Mittwoch, 20. September 2017

Vom Anschein einer B├╝rgerbeteiligung

Das Leidbild beim Leitbild

leitbild heddesheim-130916- IMG_9923

Nachdem die „beteiligten B├╝rger“ auf die B├╝hne gingen – sa├č fast niemand mehr im Saal.

 

Heddesheim, 21. September 2013. (red/pro) 45 Leits├Ątze sollen die k├╝nftige Entwicklung des Dorfes mitbestimmen. Erarbeitet von rund 80 Personen. Aber ist das wirklich B├╝rgerbeteiligung? Oder nur der Anschein davon? Immerhin – es gibt nun etwas schriftlich, wenngleich die Leitbild-Brosch├╝re viele Fragen aufwirft. [Weiterlesen…]

Ergebnisse des B├╝rgerbeteiligungsprozesses ver├Âffentlicht

Das neue Leitbild der Gemeinde Heddesheim

leitbild heddesheim-130916- IMG_9915

Rund 80 B├╝rger/innen haben bei der Entwicklung der Leits├Ątze mitgewirkt.

 

Heddesheim, 21. September 2013. (red/aw) Heddesheim hat 45 Leits├Ątze f├╝r die Zukunft der Gemeinde ver├Âffentlicht. Sie sind das Ergebnis des B├╝rgerbeteiligungsprozesses, der im November 2012 gestartet worden war. Das Leitbild soll vor allem den Gemeinderat in den kommenden Jahren bei verschiedensten Anl├Ąssen begleiten. Ins B├╝rgerhaus kamen am Montag rund 160 B├╝rger/innen zur Pr├Ąsentation. [Weiterlesen…]

Zeitgem├Ą├čes Design, "neue Ma├čst├Ąbe" (bisher) Fehlanzeige

L├Ąndle mit neuer Homep├Ądsch

Rhein-Neckar, 04. Februar 2013. (red/zef) Seit dem 01. Februar 2013 hat das Land Baden-W├╝rttemberg eine neue Online-Plattform. Die Homepage soll neue Ma├čst├Ąbe setzen, damit ÔÇ×sich die B├╝rgerinnen und B├╝rger mit Politik auseinandersetzenÔÇť, sagt die Silke Krebs, Ministerin im Staatsministerium. Wir haben uns die Seite angeschaut: „Neue Ma├čst├Ąbe“ gilt im Vergleich mit der alten Seite bestimmt, das Design ist frisch und modern ÔÇô inhaltlich und konzeptionell kann die Seite aber durchaus noch zulegen. Immerhin: In den ersten drei Stunden nach dem Start am 1. Februar haben bereits 2.500 Menschen insgesamt 15.000 Seiten aufgerufen – und das innerhalb von drei Stunden.

Von Ziad-Emanuel Farag

Oben sind die f├╝nf strukturierenden Elemtente zu sehen, darunter der anschauliche Slider mit aktuellen Artikeln. Quelle: www.baden-wuerttemberg.de

 

Sofort sticht der ansprechende Slider ins Auge. Dieser pr├Ąsentiert aktuelle politische Themen anschaulich. Hier kommen nicht nur Artikel, sondern auch andere Medien wie Videos oder Fotostrecken zum Einsatz┬á Aktuelle Beispiele w├Ąren: Ein Zeitstrahl dar├╝ber,was die gr├╝n-rote Landesregierung bisher geleistet hat, die Ganztagsschule oder die Bildungsgerechtigkeit. Man kann den Slider automatisch die Artikel abspielen lassen oder einfach bequem per Pfeil in der Mitte oder der Navigationsleiste unten wechseln.

Besonders brisant wirkt der „transparente Landeshaushalt“. Hier gibt es zwar viel Zahlenwerk: Das Regierungspr├Ąsidium Stuttgart erh├Ąlt 8,4 Millionen Euro f├╝r Bundesautobahnen, w├Ąhrend Kalrsruhe 4,4 Millionen Euro erh├Ąlt . Viele Fragen bleiben hier aber v├Âllig unbeantwortet: Wieviel Geld wird in welche Autobahnen investiert? Da stehen viele Zahlen – ohne weitere Informationen sind sie kaum zu nutzen. Da steht gar nichts! Bei den Hochschulen ist der Landeshaushalt auch sehr pauschal: Einzeln aufgeschl├╝sselt werden die aktuellen Zuwendungen f├╝r Bauma├čnahmen. ├ťber die Verteilung der restlichen 336 Millionen Euro erf├Ąhrt man nichts. Blo├č keine Verteilungskritik riskieren, scheint hier die Devise zu lauten. Der „transparente Landeshaushalt“ verspricht mehr als er h├Ąlt. Die Bedienung ist zudem ├Ąu├čerst umst├Ąndlich.

