Donnerstag, 21. September 2017

Bundesweite Aktion gegen Raser

Gib-acht-im-verkehr.de

√úberall im Land sind am 10. Oktober die „Blitzer“ in Aktion. Quelle: Polizei

 

Rhein-Neckar, 02. Oktober 2013. (red) Am 10. Oktober 2013 wird in ganz Baden-W√ľrttemberg den ganzen Tag geblitzt – sofern Verkehrsteilnehmer mit √ľberh√∂hter Geschwindigkeit erwischt werden. Die bundesweite Aktion soll vor der Todesursache Nummer 1 im Stra√üenverkehr warnen und f√ľr das Thema sensibilisieren. Eine klasse Aktion, die nicht auf Bestrafung zielt, sondern auf Aufmerksamkeit und den Verstand. B√ľrger/innen k√∂nnen sich beteiligen und der Polizei vorschlagen, wo in der Gemeinde besondere „Raserstrecken“ sind, die kontrolliert werden sollten. [Weiterlesen…]

Polizei zieht Raser aus dem Verkehr

Jeder zweite zu schnell

Heddesheim, 19. Juni 2012. (red/pol) Information der Polizei: „Am Sonntag, in der Zeit zwischen 16:00 Uhr und 19:00 Uhr, f√ľhrten Beamte des Verkehrs√ľberwachungsdienstes im Stadtgebiet Heddesheim Geschwindigkeits-messungen durch. Bei 169 gemessenen Fahrzeugen gingen der Polizei 80 Autofahrer ins Netz, die zu schnell unterwegs waren.

W√§hrend die meisten Fahrzeugf√ľhrer mit einem Verwarnungsgeld davonkommen werden, gab es immerhin auch 13 Autofahrer, die im Rahmen einer Ordnungswidrigkeitenanzeige zur Kasse gebeten werden.

Der Spitzenreiter, der Fahrer eines BMW mit Heppenheimer Zulassung, war bei erlaubten 50km/h mit gemessenen 99 km/h unterwegs. Er wird f√ľr l√§ngere Zeit auf seinen fahrbaren Untersatz verzichten m√ľssen.

Die Polizei weist an dieser Stelle darauf hin, dass zu schnelles Fahren mit zu den Hauptunfallursachen geh√∂rt.“

Auffällig viele Verwarnungen

Polizei f√ľhrt verst√§rkt Kontrollen durch

Ein Viertel aller kontrollierten Fahrer und Fahrzeuge erhielten Verwarnungen.

 

Ladenburg, 03. Februar 2012. (red/pol) Die Polizei kontrollierte Donnerstagnacht im Revier Ladenburg 80 Fahrer und Fahrzeuge. Insgesamt 19, also ein Viertel aller Kontrollen f√ľhrten zu Beanstandungen, gr√∂√ütenteils allerdings nur zu m√ľndlichen Verwarnungen.

In der Nacht von Donnerstag auf Freitag kontrollierten acht Beamte insgesamt 80 Fahrzeuge. Trotz der eisigen K√§lte von minus zehn Grad (gef√ľhlt minus 20) waren die Beamten der Polizeistation Ladenburg unter Leitung von Polizeikommissar Stephan Kau¬†hoch motiviert.

Bei dem vier Stunden dauernden Einsatz wurden 19 Verstöße festgestellt. Darunter eine alkoholisierte Fahrerin und zwei Personen unter Drogeneinfluss. Ein Fahrer hatte Haschisch geraucht, einer Kokain konsumiert.

Mit knapp einer Promille kommt die Fahrerin noch einmal mit einem „blauen“ Auge davon. F√ľr vier Wochen muss sie ihren F√ľhrerschein abgeben, zudem erwartet sie neben Punkten in Flensburg eine Geldstrafe in H√∂he von mehreren Hundert Euro.

Insgesamt drei Personen wurden ohne g√ľltige Fahrerlaubnis angehalten. Zwei davon hatten ihren F√ľhrerschein lediglich nicht dabei, die dritte Person steht auch weiterhin im Verdacht, ohne g√ľltigen F√ľhrerschein unterwegs gewesen zu sein.

Das Polizeipr√§sidium Mannheim wird in den n√§chsten Wochen wegen der Fasnachtszeit verst√§rkt solche Kontrollen durchf√ľhren. Interessant: Auf Facebook wurden Informationen zum Standort der Kontrollen durch Nutzer verbreitet, was Revierleiter Frank Hartmannsgruber positiv kommentierte:

„Das ist doch sch√∂n, wenn unsere Kontrollen wahrgenommen werden. Die Leute sollen wissen, dass wir f√ľr sie da sind, aber Alkohol- und Drogens√ľnder aus dem Verkehr ziehen.“

Nicht nur das Revier Ladenburg war im Einsatz – die Mannheimer Kollegen f√ľhrten weitere Kontrollen im Stadtgebiet durch.

