Dienstag, 15. Oktober 2019

Große BemĂŒhungen fĂŒr den Erhalt der Natur

Erneut große Auszeichnung erhalten

Heddesheim, 15. April 2013. (red/pm) Bei der FrĂŒhjahrstagung des Landesverbandes Deutscher WaldvogelschĂŒtzer und Pfleger Baden WĂŒrttemberg e.V. am 13. April 2013 in Ketsch, konnte unser 1.Vorsitzender Werner Dostal aus den HĂ€nden des VerbandsprĂ€sidenten Herbert Geitner eine große Auszeichnung entgegennehmen. [Weiterlesen…]

Vogelfreunde erhalten AZ-Naturschutzpreis


Heddesheim, 26. April 2011 (red) Der Verein der Vogelfreunde und -pfleger freut sich im 51. Jahr ĂŒber einen bedeutenden Preis – den AZ-Naturschutzpreis, der von der Vereinigung fĂŒr Artenschutz, Vogelhaltung und Vogelzucht (AZ) e.V. verliehen wird. Die AZ ist mit ĂŒber 20.000 Mitgliedern einer der grĂ¶ĂŸten VerbĂ€nde.

Werner Dostal und Ulrich Landenberger strahlen um die Wette – ganz unverhofft haben die Vogelfreunde in Heddesheim den AZ-Naturschutzpreis 2010 erhalten. Und eine damit verbundene PrĂ€mie von 500 Euro.

Ulrich Landenberger und Werner Dostal freuen sich fĂŒr alle Vorgelfreunde ĂŒber den AZ-Naturschutzpreis. Bild: heddesheimblog.de

Ulrich Landenberger hatte zum JubilĂ€umsjahr im vergangenen Jahr einen Text fĂŒr die Verbandszeitschrift ĂŒber die 50-jĂ€hrige Arbeit der Vogelfreunde in Heddesheim geschrieben. „Dadurch sind die wohl aufmerksam geworden und plötzlich gab’s den Preis“, erzĂ€hlt Landenberger, der extra zur Verleihung nach Walsrode (nördlich von Hannover) gereist ist.

NatĂŒrlich kennt man sich und die Vereinigung AZ war auch mit Vertretern schon in Heddesheim: „Wir freuen uns natĂŒrlich sehr ĂŒber die Auszeichung“, sagt der 1. Vorsitzende Werner Dostal.

Die Vogelfreunde können das Geld gut brauchen, unterhalten sie den sehr gepflegten und naturnah angelegten Vogelpark vollkommen unabhÀngig.

Der Mannheimer Morgen hatte anlĂ€sslich der vor kurzem abgehaltenen Hauptversammlung ganz im Gegenteil berichtet, dass die Gemeinde Heddesheim das SchmuckstĂŒck einfach in der NeubĂŒrgerbroschĂŒre und im Internet vergessen habe.

FĂŒr den Verein ist das kommende Grillfest am 01. Mai, Beginn 10:00 Uhr, eine der wichtigsten Einnahmequellen, um die Anlage zu unterhalten und Futter fĂŒr die Tiere zu kaufen. Neben Hausmacher- und GrillspezialitĂ€ten gibt es Bier vom Fass und spĂ€ter Kaffee und Kuchen, ab 11:00 Uhr wird Musik gespielt.

Gerade die brĂŒtenden Störche sind durch die sehr warme Witterung dringend auf zusĂ€tzliche Nahrung angewiesen, um die Brut hochzuziehen. Im freien Horst sind die Jungvögel schon geschlĂŒpft, die durch frĂŒhere Verletztungen nicht mehr flugfĂ€higen Störche in der Voliere brĂŒten noch – die Jungen werden in den nĂ€chsten Tagen schlĂŒpfen.

Hohe Anerkennung fĂŒr eine tolle Arbeit der Heddesheimer Vogelfreunde und -pfleger. Bild: heddesheimblog.de

 

GlĂŒckliche Rettung aus Schrottauto – drei junge Amseln in der Obhut des Vogelvereins

Guten Tag!

Heddesheim, 08. Juli 2010. Es ist eine Geschichte, die das Leben schreibt. Beinahe wĂ€ren drei junge schwarzwĂ€lder Amseln „verschrottet“ worden, durch GlĂŒck und Zufall wurde man auf sie aufmerksam. Jetzt werden sie in Heddesheim gepflegt und aufgezogen.

