Freitag, 01. Juli 2022

Der gläserne Gemeinderat: Gift-Spritzen oder wenn der Hass einem Dr. D. den Verstand vernebelt

Guten Tag!

Heddesheim, 28. Oktober 2010. Am 26. Oktober 2010 ist im Mannheimer Morgen ein Leserbrief des CDU-Gemeinderats Dr. Josef Doll erschienen – darin spr√ľht er giftige Kommentare in Richtung des Gemeinderats Kurt Klemm (Fraktion B√ľndnis90/Die Gr√ľnen). Der Beitrag ist derma√üen konfus und wirr, dass man sich ernste Sorgen um die geistige Verfassung des Herrn Dr. Doll machen muss – dessen Verst√§ndnis f√ľr die innere Verfassung unserer Demokratie ist offensichtlich l√§ngst vergiftet.

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Giftspritze Leserbrief: Dr. Doll kotzt sich aus. Quelle: MM

Von Hardy Prothmann

Der Leserbrief „Manchmal ist weglassen besser„*** ist eine Replik f√ľr etwas, das nur Herr Dr. Doll wei√ü. Man muss vermuten, dass es irgendetwas zwischen ihm und Kurt Klemm gibt, was diesen Dr. Doll tief und andauernd schmerzt, erz√ľrnt und ihm tollw√ľtigen Schaum vors Maul treibt.

Denn anders ist diese als Leserbrief getarnte Verbalattacke voller Zorn, Häme und Herablassung bei gleichzeitiger Arroganz nicht zu verstehen.

Vergiftete Reaktion.

Ein Grund k√∂nnte sein, dass der „ehemalige Gemeindebedienstete“, wie Herr Dr. Doll den „Kollegen“ Herrn Klemm nennt, bei der vergangenen Kommunalwahl zum ersten Mal angetreten ist und aus dem Stand mit 3.493 Stimmen „locker vom Hocker“ um gut sechs Prozent an dem „langj√§hrigen, verdienstvollen“ Gemeinderat Doll (3.305 Stimmen) vorbeigezogen ist.

Das Wahlergebnis darf getrost als „Sensation“ gelten – denn Kurt Klemm wurde auf Anhieb „Stimmenzweiter“ hinter der „langj√§hrigen, verdienstvollen“ CDU-Gemeinder√§tin und „Stimmen-Garantin“ Ursula Brechtel, die mit ihrem Ergebnis von 3.910 Stimmen einen andersrum sensationellen Misserfolg eingefahren hat: -20,93 Prozent an Stimmen gegen√ľber der vorhergehenden Wahl waren ein mehr als beachtlicher Verlust.

Herr Doll schnitt nur unwesentlich schlechter mit einem Minus von 18,54 Prozent ab. Ebenfalls ein beachtlicher Denkzettel, der kein Nachdenken bewirkt hat.

Das muss ein schmerzhaftes, fast schon traumatisches Erlebnis gewesen sein, f√ľr einen Mann, dem sein CDU-Kollege Rainer Hege (-17,17 Prozent) nachsagt, er sei ein Mann, „der der Wahrheit am n√§chsten kommt„.

Tats√§chlich ist Herr Dr. Doll, ein sp√§t promovierter Physiker, ehemaliger Angestellter ohne jede auch nur nanoskopisch erkennbare Relevanz im „Wissenschaftsbetrieb“, ein Prahlhans und T√§uscher vor dem Herrn.

Stur, selbstverliebt und unerträglich.

Und leider auch ein Vertreter dieses Typus alter M√§nner, denen „Altersweisheit“ abgeht und die ganz im Gegenteil von sich glauben, noch mit jedem Gefasel, das sie von sich geben, rechter als recht zu sein. Stur, selbstverliebt und unertr√§glich.

Selbst dem in Sachen Doll mit einer unendlichen Geduld beschlagenen Herrn B√ľrgermeister Kessler, der sich sonst eher durch barsche Ungeduld auszeichnet, wird der Dr. Doll immer √∂fter zur Qual.

