Dienstag, 12. Dezember 2017

Gemeinderat beschlie├čt Satzungs├Ąnderung

Antrag auf Gemeinschaftsschule im Juni?

Heddesheim, 31. Januar 2014. (red/ld) In der kommenden Woche kommt der Schulzweckverband Hirschberg-Heddesheim zusammen, um ├╝ber die Satzungs├Ąnderung des Schulzweckverbands abzustimmen. Der Gemeinderat genehmigte gestern einstimmig die vorgeschlagene Satzung. Der Hirschberger Gemeinderat hatte bereits am Dienstag zugestimmt. Bis im Juni der Antrag auf Entwicklung der Gemeinschaftsschule gestellt werden k├Ânne, sei noch viel zu tun, sagte gestern B├╝rgermeister Michael Kessler. [Weiterlesen…]

Lehrer des Berufsschulzentrums Weinheim informierten an der Karl-Drais-Schule

Schulabschluss – was dann?

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Die Lehrkr├Ąfte Erwin Weyand, Thomas R├Âmer und Maren Mai (v.l.) informierten die Sch├╝lerinnen und Sch├╝ler des Abschlussjahrgangs der Karl-Drais-Schule ├╝ber das Berufsschulzentrum Weinheim.

 

Heddesheim/Hirschberg, 14. Januar 2014. (red/csk) Die Sch├╝ler der 10. Klassen der Karl-Drais-Werkrealschule steuern auf ihren Abschluss zu. Was kommt danach? Eine Informationsveranstaltung sollte den gut 30 Sch├╝lerinnen und Sch├╝lern helfen sich zu orientieren. Eingeladen waren Vertreter des Berufsschulzentrums Weinheim, die einen ├ťberblick ├╝ber die M├Âglichkeiten gaben, die den zuk├╝nftigen Schulabsolventen in Weinheim offen stehen. [Weiterlesen…]

Schulentwicklung noch nicht vom Tisch - komplizierte Lage

Gemeinschaftsschule im Alleingang?

Die Hirschberger B├╝rger wollen keine Gemeinschaftsschule. Heddesheim k├Ânnte sie im Alleingang entwickeln.

Die Hirschberger B├╝rger wollen keine Gemeinschaftsschule. Heddesheim k├Ânnte sie im Alleingang entwickeln.

 

Hirschberg/Heddesheim, 11. Oktober 2013. (red/ld) Theoretisch k├Ânnte Heddesheim im Alleingang eine Gemeinschaftsschule entwickeln. Nach dem „Nein“ beim Hirschberger B├╝rgerentscheid muss der Schulzweckverband Wege finden, wie es mit der Karl-Drais-Werkrealschule weitergeht. Denn die Sch├╝lerzahlen sind r├╝ckl├Ąufig. Das Verh├Ąltnis zwischen den Gemeinden ist angespannt. Ohne Ver├Ąnderung und die Kooperation der Gemeinden ist die weiterf├╝hrende Schule in Gefahr. [Weiterlesen…]

Gr├╝nen-Sprecher G├╝nther Heinisch kritisiert "wackeres Geschw├Ątz"

„Der B├╝rgerentscheid ist eine Zumutung“

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Gr├╝nen-Sprecher G├╝nther Heinisch bezeichnet den Hirschberger B├╝rgentscheid als „Zumutung“. Foto: B├╝ndnis90/Die Gr├╝nen

Heddesheim/Hirschberg, 31. August 2013. (red/gb) Der Heddesheimer Gemeinderat und Gr├╝nen-Sprecher G├╝nther Heinisch ist „erstaunt bis entsetzt“, wie Gemeinderat und B├╝rgermeister in Hirschberg zum B├╝rgerentscheid ├╝ber die Zukunft der Karl-Drais-Schule informieren und meint: „Ich beneide die Hirschberger nicht darum, ihren Politikern die Kastanien so oder so aus dem Feuer holen zu m├╝ssen.“

Gastbeitrag: G├╝nther Heinisch (B├╝ndnis90/Die Gr├╝nen)

„Als Heddesheimer bin ich mehr als erstaunt, ja entsetzt eigentlich, wie in Hirschberg so getan wird, als w├Ąre der B├╝rgerentscheid eine rein Hirschberger Angelegenheit.

Es ist schon bemerkenswert, dass die Belange meiner Gemeinde, um die es nat├╝rlich bei der Abstimmung auch geht, in der Informationsbrosch├╝re genannten Schrift auf 32 Seiten gar nicht vorkommen. Kein Wort von der einstimmigen Bef├╝rwortung durch den Heddesheimer Gemeinderat. [Weiterlesen…]

B├╝rgermeister Michael Kessler zum Hirschberger B├╝rgerentscheid

„Bildungsinvestition oder Kanalausbau“

Heddesheim/Hirschberg, 29. August 2013. (red/ld) Die Pl├Ąne die bestehende Werkrealschule zu einer Gemeinschaftsschule im Schulzweckverband mit Hirschberg weiterzuentwickeln, steht durch den Beschluss des Hirschberger Gemeinderats f├╝r einen B├╝rgerentscheid am 22. September auf dem Spiel. Der Heddesheimer Gemeinderat hatte daf├╝r gestimmt, den vor drei Jahren gegr├╝ndeten Schulzweckverband weiterzuentwickeln. Heddesheims B├╝rgermeister Michael Kessler ist von der Entscheidung des Hirschberger Gemeinderats entt├Ąuscht, blickt aber zuversichtlich der Abstimmung entgegen. [Weiterlesen…]

Sparsame Schule

Schulzweckverband beschlie├čt Haushalt

 

F├╝r die Zukunft der Karl-Drais-Schule wurde bei der gestrigen Sitzung des Schulzweckverbands nur ├╝ber den Haushalt des kommenden Schuljahres beschlossen. Heddesheim hat der Gemeinschaftsschule bereits zugestimmt. Hirschberg beschlie├čt heute das weitere Vorgehen; vielleicht auch einen B├╝rgerentscheid.

F├╝r die Zukunft der Karl-Drais-Schule wurde bei der gestrigen Sitzung des Schulzweckverbands nur ├╝ber den Haushalt des kommenden Schuljahres beschlossen. Heddesheim hat der Gemeinschaftsschule bereits zugestimmt.

 

Heddesheim/Hirschberg, 17. Juli 2013. (red/ld) Am Montag kam der Schulzweckverband der Karl-Drais-Schule und der Grund- und Werkrealschule Hirschberg/Heddesheim zusammen, um den Haushaltsbericht f├╝r das Schuljahr 2011/2012 sowie den Haushaltsplan f├╝r das kommende Schuljahr 2013/2014 zu verabschieden. ├ťber die Zukunft der Werkreal- und Grundschule wurde nicht gesprochen – zumindest nicht in der ├Âffentlichen Sitzung.
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Zukunft es Schulstandorts Heddesheim/Hirschberg

Trend zur Gemeinschaftsschule?

Heddesheim/Hirschberg/Rhein-Neckar, 31.10.2012 (red/ld) Individualisiertes Lernen k├Ânnte die Zukunft f├╝r den Schulstandort Heddesheim-Hirschberg sein. Die Gemeinden und die Eltern m├Âchten die Schule vor Ort behalten. Angesichts der sinkenden Sch├╝lerzahlen in den Werkrealschulen ist aber fraglich, ob sie in dieser Schulform lange ├╝berleben wird. Individuelles Lernen und die Umwandlung in eine Gemeinschaftsschule k├Ânnte eine Chance sein. Eltern und B├╝rger sind skeptisch.

Von Lydia Dartsch

Der Trend der geschlossenen Werkrealschulen l├Ąsst sich nicht stoppen. Endrick Ebel vom Staatlichen Schulamt in Mannheim erkl├Ąrt den etwa 40 Anwesenden am 24. Oktober in Heddesheim die Situation, wie sie ├╝berall im Land anzutreffen ist:

Unsere Versuche, die Entwicklungen aufzuhalten oder umzukehren, sind gescheitert

Von urspr├╝nglich 120 Werkrealschulen in der Rhein-Neckar-Region gibt es aktuell nur noch 80. Ebel spricht von einem Schulsterben (siehe Bericht vom 23.10.2012). Grund daf├╝r ist zum Einen der demografische Wandel, durch den die Sch├╝lerzahlen seit 30 Jahren zur├╝ckgehen.

Zum anderen verst├Ąrkt die fehlende Grundschulempfehlung diesen Trend vor allem bei den Hauptschulen. Das Schulsystem entwickle sich von einem dreigliedrigen in ein zweigliedriges Schulsystem, hat Ebel beobachtet:

Es wird versucht, m├Âglichst viele Abiturienten hervorzubringen.

So k├Ąmen 35 Prozent der Abiturienten mittlerweile aus beruflichen Gymnasien, nachdem sie zuerst eine Realschule abgeschlossen hatten. Denn immer mehr Eltern meiden die Werkrealschulen: Der Ruf der Hauptschule und Zweifel an der G├╝te der Mittleren Reife an einer Werkrealschule sind schuld daran. Zwar sollte es keinen Unterschied zwischen den Schultypen geben. Die Eltern erleben das aber anders und entscheiden sich deshalb lieber gleich f├╝r die Realschule – oder das Gymnasium. In Heddesheim-Hirschberg gilt der Trend noch nicht. Herr Ebel bef├╝rchtet aber, dass es fr├╝her oder sp├Ąter auch die Karl-Drais-Schule treffen wird und sie geschlossen werden muss.

Lieber l├Ąnger gemeinsam lernen

Auch in Hirschberg gab es einen Informationsabend f├╝r Eltern. B├╝rgermeister Manuel Just sagte auf Anfrage, dass es ihm zuerst um die Einbindung der Eltern, Sch├╝ler und Lehrer gehe. Er sei f├╝r alle M├Âglichkeiten offen, also einerseits eine Gemeinschaftsschule mit Heddesheim, aber auch ohne die Nachbargemeinde. Und es k├Ânne sich auch herausstellen, dass nur noch die Grundschule in Hirschberg verbleibt: „Wir m├╝ssen alle Optionen vern├╝nftig pr├╝fen.“ Aus seiner Sicht sei eine Gemeinschaftsschule sinnvoll, aber nicht um jeden Preis und nicht ohne solide Zukunftsaussichten. F├╝r eine Gemeinschaftsschule m├╝sse ein zuverl├Ąssiges p├Ądagogisches Konzept erarbeitet werden, eine Mindestsch├╝lerzahl sei Voraussetzung. Der Vorteil seien das l├Ąngere gemeinsame Lernen und ein Schulstandort vor Ort. An einer Gemeinschaftsschule k├Ânnten auch F├Ącher wie Latein unterrichtet werden.
Durch den Wegfall der Grundschulempfehlung habe sich die Situation grundlegend ver├Ąndert, zur Zeit gebe es gerade noch genug Sch├╝ler – aber die Tendenz sei klar, die Sch├╝lerzahlen werden schon in den kommenden Schuljahren nicht mehr f├╝r eine Werkrealschule reichen. In Hirschberg nahmen rund 50 Personen an der Informationsveranstaltung teil.

Eine Gemeinschaftsschule k├Ânnte den Schulstandort Hirschberg-Heddesheim sichern, schl├Ągt Ebel vor und berichtet aus seiner Erfahrung, dass die 42 Gemeinschaftsschulen in Baden-W├╝rttemberg gerade einen Sch├╝lerzulauf erleben. Eine Karl-Drais-Gemeinschaftsschule w├╝rde bedeuten, dass die Kinder entweder ab der ersten oder der f├╝nften Klasse bis zur zehnten Klasse zusammen auf die Schule gehen, ohne Unterschied ihres Lernniveaus. F├╝r die Sch├╝ler in Heddesheim-Hirschberg hie├če das, sie k├Ânnten dann weiter in den Gemeinden auf die weiterf├╝hrenden Schulen gehen, ungeachtet ob sie Abitur, Mittlere Reife oder den Hauptschulabschluss machen.

Jedes Kind soll den bestm├Âglichen Abschluss erreichen, findet Ebel. Zwar gibt es weder Noten, noch bleiben Kinder sitzen. Es finden aber Leistungskontrollen statt, um festzustellen, wie schnell die Sch├╝ler in dem jeweiligen Fach vorankommen. Entsprechend ihrer Leistungen w├╝rden sie dann gef├Ârdert und sich in den letzten Schuljahren gezielt auf einen Abschluss vorbereiten. Nach der zehnten Klasse wechseln die Abitursch├╝ler in die zehnte Klasse des Gymnasiums und machen dort ihr (neunj├Ąhriges) Abitur.

Lieber lernen durch Erfolgserlebnisse

Alle Sch├╝ler werden individuell gef├Ârdert. Sie gehen gemeinsam in eine Klasse ungeachtet ihres Lernniveaus. Rektor Jens Drescher hat auch schon eine Idee, wie das aussehen k├Ânnte. So hat er sich Anregung von der Schule B├╝rglen, in der Schweiz, geholt, die ihre Sch├╝ler seit einiger Zeit in Lernb├╝ros unterrichtet. Der Film „Individualisierung – das Geheimnis erfolgreicher Schulen“ von Reinhard Karl zeigt wie es dort zugeht: Dort werden die Sch├╝ler angeleitet, selbst├Ąndig zu lernen, ohne den traditionellen Frontalunterricht.

