Samstag, 25. November 2017

Sportf├Ârdermittel f├╝r 2013 verteilt

Rhein-Neckar, 15. November 2013. (red/pm) Vergangenen Dienstag wurden im Auschuss f├╝r Schulen, Kultur und Sport die Sportf├Ârdermittel des Kreises f├╝r das Jahr 2013 verteilt. [Weiterlesen…]

Ergebnisse des B├╝rgerbeteiligungsprozesses ver├Âffentlicht

Das neue Leitbild der Gemeinde Heddesheim

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Rund 80 B├╝rger/innen haben bei der Entwicklung der Leits├Ątze mitgewirkt.

 

Heddesheim, 21. September 2013. (red/aw) Heddesheim hat 45 Leits├Ątze f├╝r die Zukunft der Gemeinde ver├Âffentlicht. Sie sind das Ergebnis des B├╝rgerbeteiligungsprozesses, der im November 2012 gestartet worden war. Das Leitbild soll vor allem den Gemeinderat in den kommenden Jahren bei verschiedensten Anl├Ąssen begleiten. Ins B├╝rgerhaus kamen am Montag rund 160 B├╝rger/innen zur Pr├Ąsentation. [Weiterlesen…]

10. bis 16. Juni 2013

Diese Woche: Tipps und Termine

Rhein-Neckar, Tipps und Termine f├╝r den 10. bis 16. Juni 2013. Montags erscheinen unsere Veranstaltungstipps f├╝r die laufende Woche. Die Redaktion nimmt gerne weitere Termine und Anregungen auf. Die Kontaktm├Âglichkeiten finden Sie am Ende der Seite.

Mehr Veranstaltungen vor Ort finden Sie ins unseren Kalendern auf allen Blogseiten im Men├╝ Nachbarschaft im Men├╝ ÔÇťTermineÔÇŁ. [Weiterlesen…]

Diese Woche: Tipps und Termine

Rhein-Neckar, Tipps und Termine für den 13. bis 19. Mai 2013. Montags erscheinen unsere Veranstaltungstipps für die laufende Woche. Die Redaktion nimmt gerne weitere Termine und Anregungen auf. Die Kontaktmöglichkeiten finden Sie am Ende der Seite.

Mehr Veranstaltungen vor Ort finden Sie ins unseren Kalendern auf allen Blogseiten im Menü Nachbarschaft im Menü “Termine”. [Weiterlesen…]

Umbau des Tennenplatzes soll 473.000 Euro kosten

Land f├Ârdert Kunstrasenplatz mit 104.000 Euro

Heddesheim, 31. Mai 2012. (red/pm) Das Land bezuschusst in diesem Jahr 83 kommunale Sportst├Ąttenprojekte – eines davon in Heddesheim. F├╝r den Umbau des Tennenplatzes in einen Kunstrasenplatz stehen 104.000 Euro F├Ârdergelder zur Verf├╝gung. Gef├Ârdert werden Projekte, die sowohl dem Schul- als auch dem Vereinssport dienen.

Wie die Kultusministerin Gabriele Warminski-Leitheu├čer gestern per Pressemitteilung kundtat, habe man sich mit den kommunalen Landesverb├Ąnden und den Sportverb├Ąnden verst├Ąndigt und wichtige Projekte zum Ausbau der Sportst├Ątteninfrastruktur im Land identifiziert.

Der Sport leistet einen gro├čen und vielseitigen Beitrag f├╝r die Gesellschaft, er integriert, vermittelt Werte wie Toleranz, Fairness und Teamgeist und er dient der Gesundheitspr├Ąvention. Daher brauchen wir eine gute Sportst├Ątteninfrastruktur.

Die Landesf├Ârderung von 14,2 Millionen Euro werde kommunale Investitionen im Gesamtumfang von rund 115 Millionen Euro ausl├Âsen. Somit profitiere auch die Wirtschaft, sagte Warminski-Leitheu├čer.

Gef├Ârdert werden der Neubau und die Sanierung von Turn- und Sporthallen sowie von Sportfreianlagen (Sportpl├Ątze, Leichtathletikanlagen). Die Zusch├╝sse werden vorrangig f├╝r vielseitig nutzbare Hallen und Anlagen bewilligt, die sowohl dem Sportunterricht als auch dem ├ťbungs- und Wettkampfbetrieb von Sportvereinen zur Verf├╝gung stehen. Der Landeszuschuss betr├Ągt in der Regel 30 Prozent der zuschussf├Ąhigen Ausgaben. In der diesj├Ąhrigen F├Ârderrunde konnte mehr als die H├Ąlfte der 150 beantragten Vorhaben ber├╝cksichtigt werden.

Die Gemeinde Heddesheim hatte 2011 beim Regierungspr├Ąsidium Karlsruhe einen Antrag zur Sanierung/Umbau eines Tennenplatzes gestellt. Laut Antrag betragen die Gesamtausgaben 473.000 Euro. Der vorgesehene Landeszuschuss betr├Ągt 104.000 Euro.

Die H├Âhe des Zuschusses ist in den kommunalen Sportf├Ârderungsrichtlinien geregelt. Die Zusch├╝sse betragen in der Regel 30 Prozent der zuwendungsf├Ąhigen Ausgaben. Nach den Landesrichtlinien sind die zuwendungsf├Ąhigen Ausgaben und die danach ma├čgeblichen Zuwendungen pauschaliert (f├╝r bestimmte Vorhaben werden pauschale Ausgaben zugrunde gelegt, daraus errechnet sich dann die 30 Prozent-F├Ârderung des Landes, Details sind im Anhang der Richtlinien dargestellt). Ausnahmen sind m├Âglich (gek├╝rzter oder erh├Âhter Pauschalbetrag). Bei Sanierungen werden die zuwendungsf├Ąhigen Ausgaben auf 70 Prozent der f├╝r entsprechende Neubauma├čnahmen geltenden Pauschalbetr├Ąge begrenzt. Nach den Zielsetzungen der F├Ârderrichtlinien sollen vielseitig nutzbare Einrichtungen f├╝r den Schul- und Vereinssport (ÔÇ×KombiprojekteÔÇť) bezuschusst werden. Dies ist bei den F├Ârderentscheidungen zu ber├╝cksichtigen.

Nach Freigabe des Landesf├Ârderprogramms auf der Basis der Vorschl├Ąge der Regierungspr├Ąsidien durch das Kultusministerium erhalten die ausgew├Ąhlten Kommunen eine F├Ârderbescheid durch das jeweils zust├Ąndige Regierungspr├Ąsidium. In diesem Bescheid wird geregelt, in welchem Zeitraum die Mittel abgerufen werden k├Ânnen. Grunds├Ątzlich ist ein Mittelabruf nur dann m├Âglich, wenn die F├Ârdermittel innerhalb von zwei Monaten f├╝r Zahlungen ben├Âtigt werden.

Warum Spenden und Sponsoring Transparenz brauchen

Geprothmannt: Uneigenn├╝tzige Wohlt├Ątigkeit? Von wegen! Spenden und Sponsoring sind Werbung

100 Euro sind viel Geld - manche zahlen das aber aus der "Porto-Kasse" und machen daraus ein Vielfaches an "Image"-Gewinn. Quelle: 100-Euro-Schein

Rhein-Neckar, 12. Dezember 2011. (red) Zur Zeit jagt eine Spenden├╝bergabe die n├Ąchste – so wie vergangenes Jahr auch und n├Ąchstes Jahr wieder. Besonders in der Vorweihnachtszeit laden viele Firmen und Gemeinden ein, ├╝ber mildt├Ątige Spenden f├╝r den guten Zweck zu „berichten“. Klares Ziel dieser Aktionen: Die Spender und Sponsoren wollen sich damit ein gutes Image verschaffen – dabei ist das nichts anderes als Werbung.

Von Hardy Prothmann

Die Redaktion f├╝r die Lokalblogs in Nordbaden hat eine strikte Regel: Wir berichten nicht ├╝ber Spenden, egal wie gro├čz├╝gig diese sind. Denn hinter fast jeder Spende steckt immer ein „Kalk├╝l“, ein Hintergedanke und der ist nicht „mildt├Ątig“, sondern egoistisch: Die spendende Firma oder Institution will sich damit ein gutes Image verschaffen.

Das ist auch absolut erlaubt – nur machen wir uns nicht zum Handlanger und zur erweiterten Pressestelle der Spender und Sponsoren. Wer aus ├ťberzeugung spendet oder unterst├╝tzt, braucht seine Haltung nicht an die „gro├če Glocke“ zu h├Ąngen.

Millionen von privaten Spendern halten das so – sie geben Geld f├╝r alle m├Âglichen Hilfsorganisationen und hoffen, dass damit anderen geholfen wird. Die allermeisten Spenderinnen und Spender bleiben „anonym“ – es geht ihnen um die Hilfe und nicht um eine ├Âffentliche Nennung.

Wer hingegen der „├ľffentlichkeit“ seine „Gro├čz├╝gigkeit“ mitteilen m├Âchte, kann eine Anzeige schalten. Das ist, wie gesagt, absolut erlaubt.

Hirschberg: Bericht ├╝ber eine Spende? Ja, gerne. Schleichwerbung? Nein, danke.

Aktuell haben wir ├╝ber die Spende einer Interessengemeinschaft „Storchenkerwe“ in Hirschberg berichtet:┬áDie Einladung erschien frei von „Firmenwerbung“ – denn die Initiative des Ortsfestes spendete Geld f├╝r gemeinn├╝tzige Zwecke. Deshalb haben wir den Termin wahrgenommen.

Vor Ort pr├Ąsentierte man aber Spendenschecks mit Logo und Schriftzug einer regionalen Bank. Diese Werbung haben wir aus dem Foto herausretuschiert (wei├če Fl├Ąche).

Das ist die einzige „saubere“ L├Âsung – alles andere ist eine Form von Schleichwerbung, untergr├Ąbt die Glaubw├╝rdigkeit von Journalismus (sofern die bei gewissen Medien nicht sowieso schon „six feed under“ ist) und schadet letztlich auch dem „Werbekunden“ – muss der doch ganz besonders an einem glaubw├╝rdigen Umfeld interessiert sein.

Penetrant wird es – und das ist zunehmend der Fall – wenn die Sponsoren und Spender sogar die Berichterstattung vorschreiben wollen. Dagegen hilft nur konsequente Aufkl├Ąrung und konsequente „Nicht-Berichterstattung“ bei „H├Ąrtef├Ąllen“.

Penetrantes Sportsponsoring

Selbst in der Provinz treibt dieses Sponsorenunwesen nicht nur seltsame, sondern v├Âllig inaktzeptable „Bl├╝ten“. Ein lokaler Tennisverein wollte uns beispielsweise nur Fotos gestatten, wenn das Sponsorlogo mit im Bild ist.

Das Ergebnis kann man hier nachlesen:┬á„Kein Gruppenfoto ohne Sponsor“

Sehr krass ist dieses Beispiel: Eine Apotheke wird von einem „Marketing-Verband“ ausgezeichnet, nicht etwa weil die Apotheke am meisten Geld gespendet hat, sondern deren Kunden. Wir wollten dar├╝ber berichten – und wurden vermutlich (aus Sorge) wegen unserer bekannten, kritischen Haltung nicht eingeladen. Wir haben trotzdem berichtet: Kein Kinderlachen f├╝r das Heddesheimblog.

taz verpixelt Sportfotos und stellt die Aktion anscheinend klammheimlich wieder ein.

Die taz hatte im August angek├╝ndigt, ab sofort alle Sportfotos zu verpixeln. Die Begr├╝ndung:

Die Werbung im Fu├čball, Biathlon oder Handball ist mit den Jahren der Kommerzialisierung einfach zu aufdringlich, zu omnipr├Ąsent geworden. Da m├╝ssen intelligentere L├Âsungen her. Zum Beispiel: Weg mit dieser Flimmerbande.

Und:

Wir sind nicht mehr bereit, Eure Werbebotschaft auf Trikots und Werbebanden zu verbreiten. Es kann ja auch nicht Aufgabe einer Zeitung sein, die mit kritischer Distanz ├╝ber Sport berichtet, t├Ąglich kostenlose Werbung von Vereinen und deren Sponsoren ins Blatt zu heben. Wir wollen durch die Verpixelung journalistisch noch unabh├Ąngiger werden.

Guter Ansatz – leider scheint die taz das nicht durchgehalten zu haben. Vielleicht wars auch nur ne Sommerloch-Saure-Gurken-Zeit-Meldung. Eine Erkl├Ąrung, warum nicht mehr verpixelt wird, konnte ich nicht finden (Anfrage ist gestellt, der Artikel wird gerne nach einem Hinweis erg├Ąnzt).

Wir werden das in Zukunft weiter so halten: Wenn Spender und Sponsoren mit Ihren Logos genannt und abgebildet werden wollen, erhalten Sie ein Angebot zum Schalten einer gewerblichen Anzeige. Solche „Berichte“ werden wir entsprechend als Anzeige kennzeichnen.

Andernfalls werden wir konsequent Spender und Logos aus Texten und Bildern entfernen – denn es ┬ágeht doch um Mildt├Ątigkeit? Oder geht es doch um etwas anderes? Sollten wir deshalb nicht mehr zu solchen Anl├Ąssen eingeladen werden, k├Ânnen wir gerne darauf verzichten.

Trennungsgebot

Gut und richtig w├Ąre, wenn vor allem Zeitungen diesem Beispiel folgen w├╝rden – das aber darf man tats├Ąchlich bezweifeln, denn dort gibt es schon l├Ąngst kein Trennungsgebot zwischen Redaktion und Anzeigen mehr, sondern nur noch die Haltung, dass man Anzeigenkunden nicht „verprellen“ will.

Die Masse der Leserinnen und Leser zahlt zwar insgesamt viel und bedeutendes Geld f├╝rs „Abo“ – unterm Strich sind das aber knapp 30 Euro und was bedeutet so ein Betrag, wenn an anderen „Auftr├Ągen“ ein paar mehr Nullen dranh├Ąngen, also 3.000, 30.000 oder gar 3.000.000 Euro? Es wird anhand der „Nullen“ schnell klar, auf wen man „R├╝cksicht“ nimmt und f├╝r welche „Nullen-Informationen“ man sich entscheidet.