Aufforderungen, zum Punkt zu kommen, sind keine Seltenheit in Gemeinderatssitzungen, in denen Herr Dr. Doll seit einiger Zeit immer öfter einzunicken scheint, um dann Reden zu schwingen, die im Vergessen dessen enden, was er eigentlich sagen wollte. Wenn er dann versucht einen Witz zu reißen, bleiben nur peinliche Pausen.

In seinem Traktat „Manchmal ist weglassen besser“ ist sein erster Impuls: „Dieser Artikel ist unn√∂tig.“

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Wirkt oft verwirrt und ohne Anschluss: Dr. Josef Doll. (aufgenommen am Abend der Kommunalwahl 2009) Bild: heddesheimblog.de

Werden Artikel nur aus „Not“ geschrieben? Beschreibt Herr Dr. Doll seine eigene Notdurft, der er in seinem Leserbrief einen notd√ľrftigen Lauf l√§√üt?

Die Tonalit√§t des Textes ist von solch einer herablassenden Art gekennzeichnet, die Herr Dr. Doll sonst bei anderen zu erkennen glaubt, von denen er meint, sie kippten „K√ľbel voller Dreck und Unrat“ √ľber anderen aus.

Hass und Verachtung.

Drei Viertel des Textes sind von Hass und Verachtung gepr√§gt – daf√ľr m√ľsste der bekennende Christ und angebliche Demokrat Doll vor dem Herrn viele Beichten ablegen, was ihn dazu „getrieben“ hat. Zweifellos darf man die Frage stellen, was in jemandem, der so voller Hass und H√§me ist, noch christlich sein k√∂nnte?

Die Natur gilt Herrn Dr. Doll nichts mehr. Statt ein wenig nachzudenken und sich tats√§chlich zu informieren, was man von einem promovierten Physiker erwarten k√∂nnen sollte, wischt er jeden Zweifel beiseite, verh√∂hnt den anerkannten Einsatz eines Herrn Klemm f√ľr die Natur und verf√§lscht wiederum die Tatsachen: „Experten beobachten beim √ÉŇďbergang von landwirtschaftlich bewirtschaftetem Gel√§nde zu extensiver Nutzung Bewirtschaftung sehr oft dominierende und st√∂rende Pflanzenarten“, schreibt er.

Dabei verschweigt er die Kausalkette: Die „dominierenden“ Pflanzenarten, in diesem Fall die Ackerkratzdistel, wurde √ľberhaupt erst durch die industrialisierte Landwirtschaft beg√ľnstigt, sie folgt ihr geradezu. Die implizite Schlussfolgerung, diese Pflanze (und jede Menge andere) zu vergiften, ist eher eine Gem√ľtsbeschreibung des Herrn Dr. Doll, als eine L√∂sung f√ľr das Problem hoffnungslos √ľberd√ľngter B√∂den.

Unerw√ľnschtes beseitigen.

Hier kann nur die Zeit Heilung verschaffen – ein alter Mann wie Herr Dr. Doll hat keine Zeit mehr. Er will die derangierte Natur nur noch mehr vergiften, um sich der Illussion eines „Wildblumenfeldes“ hinzugeben, das dann entstehen k√∂nnte, wenn „Unerw√ľnschtes“ erst beseitigt ist.

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In der Summe aller Faktoren der absolute Wahlsieger: Kurt Klemm. Bild: heddesheimblog.de

In einer komplett absurden gedanklichen Volte schwenkt er um: Von der Eleminierung des „Unerw√ľnschten“ hin zu „erfreulichen Informationen“, n√§mlich „Mehreinnahmen von 2 Millionen Euro“, die „B√ľrgermeister, Gemeindeverwaltung und die Mehrheit des Gemeinderats zu gut darstellen“.

Erwartet Herr Dr. Doll ernsthaft, dass da noch jemand mitkommt?

Was hat die Kritik eines aus seiner Sicht „selbsternannten“ Natursch√ľtzers (gibt es eigentlich staatlich anerkannte Natursch√ľtzer?, mal abgesehen davon, dass Herr Klemm schon mehrfach f√ľr seinen Einsatz f√ľr die Natur geehrt wurde, w√§hrend Herrn Dr. Doll solche Ehrungen fehlen) an einer „Giftspritz-Aktion“ bitte sch√∂n mit kommunalen Finanzen zu tun?

