Freitag, 14. Mai 2021

Wenig Änderungen im der Abfallwirtschaft

AbfallgebĂŒhren bleiben 2013 stabil

Rhein-Neckar, 03. Januar 2013. (red/pm) Auch 2013 besteht im Rhein-Neckar-Kreis das von der Abfallwirtschaft des Rhein-Neckar-Kreises (AVR) betreute Ă€ußerst leistungsfĂ€hige Abfallwirtschaftssystem fort. Der Kreistag des Rhein-Neckar-Kreises hatte im Dezember 2012 nur ganz wenige Änderungen beschlossen.

Information des Landratsamtes Rhein-Neckar:

„Wir bieten damit erneut viele komfortable und individuelle Lösungen entsprechend der BedĂŒrfnisse der Haushalte, gleich ob junge oder Ă€ltere Menschen dort wohnen, und fĂŒr Gewerbebetriebe an“, stellt Landrat Stefan Dallinger fest. Zudem bleiben auch die AbfallgebĂŒhren im kommenden Jahr weiterhin stabil.

Die wichtigsten Fakten im Überblick

Die BioEnergieTonne, von der kreisweit im letzten Jahr 60.000 StĂŒck ausgegeben worden sind, wird auch im Jahr 2013 gebĂŒhrenfrei angeboten, mit Ausnahme der 660 Liter BiomĂŒlltonne bei wöchentlicher Abfuhr. FĂŒr diese Tour sind zu wenige VierradbehĂ€lter im Rhein-Neckar-Kreis aufgestellt, so dass diese Dienstleistung nur mit zusĂ€tzlichem Aufwand erbracht werden kann. Das BehĂ€ltervolumen bei der BioEnergieTonne wird je Bewohner eines GrundstĂŒcks auf 80 Liter festgelegt bei einem vierzehntĂ€glichen Leerungsrhythmus. Weiteres BehĂ€ltervolumen kann gegen GebĂŒhr bei der AVR Abfallverwertungsgesellschaft des Rhein-Neckar-Kreises bestellt werden. FĂŒr GrundstĂŒcke mit mehr als 20 Personen können auch 660 l-BehĂ€lter gestellt werden.

Der Rhein-Neckar-Kreis erhebt fĂŒr RestmĂŒllbehĂ€lter eine MindestgebĂŒhr von zwei Leerungen, wenn der BehĂ€lter mehr als 182 Tage im Kalenderjahr dem Nutzer zur VerfĂŒgung stand. Zwischen 32 und 182 Tagen Standzeit wird eine Mindestleerung erhoben und bei weniger als 32 Tagen Standzeit wird keine Mindestleerung berechnet.

Die Anlieferung von SperrmĂŒll und/oder Altholz aus Haushalten bei den Abfallanlagen der AVR bleibt bis zu einer Menge von 4 m3/Tag weiterhin gebĂŒhrenfrei. FĂŒr Anlieferungen von Gemischen aus BiomĂŒll und GrĂŒnschnitt wurden neue GebĂŒhren festgelegt. Die getrennte Anlieferung von BiomĂŒll und GrĂŒnschnitt hingegen wird weiterhin mit GebĂŒhrenfreiheit belohnt. FĂŒr Anlieferungen von Erdaushub werden ab dem 01.01.2013 AbfallgebĂŒhren erhoben und zwar gestaffelt nach den unterschiedlichen Belastungsstufen der Erde. Diese GebĂŒhren werden ab 2013 neu bei der Deponie Wiesloch erhoben.“

AVR-Fahrer hatte GlĂŒck

Unfall: Lkw ĂŒberholt im Kreuzungsbereich

Kurz nach 07:00 Uhr ging hier erstmal nichts mehr.

Heddesheim, 19. Dezember 2011. (red) Richtig viel GlĂŒck hatte heute ein Fahrer des AVR. Ein großer Lkw ĂŒberholte das Fahrzeug im Kreuzungsbereich, demolierte die FahrertĂŒr des AVR-Fahrzeugs und verfehlte den Fahrer nur knapp.

Der Unfall hat sich heute morgen um kurz nach 07:00 Uhr ereignet. Das AVR-Fahrzeug hatte kurz vor der Ampel auf der Oberdorfstraße (L541) gehalten, um „Ladung aufzunehmen“. Der Fahrer war gerade am Einsteigen, als das Fahrzeug von einem großen Lkw ĂŒberholt worden ist. Nach Aussage von Zeugen schaltete die Ampel gerade auf rot.

Der Lkw-Fahrer hatte es wohl so eilig, dass er kurz vor der Ampel auf die Gegenfahrbahn ausgeschert ist und den AVR-Wagen zehn Meter vor der Kreuzung noch ĂŒberholen wollte. Dabei blieb der Lkw an der TĂŒr hĂ€ngen. Der AVR-Fahrer hatte großes GlĂŒck, dass er durch das waghalsige Manöver nicht verletzt worden ist.

Im Anschluss ging auf der Oberdorfstraße nichts mehr. Pkws wendeten, um sich einen anderen Weg zu suchen, die Lkw reihten sich auf – einige ließen schön die Motoren laufen, wĂ€hrend die Polizei den Unfall aufnahm. Aus Sicht der Polizei gab es an der Schuldfrage keinen Zweifel.

Die AVR hat auf Nachfrage informiert, dass umgehend ein anderes Fahrzeug eingesetzt worden ist, um die Abfuhr wie geplant zu erledigen.