"Redaktionelles" Foto ab Spendenh├Âhe von 500 Euro - bitte Text mitschicken.

Allerdings gibt es auch hier „Regeln“ – die h├Ąngen von der H├Âhe der Spende ab. Der Mannheimer Morgen macht zum Beispiel „grunds├Ątzlich“ erst ab 500 Euro Spendensumme ein Foto. Warum, wieso, weshalb? Dar├╝ber gibt es keine uns bekannten Informationen.

Ethisches Handeln

Ganz grunds├Ątzlich verantwortet jedes Medium die eigenen redaktionelle Ethik und die Art seiner „Informationen“ im Rahmen der gesetzlichen M├Âglichkeiten selbst – und auch die daraus resultierende Glaubw├╝rdigkeit.

Mal schauen, wie Spender und Sponsoren mit unserer transparenten Haltung umgehen – dazu wird es, sofern interessant, einen Nachbericht geben.

Soviel sei noch angemerkt: Unternehmen, die mindestens zehn Prozent ihres Gewinns spenden, werden wir sofort lobend erw├Ąhnen, weil das tats├Ąchlich Spenden sind, die „bemerkenswert“ sind. Keine Sorge – es gibt vermutlich kein einziges Unternehmen, das so verf├Ąhrt.

Vereine sollten sich nicht zu jedem Preis „kaufen“ lassen

Vereine, die sich f├╝r ein paar Euro „Spendengeld“ oder „Sponsoring“ als Vermarktungsfl├Ąche missbrauchen lassen, sollten tats├Ąchlich dar├╝ber nachdenken, worum es geht.

Um F├Ârderung von Kultur, Jugend oder Sport oder darum, dass die ehrenamtlichen Helfer wirklich sehr viel Arbeit aufbringen und sich von Firmen durch im Vergleich minimale „F├Ârderung“ dann die hier „erwirtschaftete“ Aufmerksamkeit abkaufen lassen? Das kann nicht im Sinne von Kultur, Jugend und Sport sein – und auch nicht im Sinne der Unternehmen.

Und ein besonders Geschm├Ąckle bekommen solche Spenden dann, wenn die Spenderfirmen nicht nur beim Image die Nutznie├čer sind, sondern durch Auftr├Ąge und Gesch├Ąfte mit den Vereinen wiederum einen ganz klaren gesch├Ąftlichen Vorteil suchen.

Dann haben Spenden sogar eher die Funktion einer Bestechung und sind vollends pervertiert. Und auch das ist leider oft schon fast „├╝blich“.

Spendenziele m├╝ssen transparent sein

Gemeinden m├╝ssen Spenden beispielsweise l├Ąngst ├Âffentlich machen und transparent darstellen – das sieht das Geldw├Ąschegesetz so vor. Und daf├╝r gibt es ganz sicher Gr├╝nde.

Damit Sie mich richtig verstehen: Spenden sind gut und wichtig. Und jeder Euro hat seinen Wert.

Spenden sollten aber das sein, was sie sein sollen: Ein Beitrag zu einer besseren Welt. Ganz privat, ganz individuell nach den M├Âglichkeiten.

Wer Spenden und „Sponsoring“ auch nur im Ansatz f├╝r eigene „Zwecke“ einsetzt, muss sich moralisch selbst verpflichten, seinen Anteil an Eigennutz klar darzustellen – damit keine „Missverst├Ąndnisse“ aufkommen.

Wenn ein Gro├čkonzern beispielsweise 1 Million Euro spendet, ist das vielen Medien eine Nachricht wert. Zeitungen wie der MM berichten mit Bild erst ab 500 Euro. F├╝r den Konzern bedeutet 1 Million vielleicht nur einen 0,000-irgendwas Anteil an seinen M├Âglichkeiten. F├╝r eine Initiative sind 500 oder 1.000 Euro hingegen alles, was man „aufbieten“ kann.

Wer ist nun „gro├čz├╝giger“? Wer verdient mehr Aufmerksamkeit? Wor├╝ber sollte man dankbarer sein? Wor├╝ber berichten?

Denken Sie mal dr├╝ber nach – eine Meinung zu dem Thema ist gar nicht so einfach zu finden.

Ist halt alles immer „relativ“ – daf├╝r muss man kein Einstein sein.

Ihr

Anmerkung: Wir haben anf├Ąnglich auch ├╝ber Spenden berichtet und vor kurzem noch im Weinheimblog ├╝ber eine Aktion zu Defibrilatoren in der Stadt. Dabei wurde auch eine spendende Bank genannt. K├╝nftig werden wir das kompromisslos handhaben.

Sport-Event: Voltigieren auf h├Âchstem Niveau


Training f├╝r das Turnierwochenende in der Reithalle des Pferdezucht,- Reit- und Rennvereins Heddesheim - hier bleibt Zeit, um zu probieren. Das Turnier wird ein straffer Wettkampf.

Guten Tag!

Heddesheim/Rhein-Neckar, 26. Mai 2011. (red) In der kommenden Woche├é┬áveranstaltet der Pferdezucht, – Reit – und Rennverein Heddesheim einen Tag der Offenen T├╝r/Voltigiertag am 2. Juni und ein Voltigierturnier├é┬á mit Sichtung zur Deutschen Meisterschaft am 4./5. Juni. W├Ąhrend am Tag der offenen T├╝r die unteren Leistungsklassen ihr K├Ânnen beim Voltigieren zeigen und ein buntes Rahmenprogramm f├╝r die Besucher geplant ist, ist das Turnier am darauf folgenden Wochenende ein reiner Wettkampf mit einem straffen Zeitplan.

Von Christiane Eisele

Gymnastisches Turnen auf einem sich bewegenden Pferd, so k├Ânnte man Voltigieren mit wenigen Worten ganz einfach beschreiben. Tats├Ąchlich ist es alles andere als einfach. Es erfordert ein gro├čes Ma├č an K├Ârperbeherrschung, Beweglichkeit und pr├Ązisem Timing. In flie├čenden Bewegungsfolgen werden auf dem Pferder├╝cken Figuren kombiniert, die Elemente aus dem Turnen, der Gymnastik und der Sportakrobatik enthalten.

Besonders die h├Âheren Leistungsklassen und die Gruppen-Voltigierer zeigen Leistungen, die schon am (festen) Boden ein enormes akrobatisches Geschick erfordern. Bis diese Leistungen erreicht werden k├Ânnen, vergehen Jahre mit intensivem Training.

Fr├╝h ├╝bt sich f├╝r die hohe Leistungsklasse

Im Heddesheimer Pferdezucht-, Reit- und Rennverein fangen die j├╝ngsten Voltigierer schon im Alter von sechs Jahren an. Vorrausetzung ist ein so junger Start aber nicht. Zuerst lernen alle Anf├Ąnger einfache Pflicht├╝bungen im Schritt, die in Pr├╝fungen im Einzel oder in Gruppen auf Turnieren bewertet werden.

Diese Pr├╝fungen in den unteren Leistungsklassen (A und L) sind Grundvoraussetzung f├╝r das Erreichen h├Âherer Leistungsklassen, bei denen dann immer kompliziertere Pflicht├╝bungen und eine frei kombinierbare K├╝r gezeigt werden muss. Auch die Gangart der Pferde steigert sich vom Schritt zum Trab bis zum Galopp.

Ein kompliziertes Regelwerk schreibt bei jeder Pr├╝fung vor, welche Figur wie und in welcher Gangart gezeigt werden muss, welche Punktzahl man erreichen und welches Turnier man besuchen muss, um danach in einer h├Âheren Leistungsklasse starten zu d├╝rfen. F├╝r Au├čenstehende ist das anfangs nur schwer durchschaubar.

Intensive Ausbildung

Die Voltigierpferde werden sorgf├Ąltig ausgew├Ąhlt. Die Pferde m├╝ssen eine solide Grundausbildung haben „bis Kategorie L, denn sie m├╝ssen sehr gut ausbalanciert sein, um die Reiter tragen zu k├Ânnen“, sagt Liane Furche, Leiterin der Voltigierabteilung im Heddesheimer Pferdezucht,- Reit- und Rennverein.

Die Weiterbildung der Pferde f├╝rs Voltigieren dauert etwa ein bis eineinhalb Jahre. Dass die Pferde beim Longieren immer „auf der linken Hand“ also gegen den Uhrzeigersinn einen 18 m Kreis laufen m├╝ssen, belastet sie aber auf Dauer nicht einseitig, zumindest nicht in Heddesheim. Denn dort laufen die Pferde im Training nur zweimal die Woche und dann auch immer mal wieder auf der „rechten Hand“.

Pflicht und K├╝r

Am Tag der offenen T├╝r/Voltigiertag treten die unteren Leistungsklassen zu Pr├╝fungen mit Pflicht├╝bungen an. Bereits um 7.30 Uhr starten die ersten Gruppen-Voltigierer im Schritt. Nach der Mittagspause werden um 12:30 Uhr und um 13:30 Uhr die ersten Einzel-Voltigierer in der Leistungsklasse L zeigen, was sie k├Ânnen. Gefolgt werden sie um 14:10 von den Einzel-Voltigierern der Leistungsklasse A und um 15:45 Uhr von den Galoppgruppen. Die letzte Siegerehrung findet um 19:00 Uhr statt.

Der Tag der offenen T├╝r soll aber vor allem auch den Besuchern Spa├č machen. Deswegen hat sich das Organisationsteam um Doris Molitor und Liane Furche ein Spielprogramm f├╝r die Besucherkinder ausgedacht. Auch Ponyreiten wird angeboten – bei sch├Ânem Wetter drau├čen, bei Regen in der zweiten Halle des Vereins. Und nat├╝rlich h├Ąlt das K├╝chenteam etwas zu essen zu trinken f├╝r alle Besucher bereit.

Sichtung f├╝r die Deutsche Meisterschaft

Das Voltigierturnier am 4./5. Mai (Samstag und Sonntag) mit Sichtung für die Deutsche Meisterschaft Voltigieren (26.-28 August in Elmshorn)  ist ein reiner Wettkampf ohne Rahmenprogramm. Dafür bliebe bei dem sehr straffen Zeitplan auch gar keine Zeit. Gegenüber dem Vorjahr haben sich mit 134 Meldungen etwa ein Drittel mehr Voltigierer angemeldet. Das Organisationsteam hofft, dass der Zeitplan eingehalten werden kann.

An diesen beiden Tagen treten neben nur wenigen A und L├é┬á Klassen fast ausschlie├člich Voltigierer der h├Âchsten Leistungsklassen (M1, M2, Junior, S) an. Gezeigt werden Pflicht, K├╝r und Technik, es treten Einzel,- Doppel- und Gruppenvoltigierer an – f├╝r Liebhaber des Sports also ein „Pflicht“-Termin. Gestartet wird am Samstag um 7.30 Uhr, die letzte Siegerehrung ist kurz nach 20:00 Uhr, am Sonntag wird ebenfalls schon um 7:30 Uhr gestartet, die letzte Siegerehrung findet um 17:00 Uhr statt.

An einem der beiden Tage wird ein Sichtungsteam des Landesverbands anwesend sein, dass die Voltigierer der Leistungsklasse S ausw├Ąhlt, die bei den Deutschen Meisterschaften antreten werden.

Das Turnier am 4./5. Mai verspricht nicht nur f├╝r die Zuschauer Voltigieren auf h├Âchstem Niveau. Wer diesen Sport in akrobatischer Perfektion erleben m├Âchte, der sollte dieses Turnier nicht verpassen – erstklassige Leistungen werden ziemlich sicher geboten.

 

 

Herzlich willkommen bei einem der besten Terminkalender der Region


Guten Tag!

Rhein-Neckar, 18. M├Ąrz 2011. (red) Jedes unserer Blogs f├╝r die Orte Heddesheim, Hirschberg, Ladenburg, Viernheim und Weinheim hat einen eigenen Terminkalender – und die erfreuen sich einer wachsenden Beliebtheit. Der Grund: Unsere Terminkalender sind einfach zu bedienen und von jedem Internet-Computer zu jeder Zeit kostenfrei abrufbar.

Obwohl zum Beispiel der Terminkalender vom Rheinneckarblog aktuell gut 200 Termine im M├Ąrz ausweist, ist er trotzdem einfach zu bedienen und verschafft schnell einen tollen ├â┼ôberblick. Und auch die Terminkalender in unseren „Ortsblogs“ f├╝r Heddesheim, Hirschberg, Ladenburg, Viernheim und Weinheim sind gut sortiert und sind ein klasse Angebot.

Ob Fest, Vereinstermin, Sport, Kultur, Politik, Kultur, Freizeit – unsere Kalenderinformationen wachsen stetig.

Sie k├Ânnen sich die Termine wochen- oder monatsweise oder in einer t├Ąglichen ├â┼ôbersicht anschauen. Und wenn Sie nicht an allen Terminen interessiert sind, k├Ânnen Sie nur die Kalender anzeigen lassen, die Sie sehen wollen.

Ein Klick und Sie sehen wo die Veranstaltung ist.

Ein Klick ├Âffnet den Termin, sofern eine Stra├če angegeben ist, k├Ânnen Sie sich den Terminort per Google Maps anzeigen lassen. Und wer dann noch mehr will, kann sich sogar die Route anzeigen und berechnen lassen.

Gegen├╝ber der Zeitung haben elektronische Kalender noch viel mehr Vorteile: Sofern Sie selbst einen kostenfreien Google-Kalender haben, k├Ânnen Sie interessante Termine einfach per Klick in ihren Kalender ├╝bernehmen – auch in Outlook beispielsweise. Daf├╝r m├╝ssen Sie nur ihren Outlook-Kalender mit ihrem Google-Kalender synchronisieren.

Sie sparen sich Zeit, m├╝ssen keinen Termin per Hand eintragen.

Und es geht noch besser: Wenn Sie den Kalender als „Feed“ kostenfrei abonnieren, erhalten Sie jedes Mal eine Nachricht per email, wenn ein neuer Termin hinzukommt. Interessiert Sie der Termin, ├╝bernehmen Sie ihn, interessiert er nicht, l├Âschen Sie die email.

Die Termineintr├Ąge sind oft sehr informativ – nicht wie in der Zeitung nur ein paar Zeilen. Wir bieten meist umfangreiche Beschreibungen mit Telefonnummern und Ansprechpartnern.

