Sonntag, 24. Juni 2018

Bundesweite Aktion gegen Raser

Gib-acht-im-verkehr.de

Überall im Land sind am 10. Oktober die „Blitzer“ in Aktion. Quelle: Polizei

 

Rhein-Neckar, 02. Oktober 2013. (red) Am 10. Oktober 2013 wird in ganz Baden-WĂŒrttemberg den ganzen Tag geblitzt – sofern Verkehrsteilnehmer mit ĂŒberhöhter Geschwindigkeit erwischt werden. Die bundesweite Aktion soll vor der Todesursache Nummer 1 im Straßenverkehr warnen und fĂŒr das Thema sensibilisieren. Eine klasse Aktion, die nicht auf Bestrafung zielt, sondern auf Aufmerksamkeit und den Verstand. BĂŒrger/innen können sich beteiligen und der Polizei vorschlagen, wo in der Gemeinde besondere „Raserstrecken“ sind, die kontrolliert werden sollten. [Weiterlesen…]

Polizei zieht Raser aus dem Verkehr

Jeder zweite zu schnell

Heddesheim, 19. Juni 2012. (red/pol) Information der Polizei: „Am Sonntag, in der Zeit zwischen 16:00 Uhr und 19:00 Uhr, fĂŒhrten Beamte des VerkehrsĂŒberwachungsdienstes im Stadtgebiet Heddesheim Geschwindigkeits-messungen durch. Bei 169 gemessenen Fahrzeugen gingen der Polizei 80 Autofahrer ins Netz, die zu schnell unterwegs waren.

WĂ€hrend die meisten FahrzeugfĂŒhrer mit einem Verwarnungsgeld davonkommen werden, gab es immerhin auch 13 Autofahrer, die im Rahmen einer Ordnungswidrigkeitenanzeige zur Kasse gebeten werden.

Der Spitzenreiter, der Fahrer eines BMW mit Heppenheimer Zulassung, war bei erlaubten 50km/h mit gemessenen 99 km/h unterwegs. Er wird fĂŒr lĂ€ngere Zeit auf seinen fahrbaren Untersatz verzichten mĂŒssen.

Die Polizei weist an dieser Stelle darauf hin, dass zu schnelles Fahren mit zu den Hauptunfallursachen gehört.“

AuffÀllig viele Verwarnungen

Polizei fĂŒhrt verstĂ€rkt Kontrollen durch

Ein Viertel aller kontrollierten Fahrer und Fahrzeuge erhielten Verwarnungen.

 

Ladenburg, 03. Februar 2012. (red/pol) Die Polizei kontrollierte Donnerstagnacht im Revier Ladenburg 80 Fahrer und Fahrzeuge. Insgesamt 19, also ein Viertel aller Kontrollen fĂŒhrten zu Beanstandungen, grĂ¶ĂŸtenteils allerdings nur zu mĂŒndlichen Verwarnungen.

In der Nacht von Donnerstag auf Freitag kontrollierten acht Beamte insgesamt 80 Fahrzeuge. Trotz der eisigen KĂ€lte von minus zehn Grad (gefĂŒhlt minus 20) waren die Beamten der Polizeistation Ladenburg unter Leitung von Polizeikommissar Stephan Kau hoch motiviert.

Bei dem vier Stunden dauernden Einsatz wurden 19 VerstĂ¶ĂŸe festgestellt. Darunter eine alkoholisierte Fahrerin und zwei Personen unter Drogeneinfluss. Ein Fahrer hatte Haschisch geraucht, einer Kokain konsumiert.

Mit knapp einer Promille kommt die Fahrerin noch einmal mit einem „blauen“ Auge davon. FĂŒr vier Wochen muss sie ihren FĂŒhrerschein abgeben, zudem erwartet sie neben Punkten in Flensburg eine Geldstrafe in Höhe von mehreren Hundert Euro.

