Freitag, 24. November 2017

Diavortrag ĂŒber eine Weltreise mit dem Fahrrad im Remigius-Haus

Die ErfĂŒllung eines Lebenstraums

Gut 60 Zuhörer kamen ins St.-Remigius-Haus, um von der Fahrradweltreises des Ehepaar Höhle zu hören

Gut 60 Zuhörer kamen ins Remigius-Haus, um sich ĂŒber die Fahrradweltreise des Ehepaar Höhle zu informieren.

 

Heddesheim, 11. November 2013. (red/sw) Die Leiterin der Katholischen öffentlichen BĂŒcherei, Simone Rau, lud am vergangenen Freitag interessierte Zuhörer zu einem besonderen Diavortrag ins St.-Remigius-Haus ein. Klaus und Doris Höhle aus Erlangen zeigten beeindruckende Bilder von ihrer Weltreise mit dem Fahrrad. [Weiterlesen…]

Simone Rau ĂŒber die Weltlichkeit der christlichen BĂŒcherei

Christlich vs. weltlich? Gute BĂŒcher sind gute BĂŒcher!

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Simone Rau leitet die Katholische öffentliche BĂŒcherei, die fĂŒr alle offen ist und jede Menge weltliche Literatur im Bestand hat. Foto: Heddesheimblog.de/Tillmann Bross

 

Heddesheim, 13. Juni 2012. (red) Vor einiger Zeit haben wir Simone Rau gebeten, fĂŒr uns vielleicht einen Text zu schreiben, was denn eine „katholische BĂŒcherei“ ausmacht. Gibt es da ĂŒberwiegend „christliche“ oder „religiöse“ Literatur oder auch „weltliche“? Und was ist aus Sicht einer Katholischen BĂŒcherei „gute“ Literatur, was „schlechte“? Das ist alles eine Frage der „Auffassung“, sagt Frau Rau.

Von Simone Rau

Als Herr Prothmann mir vorschlug, BĂŒcher unter den oben beschriebenen Aspekten vorzustellen, habe ich erst mal geschluckt. Alleine schon durch die Formulierung „christlich – weltlich“ fĂŒhlte ich mich gleich wieder in die „katholische“ Ecke gedrĂ€ngt.

KĂ€mpfen doch viele Katholische öffentliche BĂŒchereien (KöB) seit Jahren gegen zwei sich hartnĂ€ckig haltende Vorurteile. Das erste lautet, dass man sich nur BĂŒcher ausleihen darf, wenn man katholisch ist, dass zweite, dass wir nur christlich/ religiös angehauchte Literatur im Bestand haben. Beides ist falsch.

Wie schon im Namen zu lesen, sind KöBs auch öffentliche BĂŒchereien und damit fĂŒr alle zugĂ€nglich, weshalb der Bestand auch nicht auf „christliche“ Literatur beschrĂ€nkt ist. Wir haben zwar die Bibel im Bestand, ebenso wie religiöse Literatur, aber genauso Krimis, Thriller, Liebesromane, historische Romane, erzĂ€hlende Literatur, Biografien und vieles mehr.

Was aber sind gute BĂŒcher? Glaubt man Denis Scheck, dem Moderator des ARD-Literaturmagazins Druckfrisch, sind die meisten Neuerscheinungen salopp ausgedrĂŒckt, großer Mist. Nur selten finden BĂŒcher, die sich auf diversen Bestseller–Listen tummeln, Gnade vor seinen Augen.

Ausleihen, lesen, bewerten.

Aber die BĂŒcher, die Denis Scheck als nicht lesenswert einstuft, werden teilweise tausendfach verkauft. Sind das nun gute oder tatsĂ€chlich schlechte BĂŒcher? Sind sie schlecht, weil sie einem Kritiker missfallen, oder doch gut, wie eine Vielzahl von Lesern meint?

Alles eine Auffassungssache meine ich. So unterschiedlich Menschen sind, so unterschiedlich ist ihr Anspruch an Literatur. Dem einen gefĂ€llt „Wunsiedel“ von Michael Buselmeier, einem anderen „Erlösung“ von Jussi Adler–Olsen oder „Der HundertjĂ€hrige, der aus dem Fenster stieg und verschwand“ von Jonas Jonasson.

Deshalb möchte ich an dieser Stelle auch keine BĂŒcher vorstellen, die „gut“ sind. Wer mich in der BĂŒcherei anspricht und nach einem „guten“ Buch fragt, dem kann ich deshalb höchstens ein Buch empfehlen, das mir gut gefallen hat und erklĂ€ren, weshalb ich mich dafĂŒr begeistern konnte.