Sie wollen Freunde auf einen Termin aufmerksam machen? Kein Problem – per Kopieren und Einf├╝ngen ├╝bernehmen Sie den Termin in eine email und ab damit.

Und wenn Sie Hinweise auf Termine haben, die noch nicht im Kalender stehen, dann schreiben Sie uns eine email an termine (at) rheinneckarblog.de – nat├╝rlich auch, wenn Sie einen Fehler feststellen. Niemand ist perfekt und wir freuen uns ├╝ber solche Hinweise, weil wir umgehend korrigieren, was wieder allen zugute kommt.

Die Zeitung bietet Ihnen einen solchen Service nicht – die m├╝ssen Sie f├╝r teures Geld kaufen oder abonnieren.

Der Terminkalender Rhein-Neckar - klicken Sie auf das Bild, um ihn aufzurufen. Sie finden auf allen unseren Blogs links oben in der zweiten Men├╝zeile den Link "Termine" - dort werden dann die lokalen Terminkalender angezeigt.

Einen sch├Ânen Tag w├╝nscht
Das rheinneckarblog

Petry bewegt Dich: Keine Angst vor Mucki-Buden!

Guten Tag!

Heddesheim, 21. Februar 2011. Schwei├č, Stahl und St├Âhnerei – stimmt dieses Image von „Mucki-Buden“ noch? Unser Kolumnist Matthias Petry meint: Nein. Das Fitnessstudio ist l├Ąngst offen f├╝r Leute wie Dich und mich.

Von Matthias Petry

Fitnessstudios? Das sind doch diese Folterkeller, in denen irgendwelche Muskelprotze Eisenhanteln stemmen und dabei f├╝rchterlich schwitzen und st├Âhnen. Was hat das denn mit Gesundheit zu tun? Das ist wohl eher nichts f├╝r mich!

Stimmt! Bodybuilding von fr├╝her hatte nichts mit Gesundheit zu tun. Und Arnold Schwarzenegger hat auch als Sch├Ânheitsideal l├Ąngst ausgedient. Das ist alles schon eine Weile her – und trotzdem assoziieren viele Menschen, wenn sie Fitnessstudio h├Âren, diesen Begriff sofort mit Schwei├č, Stahl und St├Âhnerei. – und sind negativ eingestellt.

Dabei haben sich Fitnessstudios schon lange gewandelt – und mit ihnen ihre Klientel. Die meisten Anlagen bieten heute ein komplettes gesundheitssportliches Angebot. Von Kinderturnen bis R├╝ckentraining f├╝r Senioren. Von Zirkeltraining an Ger├Ąten bis Speck-weg-Wochen. Entspannung und Wellness sowieso. Und nat├╝rlich Geselligkeit – Leute kennenlernen, quatschen, gemeinsam Spa├č haben.

Um sich zu erzeugen, sollten Sie einfach in einem Fitnessstudio Ihrer Wahl einen Besichtigungstermin vereinbaren. Sie werden m├Âglicherweise ├╝berrascht sein. Keine dunklen, schlecht gel├╝fteten Kellerr├Ąume warten da auf Sie, sondern ein helles, lichtdurchflutetes und freundliches Ambiente. Kunden sollen sich wohl f├╝hlen und gerne kommen.

Was sofort auff├Ąllt: Hier trainieren „Leute wie Du und Ich“. Der nette Nachbar von gegen├╝ber st├Ąrkt seinen R├╝cken – die Friseurin radelt ihre Pfunde weg. Kontakte sind schnell gekn├╝pft, wenn das gew├╝nscht ist. Wer lieber seine Ruhe haben will, bleibt f├╝r sich – Kommunikation kann, muss aber nicht sein.

Vorbei an Bistro und Getr├Ąnkebar stehen auf der Trainingsfl├Ąche vorne meist die Ausdauerger├Ąte, mit denen Herz-Kreislaufsystem gest├Ąrkt und Kalorien verbrannt werden: Fahrradergometer, Laufb├Ąnder, Ruderergometer, Stepper und sogenannte Crosswalker oder Elypsentrainer, die besonders viele Muskelgruppen ansprechen.

Vielseitigkeit erh├Âht die Motivation

Die Parole hei├čt Abwechslung. Das Ausdauertraining l├Ąsst sich vielseitig gestalten – das erh├Âht die Motivation. Damit das Treten nicht allzu z├Ąh und langweilig wird, kann der Blick auf TV-Monitore oder durch ein Panoramafenster nach drau├čen gehen.

Nach den Ausdauerger├Ąten kommt das Herzst├╝ck der Anlage: der Ger├Ątepark: Krafttrainingsger├Ąte f├╝r jeden Muskel, meist thematisch geordnet und nummeriert. Moderne Ger├Ąte f├╝hren die Bewegung kontrolliert – Fehler fast ausgeschlossen. Gewichte lassen sich ganz leicht einstellen und ver├Ąndern.

Zum Ger├Ątepark geh├Ârt auch ein Kurzhantelkomplex mit Spiegelfront, der nat├╝rlich etwas an die alten Zeiten erinnert. Doch ├â┼ôbungen mit Kurzhanteln geh├Âren einfach f├╝r den fortgeschrittenen Fitnesssportler dazu. Eine Ecke mit Gymnastikmatten f├╝r Bauch- und Dehn├╝bungen ist ebenfalls obligatorisch. Damit schlie├čt man meist den Trainingsdurchgang ab.

Gute Studios haben gute Trainer

Und wie funktioniert das alles jetzt? Daf├╝r gibt├é┬┤s die Trainer. Sie f├╝hren ein erstes Gespr├Ąch mit Ihnen, bevor Sie das Training aufnehmen. Das ist wichtig, denn hier informieren Sie Ihren Trainer ├╝ber etwaige gesundheitliche Beschwerden und Einschr├Ąnkungen.

Diese Informationen flie├čen dann zusammen mit Ihren Fitnesszielen – mehr Kraft, mehr Ausdauer, mehr Beweglichkeit, weniger Gewicht – und einem kleinen sportmotorischen Test in den Trainingsplan ein, den Ihnen die Trainer an die Hand geben.

Die ersten Monate sollten Sie nur nach Ihrem Trainingsplan trainieren, dann kommen auch schnell die ersten Erfolge. Die Trainer erkl├Ąren Ihnen, wie Sie die Ger├Ąte bedienen, kontrollieren Ihre Bewegungsabl├Ąufe und stehen f├╝r Fragen zur Verf├╝gung.

Training ist besser als Medikamente

Ein individuell abgestimmtes Krafttraining wirkt besser als jedes Medikament. Sie k├Ânnen sich dadurch fit f├╝r die Belastungen von Job und Alltag machen und bestimmte gesundheitliche Beschwerden dauerhaft ausschalten.

Ohne ihn geht es auch nicht mehr: den Gymnastikraum f├╝r das w├Âchentliche Kursangebot. Wem das Ger├Ątetraining an Ergometern und Kraftmaschinen zu einsam oder zu langweilig ist, der kann unter vielen Sportkursen ausw├Ąhlen:

Aerobic und Stepp zu flotter Musik, Wirbels├Ąulengymnastik, Pilates und Bauch-Beine-Po f├╝r Schwachstellen und Problemzonen, Indoor-Cycling auf speziellen Standfahrr├Ądern f├╝r die Ausdauer – oft zielgruppenspezifisch, aber immer in der Gruppe mit anderen.

Unschlagbar sind die Wassergymnastik- und Aquajogging-Kurse in gro├čen Anlagen, wenn diese ├╝ber entsprechende infrastrukturelle Bedingungen – sprich ein Hallenbad – verf├╝gen.

Die Sportm├Âglichkeiten sind vielseitig und wetterunabh├Ąngig. Outdoorsportangebote bilden das T├╝pfelchen auf dem „i“: Walking, Lauftraining, Mountainbiking, Tai Chi im Garten. Raus ins Freie und in die Natur.

Zum Training geh├Ârt heute oft Wellness

Was noch fehlt: Entspannung und Wellness. Kaum ein Studio mehr ohne Sauna und Ruheraum. Viele haben eine eigene Wellnessanlage in Betrieb, die keine W├╝nsche offen l├Ąsst. Perfekt f├╝r die Belohnung nach dem anstrengenden Sport.

Fitnessstudios sind meist in privater Hand. Allerdings gibt es auch immer mehr gr├Â├čere Vereine, die eigene Studios erfolgreich betreiben. Wie auch immer: Ein monatlicher Beitrag f├Ąllt nat├╝rlich an, doch der ist meist gut investiert.

Alles unter einem Dach. F├╝r jeden Geschmack. F├╝r jedes Alter. F├╝r Einsteiger und f├╝r Fortgeschrittene. F├╝r D├╝nne und f├╝r ├â┼ôbergewichtige. W├Ąre das vielleicht doch was f├╝r Sie?

Sind Sie neugierig geworden? Dann machen Sie doch gleich in einem nahegelegenen Studio einen Termin aus – und dann woanders noch einen. Und vergleichen Sie. Nutzen Sie ein Probetraining. Und dann ran an├é┬┤s Eisen, ├Ąh ├óÔéČ┬Ž nat├╝rlich an die Ger├Ąte.

Mit sportlichen Gr├╝├čen
Matthias Petry

Zur Person:
Matthias Petry ist Sportwissenschaftler und als Dozent im Gesundheitsbereich t├Ątig. Matthias Petry gibt Antworten auf Fragen rund um Sport, Fitness und Gesundheit und m├Âchte dazu motivieren, dass Menschen wieder mehr Bewegung in ihren Alltag einbauen und dadurch schrittweise ges├╝nder werden.

In eigener Sache: rheinneckarblog istlokal.de


Guten Tag!

Rhein-Neckar, 25. Januar 2011. Ende 2010 haben die Journalisten Stefan Aigner und Hardy Prothmann sowie der Diplom-Medienp├Ądagoge Thomas Pfeiffer das Netzwerk istlokal.de gestartet. Das Netzwerk unterst├╝tzt journalistische Angebote im Internet, die lokal oder regional informieren.

Von Hardy Prothmann

Die lokale Berichterstattung bietet die exklusivsten Nachrichten der Welt. Was vor Ort passiert, betrifft die Menschen, die dort leben. Egal ob in M├╝nchen, Berlin, K├Âln, Stuttgart, auf dem platten Land oder in einem Ballungsraum. Oder in New York, Los Angeles, Paris, London, Mailand, Barcelona.

In den vergangenen zwei Jahren sind in vielen Orten Deutschlands lokale „Blogs“ oder digitale Internet-Zeitungen entstanden und auch 2011 werden viele neue Angebote dazukommen. Mal sind es politisch engangierte B├╝rger, mal Journalisten, die das „nebenbei“ machen. Aber immer mehr Angebote werden mit dem Anspruch der Herausgeber betrieben, von dieser Arbeit auch leben zu k├Ânnen.

Kritischer Zustand des Journalismus.

Jeder, der ein kommerzielles Angbot betreibt, steht dabei vor denselben Problemen: Der lokale und regionale Werbemarkt im Internet ist noch nicht befriedigend entwickelt, noch nicht einmal ausreichend.

Das Portal von istlokal.de bietet vernetzten Journalismus.

Aus gutem Grund. Die Presselandschaft in Deutschland ist ├╝berwiegend monopolisiert. Bis auf wenige Ausnahmen gibt es fast nur noch „Einzeitungskreise“ – sprich, es gibt keinen journalistischen Wettbewerb mehr vor Ort. Die Monopolzeitungen bestimmen, ├╝ber wen was wann wie berichtet wird.

Wozu das f├╝hrt, zeigt das Beispiel Stuttgart21 deutlich. Die Stuttgarter Zeitung hat kaum kritisch berichtet – aus gutem Grund. Wie der stern mit dem Hintergrundbericht „Fahrt auf schw├Ąbischem Filz“ offenlegte, geh├Ârt die Zeitung zur S├╝dwestdeutschen Medienholding (SWMH), die vor einiger Zeit die S├╝ddeutsche Zeitung gekauft hat.

„Fahrt auf schw├Ąbischem Filz.“

Ein schwerer finanzieller Brocken, der das Unternehmen in Schwierigkeiten brachte. Ãœber die Landesbank Baden-Württemberg nahm man ein Schuldscheindarlehen über 300 Millionen Euro auf, so der Bericht.

Darin hei├čt es: „Die LBBW war hierf├╝r ein idealer Partner. Vorsitzender ihrer Tr├Ągerversammlung ist Ministerpr├Ąsident Mappus. In ihrem Verwaltungsrat hat die Politik das Sagen. Vorsitzender ist der CDU-Landtagsabgeordnete Peter Schneider, Pr├Ąsident des baden-w├╝rttembergischen Sparkassenverbands. Mitglieder des Verwaltungsrats sind unter anderem der Stuttgarter OB Wolfgang Schuster, die CDU-Landesminister Wolfgang Reinhart (Berlin/Europa) und Willi St├Ąchele (Finanzen), die Unternehmer Heinz D├╝rr und Dieter Hundt und Claus Schmiedel, Chef der SPD-Fraktion im Landtag. Der hielt Stuttgart 21 bis vor kurzem f├╝r „menschenfreundlich, umweltfreundlich und relativ schnell realisierbar.“

Solche Verbindungen lassen vermuten, dass eine objektive Berichterstattung nicht mehr gegeben ist.

Der stern berichtet ├╝ber die Verfilzung von Medien, Politik und Wirtschaft.

Zur├╝ck zum Werbemarkt – der wird von Zeitungen dominiert. Und jede Anzeige, die von Print nach Online abwandert, ist ein Verlust, der die Zeitungen trifft. Die haben folglich ├╝berhaupt kein Interesse, den Online-Werbemarkt zu entwickeln. Denn Online-Anzeigen sind g├╝nstiger, sprich, bringen den Zeitungen weniger Einnahmen.

Dramatische Entwicklung.

Und wer sich online informiert, auch durch Werbung, braucht keine Zeitung mehr – die teils dramatisch zur├╝ckgehenden Auflagen- und Abozahlen zeigen deutlich, unter welchem wirtschaftlichem Druck Zeitungen stehen.