Insgesamt drei Personen wurden ohne gĂŒltige Fahrerlaubnis angehalten. Zwei davon hatten ihren FĂŒhrerschein lediglich nicht dabei, die dritte Person steht auch weiterhin im Verdacht, ohne gĂŒltigen FĂŒhrerschein unterwegs gewesen zu sein.

Das PolizeiprĂ€sidium Mannheim wird in den nĂ€chsten Wochen wegen der Fasnachtszeit verstĂ€rkt solche Kontrollen durchfĂŒhren. Interessant: Auf Facebook wurden Informationen zum Standort der Kontrollen durch Nutzer verbreitet, was Revierleiter Frank Hartmannsgruber positiv kommentierte:

„Das ist doch schön, wenn unsere Kontrollen wahrgenommen werden. Die Leute sollen wissen, dass wir fĂŒr sie da sind, aber Alkohol- und DrogensĂŒnder aus dem Verkehr ziehen.“

Nicht nur das Revier Ladenburg war im Einsatz – die Mannheimer Kollegen fĂŒhrten weitere Kontrollen im Stadtgebiet durch.

So ists vorbildlich: Dieser Mann hat "Null Promille" - zeigt das AtemalkoholtestgerÀt.

 

Information der Polizei Mannheim:

„Am Donnerstagabend und in der Nacht zum Freitag kontrollierten Beamte des PolizeiprĂ€sidiums Mannheim wieder zahlreiche FahrzeugfĂŒhrer.

Um 22:55 Uhr stellten Beamte der Verkehrspolizei in der Zehntstraße bei einem 38-jĂ€hrigen Weinsberger fest, dass der Minifahrer unter Drogeneinfluss stand.

Ein entsprechender Drogenvortest reagierte positiv. Weiterhin steht der Mann im Verdacht, ohne FĂŒhrerschein unterwegs gewesen zu sein.

Gegen 23:35 Uhr wurde in der Seckenheimer Landstraße ein 34-jĂ€hriger Mannheimer kontrolliert. Bei ihm wurde ein Alkoholwert von 0,98 Promille gemessen.

Kurze Zeit spĂ€ter, um 23:55 Uhr, fiel der Polizei an gleicher Örtlichkeit ein 25-jĂ€hriger Mutterstadter auf.

Der Opel-Fahrer zeigte eindeutige Anzeichen auf Drogenkonsum. Ein Vortest bestÀtigte diesen Verdacht.

In der Frankenthaler Straße in Mannheim kontrollierten, gegen 02:50 Uhr, Beamte des Polizeireviers Sandhofen eine 29-jĂ€hrige Pkw-Lenkerin aus Einhausen.

Da die Frau stark nach Alkohol roch, wurde ihr ein Alko-Test angeboten. Dieser ergab einen Wert von 1,38 Promille.

Ein 21-jÀhriger Ludwigshafener musste sich um 04:20 Uhr auf dem Kaiserring in der Mannheimer Innenstadt einer Verkehrskontrolle unterziehen.

Bei ihm stellten die Polizeibeamten einen Alkoholwert von 1,4 Promille fest.

DarĂŒber hinaus steht ein junger Mann im Verdacht, seinen Volvo unter Drogeneinfluss gelenkt zu haben.

Er war von der Polizei gegen 21:10 Uhr in der Ilvesheimer Straße in Ladenburg angehalten worden. Da es ihm nicht möglich war, eine Urinprobe abzugeben, wurde ihm Blutprobe entnommen.“

Vernunft und Kontrollen wirken – Polizei: Weniger „Alkoholfahrten“

Guten Tag!

Heddesheim, 17. Februar 2010. Das PolizeiprĂ€sidium Mannheim sieht eine positive Entwicklung in Sachen „Alkohol am Steuer“. GegenĂŒber dem Vorjahr sind alle Zahlen rĂŒcklĂ€ufig.

