Sonntag, 15. Dezember 2019

„Es geht um die Kernfrage“

Leserbrief: Rainer Neutard

Schade, dass man sich in Heddesheim so schwer mit einem offenen Dialog tut.

WÀren die Informationen, die jetzt zur Gewerbeansiedlung vorliegen, von Anfang an gegeben worden, hÀtte man keine IFOK gebraucht.

Wahrscheinlich hĂ€tte die CDU weniger Sitze verloren und die GrĂŒnen weniger hinzugewonnen, wenn sich die Beteiligten um mehr Transparenz und eine offene Aussprache bemĂŒht hĂ€tten.

Nolens volens wird jetzt die lange in Abrede gestellte BĂŒrgerbefragung initiiert.

Dabei geht es den Beteiligten jedoch offensichtlich immer noch weniger um ein konkretes Votum, als weiterhin um Verschleierung! Diese Vermutung drÀngt sich durch die Fragestellung förmlich auf.

Die erdrutschartigen VerĂ€nderungen im Gemeinderat (und die „Spaltung“ der BĂŒrgerschaft) resultieren keineswegs aus Dissonanzen bezĂŒglich der Ausweisung zusĂ€tzlicher GewerbeflĂ€chen.

Nach der Ansiedelung von ArbeitsplĂ€tzen zu fragen, grenzt an Verballhornisierung der Bevölkerung, und kein vernĂŒnftiger Mensch hat grundsĂ€tzlich etwas gegen die Firma Pfenning, deren Unternehmenserfolg Respekt und Anerkennung verdient.

Es geht alleine um die Frage, ob die Gemeinde eine „Sonderwirtschaftszone“ fĂŒr ein Logistikcenter mit 35 Ha FlĂ€che ausweist, damit die nĂ€chste Generation prĂ€judiziert und sich zwangsweise anderer Entwicklungschancen begibt!

Warum wirft man mit Nebelbomben, anstatt die BĂŒrger mit dieser Kernfrage zu konfrontieren?