Wer Fragen hat, kann Lehrer ansprechen oder Mitsch├╝ler und sich den Stoff erkl├Ąren lassen. In dieser „Lernlandschaft“, wie es die Schule nennt, arbeiten 64 Sch├╝ler und 4 Lehrer gemeinsam an dem Stoff. Die Lehrer im Film zeigen sich begeistert, die Kinder lernten Selbst├Ąndigkeit und k├Ąmen mit der Arbeitsatmosph├Ąre gut klar. Es gebe weniger St├Ârer und auch au├čerhalb der Schule weniger Randalierer.

Ein Lernb├╝ro gibt es auch schon an der Karl-Drais-Schule. Er habe damit bisher gute Erfahrungen gemacht, erkl├Ąrt Rektor Drescher und erkl├Ąrt die Idee dahinter. Das bestehende System frustriere die Sch├╝ler. Jeder Sch├╝ler habe in der gleichen Zeit den gleichen Stoff zu lernen, sonst bleibt er sitzen und muss schlie├člich ein Schulniveau nach unten wechseln. Das Gef├╝hl, an dem Lernstoff und der Schule zu versagen, frustriere und macht ihnen keine Lust, zu lernen. Au├čerdem vernachl├Ąssige das bestehende System, dass Sch├╝ler unterschiedliche F├Ącher unterschiedlich schnell lernen:

Das Kind kommt beispielsweise in Englisch gut mit, hat aber Schwierigkeiten in Mathe.

Die Kinder haben Erfolgserlebnisse in der Gemeinschaftsschule und sieht Rektor Drescher eine bessere Chance – f├╝r alle Sch├╝ler:

Lernen funktioniert nur durch Erfolg.

Das st├Ąrke das Selbstwertgef├╝hl der Sch├╝ler und ihre Motivation in die Schule zu gehen. Erste Schritte habe er bereits gemacht sagt er und zeigt sich begeistert von seinen Erfahrungen mit dem Lernb├╝ro. Darin plane jeder Sch├╝ler seine Lernziele individuell mit den Lehrern. Gleichzeitig finde eine kontinuierliche Elternberatung statt, in der die Lehrer R├╝ckmeldung ├╝ber die individuelle Lern- und Leistungsentwicklung ihrer Sch├╝ler geben.

Versuchslabor Kind?

Gemurmel ist aus den Reihen der Eltern zu h├Âren, als Drescher und Ebel vorschlagen, die Karl-Drais-Schule zur Gemeinschaftsschule umzuwandeln, mit Grundschule oder ohne. „Versuchslabor Kind“, ist als Kommentar zu h├Âren. Die Anwesenden fragen nach:

  • Wie ist es mit der Lehrerausbildung?
  • Welche Lehrer unterrichten?
  • Richtet sich die Lehrerabdeckung nach den Grundschulepfehlungen?
  • Gibt es dann eine Bestandsgarantie f├╝r die Gemeindeschule?
  • Was sind die Alternativen?

„Alles andere ist besser als so, wie es jetzt ist. Ich wei├č nicht, wie sie es umsetzen wollen“, sagt Andrea Robers, Elternbeir├Ątin. Eine andere Mutter ist begeistert:

Ich sehe das als Chance. Ich bin ein gro├čer Freund von gemeinsamen Lernen.

Aber auch skeptische Stimmen sind zu h├Âren: „Wir brauchen noch mehr Informationen. Wir k├Ânnen uns das kaum vorstellen, wie das funktioniert“, findet eine Besucherin und eine andere berichtet:

Mein Enkel macht gar nichts selbst├Ąndig. Den muss man immer erst anschubsen, damit er was macht.

Die Werkrealschule ist „angez├Ąhlt“

Es m├╝ssen Lehrer aller Schulen an einer solchen Gemeinschaftsschule unterrichten, antwortet Ebel. Um den Bedarf an Lehrern zu decken, w├╝rden Stellen ausgeschrieben und die bestehenden Lehrer k├Ânnten in Fortbildungen an der neuen Lehrmethode ausgebildet werden. Bisher seien die Reaktionen von Lehrern und Eltern auf den Vorschlag gemischt, berichtet Drescher. F├╝r die Option, an dem bestehenden festzuhalten, sieht Ebel aber keine Zukunft:

Wenn gen├╝gend Sch├╝ler angemeldet werden, geht das. Noch ist das zwar der Fall. Aber meine Erfahrung zeigt, das hat keinen Sinn.

Eine Entscheidung ob die Gemeinschaftsschule kommt, soll es erst im Herbst 2013 geben. „Um die weiterf├╝hrenden Schulen am Ort zu behalten, muss man sich fr├╝h auf den Weg machen, um ein Alleinstellungsmerkmal zu haben“, erkl├Ąrt Ebel. Dazu m├╝ssen sich Eltern, Lehrer und die Stadt zuerst einigen und einen Antrag f├╝r die Gemeinschaftsschule stellen. Dann brauche es etwa zwei Jahre Entwicklungszeit.

Im November soll daher zun├Ąchst eine Besichtigungsfahrt an eine bestehende Gemeinschaftsschule stattfinden. Im Fr├╝hjahr 2013 soll die Diskussion dann in die hei├če Phase ├╝bergehen und im Herbst zu einer Entscheidung aller Beteiligten f├╝hren. Rektor Drescher hofft auf die Gemeinschaftsschule und auf Leben in den Schulg├Ąngen:

Es tat mir als Schulleiter weh, als ich vor den Sommerferien durch die G├Ąnge gelaufen bin, und diese g├Ąhnende Leere gesehen habe.

Problemfall Hauptschule

Immer mehr Haupt- und Werkrealschulen schlie├čen sich mit anderen Schulen zusammen

├ťberall im Kreis stehen Hauptschulen vor dem Aus oder eine Fusion oder…. Die fr├╝here Johannes-Kepler-Schule wurde unter der CDU-Regierung zu einer gemeinsamen Werkrealschule Karl-Drais mit Heddesheim und Hirschberg. Was aktuell unter Gr├╝n-Rot aus der Schule wird, ist unklar. Vielleicht einfach nur Geschichte.

 

 

Rhein-Neckar, 23. Oktober 2012. (red/ld) Abstellgleis Hauptschule – Aufstiegsgarant Gymnasium? Mit der Abschaffung der verpflichtenden Grundschulempfehlung bleiben den Haupt- und Werkrealschulen in der Region die Sch├╝ler weg. Wenn auch im jahrgangs├╝bergreifenden Unterricht keine Klasse mehr zusammen kommt, bleibt nur noch, sich mit einer Nachbargemeinde zusammen zu schlie├čen: Heddesheim und Hirschberg haben es schon getan, Edingen-Neckarhausen und Ilvesheim haben sich mit Ladenburg zusammengeschlossen. Am Ende des laufenden Schuljahres wird sich die Weinheimer Karrillonschule mit dem Dietrich-Bonhoeffer-Schulzentrum zusammen schlie├čen.

Von Lydia Dartsch

Je h├Âher der Schulabschluss, desto besser die Job- und Ausbildungschancen. Diese Rechnung geht f├╝r viele Eltern und ihre Kinder auf. Entsprechend bange warteten sie bisher auf die Zeugnisse der vierten Klasse:

Blo├č nicht auf die Hauptschule!,

war f├╝r viele die Hoffnung. Seit diesem Schuljahr k├Ânnen Eltern und Sch├╝ler frei w├Ąhlen und sie w├Ąhlen vermehrt die h├Âheren Abschl├╝sse, wie die Mittlere Reife oder das Abitur. F├╝r die Haupt- und Werkrealschulen ist das ein gro├čes Problem: Ihnen fehlen die Sch├╝ler, um noch Klassen bilden zu k├Ânnen. 28 Sch├╝ler sind die Mindestvoraussetzungen f├╝r eine Klasse. Reichen die Sch├╝ler eines Jahrgangs daf├╝r nicht aus, k├Ânnen die Schulen noch zwei Jahrg├Ąnge zusammen legen, die dann gemeinsam unterrichtet werden. Doch in vielen Gemeinden in der Region gibt es auch f├╝r diese L├Âsung nicht gen├╝gend Sch├╝ler.

„Es ist ein Schulsterben. Das will niemand wahrhaben.“

Schulen zusammenschlie├čen bleibt die letzte L├Âsung f├╝r das Problem. In den Gemeinden werden Schulen ganz geschlossen:

Das ist eindeutig ein Schulsterben,

schildert Endrik Ebel vom Staatlichen Schulamt in Mannheim, das wolle nur niemand wahrhaben. Allein in Heidelberg ist die Zahl der Haupt- und Werkrealschulen in den letzten zehn Jahren von vier auf zwei gesunken. In den letzten Jahren haben sich Edingen-Neckarhausen und Ilvesheim mit der Werkrealschule Unterer Neckar in Ladenburg zusammengeschlossen. Die Sch├╝ler aus Heddesheim m├╝ssen seit einiger Zeit nach Hirschberg (und umgekehrt) zum Unterricht fahren und ab n├Ąchstem Herbst gehts f├╝r die Sch├╝ler der Karillon-Schule zum Unterricht ins Dietrich-Bonhoeffer-Schulzentrum. Das hatte die Stadtverwaltung im Juli bekannt gegeben.

R├╝ckl├Ąufig sind die Sch├╝lerzahlen zwar schon seit 30 Jahren. An den Hauptschulen wird der R├╝ckgang nun auch durch die Abschaffung der Grundschulempfehlung verst├Ąrkt. Die Entscheidung zur Zusammenschlie├čung von Schulen treffe der Schultr├Ąger, erkl├Ąrt David Hager-Mann, Leiter des Staatlichen Schulamtes: „Das ist ein organischer Vorgang. Wenn einer den Eindruck hat, dass es so nicht mehr weiter geht, spricht man miteinander.“ Meistens suche die Schule das Gespr├Ąch mit der Gemeinde.

H├Âherer Abschluss = bessere Jobchancen?

Der Grund f├╝r die Wahl der Eltern ist die Angst der Eltern, ihre Kinder mit einer Anmeldung an der Hauptschule auf das soziale Abstellgleis zu rangieren. Ebel sieht darin eine Begleiterscheinung einer sich entwickelnden Wissensgesellschaft:

In den L├Ąndern der Wissensgesellschaft streben die Eltern f├╝r ihre Kinder m├Âglichst hohe Bildungsabschl├╝sse an. Die meisten schaffen das auch.

Zumindest in den Nachbarl├Ąndern sei das der Fall. Das gegliederte Schulsystem in Deutschland aber versch├Ąrft die Bedingungen f├╝r den sozialen Aufstieg: „Da werden die Qualifikationen schon sehr fr├╝h sichtbar. Die Kinder werden schon von vorneherein abgestempelt. Das f├╝hrt zu gesellschaftlicher Ungleichheit.“

Doch nicht jeder, der in der f├╝nften Klasse aufs Gymnasium geht, bekommt auch das Abitur: „Wenn das Kind nicht mit dem Stoff mitkommt, geht es runter von der Schule“. erkl├Ąrt Ebel: Vom Gymnasium auf die Realschule, von der Realsschule auf die Hauptschule. Die ├╝brigen Haupt- und Werkrealschulen k├Ânnten sp├Ątestens dann an ihre Grenzen sto├čen: „Wenn es keine Hauptschulen mehr gibt, wird es lustig“, meint Ebel.

Bessere M├Âglichkeiten an Gemeinschaftsschulen

An Gemeinschaftsschulen k├Ânnten Kinder individuell gef├Ârdert werden, ist sich Ebel sicher. Das ist im bestehenden Schulsystem nicht m├Âglich: „Die Kinder lernen in unterschiedlichen F├Ąchern auf unterschiedlichen Niveaus“, erkl├Ąrt Ebel. Gemeinschaftsschulen k├Ânnen diese Niveauunterschiede auffangen und „aus m├Âglichst vielen Sch├╝lern m├Âglichst viel herausholen“, wie es Ebel sieht. Das wollen auch die Eltern. So verzeichnet die bisher einzige Gemeinschaftsschule der Region in Bammental seit f├╝nf Jahren einen bemerkenswerten Sch├╝lerzuwachs: „Dort haben sich die Sch├╝lerzahlen verdreifacht“, zeigt sich Ebel begeistert. Dort h├Ątten die Eltern gemerkt, dass individualisiertes Lernen m├Âglich sei, „und das, obwohl sie nur eine Werkrealschule sind“, so Ebel.

Wie geht es weiter mit den Werkrealschulen? ├ťber die Zukunft des Standorts Heddesheim informiert die Gemeinde heute Abend in der Aula der Karl-Drais-Schule. In Weinheim wird der Zusammenschluss der Schule voran gehen. Die Schulleitung hat bisher nicht auf unsere Anfrage reagiert.