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Weniger "Alkohol- und Drogenfahrten". Bild: hblog

Die Polizei fĂŒhrt die Abnahme von Fahrten unter Alkohol- oder Drogeneinfluss auf die verstĂ€rkten Kontrollen sowie eine kontinuierliche Information der Öffentlichkeit zurĂŒck. Sowohl die Fahrten unter Einfluss von Alkohol als auch unter Einfluss von Drogen gingen gegenĂŒber dem Vorjahr um gut 25 Prozent zurĂŒck. Und es gab einen Unfall weniger.

Da Fahrten unter dem Einfluss von Alkohol oder Drogen nach wie vor die Verkehrssicherheit maßgeblich negativ beeinflussen, ist die ÃƓberprĂŒfung der Fahrtauglichkeit weiter ein Schwerpunkt der Verkehrspolizei.

Pressemeldung des PolizeiprÀsidiums Mannheim:

„Die Appelle und Warnungen der Polizei und anderer Institutionen haben die BĂŒrger offenbar erreicht. Bei den angekĂŒndigten Kontrollen der Polizei in der Fastnachtszeit gerieten im ZustĂ€ndigkeitsbereich des PolizeiprĂ€sidiums Mannheim im Vergleich zum Vorjahr (Zahlen in Klammer) weniger Verkehrsteilnehmer in Konflikt mit dem Gesetz.

In den vergangenen vier Wochen musste die Polizei 14 (15) UnfĂ€lle aufnehmen, bei denen Alkoholkonsum ursĂ€chlich war. Hierbei wurden 3 (0) Personen verletzt. Bei den umfangreichen Kontrollen wurden 37 (49) FahrzeugfĂŒhrer festgestellt, die sich unter dem Einfluss von Alkohol ans Steuer setzten. Darunter jedoch auch ein FĂŒhrerscheinneuling, fĂŒr den ein generelles Alkoholverbot am Steuer besteht. Sie mĂŒssen nun, je nach Promillewert, mit dem Entzug ihrer Fahrerlaubnis, bzw. mit einer Anzeige rechnen.

Anzeichen eines Drogenkonsums konnten die Beamten bei 9 (13) FahrzeugfĂŒhrern wahrnehmen und durch einen entsprechenden Test belegen. Neben den ĂŒblichen Sanktionen besteht hier die Möglichkeit, dass die Behörde die grundsĂ€tzliche Fahrtauglichkeit, sowie die charakterliche Eignung der Konsumenten zum FĂŒhren eines Kraftfahrzeugs durch entsprechende Auflagen ĂŒberprĂŒfen lĂ€sst.

Wer nun denkt, die „gefĂ€hrliche Zeit“ fĂŒr VerkehrssĂŒnder sei mit der Fastnachtszeit vorbei, begibt sich auf dĂŒnnes Eis. Nach wie vor beeintrĂ€chtigen die Alkohol- und Drogendelikte im Straßenverkehr die Verkehrssicherheit maßgeblich und bilden somit einen ganzjĂ€hrigen Schwerpunkt der polizeilichen VerkehrsĂŒberwachung.“

Einen schönen Tag wĂŒnscht
Das heddesheimblog

Fasnacht: VerstÀrkte Kontrollen

Guten Tag!

Ladenburg/Heddesheim, 13. Februar 2010. Fasnachtzeit ist Kontrollzeit. Das Polizeirevier Ladenburg kontrolliert verstĂ€rkt ĂŒber die „nĂ€rrischen Tage“. Die Kontrollen sollen klar machen, dass die Polizei beim Thema Alkohol im Straßenverkehr keinen Spaß versteht. Das heddesheimblog hat in der Nacht vom 12. Februar eine „Sonderschicht“ der Polizei begleitet.

Auf der Fahrbahn signalisieren Lichter: Achtung. Die Lichter formatieren die Fahrbahn zur Sackgasse. Eine Kelle wird hochgehalten: „Halt Polizei“ steht darauf. Polizeikontrolle.

