Dienstag, 25. September 2018

38 Sternsinger besuchten 180 Haushalte

„Bei Unrecht kann ich nicht tatenlos zusehen!“

38 Sternsinger waren in Heddesheim unterwegs.

Heddesheim, 9. Januar 2012. (red/pm) 38 Heddesheimer Sternsinger waren mit ihren Betreuern am 6. Januar unterwegs und sammelten 4350 Euro fĂŒr Kinder in Not.

Von Ursula Fritz-Klumpp

„38 Sternsinger waren am 6. Januar wieder in Heddesheims Straßen unterwegs. Begleitet von 16 Betreuern segneten sie HĂ€user und Wohnungen. Sie sangen Lieder und sammelten auf diese Weise 4 350 Euro fĂŒr arme Kinder in Not.

Seit 17 Jahren liegt nun die Leitung fĂŒr die Sternsingeraktion in St. Remigius in meinen HĂ€nden. Fragt man mich nach meiner Motivation ehrenamtlich so viel Zeit und Engagement in diese Aktion zu investieren, ist die Antwort ganz einfach: „Bei Unrecht kann ich nicht tatenlos zusehen. Und wenn es dann auch noch um Unrecht geht, das Kindern angetan wird, muss ich einfach alles unternehmen, damit es ihnen besser geht!“

Dass dies nicht immer so einfach ist, hat man in diesem Jahr wieder deutlich gesehen. Viel zu wenig Kinder waren bereit, sich fĂŒr die gute Sache einzusetzen. Bei den Proben waren die betretenen Gesichter der Betreuer deutlich. „Wenn das so weiter geht, mĂŒssen wir eine Betreuer-Sternsingergruppe aufmachen“, lautete ihr Fazit. GlĂŒcklicherweise fanden sich dann aber doch noch in letzter Sekunde genĂŒgend Kinder, um die 180 angemeldeten Haushalte zu besuchen.

Ausgestattet mit Kreide, Sammeldose, Stern und Weihrauch machten sich die neun Gruppen nach einem gemeinsamen Mittagessen auf den Weg. Jonas Klumpp ist begeistert:

„Das hat Spaß gemacht! Die Leute haben sich so gefreut! Und die TĂŒte mit den SĂŒĂŸigkeiten reicht mir sicher bis Ostern.“

Bundesweit beteiligten sich die Sternsinger in diesem Jahr an ihrer 54. Aktion Dreikönigssingen. Bereits im Vorfeld hatten sich die MĂ€dchen und Jungen auf das diesjĂ€hrige Leitwort „Klopft an TĂŒren, pocht auf Rechte!“ vorbereitet. Wie ĂŒberall in Deutschland machten sie damit deutlich, dass die Rechte von Kindern ĂŒberall auf der Welt respektiert und unterstĂŒtzt werden mĂŒssen.

Sie setzen sich dafĂŒr ein, dass Erwachsene und Politiker ihre Rechte schĂŒtzen. Denn Armut und Gewalt sind massive Verletzungen der Kinderrechte, Gesundheitsversorgung und Bildung mĂŒssen selbstverstĂ€ndlich sein. Doch gerade in Nicaragua, dem Beispielland der Aktion Dreikönigssingen, werden die Kinderrechte von vielen mit FĂŒĂŸen getreten. Missbrauch, Misshandlung und hĂ€usliche Gewalt gegen Kinder sind dort an der Tagesordnung.

Die Sternsinger unterstĂŒtzen in Nicaragua unter anderem Projekte, in denen Kinder sich fĂŒr ihre Rechte einsetzen. Sie werden „stark“ und selbstbewusst gemacht, um sich vor Übergriffen schĂŒtzen zu können.

Doch nicht nur die Kinder in den Projekten in Nicaragua profitieren vom Einsatz der kleinen Könige in Deutschland. Straßenkinder, Aids-Waisen, Kindersoldaten, MĂ€dchen und Jungen, die nicht zur Schule gehen können, denen Wasser, Nahrung und medizinische Versorgung fehlen, die in Kriegs- und Krisengebieten, in FlĂŒchtlingslagern oder ohne ein festes Dach ĂŒber dem Kopf aufwachsen – Kinder in gut 110 LĂ€ndern der Welt werden jedes Jahr in Projekten betreut, die mit Mitteln der Aktion unterstĂŒtzt werden.

Gemeinsam mit ihren jugendlichen und erwachsenen Begleitern haben sich auch die Sternsinger aus Heddesheim auf ihre Aufgabe vorbereitet. Sie kennen die Nöte und Sorgen von Kindern rund um den Globus und sorgen mit ihrem Engagement fĂŒr die Linderung von Not in zahlreichen Projektorten.“

Anmerkung der Redaktion:

Die Spendenaktion ist ein schöner Erfolg – im Vergleich mit Ladenburg zeigt sich aber ein deutlicher Unterschied. Hier haben drei Mal so viele Kinder rund vier Mal so viel Geld gesammelt, obwohl die Kommunen in etwa gleich groß sind.

In Deutschland ist das Sternsingen die grĂ¶ĂŸte Hilfsaktion von Kindern fĂŒr Kinder. Im vergangenen Jahr wurden bundesweit 48 Millionen Euro gespendet und eingesammelt. Wer möchte, erhĂ€lt den Segensspruch c+m+b plus die Jahreszahl auf den TĂŒrrahmen geschrieben:

„Christus mansionem benedicat“ (Christus segne dieses Haus)

Altar der katholischen Kirche mit Klopapier eingewickelt


Guten Tag!

Heddesheim, 21. Oktober 2011 (red) Gegen 19:30 Uhr rĂŒckten heute Beamte des Polizeireviers Ladenburg zu einem besonderen Einsatz aus: In der katholischen Kirche St. Remigius ist der Altar teilsweise mit Klopapier eingewickelt worden. Die Beamten nahmen vor Ort den Sachverhalt auf.

Nach Auskunft des PolizeiprĂ€sidium wurde die Straftat durch Mitglieder der Kirchengemeinde entdeckt. Ein Sachschaden war nicht festzustellen. Die Polizei verfolgt die Straftat nach § 167 Strafgesetzbuch – danach wird eine Störung der ReligionsausĂŒbung mit bis zu drei Jahren Haft oder Geldstrafe geahndet.

Die Kirche war geöffnet – Zeugen werden gesucht. ÃƓber die TĂ€ter liegen noch keine Erkenntnisse vor.

41 Firmanden erhalten Sakrament

Guten Tag,

am Samstag, den 11. Juli 2009, erhielten 41 Firmanden (Firmlinge) das Sakrament der Firmung in der St. Remigius-Kirche Heddesheim.

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