Geprothmannt: Schulpolitik muss zukunftsorientiert debattiert werden

Die Ganztagesschule muss kommen – aber sie ist trotzdem ein Problem

Rhein-Neckar, 01. Oktober 2012. (red) Alles sch├Ân und gut. Die Forderung nach einer Ganztagesschule ist richtig, aber trotzdem problematisch. Aktuell wurde im Ladenburger Gemeinderat ├╝ber die Einf├╝hrung der Ganztagesschule an der dortigen Werkrealschule diskutiert – aber die Debatte wird auch in anderen Gemeinden unseres Einzugsgebiet laufen. Und vermutlich St├╝ckwerk bleiben. Weil immer nur kurzfristig geplant wird und niemand den Mut aufbringt, mal zehn oder sogar 20 Jahre nach vorne zu schauen. Oder auch mal zur├╝ck.

Kommentar: Hardy Prothmann

Dieser Beitrag kommt ohne Zahlen aus, weil es nicht um Erbsen z├Ąhlen gehen soll, sondern um einen Aufruf zu einer weitsichtigen Debatte, die leider nicht stattfindet.

Baden-W├╝rttemberg ist unbestritten ein guter Schulstandort. Aber die Zeiten ├Ąndern sich. Mit ihnen die Menschen und die Bedingungen, unter denen sie miteiander leben. Deswegen beginne ich auch mit einem Sprung zur├╝ck.

Ich bin 1966 geboren und bin nach der vierten Klasse in Frankenthal aufs Gymnasium gegangen. Mit ein paar Freunden. Andere Freunde wechselten auf die Reals- oder Hauptschule. F├╝r die Freundschaften war das weitgehend unbedeutend. Um 13:00 Uhr l├Ąutete es, ich war um 14:00 Uhr mit Essen und meist auch mit Hausaufgaben fertig, sp├Ątestens um drei ging es raus: Kicken, Rad fahren, Schwimmen gehen, Bl├Âdsinn machen, Vereinstraining. Mit meinen Freunden und anderen Kindern. Beim Abendessen war ich oft todm├╝de, weil ausgepowert.

Gemeinsamkeit

Mit einigen meiner Freunde bin ich unabh├Ąngig vom Schulabschluss und der sp├Ąteren beruflichen „Laufbahn“ immer noch gut befreundet. Die einen arbeiten als Handwerker, andere in Heilberufen ohne ├ärzte zu sein, es gibt H├Ąndler und Dienstleister unter ihnen. Alles feine Leute, die teils mal richtig ordentlich mehr Geld verdienen als ich. Und die oft um einiges weniger arrogant sind als die, die sich f├╝r die Elite halten.

├ťberhaupt diese ganze leidige Elitendiskussion: Wenn ich einem Kumpel einen franz├Âsischen Text ├╝bersetzt habe oder die Inschriften auf alten Denkm├Ąlern lesen und verstehen konnte, wusste ich, dass ich mehr wei├č als mein Hauptschulfreund. Na und? Daf├╝r konnte der flitzeflink sp├Ąter Ma├če und Winkel berechnen, wusste immer, wo gerade die besten Preise f├╝r was auch immer waren. Das erg├Ąnzt sich bis heute.

Zusammen, statt getrennt

Hardy Prothmann (45) fordert mehr Weitblick bei der Schulpolitik.

Damit bin ich beim Kern der Debatte: Vor meiner Zeit wurden Jungs und M├Ądchen getrennt. Auch zu meiner Zeit wurden wir Kinder getrennt. Gemeinsames Lernen gab es nicht. Aber wir hatten neben der Schule viel Zeit f├╝r Gemeinschaft. Heute werden die Kinder auch getrennt, aber durch die Lebenssituation vieler Eltern brauchen sie eine l├Ąngere Betreuung. Sicher sind auch die Anforderungen in der Schule gestiegen, also auch l├Ąnger Schule.

Ich habe zwei Kinder. Der Sohn hat gerade nach dem achtj├Ąhrigen Gymnasium Abitur gemacht, die Tochter besucht die 8. Klasse. Die kennen keine Haupt- und Realsch├╝ler mehr. Nicht wegen Elitegedanken – ich achte drauf, dass sie bewusst bescheiden bleiben -, sondern weil sie keine Zeit haben. Morgens um sechs Uhr aufstehen, Schule bis um 16-17:00 Uhr. Dann noch Hausaufgaben machen, lernen, etwas Sport und etwas Musik. Damit ist der Tag rum. Ab und an treffen sich „beste Freundinnen“ und das ist nat├╝rlich jemand aus der Klasse. Andere Kinder bekommen sie ja nicht zu Gesicht.

Diese Trennung der Kinder f├╝hrt auch irgendwann zu einer Trennung der Gesellschaft. Gymnasiasten wissen nicht wie Realsch├╝ler ticken und die nicht, wie Hauptsch├╝ler so als Menschen sind. Falsche Elitendebatten f├╝hren zu falschen Selbstbildern bei den „Besten“ wie bei denen, die es „halt nicht geschafft haben“. Und vor allem CDU, SPD und FDP hei├čen diese heillosen Debatten auch noch an. Christliche Verbundenheit, soziales Miteinander oder freies F├╝reinander f├Ąllt diesen „politischen Eliten“ nicht mehr ein. Und umgekehrt kriegen die Gr├╝nen Pickel, wenn jemand Elite sagt, obwohl man die ganz sicher ebenso braucht wie den soliden Handwerker.

Der Schultyp der Zukunft, der auch den Gemeinsinn der Menschen st├Ąrkt und der gesellschaftlichen Situation Rechnung tr├Ągt ist die gemeinsame Ganztagsschule. Damit die nachwachsenden Generationen auch f├Ąhig sind, gemeinschaftlich zu denken. Und ├╝bereinander Bescheid wissen. Nat├╝rlich geh├Ârt auch Inklusion dazu.

Und man muss die Sportvereine in die Ver├Ąnderungen ebenso mit einbeziehen wie Musikschulen. Wenn die Ganztags-Werkrealschule kommt, werden die Vereine erneut Kinder und Jugendliche verlieren. Ganz einfach aus dem Grund, dass nicht alle auf ein Mal im Zeitfenster 17:00-19:00 Uhr auf demselben Platz kicken oder diesselbe Halle belegen k├Ânnen.

Alle m├╝ssen zusammenr├╝cken

Fr├╝her ging man nach der Schule in den Sportverein. „Nach der Schule“ ist heute sp├Ąter Nachmittag oder fr├╝her Abend. Also m├╝ssen die Vereine in die Schulen, ebenso die Musikschulen.

Das wird ein gewaltiger Umbau – denn daf├╝r muss vieles neu gedacht werden. Von Geb├Ąuden, ├╝ber Pl├Ątze, ├╝ber Mittel bis hin zur Organisation. In vielen Gemeinden reichen die Hallenkapazit├Ąten nicht mehr aus. Nicht weil die von morgens bis abens belegt sind, sondern weil immer mehr Anspruch auf diesselben Zeitfenster erheben. Wo soll das hinf├╝hren? Dass jeder 10.000-Einwohner Ort vier Hallen und zwei Kunstrasenpl├Ątze hat?

Man muss nicht nur gesellschaftlich die Schulen neu denken, sondern auch wirtschaftlich. Denn bekanntlich fehlt es an Geld zur Unterhaltun und es wird weniger Kinder geben. Ob man sich diesen Luxus, drei Schulsysteme mit entsprechenden Verwaltungen noch wird leisten k├Ânnen, ist heute schon fraglich. Hinzu kommt der Sch├╝lerverkehr, denn die wenigstens laufen nach der Grundschule in eine weiterf├╝hrende Schule.

Was die Hauptsch├╝ler schon mitmachen mussten, Zusammenlegungen, Werkrealschulreform, erneute Zusammenlegung, jetzt Ganztagsschule wird auch auf die anderen Schultypen zukommen. Gymnasien f├╝hren teils wieder die 9-j├Ąhrigen Z├╝ge nach der G8-Reform ein oder bieten beide Z├╝ge an. Die Realschulen haben „Sorge“, dass ihre „Homogenit├Ąt“ durch Hauptsch├╝ler gest├Ârt wird, da der Wegfall der Schulempfehlung nun Kindern die Realschule erlaubt, die sonst auf der Hauptschule gelandet w├Ąren. Und die Hauptschulen, neudeutsch Werkrealschulen, m├╝ssen bangen, ob sie ├╝berleben k├Ânnen.

Man k├Ânnte das Durcheinander auch als „lebendig“ bezeichnen. Tats├Ąchlich wei├č ich aus vielen Gespr├Ąche mit Eltern und Kindern, dass es als chaotisch begriffen wird. Eine „neue Ordnung“ kann nicht mehr Schaden anrichten als das verkorkste Herumexperimentieren der vergangenen Jahre.

Werkrealschule Hirschberg/Heddesheim hei├čt nun Karl-Drais-Schule


Guten Tag!

Hirschberg/Heddesheim, 18. Februar 2011. Die Martin-St├Âhr-Grund- und Hauptschule und die Johannes-Kepler-Schule werden nach der Zusammenlegung zur Grund- und Werkrealschule Hirschberg/Heddesheim k├╝nftig „Karl-Drais-Schule“ hei├čen. Der Beschluss fiel nicht einstimmig.

Die beiden B├╝rgermeister Manuel Just (Hirschberg) und Michael Kessler (Heddesheim) stellten in der gestrigen Sitzung des Schulzweckverbands die Beratungen in den Gemeinder├Ąten dar.

Aus Sicht der Drais-Bef├╝rworter wurde argumentiert: Ein Erfinder passe besser zu einer Werkrealschule, Drais sei auch bei Sch├╝lerinnen und Sch├╝lern bekannt, es gebe einen Bezug zur Region und zum Aspekt Technik. Peter Johe (Freie W├Ąhler Hirschberg) fand den Namen Domin eher passend f├╝r ein Gymnasium.

Die Heddesheimer Gr├╝nen Kurt Klemm, Andreas Schuster, sowie die GLH-Gemeinder├Ątin Birgit Knoblauch und die Heddesheimer SPD-Gemeinder├Ątin Karin Hoffmeister-Bugla argumentierten und stimmten hingegen f├╝r Hilde Domin: Eine Frau w├Ąre gut um, die Rolle der Frauen zu st├Ąrken. Au├čerdem w├Ąre ein Bezug zur Zeit des Nationalsozialismus und der Verfolgung von Menschen gegeben, ein Thema, dass derzeit in der Region eher stiefm├╝tterlich behandelt werde. Drais hingegen sei h├Ąufig vertreten und deshalb etwas abgegriffe und zu naheliegend.

Der Hirschberger Gemeinderat hatte sich vor dem Heddesheimer Gemeinderat auf den Namen Drais in nicht-├Âffentlicher Sitzung festgelegt, w├Ąhrend der Heddesheimer Gemeinderat mehrheitlich den Namen Domin pr├Ąferiert hat, aber auch Drais aufgeschlossen gegen├╝ber stand.

Acht Gemeinder├Ąte stimmten dann f├╝r Drais, vier f├╝r Domin. Die B├╝rgermeister, die nur „einig“ Entscheidungen f├╝r den Verband treffen k├Ânnen, stimmten dann f├╝r die Benennung in Karl-Drais-Schule.

Insgesamt gab es 85 Namensvorschl├Ąge aus der Bev├Âlkerung. Die „Namensgeber“ f├╝r Drais d├╝rfen sich ├╝ber einen 100-Euro-Einkaufsgutschein freuen, f├╝r Hilde Domin gibt es einen Gutschein im Wert von 75 Euro und f├╝r den drittplatzierten Namen „Loki-Schmidt-Schule“ einen im Wert von 50 Euro.

Auch eingesandt Logo-Vorschl├Ąge werden pr├Ąmiert – auch wenn sie nicht zum Einsatz kommen.

Karl Drais. Quelle: wikipedia

Zur Person:
Wikipedia: Karl Drais wurde am 29. April 1785 in Karlsruhe geboren und ist dort auch am 10. Dezember 1851 gestorben.

Neben seiner T├Ątigkeit als „Erfinder“ gibt es auch „politische Verwicklungen“, wie man im Online-Lexikon nachlesen kann:
„Zu DraisÔÇÖ Erfindungen geh├Âren ein Klavierrekorder, der Tastendr├╝cke auf Papierband aufzeichnet; 1821 die erste Tastenschreibmaschine f├╝r 25 Buchstaben (1829 weiterentwickelt zur Schnellschreibmaschine mit 16 Tasten sowie erstmals mit Lochstreifen); ein Holzsparherd mit fr├╝hester Kochkiste.

DraisÔÇÖ bedeutendste Erfindung ist der Vorl├Ąufer des Fahrrads die Laufmaschine oder Draisine. Mit ihr wurde zum ersten Mal das Zweiradprinzip, die Bewegung eines Fahrzeugs mit zwei R├Ądern auf einer Spur, verwirklicht.“

„Nachdem das Oberhofgericht Mannheim unter Vorsitz von DraisÔÇÖ Vater den Burschenschafter und Kotzebue-M├Ârder Karl Ludwig Sand zum Tode verurteilt hatte, begannen die Anh├Ąnger des kurz darauf Hingerichteten, Drais wegen des Urteils des Vaters zu verfolgen. Deshalb wanderte er f├╝r ein paar Jahre als Geometer nach Brasilien aus.