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Werner Dostal mit seinen drei "Pflegeamseln". Bild: privat

Ein Schrottauto aus Freiburg wurde vor kurzem im Mannheimer Hafen abgeladen. Das Ende der Reise sollte die Schrottpresse sein, um als zusammengepresstes Blechpaket der Wiederverwertung zugefĂŒhrt zu werden.

Auf dem Weg zur Schrottpresse hörte ein aufmerksamer Arbeit der Verwertungsfirma ein ungewöhnliches Piepsen aus dem Auto. Er hielt an und entdeckte auf der Achse des Autos ein Nest mit drei jungen Amseln, die piepsten, was das Zeug hielt.

Das rĂŒhrte den Mann, er rettete die Vögel und wandte sich ans Tierheim. Die konnten oder wollten mit den Jungvögeln nichts anfangen. Der Mann recherchierte weiter im Internet und stieß dort auf die Adresse der Vogelfreunde und -pfleger in Heddesheim.

Er rief den Vorsitzenden Werner Dostal an. Der fuhr, sobald es ging, nach Mannheim und nahm die Amseln in Empfang. Die drei hatten mÀchtig Hunger und haben sich in kurzer Zeit an den neuen Papa gewöhnt, wie man auf dem Bild sieht.

Es gibt Geschichten – die schreibt man als Journalist einfach gerne auf, weil sie so schön sind.

Vogelfreunde mit Maifest zufrieden

Guten Tag!

Heddesheim, 05. Mai 2010. Das Maifest ist fĂŒr die Vogelfreunde existenziell wichtig: Der erwirtschaftete Gewinn deckt einen großen Teil der Kosten des Vereins. Vorstand Werner Dostal: „Wir können zufrieden sein.“

FĂŒr rund 800 GĂ€ste hatten die Vogelfreude die Freizeithalle eingerichtet – von morgens 10:00 Uhr bis abends um 19:00 Uhr „herrschte trotz des ungĂŒnstigen Wetters reger Betrieb“, sagte Dostal: „Im Vergleich zum Vorjahr war der Umsatz nicht ganz so gut, aber unterm Strich kommen wir ĂŒber die Runden.“

Rund 50 HelferInnen waren im Einsatz: „Ohne diesen freiwilligen Einsatz könnten wir das gar nicht stemmen“, sagte Dostal und bedankte sich bei allen Helfern und den vielen GĂ€sten.

Der Verein der Vogelfreunde und -pfleger feiert dieses Jahr sein 50-jÀhriges JubilÀum.

Eine erfreuliche Meldung hat Werner Dostal aus dem Vogelpark: „Beide Storchenpaare haben Junge.“ Die Störche, die dauerhaft „unterm Netz“ leben, haben zwei Junge, „beim Horst wissen wir nicht genau, wie viele es sind, man sieht aber schon, wie sie die HĂ€lse nach Futter strecken.“

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Hauptversammlung der Vogelfreunde

Guten Tag!

Heddesheim, 03. April 2010. (red) Die Vogelfreunde- und pfleger haben dieses Jahr viel zu tun: 50 Jahre wird der Verein alt. Am 17. April kommen Natur- und Vogelfreunde aus ganz Baden-WĂŒrttemberg nach Heddesheim.

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Die Störche brĂŒten schon lĂ€ngst wieder im Vogelpark. Bild: hblog

Im JubilĂ€umsjahr richten die Vogelfreunde die diesjĂ€hrige Jahreshauptversammlung des VDW-Landesverbands am 17. April in Heddesheim aus (Verband Deutscher Waldvogelpfleger und VogelschĂŒtzer e.V.).

Außerdem hat sich prominenter Besuch angesagt: Bernd Schmidbauer, Staatsminister a. D. wird als PrĂ€sident des Bundesverband fĂŒr fachgerechten Natur- und Artenschutz e.V. (BNA) Grußworte vortragen.

Am 27. MĂ€rz stand die eigene Jahreshauptversammlung auf dem Programm. Der Vorstand wurde insgesamt bestĂ€tigt, neuer Beisitzer ist Horst TĂ€ubert. Martina und Andreas Schuster standen fĂŒr die Jugendleitung aus beruflichen GrĂŒnden nicht mehr zur VerfĂŒgung – Joerg Landenberger und Jeffery Gehlert ĂŒbernehmen diese Aufgabe. Landenberger ist zudem 2. Vorsitzender, als 1. Vorsitzender wurde Werner Dostal bestĂ€tigt.