So ists vorbildlich: Dieser Mann hat "Null Promille" - zeigt das Atemalkoholtestgerät.

 

Information der Polizei Mannheim:

„Am Donnerstagabend und in der Nacht zum Freitag kontrollierten Beamte des Polizeipr√§sidiums Mannheim wieder zahlreiche Fahrzeugf√ľhrer.

Um 22:55 Uhr stellten Beamte der Verkehrspolizei in der Zehntstraße bei einem 38-jährigen Weinsberger fest, dass der Minifahrer unter Drogeneinfluss stand.

Ein entsprechender Drogenvortest reagierte positiv. Weiterhin steht der Mann im Verdacht, ohne F√ľhrerschein unterwegs gewesen zu sein.

Gegen 23:35 Uhr wurde in der Seckenheimer Landstraße ein 34-jähriger Mannheimer kontrolliert. Bei ihm wurde ein Alkoholwert von 0,98 Promille gemessen.

Kurze Zeit sp√§ter, um 23:55 Uhr, fiel der Polizei an gleicher √Ėrtlichkeit ein 25-j√§hriger Mutterstadter auf.

Der Opel-Fahrer zeigte eindeutige Anzeichen auf Drogenkonsum. Ein Vortest bestätigte diesen Verdacht.

In der Frankenthaler Straße in Mannheim kontrollierten, gegen 02:50 Uhr, Beamte des Polizeireviers Sandhofen eine 29-jährige Pkw-Lenkerin aus Einhausen.

Da die Frau stark nach Alkohol roch, wurde ihr ein Alko-Test angeboten. Dieser ergab einen Wert von 1,38 Promille.

Ein 21-jähriger Ludwigshafener musste sich um 04:20 Uhr auf dem Kaiserring in der Mannheimer Innenstadt einer Verkehrskontrolle unterziehen.

Bei ihm stellten die Polizeibeamten einen Alkoholwert von 1,4 Promille fest.

Dar√ľber hinaus steht ein junger Mann im Verdacht, seinen Volvo unter Drogeneinfluss gelenkt zu haben.

Er war von der Polizei gegen 21:10 Uhr in der Ilvesheimer Stra√üe in Ladenburg angehalten worden. Da es ihm nicht m√∂glich war, eine Urinprobe abzugeben, wurde ihm Blutprobe entnommen.“

Vernunft und Kontrollen wirken – Polizei: Weniger „Alkoholfahrten“

Guten Tag!

Heddesheim, 17. Februar 2010. Das Polizeipr√§sidium Mannheim sieht eine positive Entwicklung in Sachen „Alkohol am Steuer“. Gegen√ľber dem Vorjahr sind alle Zahlen r√ľckl√§ufig.

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Weniger "Alkohol- und Drogenfahrten". Bild: hblog

Die Polizei f√ľhrt die Abnahme von Fahrten unter Alkohol- oder Drogeneinfluss auf die verst√§rkten Kontrollen sowie eine kontinuierliche Information der √Ėffentlichkeit zur√ľck. Sowohl die Fahrten unter Einfluss von Alkohol als auch unter Einfluss von Drogen gingen gegen√ľber dem Vorjahr um gut 25 Prozent zur√ľck. Und es gab einen Unfall weniger.

Da Fahrten unter dem Einfluss von Alkohol oder Drogen nach wie vor die Verkehrssicherheit ma√ügeblich negativ beeinflussen, ist die √ÉŇďberpr√ľfung der Fahrtauglichkeit weiter ein Schwerpunkt der Verkehrspolizei.

Pressemeldung des Polizeipräsidiums Mannheim:

„Die Appelle und Warnungen der Polizei und anderer Institutionen√ā¬†haben die B√ľrger offenbar erreicht. Bei den angek√ľndigten Kontrollen√ā¬†der Polizei in der Fastnachtszeit gerieten im Zust√§ndigkeitsbereich√ā¬†des Polizeipr√§sidiums Mannheim im Vergleich zum Vorjahr (Zahlen in√ā¬†Klammer) weniger Verkehrsteilnehmer in Konflikt mit dem Gesetz.