Verschwörungstheorien und weiße Mäuse.

Vielleicht eine „Verschw√∂rungstheorie?“, die er selbst „in allen Bereichen √ɬ° la mode“ erkennt, wie er im Text schreibt? Ist Herr Dr. Doll am Ende selbst das Opfer dessen, was er um sich herum erkennt? Verschw√∂rungstheorien? Sieht er vielleicht sogar schon wei√üe M√§use?

Herr Dr. Doll ist mit vielen dieser wirren Artikel in der j√ľngsten Vergangenheit nicht nur f√ľr sich selbst l√§ngst zur Schande geworden, sondern auch f√ľr die Kirche und die Kirchengemeinde, f√ľr die er einsteht und f√ľr eine angeblich christliche Partei, dessen Fraktionsvorsitz er im Gemeinderat inne hat.

Tats√§chlich geht Herrn Dr. Doll auch das Verst√§ndnis daf√ľr ab, dass sich Menschen aufregen, die eventuell mit einer giftigen Wiese in Kontakt kommen k√∂nnten und sich zu Recht sorgen, ob ihnen, ihren Kindern oder Tieren oder Wildtieren ein gesundheitlicher Schaden droht. Man muss Sorge haben, dass er all diese Menschen und ihre Bedenken auch als „dominierend und st√∂rend“ empfindet und sie am liebsten wegspritzen w√ľrde.

Hohe G√ľter besser weglassen?

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Stinksauer √ľber Gifteinsatz: Kurt Klemm. Bild: privat

Der Schlussakkord seines wirren Leserbriefs muss aber alle aufrechten Demokraten in Heddesheim und hier zuf√∂rderst in der CDU alarmieren: „Pressefreiheit ist wie Meinungsvielfalt ein hohes Gut in der Demokratie. Manchmal ist weglassen besser.“

√ÉŇďbersetzt hei√üt das: „Es ist manchmal besser, hohe G√ľter wegzulassen.“

Diese Aussage ist zutiefst verst√∂rend und eines echten Demokraten nicht nur unw√ľrdig – es ist demokratisch nicht denkbar. Wer in Sachen Pressefreiheit und Meinungsfreiheit (Meinungsvielfalt nach Doll) empfiehlt, man solle sie „manchmal besser weglassen“, muss sich fragen lassen, wie es um die eigene, innere, demokratische Verfassung bestellt ist.

Die demokratische Gesinnung des Herrn Dr. Doll ist, so muss man leider vermuten, vergifteter als jeder Acker, f√ľr dessen fortgesetzte Vergiftung er eintritt.

hardyprothmann

P.S.
Im Mannheimer Morgen sind zum Thema heute zwei Leserbriefe erschienen, die sehr aufschlussreich sind.

***
(Anmerkung der Redaktion: Die Texte im Mannheimer Morgen sind nur f√ľr eine begrenzte Zeit kostenfrei abrufbar. Sofern diese √ľberschritten ist, m√ľssen Sie die aktuelle Ausgabe kaufen und einen Tagescode eingeben, um die im Text enthaltenen Links aufrufen zu k√∂nnen. Sofern Sie keine M√∂glichkeit dazu haben, k√∂nnen Sie gerne uns kontaktieren, wir √ľbermitteln Ihnen dann einen Zugangs-Code.)

Anmerkung der Redaktion:
Hardy Prothmann ist partei- und fraktionsfreier Gemeinderat und verantwortlich f√ľr das heddesheimblog.

Zweifache Gift-Spritzung gegen Disteln Рangeblich ohne Gefährdung

Guten Tag!

Heddesheim, 25. Oktober 2010. Die Gemeindeverwaltung Heddesheim erkl√§rt auf Nachfrage, dass auf einem f√ľr eine Wildblumenweise geplanten Gel√§nde in der N√§he des Badesees zwei Mal das Mittel U46-M fluid gespritzt wurde. Angeblich geht von dem Mittel keine Gef√§hrdung aus und angeblich wirkt es nur gezielt gegen Disteln.