Zur Versammlung zĂ€hlte der Verein 244 Mitglieder, davon sind 25 Jugendliche und Kinder. Gerade der Nachwuchs ist Augapfel und Sorgenkind – wie bei vielen Vereinen: „Es ist nicht gelungen, pubertĂ€tsbedingte Verluste stabil auszugleichen“, sagte Andreas Schuster.

Vor allem der Storchentag (13. Juni 2010), das Vogelparkfest (28. August 2010) und das Jugendferienprogramm sollen neue junge Mitglieder gewinnen.

Aus Sicht des Vereins wird das Grillfst am 1. Mai 2010 der wichtigste Termin im Jahr sein – hier werden traditionell die meisten Einnahmen erwirtschaftet: „2009 war das wieder ein toller Erfolg“, sagte Werner Dostal, der allen Helfern dankte. Rund ein Dutzend Mitglieder sind jedes Wochenende im Einsatz, um den Vogelpark zu pflegen. Der mit Abstand fleißigste Vogelfreund ist Ulrich Landenberger (Zuchtwart und Kassierer), der wegen der FĂŒtterung der Tiere tĂ€glich vor Ort ist.

Mit den Zuchterfolgen waren die Vereinsmitglieder „nicht so zufrieden, wie in den Jahren zuvor“, sage Landenberger, „obwohl wir trotzdem sehr gute Erfolge erzielen konnten.“

Georg Klemm stellte bei den Wellensittichen den besten Altvogel bei einer Schau in Weinheim-Sulzbach und erreichte mit seinen Vögeln mehrere Klassen- und Gruppensiege. Wolfgang Keller war mit seinen Farbkanarien sehr gut platziert, Christopher de Vita erreichte gute Platzierungen mit seinen Fife-Fancy Kanarien. Mehrere Gruppensiege erreichte Thomas Bischler mit seinen Großsittichen. Erfolgreichster ZĂŒchter ist Joerg Landenberger, der mit europĂ€ischen Vögeln und Exoten die Besten der Schau stellte – den Erfolg wiederholte er bei der Landesschau Baden-WĂŒrttemberg.

Der Bericht des Naturschutzbeauftragten Kurt Klemm fiel in weiten Teilen negativ aus: „Die Haubenlerche darf in Heddesheim als ausgestorben gelten. Die DorngrasmĂŒcke ist verschwunden. Dasselbe gilt fĂŒr Neuntöter, Gelbspötter, RaubwĂŒrger, Blaukehlen, TrauerschnĂ€pper, Baumpieper, Feldschwirl, Grauammer, Goldammer und Wachtelkönig.“

Keiner der Vögel konnte bei der Aktion „Bird-Watching“ mehr gesichtet werden. „Auch der Feldsperling ist bedenklich reduziert. Ganz schlecht sieht es mit RebhĂŒhnern, Wachteln und auch beim Jagdfasan aus.“

„Erfreulich ist, dass es nunmehr sieben Turmfalkenpaare gibt, die unsere kĂŒnstlichen Brutmöglichkeiten angenommen haben“, sagte Klemm. ÃƓber den Winter fĂŒtterte Klemm die Greife an einem „Luderplatz“. Rund 100 NistkĂ€sten hĂ€ngt der Verein auf Heddesheimer Gemarkung aus und hilft so den Vögeln, „die immer weniger Raum fĂŒr die ungestörte Aufzucht ihrer Brut haben.“

Anmerkung der Redaktion:
Alle Termine der Vogelfreunde finden Sie in unserem Terminkalender.

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Eröffnung Vogelpark: „Ein Ort der Ruhe und der Natur.“

Guten Tag!

Heddesheim, 27. MĂ€rz 2010. Heute öffnet der Vogelpark fĂŒr die Saison 2010. Und: Der Verein der Vogelfreunde und -pfleger 1960 e.V feiert dieses Jahr sein 50-jĂ€hriges JubilĂ€um. Im Interview mit dem heddesheimblog sprechen Werner Dostal (Vorsitzender) und Ulrich Landenberger (Kassierer) ĂŒber das Heddesheimer Vogeljahr 2010.