In den vergangenen vier Wochen musste die Polizei 14 (15) Unf√§lle√ā¬†aufnehmen, bei denen Alkoholkonsum urs√§chlich war. Hierbei wurden 3√ā¬†(0) Personen verletzt. Bei den umfangreichen Kontrollen wurden 37√ā¬†(49) Fahrzeugf√ľhrer festgestellt, die sich unter dem Einfluss von√ā¬†Alkohol ans Steuer setzten. Darunter jedoch auch ein√ā¬†F√ľhrerscheinneuling, f√ľr den ein generelles Alkoholverbot am Steuer√ā¬†besteht. Sie m√ľssen nun, je nach Promillewert, mit dem Entzug ihrer√ā¬†Fahrerlaubnis, bzw. mit einer Anzeige rechnen.

Anzeichen eines Drogenkonsums konnten die Beamten bei 9 (13)√ā¬†Fahrzeugf√ľhrern wahrnehmen und durch einen entsprechenden Test√ā¬†belegen. Neben den √ľblichen Sanktionen besteht hier die M√∂glichkeit,√ā¬†dass die Beh√∂rde die grunds√§tzliche Fahrtauglichkeit, sowie die√ā¬†charakterliche Eignung der Konsumenten zum F√ľhren eines√ā¬†Kraftfahrzeugs durch entsprechende Auflagen √ľberpr√ľfen l√§sst.

Wer nun denkt, die „gef√§hrliche Zeit“ f√ľr Verkehrss√ľnder sei mit√ā¬†der Fastnachtszeit vorbei, begibt sich auf d√ľnnes Eis. Nach wie vor√ā¬†beeintr√§chtigen die Alkohol- und Drogendelikte im Stra√üenverkehr die√ā¬†Verkehrssicherheit ma√ügeblich und bilden somit einen ganzj√§hrigen√ā¬†Schwerpunkt der polizeilichen Verkehrs√ľberwachung.“

Einen sch√∂nen Tag w√ľnscht
Das heddesheimblog

Fasnacht: Verstärkte Kontrollen

Guten Tag!

Ladenburg/Heddesheim, 13. Februar 2010. Fasnachtzeit ist Kontrollzeit. Das Polizeirevier Ladenburg kontrolliert verst√§rkt √ľber die „n√§rrischen Tage“. Die Kontrollen sollen klar machen, dass die Polizei beim Thema Alkohol im Stra√üenverkehr keinen Spa√ü versteht. Das heddesheimblog hat in der Nacht vom 12. Februar eine „Sonderschicht“ der Polizei begleitet.

Auf der Fahrbahn signalisieren Lichter: Achtung. Die Lichter formatieren die Fahrbahn zur Sackgasse. Eine Kelle wird hochgehalten: „Halt Polizei“ steht darauf. Polizeikontrolle.

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Achtung: Verkehrskontrolle. Gibt es Auffälligkeiten? Bild: lblog

Taschenlampen leuchten ins Innere der Fahrzeuge. Die Beamten wissen, worauf sie achten m√ľssen. Die Beamten wissen, wann sie ihrem Gef√ľhl folgen m√ľssen.

Frank Hartmannsgruber verfolgt die Szene aus rund 30 Metern Entfernung: „Die Kollegen machen eine sehr wichtige Arbeit“, sagt er.

Denn die Polizeibeamten am Halteposten m√ľssen innerhalb von Sekunden entscheiden, ob die Kollegen am Kontrollposten Arbeit haben oder nicht.

Erfahrung und Instinkt entscheiden, wer kontrolliert wird.

Alle Sinne m√ľssen wach sein: Gibt es Auff√§lligkeiten am Fahrzeug? Gibt es Auff√§lligkeiten beim Fahrer oder weiteren Insassen? Was sagt der erste Eindruck? Die Erfahrung? Der Instinkt?

F√ľr die Fahrzeuge, die in die Gasse fahren, gibt es zwei Richtungen: Weiterfahren, egal wohin oder abbiegen auf den Parkplatz. Dort haben die Polizisten mit Verkehrsh√ľten drei Kontrollgassen vorbereitet.

Kurz nach 20:00 Uhr herrscht noch ein einigermaßen reger Verkehr an der Wallstadter Straße in Ladenburg.

Auf einem Parkplatz haben zehn Polizeibeamte eine Verkehrskontrolle in Richtung Innenstadt eingerichtet.

Es ist Fasnachtszeit. Während der närrischen Tage wird gefeiert. Und ganz sicher Alkohol getrunken. Vielleicht werden auch Drogen genommen.

