Freitag, 02. Juni 2023

Entwurf Top 9

Badesee wird „weiter verbessert“

Heddesheim, 21. Februar 2014. (red/ms) In den vergangenen drei Jahren wurden am Badesee der Kassenbereich umgestaltet und der Innenbereich um die sanitären Anlagen erneuert. Der Gemeinderat will die „kontinuierliche Verbesserung des Eingangsbereich“ weiter vorantreiben und hat für dieses Jahr 105.000 Euro eingeplant, um etwa 700 Quadratmeter vor dem Eingangsbereich auszubessern und Fahrradstellplätze zu erneuern. Nach einer Ausschreibung entschied sich der Gemeinderat einstimmig für ein Angebot von Martin Pfenning & Söhne, Viernheim in Höhe von 68.000 Euro. Die Maßnahmen sollen, noch bevor die Badesaison eröffnet, abgeschlossen werden. 

Gemeinderat stimmt Zuschuss über Vereinsförderung hinaus zu

3.000 Euro für Rettungsschwimmer

badesee-0109Heddesheim, 31. Januar 2014. (red/ld) Im Hallenbad und am Badesee sorgt die Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) für die Sicherheit der Badegäste. Der Gemeinderat zeigt sich sehr zufrieden mit den erbrachten Leistungen – allerdings ist die Mobilität der Lebensretter etwas eingeschränkt, weil das bisher verwendete Fahrzeug durchgerostet ist und stillgelegt wird. Als Ersatz wurde der reparaturbedürftige Einsatzleitwagen der freiwilligen Feuerwehr bereits der DLRG kostenlos übergeben. Gestern beschloss der Gemeinderat einstimmig, die 3.047 Euro für die Reparatur des Fahrzeugs zu übernehmen, als Zuschuss über die Richtlinien für Vereinsförderung hinaus. In Wahlkampfzeiten fließt das Geld einfach besser als sonst.

dlrg feuerwehr

Der alte Einsatzleitwagen der Feuerwehr trägt schon den Schriftzug der DLRG. Foto: privat

Gemeinde legt "Ausruhbereich" an Badesee-"Insel" neu an

„Pflege vernachlässigt“

Heddesheim, 15. Januar 2014. (red) Ein Leser informierte uns, Bürgermeister Michael Kessler habe wieder mal ein „übliches Rückschneidemassaker“ angerichtet. Tatsächlich handelt es sich um eine Pflegemaßnahme am Badesee, die auch Gemeinderat Kurt Klemm auf Nachfrage unproblematisch findet. [Weiterlesen…]

Polizei sucht Zeugen

Wartehäusschen demoliert

Foto: Privat

Foto: Privat

Heddesheim, 13. November 2013. (red/ld) Vermutlich in der Nacht von Montag auf Dienstag – 11. auf 12. November, wurde eine Scheibe des Wartehäuschens an der Bushaltestelle Ringstraße/Badesee zerstört. Ob es sich dabei um einen Unfall oder unsinnigen Vandalismus handelt, ist bislang unklar. Auf Anfrage teilte die Gemeinde mit, dass Anzeige gegen Unbekannt erstattet worden sei. Die Polizei nimmt sachdienliche Hinweise unter der Telefonnummer 06203-41443 entgegen. [Weiterlesen…]

1.000 Euro Schaden

Unfallflucht am Heddesheimer Badesee

Heddesheim, 06. August 2013. (red/pol) Vergangenen Montag ereignete sich auf dem Parkplatzgelände des Heddesheimer Badesees eine Verkehrsunfallflucht. Eine Frau rammte mit ihrem Fahrzeug einen geparkten Audi und verschwand von der Unfallstelle. [Weiterlesen…]

Vorstellung des Energieberichts für kommunale Gebäude im Jahr 2012

Gesamtkosten für Energie und Wasser steigen um 30.000 Euro

wasseruhr

Die Kosten für den Wasserverbrauch der kommunalen Gebäude der Gemeinde sind gestiegen. Die Gesamtkosten für Wasser und Energie liegen bei 458.800 Euro.

 

Heddesheim, 25. Juli 2013. (red) Die Klimaschutz- und Energie-Beratungsagentur Heidelberg/Rhein-Neckarkreis (KliBA gGmbH) stellte dem Gemeinderat und der Verwaltung in der Sitzung des 25. Juli den Energiebericht für die kommunalen Gebäude der Gemeinde Heddesheim vor. Demnach sankt der Gesamtenergieverbrauch im Betrachtungszeitraum 2012 um 28,6 Prozent gegenüber dem Verbrauch von 1997. Die Gesamtkosten für Energie und Wasser stiegen im Vergleich zu 2011 um rund 30.000 Euro, liegen aber trotzdem unter den Werten der Jahre 2007 bis 2010. [Weiterlesen…]

Anschwimmen im Baggersee

Still ruht der See …

Badesee

Noch ist nichts los am schönen Heddesheimer See.

 

Heddesheim, 06. Mai 2013. (red/sw) Der morgendliche Blick aus dem Fenster ließ am Samstag nicht wirklich Baggersee-Stimmung aufkommen – auch wenn die langersehnte Schwimmsaison eröffnet worden ist. [Weiterlesen…]

Boden am Eingang wird erneuert

Neues Pflaster am Badesee

Heddesheim, 24. März 2013. (red/ld) Der Bereich am Badesee soll pünktlich zum Badebeginn Anfang Mai fertig sein, versicherte Bürgermeister Michael Kessler. Zuvor beschloss der Gemeinderat, die gepflasterten Flächen am Eingang für gut 35.000 Euro zu erneuern. Der Zuschlag ging an den Straßenbaumeister Wolfgang Jäger aus Heddesheim. [Weiterlesen…]

Der Gemeinderat führte die Leinenpflicht ein und schaffte die Mittagsruhe ab

Hunde an die Leine!

Heddesheim, 22. Februar 2013. (red/ld/zef) Die Leinenpflicht gilt für den gesamten innerörtlichen Bereich, den Seeweg, den Badesee, sowie auf den Flächen, die an das Viernheimer Naturschutzgebiet Neuzenlache angrenzen: die Schäffertswiese, und der Rad- und Fußweg an der Werderstraße. Das beschloss gestern der Gemeinderat.  Gleichzeitig wurde die Mittagsruhe per Verordnung abgeschafft.

Von Lydia Dartsch und Ziad-Emanuel Farag

Im innerörtlichen Bereich wird die Leinenpflicht aus Sicherheitsgründen eingeführt. Andernfalls könnte es durch aufgeschreckte Passanten oder Hunde und dem Kraftverkehr schnell zu brenzligen Situationen kommen. Infolge dessen sei es in der Vergangenheit zu Konflikten zwischen Hundehaltern und Passanten gekommen. [Weiterlesen…]

BUND Heddesheim engagiert sich auch 2013 für den Naturschutz

Vermüllte Biotope und ein zerstörtes Insektenhotel

Heddesheim, 20. Februar 2013. (red/zef) Auch für das Jahr 2013 stehen bei der Ortsgruppe Heddesheim des Bunds für Umwelt und Naturschutz in Deutschland große Herausforderungen an: Die Biotope sind teilweise heftig vermüllt, das Insektenhotel wurde erneut zerstört. Auf der Jahreshauptversammlung stellte die Ortsgruppe die Weichen, um dies zu meistern.