Extrem knappes "Überholmanöver".

 

Ganz schön eng: Der Fahrer hatte großes GlĂŒck.

 

Die Lkws stauten sich hinter der Unfallstelle heute morgen.

 

Rhein-Neckar Energie GmbH gegrĂŒndet


Guten Tag!

Rhein-Neckar-Kreis, 12. August 2009. Die VR Abfallverwertungsgesellschaft und die MVV Energiedienstleistungen haben heute in Mannheim die GrĂŒndung der gemeinsamen Tochtergesellschaft Rhein-Neckar Energie GmbH (RNE) bekannt gegeben. Das GeschĂ€ftsmodell der RNE ist eine möglichst klimaschonende Energieversorgung in der Region.

Die Rhein-Neckar Energie GmbH hat grĂ¶ĂŸere Biomasse- und Energieeinsparprojekte im Fokus und wirbt fĂŒr sich damit, die CO2-Bilanz der Metropolregion verbessern zu wollen.

Das in Sinsheim ansĂ€ssige Unternehmen will sich auf grĂ¶ĂŸere umweltfreundliche Biomasseheizkraftwerke und auf ressourcenschonende Energieeinsparcontracting-Projekte konzentrieren. DarĂŒber hinaus will es die Gemeinden der Metropolregion Rhein-Neckar dabei unterstĂŒtzen, zu 100 Prozent auf erneuerbare Energien umzustellen und damit einen lokalen und regionalen Beitrag zur Senkung des CO2-Ausstoßes zu leisten.

GefĂŒhrt wird die RNE von je einem Mitarbeiter von AVR und MWW sowie zwei Prokuristen. ArbeitsplĂ€tze schafft die RNE also zunĂ€chst keine. AuftrĂ€ge werden an die Abteilungen der beiden „MĂŒtter“ weitergegeben. Die MVV hĂ€lt 50,1 Prozent, die AVR 49,9 Prozent an der RNE.

„Klimaschutz ist eine weltweite und damit auch regionale und lokale Herausforderung“, sagte der Vorstandsvorsitzende der MVV Energie, Dr. Georg MĂŒller. „Genau das ist der Ansatz der RNE – wir wollen fĂŒr unsere Kunden innovative, umweltschonende Technika anbieten.“

Der Landrat des Rhein-Neckar-Kreises, Dr. JĂŒrgen SchĂŒtz, zugleich Vorsitzender des Aufsichtsrats der AVR, sagte: „Die Frage nach einer effizienten und umweltfreundlichen Energieversorgung wird uns alle immer mehr beschĂ€ftigen mĂŒssen. Ich freue mich, dass die AVR in der MVV einen kompetenten Partner gefunden hat.“

Alfred Ehrhard, GeschĂ€ftsfĂŒhrer der AVR und der RNE Rhein-Neckar Energie GmbH, sagte: „Abfall ist eine Ressource, gerade wenn es sich um Bioabfall handelt. Beispielsweise GrĂŒnschnitt, StraßenbegleitgrĂŒn oder LandschaftsabfĂ€lle wie Holz. Von der Sammlung, Aufbereitung, Lagerung bis hin zum Transport kennen wir uns bestens mit dem umweltschonenden Brennstoff Biomasse aus.“ Und weiter: „Die Beteiligung am Markt fĂŒr die Nutzung regenerativer Energien ist die logische Weiterentwicklung der Abfallwirtschaft zur Rohstoffwirtschaft und das Erkennen von Abfall als Wirtschaftsgut und Rohstoff.“

Michael Blichmann, GeschĂ€ftsfeldleiter der MVV Energiedienstleistungen GmbH und ebenfalls GeschĂ€ftsfĂŒhrer der RNE Rhein-Neckar Energie GmbH, sagte: Wir bringen unser bundesweit erworbenes Know-how bei der technischen Konzeption und der Projektentwicklung, bei Planung, Bau und Betrieb von Biomasse- und Biogasanlagen sowie bei Energieeinspar-Projekten in die RNE ein.

ZunĂ€chst will sich die RNE nur auf den Rhein-Neckar-Kreis konzentrieren. „Die StĂ€dte Mannheim und Heidelberg bleiben zunĂ€chst außen vor“, sagte Alfred Ehrhard auf Nachfrage des heddesheimblogs. BestĂ€tigt wurde ebenfalls auf Nachfrage, dass die beiden Unternehmen schon seit sechs Monaten Projekte vorbereiten und mit möglichen Kunden im Kontakt stehen. In Sinsheim gibt es mit einem Krankenhaus bereits einen Vertrag ĂŒber das Energiecontracting (Konzept und Kontrolle bei der Energieeinsparung).

ÃƓberlegt wird auch, ob das Sinsheimer Biomassewerk von der NRE ĂŒbernommen und betrieben werden soll: „Dazu brauchen wir aber noch ein FernwĂ€rmenetz“, sagte Ehrhard.

Georg MĂŒller sagte: „Was wir hier vorhaben, hat nichts mit der bekannten, klassischen Versorgung mit Energie zu tun, sondern orientiert sich an den BedĂŒrfnissen des Kunden. Nicht der Kunde nimmt, was wir bieten, sondern wir passen uns dem Kunden an.“ Die MVV Energiedienstleistungen betreibt bundesweit bereits ĂŒber 30 Biomassewerke.

Redaktion heddesheimblog