Die Seite unterteilt sich ingesamt in f├╝nf Rubriken: ÔÇťUnser LandÔÇŁ, ÔÇťRegierungÔÇŁ, ÔÇťBW gestaltenÔÇŁ ÔÇťServiceÔÇŁ und ÔÇťBeteiligungsportalÔÇŁ. Die ersten vier erm├Âglichen eine einfache Orientierung. Legt man den Cursor auf einer dieser Buttons, wird eine umfangreiche, aber ├╝bersichtliche Auflistung der Unterpunkte angezeigt. In der Rubrik „Regierung“ gelangt man schnell zu Vorstellungen der Regierungsmitglieder und ihrer Ministerien. „Unser Land“ bietet einen ├ťberblick ├╝ber alles Erdenkliche zu Baden-W├╝rttemberg. Geschichte, Geografie, Landesverfassung, ein Quiz zur Unterhaltung, Traditionen, hier ist alles dabei.

„BW gestalten“ erkl├Ąrt, wie Baden-W├╝rttemberg k├╝nftig aussehen soll:┬á „Erfolgreiches Baden-W├╝rttemberg“ (Wirtschaftspolitik), „Schlaues Baden-W├╝rttemberg“ (Bildungspolitik), „Nachhaltiges Baden-W├╝rttemberg (Energiepolitik)“, „B├╝rgernahes Baden-W├╝rttemberg (B├╝rgerbeteiligung und Integration)“ und „Gerechtes Baden-W├╝rttemberg (Gleichstellung, Inklusion, Gesundheitspolitik)“. Dies liest sich aber zunehmend fade, irgendwann hat man dann genug von Baden-W├╝rttemberg. Wenigstens fasst die Landesregierung hierbei ihre politischen Ziele unter wenigen, verst├Ąndlichen Schlagworten zusammen. In der Rubrik „Service“ erh├Ąlt der Leser viele Informationen, um Kontakt zu ├ämtern aufzunehmen, sich einen ├ťberblick ├╝ber Publiktationen zu verschaffen oder einfach einen Ansprechpartner zu erhalten.

Die Detailansicht in den einzelnen Rubriken. Quelle: www.baden-wuerttemberg.de

 

Das „Beteiligungsportal“ schlie├člich soll k├╝nftig ÔÇťMehr Demokratie klickenÔÇŁ gew├Ąhrleisten. Dem m├╝ssen jedoch au├čer blo├čen Ank├╝ndigungen Taten folgen. Daf├╝r gibt es bereits auf der Startseite einen Textkasten, in dem man schnell eine Frage an die Landesregierung eintippen kann. Wir haben diese Funktion mit einer Frage am Freitag selbst getestet. Bis heute, den 04. Februar 2013, 17:00 Uhr haben wir noch keine Antwort erhalten.┬á Am, Dienstag, den 05. Februar, wurde sie um 14:43 beantwortet.

Wir erinnern uns: Baden-W├╝rttemberg soll gerecht werden. „Menschen mit Behinderung geh├Âren in die Mitte der Gesellschaft. Deshalb bauen wir Barrieren und Benachteiligungen ab.“ Nirgendwo geht das schneller und einfacher als online. Eine Seite, die m├Âglichst alle mit Behinderungen leicht nutzen k├Ânnen, ist unverhandelbar: Nirgendwo gibt es so wenige Barrieren wie am eigenenen Rechner. Hier scheitert die neue Homepage aber: Einige Artikel k├Ânnen zwar vorgelesen werden. Dies geschieht jedoch so blechern, dass man dem nicht folgen kann. Wenn doch, w├╝rde man es nicht wollen. Mit den verbreiteten Leseger├Ąten f├╝r Blinden f├Ąllt es diesen also deutlich einfacher, sich zu informieren. Der Button daf├╝r ist viel zu klein. Sehbehinderte d├╝rften ihn nicht ausmachen k├Ânnen. Hier w├Ąre es ratsam, die entsprechende Funktion in der Zeile der ├ťberschrift zu platzieren anstatt neben der Unter├╝berschrift.