Von Ziad-Emanuel Farag

Am Samstag, den 23. Februar, säubert die BUND-Gruppe Heddesheim die Biotope. Maria Landenberger, Vorsitzende der Ortsgruppe, äußert sich hierzu optimistisch:

Gut 20 Personen aus Heddesheim haben letztes Jahr sehr viel Müll aus den Biotopen entfernt. Es haben sehr viele mit angepackt, die zum Teil gar nicht Mitglied der Ortsgruppe sind. Das hat uns sehr gefreut. Auch in diesem Jahr hoffen wir wieder auf viele tatkräftige Unterstützung. Besonders in den Landgräben können wir jede helfende Hand gebrauchen. Es ist erschreckend, dass jedes Jahr Ölfässer auftauchen.

Ihre Grundstücke möchte die Ortsgruppe pflegen und so weitere Flächen unberührter Natur schaffen. Dabei stören momentan wildwuchernde Brombeeren und Kirschen, die der restlichen Vegetation kaum Platz lassen. Hierbei soll auch das Insektenhotel wieder aufgebaut werden. Wie 2009 wurde es auch 2012 zerstört.

Der Vorstand der BUND-Gruppe Heddesheim (von links nach rechts): Dr. Klaus Wagner (stellvertretender Vorsitzender und Kassenwart) Johanna Fath und Richard Landenberger (Kassenprüfer) und Maria Landenberger (Vorsitzende)

Insgesamt kann man aber mit der Bilanz für 2012 zufrieden sein: Am 26. Juli 2012 konnten am Badesee in Heddesheim Zwergfledermäuse in freier Wildbahn beobachtet werden. Es stand außerdem eine Kräuterwanderung in Hemsbach an. Die reiche Flora und Fauna des Odenwaldes erwies sich hierfür als reichhaltiger Schatz.

Das Ganze stieß auf so eine große Resonanz, dass es in diesem Jahr auch eine für Eltern und ihre Kinder stattfinden wird. Ebenfalls wird es eine Aktion geben, bei der Kinder zusammen mit ihren Eltern Pfähle bauen, die die einzelnen Grundstücke begrenzen sollen.

Die gute Arbeit 2012 schlug sich auch in den Vorstandswahlen nieder: Maria Landenberger als erste Vorsitzende und Dr. Klaus Wagner als Kassenwart und ihr Stellvertreter wurden einstimmig wiedergewählt.

 

Ausgabe der Schließfächer am 12. Mai

Badesee öffnet am 07. Mai

Heddesheim, 04. Mai 2012. (red) Die Badesaison beginnt in Heddesheim am 07. Mai 2012. Die Schlüssel für die Fächer können ab dem 12. Mai 2012, 08:00 Uhr, direkt an der Kasse am Badesee erworben werden. Weitere Informationen zu Eintrittspreisen und Öffnungszeiten finden Sie auf der Seite der Gemeinde.

Gastbeitrag zur Biotop-Vernichtung am Badesee

Der vergitterte Blick

Dieser wichtige Lebensraum für Tiere wurde für den "freien Blick" abgeholzt. Bild: Kurt Klemm

 

Heddesheim, 13. Januar 2012. Der Heddesheimer Vogelschützer und Naturschutzbeauftragte des Vogelvereins, Kurt Klemm, hat sich das abgeholzte Stück am Badesee selbst angeschaut und ist entsetzt. Verschiedene Naturschutzverbände wurden von ihm alarmiert, ebenso die Untere Naturschutzbehörde. Sein Gastbeitrag ist ein dringender Appell, der Natur Schutz zu gewähren, statt sie in Form zu schneiden.

Von Kurt Klemm

Kurt Klemm zeigt Futterangebote für Vögel in seinem Garten.

Das beste Beispiel wie man mit Artenschutzmaßnahmen nicht verfahren soll, hat sich wieder einmal unser Bürgermeister Michael Kessler geleistet.

Auf seine persönliche Anordnung hin, wurde eine ca. 200 m lange Uferbewachsung am nordöstlichen Ende des Badesees abgeholzt und so dem Erdboden gleichgemacht, damit man beim Spaziergang den Badesee gittermäßig einsehen kann.

Wer von denen, die angeblich als Bürger unserer Gemeinde solche Forderungen an den Gemeindechef stellen, nennt sich allen ernstes „Naturfreund“?

Hier wird ein vollkommen intaktes Biotop einfach nur mal so vernichtet, um „Naturfreunden“, einen freien Blick durch eine meterhohe Gitterwand auf den See zu gewähren.

Gutachten zur Artenvielfalt

In einem Gutachten, das unser BM von dem Vogelschutzgebiet des Vogelvereins 2007 erstellen ließ, um die Vogelwelt dort genau kartiert zu haben, heißt es von dem Gutachter:

Im Verlaufe der Bestandserhebung wurden 43 Vogelarten beobachtet, von denen 22 Arten nach gängigen Vorgaben als Brutvögel einzustufen sind. Die übrigen 21 Arten nutzen das Gebiet als Nahrungshabitat oder als Rastgebiet während des Vogelzuges.

Weiter heißt es in einem Auszug aus diesem Gutachten:

Die Verteilung der Brutreviere lässt erkennen, dass der gesamte Gehölzbestand als Bruthabitat genutzt wird Die höchste Revierdichte wurde im südlichen Teil des Gehölzbestandes festgestellt.

Das ist genau die Stelle, wo der Übergang des Vogelschutzgebietes in diese Uferbewachsung geht, die jetzt vernichtet worden ist.

Wozu werden für viel Geld solche Gutachten erst erstellt, um am Ende statt Lebensraumschutz, den Spaziergängern einen vergitterten Panoramablick auf den See zu gewähren?

Zwei Sichtfenster in diesem Heckenbereich hätten es auch getan.

Vernichtung von Artenvielfalt

Lebensraumverlust ist die Vernichtung der Feldraine, Rodung von Hecken und Feldgehölzen, dies wiederum führt zu Nahrungsmangel, fehlenden Schutz-und Deckungsmöglichkeiten vor Beutegreifern, keine Brutplätze, Artenarmut.

Hinzu kommt noch der geradezu verschwenderische Flächenverbrauch, wie bei Pfenning, Edeka und die Bauplätze „Mitten im Feld“, all diese Verluste kann die Natur nicht mehr kompensieren, am Ende bleibt nur noch der Verlust der Artenvielfalt. Aber ohne Artenvielfalt verliert auch der Mensch sein irdisches Dasein.

Was sind das für Menschen, die sich einfach an der Schöpfung Gottes vergreifen, nur um sich vermeintliche Vorteile auf eine bessere Aussicht zum See zu verschaffen?

Angesichts der meterhohen Gitterzäune, fragte ein besorgter Bürger an, ob hier angesichts der mannshohen Gitterlaufwege demnächst Gefangene aus Guantánamo einquartiert würden.

Aber machen Sie sich bitte selbst ein Bild und urteilen sie dann über dieses Stück Rundweg am nordöstlichen Ende des Badesees. Ich freue mich auf ihre Resonanz im Heddesheimblog.

Wie grüßten die Gladiatoren ihren Cäsar oder BM noch: „Morituri te salutant“.

Zur Person:
Kurt Klemm ist parteiloser Gemeinderat und Mitglied der Fraktion Bündnis90/Die Grünen. Für seine Naturschutzaktivitäten ist er bereits mehrfach ausgezeichnet worden.

