Donnerstag, 21. September 2017

Optimale Sicherheit in den Tunneln im Rhein-Neckar-Kreis

Richtiges Fahrverhalten im Tunnel ausschlaggebend

Heidelberg/Rhein-Neckar, 28. August 2014. (red/pm) Das Landratsamt Rhein-Neckar-Kreis ist f√ľr die Sicherheit im Hollmuthtunnel Neckargem√ľnd, Saukopftunnel Weinheim und Tunnel entlang der B535 Schwetzingen zust√§ndig. Mehr als 6,8 Tunnelkilometer betreut das Stra√üenbauamt der Kreisbeh√∂rde derzeit. Viele Verkehrsteilnehmerinnen und Verkehrsteilnehmer haben bei der Fahrt durch die Tunnelr√∂hre ein ungutes Gef√ľhl. [Weiterlesen…]

Der Gemeinderat f√ľhrte die Leinenpflicht ein und schaffte die Mittagsruhe ab

Hunde an die Leine!

Heddesheim, 22. Februar 2013. (red/ld/zef) Die Leinenpflicht gilt f√ľr den gesamten inner√∂rtlichen Bereich, den Seeweg, den Badesee, sowie auf den Fl√§chen, die an das Viernheimer Naturschutzgebiet Neuzenlache angrenzen: die Sch√§ffertswiese, und der Rad- und Fu√üweg an der Werderstra√üe. Das beschloss gestern der Gemeinderat.¬† Gleichzeitig wurde die Mittagsruhe per Verordnung abgeschafft.

Von Lydia Dartsch und Ziad-Emanuel Farag

Im inner√∂rtlichen Bereich wird die Leinenpflicht aus Sicherheitsgr√ľnden eingef√ľhrt. Andernfalls k√∂nnte es durch aufgeschreckte Passanten oder Hunde und dem Kraftverkehr schnell zu brenzligen Situationen kommen. Infolge dessen sei es in der Vergangenheit zu Konflikten zwischen Hundehaltern und Passanten gekommen. [Weiterlesen…]

Tag der offenen T√ľr am 24. Februar f√ľr die B√ľrgerinnen und B√ľrger

Regierungspräsidium feiert neue Freiheit des Saukopftunnels Рund sperrt ihn erneut

Fließt der Verkehr ab sofort störungsfrei im Saukopftunnel? Das Regierungspräsdium meint: Ja. (Foto: Wikipedia/Ak84)

 

Weinheim/Rhein-Neckar, 15. Februar 2013. (red/pm) Von 2008 bis 2013 kam es teilweise zu erheblichen Umleitungen, Staus und Verkehrsbeeintr√§chtigungen, weil der Saukopftunnel sicherheitstechnisch nachger√ľstet werden musste. Nun soll der Weg wieder dauerhaft frei sein. Damit sich die B√ľrgerinnen und B√ľrger selbst ein Bild machen k√∂nnen, l√§dt das Regierungspr√§sidium Karlsruhe ein zu einem Tag der offenen T√ľr – und sperrt den Tunnel. ūüėČ

 Information des Regierungspräsidiums Karlsruhe.

„In den Jahren 2008 bis 2013 wurden im Saukopftunnel sicherheitstechnische¬†Nachr√ľstungen durchgef√ľhrt und der Tunnel an die aktuellen Richtlinien f√ľr¬†die Sicherheit von Stra√üentunneln angepasst. Die Arbeiten konnten nicht ohne¬†Beeintr√§chtigung des Verkehrs durchgef√ľhrt werden. Die von der Bauma√ünahme¬†betroffenen Verkehrsteilnehmer mussten w√§hrend der Bauma√ünahme
Umleitungen und l√§ngere Wartezeiten in Kauf nehmen. Aber auch die Anwohner¬†wurden durch den Umleitungsverkehr h√∂her belastet. Dabei waren die¬†umfangreichen baulichen und betriebstechnischen Arbeiten f√ľr die √Ėffentlichkeit¬†im Wesentlichen nicht sichtbar.