Die Vorlesefunktion ist in dieser Zeile nur schwer zu sehen. Quelle: www.baden-wuerttemberg.de

 

Der neue Ma├čstab muss also noch ordentlich Ma├č nehmen, um tats├Ąchlich ├╝berzeugen zu k├Ânnen. Immerhin, ein Anfang ist gemacht und man darf gespannt sein, was noch folgt.

Die neue Informationsbrosch├╝re – kritisch betrachtet

ib

Download: Klicken Sie, um die Brosch├╝re (A2572.pdf) von der Seite der Gemeinde zu laden (10 MB).

Heddesheim, 29. Mai 2010. Am Mittwoch wurde die neue Informationsbrosch├╝re „Leben in Heddesheim“ vorgestellt. Sie soll vor allem Neub├╝rgern eine Orientierung bieten. Das tut sie nur, wenn man sich ausgiebig mit ihr besch├Ąftigt. Dann fallen aber auch viele Ungereimtheiten auf.

Von Hardy Prothmann

Die perfekte Informationsbrosch├╝re ist wahrscheinlich bis heute noch nicht erfunden worden – auch nicht mit dieser neuen Brosch├╝re.

Der Heddesheimer Alexander Lenhart hat das neue Erscheinungsbild der Gemeinde im Rahmen seines Kommunikationsdesign-Studiums an der Hochschule Mannheim als Bachelor-Arbeit erstellt.

Die Farben leiten nicht zufriedenstellend.

Das hat er auf den ersten Blick ganz ordentlich gemacht. Kennzeichnend ist eine stilisierte Tabakscheune, die Hausfarbe Ocker leitet sich ebenfalls vom Tabak ab. Auf den zweiten Blick fehlt es aber an einer Kommunikation der Brosch├╝re mit dem Nutzer. Sie ist un├╝bersichtlich gestaltet. Die Farben allein geben keine Orientierung.

ibortsplan

Problem Farbgebung: Macht das alles Sinn?

Tats├Ąchlich fangen hier die Fragen an: Der Tabakanbau war ├╝ber viele Jahrhunderte pr├Ągend f├╝r den Ort, ist das aber schon lange nicht mehr. Wahrscheinlich wird schon bald ├╝berhaupt kein Tabak mehr in Heddesheim angebaut.

F├╝r meinen Geschmack w├Ąre eine gr├╝ne Farbgebung als Freizeit- und Wohngemeinde sinniger gewesen. Denn das will Heddesheim sein. Von den ├╝ber 11.000 Einwohnern sind nur siebzehn Bauern und nur einige wenige bauen noch Tabak an. Aber das ist nur eine Meinung.

Mit der Farbgebung gibt es weitere Probleme. Unter der Gemeinde Heddesheim im Farbton Ocker gibt es neun Punkte auf Seite 6. Auf Seite 5 werden viel mehr Inhalte unter der Gemeinde angegeben – auf 28 Seiten. Ein gezieltes Aufschlagen, beispielsweise von „Was erledige ich wo?“ ist nicht m├Âglich, das gibt das Inhaltsverzeichnis nicht her. Es gibt auch am Ende kein Schlagwortverzeichnis. Informativ ist das nicht, sondern m├╝hsam, weil man immer wieder durchbl├Ąttern muss, wenn man etwas sucht.

Anzeige

Auch die Orientierung auf Seite 6 f├Ąllt schwer, ist sie doch nicht alphabetisch. Wieso der Golfclub an erster Stelle unter „Freizeit Heddesheim“ steht und die „Nordbadenhalle 1“ als Punkt 3 aufgef├╝hrt ist, die „Nordbadenhalle 2“ aber als Punkt 5 und dazwischen das „Tennisgel├Ąnde“ ist unklar und folgt einer unbekannten Logik.

Ebenso die Nennung von Punkt 6 auf Seite 6 unter Gemeinde Heddesheim: Autobahnanschluss A5 steht dort. Geh├Ârt der der Gemeinde? Wohl eher nicht.

Redaktionelle Fehler.

ibbahnhof

Der Bahnhof hei├čt k├╝nftig Heddesheim/Hirschberg - nicht so in der Informationsbrosch├╝re.