Alle oben genannten BĂŒcher – und viele mehr – findet man ĂŒbrigens im Bestand der Katholischen öffentlichen BĂŒcherei St. Remigius Heddesheim.

Mein Fazit lautet deshalb: Am besten ausleihen, lesen und sich eine eigene Meinung bilden. Da die Ausleihe in der KöB kostenlos ist, erleidet man zumindest keinen monetÀren Verlust, wenn einem ein Buch nicht gefÀllt.

Wer Spaß daran hat, sich ĂŒber BĂŒcher auszutauschen, die Meinung anderer zu erfahren, kann auch am „Literaturplausch“ teilnehmen. Das erste Treffen nach der Sommerpause findet am 21.09.2012 um 20.00 Uhr in den RĂ€umen der KöB statt. Besprechen werden wir an diesm Abend „Tschick“ von Wolfgang Herrndorf.

Weitere Informationen gibt es in der KöB, unter buecherei@st-remigius.com oder telefonisch unter 06203 / 45086.

Anm. d. Red: Simone Rau ist BĂŒchereileiterin der KöB St. Remigius Heddesheim

"Welttag des Buches" in der KöB:

Simone Rau verschenkt 30 BĂŒcher

Manfred Zeiß ĂŒberreicht an Simone Rau die BĂŒcher. Foto: Heddesheimblog.

Heddesheim, 20. April 2012. (red/sap) Zum „Welttag des Buches“ am 23. April werden in ganz Deutschland 1.000.000 BĂŒcher verschenkt. Die BĂŒcherecke am Rathaus in Heddesheim ĂŒbergibt 3 Pakete an die Buchschenker der Aktion „Lesefreunde“. Eine davon ist Simone Rau, ehrenamtliche Leiterin der Katholischen öffentlichen BĂŒcherei in Heddesheim.

Von Sabine Prothmann

33.333 Lesebegeisterte haben sich in ganz Deutschland online registriert und ihren Lieblingstitel aus 25 BĂŒchern ausgewĂ€hlt. Eine davon ist Simone Rau, die ehrenamtliche Leiterin der Katholischen öffentlichen BĂŒcherei in Heddesheim.

„Ich war schnell und ich hatte GlĂŒck“, freut sich Simone Rau und konnte am heutigen Freitag, 20. April 2012, die 30 druckfrischen Exemplare von BuchhĂ€ndler Manfred Zeiß in Emfang nehmen.

Im Buchhandel hat die Aktion „Lesefreunde“ ein engagiertes Echo gefunden: Mehr als 1700 Buchhandlungen haben sich deutschlandweit als Abholort fĂŒr die Buchpakete zur VerfĂŒgung gestellt.

Auch die BĂŒcherecke am Rathaus hatte sich registieren lassen und drei Heddesheimerinnen konnten hier ihre Buchpakete in Empfang nehmen, die sie dann am „Welttag des Buches“, am kommenden Montag, 23. April 2012, an Lesebegeisterte verschenken werden.

Unter 25 Buchtiteln von den Heddesheimer Buchschenkern ausgewÀhlt. Foto: Heddesheimblog.

25 spannende Buchtitel standen zur Auswahl, darunter BĂŒcher von Umberto Ecco, Nick Hornby, Charlotte Link, Stephenie Meyer, Hans Fallada, Jane Austen und Mascha KalĂ©ko.

Die Heddesheimer Buchschenker haben „Mondscheintarif“ von IldikĂł von KĂŒrthy, „Schneemann“ von Jo NesbĂž und „Schneewittchen muss sterben“ von Nele Neuhaus ausgewĂ€hlt.

30 Krimis werden verschenkt

Wer am Montag, 23. April 2012, zwischen 10:00 und 14:00 Uhr in die Katholische öffentliche BĂŒcherei kommt, darf ein Exemplar des Krimis „Schneewittchen muss sterben“ mit nach Hause nehmen.

„Ich hoffe, es kommen am Montag viele Lesefreunde in die BĂŒcherei, die restlichen Exemplare werde ich sonst im Notfall auf der Straße verschenken“, meinte Simone Rau.

Manfred Zeiß ist ganz begeistert von der Aktion „Lesefreunde“ und freut sich, die Buchpakete zu ĂŒberreichen.

Die Stiftung Lesen, der Börsenvereins des Deutschen Buchhandels und 20 namhafte deutscher Verlag haben diese Aktion ins Leben gerufen und wurden unter anderen von der Deutschen Post, und der Thalia Buchhandelsgruppe unterstĂŒtzt.

Ermöglicht wurde es aber auch dadurch, dass die Autoren und Übersetzer auf ihre Honorare verzichtet haben.

