Freitag, 24. November 2017

Polizeirevier Ladenburg verzeichnet Anstieg von "ĂŒblen Scherzen" in der Halloween-Nacht

„Nicht jeder Scherz ist lustig“

polizei_feature11Ladenburg, 04. November 2013. (red) Polizeirevierleiter Frank Hartmannsgruber ist „not amused“ ĂŒber zahlreiche VorfĂ€lle in der Halloween-Nacht. Nachdem in den vergangenen zwei Jahren die VorfĂ€lle rĂŒcklĂ€ufig waren, gibt es 2013 einen sprunghaften Anstieg. Insbesondere zu einem gefĂ€hrlichen Eingriff in den Straßenverkehr in Heddesheim sucht die Polizei Zeugen. [Weiterlesen…]

Polizeirevierleiter Frank Hartmannsgruber zufrieden mit der Mai-Nacht

„Großes Lob an die Jugendlichen“

Revierleiter Frank Hartmannsgruber (links) mit zwei Kollegen im Lagezentrum des Reviers am Montagabend - hier wird geplant und der Einsatz fĂŒr die Nacht koordiniert.

 

Ladenburg, 02. Mai 2012. (red) Keine besonderen Vorkommnisse – so lĂ€sst sich aus Sicht des Ladenburger Polizeirevierleiters Frank Hartmannsgruber die Bilanz der jugendlichen Mai-Feiern ziehen. Zwölf Beamte waren zusĂ€tzlich im Einsatz – das Revier setzt erfolgreich auf PrĂ€vention.

Von Hardy Prothmann

„Aus unserer Sicht verliefen die Feiern sehr ruhig und ich möchte die Jugendlichen ausdrĂŒcklich loben“, sagt Frank Hartmannsgruber am spĂ€ten Vormittag des ersten Mai.

Das kann man gerne zurĂŒckgeben und die Arbeit der Polizei loben, die unter dem neuen Chef sehr kontaktfreudig und prĂ€ventiv lĂ€uft. Frank Hartmannsgruber setzt auf öffentliche PrĂ€senz, egal ob Fußstreifen, Sichtbarbkeit bei Festen, reprĂ€sentativen Terminen oder eine kontinuierliche Pressearbeit.

Wie alle Dienststellen, so ist auch in Ladenburg die Besetzung knapp. Das Revier hat einen großen Einzugsbereich – insbesondere Edingen-Neckarhausen ist wegen der langen Anfahrt sehr „zeitintensiv“. Trotzdem spart der Polizeirat nicht an Zeit an der falschen Stelle. Die zwölf zusĂ€tzlich eingesetzten Beamte sprechen schon frĂŒh am Abend Jugendliche im Stadtgebiet Ladenburg an und tauchen auch in den anderen Gemeinden dort auf, wo sich Jugendliche aufhalten können.

Klare Linie

Es wird das GesprĂ€ch gesucht, es wird deutlich gemacht, dass die Polizei keine Feier behindern möchte, aber auch klar gemacht, dass das an Bedingungen geknĂŒpft ist. Reine Ruhestörung, keine VermĂŒllung, Alkohol und Zigaretten nur „passend“ zum Alter. Die Jugendsachbearbeiter der Polizei wissen, wie sie die Jugendlichen ansprechen mĂŒssen und dieses Konzept geht auf: „Wir fahren eine klare Linie – fröhlich feiern ist definitiv gewĂŒnscht und erlaubt, solange der Rahmen eingehalten wird.“ Der Revierleiter berichet, dass sich die Jugendlichen sehr höflich und umgĂ€nglich gezeigt hĂ€tten.

WĂ€hrend in den zwei vergangenen Jahren (fĂŒr Hartmannsgruber ist es die dritte Walpurgisnacht gewesen) wetterbedingt auch eher wenig „polizeilich“ aufgefallen war, rechnete man aktuell eventuell mit mehr Abeit, da die Temperaturen mild waren und damit auch mehr „draußen“ los sein wĂŒrde. Doch die mehreren hundert Jugendlichen beließen es beim Feiern: „Wir haben mit der Stadt ausgemacht, dass die Festwiesen beleuchtet bleibt“, sagt Frank Hartmannsgruber. Der Effekt ist klar: Einerseits stolpern die Jugendlichen nicht im Dunkeln rum und andererseits bietet die Dunkelheit auch keinen „Schutz“ vor ĂŒbertriebenem Blödsinn.

Wenig AuffÀlliges

Ein paar Vorkommnisse gab es dennoch, aber kaum auffĂ€lliger als sonst. In Edingen-Neckarhausen gab es zwei SachbeschĂ€digungen. In Seckenheim und Heddesheim je eine Ruhestörung, in Ilvesheim wurde ein betrunkener Autofahrer gestoppt, der keinen FĂŒhrerschein hatte, dafĂŒr aber auch noch falsche Kennzeichen am Fahrzeug. Eine weitere Trunkenheitsfahrt wurde in Heddesheim festgestellt und eine SachbeschĂ€digung klĂ€rte der Chef selbst auf: „Ich war gerade auf dem Weg zum Revier, als vor mir ein Jugendlicher gegen einen Autospiegel getreten hat“, sagt Frank Hartmannsgruber. Die von ihm herbeigerufene Streife konnte den Jugendlichen dann fußlĂ€ufig kontrollieren. Der junge Mann muss mit einer Anzeige rechnen. Eine Körperverletztung mussten die Beamten noch aufnehmen – unterm Strich eine fast normale Nacht.

PrÀsenz und Kontakt sind dem Revierleiter Hartmannsgruber sehr wichtig - er selbst ist oft vor Ort: "Ich will mir selbst ein Bild machen."