Interview: Hardy Prothmann

Herr Dostal, Herr Landenberger: „Heute öffnet der Vogelpark und der Verein feiert dieses Jahr sein 50-jĂ€hriges JubilĂ€um. Was haben Sie fĂŒr ein Programm geplant?“
Werner Dostal: „Wir haben insgesamt acht große Veranstaltungen darunter die Jahreshauptversammlung des VDW (Verband deutscher Waldvogelpfleger- und SchĂŒtzer e. V.), unser Mai-Grillfest, das Vogelparkfest und den JubilĂ€umsabend. Da ist viel zu tun, aber wir freuen uns drauf.“

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Werner Dostal ist Vorsitzender der Vogelfreunde. Bild: hblog

Und der Vogelexperte, Professor Berthold hat sich angesagt?
Dostal: „Ja, auf Vermittlung von Kurt Klemm. ÃƓber den Besuch freuen wir uns natĂŒrlich sehr.“

Auch im Vogelpark ist immer etwas zu tun. Wie haben die Tiere den Winter ĂŒberstanden?
Ulrich Landenberger: „Insgesamt gut – ein, zwei Vögel aus dem Freigehege sind nicht mehr da – so ist halt die Natur. Obs einen Unfall oder eine Begegnung mit einem Bussard gab, wissen wir nicht.“

Es gab auch schon Probleme mit FĂŒchsen?
Landenberger: „Leider. Wir haben das Loch im Zaun gefunden und seit drei Jahren haben wir und die Vögel Ruhe.“

Sind die Störche schon zurĂŒck?
Landenberger: „Die sind zurĂŒck und brĂŒten schon, sowohl die „wilden“ Störche als auch unsere Störche in der Voliere, die wegen ihrer FlugunfĂ€higkeit stĂ€ndig bei uns leben. Ab Mitte bis Ende April werden die Jungen schlĂŒpfen.“

Sind die Störche die Hauptattraktion des Vogelparks?
Dostal: „Viele kommen wegen der Störche, aber natĂŒrlich machen auch unser schöner Pfau, die vorlauten Beos oder auch der „Lustige Hans“ unseren Besuchern viel Spaß. Insgesamt ist der Vogelpark ein Ort der Ruhe und der Natur, das gefĂ€llt den Besuchern.“

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Ulrich Landenberger ist Kassier des Vereins, kĂŒmmert sich aber vor allem um die "Verpflegung" der Vögel. Bild: hblog

Wie sieht es mit der Situation des Vereins aus?
Landenberger: „Gut bis sehr gut. Wir haben rund 250 Mitglieder und mit fĂŒnfzehn Jugendlichen eine aktive Jugendgruppe. Und viele Helfer, die sich sehr gut um den Park kĂŒmmern – ohne die könnten wir das nicht leisten.“

Sie haben aber auch einen sehr erfolgreichen ZĂŒchter im Verein, Joerg Landenberger. Wie wichtig ist das?
Dostal: „Die Arbeit von Joerg (Sohn von Ulrich Landenberger, Anm. d. Red.) fĂŒr den Verein ist sehr wichtig. Privat zĂŒchtet er zudem Prachtfinken und ist damit sehr erfolgreich. Diese Erfolge sind natĂŒrlich Werbung fĂŒr ihn und auch fĂŒr uns.“

A propos Erfolg – den braucht es auch finanziell, der Vogelpark ist teuer.
Dostal: „Wir brauchen rund 5.000 Euro im Jahr, vor allem fĂŒr Futter, aber auch fĂŒr Material. Beispielsweise mĂŒssen wir dieses Jahr ein neues Netz (600 Euro) fĂŒr die große Voliere anschaffen, weil das alte brĂŒchig wird. Neben den MitgliedsbeitrĂ€gen ist unsere Haupteinnahmequelle das Maifest. Wenn das gut lĂ€uft, sind wir sehr beruhigt.“

Sind Sie mit der Situation des TeilstĂŒcks des neuen Rundwegs um den Badesee zufrieden?
Dostal: „Ja, das wurde so umgesetzt wie ausgehandelt. Wir werden drei BĂ€ume zur Bepflanzung spenden und die Patenschaft fĂŒr deren Pflege ĂŒbernehmen.“

Apropos Patenschaft. Gibt es die Storchenpatenschaft wieder?
Dostal (lacht): „Na klar. Im Juni, zum Tag des Storchs.“

Link:
Link: Der Vogelverein im Internet

Tipp:
Alle Termine zum Vogelpark und den Vogelfreunden finden Sie in unserem Terminkalender Heddesheim. Wenn Sie rechts oben im Kalender auf „TerminĂŒbersicht“ klicken – können Sie Kalender durch Anklicken ab- und auswĂ€hlen. WĂ€hlen Sie beispielsweise alle anderen Kalender ab – sehen Sie nur noch die Termine fĂŒr den Vogelverein.