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Gespritzte "Blumenwiese". Bild: heddesheimblog

Die Gemeinde Heddesheim beantwortete unsere email vom 15. Oktober 2010 am 20. Oktober 2010 Рzunächst ohne Angabe des Namens des eingesetzten Produkts, schickte auf Nachfrage aber das Datenblatt zu U46-M Fluid.

Besonders interessant: Es handelt sich um ein g√ľnstiges Mittel, um Disteln in Getreidefeldern zu bek√§mpfen. Im vorliegenden Fall wurde aber ein Gel√§nde gespritzt, auf dem „Wildblumen“ angepflanzt werden sollen und keinesfalls Getreide.

Die Gemeindeverwaltung unterstellt, dass die Distel das Hochkommen der Blumen „erschweren, wenn nicht sogar verhindern“ w√ľrde. Dabei ist nicht die Distel der gr√∂√üte „Verhinderer“, sondern der Boden. Stark √ľberd√ľngte B√∂den werden von der Distel und auch der Brennessel bevorzugt – die allermeisten „Wildblumen“ lieben aber n√§hrstoffarme B√∂den und wachsen nur schlecht auf stickstoffhaltigen B√∂den. Disteln hin oder her.

Die Antwort lautete:
„Es handelt sich um ein zugelassenes Unkrautvernichtungsmittel zur Entfernung von Disteln, das in Abstimmung mit Fachleuten eingesetzt wird. Es ist zugelassen f√ľr alle Getreidearten und auf Gr√ľnland und wirkt speziell gegen Disteln.

Das Mittel wurde zwei Mal aufgebracht. Vor sechs Wochen war der Bauhof selbst dort. Da nun das Wetter noch gut war und der Distelbefall weiterhin stark war, wurde es ein zweites Mal aufgebracht. Dies geschah durch eine Fachfirma.
Insbesondere war die Ma√ünahme notwendig, um die Voraussetzungen f√ľr die Aussaat einer Wildblumenwiese auf dem betroffenen Grundst√ľck zu schaffen (Umpfl√ľgen). Ohne diese Ma√ünahme w√ľrde – selbst nach dem vorgesehen Umpfl√ľgen – die Distel erneut wachsen und w√ľrde die Aussaat der Wildblumenmischung erschweren, wenn nicht sogar verhindern.

Es liegt ein konkretes Datenblatt zur Verwendung des Mittels vor, darin sind Anwendungshinweise beschrieben. Ausweislich dieses Datenblattes gibt es keine Hinweise auf Gef√§hrdungen von Mensch und Tier beim Einsatz dieses Mittels. Es gibt im Datenblatt des Distelbek√§mpfungsmittels auch keinen Hinweis auf einen Einfluss auf Nutzorganismen wie Bienen. Es ist giftig f√ľr Algen und h√∂here Wasserpflanzen. Es gibt keine Auflagen f√ľr Wasserschutzgebiete.
Es handelt sich um ein in der Landwirtschaft gängiges Distelbekämpfungsmittel im Getreideanbau.

Der Einsatz kostet 200 Euro f√ľr das Ausbringen des Distelbek√§mpfungsmittels und 87 Euro f√ľr den Einkauf.“

Das Mittel wird speizell gegen die Ackerkratzdistel eingesetzt – eine Kulturfolgerpflanze, die durch die von Menschen geschaffenen √É‚Äěcker optimale Bedingungen gefunden hat. „Umpfl√ľgen“ ist kein geeignetes Mittel, um sie zu bek√§mpfen, sondern sogar eher kontraproduktiv: „Die vegetative Vermehrung dieser Art erfolgt durch Wurzelsprosse, die aus den tief im Boden liegenden, ann√§hernd waagerecht verlaufenden Ausl√§uferwurzeln hervorgehen. Es liegt demnach ein Wurzelpionier vor, der auf √É‚Äěcker und Weiden ein gef√ľrchtetes „Unkraut“ darstellt. Sogar aus kleinen abgehackten Wurzelst√ľckchen k√∂nnen neue Pflanzen austreiben.“ Die Wurzeln reichen bis zu 2,8 Meter tief.