„Die Leute sollen feiern und Spa√ü haben“, sagt Frank Hartmannsgruber: „Der Genuss von Alkohol geh√∂rt f√ľr viele zum Spa√ü dazu. Dagegen haben wir als Polizei auch √ľberhaupt nichts. Bei Alkohol am Steuer h√∂rt der Spa√ü auf. Dagegen haben wir was.“

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Ohne Alkohol im Blut fährt man besser. Bild: lblog

Frank Hartmannsgruber ist der neue Revierleiter in Ladenburg: „Ich bin heute die ganze Zeit dabei, weil ich mir einen Eindruck verschaffen will, wie die Kontrollen ablaufen.“ Hartmannsgruber setzt um, was er beim Amtsantritt angek√ľndigt hat: Er will als Chef auch „drau√üen“ pr√§sent sein.

Präsenter Chef.

„Guten Abend. Verkehrskontrolle. Ihre Papiere bitte“, sagt die Polizistin, w√§hrend sie mit der Taschenlampe ins Innere eines Ford leuchtet. Aufs Gesicht. Die Augen. Auf die H√§nde. √ÉŇďber die Sitze. Ist irgendetwas auff√§llig?

Sie ist aufmerksam und zieht die Aufmerksamkeit auf sich. Auf der anderen Seite steht schr√§g nach hinten versetzt ein Kollege. Er leuchtet ebenfalls ins Innere. Die Hand liegt auf der Pistole am G√ľrtel. Der Mann sichert seine Kollegin: „Das Sichern geh√∂rt heutzutage dazu“, sagt Hartmannsgruber.

Der kontrollierte Autofahrer reicht seine Papiere aus dem Fenster. Die Polizistin beugt sich vor. Sie riecht. Alkohol. „Haben Sie Alkohol getrunken?“, fragt sie. „Ja, ein Bier“, sagt der Mann.

„Ich muss Sie bitten, auszusteigen und mir zu folgen.“ Die Anweisungen sind knapp, klar, aber h√∂flich. Das lernen die Beamten in Trainingssituationen, bei denen sie solche Kontrollsituationen „durchspielen“.

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Eingespielte Teams: Einer kontrolliert - einer sichert. Bild: lblog

Die Polizistin tritt zur√ľck. Der Kollege sichert weiter aufmerksam die Situation. Wie reagiert der Fahrer? Nerv√∂s? Gereizt? Irgendwie auff√§llig?

Der Fahrer bleibt ruhig. Er folgt der Polizistin zu einem Einsatzwagen – der Zentrale hier vor Ort. Dort ist die Polizei per Funk mit der Einsatzzentrale verbunden. Ein Beamter erh√§lt die Papiere, √ľberpr√ľft sie, w√§hrend die Polizistin den Alkomat vorbereitet. „Bitte blasen Sie so lange in das Ger√§t, bis ich Stopp sage.“

Der Mann bl√§st rund 5 Sekunden. „Danke“, sagt die Polizistin. Weitere f√ľnf Sekunden sp√§ter zeigt das Ger√§t 0,08 Milligram je Liter an. „Das muss man mit dem Faktor zwei multiplizieren, um den Promillewert zu erhalten“, sagt Frank Hartmannsgruber: 0,16 Promille hat der Fahrer also. Bis 0,5 Promille sind noch erlaubt. Die Kontrolle der Papiere hat keine Auff√§lligkeiten ergeben.

Wie viel ist erlaubt? „Am Besten f√§hrt es sich mit 0,0 Promille.“

„Der Wert von 0,5 Promille ist aber mit Vorsicht zu genie√üen. Bei einem Unfall oder auff√§lligem Verhalten ist der F√ľhrerschein schon ab 0,3 Promille in Gefahr“, informiert Frank Hartmannsgruber den Mann. F√ľr Fahranf√§nger gilt sowieso 0,0 Promille.

Ist so eine Kontrolle √§rgerlich? „Nein“, sagt der Mann. „Die Beamten machen nur ihren Job. Ich finde das gut.“ Auch, dass er mit einem Bier noch Auto f√§hrt? „Das ist ja erlaubt. Ich habe gut gegessen und ein Weizen dazu getrunken. Mit mehr w√ľrde ich kein Auto mehr fahren.“

Der Mann erhält einen Hinweis auf den Einfluss von Alkohol auf das Fahrvermögen. Dann darf er weiterfahren.

Plötzliche Verfolgungsjagd.

