Samstag, 28. Mai 2022

Heddesheimer Kriminalstatistik für 2012 vorgestellt

Kfz-Sachbeschädigungen sorgen für einen erheblichen Straftaten-Anstieg

Heddesheim, 18. Mai 2013. (red/aw) Die Gesamtzahl der angezeigten Straftaten ist in Heddesheim 2012 gegenüber dem Vorjahr von 330 auf 473 gestiegen. Dies weist die jüngste Kriminalstatistik aus, die Polizeihauptkommissar und Leiter des Polizeipostens Heddesheim, Reinhold Dionysius, gestern Abend dem Gemeinderat vorstellte. Einen Hauptgrund für den Anstieg der Straftaten in Heddesheim liegt in der enormen Zunahme von Kfz-Sachbeschädigungen.  [Weiterlesen…]

Gemeinderat stellt Bebauungsplanverfahren und Veränderungssperre ein

Gebiet Schul- und Unterdorfstraße: Planung und Sperre eingestellt

Heddesheim, 16. Mai 2013. (red/aw) Die Vorhaben der Gemeinde Heddesheim, dass Gebiet zwischen Schul- und Unterdorfstraße mit einem Bebauungsplan sowie einer Veränderungssperre zu versehen, ist eingestellt. Nach Analysen der konkreten Entwicklungsmöglichkeiten wurde sowohl das Bebauungsplanverfahren als auch die in diesem Zusammenhang ausgesprochene Veränderungssperre aufgehoben. Mit der Aufstellung des Bebauungsplans und dem Erlass der Veränderungssperre verfolgte die Gemeinde das Ziel, das zentral im Ortskern gelegene Areal einer geordneten städtebaulichen Entwicklung zuzuführen. Dieses Ziel wurde nicht erreicht. [Weiterlesen…]

Gemeinderat entscheidet über Vorschlagsliste für die Geschäftsjahre 2014 bis 2018

17 HeddesheimerInnen für das Schöffenamt vorgeschlagen

Heddesheim, 16. Mai 2013. (red/aw) Die derzeitige Amtszeit der gewählten Schöffen endet zum 31. Dezember 2013. In Vorbereitung zur Wahl für die Geschäftsjahre 2014 bis 2018 stellt jede Gemeinde eine Vorschlagsliste für Schöffen auf. 17 Personen haben sich in der Gemeinde Heddesheim für dieses Amt beworben. Diese wurden heute vom Gemeinderat bestätigt und nun an das Landgericht Mannheim weitergeleitet. [Weiterlesen…]

Gemeinderat vergibt Aufträge für Elektroarbeiten und Aufzugseinbau

Neue Kinderkrippe: Arbeiten gehen voran

Heddesheim, 16. Mai 2013. (red/aw) Im Zuge des Krippenneubaus wurden weitere Gewerke ausgeschrieben und nun vom Gemeinderat an die überzeugendsten Angebotssteller vergeben. Die Arbeiten zum Einbau des Aufzugs wurden an die Ludwigshafener M. Schmitt + Sohn GmbH vergeben. Die Installation der Elektronik erfolgt durch die Firma Elektro Brecht aus Mörlenbach. [Weiterlesen…]

Stimmen und Stimmungen zu unseren Lokalblogs

Das Heddesheimblog feiert 4-jähriges Jubiläum!

Anm. d. Red.: Die Beiträge sind alphabetisch geordnet, entweder nach Name oder Institution. Nicht alle angeschriebenen Personen haben zum vorgegebenen Termin aus Zeitgründen reagieren können – wir aktualisieren den Artikel im Laufe der Woche durch weitere Stimmen. Sie, liebe Leserin, lieber Leser, können natürlich auch Ihren Kommentar verfassen. [Weiterlesen…]

Anschwimmen im Baggersee

Still ruht der See …

Badesee

Noch ist nichts los am schönen Heddesheimer See.

 

Heddesheim, 06. Mai 2013. (red/sw) Der morgendliche Blick aus dem Fenster ließ am Samstag nicht wirklich Baggersee-Stimmung aufkommen – auch wenn die langersehnte Schwimmsaison eröffnet worden ist. [Weiterlesen…]

Auch Martin Dolls Verletzung konnte die SG nicht stoppen, Dominic Blum brilliert im letzten Spiel

Die Handballer der SG Heddesheim sind Badenmeister 2013!