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Achtung: Verkehrskontrolle. Gibt es AuffÀlligkeiten? Bild: lblog

Taschenlampen leuchten ins Innere der Fahrzeuge. Die Beamten wissen, worauf sie achten mĂŒssen. Die Beamten wissen, wann sie ihrem GefĂŒhl folgen mĂŒssen.

Frank Hartmannsgruber verfolgt die Szene aus rund 30 Metern Entfernung: „Die Kollegen machen eine sehr wichtige Arbeit“, sagt er.

Denn die Polizeibeamten am Halteposten mĂŒssen innerhalb von Sekunden entscheiden, ob die Kollegen am Kontrollposten Arbeit haben oder nicht.

Erfahrung und Instinkt entscheiden, wer kontrolliert wird.

Alle Sinne mĂŒssen wach sein: Gibt es AuffĂ€lligkeiten am Fahrzeug? Gibt es AuffĂ€lligkeiten beim Fahrer oder weiteren Insassen? Was sagt der erste Eindruck? Die Erfahrung? Der Instinkt?

FĂŒr die Fahrzeuge, die in die Gasse fahren, gibt es zwei Richtungen: Weiterfahren, egal wohin oder abbiegen auf den Parkplatz. Dort haben die Polizisten mit VerkehrshĂŒten drei Kontrollgassen vorbereitet.

Kurz nach 20:00 Uhr herrscht noch ein einigermaßen reger Verkehr an der Wallstadter Straße in Ladenburg.

Auf einem Parkplatz haben zehn Polizeibeamte eine Verkehrskontrolle in Richtung Innenstadt eingerichtet.

Es ist Fasnachtszeit. WÀhrend der nÀrrischen Tage wird gefeiert. Und ganz sicher Alkohol getrunken. Vielleicht werden auch Drogen genommen.

„Die Leute sollen feiern und Spaß haben“, sagt Frank Hartmannsgruber: „Der Genuss von Alkohol gehört fĂŒr viele zum Spaß dazu. Dagegen haben wir als Polizei auch ĂŒberhaupt nichts. Bei Alkohol am Steuer hört der Spaß auf. Dagegen haben wir was.“

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Ohne Alkohol im Blut fÀhrt man besser. Bild: lblog

Frank Hartmannsgruber ist der neue Revierleiter in Ladenburg: „Ich bin heute die ganze Zeit dabei, weil ich mir einen Eindruck verschaffen will, wie die Kontrollen ablaufen.“ Hartmannsgruber setzt um, was er beim Amtsantritt angekĂŒndigt hat: Er will als Chef auch „draußen“ prĂ€sent sein.

PrÀsenter Chef.

„Guten Abend. Verkehrskontrolle. Ihre Papiere bitte“, sagt die Polizistin, wĂ€hrend sie mit der Taschenlampe ins Innere eines Ford leuchtet. Aufs Gesicht. Die Augen. Auf die HĂ€nde. ÃƓber die Sitze. Ist irgendetwas auffĂ€llig?

Sie ist aufmerksam und zieht die Aufmerksamkeit auf sich. Auf der anderen Seite steht schrĂ€g nach hinten versetzt ein Kollege. Er leuchtet ebenfalls ins Innere. Die Hand liegt auf der Pistole am GĂŒrtel. Der Mann sichert seine Kollegin: „Das Sichern gehört heutzutage dazu“, sagt Hartmannsgruber.

Der kontrollierte Autofahrer reicht seine Papiere aus dem Fenster. Die Polizistin beugt sich vor. Sie riecht. Alkohol. „Haben Sie Alkohol getrunken?“, fragt sie. „Ja, ein Bier“, sagt der Mann.

„Ich muss Sie bitten, auszusteigen und mir zu folgen.“ Die Anweisungen sind knapp, klar, aber höflich. Das lernen die Beamten in Trainingssituationen, bei denen sie solche Kontrollsituationen „durchspielen“.

