Dienstag, 05. Juli 2022

Kommentare, Transparenz, Glaubwürdigkeit und Manipulationen

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Guten Tag,

in diesem (langen Text) informiert das heddesheimblog über Manipulationsversuche von „interessierter“ Seite. Zuerst erklärt die Redaktion ihre Auffassung von Journalismus und wie das heddesheimblog funktioniert. Am Ende des Textes sind zwei Beispiele (kursive Schrift) von versuchter Manipulation aufgeführt.

Das heddesheimblog bietet Nachrichten und Informationen – und darüber hinaus die Möglichkeit für alle Leser, sich zu beteiligen. Mit Kommentaren, mit Gastbeiträgen.

Die meisten Leser informieren sich hier „nur“, dafür ist das heddesheimblog da. Sehr viele beteiligen sich auch mit Kommentaren oder schlagen Themen vor.

Das finden wir klasse, weil die Redaktion des heddesheimblog für Transparenz und Öffentlichkeit einsteht.

Ebenso für einen Journalismus, der die Menschen ernst nimmt und ihre Themen aufgreift und nicht nur das berichtet, was die „Großkopferten“ gerne „in der Zeitung lesen würden“.

Da Journalismus in und mit der Öffentlichkeit statt findet, findet er dementsprechend Zustimmung oder Ablehnung. So ist das halt. Ein verantwortlicher Journalismus prüft deswegen sehr genau, was er „veröffentlicht“ .

Im heddesheimblog werden über die Kommentare viele Meinungen geäußert. Auch anonym, damit auch Menschen ihre Meinung äußern können, die trotz aller „garantierten“ Rechte in diesem Staat für sich Nachteile befürchten.

Weil trotz „Garantie“ nicht immer alles „garantiert“ ist, gibt es Berufsgruppen, wie Ärzte, Rechtsanwälte, Pfarrer und auch Journalisten, die ihren „Informanten“ einen „Quellenschutz“ bieten können.

Das heißt, sie können im gesetzlich definierten Rahmen – weiter als für andere Berufe – eine Auskunft zu ihren „Quellen“ verweigern. Das ist eine Schutzfunktion für die „eigene Meinung“.

Die Redaktion veröffentlicht diese Meinungen aus der Ãœberzeugung heraus, dass Artikel 5 unseres Grundgesetzes nicht der wichtigste, aber ein „staatstragender“ ist, einer, der diesem Land und seinen Menschen die Freiheit garantiert, zu sagen, was sie denken. Ohne dafür bestraft zu werden.

Diese „Meinungsfreiheit“ wird allerdings von „interessierter Seite“ auch gerne benutzt, um zu denunzieren, zu verleumden und zu manipulieren.

Die Meinungsfreiheit hat da ihre Grenzen, wo andere Personen in ihren – ebenso durch das Grundgesetz garantierten Rechten – „verletzt“ werden.

Deswegen musste die Redaktion des heddesheimblogs immer wieder ausnahmslos „anonyme Kommentatoren“ sperren.

Auf die Namen der Kommentatoren gehen wir nicht ein, aufmerksame Leser erkennen sofort, mit welcher Motivation gewisse Kommentare geschrieben sind.

Wir veröffentlichen manche dieser Kommentare nach Prüfung trotzdem, wenn sie vernünftig formuliert sind und Argumente enthalten.

Wie gesagt: Die Meinungsfreiheit ist in unserem Land ein sehr hohes Gut und unsere Redaktion steht dafür ein.

Was wir nicht akzeptieren, sind Kommentare, die keinen Sinn haben. Oder solche, die nur geschrieben werden, um die Liste der angezeigten Kommentare mit den „eigenen Meinungen“ zu verdrängen.

Ebenso wenig akzeptieren wir in den Kommentaren Frage-und-Antwort-Texte, wenn sich jemand, aus welchen Gründen auch immer einfach nur selbst gerne liest.

Die Kommentarfunktion ist für unsere Leser eine Form der Meinungsäußerung – darauf achten wir und das schützen wir auch.

Die Kommentare sind ein Angebot von uns, sich wie auch immer mit unserer Arbeit auseinander zu setzen. Kritik ist dabei ganz klar erwünscht.

Was nicht erwünscht ist, sind Manipulationen, durch wen auch immer.

Diese Versuche finden statt, seit das heddesheimblog (Start: 28. April 2009) berichtet.

Das heddesheimblog dokumentiert im Folgenden solche Versuche:

Ein „Tobias Schneider“ schreibt uns einen Kommentar. Wohl formuliert, Stil und Inhalt zeugen von guter Ausbildung. „Herr Schneider“ formuliert eine „Meinung“ und auch „Kritik“.

Der Mann recherchiert, er ist modern, bewegt sich im Internet.

Der Aufbau des Kommentars ist interessant. „Herr Schneider“ gibt sich „neutral“ und lobt erst mal (unterstrichen). Danach folgt ein „störte“, „Gerüchte“, „negativ“, es folgen „Erwartungen“ und „Enttäuschungen“, „Missbrauch“, „Inszenierung“ usw. (fett)

Dann erfolgt ganz klar eine pauschale Denunziation. Am Ende wird man wieder „höflich“, hat vielleicht „etwas falsch verstanden“, grüßt noch „nett“ ab mit dem Vornamen.

