Dienstag, 24. November 2020

Zensus 2011: Halbzeitbilanz – Erhebungen im Rhein-Neckar-Kreis laufen auf Hochtouren


Rhein-Neckar, 29. Juni 2011. (red/pm)Es ist Halbzeit f√ľr die Erhebungsbeauftragten der Erhebungsstelle Zensus 2011 im Rhein-Neckar-Kreis. Seit Anfang Mai sind die 775 ehrenamtlichen Helfer im Einsatz, bis Ende Juli k√∂nnen sie noch Klinken putzen.

Information des Rhein-Neckar-Kreises:

„Wir sind gut vorangekommen“, fasst die Leiterin der Erhebungsstelle, Ann-Kristin Weis, zusammen. Viele Erhebungsbeauftragte hatten schon Termine in der Erhebungsstelle.

Erfreulich ist insbesondere die geringe Zahl an Verweigerern. „Wir hatten mit weitaus mehr gerechnet“, sagt Weis. „Bei der letzten Volksbefragung 1987 gab es Proteste. Davon kann heute nicht die Rede sein.“ Verweigerer und von den Erhebungsbeauftragten nicht angetroffene Personen werden von der Erhebungsstelle angeschrieben. Sie erhalten zun√§chst ein Anschreiben, in dem sie auf die Auskunftspflicht hingewiesen werden. „Nur wenn diese nicht beantwortet werden, verschickt die Erhebungsstelle eine Mahnung mit Fristsetzung, sich doch bitte bis zu einem bestimmten Zeitpunkt noch f√ľr die Befragung zur Verf√ľgung zu stellen; erst dann einen Heranziehungsbescheid mit Zwangsgeldandrohung; nicht direkt eine Zahlungsaufforderung“, betont Weis.

„Freundlich bleiben sei der Schl√ľssel, wenn Probleme auftauchen“, erkl√§rt der Erhebungsbeauftragte H√ľseyin Topaloglu, der normalerweise im Organisationsamt des Rhein-Neckar-Kreises arbeitet. Er hatte genau einmal den Fall, dass eine Frau partout nicht Auskunft geben wollte. „Die Dame war sehr gereizt und wurde auch ein bisschen lauter“, erz√§hlt Topaloglu. „Aber ich habe gesehen, dass sie mit den Nerven ziemlich am Ende war. Also bin ich weiter nett und h√∂flich geblieben und habe ihr erkl√§rt, dass sie auskunftspflichtig ist und was f√ľr Folgen eine Verweigerung haben kann. Dann ging es. Das ist doch irgendwie mein Job.“

Und die Leiterin der Erhebungsstelle betont: „Wir sind sehr zufrieden mit unseren Leuten.“
Die Erhebungsbeauftragten sind vor allem Studenten, Rentner und Mitarbeiter im √∂ffentlichen Dienst. Sie alle liefern ihre Frageb√∂gen bei der Erhebungsstelle ab. „F√ľr uns f√§ngt die Arbeit jetzt erst richtig an“, sagt Weis. „Die Auswertung √ľbernimmt das Statistische Landesamt“, erkl√§rt Weis. Die Unterlagen m√ľssen aber im Vorfeld aufw√§ndig erfasst werden. „Alle Informationen bleiben aber innerhalb der amtlichen Statistik“, versichert sie. „Wir geben nichts weiter, nicht an die Polizei, nicht an die Melde√§mter. Es gilt das Statistikgeheimnis und ein absolutes R√ľckspielverbot.“

Und weil die Sache mit dem Datenschutz sehr ernst genommen wird, ist die Erhebungsstelle in gesonderten R√§umen – fern ab vom Geb√§ude des Landratsamtes – untergebracht und nur f√ľr die Mitarbeiter und die Erhebungsbeauftragten in deren Begleitung zug√§nglich.“

Einen sch√∂nen Tag w√ľnscht
Das rheinneckarblog

Zensus ist heute gestartet


Wer im Internet die Befragung mitmacht - erhält per Fax antwort.

Rhein-Neckar, 09. Mai 2011 (red/pm) Heute ist der EU-weiter Zensus auch im Rhein-Neckar-Kreis gestartet. Rund 75.000 Haushalte werden befragt. Datensch√ľtzer haben immer wieder vor dem Missbrauch der Daten gewarnt – die Teilnahme ist aber Pflicht.