Mit dramatischen Folgen f├╝r die B├╝rgerinnen und B├╝rger: Die Berichterstattung wird zunehmend flacher, da die Zeitungsverlage in den vergangenen Jahren hunderte Journalisten entlassen haben. Es gibt Regionen in Deutschland, ├╝ber die ├╝berhaupt keine Berichterstattung mehr stattfindet. Die ungepr├╝fte ├â┼ôbernahmen von „PR-Artikel“ ist an der Tagesordnung.

Wer aufmerksam die Zeitung liest, stellt fest, dass der ├╝berwiegende Teil der Artikel nicht mehr redaktionell vor Ort erarbeitet wird, sondern au├čerhalb der Zeitung. Ob als Agenturmeldung oder PR-Text.

Und es gibt jede Menge Lokalredakteure, die eine Pressemitteilung ein wenig umschreiben und dann unter ihrem Namen als eigenen Artikel ver├Âffentlichen. Das ist Betrug am Leser. Und der findet t├Ąglich ├╝berall statt.

Journalismus ist wichtig f├╝r die Demokratie.

Und es schadet der Glaubw├╝rdigkeit des Journalismus, der eigentlich die „4. Macht“ im Staate sein soll. Durch kritisches Pr├╝fen von Informationen, durch Recherche von Hintergr├╝nden und Verbindungen, durch eine objektive Berichterstattung. Diese Aufgabe ist enorm wichtig, um eine Demokratie stabil zu halten.

Engagierte B├╝rger und freie Journalisten gr├╝nden deshalb ihre eigenen Medien – aus Frust ├╝ber die unzul├Ąngliche „Lobby“-Berichterstattung der Zeitungen, die oft mehr verschweigen, denn berichten. Aus der ├â┼ôberzeugung heraus, dass dort immer weniger echter Journalismus stattfindet.

Die Alternative hei├čen Blog oder Internet-Zeitung – die Namensgebung spielt keine Rolle, sondern der Inhalt. Hier finden Dokumentation und kritische Berichte statt.

Vielf├Ąltige Herausforderungen.

„B├╝rgerjournalisten“ stehen dabei vor der Herausforderung, wie sie diese journalistische T├Ątigkeit wahrnehmen. Journalismus ist ein Handwerk, das man lernen kann und muss. Ohne Kenntnisse in Sachen Recherche, Schreiben und auch Medienrecht werden wichtige Informationen nicht gefunden oder es drohen Abmahnungen von denen, die sich durch die Berichte „gest├Ârt“ f├╝hlen – sei es die Kirche, seien es Unternehmen oder Politiker oder ├âÔÇ×mter.

Hardy Prothmann ist verantwortlicher Redakteur f├╝r die Angebote des rheinneckarblogs. Bild: sap

Professionelle Journalisten brauchen Einnahmen, von denen sie leben k├Ânnen und mit denen sie ihre Arbeit finanzieren. Also Werbeeinnahmen. Manche gr├╝nden auch F├Ârdervereine, die die Arbeit ├╝ber Mitgliedsbeitr├Ąge und Spenden finanzieren.

Das Netzwerk istlokal.de will eine Genossenschaft gr├╝nden, in der unabh├Ąngige Internet-Medien, die lokal und/oder regional berichten, sich organisieren. Um journalistische Aus- und Fortbildung anzubieten. Um sich bei technischen L├Âsungen zu unterst├╝tzen, um sich rechtlich wehren zu k├Ânnen und nat├╝rlich, um den lokal-regionalen Onlinewerbemarkt voranzubringen.

Wir stehen dabei in Konkurrenz zu den Tageszeitungen. Journalistisch und auch gesch├Ąftlich.

Vernetzter Journalismus.

Wo es schon teils herausragende lokale Angebote gibt, k├Ânnen Sie auf unserer Seite istlokal.de nachschauen. Wenn Sie selbst ein Angebot planen, k├Ânnen Sie sich gerne an uns wenden. Wenn Sie schon ein Angebot in Betrieb haben, schlie├čen Sie sich uns an. Die notwendigen Informationen finden Sie auf unserer Website.

istlokal.de wird seine Mitglieder, egal ob hauptberufliche Journalisten oder B├╝rgerjournalisten, unterst├╝tzen. Zum einen zur F├Ârderung der Presse- und Meinungsfreiheit, zum anderen als „Unternehmer“-Verband f├╝r professionelle Journalisten. Und wir sind ├╝berzeugt davon, dass wir auch die Wirtschaft, die Vereine, die Forschung und andere Bereiche der Gesellschaft mit einem verantwortungsvollen Journalismus unterst├╝tzen.

F├╝r das erste Halbjahr 2011 ist eine Informationsveranstaltung geplant. Wir werden Sie ├╝ber unsere Fortschritte zeitnah informieren.

Hintergrund:

Hardy Prothmann ist verantwortlich f├╝r das rheinneckarblog und betreibt zudem die lokalen Angebote heddesheimblog.de, hirschbergblog.de, ladenburgblog.de und weinheimblog.de. F├╝r seine Arbeit wurde er 2009 und die „100 Journalisten des Jahres“ durch eine unabh├Ąngige Jury der Fachzeitschrift „MediumMagazin“ auf Platz 3 in der Kategorie „Regionales“ gew├Ąhlt.

Er arbeitet seit 1991 als freier Journalist. W├Ąhrend des Studiums von 1991-1994 f├╝r den Mannheimer Morgen, ab 1995 ├╝berregional f├╝r fast alle gro├čen Medien sowie die ARD. Er ist Gr├╝ndungsmitglied von netzwerk recherche und Mitglied des Frankfurter Presseclubs. Im Mai 2009 startete er das heddesheimblog.de.

Stefan Aigner ist freier Journalist in Regensburg. Er betreibt die Seite regensburg-digital.de und ist bundesweit durch seine kritische Berichterstattung bekannt geworden, die ihm schon drei Prozesse eingebracht hat. Aktuell hat ihn die Di├Âzese Regensburg verklagt, weil er die Zahlung von Geldern an die Eltern eines Missbrauchsopfers in Anlehnung an einen Spiegelbericht als „Schweigegeld“ benannt hat. Die katholische Kirche hat auf Unterlassung geklagt. Weil Stefan Aigner 10.000 Euro Spendengelder einwerben konnte, hat er sich auf den Prozess einlassen k├Ânnen. Das Hamburger Landgericht will das Urteil Ende Februar 2011 verk├╝nden.

Thomas Pfeiffer ist Diplom-Medienp├Ądagoge und Social Media-Experte. Er betreibt die Seite webevangelisten.de und ist Mitbegr├╝nder des Twittwoch, eines Vereins zur F├Ârderung von Social Media-Anwendungen. Der passionierte Bergsteiger unterst├╝tzt das Netzwerk istlokal.de mit seinen Expertenkenntnissen. Als politisch interessierter B├╝rger ist er zudem „Genosse“ der links-liberalen Tageszeitung die „taz“ aus Berlin.

istlokal.de wurde am 28. Dezember 2010 in Heddesheim gegr├╝ndet. Zur Zeit findet die Mitgliederwerbung statt. In K├╝rze wird der „Vorstand“ durch weitere Journalisten erweitert, die sich aktiv in das Netzwerk einbringen wollen. Geplant ist die Gr├╝ndung einer Genossenschaft sowie einer operativen GmbH, die die organisatorischen Arbeiten ├╝bernimmt.

Wir sind offen f├╝r Sponsoren, die zu uns passen und Kooperationspartner, die gerne mit istlokal.de zusammenarbeiten m├Âchten. Erste Gespr├Ąche werden mit der Fotografenagentur Freelens sowie dem Autoren-Netzwerk Freischreiber gef├╝hrt.

Petry bewegt Dich: In diesem Jahr wird alles besser


Guten Tag!

Heddesheim, 17. Januar 2011. 2011 – neue Vors├Ątze, Neubeginn, Neuanfang. Der Jahreswechsel muss oft als „Tag X“ herhalten. Zum Start des neuen Jahres h├Ârt man auf zu rauchen, man beginnt eine Di├Ąt oder man treibt regelm├Ą├čig Sport. So weit die Theorie.

Von Matthias Petry

Die Pl├Ąne daf├╝r sind schnell gemacht – meist nach dem Sommer. Da geht das leicht von der Hand. Weihnachten und Neujahr sind noch weit entfernt – man hat noch so viel Zeit. Die Absicht ist bekundet, das Gewissen ist beruhigt.

Erstmal gilt aber: so weitermachen. Wenn dann doch Silvester irgendwann kommt, l├Ąsst man es nochmal so richtig krachen. Die letzten Kippen, Sekt und mampfen bis zum Abwinken, ausschlafen, der erste Morgen im neuen Jahr, und nun ├óÔéČ┬Ž?

Das neue Leben soll losgehen.

Jetzt soll es also losgehen, das neue Leben. Das passt aber gerade ganz schlecht – da sind noch ein Paar Zigaretten in der Schachtel, die Reste vom B├╝ffet m├╝ssen auch noch gegessen werden und an Bewegung ist nicht zu denken – man hat Kopfweh.

Einen Tag kann das neue Leben ja schlie├člich noch warten. Obwohl, morgen muss man ja wieder zur Arbeit – Stress, Hektik, Alltag sind ganz schlecht f├╝r einen Start. Dann halt kommendes Wochenende, n├Ąchsten Monat oder am besten erst zum n├Ąchsten Jahreswechsel 2012!

Sie finden dieses Szenario ├╝bertrieben? Ist es nicht. Es ist leider eine Tatsache, dass Menschen die guten Vors├Ątze und Pl├Ąne, die sie sich f├╝r den Jahreswechsel vornehmen, selten in die Tat umsetzen. Die Projekte scheitern reihenweise.

Und scheitert reihenweise.

Warum? Weil die Strategie des Verdr├Ąngens und Rausschiebens verhindert, dass man richtig aktiv wird. Es ist eine Art Selbstbetrug, eine Einschl├Ąferungstaktik. Man gaukelt sich vor, den ersten Schritt – mit der Planung – schon gemacht zu haben.

Dabei ist es ein R├╝ckschritt. Man entfernt sich damit weiter vom Ziel. Denn der Druck wird gr├Â├čer, je n├Ąher der „Tag X“ kommt. Das Scheitern ist dann vorprogrammiert. Man schafft es nicht, hat aber gleich eine L├Âsung parat: Erneut verschieben.

Daf├╝r gibt es dann sofort zehn gute Gr├╝nde: Stress, Kopfschmerzen, Wetter und so weiter, und so weiter. Das Unterbewusstsein zerpfl├╝ckt jeden noch so guten Plan. Es hat ja auch alle Zeit der Welt daf├╝r.

Wie der Schweinhund zum H├╝ndchen wird.

Was tun? Es gibt nur eine L├Âsung: Sofort loslegen. Keine langfristigen Pl├Ąne schmieden, keinen „Tag X“ festlegen, kein „morgen“ oder „n├Ąchste Woche“. Hier und jetzt. Egal, um was es letztendlich geht: Um mit dem Rauchen aufzuh├Âren, um abzunehmen, um mehr Sport zu treiben …

Nur durch den ├â┼ôberraschungseffekt l├Ąsst sich das Unterbewusstsein ├╝berlisten. Gelingt diese List ├Âfter – sagen wir mal regelm├Ą├čig sechs Wochen lang – dann wird der innere Schweinehund schw├Ącher. Er wird dann zum H├╝ndchen – zahm, folgsam.

Er l├Ąuft dann mit, l├Ąuft nebenher. Pl├Âtzlich l├Ąuft auch er gern und meldet sich sogar, wenn wir mal auf dem Sofa liegen bleiben. Dann tauscht er die Rolle: Der Bremser wird zum Antreiber. Er macht uns ein schlechtes Gewissen, wenn wir mal faul sind.

Dann hat man es geschafft. Wenn der innere Schweinehund mit im Boot ist, kann nichts mehr schief gehen. Er ist ein starker Partner. Mit ihm lassen sich die pers├Ânlichen Ziele erreichen. Er braucht nur etwas Pflege und F├╝rsorge – sozusagen eine spezielle Behandlung.

Bewegen Sie sich. Realistisch. Nicht zu hart. Aber tun Sies.

Wenn es um Sport und Bewegung geht, dann sieht die weitere Behandlung des inneren Schweinehunds folgenderma├čen aus:

Treiben Sie regelm├Ą├čig Sport, probieren Sie vieles aus, setzen Sie sich realistische Ziele, trainieren Sie nicht zu hart, h├Âren Sie immer mit einem guten Gef├╝hl auf, belohnen Sie sich hin und wieder, erz├Ąhlen Sie anderen von Ihren Erfolgen.

In diesem Sinne w├╝nsche ich Ihnen einen guten Start ins neue Jahr!

Mit sportlichen Gr├╝├čen
Matthias Petry

Zur Person:
Matthias Petry ist Sportwissenschaftler und als Dozent im Gesundheitsbereich t├Ątig. Matthias Petry gibt Antworten auf Fragen rund um Sport, Fitness und Gesundheit und m├Âchte dazu motivieren, dass Menschen wieder mehr Bewegung in ihren Alltag einbauen und dadurch schrittweise ges├╝nder werden.

Petry bewegt Dich: Fit auf die Piste

Guten Tag

Heddesheim, 2. Dezember 2010. Die Wintersportler jauchzen angesichts der Wetterlage: Endlich Schnee – ab auf die Piste hei├čt es in den kommenden Monaten. Ski fahren macht aber nur dann wirklich Spa├č, wenn man sich drauf vorbereitet. Dann sinkt auch die Gefahr von Verletzungen.

Von Matthias Petry

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Matthias Petry: Gesundheit ist alles. Foto: local4u

Haben Sie auch schon den Winterurlaub gebucht? Geht├é┬┤s wieder f├╝r eine Woche zum Skifahren in die Berge? Haben Sie damit dann Ihr j├Ąhrliches Sportprogramm erf├╝llt? Dann geh├Âren Sie zu einer (recht gro├čen) Risikogruppe.

Der Spa├č kann gef├Ąhrlich werden.

Wer das ganze Jahr ├╝ber keinen Sport treibt und dann eine Woche lang Skipisten runterbrettert, lebt gef├Ąhrlich. Das gilt besonders f├╝r Anf├Ąnger – aber auch f├╝r gute Techniker und „alte Hasen“.