Gemeinde holzt wie üblich nieder

Biotop-Massaker für „Blick auf den See“

Kahlbeschlagens Biotop.

 

Heddesheim, 12. Januar 2012. Was der Gemeinderat Kurt Klemm schon seit Jahren anprangert, hat Methode: Der gnadenlose Rückschnitt von Natur. Verantwortlich: Bürgermeister Michael Kessler. Ausführende: Die Mitarbeiter des Bauhofs. Konsequenz: Entweder passt sich die Natur in die „Vorstellungen“ ein oder sie wird gnadenlos bekämpft.

Für Natürschützer ist „Gestrüpp“ ein Lebens- und Rückzugsraum für Tiere. Für den Bürgermeister Michael Kessler etwas, dass er konsequent bekämpft. Seine Strategie: Rückschnitt bis auf Knöchelhöhe. Vermutlich ist ihm das Gestrüpp zu „unordentlich“.

Die Ästhetik des Bürgermeisters orientiert sich an Beton und Stein. Sichtbar am Dorfplatz – der nur Stein lebt und kalt und ungemütlich ist.

Oder an seinem „Jahrhundert-Projekt“ „Pfenning“. Beton, Hallen, Fahrbahnen, Fahrzeuge. Das ist sein Metier.

Um den Badesee gibt es ein neues Teilstück des Rundwegs. Benutzer sollen nicht auf „Gestrüpp“ schauen, sondern auf den See. Dessen glatte Fläche sieht vermutlich in den Augen des Bürgermeisters auch irgendwie wie eine planierte Betonfläche aus. Obwohl man sehr gut auf den Badesee auf den bisherigen Wegen schauen kann, musste ein langer Streifen gewachsenes Biotop weichen – für einen Blick auf den Badesee.

Abschneiden, kurz machen, in Form bringen. Manch einer in Heddsheim hält das für ein politische Formel, die vor allem für gewisse Gemeinderäte gilt, die sich willfährig fügen.

Deshalb ist hier auch kein Protest zu erwarten, sondern ganz sicher Zustimmung oder vielleicht sogar die Nachfrage, ob man nicht die Kosten für radikale Rückschnittsaktionen langfristig besser durch konsequentes Duchbetonieren senken könnte.

Verbunden mit der Formel:

Genießen Sie den neuen Blick auf den Badesee. Alles ist in „Ordnung“.

Beim Heckenschnitt geht es „ganz sicher“ um eine Machtdemonstration

Heddesheim, 02. November 2011. (red) Am morgigen Donnerstag wird die Hecke um das Biotop des Vogelparks auf mehreren hundert Metern zurückgeschnitten. Angeblich geht es um die „Sicherheit“ der Fußgänger. Tatsächlich darf man das bezweifeln. Und andere Gründe vermuten.

Von Hardy Prothmann

Dass Bürgermeister Michael Kessler „grün nicht grün ist“, braucht man kaum jemandem zu erklären.

Der derzeit amtierende Bürgermeister gilt als „Betonkopf“. Büsche, Sträucher, Hecken – die Natur bedeutet Herrn Michael Kessler nicht viel. Er baut lieber oder lässt bauen, auch wenn bei seinem Lieblingsprojekt „Pfenning“ irgendwie nichts vorwärts geht.

Beton gegen Natur

Der Heddesheimer Gemeinderat Kurt Klemm ist so ziemlich das Gegenteil von Herrn Kessler. Dem Vogelfreund und Naturschützer ist jedes Unkraut lieber als Beton.

Und der Zoff um den Heckenrückschnitt rund um das Biotop des Vogelparks ist das beste Beispiel, um diesen Systemwiderspruch zu belegen.

Kurt Klemm ist einer der Gründer des Vogelparks. Seit über 50 Jahren haben sich die Vereinsmitglieder ehrenamtlich eingebracht und den intaktesten Flecken Natur geschaffen, den Heddesheim zu bieten hat. Eine Naturoase am Badesee. Den größten Teil davon darf niemand betreten. Er gehört der wilden Natur, nicht den Menschen. Als Rückzug für die wenigen Wildtiere, die Heddesheim geblieben sind. Ein Eingriff findet nicht statt.

Doch das stimmt nicht ganz. Das Gelände gehört der Gemeinde, der Vogelverein hat es nur gepachtet. Das Gelände gehört also allen Heddesheimerinnen und Heddesheimern, aber einer hat den absoluten Besitzanspruch. Michael Kessler.

Dessen Vater ist Legende im Ort, all die großen Projekte des Gemeinwohls, Sportzentrum, Schwimmbad, Badesee, sind untrennbar mit dem Namen Fritz Kessler verbunden. Seinem Sohn Michael bleibt nur die Verwaltung des Erbes. Oder das Zubetonieren der Natur.

Der Güllelaster braucht den ganzen Weg - für Fußgänger ist kaum Platz. Deswegen soll die Vogelparkhecke beschnitten werden. An anderer Stelle wird es keine "Ausweichmöglichkeiten" geben. Bild: privat

Als wollte Michael Kessler sich das Erbe einvernehmen, plant er einen „umfassenden“ Rundweg um den Badesee. Dafür wäre er auch mitten durchs Biotop „gegangen“ – doch das wurde verhindert. So muss er den Weg um Badesee und Vogelpark herum „gestalten“.

Aktuell wird bald ein weiterer Wegeabschnitt fertig sein. Und es gab immer Streit, weil Kessler zu nah ans Biotop ran will. Er bedrängt es geradezu. Diese Natürschützer… was mag er über sie denken?

Der Rückschnitt der Biotop-Hecken ist wie ein Schnitt ins Fleisch der Vogelschützer-Seelen. Bürgermeister Michael Kessler muss wissen, wie weh es den engagierten Vereinsmitgliedern tun muss, wenn sie wieder ein Stück Natur opfern müssen.

Heckenschütze vs. Heckenschützer

Die Hecken bieten Schutz und Nahrung – nicht nur für Vögel. Der Rückschnitt ist ein Einschnitt – nein, eigentlich ein „Rückschritt“. Denn über Jahrzehnte sind die Hecken gewachsen, in ein, zwei Tagewerken werden sie „begradigt“, „in Form“ gebracht. Aus Sicht der Vogelschützer ist es ein Schnitt ins Fleisch ihrer Überzeugung: Möglichst viel Natur der Natur zu überlassen.

Das Argument, die Fußgänger bräuchten einen „Ausweg“ für die sichere Passage, ist nur vorgeschoben. Jeder im Ort, der sich für die Vorgänge interessiert, weiß, dass Herrn Kessler die Vogelfreunde ein Dorn im Auge sind. Denn sie haben sich gegen sein Betonprojekt „Pfenning“ ausgesprochen. Und dass, obwohl einige bei der Gemeinde beschäftigt sind oder waren. Also bei ihm, dem Bürgermeister, der von sich denkt und sagt, dass ihm die Gemeinde gehört.

So viel Zivilcourage muss „begrenzt“ und zurückgeschnitten werden.

Umso mehr, als ein ehemaliger „Bediensteter“ nun als ehrenamtlicher Gemeinderat im höchsten Gremium der Gemeinde mitwirkt: Kurt Klemm, der als Hausmeister für die Gemeinde tätig war und nun im Ruhestand ist. Und einer, der es immer wieder wagt, dem Bürgermeister zu widersprechen. Einer, der Fragen stellt, statt stumm abzunicken. Einer, der sich jenseits der großbürgermeisterlichsten Ideen aller Zeiten ganz anders engagiert. Mit Besinnung. Einer, der keinen Rückschnitt als Fortschritt begreift.