Heddesheim, 22. April 2013. (red/zef) Die Ausgangslage ist klar: Gewinnt die SG Löwen Heddesheim ihr Heimspiel gegen die TSG Wiesloch, ist sie Badenmeister und spielt nächstes Jahr in der Oberliga Baden-Württemberg. Daher kocht schon vor Spielbeginn in der Nordbadenhalle die Stimmung. Die 650 Zuschauer bereiteten den Spielern einen großartigen Empfang. Eingestimmt wurden die Spieler von einem Ton-Mitschnitt aus dem Film 300: „Merkt euch diesen Tag Männer, weil von nun an und für alle Zeit euch gehören wird!“ Mit 32:20 besiegen die Handballer der SG Heddesheim die TSG Wiesloch in eigener Halle und sind Badenmeister! Ganz souverän meistern sie auf dem Weg dahin jede brenzlige Situation. [Weiterlesen…]

Gemeinderat vergibt Aufträge für Fenster-, Lüftungs- und Sanitärbauarbeiten

Neue Kinderkrippe in der Werderstraße: Bau im Zeitplan

Heddesheim, 18. April 2013. (red/aw) Der ehrgeizige Zeitplan der Gemeinde Heddesheim fordert Entscheidungen in Bezug auf die Fertigstellung der neuen Kinderkrippe in der Werderstraße. Daher beschloss der Gemeinderat auf seiner heutigen Sitzung gleich drei Auftragsvergaben für anstehende Bauarbeiten. Bereits Ende Juni soll die neue Einrichtung auf dem Gelände des evangelischen Kindergartens Richtfest feiern. [Weiterlesen…]

Nach Antrag der SPD-Fraktion will man nun Initiativen gegen die Privatisierung unterstützen

Gemeinderat spricht sich gegen eine privatisierte Wasserversorgung aus

Heddesheim, 18. April 2013. (red/aw) Das Vorhaben der EU im Bereich der „Wasserliberalisierung“ ist ein komplexes Verfahren. Die Gemeindeverwaltung hat daher auf Wunsch der SPD-Fraktion weitere Informationen und Einschätzungen zu den drohenden EU-Richtlinien eingeholt und dem Gemeinderat nun präsentiert. Die SPD forderte darüber hinaus auch einen ausdrücklichen Widerspruch der Gemeinde Heddesheim gegenüber den EU-Plänen. Diesem stimmte der Gemeinderat heute Abend einstimmig zu. [Weiterlesen…]

Umstellung der Straßenbeleuchtung: Außerplanmäßige Ausgaben von rund 35.000 Euro, weitere 400.000 sollen investiert werden

LED-Technik: Mehr Ausgaben als veranschlagt, Ersparnis im Stromverbrauch enorm

Heddesheim, 18. April 2013. (red/aw) Bereits im September des vergangenen Jahres stimmte der Gemeinderat der Umstellung von 255 Straßenlaternen auf LED-Technik zu. Nun musste er zusätzliche Ausgaben in Höhe von rund 35.000 Euro bewilligen, damit diese auch vollständig erfolgen kann. Die außerplanmäßigen Kosten entstanden u.a. durch anfallende Zusatzkosten, weil beispielsweise Stromverteiler aufgrund von Verschleiß ausgetauscht werden mussten. [Weiterlesen…]

Die Handballer der SG Heddesheim können zuhause Badenmeister werden – und aufsteigen

„Die Zuschauer werden uns nach vorne peitschen“

Heddesheim, 18. April 2013. (red/zef) Am Samstagabend hat die 1. Herrenmannschaft der SG Heddesheim die große Chance: Zwei Spieltage vor Saisonende kann sie vor eigenem Publikum bei vier Punkten (Zwei-Punkte-Regel) und 24 Toren Vorsprung vor dem TV Bretten die Badenmeisterschaft gegen den Tabellensiebten TSG Wiesloch perfekt machen. Damit verbunden wäre der ersehnte Aufstieg in die Oberliga Baden-Württemberg.  Die Saisonabschlussparty im Anschluss des Spiels wäre dann ein rauschendes Fest. Wir haben gestern Trainer Frank Schmiedel und seine Mannen beim Training besucht: Die Stimmung in der Mannschaft ist hervorragend, alle sind optimistisch, aber sehr konzentriert. [Weiterlesen…]