20:31 Uhr. Pl√∂tzlich wird es hektisch. „Der ist da lang. Los!“ Je zwei Polizisten rennen zu ihren Einsatzwagen und rasen mit quietschenden Reifen einem Auto hinterher. Das hat kurz vor der Kontrollstation gedreht.

Jetzt sind alle angespannt. Was ist der Grund? Zu viel getrunken? Kein F√ľhrerschein? Drogen? Irgendetwas Illegales? Sind die Insassen gef√§hrlich? Gewaltbereit?

Frank Hartmannsgruber ist am Einsatzwagen. Am Funk. „Wir haben Sie“, melden sich die „Verfolger“. Es ist 20:33 Uhr. „Keine Probleme.“ Die Spannung weicht der Erleichterung.

Nach zehn Minuten sind die „Verfolger“ zur√ľck: „Ein √§lteres Ehepaar, die im Supermarkt einkaufen wollten“, berichtet einer. Doch der hatte schon zu. Deswegen drehten die Leute auf dem Parkplatz und fuhren zur√ľck. F√ľr die Beamten so es zun√§chst so aus, als wollten sie sich der Kontrolle entziehen. Das hat sie verd√§chtig gemacht. Eine Verwarnung gabs trotzdem: „T√ÉŇďV und ASU sind seit acht Monaten abgelaufen.“

Acht Stunden wird die Sonderschicht dauern. Es ist kalt. Der Atem dampft. „Your driving-licence, please.“ Ein Amerikaner wird kontrolliert. Alles O.K. „Good evening.“

Ein Mercedes-Fahrer steht neben seinem Auto und telefoniert: „Wir haben festgestellt, dass eine Sicherung am Kindersitz fehlt. So darf der Mann mit seinem Kind nicht weiterfahren.“ Irgendjemand, in diesem Fall die Ehefrau, bringt das Teil oder das Auto bleibt stehen. Der Mann muss an die Seite fahren und warten.

Kindersitze, Beleuchtung, Papiere – der Kontrollkatalog ist lang.

„Unser Hauptaugenmerk ist heute der Alkohol“, sagt Frank Hartmannsgruber. „Aber wir kontrollieren nat√ľrlich auch alles andere.“ Beleuchtung, Papiere, Kindersitz, Ladung. Der Katalog ist lang.

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Fahrerdaten werden erfasst. In dieser Nacht gibt es nur Verwarnungen. Bild: lblog

Die K√§lte kriecht in die Klamotten. Nach eineinhalb Stunden brechen die Polizisten den Einsatz hier ab – es geht f√ľr eine halbe Stunde zur√ľck auf die Wache. Aufw√§rmen, „Papierkram“ erledigen. Routineaufgaben.

Insgesamt vier Kontrollstellen wird es in dieser Nacht geben, bis die Beamten um vier Uhr fr√ľh den Einsatz beendet haben werden. N√§chster Einsatzort ist die Br√ľckenstra√üe in Ilvesheim.

In Ilvesheim wird heute Abend Fasnacht gefeiert: „Uns interessiert hier nat√ľrlich der abflie√üende Verkehr“, sagt Bernd Schmidt, Polizeihauptkommissar und Leiter des Bezirksdienstes in Ladenburg.

Durchwinken oder rausholen?

Die Szenen wiederholen sich. Anhalten, reinleuchten. Durchwinken oder rausholen? Sichtkontrolle, Fragenkontrolle, F√ľhrerscheinkontrolle, Riechkontrolle.

„Es werden weit √ľber einhundert Fahrzeuge sein, die wir heute Nacht kontrollieren“, sagt Frank Hartmannsgruber. „Ab 23:00 Uhr, wenn der Verkehr weniger wird, kontrollieren wir fast jedes Fahrzeug, das vorbeikommt.“

Heutzutage sind die Beamten auch auf einen m√∂glichen Drogenkonsum vorbereitet: „Schmale Pupillen deuten auf Heroin hin, weite auf Cannabis-Konsum“, sagt Frank Hartmannsgruber. Liegt ein Verdacht vor, geht es zur Urinkontrolle auf die Wache: „Wir k√∂nnen dort mit unserem Schnelltest jede g√§ngige Droge feststellen.“

Erhärtet sich der Verdacht auf Drogen oder zu viel Alkohol, wird in beiden Fällen ein Arzt Blut abnehmen. Die Tests liefern keine exakt genaue Daten Рdie aber braucht man vor Gericht.

Die Beamten sind mittlerweile auch auf das Erkennen von Drogenkonsum geschult.