Wer sich vor Ort selbst ein Bild macht, erkennt sofort die schwache Argumentationslage.

Wenn es wirklich darum ginge, den Spaziergängern einen „Ausweichraum“ zu schaffen, um „gefährliche Begegnungen“ mit Fahrzeugen auf dem Wirtschaftsweg zu vermeiden, dann müssten nicht nur die Hecken am Vogelpark weichen und ein „Schotterrasen“ neben der Fahrbahn angelegt werden.

Wenn dem so wäre, müsste neben allen landwirtschaftlichen Wegen ein solcher „Schotterrasen“ angelegt werden, auf dem die Spaziergänger neben der Fahrbahn laufen könnten. Denn ausgerechnet vor Ort am Vogelpark ist mehr als genug Platz für Fußgänger, um ein Fahrzeug mit einem Schritt zur Seite passieren zu lassen.

Einsicht vs. Fahrlässigkeit

Tatsächlich müssen Fußgänger sonst meistens „in den Acker treten“, wenn sie an anderer Stelle ausweichen wollen – vor allem Fahrzeugen, die hier eigentlich gar nicht fahren dürften, deren „Anlieger“-Status durchaus bezweifelt werden darf und die die Wege nutzen, um „abzukürzen“.

Auch das Argument der „Einsicht“ – also auf den landwirtschaftlichen Weg – ist durchschaubar. Wer keine Einsicht hat, schaut vorsichtig. Ob Fußgänger oder Autofahrer. Tut weder der eine noch der andere das, handelt man fahrlässig. Schafft man nun „Einsicht“, können zumindest Autos und Traktoren schneller fahren, denn sie sehen ja, ob da jemand steht oder läuft oder nicht.

Und darum scheint es zu gehen: Nicht das Spazieren zu befördern, sondern das Verkehren. Die Fahrzeuge sollen Platz bekommen.

Bürgermeister Michael Kessler weiß, dass jeder „Rückschnitt“ am Biotop einen Eingriff in die Seelen der Vogelschützer bedeutet. Die Heddesheimerinnen und Heddesheimer sollten das genau verstehen, sonst verstehen sie nicht, was der wahre „Antrieb“ ist.

Es geht um Macht. Und deren Demonstration. Ohne Sinn und Sinnlichkeit. Es geht gegen die Natur anderer, die nicht für die „Macht“ sind.

Es geht um Durchsetzung von Interessen – angeblich im Sinne der Gemeinde. Tatsächlich im Unsinn desjenigen, der sich dafür hält.

Oder auch um die Bedienung der Landwirtschaftslobby, die „sehr gut“ im Gemeinderat vertreten ist. Vor allem beim Abnicken.

Wer nun vermutet, dass ein Interesse das andere bedient – tja, der hat eine Meinung. Und die lässt sich nicht so leicht zurückschneiden wie eine Hecke.

Wer meint, es gehe unter dem „vorgeschützen“ Argument der „Sicherheit“ um eine Art „Revanche der Macht“, tja, der darf diese Meinung haben und sich vor Ort selbst ein Bild machen.

Anmerkung der Redaktion:
Hardy Prothmann ist verantwortlich für das Heddesheimblog und selbst ehrenamtlicher Gemeinderat. Er ist als partei- und fraktionsfreier Gemeinderat ständig mit der Willkür und Missachtung des Bürgermeisters Michael Kesslers konfrontiert und kritisiert diesen für dessen Intransparenz und seine heillose Leitung des Gemeinderats – 2009 hat Hardy Prothmann als unabhängier Kandidat die Wahlliste der FDP mit herausragendem Vorsprung gewonnen. Zur Aufstellung auf der FDP-Liste sagt er heute: „Das ist einer meiner größten Fehler gewesen, für die ich mich sehr schäme. Ich bin parteilos und bleibe das. Die FDP hat mich gefragt, ob ich mich auf deren Liste als Kandidat bewerben würde. Ich kann nur betonen, dass ich nichts mit dieser Partei und schon gar nicht mit diesem seelenlosen Ortsverband zu tun habe und froh wäre, nicht auf dieser Liste gestanden zu haben.“

Behinderungen durch Bauarbeiten


Guten Tag!

Heddesheim, 21. Oktober 2011 (red) Das Bürgermeisteramt gibt Behinderungen durch Bauarbeiten für den Weg am Badesee und den Rathausvorplatz bekannt.

Instandsetzung des Weges am Badesee

Wegen Instandsetzungsarbeiten des Weges am Badesee, zwischen der Minigolf Anlage und der nördlichen Brücke über den Landgraben, muss der Weg für Fußgänger und Radfahrer gesperrt werden. Die Arbeiten werden am 24.10.2011 beginnen und ca. 1-2 Wochen dauern.

Für die auftretende Beeinträchtigung bitten wir um Ihr Verständnis.

Pflasterreparaturarbeiten am Rathausvorplatz

Wegen Pflasterreparaturarbeiten am Rathausvorplatz, auf der Parkplatzfläche zur Sparkasse, muss die Zufahrt und die Parkplätze gesperrt werden. Die Arbeiten werden am 24.10.2011 beginnen und ca. 4-5 Wochen dauern.

Die lange Bauzeit von rund 1 Monat ist erforderlich, da nach der Herstellung des Natursteinpflasterbelages dieser noch rund 28 Tage zum Abbinden des Betons und der Ausfugung nicht befahren werden darf.

Für die auftretende Beeinträchtigung bitten wir um Ihr Verständnis.“

Badesee: Neuer Eingang, neuer Weg

Die Drehtür links fällt weg - damit auch breite Kinderwagen und Rollstuhlfahrer problemlos durchkommen.

Guten Tag!

Heddesheim, 29. Juli 2011. (red) Der Eingangsbereich des Badesees wird umgebaut und neu gestaltet. Außerdem wird der „östliche Wegeabschnitt“ am Badesee fertig gestellt werden.

40 Jahre alte Fliesen werden erneuert.

Der Gemeinderat hat die Vergabe von Metallbauarbeiten „Fenster und Türen“ an die Firma Pabst Metallbau GmbH aus Bammental für 27.400 Euro beschlossen. Das Unternehmen wird nach Planungen des Stuttgarter Büros Reinhard Kühn den Eingangsbereich neu gestalten.

Eine der Drehtüren links fällt weg. Der Bereich wird mit zwei Türen neu gestaltet – eine für Dauergäste und eine für Tagesgäste. Die Drehtür rechts zum Verlassen des Badeseegeländes bleibt.

Weiter werden die Fließen im Eingangsbereich erneuert und das Kassenhäuschen neu gestaltet. Der Boden wird angehoben, „damit die Mitarbeiter auf Augenhöhe mit den Gästen sind“. Hier wird auch ein Klimagerät eingebaut und der Platz vergrößert, um die Arbeitsbedingungen zu verbessern.

Insgesamt sind 140.000 Euro veranschlagt, darunter für Schreiber-, Sanitär-, Elektro-, Abbruch- und andere arbeiten. Diese Aufträge werden ohne Zustimmung des Gemeinderats vergeben, da diese jeweils unter 25.000 Euro liegen und damit in der „Kompetenz des Bürgermeisters“. Wieso ein Gesamtprojekt in Einzelprojekte aufgeteilt werden kann, erläuterte Bürgermeister Michael Kessler nicht.