Information des Rhein-Neckar-Kreises:

„24 Jahre nach der Volksz√§hlung von 1987 sind von kommendem Montag (9. Mai 2011) an und bis Ende Juli mehr als 770 Interviewer im Rhein-Neckar-Kreis unterwegs. Im Auftrag des Statistischen Landesamtes erheben sie erneut Daten √ľber die Bev√∂lkerung. Die Volksbefragung ist Teil des EU- weiten Zensus 2011.

Diesmal wird ein Verfahren eingesetzt, bei dem soweit wie m√∂glich auf bereits vorhandene Daten zur√ľckgegriffen wird. Dadurch ist es nicht mehr notwendig, dass alle B√ľrger im Landkreis direkt interviewt werden. Im Rhein-Neckar-Kreis werden rund 75.000 Menschen aus ausgew√§hlten Haushalten nach Alter, Familienstand oder Religion befragt.

Die Befragten wurden nach einem Zufallsverfahren ausgew√§hlt. Die Interviewer √ľberreichen den Fragebogen und bieten Hilfe beim Ausf√ľllen an. Die Fragen sind gesetzlich vorgegeben und m√ľssen – mit Ausnahme der Frage nach der Religion – beantwortet werden.

Daneben wird es eine Vollerhebung in sogenannten Sonderbereichen wie Gemeinschafts-, Anstalts- und Notunterk√ľnften, Wohnheimen und √§hnlichen Unterk√ľnften geben. Die Durchf√ľhrung der Haushaltsstichprobe und die Erhebung in Sonderbereichen sind die Hauptaufgaben der Erhebungsstelle des Rhein-Neckar-Kreises. Die Befragungen sollen bis zu den Sommerferien abgeschlossen sein. Mit ersten Ergebnissen wird im November 2012 gerechnet.

Unter www.zensus2011.de, den Webseiten der Statistischen √É‚Äěmter des Bundes und der L√§nder kann man sich jederzeit umfassend √ľber den Zensus informieren. Alles Wissenswerte zur Durchf√ľhrung des Zensus in Baden-W√ľrttemberg ist auf der Homepage des Statistischen Landesamtes unter www.statistik-bw.de zu finden. F√ľr Fragen ist eine kostenfrei Hotline unter der Nummer 0800 58 87 854 geschaltet.“

Einen sch√∂nen Tag w√ľnscht
Das rheinneckarblog

Mikrozensus startet heute


Guten Tag!

Rhein-Neckar, 10. Januar 2011. (pm) Am 10. Januar 2011 startet in Baden-W√ľrttemberg, wie auch in ganz Deutschland, die Befragung zum Mikrozensus 2011.

Presseinformation des Statischen Landesamts:

„Der Mikrozensus ist eine gesetzlich angeordnete Befragung √ľber die Bev√∂lkerung und den Arbeitsmarkt, die seit 1957 jedes Jahr bei 1√ā¬†Prozent aller Haushalte in Deutschland durchgef√ľhrt wird. In Baden-W√ľrttemberg werden j√§hrlich rund 48 000 Haushalte durch das Statistische Landesamt befragt. Zusammen mit dem Mikrozensus wird in allen auskunftspflichtigen Haushalten auch die EU-Arbeitskr√§ftestichprobe durchgef√ľhrt.

Die Stichprobenauswahl des Mikrozensus ist im Mikrozensusgesetz vorgeschrieben. Danach werden bei der Stichprobenziehung Gebäude ausgewählt. Die Haushalte, die in diesen durch ein mathematisches Zufallsverfahren ausgewählten Gebäuden wohnen, sind auskunftspflichtig. Die vom Gesetzgeber angeordnete Auskunftspflicht dient dazu, dass mit dem Mikrozensus zuverlässige und aktuelle statistische Informationen bereitgestellt werden können.

Der Mikrozensus wird als so genannte unterj√§hrige Erhebung durchgef√ľhrt. Das hei√üt, der Stichprobenumfang von etwa 48√ā¬†000 Haushalten wird gleichm√§√üig auf alle Monate und Wochen des Jahres verteilt. Somit werden in Baden-W√ľrttemberg pro Woche rund 920 Haushalte von den Interviewern des Statistischen Landesamtes befragt. Die Angaben beziehen sich dann jeweils auf die Woche vor dem Interview. Die Vorteile dieses unterj√§hrigen Erhebungskonzeptes liegen in der h√∂heren Aktualit√§t und Qualit√§t der Ergebnisse, die als Quartals- und als Jahresdurchschnittsergebnis vorliegen werden und sowohl saisonale Spitzen als auch flexible Arbeitsverh√§ltnisse abbilden k√∂nnen.“

Einen sch√∂nen Tag w√ľnscht
Das rheinneckarblog