Nach seiner R├╝ckkehr und dem Tod des Vaters wollte man ihm seine Erfinderpension k├╝rzen, wogegen er erfolgreich prozessierte. Darauf wurde er das Opfer von Privatrache des unterlegenen gegnerischen Anwalts. Man inszenierte eine Kneipenschl├Ągerei mit Konsequenzen.

Daraufhin verlor er seinen Kammerherrenstatus, das hei├čt, er wurde bei Hofe nicht mehr vorgelassen. Nachdem er sich ├Âffentlich als Demokrat ge├Ąu├čert hatte, entging er 1838 nur knapp einem Mordanschlag und zog nach Waldkatzenbach im Odenwald.“

Einen sch├Ânen Tag w├╝nscht
Die Redaktion

Hinweis der Redaktion:
Wir verlinken auf andere Quellen, darunter auf Wikipedia, weisen aber ausdr├╝cklich darauf hin, dass von uns nicht gepr├╝fte Informationen fehlerhaft sein k├Ânnen.

Gastbeitrag: „Dagegen“ w├Ąr wohl besser gewesen!

Guten Tag!

10. Februar 2011. Der Heddesheimer Gemeinderat Uli Kettner kommentiert den Beschluss der Landesregierung, den Werkrealschulabschluss nun doch auch f├╝r kleine Hauptschulen m├Âglich zu machen.

Von Ulrich Kettner

Auch kleine Hauptschulen d├╝rfen k├╝nftig den Werkrealschluss anbieten!

Gemeinderat Ulrich Kettner. Foto: privat

So lie├č es Kultusministerin Schick k├╝rzlich verk├╝nden. Bis dahin galt, dass zuk├╝nftig nur noch solche Schulen den WRS- Abschluss anbieten d├╝rfen, die auf Dauer zweiz├╝gige Klassenf├╝hrung gew├Ąhrleisen k├Ânnen.

Dies hat im L├Ąndle f├╝r viel Wirbel gesorgt, CDU und FDP bekamen den Zorn der Betroffenen zu sp├╝ren und haben nun kurz vor der Landtagswahl eingelenkt. Auch weil das Verwaltungsgericht dem Ministerium unklare Formulierung attestiert hat und bei konsequenter Durchf├╝hrung verlorene Prozesse drohen.

Dumm da stehen jetzt all die Kommunen, die es besonders eilig hatten und die Zusammenlegung von Hauptschulen bereits beschlossen und umgesetzt haben.

Dumm da stehen also besonders wir in Heddesheim und Hirschberg.

Vorauseilend und vermeintlich weitsichtig wurde im letzten Jahr die Zusammenlegung der Schulen in Hirschberg und Heddesheim von den Verwaltungen empfohlen und den Gemeinderatsgremien mehrheitlich beschlossen.

Wer wie wir Gr├╝ne dagegen war, musste sich den Vorwurf gefallen lassen, den Schulstandort zu gef├Ąhrden. Da halfen auch gute Argumente nichts.

Unser Antrag auf Bestandschutz wurde im Heddesheimer Gemeinderat mit 15:7 abgelehnt (auch von der SPD) und die Zusammenlegung mit viel Arbeit und Schwierigkeiten f├╝r Schulleitungen und Verwaltungen durchgezogen, damit schon im laufenden Schuljahr die neue Schule an den Start gehen konnte.

Die Namensfindung steht noch aus.

Ob der Zulauf zu der neuen alten Schulform die Erwartungen erf├╝llt, bleibt h├Âchst zweifelhaft. Der Trend zu den anderen weiterf├╝hrenden Schularten ist ungebrochen. Die neue WRS ist und bleibt ein Spar- und Auslaufmodell.

Wozu also die Hektik? Zum Wohle unserer Sch├╝ler? Um das ungeliebte Thema m├Âglichst schnell vom Tisch zu haben und sich anderen, wichtigeren Themen (Pfenning) zuwenden zu k├Ânnen?

Auch da wurden gute Argumente gegen die Ansiedlung ignoriert. Die Folgen wird die Zukunft zeigen.

Die CDU f├Ąhrt ihre Propaganda-Kampagne gegen „Die-Dagegen-Partei“ mangels eigener Zukunftskonzepte.

Am Beispiel des traurigen Spiels um die WRS zeigt sich, wie wichtig „dagegen“ ist, wenn fragw├╝rdige Entscheidungen voreilig und undurchdacht durch die Gremien gedr├╝ckt werden. Zu ├Ąndern ist daran wohl jetzt nichts mehr.

Es sei denn, der W├Ąhler entscheidet sich im M├Ąrz f├╝r einen l├Ąngst f├Ąlligen Wechsel auch in der Schulpolitik und f├╝r echte Reformen mit l├Ąngerem gemeinsamem Lernen und Investitionen zugunsten individueller F├Ârderung f├╝r alle Sch├╝ler.

Anmerkung der Redaktion: Ulrich Kettner ist Gemeinderat der Fraktion B├╝ndnis90/Die Gr├╝nen im Heddesheimer Gemeinderat.

Artikel auf dem heddesheimblog zu Werkrealschule
Artikel auf dem hirschbergblog zu Werkrealschule

Landtagswahl: Sckerl beherrscht die Debatte


Guten Tag!

Hirschberg, 19. Januar 2011. Am Montagabend diskutierten die vier Landtagskandidaten von CDU, B├╝ndnis90/Die Gr├╝nen, SPD und FDP ihre Positionen auf Einladung der Freien W├Ąhler.

Ein spannender Termin. Ein anstrengender Termin ├╝ber fast drei Stunden. Anstrengend f├╝r das Podium und f├╝r die rund 70 G├Ąste.

Mit Fakten, Zahlen, Behauptungen, Zur├╝ckweisungen, Anklagen, Polemiken und Versprechen. Es ist Wahlkampf. Die Top-Themen waren nur vordergr├╝ndig Stuttgart21 und die Schulpolitik.

Das echte Top-Thema, das zur Zeit das Land bewegt, ist die innere Verfassung der Politik(er) und der B├╝rger und wer ├╝ber was bestimmt.

Von Hardy Prothmann

Von links nach rechts sitzen am Podium die aktuellen Abgeordneten und Kandidaten Dr. Birgit Arnold (FDP), Gerhard Kleinb├Âck (SPD), Hans-Ulrich Sckerl (B├╝ndnis90/Die Gr├╝nen) und Georg Wacker (CDU). In der Mitte sitzt Volker Barzyk, stellvertretender Vorsitzender der Freien W├Ąhler und Moderator der Runde.

Bilder f├╝r die Presse.

Die Spannung ist zum Greifen.

Vor dem Podium sitzen rund 70 B├╝rger. Man merkt w├Ąhrend der Wortbeitr├Ąge am Verlauf des Beifalls und der Kommentare, wer f├╝r wen ist. Es sind viele „Gr├╝ne“ da. Nat├╝rlich viele Freie W├Ąhler. Einige CDU oder SPD-Anh├Ąnger und ein paar f├╝r die FDP.

Auch im Publikum ist die Spannung zum Greifen.

Der Ortstermin hat Charme. Denn die Freien W├Ąhler – die st├Ąrkste „kommunalpolitische Kraft“ im Land – d├╝rfen als „objektiv“ gelten, weil sie (noch) nicht mit eigenen Kandidaten am Landtagswahlkampf teilnehmen. Aber sie sind so abh├Ąngig wie alle anderen von den Entscheidungen in Stuttgart – das relativiert die „Objektivit├Ąt“.

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Volker Barzyk, Moderator

Die vordergr├╝ndige Neutralit├Ąt ist torzdem eine gute Voraussetzung f├╝r eine interessante Debatte im Feuerwehrhaus Gro├čsachsen.

Selbst wenn man wei├č, dass die Freien W├Ąhler noch als „eher dem b├╝rgerlichen Lager zugeneigt“ gelten d├╝rften. Unabh├Ąngig von einer Parteifarbe gilt die Realit├Ąt der Entscheidungen in Stuttgart genauso unmittelbar f├╝r sie wie f├╝r die Parteifraktionen vor Ort. Und die Freien W├Ąhler wissen auch in der wohlhabenden Gemeinde Hirschberg, dass die Landespolitik zu oft zu sehr zu Lasten der Kommunen geht.

Kr├Ąftemessen.

Moderator Barzyk beginnt unter Missachtung der „Farbenlehre“ von ihm aus rechts gesehen, vom Publikum aus links, aber korrekt nach dem Alphabet und erteilt Frau Arnold das Wort.

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Dr. Birgit Arnold, FDP

„Ich sehe eine sehr positive Entwicklung. Vor der Schlichtung waren 54 Prozent der B├╝rger gegen Stuttgart21, danach waren 54 Prozent daf├╝r. Das hat sich umgedreht.“ Sie ist „entt├Ąuscht ├╝ber den Umgang der Gr├╝nen mit dem Schlichterspruch“: „Das ist politisch unterm Strich unglaubw├╝rdig“, sagt sie. Sie sagt nat├╝rlich noch viel mehr, aber das ist die Kernbotschaft: „Stuttgart21 wird gebaut. Auch, wenn den Leuten vorgegaukelt wird, dass sich was ├Ąndern w├╝rde.“

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Gerhard Kleinb├Âck, SPD

Herr Kleinb├Âck sagt: „Die SPD hat in der Debatte um Stuttgart21 nur wenig stattgefunden.“ Er informiert, dass die Mehrheit der SPD f├╝r Stuttgart21 sei, er selbst aber dagegen und sagt: „Ich empfehle dringend, den Protest der B├╝rger wahrzunehmen. Viele Abgeordnete haben mit Beginn der Bauma├čnahmen gehofft, dass der Protest abnimmt.“ Und er behauptet: „Wir haben die M├Âglichkeit f├╝r einen Volksentscheid er├Âffnet.“

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Uli Sckerl, B├╝ndnis90/Die Gr├╝nen

Hans-Ulrich Sckerl sagt: „Die Schlichtung war gut und richtig. Es kann aber nicht sein, dass ein Mann einen Spruch verk├╝ndet und alle haben sich zu f├╝gen. Nur ein Volksentscheid bringt eine Befriedung. Dem w├╝rden wir uns unterwerfen. So gute Demokraten sind wir allemal.“ Und: „Frau Arnold, ich halte nichts davon, dass Sie unseren Rechtsexperten diffamieren und ihren ├╝ber den Klee loben. Wenn man es politisch will, findet man eine L├Âsung.“

„Stuttgart21 ist ein Projekt, dass f├╝r alle Menschen von Vorteil sein wird,“, sagt Georg Wacker als letzter in der ersten Runde: „Sonst wird Baden-W├╝rttemberg umfahren.“ Und: „Drei unabh├Ąngige Gutachter haben festgestellt, dass die Kosten von 4,5 Milliarden im Grunde realistisch sind. Das muss man dann auch akzeptieren, auch wenn ich Herrn Kleinb├Âck und Herrn Sckerl recht gebe, dass es keine 100-prozentige Planung geben kann. Doch nach f├╝nfzehn Jahren politischen Entscheidungsprozessen ist das demokratisch legitimiert. Es gibt eine Verpflichtung der Entscheidungstr├Ąger, zu den Entscheidungen zu stehen.“

Die Details sind nicht wichtig – die gingen eh an den B├╝rgern vorbei.

Gut eine dreiviertel Stunde ist vorbei. Keine Chance, auch nur ann├Ąhernd den 15-j├Ąhrigen Entscheidungsprozess wiederzugeben. Alle Kandidaten haben viel mehr gesagt, als sie hier zitiert werden. Sonst m├╝sste man noch mehrere Seiten Protokoll anf├╝gen.

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Georg Wacker, CDU

Es geht auch nicht ums Detail. F├╝r Details standen 15 Jahre zur Verf├╝gung. „Demokratisch legitimierte Entscheidungsprozesse“. Keiner bestreitet das. Doch alle wissen: Das ging an den B├╝rgerinnen und B├╝rgern voll vorbei. Es wird ├╝ber Prozesse diskutiert, die offenbar zu unverst├Ąndlich oder zu komplex sind. Oder nicht oder falsch oder zu intransparent vermittelt wurden.

Auch Moderator Volker Barzyk ist ├╝berfordert. Er tut so, als k├Ânne er einfach weiterfragen. Ohne dass er das m├Âchte, spiegelt er die gro├če Debatte im „kleinen“ Rahmen.

Bereits an dieser Stelle spannen sich die R├╝cken der G├Ąste. Schon jetzt dr├Ąngen Fragen. Aber es geht weiter.

Der Volksentscheid – die Antwort auf alle Fragen?

„Wie steht die FDP zu einem B├╝rgerentscheid?“, fragt Herr Barzyk.

„Ein Volksentscheid ist gegen die Verfassung“, antwortet Frau Arnold und rechnet vor, dass eine „R├╝ckabwicklung“ bis zu drei Milliarden Euro kosten w├╝rde.