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Eingespielte Teams: Einer kontrolliert - einer sichert. Bild: lblog

Die Polizistin tritt zurĂŒck. Der Kollege sichert weiter aufmerksam die Situation. Wie reagiert der Fahrer? Nervös? Gereizt? Irgendwie auffĂ€llig?

Der Fahrer bleibt ruhig. Er folgt der Polizistin zu einem Einsatzwagen – der Zentrale hier vor Ort. Dort ist die Polizei per Funk mit der Einsatzzentrale verbunden. Ein Beamter erhĂ€lt die Papiere, ĂŒberprĂŒft sie, wĂ€hrend die Polizistin den Alkomat vorbereitet. „Bitte blasen Sie so lange in das GerĂ€t, bis ich Stopp sage.“

Der Mann blĂ€st rund 5 Sekunden. „Danke“, sagt die Polizistin. Weitere fĂŒnf Sekunden spĂ€ter zeigt das GerĂ€t 0,08 Milligram je Liter an. „Das muss man mit dem Faktor zwei multiplizieren, um den Promillewert zu erhalten“, sagt Frank Hartmannsgruber: 0,16 Promille hat der Fahrer also. Bis 0,5 Promille sind noch erlaubt. Die Kontrolle der Papiere hat keine AuffĂ€lligkeiten ergeben.

Wie viel ist erlaubt? „Am Besten fĂ€hrt es sich mit 0,0 Promille.“

„Der Wert von 0,5 Promille ist aber mit Vorsicht zu genießen. Bei einem Unfall oder auffĂ€lligem Verhalten ist der FĂŒhrerschein schon ab 0,3 Promille in Gefahr“, informiert Frank Hartmannsgruber den Mann. FĂŒr FahranfĂ€nger gilt sowieso 0,0 Promille.

Ist so eine Kontrolle Ă€rgerlich? „Nein“, sagt der Mann. „Die Beamten machen nur ihren Job. Ich finde das gut.“ Auch, dass er mit einem Bier noch Auto fĂ€hrt? „Das ist ja erlaubt. Ich habe gut gegessen und ein Weizen dazu getrunken. Mit mehr wĂŒrde ich kein Auto mehr fahren.“

Der Mann erhÀlt einen Hinweis auf den Einfluss von Alkohol auf das Fahrvermögen. Dann darf er weiterfahren.

Plötzliche Verfolgungsjagd.

20:31 Uhr. Plötzlich wird es hektisch. „Der ist da lang. Los!“ Je zwei Polizisten rennen zu ihren Einsatzwagen und rasen mit quietschenden Reifen einem Auto hinterher. Das hat kurz vor der Kontrollstation gedreht.

Jetzt sind alle angespannt. Was ist der Grund? Zu viel getrunken? Kein FĂŒhrerschein? Drogen? Irgendetwas Illegales? Sind die Insassen gefĂ€hrlich? Gewaltbereit?

Frank Hartmannsgruber ist am Einsatzwagen. Am Funk. „Wir haben Sie“, melden sich die „Verfolger“. Es ist 20:33 Uhr. „Keine Probleme.“ Die Spannung weicht der Erleichterung.

Nach zehn Minuten sind die „Verfolger“ zurĂŒck: „Ein Ă€lteres Ehepaar, die im Supermarkt einkaufen wollten“, berichtet einer. Doch der hatte schon zu. Deswegen drehten die Leute auf dem Parkplatz und fuhren zurĂŒck. FĂŒr die Beamten so es zunĂ€chst so aus, als wollten sie sich der Kontrolle entziehen. Das hat sie verdĂ€chtig gemacht. Eine Verwarnung gabs trotzdem: „TÃƓV und ASU sind seit acht Monaten abgelaufen.“

Acht Stunden wird die Sonderschicht dauern. Es ist kalt. Der Atem dampft. „Your driving-licence, please.“ Ein Amerikaner wird kontrolliert. Alles O.K. „Good evening.“

Ein Mercedes-Fahrer steht neben seinem Auto und telefoniert: „Wir haben festgestellt, dass eine Sicherung am Kindersitz fehlt. So darf der Mann mit seinem Kind nicht weiterfahren.“ Irgendjemand, in diesem Fall die Ehefrau, bringt das Teil oder das Auto bleibt stehen. Der Mann muss an die Seite fahren und warten.