Die Firma Josef Schnell GmbH Hirschberg hat den Zuschlag für die Herstellung des „östlichen Wegeabschnitts rund um den Badesee“ in Höhe von knapp 58.000 Euro erhalten. Der Wegeverlauf wurde 2007 beschlossen. Gegen die „zu nah“ an den Brutgebieten verlaufende Wegeführung gab es Widerstand, vor allem von Kurt Klemm, der seit 2009 Gemeinderat ist. Der geschlossene Kompromiss sah einen rund 80 Zentimeter hohen Zaun zum Schutz vor Hunden vor sowie eine Brombeerhecke. Da diese nun dicht genug gewachsen sei, könne der Weg realisiert werden.

Im Hintergrund an den Bäumen entlang wird der östliche Teil des Wegs um den Badesee verlaufen.

Einen schönen Tag wünscht
Das heddesheimblog.de

Von Vögeln und Fischen


Guten Tag!

Heddesheim, 30. März 2011. Kurt Klemm, Vogelkenner und passionierter Naturschützer war bei den Heddesheimer Sportfischern zu Gast, um einen Vortrag zu halten. Klemm, alles andere als ein trockener Theoretiker, wählte einen ungewöhnlichen Weg, um den Fischern den Naturschutz näher zu bringen: Er zeigte einen wunderbaren Film.

Von Christiane Eisele

Es ist bereits dämmrig, als ich das Vereinsheim der Heddesheimer Sportfischer erreiche. Um die Fischer bei ihrer dem Vortrag vorangehenden Mitgliederversammlung nicht zu stören, beschließe ich, noch ein bisschen draußen zu warten.

Ich lehne mich an das Geländer des Vereinsgeländes und schaue auf den ruhigen See. Es ist die „blaue Stunde“. Das Licht wirft ein zartes Leuchten auf den See, Wasservögel tauchen nach ihrem Abendessen, in den umliegenden Sträuchern und Bäumen singen noch einige Vögel. Ich fühle, wie ich mich entspanne.

Kurt Klemm, der noch ein bisschen Luft schnappen will, bevor er beginnt, gesellt sich zu mir. Wir beginnen ein leises Gespräch, in dessen Verlauf ich mit seiner Hilfe vieles entdecke, was mir vorher gar nicht aufgefallen ist. Da ist die Ufer-Steilwand, in der noch vor drei Jahren ein Pärchen Eisvögel gebrütet hat, bis Unbekannte mit Stöcken in den Brutröhren herumstocherten und das Weibchen auf dem Gelege töteten.

Eisvogel, Haubentaucher, Blessrallen

Die Naturschützer haben nun eine künstliche, nicht zugängliche Wand angelegt und hoffen, dass sich dort wieder ein Eisvogelpaar ansiedelt. Kurt Klemm erzählt mir aus dem Leben der vor uns im See ausdauernd tauchenden Haubentaucher, der kleinen schwarzen Blessrallen mit ihrem weißen Hornschildchen auf der Stirn und von dem Stockentenpaar, das ruhig seine Bahnen über den See zieht.

Der Vogel, der im Baum über uns singt, ist eine Nachtigall, erfahre ich. Kurt Klemm kennt den See und seine Tiere genau, als Gründungsmitglied des Heddesheimer Sportfischervereins fühlt er sich den Fischern auch heute noch sehr verbunden und es ist ihm ein Bedürfnis mit ihnen über den Erhalt der Artenvielfalt zu sprechen und über das, was sie dafür tun können.

Wundervoller Ausblick

In der Pause nach der Mitgliederversammlung bis zu Kurt Klemms Filmvorführung komme ich im liebevoll ausgebauten, geräumigen Vereinsheim mit einigen Fischern ins Gespräch. Ihre Augen leuchten, als sie mir von der Schönheit des Sees erzählen und mir den wunderbaren Ausblick aus den großen Fenstern des Vereinsheims zeigen. Weit über den See hinaus reicht der Blick, bis zu den beleuchteten Burgen an der Bergstraße, ein Anblick, den sie immer wieder aufs Neue genießen.

Der Film, den Kurt Klemm zeigt, ist vor einiger Zeit im WDR gelaufen: „Die Wupper – Amazonas im Bergischen Land„. Die Wupper, bis 1930 biologisch vollkommen tot durch die Einleitung von Industrie-Unrat, hat sich sich mittels eines einfachen und preisgünstigen Konzepts wieder zu einem lebendigen Biotop entwickelt: Der Renaturierung.

Eindrucksvoller Naturfilm des WDR: Die Wupper

Der Fluss und die ihn umgebende Landschaft wurde weitgehend sich selbst überlassen, es gab kaum Eingriffe mehr, die Einleitung von Abwässern wurde verboten. Bis heute hat sich die Flusslandschaft vollkommen erholt, in der Wupper leben beispielsweise wieder Eschen, die nur in den saubersten Gewässern zu finden sind.

Eindrucksvolle Bilder

Mit wunderbaren, klaren Bildern erzählt der Film von dem einzigartigen Zusammenspiel der Natur, zeigt eindrucksvolle Bilder vom Leben der dort heimischen Fische, Vögel, Insekten, Säugetiere und Pflanzen. Kurt Klemm kommentiert den Film gelegentlich, macht auf Tiere aufmerksam, denen die Fischer auch am Heddesheimer See begegnen. Als ein Eisvogel zu sehen ist, erzählt ein Fischer, dass der noch am See lebende männliche Vogel eines Abends auf der Spitze seiner Angel Platz genommen hat, um von dort Ausschau nach Fischen zu halten.

Der Film kommt an, das Verständnis der Fischer für das Zusammenspiel der Natur und die Bereitschaft, aktiv zum Naturschutz beizutragen, ist groß.

Nach dem Film bleibt Kurt Klemm sitzen und spricht den Film und sein Anliegen mit den Anwesenden noch einmal durch. Es ist ihm wichtig, dass die Sportfischer beispielsweise ihre Angelplätze sauber halten, sich mit leisen Schritten den Gewässern nähern und das Geschrei zeternder Vögel, die ihr Gelege schützen wollen, verstehen und darauf Rücksicht nehmen.

Leidenschaft

Eingestreute Anglerwitze, eigene Naturerlebnisse, Kochrezepte für Wildkräuter und Erfahrungen mit einer weitgehend verständnislosen Ortsverwaltung gegenüber den Bedürfnissen der hier heimischen Flora und Fauna machen seine Ausführungen überaus lebendig, man spürt die Leidenschaft und Begeisterung, die diesen Mann antreibt.

Bei den Sportfischern ist Klemms Anliegen an diesem Abend auf mehr als fruchtbaren Boden gefallen, denn man bittet ihn, regelmäßig wiederzukommen und auch der Fischerjugend von der Natur zu erzählen. Kurt Klemm hat sich in der Naturverbundenheit dieser Menschen nicht getäuscht.

Kurt Klemm wird sich zunächst voraussichtlich mit einem Programm an der Jugendfreizeit der Fischer ab 30. Juli 2011 beteiligen.

Quo vadis Heddesheim?

Guten Tag!

Heddesheim, 08. November 2010. Nur gut 90 Demonstranten nahmen an der „Demo gegen Pfenning“ teil.

