Samstag, 26. Mai 2018

Erlauchter Besuch bei der Prunksitzung der Grumbe

Guten Tag!

Heddesheim, 22. Februar 2011. Die Hellesema Grumbe luden am vergangenen Samstag zur groĂźen Prunksitzung ins Heddesheimer BĂĽrgerhaus ein. Unter dem Motto „Manege frei fĂĽr die Grumbe Narretei“ fĂĽhrte der 1. Vorsitzende Rudi Göhner durch die zwölf Stationen des Programms. Gute Stimmung, gelungene TanzvorfĂĽhrungen und „Leut in der BĂĽtt“ sorgten fĂĽr einen kurzweiligen Abend.

Von Sabine Prothmann

Die Besucher der Prunksitzung wurden von fackelnden Schalen neben einem roten Teppich vorm BĂĽrgerhaus empfangen. „Da fĂĽhlt man sich willkommen“, kommentierte eine Besucherin wohlwollend.

Drinnen bot sich ein buntes Bild von verkleideten, bekappten, schick gemachten, aber auch ganz „normalen“ Gästen. Schnell fĂĽllten sich die Reihen und kurz vor Beginn der Veranstaltung waren dann gut 200 Gäste im Saal.

Rudi Göhner, 1. Vorsitzender und Elferratspräsident, moderierte mit UnterstĂĽtzung von Manuela Schöner, Prinzessin der Kampagne 2008/2009, das gut fĂĽnfstĂĽndige Programm und eröffnete getreu dem diesjährigen Motto „Manege frei fĂĽr die Grumbe Narretei“ als Zirkusdirektor den Abend. Mit dabei natĂĽrlich der Elferrat und Prinzessin Johanna I..

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Das Mannheimer Stadtprinzenpaar besucht die Grumbe.

In farbenprächtigen Kostümen stürmten die Heddesheimer Narren zur Eröffnung auf die Bühne. Und ebenso vielseitig präsentierten sich die zwölf Stationen des folgenden Abendprogramms.

Die Stimmung im Publikum, die immer wieder von Alleinunterhalter Ralf Siegel aufgeheizt wurde, war ausgezeichnet, schon bald tanzten die Gäste zwischen den Tischreihen und an den Seiten des Bürgerhauses.

Hoher Besuch vom Mannheimer Prinzenpaar.

Mit einem dreifachen Ahoi auf Mannem, die Kurpfalz und die Hellesema Grumbe grĂĽĂźte das Mannheimer Stadtprinzenpaar Oliver I. von Rat und Tat vom Feurio und Manuela I. von den Rheinauer Sandhasen.

In bunten Clownskostümen begeisterten die jüngsten der Grumbe, die Jugendgarde, mit ihrem Auftritt. Die, so Göhner, in dieser Formation erstmals auf der Bühne waren.

Laut und noch lauter – das ist Guggemusik. Und dies demonstrierten die „Grumbe-Gugger-Nodeschisser“ mit Pauken und Trompeten in ihren fantasievollen KostĂĽmen.

Barbara Seeger, die „Luftschiff“-Wirtin, wurde neue Ehrensenatorin und bekam die Senatoren-Kappe der Grumbe aufgesetzt.

Und Prinzessin Johanna I. verteilte an die Ehrensenatoren Orden. Mit dabei, in diesem Jahr wieder, Ehrensenator und BĂĽrgermeister Michael Kessler. „Der hat ja seine SenatorenmĂĽtze gar nicht dabei“, sagt mein GegenĂĽber am Tisch, „da muss er Strafe zahlen“. Der Mann gab sich als Fasnachter zu erkennen und muss es demnach wissen.

Dann geht „der Käthsche ihr Mann“, das Heddesheimer Original, Otto Klemm, in die BĂĽtt. Was er da so von seinem Alltag mit seiner Frau erzählt, amĂĽsiert und erzeugt viele Lacher.

Natalie Nase und Vanessa Mayer wirbelten als Tanzpaar ĂĽber die BĂĽhne.

Und auch Tanzmariechen Sabrina Mayer bekommt für ihren Auftritt viel Applaus, wenngleich sie nicht mit derselben Leistung wie früher überzeugen konnte. Die Juniorengarde zeigt ihr Können und dass bei den Hellesema Grumbe für Nachwuchs gesorgt ist.

Weniger ĂĽberzeugend sind Edeltraud und Tochter Alexandra in der BĂĽtt. Der Dialog zwischen Mutter und Tochter kommt etwas holprig daher, doch das Saalpublikum ist in guter Stimmung und amĂĽsiert sich auch ĂĽber die manchmal etwas platten Pointen.

Ralf Siegel beweist sich wieder mal als Stimmungskanone.

Zwischen den einzelnen Programmpunkten beweist sich Ralf Siegel als Stimmungskanone. Bei „Dann hol’ das Lasso raus…“ bleibt kaum ein Besucher mehr auf seinem Stuhl sitzen. Da wird mitgemacht und mitgesungen. Und dazu muss man kein eingeschworener Fasnachter sein.

Die Ilvesheimer Prinzessin Jasmin I. von der „Lachenden Insel“ kommt mit ihrem Gefolge zum närrischen GruĂź im BĂĽrgerhaus vorbei – dieser „hoheitliche“ Besuch wird natĂĽrlich kurz eingeschoben.

Der Auftritt der GroĂźen Garde ĂĽberzeugt: Die jungen Mädchen tanzen mit viel Temperament ĂĽber die BĂĽhne, schlugen Räder, sprangen ins Spagat und „schmissen“ die Beine in die Luft. Eine groĂźartige Leistung, die mit viel Applaus belohnt wurde. Mit dem Schautanz „Gute Puppen – böse Puppen“ zeigte die GroĂźen Garde eine Choreografie ĂĽber den Gardetanz hinaus.

Thomas Kunkel vom Kappenverein aus Ober-Abtsteinach, der „Chronist der Familie Lotter“, wie ihn Rudi Göhner ankĂĽndigte, unterhielt in der BĂĽtt mit trockenem Odenwälder Humor.

Tanzmariechen Alina Bernhard zeigte eine ganz herausragende Leistung und begeisterte mit ihrem Tanz das Publikum. Trainiert wird sie von Manuela Schöner und Livia Kärtner.

Männlich-elegant und sexy – das Männerballett der Grumbe

Für Begeisterung sorgte das Männerballett der Grumbe. Die Tänzer zeigten dem Publikum wie man sich männlich-elegant, dank dem Training von Livia Kärtner, über die Bühne bewegt. Diese sexy Darbietung wurde mit viel Applaus und Zugaberufen belohnt, was die Herren auch bereitwillig umsetzten und noch eine Zugabe tanzten.

Der Auftritt des Tanzpaars Livia Kärtner und Vanessa Herbel mutete schon nahezu akrobatisch an, durch die gekonnten Hebefiguren.

Mit der aus Italien stammenden Mannheimer Sängerin Raffaela wurde nochmals für kräftig Stimmung gesorgt. Gut gelaunt schmetterte sie italienische und englische Evergreens durch den Saal.

Auf den Auftritt von „Fräulein Baumann“ alias Dr. Markus Weber von den „Spitzklickern“ musste das Saalpublikum lange warten, wurde aber durch erstklassige Comedy entschädigt. Das war „richtig klasse“, sagte uns eine Zuschauerin begeistert. Und der Saal bebte vor Begeisterung.

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