Herr Kleinb├Âck sagt: „Diese Illussion hatte ich nie, dass ein CDU-Mitglied Heiner Geissler f├╝r einen Volksentscheid ist. Dabei ist das die einzige L├Âsung, aus dem Dilemma herauszufinden.“

„Ich h├Âre st├Ąndig neue Zahlen, die immer gr├Â├čer werden, was ein Ausstieg kosten soll“, sagt Sckerl. „Wir m├╝ssen den Menschen exakt sagen, was ein Ausstieg kostet und dar├╝ber informieren, dass sie die Kosten zu tragen haben, wenn sie sich mit Ja oder Nein entscheiden. Wovor haben Sie Angst, Frau Arnold?“

Herr Wacker sagt: „Wir haben die niedrigste Jugendarbeitslosigkeit im Land, ja in ganz Europa. Die Frage ist, ob wir als moderner Unternehmensstandort erhalten bleiben oder nicht?“ Er nennt viele Zahlen dazu und sagt: „Man muss sich ├╝ber die Tragweite Gedanken machen, was passiert, wenn Stuttgart21 nicht kommt.“

Top-Thema: B├╝rgerinnen und B├╝rger.

Politik besteht nicht nur aus Zahlen und Fakten. Politik ist das, was die Menschen angeht, woran sie teilhaben. Politik ist das, was die Menschen bewegt. Zur Zeit sind die Menschen sehr bewegt.

Das ist das Top-Thema des Wahlkampfs in Baden-W├╝rttemberg – Stuttgart21 oder die Schulpolitik sind nur Synonyme daf├╝r.

Das Top-Thema hei├čt: B├╝rgerinnen und B├╝rger. Und ob sie der Politik noch folgen k├Ânnen oder nicht.

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G├Ąste.

Hans-Ulrich Skerl ist an diesem Abend der Applaus-Sieger. Und nicht nur das: Ich sitze zwischen Freien W├Ąhlern und h├Âre viele positive Kommentare. Und Murren. Vor allem ├╝ber Frau Arnold und auch ├╝ber Herrn Wacker: „Die verarschen uns“, sagt einer.

Uli Sckerl ist definitiv k├╝rzer als die anderen drei, sagt klare S├Ątze: „Die B├╝rger gehen auf die Barrikaden, keine Chaoten, sondern ganz normale B├╝rger wie die hier in Hirschberg.“

Ein Gast ruft: „Die habt ihr in Bussen hingekarrt.“ Uli Sckerl wiegelt ab: „Die Regierung hat ├╝berzogen, ohne Not, als sie einfach weitergemacht hat und den Protest nicht ernst genommen hat. Wenn das so weitergeht, wird es keinen Frieden geben.“

Unruhe vs. Aufmerksamkeit.

Als wenn manche im Publikum ihn best├Ątigen wollten, wird laut dazwischengerufen, gemurmelt, es herrscht Unruhe – wenn Sckerl redet.

Dabei redet er ruhig, verst├Ąndlich und ├╝ber die Rechte von B├╝rgern. Die „Sckerl-Gegner“ in den Reihen der G├Ąste machen keine gute Figur an diesem Abend. Wahrscheinlich halten sie sich f├╝r „gute B├╝rger“ und benehmen sich dabei einfach schlecht.

Wenn Frau Arnold oder Herr Wacker reden, verhalten sich die „gr├╝nen“ G├Ąste ruhig und aufmerksam. Es wirkt wie ein Spiegelbild der Stimmung im Land. Friedliche Proteste, die zu „Gewaltdemos“ stilisiert und niedergekn├╝ppelt werden, stehen krakelenden „rechtschaffenden B├╝rgern“ entgegen.

Zahlen und Verd├Ąchtigungen.

Herr Wacker redet was von „Initiatoren des Protests“.

Uli Sckerl verweist auf die Zahlen: „W├Ąhrend seit Monaten jedes Wochenende und an den Montagen bis zu 100.000 B├╝rger aus der Mitte der Gesellschaft auf die Stra├če gehen, haben die Bef├╝rworter gerade mal 7.500 Menschen versammeln k├Ânnen. Das sind die Zahlen und die muss man ernst nehmen.“ Auch jetzt wird gest├Ârt, aber nicht mehr so sehr.

Es geht weiter mit der Schulpolitik – wieder gibt es zu lange Statements der Kandidaten. Das ist mehr als anstrengend f├╝r die meisten G├Ąste. Man merkt die Anspanung.

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Arnold und Kleinb├Âck.

Moderator Barzyk ist dem Redebed├╝rfnis der Kandidaten kaum gewachsen und setzt zu selten einen Punkt. Zum Thema Bildung verirrt sich der Kandidat Kleinb├Âck in langen Gedankeng├Ąngen. Es f├Ąllt ihm sichtlich schwer, sich zu konzentrieren, obwohl er als Lehrer und Schulleiter eigentlich „der“ Fachmann am Tisch ist.

Frau Arnold wirft Zahlen ├╝ber Zahlen in den Raum und redet nur davon, wie positiv alles sei: „Wir haben die Werkrealschule auf den Weg gebracht.“

Bilderung ja – aber welche und wie?

Georg Wacker, Staatssekret├Ąr f├╝r Bildung bekennt sich wenig ├╝berraschend zum bestehenden Schulsystem und sagt: „Wir m├╝ssen die Realschule st├Ąrken. Sie ist die Schulart des sozialen Aufstiegs.“

Uli Sckerl sagt: „Wir wollen keine Schulform, die von oben verordnet wird. Wenn die Schulreformen so „rosig“ sind, wieso gibt es dann so viel Aufruhr? Wieso ist der Landeselternbeirat dagegen? Warum gibt es so viele Hauptschulrektoren, die sagen, dass diese Schule keine Zukunft hat?“

Herr Wacker und Frau Arnold finden, dass das achtj├Ąhrige Gymnasium „internationaler Standard ist. Da gibt es keinen Weg zur├╝ck.“ Herr Kleinb├Âck sieht das anders und will den Schulen freistellen, ob sie einen „G8“ und einen „G9“-Zug anbieten. Und Uli Sckerl kann sich vorstellen, dass die Sch├╝ler bis Klasse 10 gemeinsam mit unterschiedlicher F├Ârderung „in der Kommune“ unterrichtet werden: „Es gibt Alternativen zum dreigliedrigen Schulsystem.“

Herr Wacker sagt: „Wer die Hauptschule zur Unterschule abstempelt, stempelt die Sch├╝ler ab.“ Es wird geraunt. „Das ist doch die Realit├Ąt“, sagt jemand.

Immerhin, man ist sich einig, dass die „individuelle F├Ârderung“ zunehmen muss.

Die G├Ąste d├╝rfen Fragen stellen. Viele ergehen sich in Erkl├Ąrungen. Der fr├╝here Freie W├Ąhler-Vorsitzende Manfred Kopp sagt: „Nach 57 Jahren Regierung gibt es Verschlei├čerscheinungen. Demokratie lebt vom Wandel. Erleben wir ein „gr├╝nes Wunder“ oder ein Come-Back der regierenden Parteien?“

Um 22:17 Uhr ist die „Diskussion“ beendet, die p├╝nktlich um 19:30 Uhr begonnen hat.

Die G├Ąste und auch die Kandidaten sind sichtlich geschafft von der Anstrengung.

Eindr├╝cke.

Als Beobachter gebe ich meinen pers├Ânlichen Eindruck wieder – der sicher vom Eindruck anderer abweichen kann.

Ich unterstelle allen Kandidaten, dass sie das beste wollen – keiner ist in einer wirklich entscheidenden „Machtposition“, wie es beispielsweise ein Minister ist.

Aber es gibt deutliche Unterschiede. Der Staatssekret├Ąr Wacker „repr├Ąsentiert“ immerhin die Macht als CDU-Mitglied. Er betont immer, wie seri├Âs die Entscheidungen seien. Was mir missf├Ąllt ist seine „Angst-Rhetorik“ – wenn Stuttgart21 nicht kommt, geht Baden-W├╝rttemberg den Bach runter. Wenn man etwas am Schulsystem ├Ąndert, riskiert man ein „erfolgreiches“ Modell. Mit gef├Ąllt, dass er einlenkt und sagt, dass die regierende Politik an den B├╝rgerinnen und B├╝rgern vorbei entschieden hat und dies ein Fehler ist.

Die „Koalitionspartnerin“ Frau Dr. Arnold kann ├╝berhaupt nicht ├╝berzeugen. Sie wirft mit Zahlen um sich, die „k├╝nstlich“ wirken und kann keine echte ├â┼ôberzeugung darstellen. Als sie Herrn Wacker fragt, ob sie sich ├Ąu├čern d├╝rfe, mag das h├Âflich gemeint sein, wirkt aber nur unterw├╝rfig.

Herrn Kleinb├Âck ist die Koalitionsbereitschaft mit den „Gr├╝nen“ mehr als deutlich anzumerken. Zu oft redet er statt zu den G├Ąsten in Richtung Herrn Sckerl. Er scheint sich damit abgefunden zu haben, dass diese Wahl zwischen den Gr├╝nen und der CDU entschieden wird und die SPD keine gro├če Rolle spielt.

Der „Innenpolitische Sprecher“ Hans-Ulrich Sckerl dominierte die Diskussion – nicht durch provokante ├âÔÇ×u├čerungen, sondern durch Einsicht, dass die B├╝rgerinnen und B├╝rger bis ins b├╝rgerliche Lager hinein mit der Regierungsarbeit nicht einverstanden sind. ├â┼ôberzeugend wirkt er durch seine Forderung, diese entscheiden zu lassen und sich einem Votum zu beugen.

Wacker vs. Sckerl. Sckerl vs. Wacker.

Damit ist Herr Sckerl der ernstzunehmende Gegenspieler von Herrn Wacker, der bekennt, dass die CDU-Politik an den B├╝rgern vorbeigegangen ist und dadurch sicherlich auch „Punkte“ macht.

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Die Kontrahenten: Sckerl und Wacker.

Der Wahlkampf wird ganz sicher an dieser Linie entschieden und der Frage, wem der B├╝rger mehr glaubt: Einer „gel├Ąuterten“ CDU oder dem „Einl├Ąuten“ einer neuen ├âÔÇ×ra durch die Gr├╝nen.

Die SPD spielt zwischen diesen Lagern keine gro├če Rolle. Die FDP schon gar nicht.

Aller Voraussicht nach wird aber entscheidend sein, ob die FDP den Wiedereinzug ins Parlament schafft – und Die Linke nicht.

Der Weinheimer Kandidat von Die Linke, Matthias H├Ârdt, war an diesem Abend nicht dabei. Angeblich, weil das den „Rahmen“ sprengen w├╝rde, wie die Weinheimer Nachrichten den Freien W├Ąhler-Sprecher Peter Johe zitierten.

Tats├Ąchlich wohl eher, weil Die Linke noch nicht ins „politische Bild“ der Freien W├Ąhler passt. Auch das k├Ânnte sich ├Ąndern, ob das den Freien W├Ąhlern passt oder nicht.

Sollte Die Linke erfolgreich sein, wird deren Erfolg durch die verfehlte Politik der CDU bef├Ârdert – unterst├╝tzt durch eine auch an diesem Abend deutlich gewordene fehlende Positionierung der SPD.

Gr├╝nes Wunder oder b├╝rgerliches Come-Back?

Die Gr├╝nen haben noch l├Ąngst nicht gewonnen – Uli Sckerl machte zu keinem Zeitpunkt den Eindruck, dass er sich mit seiner Partei bereits an der Macht sieht. Trotzdem war er der souver├Ąnste an diesem Abend. Denn die Gr├╝nen werden mit gro├čer Wahrscheinlichkeit die absoluten Wahlsieger werden.

Ob es reichen wird, die Macht im Land zu ├╝bernehmen, wird erst am 27. M├Ąrz 2011 entschieden.

Das w├Ąre ein „gr├╝nes Wunder“.

Wenn das nicht eintritt, bleibt es trotzdem spannend, ob es zu einem „Come-Back“ der b├╝rgerlichen Parteien kommt oder es beim Dienst nach Vorschrift bleibt.

85 Namensvorschl├Ąge f├╝r die gemeinsame Werkrealsschule


Guten Tag!

Heddesheim/Hirschberg, 14. Dezember 2010. (pm) Insgesamt 85 Vorschl├Ąge wie die gemeinsame Werkrealschule Hirschberg-Heddesheim hei├čen soll, sind bei den Gemeinden und der Schule eingegangen. Nun muss eine Auswahl getroffen werden, wie die Schule mitteilt.

Information der Grund- und Werkrealschule Hirschberg/Heddesheim:

„Aus dem Wettbewerb zur Schulnamensfindung sind am Ende 85 Vorschl├Ąge eingegangen.
Diese kamen aus Sch├╝ler- und Elternkreisen, zum Gro├čteil aber auch aus der Bev├Âlkerung.

Die eingegangen Namensvorschl├Ąge sind am 10. Dezember in einer ersten internen Runde (B├╝rgermeister Just und Kessler, Hauptamtsleiter Christof und G├Ąnshirt, Rektor Drescher) gesichtet worden.

Aus allen Vorschl├Ągen wurden f├╝nf als Empfehlung f├╝r die weiteren Gremien pr├Ąferiert.

Um die weitere Diskussion offen zu halten, bitten wir jedoch um Verst├Ąndnis, dass zum jetzigen Zeitpunkt noch keine konkreten Namensnennungen erfolgen.
Es wurde in erster Runde gro├čer Wert darauf gelegt, nicht „im stillen K├Ąmmerlein“ ├╝ber den k├╝nftigen Namen zu entscheiden, sondern alle mitzunehmen, damit letztendlich alle Beteiligten hinter dem Namen stehen.