Das Jahr der Heddesheimer Vögel

Guten Tag!

Heddesheim, 05. Januar 2010. Der Verein der Vogelfreunde- und pfleger 1960 e.V. feiert in diesem Jahr sein 50-jĂ€hriges JubilĂ€um. Am Sonntag, den 10. Januar, wird der Verein Gastgeber beim Neujahrsempfang der Gemeinde sein. ÃƓbers JubilĂ€umsjahr sind viele Aktionen und Angebote geplant. Das heddesheimblog dokumentiert einen Grundsatztext zum „Jahr der Heddesheimer Vögel“.

Dokumentation: Verein der Vogelfreunde und Pfleger 1960 Heddesheim e.V.

„50 Jahre Vogelverein – das sind aber auch 50 Jahre Vogel-und Naturschutz in Heddesheim.

Aus diesem Anlass möchten wir die gesamte Einwohnerschaft mit einbeziehen, unter dem Motto „Das Jahr der Heddesheimer Vögel“, um festzustellen, wie viele Vogelarten und wie hĂ€ufig diese noch in Heddesheim anzutreffen sind. Wir wĂŒrden uns freuen, wenn recht viele Einwohner mitmachen wĂŒrden.

Egal ob im Garten, am Haus oder bei ihren SpaziergÀngen in der Feldflur: Melden Sie uns unter der unten angegebenen Telefonnummer den von Ihnen endeckten Vogel. Wann, wie viele und wo sie anzutreffen waren.

Auch wenn Sie sich nicht sicher sind, was fĂŒr einen Vogel Sie gesehen haben – wir helfen Ihnen gerne weiter. Der Verein will versuchen, Sie durch entsprechende VortrĂ€ge mit der einheimischen Vogelwelt bekannt zu machen.

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Störche im Heddesheimer Vogelpark. Bild: kk

Zum Beispiel spielen bei den Vögeln deren SchnÀbel eine ganz entscheidende Rolle. Auf Grund der verschiedensten Schnabelformen unserer Gefiederten, sind Sie als Vogelbeobachter in der Lage, eine grobe Vorbestimmung vorzunehmen.

So haben körnerfressende Vögel meistens einen kurzen, krĂ€ftigen kegelförmigen Schnabel. WĂ€hrend die Insektenfresser einen lĂ€ngeren, dĂŒnnen, pinzetenartigen Schnabel besitzen.

Greifvögel und Sittiche haben einen krummen Schnabel. WÀhrend die Schreitvögel, wie der Storch und Fischreiher, mit einem langen und krÀftigen SchnÀbel ausgestattet sind.

Die Natur hat fĂŒr jede Vogelart eine bestimmte Futterart vorgesehen, die ihnen das ÃƓberleben ermöglicht.

So hat der Fichtenkreuzschnabel, der uns im Winter besucht, schon wie der Name sagt, einen gekreuzten Schnabel, der ihm ermöglicht, die Fichtensamen aus den Schuppen der Zapfen zu holen. Nur er ist deshalb durch diese Schnabelkonstruktion in der Lage, an diese Futterart zu kommen. Kein anderer Vogel kann ihm dieses Futter streitig machen.

Den krĂ€ftigsten Schnabel unter den Körnerfresser hat der Kernbeißer. Er kann damit die harten Kirschkerne knacken, wĂ€hrend der Stieglitz mit seinem langen und spitzen Schnabel an den Samen der KorbblĂŒtler, wie der Distel, ohne Probleme kommt. Das hat ihm den Beinamen Distelfink eingebracht.

Bei den Insektenfressern hat der GartenbaumlĂ€ufer einen lĂ€nglichen, leicht gebogenen dĂŒnnen Schnabel, mit dem es ihm gelingt, Insekten unter einer Rinde oder Baumspalte herauszuholen.

Die Spechte dagegen klopfen die Rinde mit krĂ€ftigen SchlĂ€gen ab und benutzen oft ihre spitze Zunge, um die darunter befindlichen KĂ€ferlarven aufzuspießen und zu verzehren.