Nach Umbau und Digitalisierung läuft das Olympia-Kino rund

Weiter auf der Erfolgsspur: Olympia-Betreiber blicken positiv in die Zukunft

Hirschberg, 18. März 2013. (red/aw) Als das „Olympia-Kino“ gebaut und am 29. August 1952 eröffnet wurde, war es eines von vielen Dorfkinos entlang der Bergstraße. Heute, 60 Jahre später, ist es eine Rarität. Nur noch wenige der damals entstandenen Lichtspielhäuser haben den Sprung in das digitale Zeitalter nach der Jahrtausendwende überlebt. Das Olympia-Kino in Leutershausen ist eines davon. Betrieben wird es vom Förderkreis Kommunales Olympia Kino e.V.. Wir trafen die beiden Vorstandsvorsitzenden Wiebke Dau-Schmidt und Renate Keppler-Götz für einen Rück- und Ausblick. [Weiterlesen…]

Auf die Familie Glock kommen Mehrkosten zu

Die alte Tabakscheune bleibt erhalten

Heddesheim, 26. Februar 2013. (red/zef) Die alte Tabakscheune im Ortsteil „Muckensturm“ ist sanierungsbedürftig. Die Besitzer wollten sie abreißen und einen Neubau errichten mit denselben Ausmaßen. Der Abriss ist nun vom Tisch. Damit wird ein für Heddesheim charakteritisches Gebäude erhalten.

Von Ziad-Emanuel Farag

Die Familie Glock führt im Ortsteil „Muckensturm“ einen landwirtschaftlichen Betrieb. Dazu gehört die alte Tabakscheune. Im Frühjahr 2012 fragte die Familie an, ob sie das betreffende Gebäude abreißen kann, um einen Neubau zu errichten. Der Bauausschuss stimmte diesem Antrag am 2. April 2012 zu. Das Landwirtschaftsamt sah diesen Antrag jedoch kritisch. [Weiterlesen…]

Bauausschuss lehnt Bauantrag für Stallanlage ab

Kein Platz für brünstige Hengste in Heddesheim

Heddesheim, 26. Februar 2013. (red/zef) Das Gestüt “Kreiswald” in Rimbach will im Außenbereich “Becherbruch/Schäffert” der Gemeinde Heddesheim ein neues Stallgebäude für seine Zuchthengste errichten. Das Gestüt ist die größte Zuchtstation Europas der brasilianischen Pferderasse Mangalarga Marchadores. Allein in Brasilien gibt es 387.000 Pferde dieser Rasse, die damit nach der Zahl der Exemplare die drittgrößte der Welt ist. In Europa ist sie bisher nicht sehr verbreitet. Beim CHIO in Aachen, dem größten Reitfest Deutschlands, war Brasilien mit 100 Pferden dieser Rasse Gastland. Der Bauausschuss Heddesheim hatte Sorge, der Züchter wolle den beantragten Bau nur zur „Freizeithaltung“ oder Pensionstierhaltung nutzen und lehnte den Antrag ab. 

Von Ziad-Emanuel Farag

Vom brasilianischen Zuchtverband  erhält das Gestüt umfassende Unterstützung:

Wir möchten dieses Lebensgefühl mit unseren brasilianischen Partnern nach Deutschland bringen. Die Pferde gehen im Vierertakt, man sitzt dort wie auf einem Sofa. Unsere Partner haben uns letztes Jahr einen Hengst geschenkt. Sein Vater war 2007 der Hengst des Jahres in Brasilien,

so Robert Schmitt, der Inhaber des Gestüts. [Weiterlesen…]

Müllsammelaktion der BUND Ortsgruppe Heddesheim

Von Altglas und sonstigen Abfällen

Heddesheim 23. Februar 2013. (red/sw) Samstagmorgen, 9 Uhr, -3 Grad Celsius. Gut 25 Erwachsene und Kinder treffen sich am Bauhof der Gemeinde, um zur Tat zu schreiten. Ziel ist es, den von Bürgern achtlos in den Biotopen auf der Gemarkung Heddesheim entsorgten Müll einzusammeln.