Kindersitze, Beleuchtung, Papiere – der Kontrollkatalog ist lang.

„Unser Hauptaugenmerk ist heute der Alkohol“, sagt Frank Hartmannsgruber. „Aber wir kontrollieren natĂŒrlich auch alles andere.“ Beleuchtung, Papiere, Kindersitz, Ladung. Der Katalog ist lang.

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Fahrerdaten werden erfasst. In dieser Nacht gibt es nur Verwarnungen. Bild: lblog

Die KĂ€lte kriecht in die Klamotten. Nach eineinhalb Stunden brechen die Polizisten den Einsatz hier ab – es geht fĂŒr eine halbe Stunde zurĂŒck auf die Wache. AufwĂ€rmen, „Papierkram“ erledigen. Routineaufgaben.

Insgesamt vier Kontrollstellen wird es in dieser Nacht geben, bis die Beamten um vier Uhr frĂŒh den Einsatz beendet haben werden. NĂ€chster Einsatzort ist die BrĂŒckenstraße in Ilvesheim.

In Ilvesheim wird heute Abend Fasnacht gefeiert: „Uns interessiert hier natĂŒrlich der abfließende Verkehr“, sagt Bernd Schmidt, Polizeihauptkommissar und Leiter des Bezirksdienstes in Ladenburg.

Durchwinken oder rausholen?

Die Szenen wiederholen sich. Anhalten, reinleuchten. Durchwinken oder rausholen? Sichtkontrolle, Fragenkontrolle, FĂŒhrerscheinkontrolle, Riechkontrolle.

„Es werden weit ĂŒber einhundert Fahrzeuge sein, die wir heute Nacht kontrollieren“, sagt Frank Hartmannsgruber. „Ab 23:00 Uhr, wenn der Verkehr weniger wird, kontrollieren wir fast jedes Fahrzeug, das vorbeikommt.“

Heutzutage sind die Beamten auch auf einen möglichen Drogenkonsum vorbereitet: „Schmale Pupillen deuten auf Heroin hin, weite auf Cannabis-Konsum“, sagt Frank Hartmannsgruber. Liegt ein Verdacht vor, geht es zur Urinkontrolle auf die Wache: „Wir können dort mit unserem Schnelltest jede gĂ€ngige Droge feststellen.“

ErhĂ€rtet sich der Verdacht auf Drogen oder zu viel Alkohol, wird in beiden FĂ€llen ein Arzt Blut abnehmen. Die Tests liefern keine exakt genaue Daten – die aber braucht man vor Gericht.

Die Beamten sind mittlerweile auch auf das Erkennen von Drogenkonsum geschult.

Zwei Jugendliche auf einem Moped werden kontrolliert. Soweit ist alles in Ordnung, nur funktioniert das RĂŒcklicht nicht. Stehenlassen oder schieben sind die zwei Möglichkeiten.

Die Jugendlichen schieben: „Schauen Sie sich die an: Schwarzes Fahrzeug, schwarze Klamotten, schwarze Helme – die sind fast nicht zu erkennen. Eine funktionierende Beleuchtung dient der Sicherheit, gerade in der besonders dunklen Winterzeit“, sagt Frank Hartmannsgruber.