Zwei Jugendliche auf einem Moped werden kontrolliert. Soweit ist alles in Ordnung, nur funktioniert das R√ľcklicht nicht. Stehenlassen oder schieben sind die zwei M√∂glichkeiten.

Die Jugendlichen schieben: „Schauen Sie sich die an: Schwarzes Fahrzeug, schwarze Klamotten, schwarze Helme – die sind fast nicht zu erkennen. Eine funktionierende Beleuchtung dient der Sicherheit, gerade in der besonders dunklen Winterzeit“, sagt Frank Hartmannsgruber.

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Teamarbeit: Die Beamten kontrollieren nie alleine. Bild: lblog

„Ich bin sternhagelblau“, ruft ein √§lterer Herr, der an der Kontrolle vorbeil√§uft. Der Mann grinst: „Wollt ihr mich nett kontrolliere?“ Frank Hartmannsgruber versteht den Spa√ü: „Als Fu√üg√§nger d√ľrfen Sie das. Aber passen Sie auf, dass Sie nicht ausrutschen.“ Der Mann lacht √ľber sein „Sp√§√üchen“, winkt und geht weiter.

„Ich bin sehr zufrieden mit dem Einsatz. Alles lief ruhig, z√ľgig und sehr gut koordiniert“, sagt Frank Hartmannsgruber. Das Kompliment wird der Einsatzleiter, Polizeioberkommissar Lars Rimmelspacher, gerne h√∂ren.

Die Bilanz: √ÉŇďber 100 Fahrzeuge haben die Beamten kontrolliert. Mehrere Verwarnungen wurden ausgesprochen – auch „m√ľndliche“, bei denen kein Bu√ügeld f√§llig wurde. Zwei „Verfolgungen“ mussten vorgenommen werden – stellten sich aber als Missverst√§ndnisse heraus.

Aus Sicht von Frank Hartmannsgruber gibt es vor allem ein sehr gutes Ergebnis: „Es hatten zwar ein paar Fahrer Alkohol genossen – aber in geringen Mengen.“

In dieser Nacht musste deshalb kein F√ľhrerschein einbehalten werden: „Ich bin √ľberzeugt, dass unsere aktive Kontrollt√§tigkeit und die Kommunikation in den Medien dar√ľber sich herumgesprochen hat. Damit haben wir unseren Auftrag, die Stra√üen sicherer zu machen, erf√ľllt.“

√ÉŇď40 im Visier der Polizei


Guten Tag!

Heddesheim, 16. September 2009. √ÉŇďber 40-J√§hrige m√§nnliche Verkehrsteilnehmer werden in der n√§chsten Zeit st√§rker kontrolliert, teilte das Mannheimer Polizeipr√§sidium mit.

Die statistischen Daten sprechen f√ľr sich: Eine Feinauswertung beim Polizeipr√§sidium Mannheim ergab, dass die √ľber 40-j√§hrigen m√§nnlichen Verkehrsteilnehmer im vergangenen Jahr √ľberproportional bei den Verkehrsunf√§llen unter Alkoholbeeinflussung und den folgenlosen Trunkenheitsfahrten beteiligt waren.

In 48,1 % der Verkehrsunf√§lle unter Alkoholeinfluss waren die Fahrer √ľber 40 Jahre alt.
Bei insgesamt 678 im letzten Jahr festgestellten folgenlosen Trunkenheitsfahrten waren die √ľber 40-j√§hrigen Verkehrsteilnehmer zu 39 % beteiligt.

Aufgrund dieser Analyse achtet das Polizeipr√§sidium Mannheim nun besonders auf die √ľber 40-J√§hrigen, die insbesondere w√§hrend des Tages bis zum fr√ľhen Abend auff√§llig werden.

Aus dem Polizeibericht, 16. September 2009:
Gestern, gegen 14.10 Uhr wurde im Rahmen einer solchen Kontrollaktion ein 47-j√§hriger Mannheimer durch Beamte des Polizeireviers Mannheim-Neckarau im Edinger Riedweg einer Kontrolle unterzogen. Der Pkw – Fahrer kam gerade von der Arbeit und hatte seinen Angaben zufolge ein „Feierabendbier“ getrunken. Der Alkoholtest ergab dann allerdings den stolzen Wert von 1,18 Promille f√ľr das „Feierabendbier“. Der F√ľhrerschein wurde einbehalten und der 47-J√§hrige wegen Trunkenheit im Verkehr zur Anzeige gebracht.

Einen sch√∂nen Tag w√ľnscht
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