Freitag, 24. November 2017

Geprothmannt

Demografie – eine unglaubliche Herausforderung

Rhein-Neckar, 30. Oktober 2012. (red) Der sechste Demografie-Kongress war einer der bestbesuchtesten. Das Thema besch√§ftigt immer mehr Menschen aus allen Bereichen der Gesellschaft. Und das ist auch dringend n√∂tig, denn der Prozess ist nicht mehr aufzuhalten und die Folgen werden uns in f√ľnfzehn bis zwanzig Jahren einholen.

Von Hardy Prothmann

Deutschland 2032. Es fehlen sechs Millionen Arbeitskr√§fte. Das sind rund 15 Prozent weniger als 2012. Es fehlen spezialisierte Fachkr√§fte, Experten. Ist es m√∂glich, Wirtschaft und Verwaltungen ohne „Ausf√§lle“ zu betreiben? Was, wenn es zu Ausf√§llen kommt? Zieht das weitere Ausf√§lle von weiteren Wirtschaftszweigen nach sich? Bleiben Verwaltungsaufgaben liegen, weil Fachkr√§fte in den Abteilungen fehlen?

Im Jahr 2032 werde ich 66 Jahre alt sein. Auf dem Weg in die Ruhestand. Muss ich weiterarbeiten, weil meinen Job keiner macht? Die Frage werden sich viele stellen m√ľssen. Viele werden die Frage gestellt bekommen.

Vielleicht gibt es auch schon viele Antworten auf Fragen, die man sich heute stellt. Wenn man heute konsequent beginnt, Lösungen zu suchen, wird der demografische Wandel vielleicht keine verheerenden Wirkungen entfalten. Vielleicht.

2012 noch jung Р2032 im Rentenalter. Hardy Prothmann, Chefredakteur, sieht die Demografie als eine der größten Herausforderungen, die Deutschland in der Zukunft bewältigen muss.

Wenn man sich anschaut, wie wenig präsent die Demografie in der aktuellen Politik ist, kann man durchaus Zweifel haben, ob das Problem und die daraus resultierden Folgeprobleme auch nur ansatzweise verstanden worden sind. Bis 2032 gehen noch zwanzig Jahre ins Land Рaber die Zeit rennt, weil es immer mehr Alte und immer weniger Junge gibt.

Arbeitnehmermarkt

F√ľr junge, gut ausgebildete Menschen werden das hervorragende Zeiten werden. Es wird ein Arbeitnehmermarkt – die Angestellten bestimmen die Konditionen, weil der Markt so eng ist. F√ľr Unternehmen kann die Demografie existenzbedrohend werden, wenn sie nicht mehr genug qualifizierte Menschen f√ľr die zu erledigende Arbeit finden. Das ist letztlich schlecht f√ľr alle – denn was, wenn zwar weiter Autos gebaut werden, aber der Zulieferer f√ľr wichtige Bauteile mit der Produktion nicht nachkommt, weil ihm von der Herstellung bis zum Vertrieb die Leute fehlen?

Wer heute schon √ľber Fachkr√§ftemangel klagt, macht sich noch keine Vorstellung, was ab 2027 los sein wird. Menschen, die heute mit 55 Jahren keine Arbeit mehr finden, weil sie zu alt sind, werden wild umworben werden, gute Angebot erhalten, weil man sie mit einem Male doch braucht.

Ende 2012 ist klar: Welche Auswirkungen die Demografie letztlich hat, weiß noch niemand genau. Was man weiß ist, sie werden gewaltig sein.

Wichtiger Beitrag des VRRN

Insofern hat der Verband Region Rhein-Neckar (VRRN) einen sehr wichtigen Beitrag geleistet, die Demografiewoche in unseren Raum zu holen. Gerade vor dem Hintergrund, dass bislang unsere Bev√∂lkerungszahlen einigerma√üen stabil sind. Trotzdem geht auch bei uns die Schere zwischen Alt und Jung auseinander. Auch uns wird die Demografie treffen. Und deshalb war diese Demografiewoche sehr wichtig – als Start eines bewussten Umgangs mit den k√ľnftigen Herausforderungen, die schon bald mehr und mehr deutlich werden.

Schade ist, dass die kleineren Gemeinden sich nur wenig beteiligt haben. Vielleicht, weil hier die Probleme noch nicht so sehr dr√ľcken, wie das in den St√§dten schon erkennbar ist. Fast jeder Ort in unserem Berichtsgebiet hat noch die wichtigste Infrastruktur im Ort, mindestens ein Nahversorger ist √ľberall vorhanden. In Mannheim haben bereits 60.000 Menschen keine Nahversorgung mehr in der unmittelbaren Umgebung. Das sind Heddesheim, Ladenburg, Ilvesheim, Edingen-Neckarhausen und Schriesheim zusammengenommen.