Mit ihren krummen SchnĂ€beln sind die Beutegreifer wie der Turmfalke in der Lage, eine Maus zu zerteilen, um sie in kleinen StĂŒcken zu verzehren.

Die Schreitvögel wie Storch und Fischreiher benutzen ihre SchnĂ€bel wie einen Speer, um damit Fische, Frösche und andere Amphibien aufzuspießen.

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Ein Heddesheimer "Star" lÀsst es sich schmecken. Bild: kk

Unsere Meisen, wie die Kohl-und Blaumeisen, können mit ihren SchnĂ€bel im Sommer Insekten fangen und im Winter, wenn es keine Insekten mehr gibt, sind sie mit ihren SchnĂ€beln in der Lage, ölhaltige SĂ€mereien (Sonnenblumenkerne, Hanfsamen, NĂŒsse usw.) aufzupicken und zu fressen.

Die schwalbenartigen, wie Mehlschwalbe, Rauchschwalbe und Mauersegler haben einen großen Rachen. Indem sie ihn weit aufreißen, gelingt es ihnen, die Fluginsekten aus der Luft zu erhaschen. Diesen Luftraum macht ihnen keiner streitig, so dass fĂŒr sie immer Nahrung vorhanden ist.

Und gerade diese Spezialisierung auf geeignete Nahrung ermöglicht unseren Vögel die Arterhaltung und somit die Bereicherung der Artenvielfalt.

Aber auch die Stimme und besonders der Gesang unserer Vögel sind wesentliche Unterscheidungsmerkmale der vielfÀltigen Arten.

Bald werden Sie auch feststellen, dass Gesang nicht gleich Gesang ist.

Viele Vögel sind ausgezeichnete Spötter, die den Gesang anderer Vogelarten nachahmen können.

Ein bestes Beispiel sind Gelbspötter oder Blaßspötter. Aber auch unser Star kann uns mit seiner Nachahmung der Vogelstimmen gehörig auf den Leim fĂŒhren. Doch auch hier macht ÃƓbung den Meister und mit unserem Gehör sind wir durchaus in der Lage, mit der Zeit zu unterscheiden, ob ein Buchfink singt oder ob ein Spatz tschilpt oder eine Schwalbe zwitschert.

Wussten Sie, dass unsere Vögel die einzigen Lebewesen auf der Erde sind, die Federn tragen und in allen Klimazonen unserer Erde vertreten sind? Diese reicht vom kalten Nordpol, bis zur heißen Sahara.

Die Eulenvögel haben zum Beispiel kleine gezackte Schwungfedern an ihren FlĂŒgeln, um damit völlig gerĂ€uschlos durch die Nacht zu fliegen.

Die Federn dienen den Vögeln aber auch zum Schutz gegen WitterungseinflĂŒsse: KĂ€lte, NĂ€sse und Hitze. Sie besitzen ein breites Farbenspektrum, das sowohl zur Tarnung gegen Feinde, als auch als Mittel der visuellen Kommunikation dient.

An dem Federkleid der Vögel können wir aber auch die vielen Arten bestimmen.

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Mittelspecht und Kohlmeise frĂŒhstĂŒcken gemeinsam. Bild: kk

Auf all diese Dinge sollten Sie einmal bei einem Naturspaziergang, am Haus oder im Garten achten. Sie werden erleben, wie schnell Sie sich mit diesen Dingen auskennen und es Ihnen riesig Spaß bereitet, je mehr Sie sich mit der Natur befassen.

Vielleicht probieren Sie es auch einmal mit der ganzen Familie und beziehen Ihre Kinder und Verwandten mit ein.

Aber auch als gute Nachbarn können Sie sich austauschen.

NatĂŒrlich brauchen Sie Ihre Beobachtungen nicht tĂ€glich bei uns melden. Es reicht wöchentlich oder monatlich oder wie Sie gerade Zeit haben.

Wie Sie an diesen Beispielen sehen, kann eine Vogelbeobachtung in der freien Natur und der frischen Luft durchweg spannend, unterhaltend und lehrreich sein. Der Vogelverein zĂ€hlt auf Sie und wĂŒrde sich ĂŒber Ihre Teilnahme riesig freuen.