Im weiteren Verlauf werden daher nun SMV, Elternbeirat, Gesamtlehrerkonferenz (GLK) und Schulkonferenz ALLE Vorschl├Ąge sichten und ├╝ber die Empfehlungen entscheiden.

Die Ergebnisse aus den Schulgremien gehen anschliessend in die Gemeinder├Ąte beider Gemeinden, die in nicht ├Âffentlicher Sitzung Ende Januar dar├╝ber beraten.
Die abschliessende Beschlussfassung obliegt dem Schulzweckverband (voraussichtlich im Februar).“

Download:
Die Liste mit den 85 Vorschl├Ągen.

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Das heddesheimblog

Werkrealschule ruft zum Namenswettbewerb auf

Guten Tag!

Hirschberg/Heddesheim, 20. Oktober 2010. Die Tr├Ąger des Schulzweckverbands Grund- und Werkrealschule Hirschberg/Heddesheim sowie der kommissarische Schulleiter Jens Drescher rufen die Bev├Âlkerung auf, sich bei der Namensgebung mit einzubringen. Gesucht wird auch ein neues Schullogo.

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Wie soll die gemeinsame Werkrealschule hei├čen? Bild: privat

Information des Schulzweckverbands:

„Geben Sie unserer Schule einen Namen!

Die Grund- und Werkrealschule Hirschberg/Heddesheim sucht einen neuen gemeinsamen Namen und ein neues Schullogo.

Deshalb brauchen wir Sie und Ihre Ideen! Die 3 jeweils besten Vorschl├Ąge erhalten einen Einkaufsgutschein!

Bitte senden Sie Ihre Ideen an den Schultr├Ąger, den Schulzweckverband Grund- und Werkrealschule Hirschberg/Heddesheim: Email (gemeinde@heddesheim.de oder gemeinde@hirschberg-bergstrasse.de) oder per Post (Schulzweckverband Grund – und Werkrealschule Hirschberg/Heddesheim, Fritz-Kessler-Platz, 68542 Heddesheim bzw. Gemeinde Hirschberg, Gro├čsachsener Stra├če 14, 69493 Hirschberg). Sie k├Ânnen Ihre Vorschl├Ąge nat├╝rlich auch direkt bei einer der Schulen abgeben.

Einsendeschluss ist Freitag, der 26.11.2010.

Die Grund- und Werkrealschule Hirschberg/Heddesheim ist eine allgemeinbildende Schule an zwei Standorten (ehemalige Martin-St├Âhr-GHWRS in Hirschberg und ehemalige Johannes-Kepler-HWRS in Heddesheim) und wird von ca. 400 Sch├╝lerinnen und Sch├╝lern besucht. Sie hat ein engagiertes und kompetentes Team von ├╝ber 60 Lehrkr├Ąften und Mitarbeitern, die gemeinsam das Lernen und Leben f├╝r die Sch├╝lerinnen und Sch├╝ler gestalten. Sie st├Ąrkt die Mitarbeit der Eltern als weiteren wichtigen Baustein der gemeinsamen Arbeit.

Die HWRS bietet ein offenes Ganztagesangebot als wesentlichen Schritt zu einem neuen Verst├Ąndnis von Schule als Lern- und Lebensraum in ├╝ber 40 Arbeitsgemeinschaften aus verschiedensten Bereichen (Kunst, Sport, Naturwissenschaften, Musik, Computer, Sprachen, Heimatkunde├óÔéČ┬Ž) und bei der individuellen F├Ârderung sind derzeit ├╝ber 150 Grund- und Werkrealsch├╝ler-Innen auch nachmittags in der Schule und gestalten hier einen wichtigen Teil ihrer Freizeit.

Von dieser hochwertigen au├čerunterrichtlichen Bildung profitieren auch die Regelsch├╝lerInnen in vielf├Ąltiger Weise. Eines der wesentlichen Aufgabenfelder f├╝r die neue Werkrealschule ist neben der individuellen F├Ârderung der Sch├╝lerinnen und Sch├╝ler der ├â┼ôbergang von der Schule in das Berufsleben.

Hier stehen wichtige Kooperationspartner (beispielsweise die Daimler AG, die Arbeitsagentur, Job Central, die Industrie- und Handelskammer und viele weitere Betriebe und Unternehmen) zur Seite und unterst├╝tzen die Sch├╝lerinnen und Sch├╝ler.“

Einen sch├Ânen Tag w├╝nscht
Das hirschbergblog

Sch├╝lersprecher Hirschberg/Heddesheim gew├Ąhlt

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Guten Tag!

Heddesheim, 19. Oktober 2010. An der gemeinsamen Werkrealschule Hirschberg/Heddesheim sind Amathe B├â┬ó und Mihane Fazlin als neue Sch├╝lerInnensprecher gew├Ąhlt worden.

Information der gemeinsamen Werkrealschule Hirschberg/Heddesheim:

„In der Werkrealschule Hirschberg/Heddesheim wurden am Dienstag die Sch├╝lersprecher der ersten gemeinsamen SMV gew├Ąhlt.

Zur Wahl stellten sich elf Sch├╝lerinnen und Sch├╝ler aus den Klassen sieben bis zehn, die ihren Mitsch├╝lern sich und ihre Ideen in der Aula pr├Ąsentierten.

Gew├Ąhlt wurden danach als Sch├╝lersprecher Neuntkl├Ąssler Ampathe B├â┬ó aus Hirschberg und als seine Stellvertreterin Siebtkl├Ąsslerin Mihane Fazlin aus Heddesheim.

Als Verbindungslehrer werden Kristina Kr├Ąmer aus Hirschberg und Erich Mayer aus Heddesheim die Arbeit der SMV unterst├╝tzen, die sich vor allem f├╝r das Zusammenwachsen der beiden Schulen einsetzen will.“

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Der neue SchülerInnen-Sprecher Ampathe Bâ (9. Klasse). Foto: privat

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Und die Stellvertreterin Mihane Fazlin (7. Klasse). Foto: privat

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Werkrealschule ohne Namen startet unter „kommissarischer“ Leitung

Guten Tag!

Heddesheim/Hirschberg, 10. September 2010. Heute ist der letzte Ferientag – nach dem Wochenende beginnt in Baden-W├╝rttemberg wieder die Schulzeit. In Heddesheim und Hirschberg gibt es seit dem 01. August 2010 eine gemeinsame Werkrealschule – doch der fehlt auf absehbare Zeit eine „offizielle“ Leitung – Jens Drescher bleibt vorerst der kommissarische Leiter, obwohl schon feststeht, dass er der offizielle Leiter werden wird.

Von Hardy Prothmann
Wenn am Montag die neue gemeinsame Werkrealschule Hirschberg-Heddesheim ihren Schulbetrieb aufnimmt, steht sie nur unter kommissarischer Leitung durch Jens Drescher.

Statt eines Aufbruchssignals, dass hier tats├Ąchlich eine hoffnungs- und wirkungsvolle Schulreform greift, beginnen die vormals selbstst├Ąndigen Schulen (Martin-St├Âhr und Johannes-Kepler) mit einem Provisorium.

Das ist entw├╝rdigend f├╝r den engagierten jungen Rektor Drescher, f├╝r die Eltern und f├╝r die Sch├╝lerInnen, denen bessere Ausbildungschancen versprochen werden, f├╝r die die Verwaltungsapparate aber auch nicht den Hauch eines emotionalen Verantwortungsgef├╝hls entwickeln, von dem doch so oft betont wird, dass es gerade f├╝r diese Sch├╝lerInnen von so gro├čer Bedeutung w├Ąre.

Jens Drescher, der „alte“ Rektor der Hirschberger Martin-St├Âhr-Schule, ist seit Wochen schon kommissarischer Leiter der Schule ohne Namen, die aber die gemeinsame Hauptschule mit Werkrealschule der Gemeinden Hirschberg und Heddesheim ist.

Was die B├╝rgermeister Michael Kessler (Heddesheim) und Manuel Just (Hirschberg) und der Staatssekret├Ąr Georg Wacker (CDU) gerne als „Erfolg“ feiern, ist eine improvisierte Geschichte.

Die Schule hat keinen Namen und keinen festen Leiter. Es geht ja auch nur um Hauptsch├╝lerInnen.

Das ist entw├╝rdigend. Noch mehr, dass ein „Schulrat“ Daniel Hager-Mann, zust├Ąndig beim Mannheimer Schulamt, ganz selbstverst├Ąndlich erkl├Ąrt, dass der Prozess im Gang sei, es viele Verwaltungsinstanzen g├Ąbe und voraussichtlich in diesem Jahr noch, aber nicht sicher, das Verfahren abgeschlossen werde.

Noch entw├╝rdigender ist, dass Ger├╝chte kolportieren, dass erst mit der offiziellen Ernennung des neuen Schulleiters entsprechende Geh├Ąlter bezahlt w├╝rden. Ob das stimmt, ob hier „gespart“ wird, konnten wir nicht ausrecherchieren. Wenn es kein Demmenti gibt, wird das Ger├╝cht wohl zutreffen.

Unabh├Ąngig davon startet die neue Werkrealschule als Provisorium. Schulleitung, Lehrer, Sch├╝ler, Eltern – alle leiden darunter. Es gibt kein hoffnungsvolles Zeichen eines Neustarts, keine Aufbruchstimmung, noch nicht mal den Versuch eines guten Willens. Sondern nur „juristische Fragen“, Verfahren und bl├Âde Nachfragen, was denn eigentlich das Problem sei, denn es gehe doch alles seinen Gang.

„Unser Interesse ist der geordnete Betrieb des Schulbeginns“, h├Ârt man aus dem Schulamt. „Das war zu keinem Zeitpunkt unklar.“

Wann erfahren die Sch├╝lerInnen und deren Eltern, wer sie leitet? „Wenn die Verfahren abgeschlossen sind“, sagt Herr Hager-Mann.

Ist das die Botschaft an die Sch├╝lerInnen? „Abgeschlossene oder nicht abgeschlossene Verfahren zu sein?“

Das ist unw├╝rdig. Aber es passt zur Schulpolitik des Landes Baden-W├╝rttemberg, die gerne die vergisst, die am meisten F├Ârderung brauchen.

Auch die Belastung der LehrerInnen ist enorm – dabei m├╝ssen gerade diese mehr leisten und aushalten als ihre Kollegen an anderen Schulen.

Am Montag startet die neue, gemeinsame Hauptschule mit Werkrealschule. Auch, wenn es noch nicht offiziell ist: Der Schulleiter hei├čt Jens Drescher. Man darf ihm und seinem Kollegium in Hirschberg und Heddesheim nur alles Gute w├╝nschen, denn alles Gute bekommen sie nicht von der Politik. Weder aus Hirschberg noch aus Heddesheim, noch aus Mannheim, noch aus Karlsruhe, noch aus Stuttgart.

Die Schulleiterin der Johannes-Kepler-Grundschule hei├čt Hiltrud Rudolf.

Allen gemeinsam ist, dass alles Gute von ihrem Engagement abh├Ąngt.

Viel Kraft daf├╝r.

Denn wie soll man am Montag die Sch├╝lerInnen begr├╝├čen?

„Herzlich willkommen in der Schule ohne Namen unter kommissarischer Leitung bis die Verfahren abgeschlossen sind?“

Dar├╝ber machen sich weder das Schulamt in Mannheim, noch die hohe Politik in Stuttgart, noch die B├╝rgermeister├Ąmter in Heddesheim und Hirschberg Gedanken.

Hauptsache, die Schule startet geregelt.

JKS-Rektorin Rudolf entl├Ąsst 9. und 10. Klasse: „Habt Mut zur Freiheit“

Guten Tag!

Heddesheim, 21. Juli 2010. 41 Jungen und M├Ądchen feierten am Freitagabend, den 23. Juli 2010, ihre Entlassfeier. Die meisten machen mit der schulischen Ausbildung weiter, ein Hauptsch├╝ler und acht Werkrealsch├╝ler beginnen eine Lehre. F├╝rs erste feierten die Sch├╝lerInnen ihren Erfolg: Alle haben bestanden.

Von Sabine Prothmann

41 Jungs und M├Ądchen feierten gestern ihren Abschluss ihrer Schulzeit in der Johannes-Kepler-Schule. 25 haben ihren Hauptschulabschluss und 16 ihre Werkrealschulreife bestanden.

Die beiden Abschlussklassen hatten ein buntes und abwechslungsreiches Programm zusammengestellt, das den Familien, Lehrern und Freunden einen Einblick in ihre Schulzeit gew├Ąhrte.

Kevin Einsmann-Pons, Absolvent der 10. Klasse, und Julia Hartmann, Absolventin der 9. Klasse, begr├╝├čten die G├Ąste und f├╝hrten charmant durchs Programm.

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Entlassfeier an der Johannes-Kepler-Schule. Bild: hedesheimblog.de

„Bleibt dran, wenn ein Weg nicht weiterf├╝hrt, dann versucht einen anderen“, sagte B├╝rgermeister Michael Kessler. „Lernen gegen den Strom, ist wie rudern gegen den Strom.“ Beides sei sehr beschwerlich.