Tats√§chlich sch√§digt das Mittel nicht nur die Ackerkratzdistel, sondern auch andere Pflanzen: „Gut bek√§mpfbar: Ackerdistel, Ackersenf, G√§nsefu√ü-Arten, Hederich, Hirtent√§schel, Melde, Wicke u.a.“, sowie “ Binsen, Hahnenfu√ü, Klappertopf, L√∂wenzahn, Sumpfschachtelhalm, Wegerich, Wiesen-Storchschnabel“.

Als weniger „gut bek√§mpfbar“, aber immerhin sch√§digend, wirkt das Mittel auch: „Ackerhohlzahn, Ackerwinde, Hahnenfu√ü, Hellerkraut (Pfennigkraut), Kornblume, Mohn, Sp√∂rgel, Taubnessel u. a., Ampfer, Disteln, Weinbergslauch“, sowie „nicht ausreichend bek√§mpfbar“, aber ebenfalls noch sch√§digend: „Ampfer, Ehrenpreis, Erdrauch, Hu√Į¬¨‚Äöattich, Kamille, Klettenlabkraut, Kn√∂terich, Vogelmiere und B√§renklau, Schafgarbe, Brennnessel, Wiesenkerbel, Hu√Į¬¨‚Äöattich, Wiesenkn√∂terich.“

Das Mittel ist giftig f√ľr Algen und h√∂here Wasserpflanzen. Eine Gew√§sserschutzauflage besteht aber nicht.

„Jeder Kontakt mit dem Mittel“ soll laut Datenblatt vermieden werden, denn sonst kann es „zu Gesundheitssch√§den“ kommen. Empfohlen wird Schutzkleidung.

W√§hrend und kurz nach der Spritzung des Gel√§ndes kann es also sehr wohl zu Hautreizungen und Gesundheitssch√§digungen beim Kontakt mit dem Mittel kommen. Denkbar bei Tieren (Hunde, Katzen, V√∂gel, Wildtiere), die sich im gespritzten Gel√§nde aufhalten, ebenso Spazierg√§nger oder auch „Pflanzensammler“.

Eine Aufstellung von Hinweisschildern √ľber eine aktuell erfolgte Spritzung muss also als sinnvoll erachtet werden.

Das Mittel wirkt, indem es den Stoffwechsel der Pflanzen anregt, sich also schneller wachsen lässt, als sie sich selbst versorgen können. Letztlich verhungert die Pflanze wegen des schnellen Wachstums und stirbt ab.

Man kann der Pflanze auch √∂kologisch ohne Gift zu Leibe r√ľcken, wie der Landesbetrieb Landwirtschaft Hessen beschreibt – das erfordert allerdings den Willen, sich √∂kologischer Mittel zu bedienen.

Kurt Klemm „hat die Schnauze voll“

Guten Tag!

Heddesheim, 15. Oktober 2010. Kurt Klemm, Vogelfreund und Natursch√ľtzer, hat „die Schnauze voll“. Wieder einmal hat „die Gemeinde“, respektive B√ľrgermeister Michael Kessler, wider die Natur gehandelt, sagt er. Deswegen handelt er nun gegen die „Vergiftung“.

Von Hardy Prothmann

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Kurt Klemm protestiert gegen aus seiner Sicht unnötigen Gifteinsatz. Bild: privat

Der Gemeinderat (parteilos, Fraktion B√ľndnis90/Die Gr√ľnen) Kurt Klemm ist „sauer“, so richtig sauer. Auf der Wiese hinter dem Vogelpark, wo das neue Teilst√ľck des Rundwegs um den Badesee angelegt wurde, ist „Gift gespr√ľht worden“, sagt er.

„Seit ewigen Zeiten prangere ich das an“, sagt Klemm. Er meint das Spritzen von „Unkrautvernichtungsmitteln“. Diese „Unkr√§uter“ seien wichtige Nahrungsgrundlage f√ľr viele Insekten und die wiederum f√ľr die V√∂gel. „Aber der will nichts verstehen und macht, was er will“, sagt Klemm und meint B√ľrgermeister Michael Kessler.

Kurt Klemm hat sich deshalb zu einer privaten Protestaktion entschlossen. Auf der gespritzten Wiese hat er Warnschilder aufgestellt: „Vorsicht Gift“.