Gemeinsame Lösungen vs. Alleingänge

Die Gemeinden werden in Sachen Demografie unweigerlich mehr zusammenarbeiten m√ľssen, wenn sie die Herausforderungen stemmen wollen. Und sie m√ľssen die Demografie in ihre Agenden aufnehmen. Man wird mehr tun m√ľssen, als ein, zwei Altenheime zu bauen.

Von unserer Seite aus begleiten wir den Prozess auch in Zukunft. Aktuell haben wir in den vergangenen vier Monaten √ľber 60 Artikel zur Demografie in unseren Blogs ver√∂ffentlicht. Auch das war eine Herausforderung – aber eine, die wir gerne annehmen, weil sie wichtig ist.

Anm. d. Red.: Normalerweise ist Montag unser Kolumnentag – wegen organisatorischer Gr√ľnde musste der Text leider einen Tag sp√§ter erscheinen.

Diese Kommunen machen bei auftragsboerse.de mit

Guten Tag!

Heddesheim, 23. Dezember 2009. Handwerker aufgepasst: Ab Januar stellen 65 Kommunen der Metropolregion Rhein-Neckar ihre öffentlichen Ausschreibungen unter einer einheitlichen Plattform ins Internet. Das heddesheimblog listet die teilnehmenden Kommunen auf. Die Gemeinde Heddesheim nimmt nicht teil. Selbstverständlich können aber Heddesheimer Handwerker und Unternehmen sich um Ausschreibungen in der Metropolregion Rhein-Neckar bewerben.

auftragsboerse.de bietet einen kostenlosen Zugriff auf Ausschreibungsunterlagen: „Ab sofort steht unter „auftragsboerse.de“ die neue einheitliche regionale elektronische Vergabeplattform der Metropolregion Rhein-Neckar (MRN) zur Verf√ľgung. Unternehmen k√∂nnen dort, neben Informationen zu den aktuellen √∂ffentlichen Ausschreibungen von 65 Kommunen aus der MRN, auch die Vergabeunterlagen kostenlos online abrufen, danach am Computer bearbeiten und via Internet an die ausschreibende Stelle √ľbermitteln.

auftragsboerse

Einheitliche und kostenfreie Angebote können Firmen und Handwerker bei auftragsboerse.de ab Januar abgeben.

Kommunen, die ab 1.1.2010 dabei sind
Bad Bergzabern Verbandsgemeinde
Bobenheim-Roxheim
Böhl-Iggelheim
Br√ľhl
Deidesheim Verbandsgemeinde
Dossenheim
Dudenhofen Verbandsgemeinde
Edingen-Neckarhausen
Frankenthal
Freinsheim Verbandsgemeinde
F√ľrth
Gr√ľnstadt-Land Verbandsgemeinde
Heidelberg
Hemsbach
Heppenheim
Hirschberg
Hockenheim
Jockgrim Verbandsgemeinde
Kreis Bergstraße
Ladenburg
Lambrecht Verbandsgemeinde
Lambsheim
Lampertheim
Landau
Landkreis Bad D√ľrkheim
Landkreis Germersheim
Laudenbach
Lindenfels
Ludwigshafen
Mannheim
Mutterstadt
Neckarsteinach
Neuhofen
Neulußheim
Neustadt
Plankstadt
Rauenberg
Reilingen
Rhein-Neckar-Kreis (Bau und Vermögen)
Rhein-Neckar-Kreis (Kreisverwaltung)
Rhein-Pfalz-Kreis
Rimbach
Römerberg
Sandhausen
Schifferstadt
Schriesheim
Schwetzingen
Sinsheim
Speyer
St. Leon-Rot
Verband Region Rhein-Neckar
Viernheim
Walldorf
Weinheim
Wiesloch
Worms

Kommunen, die im Laufe des Jahres dazu stoßen:
Altlußheim
B√ľrstadt
Eberbach
Elztal
Eppelheim
Ilvesheim
Leimen
Malsch
Nußloch
Wilhelmsfeld
Wörth

Einen sch√∂nen Tag w√ľnscht
Das heddesheimblog

auftragsboerse.de: „Alle profitieren, vor allem kleinere Unternehmen.“

Guten Tag!