Sie kennen das: Anfangs l├Ąuft es auf der Piste noch wie geschmiert – die ersten H├Ąnge nehmen Sie mit links. Doch bald werden die Beine schwer, der R├╝cken zwickt, die Lunge brennt. Dann liegen Sie zum ersten Mal auf der Nase. Gerade nochmal gut gegangen …

Skifahren ist ├Ąu├čerst komplex. Es setzt koordinative und konditionelle F├Ąhigkeiten voraus – Kraft und Ausdauer sind gefragt. Hinzu kommt eine hohe Sturzgefahr und damit verbunden: eine hohe Verletzungsgefahr. Das wird meist untersch├Ątzt – Skifahren ist wie Autofahren ohne Knautschzone und Airbag.

Die Chirurgen sind besser im Training als ihre Patienten.

Ein Skiunfall kann das Urlaubsvergn├╝gen schnell zum Horrortrip werden lassen. Knochenbr├╝che, B├Ąnderrisse, Sch├Ądeltraumata – die Krankenh├Ąuser in den Alpenregionen sind gut ausgelastet und machen gute Gesch├Ąfte. Die dortigen Chirurgen geh├Âren zu den besten ihrer Zunft – kein Wunder, denn sie sind st├Ąndig im Training!

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Das k├Ânnte auch Ihre Anzeige sein. Klicken Sie auf die Grafik, um zu unserer Preisliste zu gelangen.

Doch das Unfallrisiko auf der wei├čen Piste k├Ânnen Sie reduzieren. Daf├╝r bem├╝hen wir nochmal das Beispiel Autofahren: Wie pr├Ąparieren Sie Ihr Auto f├╝r den Winter? Inspektion, Winterreifen, Frostschutzmittel? Dann machen Sie ja alles richtig. Und wie pr├Ąparieren Sie Ihren K├Ârper f├╝r Wintersport? Gar nicht? Dann m├╝ssen Sie was tun.

Um Ihren K├Ârper zu st├Ąrken und f├╝r den Wintersport zu pr├Ąparieren, m├╝ssen Sie ein Grundlagentraining absolvieren, das bereits im Herbst beginnen sollte: Die Muskeln kr├Ąftigen – vor allem die Beinmuskulatur – aber auch R├╝cken, Bauch, Schultern und Arme. Am besten in einer w├Âchentlichen Skigymnastik.

Ãœben, üben, üben.

Auch eine Wirbels├Ąulengymnastik (siehe Oktoberausgabe) passt da bestens – allerdings erg├Ąnzt durch ├â┼ôbungen f├╝r die Beinmuskulatur (z. B. Kniebeugen) und f├╝r die Arme. Kaufen Sie sich f├╝r zu Hause ein Theraband inklusive ├â┼ôbungsanleitung.

Und trainieren Sie Ihre Ausdauer, Ihr Herz-Kreislaufsystem. Gehen Sie regelm├Ą├čig walken, laufen, radfahren oder schwimmen. Mindestens zweimal pro Woche f├╝r mindestens eine halbe Stunde.

Die Vorteile liegen auf der Hand: Ist Ihr K├Ârper f├╝r den Wintersport vorbereitet, erm├╝det er weniger schnell. Und die meisten St├╝rze passieren dann, wenn Kraft und – damit unweigerlich verbunden – auch Konzentration und Reaktion nachlassen.

Ein trainierter K├Ârper beugt Verletzungen vor.

St├╝rze kommen dann weniger oft vor – aber nat├╝rlich sind sie auch nicht unvermeidbar. Eine trainierte Muskulatur, die Knochen, Sehnen und Gelenke sch├╝tzt, kann dann St├╝rze abfedern und das Verletzungsrisiko dadurch erheblich verringern.

Und man sch├╝tzt damit nat├╝rlich auch die anderen Wintersportler, wenn man Kollisionen auch noch am Nachmittag ausweichen kann. Wenn die Muskeln den Befehlen des Gehirns zuverl├Ąssig Folge leisten.

Au├čerdem ist man mit einer guten Fitness selbstsicherer und lockerer, man hat mehr Zutrauen in die eigenen F├Ąhigkeiten und damit mehr Spa├č auf der Piste.

Ein Skiunfall kann schlimme Folgen haben. K├Ârperliche Fitness ist die beste Pr├Ąvention, damit einem selbst und anderen nichts passiert.

In diesem Sinne w├╝nsche ich Ihnen Ski heil!

Mit sportlichen Gr├╝├čen
Matthias Petry

In eigener Sache:
Nach einem halben Jahr und sechs fachlichen Beitr├Ągen zum Thema „Sport und Gesundheit“ m├Âchte ich mich bei allen Lesern bedanken.

Die sehr guten Zugriffszahlen zeigen, dass meine Artikel in der Reihe „Petry bewegt Dich“ auf ein breites Interesse sto├čen, was mich sehr freut. ­čÖé

Es geht mir aber nicht nur um Unterhaltung, sondern vor allem darum, Menschen zu mehr Bewegung und Sport zu animieren.

Deshalb w├╝rde ich gern von Ihnen wissen, ob meine Ratschl├Ąge bislang auch irgendetwas praktisch bewirkt haben.

Wenn Sie also den einen oder anderen Tipp umgesetzt haben oder sich gar mehr bewegen wie fr├╝her, dann schreiben Sie doch ein kurzes Feedback als Kommentar.

Das w├╝rde wiederum mich noch mehr motivieren, Ihnen auch im kommenden Jahr als „gutes Gewissen“ zur Seite zu stehen. Themen gibtÔÇÖs genug, denn ohne Gesundheit ist alles nichts!

Zur Person:
Matthias Petry ist Sportwissenschaftler und als Dozent im Gesundheitsbereich t├Ątig. Matthias Petry gibt Antworten auf Fragen rund um Sport, Fitness und Gesundheit und m├Âchte dazu motivieren, dass Menschen wieder mehr Bewegung in ihren Alltag einbauen und dadurch schrittweise ges├╝nder werden.

Petry bewegt Dich: Lieber leichter leben

Guten Tag!

Heddesheim, 11. November 2010. Haben Sie auch schon mal probiert abzunehmen? Hat das vielleicht anfangs auch geklappt – nur sp├Ąter waren Sie dann ein paar Kilos schwerer als vorher? Sind Sie vielleicht deshalb ratlos, verzweifelt und haben innerlich aufgegeben?

Dann lesen Sie bitte weiter. Es k├Ânnte n├Ąmlich sein, dass Sie ein einfaches Rezept ├╝bersehen haben. Ein einfaches, effektives Mittel, dass in der Masse der Di├Ątangebote, Ern├Ąhrungsvorschriften und Abnehmtabletten leicht ├╝bersehen wird.

Von Matthias Petry

Der Grund: Mit ihm l├Ąsst sich nicht viel Geld machen – es ist nahezu kostenlos und wird deshalb nur schwach beworben. Aber jeder tr├Ągt es in sich, jeder kann es nutzen und sich selbst helfen. Es liegt so nah, dass man nur zugreifen muss: Die Rede ist von Bewegung.

Nur durch Bewegung werden wir wieder leichter – und halten uns dauerhaft schlank. Warum? Weil wir nur durch Bewegung zus├Ątzliche Kalorien verbrennen – sonst durch nichts. Nicht durch Pillen, Di├Ąten, vibrierende G├╝rtel oder leere Versprechungen.

Bewegung bedeutet Energie zu verbrauchen.

Die Formel, die ├╝ber unser K├Ârpergewicht entscheidet, ist einfach: Nimmt man mehr Energie (Nahrung) zu sich als man verbraucht, nimmt man zu. Nimmt man weniger Energie zu sich als man verbraucht, nimmt man ab. Mehr ist es nicht. Und es ist auch nicht so kompliziert, wie viele tun.

Bewegen Sie sich mehr im Alltag (siehe Juliausgabe), treiben Sie mehr Sport, dann werden Sie mehr Energie verbrennen und dadurch langfristig Gewicht verlieren. So einfach ist das. Oder scheint das. Denn das Konzept hat auch seine T├╝cken.

Ein paar Grunds├Ątze m├╝ssen Sie beachten – ein paar Regeln einhalten. Geschenkt wird Ihnen wie immer nichts – Sie m├╝ssen es sich erarbeiten. Daf├╝r k├Ânnen Sie aber mit Recht Stolz sein auf sich selbst, weil Sie es aus eigener Kraft angehen.

Geduld und Regelm├Ą├čigkeit

Der Gewichtsverlust verl├Ąuft sehr langsam. Seien Sie also bitte geduldig, wenn nach zwei Wochen die Kleidergr├Â├če noch unver├Ąndert ist. Sie nehmen daf├╝r aber kontinuierlich und gesund ab – aber auch nur dann, wenn Sie immer am Ball bleiben. Versuchen Sie nicht, ein schnelles Abnehmen mit Gewalt zu erzwingen, indem Sie von Null auf Hundert durchstarten. Denn dann blockiert Ihr K├Ârper und reagiert mit Schmerzen in Muskeln und Gelenken. Also, langsam starten und langsam aufbauen.

Disziplin

Schlagen Sie beim Essen nicht mehr ├╝ber die Str├Ąnge. Und wenn doch, m├╝ssen Sie das durch ein Plus an Bewegung ausgleichen. Bleiben Sie konsequent. Bewegung geh├Ârt jetzt fest zu Ihnen. Werden Sie wieder inaktiv, nehmen Sie auch wieder zu.

Steigerung der Bewegung

Nach einiger Zeit tut sich immer weniger. Ihr K├Ârper hat sich an das Aktivprogramm angepasst und pegelt sich gewichtsm├Ą├čig ein. Sie m├╝ssen jetzt die Bewegung steigern: Sport in Ihren Alltag einbauen, l├Ąngere Wege spazieren, ├Âfter mit dem Rad fahren und Muskeln kr├Ąftigen.

Qualit├Ąt der Bewegung

Um abzunehmen gibt es gute und sehr gute Bewegungsformen. Generell sollte m├Âglichst Ihr ganzer K├Ârper in Bewegung sein, wie das beim spazieren, laufen, schwimmen, radfahren der Fall ist – und weniger beim Minigolf und Bizepstraining. Setzen Sie also m├Âglichst viel Muskelmasse ein. Und kr├Ąftigen Sie zus├Ątzlich gro├če Muskelgruppen (siehe Oktoberausgabe). In der Muskulatur wird die Energie verbrannt – die Muskeln sind der Motor. Leistungsstarke Motoren verbrennen mehr Energie.

Viel hilft viel

Das trifft hier ausnahmsweise mal zu. Lange Bewegungseinheiten verbrennen nat├╝rlich mehr Kalorien als kurze. Wenn Sie sich eine halbe Stunde durchgehend bewegen, machen Sie nichts falsch – f├╝nf Minuten sind besser als nichts, aber f├╝rs abnehmen nicht sehr effektiv.

Bewusst essen und trinken

Hilft nat├╝rlich dabei. Sie wissen das l├Ąngst schon: mehr Obst und Gem├╝se, weniger Fastfood, weniger Wei├čmehl- und daf├╝r mehr Vollkornprodukte. Viel Wasser trinken, Alkohol in Ma├čen. Das ist nat├╝rlich gesund – und schl├Ągt nicht so auf Ihre Kalorienbilanz. Gegen regelm├Ą├čige V├Âllerei und fettreiche Ern├Ąhrung sind aber auch die effektivsten Bewegungseinheiten machtlos.

Zielsetzung und Belohnung

Sind auch wichtig – vor allem f├╝r die Motivation. Setzen Sie sich schrittweise kleine Ziele – z. B. einen Gewichtsverlust von mindestens einem Kilo pro Monat – und belohnen Sie sich, wenn Sie das erreicht haben. Bewegen Sie sich weiter, auch wenn Sie irgendwann mit Ihrem Gewicht und Ihrer Figur zufrieden sein sollten.

Leichter leben – das ist zu schaffen. Unspektakul├Ąr, ohne gro├čen Aufwand, billig. Wenn Sie die genannten Grunds├Ątze beherzigen – Disziplin, Willenskraft, Durchhalteverm├Âgen aufbringen, dann winkt ein neues – leichteres, zufriedeneres und ges├╝nderes – Leben.

Ich w├╝nsche Ihnen viel Erfolg dabei!

Mit sportlichen Gr├╝├čen
Matthias Petry

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Petry bewegt Dich.

Zur Person:
Matthias Petry ist Sportwissenschaftler und als Dozent im Gesundheitsbereich t├Ątig. Matthias Petry gibt Antworten auf Fragen rund um Sport, Fitness und Gesundheit und m├Âchte dazu motivieren, dass Menschen wieder mehr Bewegung in ihren Alltag einbauen und dadurch schrittweise ges├╝nder werden.

Archiv: Alle Artikel aus unserer Gesundheitsreihe mit Matthias Petry.
Foto: local4u

Petry bewegt Dich: R├╝ckentraining f├╝r zu Hause

Guten Tag!

Heddesheim, 07. Oktober 2010. (red) Der Sportp├Ądagoge Matthias Petry zeigt Ihnen in diesem Artikel sieben ├â┼ôbungen, die Sie zu Hause oder im B├╝ro jederzeit trainieren k├Ânnen, um sich und ihrem K├Ârper etwas Gutes zu tun. Michael Schmidt, Inhaber der Praxis f├╝r Physiotherapie in Ladenburg, stand als Experte Modell, um die ├â┼ôbungen vorzuf├╝hren.

Von Matthias Petry

In dieser Ausgabe stelle ich Ihnen ein ausgewogenes R├╝ckentraining f├╝r zu Hause vor – mit einfachen, effektiven ├â┼ôbungen, die auch was bringen. Und mit Tipps und Hinweisen, wie man richtig und effektiv ├╝bt.

├ťben Sie langsam.

├â┼ôben Sie langsam. Atmen Sie ruhig und gleichm├Ą├čig – mit der Belastung ausatmen, mit der Entlastung einatmen. Halten Sie niemals die Luft an. ├â┼ôben Sie regelm├Ą├čig: Nicht jeden Tag, aber zwei- bis dreimal pro Woche. Der Zeitaufwand betr├Ągt 15 bis 30 Minuten.