Geben wir unserer Natur und ganz besonders den gefiederten Freunden ein faire Chance, in dem wir im Feld, im Garten und in den öffentlichen Anlagen kleine Flecken unberĂŒhrter Natur ein Jahr lang stehen lassen.

Sie werden sehen, dass in den kleinsten Dingen die Natur ihre allergrĂ¶ĂŸten Wunder vollbringt.

Unter diesen Telefonnummern können Sie ihre Vogelbeobachtungen melden:
06203/ 44748
06203/ 44272
06203/ 45106

Kurt Klemm“

Anmerkung der Redaktion:
Kurt Klemm ist seit seiner Jugend Mitglied im „Vogelverein“ und seit der Kommunalwahl 2009 parteiloser Gemeinderat in der Fraktion von BĂŒndnis90/Die GrĂŒnen. Von 1974-1980 war er Vorstand des Vereins. Seit 1988 ist Werner Dostal Vorsitzender des Vereins.

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Winterfeier der Vogelfreunde

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Ehrung fĂŒr Einsatz: Mitglieder des Vereins der Vogelfreunde. Bild: hblog

Guten Tag!

Heddesheim, 15. November 2009. Wenn die Vogelfreunde feiern, ist die Bude voll – im BĂŒrgerhaus gab es am Samstag fast keinen freien Platz mehr. Vogelfreundevorstand Werner Dostal hielt eine kurze Ansprache und ehrte danach Mitglieder.

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Viel MĂŒhe hatte sich das Dekorationsteam der Vogelfreunde gemacht, um das BĂŒrgerhaus fĂŒr die Winterfeier gemĂŒtlich herzurichten. Ein tolles herbstlich-winterliches BĂŒhnenbild korrespondierte mit liebevoll eingedeckten Tischen.

Der 1. Vorsitzende der Vogelfreunde, Werner Dostal, begrĂŒĂŸte die weit ĂŒber 130 GĂ€ste und bedankte sich vor allem bei den Helfern, die „unseren kleinen, aber feinen Vogelpark das ganze Jahre ĂŒber so schön halten wie er ist“ und bei allen Helfern, die fĂŒr die Feier im Einsatz waren oder Kuchen gebacken hatten.

Werner Dostal beherzigte dabei einen Spruch, den viele Redner nicht kennen: Fasse Dich kurz. Im Anschluss holte er zu ehrende Vereinsmitglieder auf die BĂŒhne: Gerd Christophel, Werner Maas, Mathias Speicher, Michael Speicher und Harald Wolf wurden fĂŒr 20 Jahre Mitgliedschaft mit der silbernen Vereinsnadel und einer Urkunde geehrt.

FĂŒr 40 Jahre Mitgliedschaft gab es eine goldene Ehrennadel, den Vereinsteller und eine Urkunde fĂŒr Roland Gerstner, der extra aus dem fernen Sankt Peter-Ording angereist war.

Ebenfalls geehrt wurden das GrĂŒndungsmitglied Hans Kippenhan ebenso wie der Filmer Robert Gerstner fĂŒr ihren engagierten Einsatz fĂŒr den Verein.

Danach wurden die Vereinsmeister 2009 fĂŒr ihre Zuchterfolge geehrt. Ende September wurden diese auf einer offenen Schau in Sulzbach durch einen unabhĂ€ngigen Schiedsrichter ermittelt. Die Vögel werden nach bestimmten Kriterien bewertet, beispielweise Haltung und Gefieder.

In der Sparte „Wellensittiche“ machte Georg Klemm den ersten Platz (zimt, hellgrĂŒn) vor Thomas Bischler (grĂŒn normal). In der Sparte Großsittiche gab es nur einen ersten Platz an Thomas Bischler (Alexandersittich, wildfarbig). In der Sparte Farbkanarien ging Platz 1 an Wolfgang Keller (Rot-B 90 Punkte) und der zweite Platz an Christopher DiVita (Fife-fancy geld, 89 Punkte). In der Sparkte Exoten gewann Jörg Landenberger (Zeresamadine). In der Sparte Cardueliden gewann ebenfalls Landenberger mit einem Hausrotschwanz.

Die reichhaltige Tombola wurde durch private sowie von Firmen gesponserte Gaben gefĂŒllt. Ein Los kostete 50 Cent. Die Bewirtung ĂŒbernahmen die PĂ€chter der KleintierzĂŒchter-GaststĂ€tte, Anita und Georg Keller.

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