Heddesheim, 23. Dezember 2009. Ab Januar k√∂nnen Handwerksbetriebe und Unternehmen sich √ľber das Internet um Ausschreibungen von 65 Kommunen in der Metropolregion bewerben. „auftragsboerse.de“ hei√üt das Projekt, von dem beide Seiten profitieren sollen, n√§mlich Wirtschaft und Gemeinde-Haushalte. Die Idee ist simpel, die Umsetzung war es nicht: Auf einer zentralen Plattform werden Ausschreibungen der Kommunen eingepflegt, die Firmen erhalten eine Ausf√ľllhilfe und bewerben sich online um die Auftr√§ge.

Interview: Hardy Prothmann

Frau Brockmann, ab 2010 k√∂nnen Handwerker und Unternehmen Angebote f√ľr Ausschreibungen von Kommunen vollst√§ndig elektronisch abgeben. Allerdings nur bei 65 der 155 Kommunen der Metropolregion Rhein-Neckar. 90 Kommunen machen nicht mit. Warum?

Christine Brockmann: „Das hat verschiedene Gr√ľnde. Zum einen betreten alle Kommunen nat√ľrlich Neuland. Und die Kommunen zahlen f√ľr diese L√∂sung pro Zugang zur regionalen Vergabeplattform eine Lizenzgeb√ľhr. Gerade sehr kleine Kommunen sagen, der Aufwand lohnt sich nicht, weil es im Vergleich nur wenige Ausschreibungen gibt.“

„Die Kommunen zahlen zwar, werden unter dem Strich aber Kosten sparen.“

Gibt es eine Break-even-Zahl, ab der sich die Kosten rechnen?

Brockmann: „Das h√§ngt in jedem Fall von der Konstellation vor Ort ab und l√§sst sich nicht pauschal beantworten. Nur soviel: Einige Kommunen haben ausgerechnet, was sie die Lizenz kostet und was sie sparen, weil sie k√ľnftig auf kostenpflichtige Bekanntmachungen in gedruckten Medien verzichten k√∂nnen und intern bei der Bearbeitung durch die Verwaltung Zeit sparen. Das Ergebnis f√ľhrt zu deutlichen Einsparungen.“

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"Alle profitieren", sagt Christine Brockmann. Bild: MRN

Brockmann: „Ja, grunds√§tzlich ist die Ver√∂ffentlichung unter auftragsboerse.de ausreichend. Sicher werden aber viele Kommunen f√ľr eine gewisse √ÉŇďbergangszeit auch die alten Kan√§le noch bedienen.“

Handwerkliche Betriebe m√ľssen k√ľnftig also nicht mehr alle m√∂glichen Zeitungen und Amtsbl√§tter nach Ausschreibungen durchsuchen. Gibt es weitere Vorteile?

Brockmann: „Sehr viele, die alle darzustellen, w√ľrde hier den Rahmen sprengen. Ein wichtiges Beispiel: Gerade kleinere Unternehmen oder solche, die sich seltener an kommunalen Ausschreibungen beteiligen, scheitern bei der Angebotsabgabe, weil sie vergessen, Informationen einzureichen. Das Vergaberecht ist hier gnadenlos. Das ist f√ľr alle bedauerlich: F√ľr die Firma, die Arbeit hatte und den Auftrag nicht bekommt und f√ľr die Kommune, die vielleicht ein sehr gutes Angebot mit hochwertiger handwerklicher Leistung nicht annehmen darf. Die Software hilft beim Ausf√ľllen der Antr√§ge und warnt den Bearbeiter, wenn er etwas vergessen hat.“

Es gibt viele Vergabeplattformen, bei denen die Unternehmen f√ľr die Nutzung und das Herunterladen der Vergabeunterlagen zahlen. Warum √ľbernehmen hier in der Region die Kommunen die Kosten?

Christine Brockmann: „Wir haben uns dieses Modell sehr genau angeschaut und uns f√ľr einen Paradigmenwechsel entschieden. Jedes neue Angebot st√∂√üt erst einmal auf Skepsis. Um einen Anreiz zu schaffen, sind wir der √ÉŇďberzeugung, dass man alle „Hemmnisse“ abbauen muss. Au√üerdem ist unser Ziel, kommunale Ausschreibungen gerade f√ľr kleine Firmen und Betriebe attraktiv zu machen und das erreichen wir durch einen kostenlosen Zugang und eine regionale Plattform, auf der die Unternehmen alle Ausschreibungen der teilnehmenden Kommunen finden.“

„Wichtig ist die Rechtssicherheit. Die ist bei auftragsboerse.de gew√§hrleistet.“

Die Softwarelösung, die jetzt in der Region zum Einsatz kommt, wird zum Beispiel schon in Bayern und im Kreis Ostwestfalen-Lippe verwendet. Hat das Vorteile?