Steigern Sie nach ca. vier Wochen die Anzahl der ├â┼ôbungswiederholungen. Bauen Sie nach ca. drei Monaten neue ├â┼ôbungen in das Programm ein und wechseln Sie die ├â┼ôbungen durch. Das fordert Ihre Muskeln und hilft gegen Eint├Ânigkeit. Wir werden Ihnen nat├╝rlich neue ├â┼ôbungen vorstellen.

Ablenkung beim ├â┼ôben ist erlaubt – am besten legen Sie Musik auf. Ob entspannende Klaviermusik oder aufpushenden Hardrock – alles ist erlaubt. Probieren Sie aus, was Sie am besten motiviert. Sie m├╝ssen auch nicht immer alle ├â┼ôbungen in einer Trainingszeit absolvieren und k├Ânnen die Abfolge ver├Ąndern.

Gemeinsam machts mehr Spa├č.

Gut ist auch, wenn Sie mit anderen zusammen ├╝ben – mit der Nachbarin, dem Ehemann, mit Ihren Kindern. Geteiltes Leid ist halbes Leid! Gemeinsam ├╝ben macht einfach mehr Spa├č. Kontrollieren Sie sich gegenseitig, dass Sie die Bewegungen richtig ausf├╝hren.

Muskelkater? Der kommt mit Sicherheit – stellen Sie sich darauf ein. Ihre Muskeln brauchen Zeit zur Eingew├Âhnung. Sie sind erstmal leicht ├╝berfordert und reagieren mit Schmerzen. Das geht aber weg – relativ schnell sogar.

Sie ben├Âtigen f├╝r die ├â┼ôbungen keine Sportkleidung – sie sollte aber so sein, dass „nichts klemmt“. Eine ├â┼ôbungsmatte macht die ├â┼ôbungen angenehmer.

Also: Los gehts!

├â┼ôbung 1: Diagonalstrecker f├╝r R├╝cken, Ges├Ą├č, Schultern
Vierf├╝├člerstand. Linkes Bein nach hinten und rechten Arm nach vorn strecken. Bein, R├╝cken und Arm bilden eine Linie parallel zum Boden. Jetzt linkes Knie und rechten Ellbogen zusammenf├╝hren, dabei einen runden R├╝cken machen. Anschlie├čend wieder strecken. Jede Seite zehnmal wiederholen, am Ende 20 Sekunden in der Streckung halten.

Diagonalstrecker f├╝r R├╝cken, Ges├Ą├č, Schultern

├â┼ôbung 2: Beckenheber f├╝r unteren R├╝cken, Beine, Ges├Ą├č
Auf den R├╝cken legen, F├╝├če dicht am Ges├Ą├č aufstellen. Nun das Ges├Ą├č heben, bis von Schulter bis Knie eine gerade Linie entsteht. Kurz halten, dann langsam absenken. Bevor das Becken den Boden erreicht, das Ges├Ą├č wieder heben. Zehnmal wiederholen, dann in der Streckung 15 Sekunden halten.

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Ãœbung 3: Rückenspanner für unteren Rücken und Bauch
Auf den R├╝cken legen, F├╝├če dicht am Ges├Ą├č aufstellen, Arme am K├Ârper. Nun Bauch einziehen, Po anspannen und Lendenwirbels├Ąule auf den Boden pressen, so dass der ganze R├╝cken auf dem Boden aufliegt. Zehnmal wiederholen, dann in der Anspannung 15 Sekunden halten.

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Ãœbung 4: Bauchspanner für Bauch
Auf den R├╝cken legen, F├╝├če dicht am Ges├Ą├č aufstellen, Arme am K├Ârper. Kopf und Schultern langsam anheben, bis Sie eine Spannung in den Bauchmuskeln sp├╝ren. H├Ąnde dabei Richtung F├╝├če f├╝hren, die Arme etwas anheben. Zehnmal wiederholen, dann in der Anspannung halten.

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├â┼ôbung 5: Kniebeuge f├╝r Beine, Ges├Ą├č, unteren R├╝cken
Aufrecht stehen, Arme nach vorn strecken. In die Knie gehen, am besten so weit, bis Oberschenkel parallel zum Boden stehen. Zehnmal wiederholen, dann in der Anspannung halten.

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Ãœbung 6: Schulterheber für Schultern und oberen Rücken
Auf den Bauch legen, F├╝├če sind langgestreckt, Arme liegen gestreckt nach vorn am Boden, Stirn ruht auf einem Handtuch. Nun beide Arme aus den Schultern leicht anheben, dabei den Kopf auf der Unterlage liegen lassen. Zehnmal wiederholen, dann in der Anspannung halten.

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Ãœbung 7: Schulterdehner für Schultern und Rücken
Vierf├╝├člerstand, Arme weit nach vorn strecken, H├Ąnde auf den Boden. Von den Handfl├Ąchen bis zum Ges├Ą├č eine gerade Linie bilden. Dehnung 30 Sekunden halten und dann das Ges├Ą├č zur├╝ckf├╝hren und auf den Unterschenkeln ablegen, Stirn auf den Boden, Arme seitlich an den K├Ârper. Dehnung 30 Sekunden halten. Dreimal wechseln.

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Mit sportlichen Gr├╝├čen
Matthias Petry

Zur Person:
Matthias Petry ist Sportwissenschaftler und als Dozent im Gesundheitsbereich t├Ątig. Matthias Petry gibt Antworten auf Fragen rund um Sport, Fitness und Gesundheit und m├Âchte dazu motivieren, dass Menschen wieder mehr Bewegung in ihren Alltag einbauen und dadurch schrittweise ges├╝nder werden.

Archiv: Alle Artikel aus unserer Gesundheitsreihe mit Matthias Petry.

Die Fotos wurden mit freundlicher Unterst├╝tztung gesponsort von: Michael Schmidt, Inhaber der Praxis f├╝r Physiotherapie in Ladenburg

Petry bewegt Dich: Das Kreuz mit dem Kreuz

Guten Tag!

Heddesheim, 16. September 2010. Sie habens im R├╝cken? Aha. Sie denken, der ist ├╝berlastet? Meistens stimmt das nicht, sagt unser Kolumnist Matthias Petry. Der Sportp├Ądagoge wei├č, dass unsere R├╝cken oft zu wenig belastet sind und dann dieser Schmerz kommt, wenn man ihn mal doch anstrengt – denn Unterforderung ist Gift f├╝r unseren K├Ârper.

Von Matthias Petry

Unser R├╝cken muss t├Ąglich einiges aushalten – harte St├╝hle, weiche Matratzen, schwere Lasten. Schwere Lasten? Wohl eher selten. Die Zahl der Menschen, die k├Ârperlich schwer arbeitet, nimmt stetig ab und im Haushalt l├Ąuft alles maschinell.

Nein, was unser R├╝cken tats├Ąchlich t├Ąglich aushalten muss, sind nicht Anstrengung und Belastung, sondern genau das Gegenteil: Unterforderung und Entlastung. Unser Kreuz ist sozusagen von allen Pflichten befreit – es hat das ganze Jahr Urlaub.

Das klingt erstmal nicht schlecht. Entlastung ist immer gut. Gestresst und angespannt sind wir doch schon genug. Da ist es doch sch├Ân, wenn wenigstens ein Teil von uns – unser R├╝cken – entspannt bleiben kann. Ist es nicht!

Unterforderung ist Gift

Unterforderung ist Gift f├╝r unseren K├Ârper – Gift f├╝r unseren R├╝cken. Seine Strukturen – Muskeln, Knochen, Sehnen – leben davon, dass sie bewegt und gefordert werden. Haben sie nichts zu tun, verk├╝mmern sie. Sie werden ja sowieso nicht gebraucht.

Irgendwann kommt er: der Schmerz. Anfangs noch weggel├Ąchelt, wird er zunehmend penetranter. Zun├Ąchst noch weggelockert, sitzt er sp├Ąter immer fester. Zu Beginn als kleine Einschr├Ąnkung wahrgenommen, macht er manchem das Leben zur H├Âlle.

Dann wehren wir uns: Schmerzmittel, Spritzen, Krankengymnastik, Massagen. Hilft alles – aber nicht f├╝r lange. Beseitigt kurzzeitig das Symptom – nicht aber die Ursache. Ist bequem und einfach – nicht aber effektiv.

Was tun, wenn der R├╝cken schmerzt?

R├╝ckenschmerzen entstehen also meist durch Bewegungsmangel und einseitige K├Ârperhaltungen, wie Sitzen mit rundem R├╝cken am Arbeitsplatz, Stehen mit durchgedr├╝ckten Knien und vorgeschobenen Schultern.

Muskeln verk├╝mmern, verspannen, verh├Ąrten. Knochen werden weicher, d├╝nner, instabiler. Bandscheiben trocknen aus, verschlei├čen, verschieben sich. Schmerzen kommen, gehen, nehmen zu – und bleiben dann st├Ąndiger Begleiter.

Was also tun? Als regelm├Ą├čiger Leser wissen Sie es wahrscheinlich bereits schon: Bewegen! Bewegen, bewegen, bewegen. Der R├╝cken ern├Ąhrt sich von der Bewegung. Er lebt dann auf, wenn er was zu tun hat. Geben Sie ihm Nahrung, dann bleibt er gesund.

Bewegung hilft.

Das Programm f├╝r einen bewegten Alltag ist ein guter Einstieg. Aber f├╝r den „Patient R├╝cken“ braucht es mehr Einsatz. Und zwar Wirbels├Ąulengymnastik, Krafttraining, Stretching- und Mobilisations├╝bungen.

Radfahren und spazieren gehen sind f├╝r unser Kreuz zu wenig. Kraft muss her: Muskeln m├╝ssen aufgebaut werden, Knochen gest├Ąrkt und Bandscheiben ern├Ąhrt. Der R├╝cken muss belastet und gefordert werden – dann macht er auch keine Zicken.

Das Gute daran: R├╝ckentraining hilft immer, egal, wann man einsteigt. Pr├Ąventiv w├Ąre nat├╝rlich am besten – aber wer ├╝bt schon bevor der Schmerz eingesetzt hat. Meistens muss erst ein Warnsignal kommen, bevor man was tut.

Dann aber loslegen: Mit Fitnesstraining an Ger├Ąten, Yoga, Wirbels├Ąulengymnastik, Qi Gong oder Tai Chi und vielem anderen mehr. Es ist f├╝r jeden Geschmack was dabei. Ob in der Gruppe im vhs-Kurs oder allein beim Ger├Ątetraining im Fitness-Studio.

Regelm├Ą├čiges Training.

Angeleitet durch einen guten Kursleiter oder Trainer ist nat├╝rlich empfehlenswert – vor allem zu Beginn. Dann muss es regelm├Ą├čig stattfinden. Nicht jeden Tag, aber zwei- bis dreimal pro Woche. Es sollte abwechslungsreich sein und auf Steigerung abzielend.

R├╝ckentraining hat nat├╝rlich keinen hohen Fun-Faktor, d. h. der Spa├č ist begrenzt. Die Fortschritte sieht und sp├╝rt man aber schnell – wenn die Muskelspannung steigt und die Schmerzen weniger werden. Das gibt Schwung und Motivation.

Aber: Angeleitetes R├╝ckentraining kostet auch was – eine Kursgeb├╝hr oder einen Mitgliedsbeitrag. Doch das Geld ist gut angelegt – die Rendite hoch: n├Ąmlich Aussicht auf ein gesundes und belastbares Kreuz.

In der n├Ąchsten Ausgabe im Oktober stellt Ihnen Matthias Petry ein ausgewogenes R├╝ckentraining f├╝r zu Hause vor – mit einfachen, effektiven ├â┼ôbungen, die auch was bringen. Und mit vielen Tipps und Hinweisen f├╝r ein gesundes Kreuz.

Mit sportlichen Gr├╝├čen
Matthias Petry

Zur Person:
Matthias Petry ist Sportwissenschaftler und als Dozent im Gesundheitsbereich t├Ątig. Matthias Petry gibt Antworten auf Fragen rund um Sport, Fitness und Gesundheit und m├Âchte dazu motivieren, dass Menschen wieder mehr Bewegung in ihren Alltag einbauen und dadurch schrittweise ges├╝nder werden.

Petry bewegt Dich: Und der Tag geh├Ârt Dir…

Guten Tag!

Heddesheim, 05. August 2010. F├╝r viele Menschen, f├╝r viele Familien ist der August der Ferienmonat – endlich ausspannen. Vom Job, von der Schule. „Ist das gut so, ist das gesund?“ fragt unser Kolumnist Matthias Petry. Entspannung ist sicher gut, aber ohne Spannung nichts. Deswegen pl├Ądiert Matthias Petry f├╝r Bewegung. Denn die h├Ąlt uns und unsere Welt eben in… Bewegung.

Von Matthias Petry

Aktiv in den Ferien

August, Sommerferien, Urlaub – die sch├Ânste Zeit des Jahres. Jetzt mal richtig lang ausschlafen und tags├╝ber faulenzen. Das haben wir uns redlich verdient, nachdem wir doch das ganze Jahr schuften. Endlich ich – Zeit f├╝r mich!

Die F├╝├če hochlegen und nichts tun – ob zu Hause oder am Urlaubsort – das ist echte Erholung. Am Baggersee, Strand oder Hotelpool liegen, ab und zu die Zehen ins Wasser, dann kurz mal zum Kiosk laufen, dann wieder aufs Handtuch. Super!

Abends auf die eigene Terrasse, dann Fernseher und ab ins Bett. Oder Abendessen im Hotel, dann Animationsprogramm anschauen, dann Fernseher im Hotelzimmer und ab ins Bett. Und das jeden Tag – wie sch├Ân!

Urlaub steht f├╝r abschalten – vom Alltag, unser K├Ârper aber will und braucht Bewegung.

An dieser Stelle muss die Frage erlaubt sein: Ist das gesund? Was hat unser K├Ârper von der freien Zeit? Ignorieren wir seine Bed├╝rfnisse damit im Urlaub nicht genauso, wie wir das im Alltag tun? Wo bleibt da die Bewegung, die wir doch so dringend brauchen?

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"Beweg Dich, so wie es Dir gef├Ąllt", sagt Matthias Petry. Auch im Urlaub, denn unser K├Ârper will bewegt werden. Bild: local4u

Jetzt steht uns endlich freie Zeit zur Verf├╝gung. Einen Teil davon k├Ânnten wir gut f├╝r Bewegung nutzen. Doch das bleibt meist aus. Wir sind zwar im Urlaub, unseren K├Ârper haben wir aber leider im Alltag zur├╝ckgelassen. Das ist traurig.

