Donnerstag, 21. September 2017

Polizeirevier Ladenburg verzeichnet Anstieg von "√ľblen Scherzen" in der Halloween-Nacht

„Nicht jeder Scherz ist lustig“

polizei_feature11Ladenburg, 04. November 2013. (red) Polizeirevierleiter Frank Hartmannsgruber ist „not amused“ √ľber zahlreiche Vorf√§lle in der Halloween-Nacht. Nachdem in den vergangenen zwei Jahren die Vorf√§lle r√ľckl√§ufig waren, gibt es 2013 einen sprunghaften Anstieg. Insbesondere zu einem gef√§hrlichen Eingriff in den Stra√üenverkehr in Heddesheim sucht die Polizei Zeugen. [Weiterlesen…]

Polizeirevierleiter Frank Hartmannsgruber zufrieden mit der Mai-Nacht

„Gro√ües Lob an die Jugendlichen“

Revierleiter Frank Hartmannsgruber (links) mit zwei Kollegen im Lagezentrum des Reviers am Montagabend - hier wird geplant und der Einsatz f√ľr die Nacht koordiniert.

 

Ladenburg, 02. Mai 2012. (red) Keine besonderen Vorkommnisse Рso lässt sich aus Sicht des Ladenburger Polizeirevierleiters Frank Hartmannsgruber die Bilanz der jugendlichen Mai-Feiern ziehen. Zwölf Beamte waren zusätzlich im Einsatz Рdas Revier setzt erfolgreich auf Prävention.

Von Hardy Prothmann

„Aus unserer Sicht verliefen die Feiern sehr ruhig und ich m√∂chte die Jugendlichen¬†ausdr√ľcklich loben“, sagt Frank Hartmannsgruber am sp√§ten Vormittag des ersten Mai.

Das kann man gerne zur√ľckgeben und die Arbeit der Polizei loben, die unter dem neuen Chef sehr kontaktfreudig und pr√§ventiv l√§uft. Frank Hartmannsgruber setzt auf √∂ffentliche Pr√§senz, egal ob Fu√üstreifen, Sichtbarbkeit bei Festen, repr√§sentativen Terminen oder eine kontinuierliche Pressearbeit.

Wie alle Dienststellen, so ist auch in Ladenburg die Besetzung knapp. Das Revier hat einen gro√üen Einzugsbereich – insbesondere Edingen-Neckarhausen ist wegen der langen Anfahrt sehr „zeitintensiv“. Trotzdem spart der Polizeirat nicht an Zeit an der falschen Stelle. Die zw√∂lf zus√§tzlich eingesetzten Beamte sprechen schon fr√ľh am Abend Jugendliche im Stadtgebiet Ladenburg an und tauchen auch in den anderen Gemeinden dort auf, wo sich Jugendliche aufhalten k√∂nnen.

Klare Linie

Es wird das Gespr√§ch gesucht, es wird deutlich gemacht, dass die Polizei keine Feier behindern m√∂chte, aber auch klar gemacht, dass das an Bedingungen gekn√ľpft ist. Reine Ruhest√∂rung, keine Verm√ľllung, Alkohol und Zigaretten nur „passend“ zum Alter. Die Jugendsachbearbeiter der Polizei wissen, wie sie die Jugendlichen ansprechen m√ľssen und dieses Konzept geht auf: „Wir fahren eine klare Linie – fr√∂hlich feiern ist definitiv gew√ľnscht und erlaubt, solange der Rahmen eingehalten wird.“ Der Revierleiter berichet, dass sich die Jugendlichen sehr h√∂flich und umg√§nglich gezeigt h√§tten.

W√§hrend in den zwei vergangenen Jahren (f√ľr Hartmannsgruber ist es die dritte Walpurgisnacht gewesen) wetterbedingt auch eher wenig „polizeilich“ aufgefallen war, rechnete man aktuell eventuell mit mehr Abeit, da die Temperaturen mild waren und damit auch mehr „drau√üen“ los sein w√ľrde. Doch die mehreren hundert Jugendlichen belie√üen es beim Feiern: „Wir haben mit der Stadt ausgemacht, dass die Festwiesen beleuchtet bleibt“, sagt Frank Hartmannsgruber. Der Effekt ist klar: Einerseits stolpern die Jugendlichen nicht im Dunkeln rum und andererseits bietet die Dunkelheit auch keinen „Schutz“ vor √ľbertriebenem Bl√∂dsinn.

Wenig Auffälliges

Ein paar Vorkommnisse gab es dennoch, aber kaum auff√§lliger als sonst. In Edingen-Neckarhausen gab es zwei Sachbesch√§digungen. In Seckenheim und Heddesheim je eine Ruhest√∂rung, in Ilvesheim wurde ein betrunkener Autofahrer gestoppt, der keinen F√ľhrerschein hatte, daf√ľr aber auch noch falsche Kennzeichen am Fahrzeug. Eine weitere Trunkenheitsfahrt wurde in Heddesheim festgestellt und eine Sachbesch√§digung kl√§rte der Chef selbst auf: „Ich war gerade auf dem Weg zum Revier, als vor mir ein Jugendlicher gegen einen Autospiegel getreten hat“, sagt Frank Hartmannsgruber. Die von ihm herbeigerufene Streife konnte den Jugendlichen dann fu√ül√§ufig kontrollieren. Der junge Mann muss mit einer Anzeige rechnen. Eine K√∂rperverletztung mussten die Beamten noch aufnehmen – unterm Strich eine fast normale Nacht.

Präsenz und Kontakt sind dem Revierleiter Hartmannsgruber sehr wichtig - er selbst ist oft vor Ort: "Ich will mir selbst ein Bild machen."