Brockmann: „Wir wollten keine Experimente, sondern eine bereits am Markt etablierte Softwarel√∂sung, die zuverl√§ssig und rechtssicher ist. Au√üerdem ist durch einen gro√üen Nutzerkreis gew√§hrleistet, dass die Software stets weiterentwickelt wird und Gesetzes√§nderungen eingepflegt werden. sodass sie immer auf dem neuesten Stand ist. Und als Nutzer k√∂nnen wir dann auch selbst Verbesserungsvorschl√§ge einbringen.“

Die teilnehmenden Kommunen werden in Zukunft einheitliche Formulare verwenden. War es schwierig, die Kommunen davon zu √ľberzeugen?

Brockmann: „Es war erwartungsgem√§√ü nicht ganz einfach, ist aber letztlich gelungen. Aus Sicht der Unternehmen ist es wirklich sehr aufw√§ndig, wenn sie in jeder Kommune andere Formulars√§tze vorfinden und sich immer wieder neu einarbeiten m√ľssen. Deshalb haben wir uns in der Region auf einheitliche Formulare geeinigt, die vom Bundesbauministerium zur Verf√ľgung gestellt werden. Wichtig war auch hier, dass jemand die Formulare immer aktuell h√§lt und f√ľr die Rechtssicherheit garantiert. Die Formulare werden in die elektronische Vergabel√∂sung eingepflegt, so dass die beteiligten Kommunen direkt darauf zugreifen k√∂nnen.“

Jetzt gibt es aber auch Handwerker, die sich vielleicht mit der EDV schwer tun. Was machen die?

Brockmann: „Die k√∂nnen die Unterlagen nach wie vor per Post anfordern, dann werden allerdings Geb√ľhren f√§llig. Insgesamt sind wir davon √ľberzeugt, dass die Handwerker sehr schnell realisieren werden, dass diese elektronische Vergabel√∂sung vielleicht am Anfang eine Herausforderung darstellt, sich dann aber als sehr n√ľtzlich f√ľr sie erweisen wird. Zudem bieten wir eine ganze Reihe von Informationsveranstaltungen an, auf denen sich die Betriebe mit dem System vertraut machen k√∂nnen.“

Der Verband Region Rhein-Neckar hat f√ľr die E-Vergabel√∂sung einen vierj√§hrigen Rahmenvertrag geschlossen. Was, wenn jetzt doch noch andere Gemeinden mit einsteigen wollen?

Brockmann: „F√ľr die ist sozusagen der Zug leider erstmal abgefahren. Wir haben in Vorbereitung des Ausschreibungsverfahrens f√ľr die E-Vergabel√∂sung breit informiert und daf√ľr geworben. Allerdings ist vorstellbar, dass wir vielleicht in ein oder zwei Jahren ein weiteres Projekt aufsetzen, sofern sich in der n√§chsten Zeit ausreichend Kommunen daf√ľr interessieren.“

Zur Person:
Christine Brockmann ist Projektleiterin „Wirtschaft trifft Verwaltung“ bei der Metropolregion Rhein-Neckar-GmbH.

Ansprechpartner:
Fabian Ewert
MRN GmbH
Tel.: 0621 12987-86

Info:
auftragsboerse.de bietet einen kostenlosen Zugriff auf Ausschreibungsunterlagen: „Ab sofort steht unter „auftragsboerse.de“ die neue einheitliche regionale elektronische Vergabeplattform der Metropolregion Rhein-Neckar (MRN) zur Verf√ľgung. Unternehmen k√∂nnen dort, neben Informationen zu den aktuellen √∂ffentlichen Ausschreibungen von 65 Kommunen aus der MRN, auch die Vergabeunterlagen kostenlos online abrufen, danach am Computer bearbeiten und via Internet an die ausschreibende Stelle √ľbermitteln.

Eine kostenlose Bieter-Software f√ľhrt dabei durch alle Stufen des Vergabeverfahrens und hilft so, Formfehler im Angebot zu vermeiden. In der Folge lassen sich sowohl bei Unternehmen als auch bei Kommunen Kosten und Zeit einsparen.

F√ľr interessierte Unternehmen werden im Januar und Februar 2010 in Kooperation mit den regionalen Handwerks- und Industrie- und Handelskammern kostenlose Informationsveranstaltungen in Bensheim, Heidelberg, Landau, Ludwigshafen, Mannheim, Mosbach und Worms angeboten.

Weitere Informationen sowie die Möglichkeit zur Anmeldung im Internet unter www.m-r-n.com/evergabe.html. Die Verbesserung der Verwaltungsabläufe und -strukturen bei der Vergabe öffentlicher Aufträge wird seit 2006 vom Verband Region Rhein-Neckar GmbH (VRRN) und deren Tochterunternehmen MRN GmbH gemeinsam vorangetrieben.

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