F├╝r unseren K├Ârper macht es keinen Unterschied, ob wir auf dem Balkon im Liegestuhl sitzen oder am Schreibtisch vor unserem B├╝ro-PC, ob wir im Mietauto ├╝ber eine Insel kurven oder im eigenen Auto zur Arbeit. Er wird in allen F├Ąllen zu wenig bewegt.

Machen Sie aktiv Urlaub.

Unser K├Ârper leidet, wenn er nicht gefordert wird. Die R├╝ckenschmerzen sind auch auf Mallorca dieselben, das ├â┼ôbergewicht macht auch auf den Malediven zu schaffen und die Laune ist auch nicht die beste, wenn die Liege am Pool auf Kreta belegt ist.

Da muss ein neues Konzept her – eine neue Strategie, die den K├Ârper im Urlaub mehr einbezieht: Bewegung! Den Urlaub aktiv verbringen – die Zeit hat man daf├╝r. Und erst die M├Âglichkeiten – unz├Ąhlige. Man muss sie nur nutzen.

Pool, Meer und Baggersee sind zum Schwimmen da – tun Sie├é┬┤s! Leihen Sie sich ein Fahrrad und kein Auto! Machen Sie ausgiebige Spazierg├Ąnge vor allen Mahlzeiten – am besten barfu├č am Strand oder in Wanderschuhen den Berg hinauf.

Was bietet das Animationsprogramm im Hotel? Gut, es muss nicht Wasserball um 13 Uhr in der Mittagshitze sein – auch Minigolf k├Ânnen Sie gegebenenfalls auslassen. Aber vielleicht gibt├é┬┤s ja eine gute Morgengymnastik oder Beachvolleyball in den Abendstunden?

Yoga, Minigolf, Tanzen, Aerobic – ganz egal, nutzen Sie Bewegungsangebote!

Ausprobieren ist angesagt – wenn nicht jetzt, wann dann? Nordic Walking, Aerobic, Yoga – meistens gibt├é┬┤s doch f├╝r jeden etwas passendes. Und wenn doch nicht, dann wenigstens abends tanzen gehen, wenn die Musik in der Lobby aufspielt.

Sie werden sehen: Bewegung macht Spa├č – Sport wertet den Urlaub auf. Es ist ein gutes Gef├╝hl, wenn man vor dem Fr├╝hst├╝ck eine halbe Stunde schwimmen war. Oder beim Abendessen richtig reinhauen kann, weil man am Nachmittag mit dem Rad unterwegs war.

Schwerer heimkommen als ankommen ist in jedem Fall schlecht – dagegen sind Bewegung und Sport ein gutes Mittel. Im Urlaub schmeckt das Essen meist noch besser als zu Hause – genie├čen l├Ąsst sich das trotzdem: Wenn man aktiv bleibt.

Mit Sport schmecken die K├Âstlichkeiten noch besser.

Nat├╝rlich ist das leichter gesagt als getan. Mit der Motivation ist das so eine Sache. Wenn das Unterbewusstsein st├Ąndig Signale sendet wie: „Bleib├é┬┤ sitzen“, „schlaf dich aus“, „kannst auch morgen noch anfangen“, „heute ist doch so sch├Ânes Wetter“.

H├Âren Sie da nicht hin. Fangen Sie sofort an. Absolvieren Sie jeden Tag ein Programm – probieren Sie unterschiedliche Aktivit├Ąten aus. ├â┼ôbertreiben Sie nicht. Powern Sie sich nicht aus – beenden Sie jede Aktivit├Ąt mit einem guten Gef├╝hl. Bleiben Sie konsequent.

Belohnen Sie sich – aber erst nach Ihrer Leistung. Setzen Sie sich kleine, realistische Ziele: jeden Tag 50 Meter mehr schwimmen, f├╝nf Minuten l├Ąnger spazieren oder eine Bauch├╝bung dazu. Dann wird das auch was.

Nach dem Urlaub ist vor dem Urlaub – soweit klar. Trotzdem verpuffen die gesundheitlichen Verbesserungen wieder schnell, wenn man nach vierzehn Tagen Aktivurlaub wieder in den bewegungsarmen Alltagstrott verf├Ąllt.

Sport hilft beim Abschalten.

Zu Hause gilt es, an den Urlaubsleistungen anzukn├╝pfen. Die Motivation hochzuhalten. Bewegung in den Alltag einzubauen. Wie das gelingen kann, l├Ąsst sich in der Juliausgabe (siehe Link) nachlesen. Bleiben Sie am Ball – jetzt nicht abrei├čen lassen.

Vielleicht haben Sie auch an einer Sportart, die Sie im Urlaub ausprobiert haben, Gefallen gefunden. Dann sollten Sie schauen, wo Sie diese zu Hause weiterbetreiben k├Ânnen: im Sportverein, im Tennisclub, bei der Volkshochschule oder im Fitness-Studio oder auch gerne, wenn sie die Treppe statt dem Aufzug benutzen, ein wenig mehr laufen.

Bewegen Sie sich. Es lohnt sich ganz sicher ­čÖé

Ich w├╝nsche Ihnen einen aktiven Urlaub, wo auch immer Sie diesen verbringen!

Zu Hause gilt es, an den Urlaubsleistungen anzukn├╝pfen. Die Motivation hochzuhalten. Bewegung in den Alltag einzubauen. Wie das gelingen kann, l├Ąsst sich in der Juliausgabe nachlesen. Bleiben Sie am Ball – jetzt nicht abrei├čen lassen.

Mit sportlichen Gr├╝├čen
Matthias Petry

Zur Person:
Matthias Petry ist Sportwissenschaftler und als Dozent im Gesundheitsbereich t├Ątig. Matthias Petry gibt Antworten auf Fragen rund um Sport, Fitness und Gesundheit und m├Âchte dazu motivieren, dass Menschen wieder mehr Bewegung in ihren Alltag einbauen und dadurch schrittweise ges├╝nder werden.

Petry bewegt Dich: Und der Tag geh├Ârt Dir…

Guten Tag!

Heddesheim, 01. Juli 2010. Der innere Schweinehund ist verdammt stark – Du auch, sagt Matthias Petry. Deshalb sollte man sofort loslegen – jeder Anfang ist schwer, aber schon nach kurzer Zeit wird die t├Ągliche Dosis Bewegung immer leichter, immer wichtiger.

Von Matthias Petry

Sie haben Schmerzen im R├╝cken und im Nacken vom stundenlangen Sitzen? Ein paar Kilo zu viel auf den Rippen? Aber weder Zeit f├╝r Sport noch Lust darauf?

Eines ist klar: Ohne mehr Bewegung wird sich am Status quo nichts ├Ąndern. Was kann man also tun?

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Liegest├╝tzen kann man ├╝berall machen - erst ein paar, dann mehr, dann viele. Bild: local4u

Es muss nicht in erster Linie Sport sein. Ob wir das als Sport bezeichnen, wenn wir uns bewegen, ist unserem K├Ârper herzlich egal – Hauptsache er wird bewegt. Daf├╝r ist er n├Ąmlich da – und nur dann bleibt er gesund: Wenn man ihn fordert.

Hauptsache: Bewegung.

Wer keine Lust hat auf Fitnessstudio, Badminton oder Waldlauf, kann trotzdem sich und seinem K├Ârper Gutes tun. Wie? Indem man die Bewegungsm├Âglichkeiten des Alltags nutzt: Fahrrad statt Auto, Treppe statt Fahrstuhl, Spaziergang statt Kantine.

Das Beste daran: Diese Aktivit├Ąten kosten keine oder nur sehr wenig Zeit – Zeit haben wir ja alle nicht. Und sie helfen, den beruflichen und privaten Alltag ges├╝nder zu gestalten. Besser als jede Tablette und jede Massage und jede Di├Ąt.

Man muss nur wollen, anpacken, anfangen – und dann konsequent sein und dabei bleiben. Ausreden und Ausnahmen gelten nicht. Klar, ist Disziplin gefragt – und man muss anfangs ├╝ber seinen Schatten springen. Aber sp├Ąter dann, geht vieles leichter.

Der innere Schweinehund.

Nat├╝rlich ist der innere Schweinehund verdammt stark. Eigentlich wissen wir ja schon l├Ąngst, dass wir uns mehr bewegen m├╝ssen, aber wir haben daf├╝r jetzt wirklich keine Zeit, au├čerdem Kopfschmerzen und das Wetter ist gerade total mies – und ├╝berhaupt ├óÔéČ┬Ž

Da hilft nur eins: Sofort loslegen. Nicht morgen – heute. Feste Termine machen – keine Ausnahmen zulassen. Realistische Ziele setzen. F├╝r Abwechslung sorgen – verschiedene Bewegungsformen ausprobieren. Und nat├╝rlich sich selbst hin und wieder belohnen.

Sp├Ąter dann, nach ein paar Wochen konsequentem Bewegungshandeln, will man nichts anderes mehr. Man braucht es, man kann nicht mehr ohne, man ist abh├Ąngig im positiven Sinn. Die t├Ągliche Dosis Bewegung ist auf einmal so wichtig, wie essen und trinken.

Dann hat man es geschafft. Dann sollte man mal in seiner Freizeit die eine oder andere sportliche Aktivit├Ąt zus├Ątzlich einplanen. Daf├╝r ist man jetzt bereit – man will mehr leisten, man kann mehr leisten.

Am besten f├Ąngt man einfach an.

Wie k├Ânnte jetzt so ein bewegter Alltag aussehen? Das folgende Beispiel zeigt es. Vieles wird man schon kennen oder f├╝r profan halten – manches ist vielleicht neu. Ganz egal, es geht nur darum, dass man handelt und die Dinge umsetzt. Viel Spa├č dabei!

Morgens

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Zehn Minuten Zeit am Morgen sind gut investiert. Bild: local4u

  • Den Wecker zehn Minuten fr├╝her stellen – sich ausgiebig recken, strecken und lockern, direkt nach dem Aufstehen.
  • Br├Âtchen holen zu Fu├č oder mit dem Rad, dabei einen kleinen Umweg einbauen.
  • Das Auto stehen lassen und mit dem Fahrrad zur Arbeit fahren oder auf der Bus- bzw. Bahnfahrt eine Haltestelle fr├╝her aussteigen und den Rest zur Arbeit laufen.
  • Wenn man nicht aufs Auto verzichten kann: Nicht direkt vor der Firma parken, sondern 500m weiter weg und den Rest zu Fu├č gehen.
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Treppen fordern den ganzen K├Ârper - Fahrst├╝hle nur einen Finger, der den Knopf dr├╝ckt. Bild: local4u

Im B├╝ro

  • Treppen nutzen, Fahrst├╝hle strikt meiden.
  • B├╝roarbeitsplatz ergonomisch einrichten lassen.
  • Jede halbe Stunde aufstehen, ein paar Schritte machen, den Nacken lockern, Arme anheben und Schultern kreisen.
  • Jede M├Âglichkeit zum aufstehen und gehen nutzen, nicht mit dem B├╝rostuhl zum Aktenregal rollen.
  • Einen Teil der Mittagspause f├╝r einen ausgiebigen Spaziergang verwenden.

Zu Hause

  • Vor dem Abendessen noch eine Runde um den Block, ├╝bers Feld, egal wo. Das ist gut und macht den Kopf frei.
  • Mit den Kids Fu├čball spielen im Garten, statt gleich den Fernseher anzuschalten.
  • Auf die Fernbedienung verzichten, Programme direkt am Fernseher umschalten.
  • Werbepausen nutzen f├╝r ein paar Schritte zwischendurch.
  • Vor dem Zubettgehen noch ein paar Lockerungs├╝bungen.

Ja, und ab hier sind dann eigene Ideen gefragt – wie gesagt, jede Bewegung z├Ąhlt ├óÔéČ┬Ž

Wo l├Ąsst sich noch Bewegung in den Alltag integrieren? Haben Sie weitere Beispiele? K├Ânnen Sie die Liste erweitern? Dann mailen Sie Ihren Kommentar. Wir sind gespannt!

Ich w├╝nsche Ihnen einen sportlichen Tag!

Zur Person:
Matthias Petry ist Sportwissenschaftler und als Dozent im Gesundheitsbereich t├Ątig. Matthias Petry gibt Antworten auf Fragen rund um Sport, Fitness und Gesundheit und m├Âchte dazu motivieren, dass Menschen wieder mehr Bewegung in ihren Alltag einbauen und dadurch schrittweise ges├╝nder werden.

Petry bewegt Dich: Jeden ersten Donnerstag im Monat

Guten Tag!

Heddesheim, 30. Juni 2010. Das heddesheimblog begr├╝├čt einen neuen Kolumnisten: Der Heddesheimer Matthias Petry schreibt an jedem ersten Donnerstag im Monat seine Sportkolumne „Petry bewegt Dich“ mit alltagstauglichen Tipps zu Sport, Fitness und Gesundheit.

Von Matthias Petry

Erachtet man die Gesundheit als das h├Âchste Gut des Menschen, so ist ihre Erhaltung, F├Ârderung und Verbesserung ohne sportliche Bet├Ątigung nahezu undenkbar. Leben braucht Bewegung!

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Matthias Petry ist Sportwissenschaftler und schreibt monatlich ├╝ber Tipps zu Sport, Fitness und Gesundheit. Foto: local4u

Der Mensch ist durch seine anatomischen und genetischen Grundlagen auf Bewegung ausgerichtet – er tickt, was seinen K├Ârper angeht, noch auf Steinzeitniveau.

Die Gesamtheit unserer 25 000 Gene (unser Genom) hat sich seit 40 000 Jahren nicht mehr gro├č ver├Ąndert. Alle Funktionsabl├Ąufe unseres hochkomplexen Organismus sind nach wie vor ausgerichtet auf die Bedingungen der Fr├╝h-Steinzeit.

Aus 20 Kilometern pro Tag sind 800 Meter geworden.

Die damaligen extremen Witterungsbedingungen und Gefahren waren nur zu bew├Ąltigen durch jagen, weglaufen, weiterziehen – gut 20 Kilometer legten die Menschen damals t├Ąglich zur├╝ck – heute kommen wir gerade noch auf 800 m.

