Montag, 30. November 2020

Zensus 2011: Halbzeitbilanz – Erhebungen im Rhein-Neckar-Kreis laufen auf Hochtouren


Rhein-Neckar, 29. Juni 2011. (red/pm)Es ist Halbzeit fĂŒr die Erhebungsbeauftragten der Erhebungsstelle Zensus 2011 im Rhein-Neckar-Kreis. Seit Anfang Mai sind die 775 ehrenamtlichen Helfer im Einsatz, bis Ende Juli können sie noch Klinken putzen.

Information des Rhein-Neckar-Kreises:

„Wir sind gut vorangekommen“, fasst die Leiterin der Erhebungsstelle, Ann-Kristin Weis, zusammen. Viele Erhebungsbeauftragte hatten schon Termine in der Erhebungsstelle.

Erfreulich ist insbesondere die geringe Zahl an Verweigerern. „Wir hatten mit weitaus mehr gerechnet“, sagt Weis. „Bei der letzten Volksbefragung 1987 gab es Proteste. Davon kann heute nicht die Rede sein.“ Verweigerer und von den Erhebungsbeauftragten nicht angetroffene Personen werden von der Erhebungsstelle angeschrieben. Sie erhalten zunĂ€chst ein Anschreiben, in dem sie auf die Auskunftspflicht hingewiesen werden. „Nur wenn diese nicht beantwortet werden, verschickt die Erhebungsstelle eine Mahnung mit Fristsetzung, sich doch bitte bis zu einem bestimmten Zeitpunkt noch fĂŒr die Befragung zur VerfĂŒgung zu stellen; erst dann einen Heranziehungsbescheid mit Zwangsgeldandrohung; nicht direkt eine Zahlungsaufforderung“, betont Weis.

„Freundlich bleiben sei der SchlĂŒssel, wenn Probleme auftauchen“, erklĂ€rt der Erhebungsbeauftragte HĂŒseyin Topaloglu, der normalerweise im Organisationsamt des Rhein-Neckar-Kreises arbeitet. Er hatte genau einmal den Fall, dass eine Frau partout nicht Auskunft geben wollte. „Die Dame war sehr gereizt und wurde auch ein bisschen lauter“, erzĂ€hlt Topaloglu. „Aber ich habe gesehen, dass sie mit den Nerven ziemlich am Ende war. Also bin ich weiter nett und höflich geblieben und habe ihr erklĂ€rt, dass sie auskunftspflichtig ist und was fĂŒr Folgen eine Verweigerung haben kann. Dann ging es. Das ist doch irgendwie mein Job.“

Und die Leiterin der Erhebungsstelle betont: „Wir sind sehr zufrieden mit unseren Leuten.“
Die Erhebungsbeauftragten sind vor allem Studenten, Rentner und Mitarbeiter im öffentlichen Dienst. Sie alle liefern ihre Fragebögen bei der Erhebungsstelle ab. „FĂŒr uns fĂ€ngt die Arbeit jetzt erst richtig an“, sagt Weis. „Die Auswertung ĂŒbernimmt das Statistische Landesamt“, erklĂ€rt Weis. Die Unterlagen mĂŒssen aber im Vorfeld aufwĂ€ndig erfasst werden. „Alle Informationen bleiben aber innerhalb der amtlichen Statistik“, versichert sie. „Wir geben nichts weiter, nicht an die Polizei, nicht an die MeldeĂ€mter. Es gilt das Statistikgeheimnis und ein absolutes RĂŒckspielverbot.“

Und weil die Sache mit dem Datenschutz sehr ernst genommen wird, ist die Erhebungsstelle in gesonderten RĂ€umen – fern ab vom GebĂ€ude des Landratsamtes – untergebracht und nur fĂŒr die Mitarbeiter und die Erhebungsbeauftragten in deren Begleitung zugĂ€nglich.“

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Zensus ist heute gestartet


Wer im Internet die Befragung mitmacht - erhÀlt per Fax antwort.

Rhein-Neckar, 09. Mai 2011 (red/pm) Heute ist der EU-weiter Zensus auch im Rhein-Neckar-Kreis gestartet. Rund 75.000 Haushalte werden befragt. DatenschĂŒtzer haben immer wieder vor dem Missbrauch der Daten gewarnt – die Teilnahme ist aber Pflicht.

Information des Rhein-Neckar-Kreises:

„24 Jahre nach der VolkszĂ€hlung von 1987 sind von kommendem Montag (9. Mai 2011) an und bis Ende Juli mehr als 770 Interviewer im Rhein-Neckar-Kreis unterwegs. Im Auftrag des Statistischen Landesamtes erheben sie erneut Daten ĂŒber die Bevölkerung. Die Volksbefragung ist Teil des EU- weiten Zensus 2011.

Diesmal wird ein Verfahren eingesetzt, bei dem soweit wie möglich auf bereits vorhandene Daten zurĂŒckgegriffen wird. Dadurch ist es nicht mehr notwendig, dass alle BĂŒrger im Landkreis direkt interviewt werden. Im Rhein-Neckar-Kreis werden rund 75.000 Menschen aus ausgewĂ€hlten Haushalten nach Alter, Familienstand oder Religion befragt.

Die Befragten wurden nach einem Zufallsverfahren ausgewĂ€hlt. Die Interviewer ĂŒberreichen den Fragebogen und bieten Hilfe beim AusfĂŒllen an. Die Fragen sind gesetzlich vorgegeben und mĂŒssen – mit Ausnahme der Frage nach der Religion – beantwortet werden.

Daneben wird es eine Vollerhebung in sogenannten Sonderbereichen wie Gemeinschafts-, Anstalts- und NotunterkĂŒnften, Wohnheimen und Ă€hnlichen UnterkĂŒnften geben. Die DurchfĂŒhrung der Haushaltsstichprobe und die Erhebung in Sonderbereichen sind die Hauptaufgaben der Erhebungsstelle des Rhein-Neckar-Kreises. Die Befragungen sollen bis zu den Sommerferien abgeschlossen sein. Mit ersten Ergebnissen wird im November 2012 gerechnet.

Unter www.zensus2011.de, den Webseiten der Statistischen Ämter des Bundes und der LĂ€nder kann man sich jederzeit umfassend ĂŒber den Zensus informieren. Alles Wissenswerte zur DurchfĂŒhrung des Zensus in Baden-WĂŒrttemberg ist auf der Homepage des Statistischen Landesamtes unter www.statistik-bw.de zu finden. FĂŒr Fragen ist eine kostenfrei Hotline unter der Nummer 0800 58 87 854 geschaltet.“

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