Seit ungefähr 15 Jahren rufen wir am Ende des Winters zu dieser Aktion auf. Wir wollen damit das Bewußtsein der Bevölkerung für illegal entsorgten Müll wecken.

so der stellvertretende Vorsitzende der BUND Ortsgruppe Heddesheim, Dr. Klaus Wagner.
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Umsetzung erst 2014

OEG-Haltestelle wird behindertengerecht

Heddesheim, 22. Februar 2013. (red/ld/zef) Die OEG-Haltestelle in Heddesheim wird behindertengerecht umgebaut. Die Pläne dafür stellte die RNV gestern im Gemeinderat vor. Gehbehinderte Menschen sollen über eine Rampe auf den erhöhten Bahnsteig gelangen und dort stufenlos in Busse und Bahnen einsteigen können. Für Sehbehinderte wird ein Blindenleitsystem eingerichtet. Bis es losgeht, dauert es noch bis Frühjahr 2014.

Von Lydia Dartsch und Ziad-Emanuel Farag

Die Kosten für den Umbau betragen rund 400.000 Euro. 300.000 Euro davon soll das Land bezuschussen. Der Rhein-Neckarkreis zahlt 25.000 Euro. Die Gemeinde hat die restlichen 75.000 Euro vorgesehen. Ob diese Finanzierungsplanung so funktioniert, ist noch unklar. Wie Bürgermeister Michael Kessler gestern sagte, müssen die Zuschüsse erst beantragt werden. Das soll noch im Februar passieren. [Weiterlesen…]

Bürgermeister Kessler will keinen Schriftzug am Feuerwehrhaus

Das Feuerwehrhaus wird energetisch saniert, einen neuen MTW gibt’s extra

Heddesheim, 22. Februar 2013. (red/ld/zef) Das Feuerwehrhaus wird energetisch saniert. Nach der Sanierung soll der Energieverbrauch des Feuerwehrhauses die vorgeschriebenen Höchstgrenzen um 30 Prozent unterschreiten. Den Zuschlag für die Sanierung erhielten Metallbau Kaiser aus Mannheim und L. Bauer aus Bergrheinfeld. Im Fuhrpark des Feuerwehrhauses steht auch bald ein neuer Mannschaftstransportwagen (MTW).

Von Lydia Dartsch und Ziad-Emanuel Farag

Das Feuerwehrhaus wird energetisch saniert. Das Dach wird mit Edelstahlblechen versehen, rollnahtverschweißt, abgedichtet und gedämmt. Im Feuerwehrhaus werden des Weiteren neue Fenster eingebaut. [Weiterlesen…]

Lebensmittel-Reste-Verwertung einmal anders

“Beste Reste”-App gegen Verschwendung

Die Smartphone-App „Beste Reste“ soll dabei helfen, Lebensmittel nicht einfach wegzuwerfen.

 

Rhein-Neckar, 06. Dezember 2012. (red/aw) Deutschland geht zu verschwenderisch mit Lebensmitteln um. Im Rahmen der Initiative “Zu gut für die Tonne” des Verbraucherschutzministeriums soll mit Hilfe einer kostenlosen Smartphone-App die Wegwerf-Mentalität nachhaltig beeinflusst werden.

Von Alexandra Weichbrodt

Was bei einem einzelnen Haushalt noch nicht auffallen mag, summiert sich in der Masse: Elf Millionen Tonnen Lebensmittel landen in Deutschland jährlich auf dem Müll. Das sind im Durchschnitt etwa 82 Kilogramm pro Bundesbürger. Besonders schlimm ist dabei die Tatsache, dass eine Vielzahl der weggeworfenen Lebensmittel eigentlich noch genießbar wäre und nur seinen Weg in den Biomüll antritt, weil der Konsument schlecht gehaushaltet hat.

50 Spitzenköche und Verbraucherministerin Ilse Aigner wollen das ändern – mittels einer App für das Smartphone. Die Einkaufs-App “Beste Reste” soll der Verschwendung ein Ende bereiten.

Lebensmittelreste lassen sich in der Küche nicht immer vermeiden. Mit etwas Phantasie und Freude am Kochen kann aber aus Resten etwas Leckeres gezaubert werden,

gibt Ilse Aigner, Bundesministerin für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz, bei der Vorstellung der neuen App zu bedenken.

Jedes achte Lebensmittel, das wir kaufen, werfen wir weg.

Die neue App bietet u.a. eine Art interaktiven Einkaufszettel, der dabei helfen soll die passenden Einkaufsmengen zu bestimmen. Denn günstige Großpackungen oder Sonderangebote im Supermarkt verleiten uns immer wieder zu übertriebenen Einkäufen. Nicht selten jedoch, entpuppt sich das vermeintliche Schnäppchen als „Fall für die Tonne“.