Ist das ein „Misserfolg“? Ist das ein erster „Anfang“? Oder ist das eine Bestätigung für die Befürworter des „Pfenning“-Projekts?

In den kommenden Tagen wird viel über diese Fragen diskutiert werden.

Schnelle Urteile werden ganz sicher andere Antworten finden. Heddesheim hat seine erste Demonstration erlebt. Gleichzeitig wurde im ganzen Land gegen den Castor-Transport und in Stuttgart wieder gegen „S21“ demonstriert. Klar ist: Der Landtagswahlkampf hat begonnen.

Von Hardy Prothmann

Nur 90 Demonstranten sind auf den ersten Blick eine sehr ernüchternde Zahl. Ganz sicher war der Samstag in den Herbstferien ein schlecht gewählter Tag für eine Demonstration. Ganz sicher war die öffentliche Bewerbung dieser Kundgebung miserabel. Ganz sicher hat das herbstlich-stürmische Regenwetter nicht gerade einladend gewirkt.

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Bleibt das von der Demo übrig?

Ganz sicher ist aber auch, dass Heddesheim seine erste offizielle Demonstration erlebt hat, in der Amtszeit von Bürgermeister Michael Kessler. Wer hätte sich das vor dessen Zeit vorstellen können, unter einem Bürgermeister Fritz Kessler oder Fritz Alles? Niemand?

Wahnsinns-Idee.

Bürgermeister Michael Kessler, Sohn des „legendären“ Fritz Kessler arbeitet daran, der 100-Millionen-Euro-Kessler zu werden und stellt durch seine intransparente, bürgerferne Politik den Ort auf den Kopf. Eine Demonstration in Heddesheim. Wegen einer „Wahnsinns-Idee“, wie der Grünen-Gemeinderat Günter Heinisch die geplante „Pfenning“-Ansiedlung nennt. Das hat es noch nie gegeben.

Der „alte Fritz“, so hört man, hat gerne mal Nächte durchzecht, mit Spiel und Alkohol und auch mal die „Fäuste fliegen“ lassen, um „Entscheidungen herbeizuführen“. Gerüchte? Geschichten? Ja. Genau das. Fritz Kessler ist und bleibt der „geschichtsträchtigste Bürgermeister“. Einer, über den alle was zu erzählen haben. Im Guten wie im Schlechten.

Die Geschichten enden regelmäßig mit Respekt, also einer Rückschau: „Der Fritz war nie unumstritten, aber er war ein Original und hat den Ort vorangebracht, soviel steht fest.“ Auch seine Sünden, wie die Hochhäuser, die nicht zum Ort passen, gehören dazu (die vielen Menschen, die sich kein Haus leisten könne, Wohnraum bieten). Aber auch seine Leistungen, wie Badesee, Hallenbad und Sport-Zentrum. Die Ära Fritz Kessler ist aber lange her.

Ära Fritz vs. Ära Michael.

Michael Kessler, im 12. Jahr Bürgermeister, verwaltet all das, was sein Vater „vorangebracht“ hat. Darunter eben auch Badesee, Hallenband und Sportzentrum. Alles Zuschussprojekte, die die Gemeinde Jahr für Jahr viel Geld kosten. Auch das Rathausgebäude – das saniert werden musste. Oder Kanalsysteme, die den Geist aufgeben.

Michael Kessler ist eine traurige Gestalt. Vom Charisma des Vaters hat er nichts bis auf den „kesslerischen“ Jähzorn. Keiner liebt ihn wirklich, keiner versteht ihn wirklich. Er überblickt zuverlässig seinen „Apparat“, der nie etwas „verdient“, sondern immer nur „Verdientes“, sofern vorhanden, verteilt. Trotzdem muss er „alles“ bezahlen. Nicht er selbst als Privatmann, sondern sein alter ego, also „Ich bin die Gemeinde“. Und jeder will etwas von ihm.

Die Hellesemer vor allem „Grund gegen Geld“ oder andere Vorteile, die sich manche im Zuge der geplanten „Pfenning“-Ansiedlung versprechen. Viele Bauern und deren Familienangehörige sind „reich“ geworden im Zuge der Umwandlung des Tabakdorfs zur „familienfreundlichen Gemeinde“.

Diese Leute haben ihre Äcker aufgegeben, ihre Tradition, ihre Herkunft. Nicht aber ihren Machtanspruch. Im Dorf hat nur zu entscheiden, wer von hier stammt, wer nicht „noigeblaggt“ ist.

Das denken die „angestammten Familien“ ohne Kompromisse, denn das halten sie für ihr „Grundrecht“.

Dass es ein „ehemaliges“, feudalistisches und wenig demokratisches ist, fällt ihnen nicht ein. Frau Brechtel (geborene Bach), Herr Schaaff, Herr Hege, Herr Kemmet und so weiter. Im Ort raunt man gerne von „Heddesheimer Familien“ als wäre man in Monaco oder sonstwo.

Selbst ich soll mit „diesem System“ verbunden werden, habe ich doch eine „Enkelin“ vom „Menze-Seppl“ geheiratet.

Josef Menz habe ich nie kennengelernt. Dass er ein allseits geachteter Mann war, Polizist und Gemeinderat, haben mir sehr, sehr viele Menschen erzählt.

Das würdige ich so, wie ich es erzählt bekomme. Ich hätte den Mann, von dem viele sagen, dass ich mich gut mit ihm verstanden hätte, gerne kennengelernt. Ich lebe aber im Hier und Jetzt.

Grund gegen Geld.

Tatsächlich hat der Heddesheimer Bauernadel erst den Grund und dann den Einfluss nach und nach verloren und verliert ihn weiter. Ob mit dem Grundverlust der Verstand flöten ging oder erst später oder es keinen gab, ist nicht überliefert.

Heute stellen die „Noigeblaggde“ die Mehrheit, die Steuern dieser Menschen bringen viel Geld in den Ort, den sie strategisch als „familienfreundlich“ und „verkehrsgünstig“ im Einzugsbereich von Mannheim, Heidelberg und Walldorf als idealen Standort ermittelt haben.

Und trotzdem geht kaum jemand auf die Straße, um „mit den Füßen“ abzustimmen.

Über 1.200 Stimmen wollte die „IG neinzupfenning“, eine kleine Gruppe Gewerbetreibender, gesammelt haben, gegen dieses Megaprojekt vor ihrer Haustür. Immerhin 2.870 BürgerInnen stimmten Ende September 2009 gegen eine Ansiedlung der Firma „Pfenning“ – 2.910 BürgerInnen dafür. Die „Mehrheit“ bestand aus 40 Stimmen.

Wo war am Samstag zur „Demo“ dieser „Rest“ von rund 2.800 Stimmen? Alle im Urlaub? Alle beim Einkaufen? Alle „ohne Bock“ im Trockenen? Alle resigniert?

Sicher ist, dass sich traditionell wenig mit dem Ort verbundene Menschen schwerer motivieren lassen als die, deren Familie, deren Geschichte an Heddesheim hängt. Umgekehrt ist ebenso sicher: Die „Befürworter“ haben genau Null Prozent Menschen bislang „Für Pfenning“ auf die Straße bringen können.

Erfolg gegen alle Widerstände.

So gesehen ist die Demonstration mit all ihren widrigen Umständen aus historischen Gegebenheiten, schlechter Organisation und miesem Wetter ein Erfolg. Einer, über den sich zur Zeit keiner der TeilnehmerInnen freut. Und einer, der die „Gegner“ sicher nicht freuen kann.