Kessler erinnerte in seiner Rede an die „schwierige Zeit“ im vergangenen Jahr, als die Zukunft der Johannes-Kepler-Schule neu entschieden und der Sitz f├╝r die gemeinsame Werkrealschule Hirschberg-Heddesheim zugunsten Hirschbergs beschlossen wurde. „Wir sind entschlossen weiterhin f├╝r eine bestm├Âgliche Bildungschance zu sorgen“, sagte Kessler.

„Alle haben bestanden, macht jetzt das beste draus.“ Manfred Scholl

„Alle haben bestanden, macht jetzt das beste draus“, betonte der Elternbeiratsvorsitzende Manfred Scholl in seiner Ansprache. Beharrlichkeit und der Glauben an sich selbst, sei wesentlich f├╝r die Zukunft. „Und bleibt in Kontakt“, appellierte Scholl an die Absolventen.

Kevin Einsmann-Pons erinnerte sich in seiner Sch├╝lerrede an das ereignisreiche 10. Schuljahr. Kaum habe das Jahr begonnen standen schon die Projektpr├╝fungen an und schon bald darauf h├Ątte man f├╝r die Abschlusspr├╝fung lernen m├╝ssen.

Erinnerung an Elena Gr├Ąf.

Julia Hartmann erw├Ąhnte den tragischen Tod ihrer Mitsch├╝lerin Elena Gr├Ąf im vergangenen Sommer und k├Ąmpfte sichtbar mit ihren Tr├Ąnen. „Du bist unglaublich mutig“, sagte Rektorin Rudolf, die selbst mit der R├╝hrung k├Ąmpfen musste und unterst├╝tzend zu Julia Hartmann auf die B├╝hne kam.

In ihrer Ansprache als Rektorin machte Rudolf der 9. und der 10. Klasse ein gro├čes Kompliment f├╝r die Feier, die sie in Eigenregie geplant hatten.

„Ich w├╝nsche euch den Mut zur Freiheit.“ Hiltrud Rudolf.

„Ich w├╝nsche euch den Mut zur Freiheit“, sagte Hiltrud Rudolf. Seid unabh├Ąngig, von dem , was andere von euch erwarten, seid mutig, seid frei, in dem was ihr denkt und w├╝nscht, damit ihr erkennt, dass euer Leben ein Ziel und ein Sinn hat, ermahnte die Rektorin mit bewegenden Worten ihre Absolventen.

Als Klassenlehrerin der 9. Klasse erinnerte sich Rudolf an ein Jahr mit Respekt und Ehrlichkeit und einer geh├Ârigen Portion Humor, denn „trotz massivem Widerstand, habt ihr es nicht geschafft durchzufallen“.

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Die 12 M├Ądchen und 13 Jungen haben ihren Hauptschulabschluss im Durchschnitt mit 2,8 bestanden. Als Klassenbeste wurden Linda Lange und Dominik Schul (beide 2,0) ausgezeichnet. Einen Buchpreis f├╝r Pr├╝fungsleistungen mit der Endnote 1 erhielt in Englisch Daniel Albert, in Mathematik Patrick H├Ąrtel und in der Projektpr├╝fung Lukas Kielmayer, Sven Kessler, Linda Lange, Maike Kling und Romina Press. Den Sozialpreis f├╝r Klassen- und Sch├╝lersprechert├Ątigkeit bekamen Linda Lange und Maike Kling.

Wie gehts weiter?

Nach dem Hauptschulabschluss gehen 16 Sch├╝ler und Sch├╝lerinnen auf weiterf├╝hrende Schulen, einer hat eine feste Lehrstelle, vier weitere warten noch auf die Zusage, zwei machen ein Berufskolleg und zwei Sch├╝ler ein Berufseinstiegsjahr.

Martin Stieber, Klassenlehrer der 10. Klasse, ist sehr stolz auf seine 16 Absolventen des Werkrealschulabschlusses. „Auch, wenn ich von dem einen oder anderen mehr erwartet h├Ątte“, wie er bei der Zeugnis├╝bergabe betonte.

Mit pers├Ânlichen Worten ├╝berreichte er allen Sch├╝lerInnen pers├Ânlich ihr Abschlusszeugnis.

Acht Sch├╝ler haben einen Ausbildungsplatz gefunden, das sind 50 Prozent, „das ist super“, sagte Stieber. Ein Sch├╝ler werde zur Bundeswehr gehen, vier sind noch auf der Suche bzw. warten noch auf die Zusage eines Ausbildungsplatzes und drei gehen weiter zu Schule, um ihre Fachhochschulreife zu machen.

Einer davon ist Kevin Einsmann-Pons, der mit 1,8 den besten Durchschnitt erreicht hat. F├╝r gute Leistungen in der Projektpr├╝fung wurden Rick Schwarzenberger, Johann Besherz und Kevin Einsmann-Pons ausgezeichnet. Den Sozialpreis erhielten Sabrina Mayer und Laura Schmitt.

Das vertrauensvolle Verh├Ąltnis der Sch├╝ler und Lehrer zeigten die Spiele und der Sketch ├╝ber eine ganz „normale“ Schulstunde der 9. Klasse, die beiden Diavortr├Ąge und die Geschenke, die die Abschlussklassen ihren Lehrern ├╝berreichten.

Viel Freude mit den Fotos:

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Die neue Informationsbrosch├╝re – kritisch betrachtet

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Download: Klicken Sie, um die Brosch├╝re (A2572.pdf) von der Seite der Gemeinde zu laden (10 MB).

Heddesheim, 29. Mai 2010. Am Mittwoch wurde die neue Informationsbrosch├╝re „Leben in Heddesheim“ vorgestellt. Sie soll vor allem Neub├╝rgern eine Orientierung bieten. Das tut sie nur, wenn man sich ausgiebig mit ihr besch├Ąftigt. Dann fallen aber auch viele Ungereimtheiten auf.

Von Hardy Prothmann

Die perfekte Informationsbrosch├╝re ist wahrscheinlich bis heute noch nicht erfunden worden – auch nicht mit dieser neuen Brosch├╝re.

Der Heddesheimer Alexander Lenhart hat das neue Erscheinungsbild der Gemeinde im Rahmen seines Kommunikationsdesign-Studiums an der Hochschule Mannheim als Bachelor-Arbeit erstellt.

Die Farben leiten nicht zufriedenstellend.

Das hat er auf den ersten Blick ganz ordentlich gemacht. Kennzeichnend ist eine stilisierte Tabakscheune, die Hausfarbe Ocker leitet sich ebenfalls vom Tabak ab. Auf den zweiten Blick fehlt es aber an einer Kommunikation der Brosch├╝re mit dem Nutzer. Sie ist un├╝bersichtlich gestaltet. Die Farben allein geben keine Orientierung.

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Problem Farbgebung: Macht das alles Sinn?

Tats├Ąchlich fangen hier die Fragen an: Der Tabakanbau war ├╝ber viele Jahrhunderte pr├Ągend f├╝r den Ort, ist das aber schon lange nicht mehr. Wahrscheinlich wird schon bald ├╝berhaupt kein Tabak mehr in Heddesheim angebaut.

F├╝r meinen Geschmack w├Ąre eine gr├╝ne Farbgebung als Freizeit- und Wohngemeinde sinniger gewesen. Denn das will Heddesheim sein. Von den ├╝ber 11.000 Einwohnern sind nur siebzehn Bauern und nur einige wenige bauen noch Tabak an. Aber das ist nur eine Meinung.

Mit der Farbgebung gibt es weitere Probleme. Unter der Gemeinde Heddesheim im Farbton Ocker gibt es neun Punkte auf Seite 6. Auf Seite 5 werden viel mehr Inhalte unter der Gemeinde angegeben – auf 28 Seiten. Ein gezieltes Aufschlagen, beispielsweise von „Was erledige ich wo?“ ist nicht m├Âglich, das gibt das Inhaltsverzeichnis nicht her. Es gibt auch am Ende kein Schlagwortverzeichnis. Informativ ist das nicht, sondern m├╝hsam, weil man immer wieder durchbl├Ąttern muss, wenn man etwas sucht.

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Auch die Orientierung auf Seite 6 f├Ąllt schwer, ist sie doch nicht alphabetisch. Wieso der Golfclub an erster Stelle unter „Freizeit Heddesheim“ steht und die „Nordbadenhalle 1“ als Punkt 3 aufgef├╝hrt ist, die „Nordbadenhalle 2“ aber als Punkt 5 und dazwischen das „Tennisgel├Ąnde“ ist unklar und folgt einer unbekannten Logik.

Ebenso die Nennung von Punkt 6 auf Seite 6 unter Gemeinde Heddesheim: Autobahnanschluss A5 steht dort. Geh├Ârt der der Gemeinde? Wohl eher nicht.

Redaktionelle Fehler.

ibbahnhof

Der Bahnhof hei├čt k├╝nftig Heddesheim/Hirschberg - nicht so in der Informationsbrosch├╝re.

Auf Seite 18 und 19 erscheint ├ľPNV – ├Âffentlicher Personennahverkehr. Der wird auf Seite 5 genannt, auf Seite 6 steht aber unter Punkt 2 „OEG Bahnhof“ und unter Punkt 3 „DB-Bahnhof Gro├čsachsen/Hedd.“ Der DB-Bahnhof wurde per Gemeinderatsbeschluss in „Heddesheim/Hirschberg“ umbenannt, wird aber die n├Ąchsten Jahre in der Informationsbrosch├╝re den alten Namen tragen. Ein vermeidbarer Fehler, der wiederholt wird, beispielsweise auch unter „Wirtschaft und Wirtschaftsf├Ârderung“.

A propos Namen: Auch die Johannes-Kepler-Schule wird als eigenst├Ąndige Schule genannt. Im Begleittext wird zwar eine Ver├Ąnderung beschrieben – aber nicht, dass die neue Leitung bei der Martin-St├Âhr-Schule in Hirschberg liegt – denn der gemeinsame Name ist noch nicht gefunden. Daf├╝r wird vom Namen Johannes-Kepler-Schule aber reichlich Gebrauch gemacht.

Auch die Sonderstellung des B├╝rgerhauses in T├╝rkis ist nicht klar – geh├Ârt das nicht zur Gemeinde Heddesheim wie der „Dorfplatz mit Tiefgarage“?

ibf├Ârderung

Banken-Promotion: Welche Wirtschaft wird hier gef├Ârdert?

Daf├╝r erscheinen auf Seite 5 unter „Gemeinde Heddesheim“ die Eintr├Ąge „Wirtschaft, Banken“ und auch „Vereine/Verb├Ąnde/Organisationen“. Die Vereine standen fr├╝her unter Freizeit – sind die eingemeindet worden? Und die Wirtschaft sowie die Banken erscheinen auf Seite 34 und 35 unter „Wirtschaft und Wirtschaftsf├Ârderung“. Dort werden haupts├Ąchlich die Gewerbegebiete angesprochen sowie die Unterdorf- und die Oberdorfstra├če. Geh├Âren alle Unternehmen, die sich nicht dort befinden, nicht zur Wirtschaft?

Was die Kirchen unter „Familie und Soziales“ verloren haben, ist auch nicht klar. Sind diese nicht f├╝r Singles da? Und ist ein Gottesdienst eine soziale Einrichtung? Doch wohl eher ein religi├Âser Akt. Und die Schulen geh├Âren doch eher unter Bildung? Ebenso die VHS und die B├╝cherei?

Und wieso die Farbe „Rosa“ „Geborgenheit“ vermitteln soll, ist auch nicht klar, denn das tun eher dunkle, satte Farben. Rose steht heute eher f├╝r Weiblichkeit, aber auch Homosexualit├Ąt. Eindeutig ist hingegen Gr├╝n – Sport, Freizeit, Natur sind damit eindeutig assoziiert.

Der Freizeitwert wird inhaltlich auf Seite 10 unter „Wir ├╝ber uns“ erst am Ende der zweiten Spalte erl├Ąutert. Zuvor hei├čt es allerdings: „Durch die verkehrsg├╝nstige Lage an den Autobahnen… ist Heddesheim ein gefragter Wohnort mit hohem Freizeitwert.“ Wieso Autobahnen einen hohen Freizeitwert begr├╝nden, wird nicht klar.

Der wichtigste Teil, die Kontaktdaten, sind irgendwo zu finden.

Der vor allem f├╝r ├Ąltere Menschen wichtigste Teil, Kontaktdaten zu Verwaltung und anderen Einrichtungen erscheint erst ab Seite 20. Wenigstens wird hier eine alphabetische Ordnung unter „Was erledige ich wo?“ angeboten. Das gilt auch f├╝r „Vereine, Verb├Ąnde und Organisationen“ auf den Seiten 28-33.

Leider sind auch redaktionell einige Fehler zu finden. So leitet immer noch Pfarrer Heiner Gladbach die katholische Kirchengemeinde St. Remigius – das aber hat l├Ąngst „kommissarisch“ Regionaldekan Klaus Rapp ├╝bernommen. Und die Leiterin der Hans-Thoma-Grundschule, Frau Gertrud Junghans, hei├čt in der Brosch├╝re „Getrud“.