Das Ziel des Kommentars: Trotz des „guten Willens“ muss der Kommentator feststellen, dass „alles falsch, alles inszeniert“ ist.

Seltsamerweise werden alle Argumente des „Tobias Schneider“ auch in einem anderen Kommentar unter anderem Namen verwendet. Inhalt und Ziel sind nahezu identisch.

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19.06.2009 um 19:29
Guten Abend zusammen,

ich bin vor einigen Tagen durch einen Bekannten auf das Heddesheimblog aufmerksam geworden und habe sehr interessiert fast alle Artikel, Kommentare usw. gelesen. Das Ganze fand ich, trotz des großen Zeitaufwandes, sehr aufschlussreich.

Beim „googlen“ habe ich jetzt auch gelernt, dass es so etwas wie Baukästen für Blogs gibt usw. usw. Das Angebot ist riesig. Auch war ich bei anderen Blogs Gast.

Was mich bei dem letzten Beitrag des Heddesheimblogs störte, war das Aufgreifen von irgendwelchen Gerüchten. Das hat für mich einen eher negativen Beigeschmack. Einige bezeichnen ja die Blogs als Tageszeitung der Zukunft. Aber diese Art von Information möchte ich mir doch eigentlich ersparen. Ich glaube, das versteht jeder. Getratsche möchte ich nun wirklich in einem seriösen Umfeld nicht hören. Ich erwarte gutes Recherchieren und keine Stimmungsmache.

Bei folgender Internetadresse habe ich folgende Einträge gefunden:
http:// blog.firstmedia.de

Da heißt es: „Blogs sind bekanntlich was für die ganz Kritischen, die alles hinterfragen und in Studien als investigative Multiplikatoren bezeichnet werden. Blogs werden gerne als die letzte Bastion des Intellekts und ein Bollwerk gegen den Kommerz und die Konsumgesellschaft gesehen.

Doch leider ist das ein Mythos – denn Blogs werden immer mehr von Selbstdarstellern missbraucht und für Trafficzwecke genutzt….

…..

Sehr viel beliebter ist der inhaltliche Missbrauch von Blogs; unter dem Vorwand eines „Skandals“ wird versucht, die eigene Person (und nicht das zugrundeliegende Problem oder die Opfer) in den Mittelpunkt des Geschehens zu rücken. Diese Maßnahmen sind dabei so plump, dass die Inszenierung sehr schnell deutlich wird.

…..

Denn letztendlich geht es um die Leser, die Ehrlichkeit und Transparenz verdient haben. Vielleicht liest ja diesen Post der eine oder andere kritische Beobachter der Szene – und gibt sein Wissen zum Thema „Blog-Missbrauch“ zum Besten.“

Da scheint es doch tatsächlich Vertreter der Zunft „Journalisten“ zu geben, die einen Blog missbrauchen. Das geht für meinen Geschmack zu weit. Die „Gerüchteküche“ hier hat mich stutzig gemacht. Vielleicht habe ich aber auch nur Ihren Artikel falsch verstanden.

Tobias

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Vor diesem Kommentar erreichte uns einen Tag zuvor ein anderer Kommentar:

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Gesendet am 18.06.2009 um 16:17
„Blogs sind bekanntlich was für die ganz Kritischen, die alles hinterfragen und in Studien als investigative Multiplikatoren bezeichnet werden. Blogs werden gerne als die letzte Bastion des Intellekts und ein Bollwerk gegen den Kommerz und die Konsumgesellschaft gesehen.

Doch leider ist das ein Mythos – denn Blogs werden immer mehr von Selbstdarstellern missbraucht und für Trafficzwecke genutzt…..“

„Sehr viel beliebter ist der inhaltliche Missbrauch von Blogs: unter dem Vorwand eines „Skandals“ wird versucht, die eigene Person (und nicht das zugrundeliegende Problem oder die Opfer) in den Mittelpunkt des Geschehens zu rücken. Diese Maßnahmen sind dabei so plump, dass die Inszenierung sehr schnell sehr deutlich wird….“

Gefunden http://blog.firstmedia.de

Vielleicht möchte sich der eine oder andere zu diesem mir doch als sehr wichtig erscheinendem Thema äußern.

Ãœbrigens kann man als sog. Blogger auch in die Topcharts kommen. Wussten das alle Leser? Klingt auch mal interessant, das zu recherchieren, wieviele Klicks man da braucht, um als Journalist erfolgreich zu gelten.

De la Red

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Wir haben versucht, mit „De la Red“ per email Kontakt aufzunehmen.
Leider nicht erfolgreich, wir bekamen die email zurück, mit der Information, dass sie nicht „zugestellt“ werden konnte:
A message that you sent could not be delivered to one or more of
its recipients. The following addresses failed:

Auch „Herrn Tobis Schneider“ haben wir angeschrieben und warten auf dessen „Rückmeldung“….
Wie es aussieht, handelt es sich um eine „echte“ email-Adresse, sie konnte „zugestellt werden“. Aber wir sind sicher, dass wir keine Antwort von Herrn Schneider erhalten werden…

Einen schönen Tag wünscht
Das heddesheimblog

Über Hardy Prothmann

Hardy Prothmann (50) ist seit 1991 freier Journalist und Chefredakteur von Rheinneckarblog.de. Er ist Gründungsmitglied von Netzwerk Recherche. Er schreibt am liebsten Porträts und Reportagen oder macht investigative Stücke.