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Mit den Füßen abstimmen - in Heddesheim?

Bürgermeister Michael Kessler, sein Steigbügelhalter Josef Doll und der erzkonservative Bauer Rainer Hege (der oft sehr menschlich verzweifelt wirkt), sowie ein selbstgefälliger, dauergrinsender SPD-Fraktionschef Jürgen Merx und seine Krakeeler Jürgen Harbarth und Reiner Lang werden alles tun, um die Demonstranten in Schimpf und Schande zu reden und sich über deren „Misserfolg“ freuen.

Im Verein, am Stammtisch, auf der „Gass“, ohne Erkenntniswillen, dass ihr „Erfolg“ lediglich auf einer kleinen Stimmenmehrheit von 12:9 beruht. Und ohne die Einsicht auf Verantwortung, dass eine solch knappe Entscheidungsbasis angesichts eines „Jahrhundertsprojekts“ gegen jede gute alte (und neue) Tradition spricht.

Mediale Deckung.

Bemerkenswert ist auch die „öffentliche“ Aufmerksamkeit durch „die Medien“. Tatsächlich hat der Mannheimer Morgen ja mit dem 02. November 2010 seine Berichterstattung über „Rhein-Neckar“ von drei auf sechs Seiten verdoppelt – aber nicht um Journalismus zu bieten, sondern möglichst viele Termine „abfeiern“ zu können.

Während sonst der Mannheimer Morgen seine Redakteurin Anja Görlitz oder in Vertretung auch den Redakteur Hans-Jürgen Emmerich oder den Kollegen Roth über „Pfenning“ und „Heddesheim“ hochherrschaftlich „berichten“ lässt, ist die „Demo“ aus Sicht der Zeitung ein so minderwertiges Ereignis, dass man einen „Bratwurstschreiber“ zweiter Klasse wie Herr Peter Jaschke einer ist, schickt, um dieses „historische“ Ereignis zu „dokumentieren“. (Naja, es hätte mit dem drittklassigen Schwurbler Dietmar Thurecht schlimmer kommen können. Natürlich macht Herr Jaschke mit einer kleinen Kamera selbst die Fotos, während den Redakteuren ab und an noch das Privileg eines schlecht bezahlten Fotografens zusteht.)

Worauf der Mannheimer Morgen vollends verzichtet, ist ein Kommentar, eine Einordnung, eine Bewertung, eine verantwortliche Berichterstattung. Das „Top“-Ereignis ist aus Sicht der Redaktion ein „Schrilles Lustspiel in grellen Farben“.

Der Standort verändert sich.

Das mag der Mannheimer Morgen so verkünden. Darüber mögen sich Bürgermeister Kessler, Doll und Konsorten freuen. Das mag „Pfenning“ bestärken. Der Mannheimer Morgen und seine miserable journalistische Kompetenz wird noch weiter geschwächt. Leider auch die Demokratie. Und das meine ich sehr, sehr ernst.

Die große Frage ist allerdings: Handelt es sich nur um Desinteresse? Oder um eine gefühlte Zustimmung? Oder ist was anderes im Gange?

Wie man hört, sind viele im Ort durchaus gewillt, sich anders zu orientieren. Heddesheim ist längst kein „1a“-Standort für „Familienfreundlichkeit“ mehr. Sondern auf dem Weg zum Industriestandort. Pfenningheim. Auf der „Gass“ wird schon übers „Gesocks“ geredet, das bald kommen soll.

Vielleicht rechnen viele, die sich nicht „für den Ort einsetzen“ wollen, im Trockenen aus, wann sie den Exit vollziehen sollten, um ihr „Kapital“ zu retten. Ganz sicher will es sich niemand mit Bürgermeister Kessler „Ja, ich bin die Gemeinde“ ohne Not verscherzen, weil der klar gemacht hat, was gilt.

Paragraphen-Kessel.

Paragraphen, Paragraphen und nochmals Paragraphen. Herr Kessler ist entschlossen, „Pfenning“ streng nach Vorschrift „durchzuziehen“. Gefühle, Ängste, Sorgen spielen für diesen beharrlichen Bürokraten längst keine Rolle mehr. Auch kein Bemühen um Verbindlichkeit. Er re(a)giert nach Vorschrift.

Das tun andere auch. In Stuttgart Herr Mappus, in Berlin Frau Merkel.

Wenn man sich die laschen Besucherzahlen von CDU-Veranstaltungen in Hirschberg und Heddesheim anschaut und diese mit der „Demo“ in Heddesheim vergleicht, haben die „Grünen“ absolutes „Oberwasser.“

Ein Peter Hauk, CDU-Fraktionsvorsitzender im baden-württembergischem Landtag, „zieht“ gerade mal 28 überwiegend sehr alte Männer ins Hirschberger Rathaus. Ein „Staatsminister“ Georg Wacker gerade mal 23, überwiegend grauhaarige Menschen ins „Gerätehaus“ der Feuerwehr Heddesheim.

Die Grünen dagegen fast 100 Leute auf die Straße, in den strömenden Regen. Die Umfragewerte sind für die Grünen „gigantisch“, trotzdem findet die nüchterne Wahl im März 2011 statt. Dann werden „Stimmungen“ gegen Stimmen ausgezählt.

Der Wahlkampf ist voll im Gange.

Soviel steht fest: Der Wahlkampf ist im vollen Gange. Und vermutlich werden die Grünen in Heddesheim punkten. Bislang nicht auf der Straße, aber sicher in der Wahlkabine.

In Heddesheim wird 2014 zum nächsten Mal kommunal gewählt und auch ein neuer Bürgermeister. Der Name Michael Kessler wird schon lange nicht mehr favorisiert, sondern nur noch die Frage, „welcher Kandidat sonst?“.

Bis dahin ist es noch eine lange Zeit, die ein bürgerferner Michael Kessler mit der Legitimation der Paragraphen nutzen wird, um sich seinen Zweitnamen zu sichern: Beton-Kessler. Das ist ihm nicht vorzuwerfen, sondern der Lauf der Geschichte.

Denn Söhne haben oft das gegenteilige Schicksal ihrer Väter eingenommen – zumal, wenn beide als „stur“ gelten durften. War Fritz Kessler ein Bürgermeister der Emotionen, ist sein Sohn Michael einer der Kälte. Seine Handschrift, sei es Seniorenheim oder Dorfplatz oder Rathaussanierung ist eindeutig.

Die Frage, „Quo vadis, Heddesheim“, hängt aber nicht nur von einem Beton-Kopf, wie Herr Kessler einer ist, ab.

Sondern auch davon, was die BürgerInnen wollen.

Zur Zeit stehen alle Zeichen auf Betonköpfe gegen BürgerInnnen. Ganz nüchternd betrachtet.

Das nützt den Grünen. Im Land. In Stuttgart. Auch in Heddesheim?

Zu Risiken und Nebenwirkungen

Guten Tag!

Heddesheim, 23. Oktober 2010. Wie aus einem „Wirbel“ eine „wünschenswerte Warnung“ werden kann, präsentiert uns der Mannheimer Morgen. Innerhalb einer Woche lernt die Zeitung, dass Hofberichterstattung kein gutes Mittel ist, um die öffentliche Meinung zu bekämpfen.

