teile der AckerflÀche, auf dem die Pfenning-Ansiedlung geplant ist. Wie unterschiedlich die Betrachtung sein kann, belegen folgenden Aussagen:

Das von der Gemeinde beauftragte IngenieursbĂŒro Sartorius und Partner aus Bensheim stellt fest: „Die AckerflĂ€chen sind aus faunistischer Sicht als wenig ergiebig anzusehen.“

Landwirt Bach sagt: „Das ist bestes Ackerland, auf dem wir in Fruchtfolge Tabak, Mais, Getreide und andere Pflanzen anbauen. Aus unserer Sicht ist das ein enormer Verlust.“

Auch der MM berichtet zum Thema:
Gutachter: Verkehrssituation am Kreisel zu bewÀltigen

High noon bei der Ernte

Guten Tag!

Heddesheim, 19. Juli 2009. Die reichhaltigen NiederschlĂ€ge der vergangenen Wochen bedrohen die Ernte der Bauern – auch in Heddesheim.

Der Vorsitzende des Heddesheimer Bauernverbands, Rupert Bach, sagte dem heddesheimblog auf Nachfrage: „Es ist nicht fĂŒnf vor zwölf, sondern zwölf Uhr. Wir brauchen in der kommenden Woche einige trockene und warme Tage, sonst wird unsere Ernte nicht den erhofften Erfolg bringen.“

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Das Wetter spielte lange mit, aber jetzt ist es zu feucht und stĂŒrmig. Bild: pro

Das Problem ist das zu feuchte Wetter. Getreidesorten wie Braugerste, Weizen und Roggen befinden sich zur Zeit in der „Todreife“. Das heißt, dass die Frucht gereift ist und nun ruht. Bleibt es zu lange feucht, keimt die Frucht aber. Aus Braugerste wird dann schnell Futtergerste. Der sowieso angespannte Marktpreis fĂŒr Braugerste reduziert sich dann auf einen Bruchteil des möglichen wirtschaftlichen Ertrags.

Die 18 Heddesheimer Bauern greifen bei der Ernte auf einen Dienstleister zurĂŒck, der fĂŒr sie das Getreide mĂ€ht: „Wenn das Zeitfenster dann eng ist, wollen alle den MĂ€hdrescher, der arbeitet aber die Felder in der Reihe der Bestellung ab.“

Eigentlich hat der viele Regen eine gute Ernte begĂŒnstigt. Doch zu viel Regen schadet dem Ergebnis: „Wir werden auf jeden Fall eine reiche Ernte haben, wenn es aber weiter regnet, leidet die QualitĂ€t“, sagte Rupert Bach.

Die Tabakernte hingegen verspricht sehr gut zu werden und hat vor einer Woche begonnen. Aber auch hier ist zum Trocknen der TabakblÀtter gutes Wetter nötig.

Einen schönen Tag wĂŒnscht
Das heddesheimblog