Dienstag, 16. Juli 2019

In eigener Sache: Der Journalismus und die Werbung der Zukunft


Guten Tag!

Rhein-Neckar/Berlin, 04. M├Ąrz 2011. Der Ausschuss ├óÔéČ╦ťKultur und MedienÔÇÖ des Bundestages hatte vergangene Woche zum Thema „Zukunft des Qualit├Ątsjournalismus“ geladen. Verschiedene Medienexperten stellten ihre These zum Thema vor. Darunter Wolfgang Blau, Chefredakteur von „Zeit online“. Wir dokumentieren seinen Vortrag.

Wolfgang Blau, Chefredakteur von zeit.de. Quelle: Bundestag via carta.info

Wolfgang Blau ist ein geachteter und gesch├Ątzter Kollege, der mit zeit.de ein sehr gutes journalistisches Qualit├Ątsangebot im Internet macht, dass auch von uns bei Recherchen immer wieder besucht wird – aber auch, um sich ganz allgemein als „Leser“ zu informieren.

Vor dem Ausschuss Kultur und Medien des Bundestages hat Herr Blau sieben „Mythen“ vorgestellt. Alles, was Herr Blau dort vortr├Ągt, unterst├╝tzen wir nicht nur, sondern erkennen darin unsere Arbeit wieder. Vor allem die Aussagen, mit denen Herr Blau die sieben Mythen enttarnt. Diese Aussagen sind zum gro├čen Teil Basis unserer Arbeit.

Herr Blau ist dabei sehr offen und damit ein Vorbild. Er wei├čt darauf hin, dass Blogs die Arbeit der klassischen Medien bereichern. Er wei├čt auch darauf hin, dass das Internet ein riesiger Wissenschaftsraum ist und dass es zwei Strategien gibt, dort als Medium aufzutreten: Boulevardisiert, um „Masse“ zu machen oder hintergr├╝ndig, um eine f├╝r die Werbekunden ├Ąu├čerst interessante Klientel zu erreichen: die gut informierten B├╝rger.

Wenn Sie als LeserIn oder Unternehmer an Internetmedien und dem Medienmarkt interessiert sind, nehmen Sie sich die sieben Minuten Zeit f├╝r dieses Interview: Sie werden gute und richtige Informationen erhalten.

Herr Blau bezeichnet das alte Mediensystem als eines der Industrialisierung und k├╝ndigt an, dass dies die besten Tage hinter sich hat – der Journalismus und damit auch die Zukunft der Werbung wird ein anderes System sein.

Daran arbeiten wir mit. Und auch Sie, liebe Leserinnen und Leser, sind Teil des neuen, entstehenden Systems. Weil Sie uns Ihre Aufmerksamkeit schenken, weil Sie sich mit Kommentaren und Informationen einbringen.

Das gilt auch f├╝r unsere Werbepartner, die verstanden haben, dass die Online-Welt zunehmend wichtiger wird, um wahrgenommen zu werden und dass sich die Menschen hier anders vernetzen, als das jemals zuvor m├Âglich war.

Wenn Sie Fragen an die Redaktion haben, schreiben Sie uns: redaktion (at) rheinneckarblog.de. Oder folgen Sie uns bei Twitter oder Facebook (siehe rechte Seitenspalte).

Wolgang Blau: Die sieben Branchenmythen zum Zustand des Journalismus from Carta on Vimeo.

Anmerkung: Besten Dank an carta.info, die die Aufzeichnung dokumentiert haben. Der Bericht bei carta.info (├╝brigens eine herausragende Politikseite) finden Sie hier.

Acht Monate heddesheimblog. Das war 2009. Teil IV „Das neue Medium“

Guten Tag!

Heddesheim, 31. Dezember 2009. Das heddesheimblog betreibt eine neue Form von Lokaljournalismus. Viele Funktionstr├Ąger in der Gemeinde kommen damit (noch) nicht zurecht – viele B├╝rgerinnen und B├╝rger machen hingegen aktiv mit und begr├╝├čen die ungewohnt transparenten Informationen.

Der deutsche Zeitungsmarkt ist in den Nachkriegsjahren entstanden. Die Alliierten vergaben Zeitungslizenzen und damit Lizenzen zum Gelddrucken. Die Renditen waren traumhaft. Wer eine Lizenz hatte, hatte bald auch ein Monopol. So gibt es heute schon lange ├╝berwiegend „Einzeitungskreise“. Vor Ort kann man sich also nur aus einer einzigen Tageszeitung informieren.

Mit der Einf├╝hrung des Privatfunks Mitte der 80-er Jahre bekamen die Zeitungen Konkurrenz. Radio und Fernsehen schoben sich schon bald in der Mediennutzung vor die Printmedien. Seit dem Jahrtausendwechsel zieht das Internet immer mehr Interesse auf sich. L├Ąngst geh├Âren Internetmedien wie spiegel.de, zeit.de und auch bild.de zur t├Ąglichen Lekt├╝re. Unterhalb der nationalen Ebene tat sich bislang aber wenig, darunter so gut wie nichts – bis vor einigen Jahren die „blogs“ kamen.

Meist ist damit „B├╝rgerjournalismus“ gemeint – oft sind es aber private Internetseiten, die ├Âffentlich gemacht werden.

Das heddesheimblog geht einen eigenen Weg. Wir benutzen eine Blogsoftware (WordPress) und wir stellen unsere Artikel zur Diskussion ├╝ber die Kommentare. Wir laden ein zum Mitmachen per Gastbeitrag oder Leserbrief – aber wir sind kein typisches blog.

Aber wir nutzen konsequent die M├Âglichkeiten dieses Mediums. In Text, Bild, Ton und Video k├Ânnen sich unsere Leserinnen und Leser ├╝ber unsere journalistische Arbeit informieren.

Die Arbeit der Redaktion hat ├╝berregional f├╝r Aufmerksamkeit gesorgt, bundesweit verfolgen Journalisten die Entwicklung des heddesheimblogs, denn viele sind ├╝berzeugt davon, dass hier die Zukunft des Lokaljournalismus liegt.

Aus Sicht der Redaktion ist das aber kein neuer Journalismus: Sorgf├Ąltige und gr├╝ndliche Recherche, wichtige von unwichtigen Informationen zu unterscheiden, lesbare Texte zu schreiben waren schon immer das Handwerkszeug von Journalisten. Nur das Medium ist anders, vielf├Ąltiger geworden.

24 Stunden am Tag von ├╝berall her zu erreichen. Und man kann mitmachen – Soziologen behaupten, dass durch Internetmedien die Demokratie dauerhaft gest├Ąrkt wird, weil B├╝rger sich hier so einfach einbringen k├Ânnen, wie niemals zuvor.

Das wei├č auch das heddesheimblog: Viele unserer Themen hier gehen auf Tipps und Anregungen der Leserinnen und Leser zur├╝ck. Daf├╝r bedankt sich die Redaktion ganz herzlich und freut sich auf das kommende Jahr 2010.

Einen sch├Ânen Tag w├╝nscht
Das heddesheimblog