Aktion fĂŒr junge Leser: „Ich schenk dir eine Geschichte“

Aber auch fĂŒr die jungen Leser gibt es zum „Welttag des Buches“ wieder eine Aktion, zum 16. Mal werden unter dem Motto „Ich schenk die eine Geschichte“, BĂŒcher an SchĂŒlerinnen und SchĂŒler verteilt.

Christine FehĂ©r hat mit “Die Kinder vom Brunnenplatz” einen Kurzroman in ĂŒbersichtlichen Kapiteln fĂŒr den Welttag geschrieben.

Drei Klassen aus der Hans-Thoma-Schule haben sich bei Manfred Zeiß angemeldet und werden sich nicht nur das Buch abholen, sondern auch an einer spannenden Schnitzeljagd rund um die Abenteuer der Kinder vom Brunnenplatz teilnehmen.  Wer die richtige Lösung findet, kann an einem Preisausschreiben teilnehmen und interessante Preise gewinnen.

 

 

Bastelaktion in der St. Remigius BĂŒcherei

„W“ wie Wunschmaschine

Erfinder am Werk. Foto: privat

Heddesheim, 23. MĂ€rz 2012. (red) Am Samstag, den 17. MĂ€rz 2012 trafen sich neun Kinder in der Katholischen öffentlichen BĂŒcherei St. Remigius Heddesheim zum Basteln – Wunschmaschinen standen auf dem Programm.

Von Simone Rau

Im vorderen BĂŒchereiraum hatten es sich die Kinder auf einem Kissenlager gemĂŒtlich gemacht und hörten sich eine Passage aus dem Buch „ Dschinny und die Wunschmaschine“ von Angelika Glitz an.

Danach durften die Kinder selbst Hand anlegen. Aus allerlei verschiedenen Materialien sollten sie eine Wunschmaschine basteln. Knackpunkt an der Geschichte war die Vorgabe:

Wenn ihr eure Wunschmaschine fertig habt, mĂŒĂŸt ihr den anderen erklĂ€ren, wie sie funktioniert.

Trotz des kniffeligen Auftrages waren all die kleinen TĂŒftler, Entwickler, Konstrukteure, Designer, Detailverliebten, Glitzerfans, EinzelkĂ€mpfer, Teamplayer, etc. mit Feuereifer bei der Sache und hatten viel Spaß.

Bastelspaß in der öffentlichen St. Remigius BĂŒcherei.

Es war erstaunlich, mit wieviel KreativitÀt die Kinder die gestellte Aufgabe erledigten und wie unterschiedlich die Wunschmaschinen ausfielen.

Nach getaner Arbeit erholten sich alle bei Kuchen und Apfelsaftschorle. FĂŒr manche Kinder war der Nachmittag leider viel zu schnell zu Ende gegangen. Das Team der KöB tröstete mit dem Versprechen, demnĂ€chst einen Bastelmittag zu einem anderen Thema anzubieten.

Anm. d. Red.: Simone Rau ist Leiterin der BĂŒcherei St. Remigius.

„Wir sind eine katholische Einrichtung – aber auch öffentlich“


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Simone Rau legt wert auf beide Worte: katholisch und öffentlich ist die von ihr geleitete BĂŒcherei.



Guten Tag!

Heddesheim, 08. Oktober 2011. (red) Die Katholische öffentliche BĂŒcherei St. Remigius Heddesheim hat eine neue Ausstattung bekommen. Im Interview erzĂ€hlt Simone Rau, Leiterin der Bibliothek, was neu und anders ist.

Interview: Tillmann Bross

Frau Rau, wie lange existiert diese Bibliothek denn schon?

Simone Rau: Die Bibliothek gibt es schon seit 1913, ĂŒbernĂ€chstes Jahr feiern wir das 100 jĂ€hrige Bestehen unserer BĂŒcherei.

Welche Aufgaben erfĂŒllt Ihre Arbeit als Teil der katholischen Kirche?

Rau: Das ist eine interessante Frage, wir sind nĂ€mlich mehr als nur eine Institution, in der man BĂŒcher ausleiht. Wir sind auch ein Anlaufpunkt fĂŒr die Gemeinde, manche kommen hierher, um GesprĂ€che zu fĂŒhren und einfach in Kontakt mit anderen Gemeindemitgliedern zu treten. Genauso hat sich auch unser Sortiment mit der Zeit geĂ€ndert. In der Anfangszeit der BĂŒcherei waren es fast ausschließlich theologische Werke, heute haben wir unseren Schwerpunkt in Sachen Familienliteratur gesetzt.

Welche Zielgruppen werden denn im einzelnen angesprochen?

Rau: Wir haben sowohl Kinder- als auch JugendbĂŒcher im Sortiment, das ist natĂŒrlich ein sehr weites Feld. Auch die Erwachsenen kommen auf ihre Kosten. Wir haben SachbĂŒcher, Biografien, Zeitschriften und Belletristik anzubieten.