Auf Seite 18 und 19 erscheint ├ľPNV – ├Âffentlicher Personennahverkehr. Der wird auf Seite 5 genannt, auf Seite 6 steht aber unter Punkt 2 „OEG Bahnhof“ und unter Punkt 3 „DB-Bahnhof Gro├čsachsen/Hedd.“ Der DB-Bahnhof wurde per Gemeinderatsbeschluss in „Heddesheim/Hirschberg“ umbenannt, wird aber die n├Ąchsten Jahre in der Informationsbrosch├╝re den alten Namen tragen. Ein vermeidbarer Fehler, der wiederholt wird, beispielsweise auch unter „Wirtschaft und Wirtschaftsf├Ârderung“.

A propos Namen: Auch die Johannes-Kepler-Schule wird als eigenst├Ąndige Schule genannt. Im Begleittext wird zwar eine Ver├Ąnderung beschrieben – aber nicht, dass die neue Leitung bei der Martin-St├Âhr-Schule in Hirschberg liegt – denn der gemeinsame Name ist noch nicht gefunden. Daf├╝r wird vom Namen Johannes-Kepler-Schule aber reichlich Gebrauch gemacht.

Auch die Sonderstellung des B├╝rgerhauses in T├╝rkis ist nicht klar – geh├Ârt das nicht zur Gemeinde Heddesheim wie der „Dorfplatz mit Tiefgarage“?

ibf├Ârderung

Banken-Promotion: Welche Wirtschaft wird hier gef├Ârdert?

Daf├╝r erscheinen auf Seite 5 unter „Gemeinde Heddesheim“ die Eintr├Ąge „Wirtschaft, Banken“ und auch „Vereine/Verb├Ąnde/Organisationen“. Die Vereine standen fr├╝her unter Freizeit – sind die eingemeindet worden? Und die Wirtschaft sowie die Banken erscheinen auf Seite 34 und 35 unter „Wirtschaft und Wirtschaftsf├Ârderung“. Dort werden haupts├Ąchlich die Gewerbegebiete angesprochen sowie die Unterdorf- und die Oberdorfstra├če. Geh├Âren alle Unternehmen, die sich nicht dort befinden, nicht zur Wirtschaft?

Was die Kirchen unter „Familie und Soziales“ verloren haben, ist auch nicht klar. Sind diese nicht f├╝r Singles da? Und ist ein Gottesdienst eine soziale Einrichtung? Doch wohl eher ein religi├Âser Akt. Und die Schulen geh├Âren doch eher unter Bildung? Ebenso die VHS und die B├╝cherei?

Und wieso die Farbe „Rosa“ „Geborgenheit“ vermitteln soll, ist auch nicht klar, denn das tun eher dunkle, satte Farben. Rose steht heute eher f├╝r Weiblichkeit, aber auch Homosexualit├Ąt. Eindeutig ist hingegen Gr├╝n – Sport, Freizeit, Natur sind damit eindeutig assoziiert.

Der Freizeitwert wird inhaltlich auf Seite 10 unter „Wir ├╝ber uns“ erst am Ende der zweiten Spalte erl├Ąutert. Zuvor hei├čt es allerdings: „Durch die verkehrsg├╝nstige Lage an den Autobahnen… ist Heddesheim ein gefragter Wohnort mit hohem Freizeitwert.“ Wieso Autobahnen einen hohen Freizeitwert begr├╝nden, wird nicht klar.

Der wichtigste Teil, die Kontaktdaten, sind irgendwo zu finden.

Der vor allem f├╝r ├Ąltere Menschen wichtigste Teil, Kontaktdaten zu Verwaltung und anderen Einrichtungen erscheint erst ab Seite 20. Wenigstens wird hier eine alphabetische Ordnung unter „Was erledige ich wo?“ angeboten. Das gilt auch f├╝r „Vereine, Verb├Ąnde und Organisationen“ auf den Seiten 28-33.

Leider sind auch redaktionell einige Fehler zu finden. So leitet immer noch Pfarrer Heiner Gladbach die katholische Kirchengemeinde St. Remigius – das aber hat l├Ąngst „kommissarisch“ Regionaldekan Klaus Rapp ├╝bernommen. Und die Leiterin der Hans-Thoma-Grundschule, Frau Gertrud Junghans, hei├čt in der Brosch├╝re „Getrud“.