Die App wird zudem durch ein Lexikon mit nützlichen Tipps zur richtigen Lagerung und Haltbarkeit der verschiedenen Lebensmittel ergänzt. Als Extra erhält der Smartphone-Besitzer außerdem über 50 “Beste Reste-Rezepte“ von Deutschlands Spitzenköchen, wie Sarah Wiener und Johan Lafer.

Die „Beste Reste“-App bietet neben leckeren Rezepten auch viele Informationen und Hinweise zur richtigen Lagerung von Lebensmitteln.

 

Reste-Verwertung per Smartphone.

Es ist Sonntag und im Kühlschrank herrscht gähnende Leere. Im Magen leider auch. Die wenigen Reste, die noch zu finden sind, ergeben auf den ersten Blick kein sehr ausgewogenes Menü. Hier ist Kreativität gefragt. Oder aber die neue App.

Bevor es also an den Herd geht, lohnt sich der Blick auf das Smartphone. Die “Beste Reste” App fragt zunächst nach den übrig gebliebenen Lebensmitteln. Von A wie Auberginen bis Z wie Zucchini können die vorhandenen Zutaten ausgewählt werden.

Danach schlägt die App (im Optimalfall) gleich mehrere passende Rezepte vor. Das ausgewählte Rezept kann der Nutzer jetzt noch an die benötigte Menge bzw. die Anzahl der hungrigen Personen anpassen.

Von Klassikern bis hin zur kreativen Gourmetküche ist alles dabei. Regelmäßig kommen neue Rezepte hinzu. Die App lässt sich einfach aktualisieren. Die Nutzer haben außerdem die Möglichkeit ihre eigenen Reste-Rezepte vorzuschlagen.

Die Idee ist gut, aber ausbaufähig.

Leider zeigt der Praxis-Test, dass viele der vorgeschlagenen Rezeptideen nicht immer deckungsgleich mit den eingegebenen Zutaten sind. Viele Vorschläge würden sich nur durch Zukauf weiterer Lebensmittel zubereiten lassen. Es müssen also schon einige Reste anfallen, um ausschließlich davon eine schmackhafte Mahlzeit zaubern zu können.

Viel eher, kann sich der Nutzer vor dem Einkauf über mögliche Verwendungsmöglichkeiten noch vorhandener Lebensmittelreste informieren und seinen Einkaufszettel darauf abstimmen. So lässt sich das Wegwerfen zumindest einschränken. Ganz ohne Bio-Müll kommt man aber auch nicht mit der „Beste Reste“-App aus.

Info:
Die kostenlose App ist für iOS ab der Version 4.1 für iPhone, iPad und iPod touch im App Store sowie für Android-Geräte im Google Play Store erhältlich. Allerdings verwirrt die Namensgebung: Im AppStore heißt die App „Zu gut für die Tonne“, auf dem iPad „Beste Reste“.

Anwender ohne Smartphone können auf die Tipps sowie die wachsende Datenbank mit derzeit 242 Rezepten über www.zugutfuerdietonne.de zugreifen.

Lesung mit Marcus Imbsweiler in der Gemeindebücherei

Vom Laufen und vom Morden

Krimiautor Marcus Imbsweiler liest in der Gemeindebücherei. Foto: Heddesheimblog.

Heddesheim.10. November 2012. (red/sap) Der Autor Marcus Imbsweiler las am vergangenen Mittwoch in der Gemeindebücherei aus seinem 6. Heidelberg-Krimi „Glücksspiele“. Spannung, Humor, aber auch kritische Gedanken zu Sport und Politik sowie eine hervorragende Kurzgeschichte prägten diesen Abend.

Von Sabine Prothmann

Der Krimiautor Marcus Imbsweiler ist jung und sympathisch und er sieht aus wie ein Läufer. Er ist ein Läufer. Und vom Laufen handelt auch sein 6. Heidelberg-Krimi „Glücksspiele“. Ein weiterer Fall für den Privatermittler Max Koller.