Auch Fantasy?

Rau: Ja, auch Fantasy. Auch wenn der Papst von BĂŒchern wie „Harry Potter“ abgeraten hat, haben wir unsere eigene Meinung. Jeder Leser ist schließlich mĂŒndig, das zu lesen, was er möchte.

Ich darf doch aber trotzdem annehmen, dass Sie der Katholischen Kirche in vielen Dingen beipflichten…

Rau: NatĂŒrlich tun wir das, wir sind nunmal eine katholische Einrichtung, aber eben auch öffentlich und richten uns deshalb auch nach unseren Lesern. Es spielt ĂŒbrigens auch keine Rolle, ob man einer anderen Konfession oder Religion angehört, wenn man sich hier etwas ausleihen möchte.

Das ist gut, sonst mĂŒsste ich ja ganz schnell die Beine in die Hand nehmen, ich bin Protestant. Sie haben eine neue Einrichtung. Wie wurde das finanziert?

Rau: Die neuen Regale wurden von unserer Pfarrgemeinde finanziert. GrundsĂ€tzlich wird unsere BĂŒcherei durch die Pfarrgemeinde St. Remigius, dem Bistum Freiburg und durch Spenden finanziert. Außerdem finanzieren wir uns durch den jĂ€hrlich am Pfarrfest stattfindenden BĂŒcher – Flohmarkt. Obwohl unsere Mittel begrenzt sind, haben wir aktuelle, neue BĂŒcher im Bestand.

Sie haben neue Einrichtung in Form von BĂŒcherregalen erhalten, wie kam es dazu?

Rau: Die Regale haben wir von einer Katholischen öffentlichen BĂŒcherei aus Viernheim, die sich aus KostengrĂŒnden verkleinern musste. Die Regale sind zwar gebraucht, aber in gutem Zustand und wir konnten sie der Bibliothek recht preiswert abgekaufen. Neue Regale und Ausleihtheken sind sehr teuer und wegen unserem kleinen Budgets fĂŒr uns nicht anschaffbar. Diese Regale haben wir jetzt seit einem Monat und sind sehr zufrieden damit, weil wir jetzt mehr Platz haben, die rund 2200 Medien zu ordnen. Es ist fĂŒr einen FĂŒnfzehnjĂ€hrigen nicht angenehm, die BĂŒcher fĂŒr seine Altersgruppe direkt neben den BilderbĂŒchern zu finden…

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Rund 2.200 Medien gibt es hier auszuleihen - darunter auch Fantasy. Trotz Papst.

Nach welchem Zeitraum muss ich denn ein ausgeliehenes Buch wieder zurĂŒckgegeben haben und was sind die Folgen einer ÃƓberziehung?

Rau: (lacht) Wir sind da recht human. Die Ausleihe ist ja kostenlos, man bekommt einen Bibliotheksausweis und ist dann als Leser-in eingetragen. BĂŒcher sollte man nach vier Wochen wieder zurĂŒckgebracht haben, Zeitschriften, Gesellschaftsspiele und KinderhörbĂŒcher nach zwei Wochen. Man kann die Ausleihdauer aber auch verlĂ€ngern lassen. Wenn man die Frist ĂŒberzieht kostet das 50 Cent pro Medium in der Woche.

Wie viele Mitarbeiter sind denn in der Bibliothek aktiv?

Rau: Wir sind momentan acht aktive Mitarbeiter, die alle ehrenamtlich diese Bibliothek betreuen. Man durchlĂ€uft anfangs eine Grundausbildung, die von der Fachstelle fĂŒr kirchliches BĂŒchereiwesen Freiburg finanziert wird. Da lernt man alles, was man spĂ€ter bei der Arbeit in einer BĂŒcherei braucht.

Ist die Bibliothek durch die Möbel nun vollstÀndig oder werden noch andere Dinge dringend benötigt?

Rau: Hier gibt es immer was zu tun. Momentan ist das Licht unser Sorgenkind. Ein paar neue Lampen wĂ€ren gut, Sie könnten aber auch gerne mal zu Streichen vorbeikommen! (lacht) Wie gesagt, hier gibt es immer was zu tun, wir haben aber auch schon große Fortschritte gemacht. Die Fenster im hinteren Raum zum Beispiel sind neu, aber das ist natĂŒrlich nicht alles was wichtig ist, um die Bibliothek auf Vordermann zu bringen.

Anmerkung:
Tillmann Bross (17), ist Gymnasiast (12. Klasse) aus Bad DĂŒrkheim und absolviert zur Zeit ein Kurzpraktikum beim Heddesheimblog.de.

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