Von Hardy Prothmann

Das Thema ist ein leidiges. Kurt Klemm prangert immer und ewig einen zu radikalen Heckenschnitt durch die Gemeinde an, der den Lebensraum von Vögeln „beschneidet“ – der Bürgermeister Michael Kessler nimmts zur Kenntnis und lässt die Gehölzer weiter auf das Maß roden, das ihm gefällt. Alles über „Hüfthöhe“ scheint im suspekt, alles, was zu „wild“ wächst, lässt er „begradigen“, hat man den Eindruck.

Kurt Klemm redet über „Futterpflanzen“, damit meint er nicht agrarwirtschaftlich-industriell angebaute „Superpflanzen“, sondern schlicht und einfach Brennessel und Disteln und andere Kräuter. Krautige Pflanzen, die viele als „Un“kraut verstehen, die aber für die Natur „Nutz“kraut sind.

Eine „Un“zahl von Raupen lieben die Brennessel und die Distel. Sie fressen sich satt und reif daran. Die Menschen freuen sich über die flatternden Schmetterlinge, die Blüte um Blüte besuchen und bestäuben. Dabei sind diese Schönheiten höchst gefährdet. Sie werden als Raupen oder als Schmetterlinge von Vögeln gefressen oder an die Brut verfüttert. Das nennt man „natürlichen Kreislauf“. Oder auch „Öko-System“.

Es gibt aber auch ein anderes System.

Für den Heddesheimer Bürgermeister Michael Kessler sind diese „Natur“-Kräuter einfach nur Schädlinge. Die lässt er wegspritzen. Abtöten. Kaputt machen. Ohne Rücksicht auf Verluste. Dabei orientiert er sich vielleicht an den Bedürfnissen von gewissen Bauern.

Wie auch immer.

Wie konsequent er das tut, konnte man in der vergangenen Woche erleben. Naturschützer Kurt Klemm warnte mit „Gift-Schildern“ vor einer vergifteten Wiese, die Bürgermeister Kessler mit „U46“ spritzen lies. Das Gift ließ Kessler spritzen und die Warschilder sofort entfernen.

Der Mannheimer Morgen berichtete zunächst: „Verblüht seien die Disteln, sonst nichts.“

Das heddesheimblog stellte das in Frage, schrieb die Gemeinde an und forderte weitere Informationen und stellte die Berichterstattung des MM in Frage.

Gestern „legte“ der MM nach: „Öko-Institut: Warnung wäre sinnvoll“ , überschreibt die Zeitung einen Bericht, der sich mit einem Mal ganz anders liest. Plötzlich ist vom Gift die Rede, von „Hautreizungen“ und „ernsten Augenschäden“.

Was ist passiert?

Ganz einfach. Das heddesheimblog hat Fragen gestellt und sich nicht „abwimmeln“ lassen.

Behörden, also auch die „Gemeinde Heddesheim“, müssen meistens Fragen der Presse beantworten.

Der MM, der erst von einem „Wirbel“ berichtet hat, stellte nun fest, dass eine „Warnung sinnvoll“ gewesen wäre. Warum? Aufgrund eigener Fragen und Zweifel oder gar Recherche?

Oder aufgrund unserer Nachfragen, die oft viele Tage bis zu einer Antwort brauchen, während der MM quasi eine Art „Standleitung“ ins Bürgermeisteramt hat und so tut, als würde die Zeitung „kritisch“ berichten?

Nun haben die Zeitung und ihre Re(d)akteurin Anja Görlitz so getan, als ob sie wirklich „aufklären“ wollten. Tatsächlich ist nur ein quasi-„kritischer“ Bericht dabei herausgekommen.

Während die erste Meldung noch so tat, als sei „alles in Ordnung“, tastet sich die zweite Meldung daran an, dass „wegen der möglichen Haut- und Augenreizungen“, die Öko-Institut-Expertin Rita Groß „einen Warnhinweis auf öffentlichen Flächen für wünschenswert“ hält. Also genau das bestätigt, was Kurt Klemm mit dem Einschlagen der Warnschilder getan hat und die Gemeinde Heddesheim, respektive ihr Bürgermeister Kessler sofort wieder hat entfernen lassen.

Vermissen Sie eine Nachfrage der Zeitung gegenüber der Gemeinde in der Sache? „Die Zeitung“ hat nicht nachgefragt, denn sie will „kein Fass aufmachen“.

Bürgermeister Kessler und der MM beschreiben nie ohne Aufforderung, was die Risiken und Nebenwirkungen ihres Handelns bedeuten.

Um das zu erkennen, braucht es Experten wie Kurt Klemm und freie Medien wie das heddesheimblog.

Der Gift-Einsatz ist sicherlich aus Sicht des MM und der verantwortlichen Redakteurin Anja Görlitz „ausreichend“ berichtet. Aus Sicht des heddesheimblogs aber nicht.

Wir werden am Montag unsere Story dazu veröffentlichen, die mehr Fakten und Informationen über U-46 und was die Gemeinde davon hält, berichten wird.

Soviel ist sicher: Die anbiedernde Hofberichterstattung des MM und die „Pseudo“-Recherche der Redakteurin Anja Görlitz beweisen einmal mehr, dass der MM weit davon entfernt ist, eine journalistisch neutrale und qualitativ hochwertige Berichterstattung zu liefern.

Die Risiken und Nebenwirkungen sind bekannt.

Die konrekte Nebenwirkung heißt: Aktuell hat der MM wie schon seit Jahren zuvor an Auflage verloren.

Das Risiko heißt: Man möchte der Zeitung glauben, es gibt aber begründete Zweifel, dass man das ohne Sorge tun kann.

„Verblüht“ seien die Disteln? „Und sonst nichts“?

Das ist leider nicht so.

Frau Görlitz hat das Datenblatt vorliegen. Darin steht alles und mehr als „sonst nichts“. Ihre Berichte lassen vermuten, dass sie selbst nie in Augenschein genommen hat, worüber sie „wertend“ berichtet.

Wir berichten am kommenden Montag über „sonst nichts“.

Und das ist durchaus wörtlich gemeint.

Kurt Klemm „hat die Schnauze voll“

Guten Tag!

Heddesheim, 15. Oktober 2010. Kurt Klemm, Vogelfreund und Naturschützer, hat „die Schnauze voll“. Wieder einmal hat „die Gemeinde“, respektive Bürgermeister Michael Kessler, wider die Natur gehandelt, sagt er. Deswegen handelt er nun gegen die „Vergiftung“.

Von Hardy Prothmann

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Kurt Klemm protestiert gegen aus seiner Sicht unnötigen Gifteinsatz. Bild: privat

Der Gemeinderat (parteilos, Fraktion Bündnis90/Die Grünen) Kurt Klemm ist „sauer“, so richtig sauer. Auf der Wiese hinter dem Vogelpark, wo das neue Teilstück des Rundwegs um den Badesee angelegt wurde, ist „Gift gesprüht worden“, sagt er.

„Seit ewigen Zeiten prangere ich das an“, sagt Klemm. Er meint das Spritzen von „Unkrautvernichtungsmitteln“. Diese „Unkräuter“ seien wichtige Nahrungsgrundlage für viele Insekten und die wiederum für die Vögel. „Aber der will nichts verstehen und macht, was er will“, sagt Klemm und meint Bürgermeister Michael Kessler.

Kurt Klemm hat sich deshalb zu einer privaten Protestaktion entschlossen. Auf der gespritzten Wiese hat er Warnschilder aufgestellt: „Vorsicht Gift“.