Die Gemeindebücherei und die Bücherecke am Rathaus hatten am vergangenen Mittwoch zur Lesung eingeladen und kurz entschlossen den Veranstaltungsort vom „Pflug“ in die Gemeindebücherei verlegt, nach dem Motto:  „Lieber ein kleiner Saal voll als ein großer Saal leer“.  Und voll wurde es, es mussten sogar noch Stühle dazu gestellt werden, denn gut 40 Interessierte waren gekommen, um dem gebürtigen Saarländer Marcus Imbsweiler, der seit 1990 in Heidelberg lebt, zuzuhören.

Imbsweiler studierte Germanistik und Musikwissenschaft und arbeitet seit 1987 als freier Musikredakteur und Autor. 2007 startete er mit seinem Erstling „Bergfriedhof“ die Krimiserie um den Heidelberger Privatermittler Max Koller.

„Läufer mit 30, Papa mit 36, erstes Buch mit 40. Aktuell acht Marathons, fünf Töchter und dreizehn Bücher“, zitiert Buchhändler Manfred Zeiß bei der Begrüßung von der Internetseite des Autors. Zeiß erzählt, dass er Marcus Imbsweiler im Frühjahr dieses Jahres auf der Buchmesse in Neckarsteinach kennen gelernt habe und ihn für die Lesung in Heddesheim gewinnen konnte. Imbsweiler sei nun zum zweiten Mal in Heddesheim, beim ersten Mal habe er jedoch am Silvesterlauf teilgenommen.

Ein Läuferkrimi

Er habe schon lang über einen Läuferkrimi nachgedacht, erzählt Imbsweiler, „aber mir fiel nichts ein, außer den übliche Geschichten“.

Auf der Frankfurter Buchmesse im Herbst 2010 habe ihm seine Lektorin einen Weihnachtskrimi mit dem Ermittler Max Koller vorgeschlagen. „Die gehen total gut“, habe sie gesagt.

„Ich saß auf dem Messegelände und mir fiel absolut nichts ein zu einem Weihnachtskrimi, aber ich erinnerte mich an meinen Frankfurtmarathon“ und da habe er gewusst es wird ein Läuferkrimi und er wurde gerade noch rechtzeitig zur Olympiade fertig

„Glücksspiele“ handelt von dem Läufertalent Kalinka Glück, die im Sommer 2012 zu den olympischen Spielen nach London fahren sollte – natürlich rein fiktiv.

Nach London reist sie nicht, dafür schickt Imbsweiler sie mit Privatermittler Max Koller – anders als beiden ersten fünf Krimis, die in Heidelberg und Umgebung spielten – quer durch Deutschland. Hier muss Koller quasi als Bodyguard die Sportlerin begleiten und beschützen und natürlich passiert auch ein Mord.

Die Textpassagen, die der Autor wählt, führen in den Plot und beschreiben den Protagonisten Max Koller. Von dem der Autor sagt:

Ich kenn‘ ihn inzwischen ganz gut, ich weiß wie er spricht und wie er reagiert.

Koller, wenn auch nicht unsportlich, begleitet seinen Schützling Kalinka lieber per Fahrrad beim Lauftraining.  Im norddeutschen Wald kommt es zu einer Begegnung mit einem Wildschwein. Das ist komisch und das Publikum amüsiert sich.

Stilistisch ganz anders sind die Traumsequenzen, hier begibt sich der Autor ins Surreale. In zwei Kapiteln wird Koller mit den Olympiaden 1936 in Berlin und 1972 in München konfrontiert.

„Es war mir wichtig, den Zusammenhang von Sport und Gesellschaft und Politik darzustellen, auch wenn es innerhalb eines Unterhaltungskrimis ist“, sagt Imbsweiler.

Der Autor liest aus dem Kapitel zur Berliner Olympiade 1936. Spiel und Sport als Vorstufe für die folgenden militärischen Auseinandersetzungen.

Nach einer kurzen Pause gibt Marcus Imbsweiler dem Publikum die Möglichkeit, Fragen zu stellen.

Gefragt nach seiner Arbeitsweise, erzählt er, dass am Anfang immer ein Auslöser stehe, wie für „Glücksspiele“ Olympia. Dann folge eine zwei- bis vierwöchige Phase des Sammelns und dann die Recherche, beispielsweise hier zu der Olympiade in Berlin 1936. Dann lege er das Handlungsschema fest. Nach einer langen Vorbereitungszeit, fange er an zu schreiben. Die Handlung wird durch Brückenpfeiler gegliedert, einzelne Szenen und das Milieu entstehen, Zwischenstationen bilden ein Gerüst. Nicht immer schreibe er chronologisch.