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Teamarbeit: Die Beamten kontrollieren nie alleine. Bild: lblog

„Ich bin sternhagelblau“, ruft ein Ă€lterer Herr, der an der Kontrolle vorbeilĂ€uft. Der Mann grinst: „Wollt ihr mich nett kontrolliere?“ Frank Hartmannsgruber versteht den Spaß: „Als FußgĂ€nger dĂŒrfen Sie das. Aber passen Sie auf, dass Sie nicht ausrutschen.“ Der Mann lacht ĂŒber sein „SpĂ€ĂŸchen“, winkt und geht weiter.

„Ich bin sehr zufrieden mit dem Einsatz. Alles lief ruhig, zĂŒgig und sehr gut koordiniert“, sagt Frank Hartmannsgruber. Das Kompliment wird der Einsatzleiter, Polizeioberkommissar Lars Rimmelspacher, gerne hören.

Die Bilanz: ÃƓber 100 Fahrzeuge haben die Beamten kontrolliert. Mehrere Verwarnungen wurden ausgesprochen – auch „mĂŒndliche“, bei denen kein Bußgeld fĂ€llig wurde. Zwei „Verfolgungen“ mussten vorgenommen werden – stellten sich aber als MissverstĂ€ndnisse heraus.

Aus Sicht von Frank Hartmannsgruber gibt es vor allem ein sehr gutes Ergebnis: „Es hatten zwar ein paar Fahrer Alkohol genossen – aber in geringen Mengen.“

In dieser Nacht musste deshalb kein FĂŒhrerschein einbehalten werden: „Ich bin ĂŒberzeugt, dass unsere aktive KontrolltĂ€tigkeit und die Kommunikation in den Medien darĂŒber sich herumgesprochen hat. Damit haben wir unseren Auftrag, die Straßen sicherer zu machen, erfĂŒllt.“

ÃƓ40 im Visier der Polizei


Guten Tag!

Heddesheim, 16. September 2009. ÃƓber 40-JĂ€hrige mĂ€nnliche Verkehrsteilnehmer werden in der nĂ€chsten Zeit stĂ€rker kontrolliert, teilte das Mannheimer PolizeiprĂ€sidium mit.

Die statistischen Daten sprechen fĂŒr sich: Eine Feinauswertung beim PolizeiprĂ€sidium Mannheim ergab, dass die ĂŒber 40-jĂ€hrigen mĂ€nnlichen Verkehrsteilnehmer im vergangenen Jahr ĂŒberproportional bei den VerkehrsunfĂ€llen unter Alkoholbeeinflussung und den folgenlosen Trunkenheitsfahrten beteiligt waren.

In 48,1 % der VerkehrsunfĂ€lle unter Alkoholeinfluss waren die Fahrer ĂŒber 40 Jahre alt.
Bei insgesamt 678 im letzten Jahr festgestellten folgenlosen Trunkenheitsfahrten waren die ĂŒber 40-jĂ€hrigen Verkehrsteilnehmer zu 39 % beteiligt.

Aufgrund dieser Analyse achtet das PolizeiprĂ€sidium Mannheim nun besonders auf die ĂŒber 40-JĂ€hrigen, die insbesondere wĂ€hrend des Tages bis zum frĂŒhen Abend auffĂ€llig werden.

Aus dem Polizeibericht, 16. September 2009:
Gestern, gegen 14.10 Uhr wurde im Rahmen einer solchen Kontrollaktion ein 47-jĂ€hriger Mannheimer durch Beamte des Polizeireviers Mannheim-Neckarau im Edinger Riedweg einer Kontrolle unterzogen. Der Pkw – Fahrer kam gerade von der Arbeit und hatte seinen Angaben zufolge ein „Feierabendbier“ getrunken. Der Alkoholtest ergab dann allerdings den stolzen Wert von 1,18 Promille fĂŒr das „Feierabendbier“. Der FĂŒhrerschein wurde einbehalten und der 47-JĂ€hrige wegen Trunkenheit im Verkehr zur Anzeige gebracht.

Einen schönen Tag wĂŒnscht
Das heddesheimblog