Auch bei uns Menschen der Moderne sind die lebens- und gesundheitserhaltenden Funktionsabl├Ąufe auf das ├â┼ôberlebensgesetz ausgerichtet: „Ern├Ąhrung durch Bewegung“. Das Sammeln und Jagen beschr├Ąnken wir aber auf den Griff ins Supermarktregal.

Beanspruchen wir unsere Organe, Muskeln oder Knochen regelm├Ą├čig, dann werden diese leistungsf├Ąhig und robust – bleiben wir unt├Ątig, verk├╝mmern sie. Vor allem unser Gehirn lebt von der Bewegung.

Die Bewegungsqualit├Ąt und -quantit├Ąt, die wir zur Gesunderhaltung n├Âtig h├Ątten, l├Âsen wir in der Regel nicht mehr ein. Auch deshalb, weil Bewegungsm├Âglichkeiten in der neuzeitlichen technisierten Welt immer mehr zur├╝ckgedr├Ąngt werden.

Raus aus dem Sitz, rein in die Bewegung.

Computer und Maschinen nehmen uns die k├Ârperliche Arbeit ab, Fahrst├╝hle ersetzen Treppen, motorisierte Fahrzeuge ersetzen die eigene Bewegung. Ein Gro├čteil der Bundesb├╝rger verbringt viele Stunden des Tags im Sitzen.

„Vom Bett ins Auto, vor den Computer, dann wieder ins Auto, auf das heimische Sofa vor den Fernseher und dann wieder ab ins Bett“ – ein typischer Tagesablauf bei dem die Gesundheit auf der Strecke bleibt.

Wir beuten unseren K├Ârper ganz selbstverst├Ąndlich aus und belasten ihn durch eine unnat├╝rliche Lebensweise. Erst, wenn etwas nicht funktioniert oder etwas schmerzt, erinnern wir uns wieder an ihn.

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Technik, Komfort und Bequemlichkeit l├Âsen einen allgemeinen Bewegungsmangel aus, der wiederum Sch├Ąden am Bewegungsapparat zur Folge hat, der Zivilisationskrankheit Nr. 1.

Hilfe zur Selbsthilfe.

Auch im Zuge leerer Gesundheitskassen muss der Einzelne mehr Eigenverantwortung gegen├╝ber seinem K├Ârper und seiner Gesundheit aufbringen – „Hilfe zur Selbsthilfe“ ist angesagt.

Sport und Bewegung in den Alltag einzubauen ist gar nicht so schwer, wie man vielleicht denkt. Die Sportkolumne gibt Antworten auf Fragen:

  • Was kann man f├╝r seinen R├╝cken tun?
  • Wie kann man Bewegung am B├╝roarbeitsplatz integrieren?
  • Wie bringt man das Herz-Kreislaufsystem gezielt in Schwung?
  • Was kann die Ern├Ąhrung leisten?
  • Wie kann ich mich entspannen?

Die LeserInnen sind gerne aufgerufen, sich mit Fragen oder Hinweisen an Matthias Petry zu wenden – machen Sie mit. Bringen Sie sich ein!

Zur Person:
Matthias Petry ist Sportwissenschaftler und als Dozent im Gesundheitsbereich t├Ątig. Matthias Petry gibt Antworten auf Fragen rund um Sport, Fitness und Gesundheit und m├Âchte dazu motivieren, dass Menschen wieder mehr Bewegung in ihren Alltag einbauen und dadurch schrittweise ges├╝nder werden.

„Pommes satt“ und was der Kinderarzt Dr. Ulrich Schaefer davon h├Ąlt

Guten Tag!

Heddesheim, 22. Juni 2010. „Pommes satt“ entwickelt sich zum Diskussionsstoff im Ort. Beim Public Viewing hatten die Veranstalter mit einer Aktion „Pommes satt“ f├╝r einen Euro f├╝r Kinder geworben. Wir hatten das kritisiert und wurden selbst daf├╝r kritisiert, denn die „Kinder“ trainierten sich die Kalorien beim Fu├čball ja wieder ab… Jetzt hat der Kinderarzt Dr. Ulrich Schaefer das Thema aufgenommen. Sein Urteil ist eindeutig.

Leserbrief: Dr. Ulrich Schaefer, Kinder- und Jugendarz

„In einer Satire hat der r├Âmische Dichter Juvenal kritisiert, dass durch „Brot und Spiele“ das Volk von den politischen Alltagsschwierigkeiten abgelenkt werden sollte – und sich vielleicht auch gerne ablenken lie├č.

In Heddesheim bieten die Gemeindeverwaltung und die Sportvereine „Pommes und Public Viewing“ . „Pommes satt“ f├╝r die Kinder! W├Ąhrend 15 Prozent der Schulkinder in Deutschland ├╝bergewichtig sind, gibt es in Heddesheim „Pommes satt“. Da versuchen Kinderg├Ąrten und Schulen den Kindern und Jugendlichen eine gesunde Ern├Ąhrung zu vermitteln. In der Freizeithalle: „Pommes satt“ und die entsprechenden kalorienreichen Getr├Ąnke.

Im alten Rom konnten die Kaiser und Senatoren durch ihre „Politik“ mit „Brot und Spielen“ ihre Machtinteressen leicht durchsetzen und verwirklichen. Man k├Ânnte spekulieren, ob die Gemeindeverwaltung in Heddesheim auch von den Schwierigkeiten bei der Ansiedlung einer Gro├čspedition ablenken will oder ob es einfach an Ideen gefehlt hat, um Kindern ein gesundes Essen anzubieten. Beides ist schlecht!“

Anmerkung der Redaktion:

Wir hatten bereits am 16. Juni 2010 die Aktion „Pommes satt“ kritisch hinterfragt: „Die Gemeinde Heddesheim setzt erwartungsgem├Ą├č auf eine Fortf├╝hrung der sehr gut besuchten Auftaktveranstaltung. Ob „Pommes satt“ im Sinne von Fitness, Sport und Spiel ein geeignetes Lockmittel f├╝r Kinder sind, darf hinterfragt werden, angesichts zunehmender Fettleibigkeit und Essst├Ârungen bei Kindern. Immerhin zeigt die E-Jugend der Fortuna ein „Show“-Training und damit Spa├č an der Bewegung und dem sportlichen Einsatz.“

Der Kinderarzt Dr. Ulrich Schaefer bietet als einer von wenigen ├âÔÇ×rzten eine Adipositas-Schulung an. Mehr Informationen auf seiner Website.

Sch├╝tzen pr├Ąsentieren sich

Kanone, Magnum und Schwedenkuss

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Guten Tag!

Heddesheim, 09. Juni 2010. Im Aktionfilm springen die Helden durch die Szenen und feuern, was das „Zeug“ h├Ąlt. Das hat wenig mit der Realit├Ąt zu tun. Die Heddesheimer Sportsch├╝tzen haben zum Tag der offenen T├╝r eingeladen und die Realit├Ąt pr├Ąsentiert – die ist trotzdem spannend.

Von Hardy Prothmann

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Selbstversuch mit einer „44-Magnum“ – danach wei├č man, warum es „Kanone“ hei├čt. Bild: heddesheimblog

Der R├╝ckschlag ist gewaltig: Die 44-er Magnum „Smith&Wesson“ haut es beim Schuss nach oben. Obwohl ich sie mit Kraft festhalte.

Obwohl ich einen Geh├Ârschutz trage, ist der Knall beim Schuss aus dieser schweren, kraftvollen Waffe laut und intensiv.

Nach dem Schuss drehe ich den Revolver in der Hand zur Seite, immer den Lauf nach vorne gerichtet, entriegele mit dem Daumen die Trommel und dr├╝cke mit der anderen Hand einen Stift, der wirft die Patrone aus. Dann lege ich die Waffe ab. Die Waffe liegt vor mir, die Trommel ist sichtbar leer, die ├ťbung ist zu Ende.

Scharf geschossen

„Gut gemacht, Sie haben den Ablauf genau beachtet“, lobt mich Stefan Schuhmacher.

Der Jugendtrainer der Heddesheimer Sch├╝tzengesellschaft hat mir zuvor genau erkl├Ąrt, wie ich mit den Waffen umgehen muss. Erst bei einer „Trocken├╝bung“ ohne Munition, dann mit der „scharfen“ Partronen.

Ruhig, bestimmt und klar. Immer mit Augenkontakt – immer aufmerksam, ob ich auch alles verstanden habe. Schon bei der ersten Waffe, einem schwedischen Milit├Ąrgewehr von 1909 – in das Schuhmacher dann eine riesige Patrone einlegt.

Auf die genauen Anweisungen konzentriert, konnte ich keinen Fehler machen. Ein Satz war unmissverst├Ąndlich: „Ich erkl├Ąre Ihnen den Ablauf und wir ├╝ben das. Sollten Sie etwas nicht genau beachten, unterbreche ich sofort.“

Schwedenkuss

Das Gewehr ist schwer und wuchtig. Beim Schuss gibt es einen ordentlichen R├╝ckschlag auf die Schulter. Auch darauf war ich vorbereitet worden, trotzdem hat mich die Wucht ├╝berrascht: „Na, das war mal ein echter Schwedenkuss“, sage ich, weil mir das gerade so einf├Ąllt. Die anderen Sch├╝tzen lachen.

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Gesicherte Sportpistolen. Bild: heddesheimblog

Bevor es zu den Pistolen geht, schie├če ich noch mit einer Art „Winchester“, einem Repetiergewehr. Leichter, einfacher zu handhaben, aber auch das eine gef├Ąhrliche Waffe au├čerhalb einer sportlichen Anwendung. Herr Schuhmacher, ein B├Ąr von einem Mann, steht immer in meiner N├Ąhe und ist immer sehr aufmerksam.

Das muss er sein. Er kennt mich nicht, wei├č, dass ich das erste Mal mit solchen Waffen schie├če und macht das heute schon seit Stunden – B├╝rger begleiten, die sich f├╝r den Schie├čsport interessieren und selbst mal ausprobieren wollen, wie das so ist, mit Gewehren und Handfeuerwaffen zu schie├čen.

Ganz ehrlich bin ich froh um die intensive Begleitung. Denn nicht nur der Anblick, sondern auch das Halten einer Waffe fl├Â├čt mir Respekt ein. Schon beim „Trockentraining“. Wenn dann die Waffe geladen ist, bin ich gut darauf vorbereitet worden, dass es „ernst“ wird.

Stopp

Dann mache ich einen Fehler – Herr Schuhmacher bleibt freundlich, konzentriert und bestimmt. Die Pistole ist geladen, ich will zum Schuss ansetzen. „Stop, bitte nehmen Sie die Waffe herunter, legen Sie sie ab und setzen Ihren H├Ârschutz auf“, sagt Herr Schuhmacher. Ich folge. „Nehmen Sie die Waffe wieder auf“, h├Âre ich jetzt ged├Ąmmt. Dann schie├če ich. Vier Mal. Ein Schuss geht an den Rand der Scheibe, zwei gehen in die Ringe f├╝nf und sechs, ein Schuss trifft die Neun.

Insgesamt habe ich elf Schuss abgegeben und wei├č nun: Schie├čen ist sehr anspruchs- und verantwortungsvoll. Atmung, Haltung, Konzentration – ohne eine richtige Technik, ohne eine gute Ausbildung gewinnt man hier keinen Blumentopf. Wie in jedem Sport.

Beim Ostereierschie├čen habe ich mich am Luftgewehr probiert – daf├╝r gilt dasselbe.

Waffen ├╝ben auf viele Menschen eine gewisse Faszination aus. Irgendwie geht es dabei sicherlich auch um Macht. Ganz klar. Auch ich nehme mich da nicht aus, wenngleich mir Waffen immer suspekt waren.

Als Sport betrieben, geht es sicherlich darum, ├╝ber sich selbst die Macht zu gewinnen. Sich derer bewusst zu sein, sie zu kontrollieren und sie sportlich um- und einzusetzen.

Herr Schuhmacher hat mir eine sehr gute Anleitung gegeben und ist wie der Rest der Sch├╝tzen ein sehr freundlicher, umg├Ąnglicher Typ Mensch.

Dr├╝ckendes Thema

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Jugend beim Luftdruckschie├čen. Bild: privat

Als ich die „Waffenamnestie“ anspreche, werden alle sehr konzentriert und die Stimmung ist eindeutig: „Das ist absolut in unserem Sinne“, sagt Roland Embach, der Vereinsvorsitzende.

Besitzer von „illegalen Waffen“ waren aufgefordert, diese straffrei abzugeben. Viele hundert Waffen konnten seitdem „aus dem Verkehr“ gezogen werden.

Die Haltung der Sportsch├╝tzen ist klar: Sie wollen ihren Sport verantwortlich und mit Freude betreiben – schlechte Nachrichten beim Einsatz von Waffen au├čerhalb des Sports sind auch schlecht f├╝r die Sch├╝tzengesellschaften, noch schlechter, wenn „Sch├╝tzen“ darin verwickelt sind.

„Offensiver“ Umgang

Deshalb macht ein Tag der offenen T├╝r wie am Sonntag sehr viel Sinn. Die Besucher k├Ânnen sich davon ├╝berzeugen, dass die Heddesheimer Sch├╝tzen ein Verein sind, der seine Verantwortung ernst nimmt und sicher keine Trendsportart anbietet, aber eine, bei der man sehr viel mehr ├╝ber sich selbst lernt, als bei manch einem anderem Sport.

Wer Lust und Zeit hatte, konnte sich historische Waffen anschauen, sich diese erkl├Ąren lassen, selbst schie├čen oder Vorf├╝hrungen beobachten.

Ein neues Mitglied hat der Tag gebracht, rund 30 Personen haben sich teils sehr interessiert. Mit der Resonanz ist der Verein zufrieden. Die Heddesheimer Sch├╝tzen wissen, dass sie keine Massensportart anbieten, sondern einen ausgefallenen Sport. Wer sich daf├╝r interessiert, ist bei den Sportsch├╝tzen gut aufgehoben.

Und ich wei├č eins, was ich schon vorher vermutet habe: Was man in Actionfilmen sieht, hat mit der Realit├Ąt wenig zu tun.

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