Ein „beamtenmäßiger Schreiballtag“

Sein „beamtenmäßiger Schreiballtag“ beginne morgens um 8:30 Uhr und ende am Nachmittag, wenn die Kinder wieder zu Hause seien. Die romantische Vorstellung vom nachts bei Kerzenschein schreibenden Schriftsteller passt da nicht hinein, sagt Imbsweiler und lacht.

Nachmittags gehe er oft Laufen, da kommen die Ideen für einen neuen Roman.

Ist schon ein nächstes Buchprojekt in Planung, möchte jemand wissen? Der Musikwissenschaftler Imbsweiler verrät, dass nach seinem Liszt-Roman im vergangenen Jahr, nun wahrscheinlich im Wagner-Jahr 2013 ein kleines Buch zu diesem Komponisten entstehen werde. Wahrscheinlich werde der Roman eher surreal, „ein Buch das keiner kauft und keiner wahrnimmt“.  Denn es werden sicherlich eine ganze Flut von Wagner-Bücher entstehen, „da geht man unter als kleiner Autor aus der Kurpfalz“.

Gefragt nach seiner schriftstellerischen Entwicklung, meint Imbsweiler, „ich schreibe inzwischen schneller und haben viel mehr Routine als bei meinem ersten Roman „Bergfriedhof“.

Zum Schluss liest er noch eine Kurzgeschichte aus „Heidelberg auf die kriminelle Tour“ , eine Anthologie mit 20 Kurzkrimis, die gerade erschienen ist. Die Story ist großartig, pointiert, überraschend und böse. Fast erinnert sie an die makabaren Geschichten von Roald Dahl.

Eine gelungene Lesung mit einem sympathischen Autor und kleinen Überraschungen.

 

Diesen "Rückschnitt" fanden ausnahmsweise alle gut

Kurt Klemm hält die Neugestaltung der Straßenmündungen für gelungen

Für die Neubegrünung gab es Lob von allen Seiten. Fotos: local4u

 

Heddesheim, 03. Oktober 2012. (red/la) Wenn die Heddesheimer Verwaltung Hand an die Natur legt, geht der grüne Gemeinderat Kurt Klemm oft auf die Barrikaden. Doch bei den neuen Gewächsen an den Straßeneinmündungen herrscht ausnahmsweise Einigkeit.

Von Reinhard Lask

Gemeinderat Kurt Klemm (Bündnis 90/Die Grünen)

Wenn in Heddesheim die Verwaltung die Motorsäge an Pflanzen im öffentlichen Raum legt, ruft das meist Kurt Klemm auf den Plan. Wenn es um den Naturschutz geht, legt sich der streitbare grüne Gemeinderat auch mit Bürgermeister Michael Kessler an – Anzeige bei Abholzung und Eklat im Gemeinderat inklusive.

Doch bei den neuen Pflanzen an den Straßeneinmündungen – wie zum Beispiel an der Ahornstraße – sind sich ausnahmsweise alle einig. Auch Kurt Klemm hat mit diesem Rückschnitt und Austausch von Pflanzen keine Probleme. Ganz im Gegenteil:

Das war eine richtige Maßnahme und sieht richtig gut aus. Da muss ich dem Gärtner Thomas Foshag ein großes Lob aussprechen.

Zum Hintergrund: Auf der vergangenen Verkehrstagefahrt gab es Kritik an der Bepflanzung an mehreren Straßeneinmündungen. Die bisherigen Pflanzen wüchsen zu hoch und müssten ausgetauscht werden.

Nun sind die Gewächse samt Erde ausgetauscht. Die Flächen sind neu bepflanzt. Gärtner Foshag legte bei der Neugestaltung Wert auf Blumen, deren Pflege wenig Aufwand benötigen. Bei der Neugestaltung verwendete er Ährige Prachtscharten, Bleibüschen, Blütenschleiern, Indianermesseln und Mannstreu. Und die gefällt laut Bauhof so gut wie allen – und eben auch Kurt Klemm.

Zwar könne man über die Gestaltung der Steine auf den Flächen unterschiedlicher Meinung sein, sagt er, aber die Wahl der Bepflanzung und das Arrangement sei auch sehr nachhaltig gelungen. Wenn die neuen Pflanzen in einem Jahr ausgewachsen sind, soll sich die Pracht vollends entfalten.

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