Wieso statt „Uhr“ das Zeichen „h“ verwendet wird, ist unklar, ebenso ist es kein einheitliches Auftreten, wenn die Gemeinde im Internet unter heddesheim.de firmiert, die Volkshochschule aber unter vhs.heddesheim.net.

Unter „Freizeit“ steht auf Seite 50 der Punkt 2 „Freibad mit Badesee“, gefolgt von Punkt 14 „Hallenbad“ , gefolgt von Punkt 6 „Kunsteisbahn“ und von Punkt 1 „Golfclub“. Hat das Methode? Und wenn ja, welche?

ibgericht

Auch der Dialekt hat ein Recht auf richtige Schreibweise.

Unvermittelt taucht auf Seite 64 (die Seitenzahl fehlt, wie sehr oft im Heft) unter Heddesheimer Traditionen nun wieder in Ocker ein „traditionelles Gericht“, die „vaschlubbde Aija“ auf. Sch├Ân im Dialekt geschrieben – mal abgesehen davon, ob die „Transkription“ tats├Ąchlich zutreffend ist, in dem kurzen Text sind gleich zwei Fehler: einmal wird „unn“ mit drei „n“ geschrieben, ein anderes mal steht „und“ im Text, „danach“ hei├čt einmal „danoch“ und einmal „nodad“… Weiter findet sich „ck“, was vermutlich eher ein „gg“ sein m├╝sste und auslautendes „t“, was eher ein „d“ sein sollte. Als „Noigeplaggde“ will ich mich hier aber nicht zu weit aus dem Fenster lehnen.

ibgewerbe

Unterst├╝tzungsbed├╝rftiges Gewerbe...

Auf der gef├╝hlten Seite 66 (keine Seitenzahl) steht dann: „Bitte unterst├╝tzen Sie unsere Gewerbetreibenden…“ Es gibt in der Brosch├╝re viele Formulierungen, die leider dem gestelzten Beamtendeutsch entspringen, aber muss das sein: „Bitte unterst├╝tzen Sie…“? Sind die Gewerbetreibenden notleidend? Und was machen Betriebe wie die „Viernheimer Stadtwerke“ darunter, die sicherlich kein Heddesheimer Betrieb sind?

Und hier wundere ich mich als Unternehmer umso mehr, als auch ich gerne die „kostenlose Verteilung“ der Brosch├╝re mit einer Anzeige unterst├╝tzt h├Ątte. Immerhin ist das heddesheimblog die einzige eigenst├Ąndige journalistische Redaktion im Ort, ist eine Unternehmensneugr├╝ndung, deutschlandweit in der Branche bekannt und gilt vielen als Modell f├╝r die Zukunft des Lokaljournalismus. Es gab keine Information ├╝ber die Werbem├Âglichkeit, keine Anfrage. Der Grund: unklar.

Optimaler Einblick?

Vielleicht sollte ich mich deswegen an die kommunale „Wirtschaftsf├Ârderung“ wenden. Wo war die noch einmal zu finden? Irgendwo zwischen Seite 10 und 37. Das wei├č ich aber nur, weil ich die ganze Brosch├╝re durchgebl├Ąttert habe. Nur bl├Âd, dass ich mir die Seitenzahl nicht gemerkt habe.

Also bl├Ąttere ich noch einmal, angefangen beim „Inhaltsverzeichnis – f├╝r einen optimalen Einblick in unsere Gemeinde“ auf der gef├╝hlten Seite 5, denn auch hier fehlt die Seitenzahl, ebenso wie ein Hinweis auf die Inserenten ab Seite 67.

Wer will, kann der Gemeinde eine R├╝ckmeldung (modern „Feedback“) geben:

„Um ein Feedback zu bekommen, sind die Leserinnen und Leser der neuen Brosch├╝re dazu aufgerufen, ihre Meinung an die Gemeinde zu ├╝bermitteln. Bitte senden Sie uns dazu bitte eine E-Mail an├é┬ábroschuere@heddesheim.de. Wir freuen uns auf Ihre Anregungen.“

Wof├╝r die Anregungen allerdings gut sein sollen, verr├Ąt die Gemeinde nicht. Die Brosch├╝re ist gedruckt.

Link:
Wer m├Âchte, liest beim Mannheimer Morgen nach, wie dort ├╝ber die Informationsbrosch├╝re berichtet wurde. Denn es ist immer besser, sich aus mehr als einer Quelle zu informieren…
Und weils so sch├Ân ist, noch ein Text: Informationen satt…