Wieso statt „Uhr“ das Zeichen „h“ verwendet wird, ist unklar, ebenso ist es kein einheitliches Auftreten, wenn die Gemeinde im Internet unter heddesheim.de firmiert, die Volkshochschule aber unter vhs.heddesheim.net.

Unter „Freizeit“ steht auf Seite 50 der Punkt 2 „Freibad mit Badesee“, gefolgt von Punkt 14 „Hallenbad“ , gefolgt von Punkt 6 „Kunsteisbahn“ und von Punkt 1 „Golfclub“. Hat das Methode? Und wenn ja, welche?

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Auch der Dialekt hat ein Recht auf richtige Schreibweise.

Unvermittelt taucht auf Seite 64 (die Seitenzahl fehlt, wie sehr oft im Heft) unter Heddesheimer Traditionen nun wieder in Ocker ein „traditionelles Gericht“, die „vaschlubbde Aija“ auf. Sch├Ân im Dialekt geschrieben – mal abgesehen davon, ob die „Transkription“ tats├Ąchlich zutreffend ist, in dem kurzen Text sind gleich zwei Fehler: einmal wird „unn“ mit drei „n“ geschrieben, ein anderes mal steht „und“ im Text, „danach“ hei├čt einmal „danoch“ und einmal „nodad“… Weiter findet sich „ck“, was vermutlich eher ein „gg“ sein m├╝sste und auslautendes „t“, was eher ein „d“ sein sollte. Als „Noigeplaggde“ will ich mich hier aber nicht zu weit aus dem Fenster lehnen.

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Unterst├╝tzungsbed├╝rftiges Gewerbe...

Auf der gef├╝hlten Seite 66 (keine Seitenzahl) steht dann: „Bitte unterst├╝tzen Sie unsere Gewerbetreibenden…“ Es gibt in der Brosch├╝re viele Formulierungen, die leider dem gestelzten Beamtendeutsch entspringen, aber muss das sein: „Bitte unterst├╝tzen Sie…“? Sind die Gewerbetreibenden notleidend? Und was machen Betriebe wie die „Viernheimer Stadtwerke“ darunter, die sicherlich kein Heddesheimer Betrieb sind?

Und hier wundere ich mich als Unternehmer umso mehr, als auch ich gerne die „kostenlose Verteilung“ der Brosch├╝re mit einer Anzeige unterst├╝tzt h├Ątte. Immerhin ist das heddesheimblog die einzige eigenst├Ąndige journalistische Redaktion im Ort, ist eine Unternehmensneugr├╝ndung, deutschlandweit in der Branche bekannt und gilt vielen als Modell f├╝r die Zukunft des Lokaljournalismus. Es gab keine Information ├╝ber die Werbem├Âglichkeit, keine Anfrage. Der Grund: unklar.

Optimaler Einblick?

Vielleicht sollte ich mich deswegen an die kommunale „Wirtschaftsf├Ârderung“ wenden. Wo war die noch einmal zu finden? Irgendwo zwischen Seite 10 und 37. Das wei├č ich aber nur, weil ich die ganze Brosch├╝re durchgebl├Ąttert habe. Nur bl├Âd, dass ich mir die Seitenzahl nicht gemerkt habe.

Also bl├Ąttere ich noch einmal, angefangen beim „Inhaltsverzeichnis – f├╝r einen optimalen Einblick in unsere Gemeinde“ auf der gef├╝hlten Seite 5, denn auch hier fehlt die Seitenzahl, ebenso wie ein Hinweis auf die Inserenten ab Seite 67.

Wer will, kann der Gemeinde eine R├╝ckmeldung (modern „Feedback“) geben:

„Um ein Feedback zu bekommen, sind die Leserinnen und Leser der neuen Brosch├╝re dazu aufgerufen, ihre Meinung an die Gemeinde zu ├╝bermitteln. Bitte senden Sie uns dazu bitte eine E-Mail an├é┬ábroschuere@heddesheim.de. Wir freuen uns auf Ihre Anregungen.“

Wof├╝r die Anregungen allerdings gut sein sollen, verr├Ąt die Gemeinde nicht. Die Brosch├╝re ist gedruckt.

Link:
Wer m├Âchte, liest beim Mannheimer Morgen nach, wie dort ├╝ber die Informationsbrosch├╝re berichtet wurde. Denn es ist immer besser, sich aus mehr als einer Quelle zu informieren…
Und weils so sch├Ân ist, noch ein Text: Informationen satt…

Auch Heddesheim stimmt f├╝r Schulzweckverband

Guten Tag!

Heddesheim/Hirschberg, 21. Mai 2010. Der Heddesheimer Gemeinderat hat erwartungsgem├Ą├č die Gr├╝ndung eines „Schulzweckverbands Werkreal- und Grundschlule Hirschberg/Heddesheim“ beschlossen bei einer Enthaltung beschlossen. Allerdings zeichnen sich weitere Verhandlungen ├╝ber die H├Âhe der „Kopfpauschale“ ab.

Die Gemeinden Hirschberg und Heddesheim haben die Einrichtung einer gemeinsamen Werkrealschule beantragt. Dieser Antrag wurde zun├Ąchst abgelehnt und dann in einer ver├Ąnderten Fassung genehmigt. Teil des Antrags ist, dass die Gemeinden einen Schulzweckverband gr├╝nden. Die Schulleitung liegt in Hirschberg, den Vorsitz des Zweckverbands soll Heddesheim ├╝bernehmen.

B├╝rgermeister Michael Kessler sagte in der Sitzung auf die Frage von Gemeinderat J├╝rgen Merx (SPD), wie hoch die „Kopfpauschale“ sei, die die Gemeinden je Sch├╝ler zu entrichten haben: „Da gibt es noch Unterschiede, die noch nicht ganz austariert sind.“

Der B├╝rgermeister sagte weiter: „Der Kollege hat die Zahl gesagt, ich bin da noch nicht ganz sicher. Ein Sondertopf f├╝r die Betreuung ist da noch nicht enthalten.“ Au├čerdem erl├Ąuterte der B├╝rgermeister, dass die Betr├Ąge auch von den Sch├╝lerzahlen abh├Ąngig seien: „Wenn es weniger Sch├╝ler sind, gibt es auch weniger.“

Insgesamt handele es sich um ein Gesamtbugdet von 80.-100.000 Euro, die hier f├╝r den Schulbetrieb zusammenk├Ąmen. Personalkosten tr├Ągt das Land, die Geb├Ąudekosten die jeweilige Kommune.

Der „Kollege“, also der Hirschberger B├╝rgermeister Manuel Just, hatte gegen├╝ber dem Hirschberger Gemeinderat auf die Frage nach der H├Âhe der Kopfpauschale „etwa“ 214 Euro angegeben.

Die Fraktion „B├╝ndnis90/Die Gr├╝nen“ stimmte f├╝r die Einrichtung des Zweckverbands – obwohl sie den Antrag auf eine gemeinsame Werkrealschule zuvor abgelehnt hatte. Die Gr├╝nen stellen mit Ulrich Kettner und Andreas Schuster zwei von f├╝nf Vertretern der „Heddesheimer Fraktion“ im Schulzweckverband (CDU:2, SPD1, FDP:0). Hinzu kommen jeweils die B├╝rgermeister der Gemeinden.

Der Schulzweckverband muss seine Entscheidungen einstimmig f├Ąllen – jede Gemeinde hat innerhalb der „Fraktion“ sechs Stimmen, die eine Mehrheit oder ein Patt bilden k├Ânnen. Der Zweckverband muss einstimmig entscheiden, sofern eine Seite die Zustimmung zu einem Beschluss verneint, gilt dieser als nicht genehmigt.

Der Gemeinderat Ulrich Kettner (Gr├╝ne) merkte kritisch an, dass immer von einer Kooperation auf Augenh├Âhe gesprochen worden war: „Wenn aber in Hirschberg die Schulleitung und in Heddesheim der Sitz des Zweckverbands ist, der einstimmig entscheiden muss, frage ich mich, wo da die Augenh├Âhe ist. Die Vorteile liegen bei Hirschberg.“

Interessant d├╝rfte die sicherlich stattfindende Diskussion in Hirschberg werden, wo der Gemeinderat die von B├╝rgermeister Kessler angek├╝ndigten Verhandlungen ├╝ber „Sondert├Âpfe“ noch nicht kennt.

Der partei- und fraktionsfreie Gemeinderat Hardy Prothmann enthielt sich der Stimme: „Ich habe dem Antrag auf eine gemeinsame Werkrealschule nicht zugestimmt, dann stimme ich auch nicht f├╝r die Einrichtung eines Zweckverbands“, gab er zu Protokoll.

Einen sch├Ânen Tag w├╝nscht
Das heddesheimblog

Anmerkung der Reaktion:
Der partei- und fraktionsfreie Gemeinderat Hardy Prothmann ist verantwortlicher Redakteur f├╝r das heddesheimblog und das hirschbergblog.

Schulzweckverband Werkrealschule in Hirschberg beschlossen – heute Abstimmung in Heddesheim

Guten Tag!

Heddesheim/Hirschberg, 20. Mai 2010. Geht es nach dem Hirschberger Gemeinderat, ist die Gr├╝ndung eines „Schulzweckverbands Werkreal- und Grundschlule Hirschberg/Heddesheim“ beschlossen. Heute stimmt der Heddesheimer Gemeinderat dar├╝ber ab.

Von Hardy Prothmann

W├Ąhrend der Hirschberger Gemeinderat die zwei Antr├Ąge auf Gr├╝ndung eines „Schulzweckverbands Werkreal- und Grundschlule Hirschberg/Heddesheim“ und die Bestellung von f├╝nf Vertretern sowie des B├╝rgermeisters einstimmig beschlossen hat, ist die Abstimmungsentscheidung in Heddesheim offen.

Sicherlich kann davon ausgegangen werden, dass die Mehrheit des Gemeinderats den Beschlussvorlagen zustimmt – eine Einstimmigkeit ist nicht zu erwarten.

Interessant wird das Abstimmungsverhalten der Fraktion „B├╝ndnis90/Die Gr├╝nen“ – immerhin hat die Fraktion den Antrag auf eine gemeinsame Werkrealschule abgelehnt – ist aber zweitst├Ąrkste Fraktion.

Die Regelung sieht vor, dass der Sitz der gemeinsamen Werkrealschule in Hirschberg an der Martin-St├Âhr-Schule sein wird, die Grundschule eingeschlossen.

In Heddesheim wird die Grundschule der Johannes-Kepler-Schule nicht mit eingeschlossen sein, was zumindest den GLH-Gemeinderat J├╝rgen Steinle verwunderte: „Wieso ist die Grundschule bei uns eingeschlossen und in Heddesheim nicht?“, fragte er B├╝rgermeister Manuel Just.

Der antwortete, dass ginge „organisatorisch“ nicht anders. Das sei ein Vorgabe des Landes gewesen, dass der Hauptsitz eine Einheit bilden m├╝sse.

Der Zweckverband verwaltet die Mittel f├╝r den Schulbetrieb. Hier zahlen die Gemeinden einen „Kopfbetrag“ von 214 Euro pro Sch├╝ler aus der jeweiligen Gemeinde ein. Die Personalkosten liegen beim Land, die Geb├Ąudekosten tragen die Gemeinden. Die anteiligen Kosten f├╝r die Martin-St├Âhr-Grundschule verbleiben bei der Gemeinde Hirschberg.

Als Verbandsvorsitzender soll der Heddesheimer B├╝rgermeister Michael Kessler gew├Ąhlt werden. Das allerdings entscheiden nicht die Gemeinder├Ąte, sondern die Verbandsversammlung, die aus je 5 Gemeinder├Ąten der jeweiligen Gemeinde sowie den beiden B├╝rgermeistern besteht.

Da der Verband auf „Augenh├Âhe“ arbeite, k├Ânnen Entscheidungen immer nur einstimmig gef├Ąllt werden, sagte B├╝rgermeister Just. Konkret bedeutet das: Kommt es zu gegenteiligen Entscheidungen, entsteht eine Pattsituation von 1:1 Stimmen. Innerhalb der Abordnungen aus den Gemeinden kann es auch zu Abstimmungen kommen, die innerhalb der sechs Stimmen zu Mehrheiten f├╝hren oder eben auch zu einer Pattsituation von 3:3 Stimmen f├╝hren k├Ânnen.

├â┼ôber die Leitung der neuen gemeinsamen Werkrealschule ist noch nichts bekannt. B├╝rgermeister Just nannte das eine „offene Flanke“: „Wir wissen noch nicht, wer der Schulleiter werden wird.“

Es kann, muss aber nicht sein, dass der Hirschberger Rektor Jens Drescher zum Zug kommt. M├Âglicherweise gibt es auch andere Bewerber. Die Heddesheimer Rektorin Hiltrud Rudolf wird nach Informationen der Redaktion Rektorin der Johannes-Kepler-Grundschule.

Dokumentation:
Der Entwurf f├╝r die Verbandssatzung

Anmerkung der Redaktion:
Der f├╝r das hirschbergblog und heddesheimblog verantwortliche Journalist Hardy Prothmann ist partei- und fraktionsfreier Gemeinderat in Heddesheim.