Um der Bev√∂lkerung die M√∂glichkeit zu geben, sich selbst ein Bild √ľber¬†die sicherheitstechnische Nachr√ľstung des Saukopftunnels zu machen,¬†veranstaltet das Regierungspr√§sidium Karlsruhe zusammen mit der hessischen¬†Stra√üenbaubeh√∂rde¬†am Sonntag, 24. Februar 2013, zwischen 11:00 Uhr und 16:00 Uhr,¬†einen ‚ÄěTag des offenen Tunnels‚Äú.

Es k√∂nnen neben dem Stra√üentunnel auch der Rettungsstollen sowie zwei¬†als L√ľftungsschleusen dienende Verbindungen besichtigt werden. Ferner¬†informieren Filme √ľber die technische Ausstattung, das richtige Verhalten im¬†Tunnel sowie √ľber den durchgef√ľhrten Brandversuch.

Zus√§tzlich besteht an Informationsst√§nden die M√∂glichkeit, sich √ľber den Bau¬†des Rettungsstollens, die Tunneltechnik und den Tunnelbetrieb zu informieren.¬†Gleichzeitig sind die f√ľr den Bau und den Betrieb des Tunnels zust√§ndigen¬†Vertreter der Stra√üenbaubeh√∂rden vor Ort, um Fragen zu beantworten.

Wegen des zu erwartenden Besucherandrangs bittet das Regierungspr√§sidium¬†Karlsruhe um Verst√§ndnis, dass keine begleiteten F√ľhrungen angeboten werden¬†k√∂nnen und aus organisatorischen Gr√ľnden auch nicht der gesamte Tunnel besichtigt werden kann.¬†F√ľr das leibliche Wohl sorgt die Feuerwehr Weinheim.

N√§here Informationen zum Ablauf, zu den Zugangs- und Parkm√∂glichkeiten¬†sowie zu den Sperrzeiten des Tunnels werden in der n√§chsten Woche bekannt¬†gegeben.“

Nach Brandversuchen im Saukopftunnel bleiben Ergebnisse offen

Ernstfall geprobt – und jetzt?

Der Rauch wurde aus dem Tunnel geblasen – das L√ľftungssystem saugte ihn wieder an. Ist das im Sinne des Erfinders?

 

Weinheim/Rhein-Neckar, 21. Dezember 2012. (red/aw) Vor fast genau einem Monat wurde es hei√ü im Saukopftunnel. Um die Funktionst√ľchtigkeit der Sicherheitseinrichtungen und der Rettungsstollenl√ľftung im Brandfall zu pr√ľfen, wurde der Ernstfall geprobt. Die Brandversuche wurden durch das Institut f√ľr Industrie√§rodynamik aus Aachen (IFI) durchgef√ľhrt. Das Regierungspr√§sidium Kalrsruhe hat bisher keine Ergebnisse der Pr√ľfung ver√∂ffentlicht. Ein nicht ganz einwandfreier Rauchabzug vor Ort lie√ü aber auf ein Problem mit der L√ľftungsanlage schlie√üen. Der Pressestelle vom Regierungspr√§sidium ist davon allerdings nichts bekannt.

Fotos: Ralph Urbach
Text: Alexandra Weichbrodt

Es qualmte, dampfte und rauchte: Die Brandversuche im Saukopftunnel am 24. November 2012 boten beeindruckende Bilder. Doch welche Erkenntnisse gewonnen wurden, ist bisher nicht bekannt. Im Vorfeld hie√ü es von Seiten des Regierungspr√§siduiums, dass der Test dazu diene, den Saukopftunnel auch k√ľnftig den aktuellen Sicherheitsvorschriftne anzupassen.

Die Feuwerwehr und weitere Einsatzkräfte sowie Betriebspersonal sollten mit dieser Übung auf die Gegebenheiten während eines Brandes vorbereitet werden, um in Zukunft bestmöglich auf diese Situation reagieren zu können.

Durchgef√ľhrt wurden vier Brandeversuche an zwei Stellen des 2715 Meter langen Tunnels. Hitze und Rauch wurde mitttels regelbaren Propangasbrennern und Rauchmaschinen, die ungiftiges medizinisches Wei√ü√∂l verdampften, erzeugt. Diese l√∂sten die Brandmelder im Tunnel aus und simulierten den Ernstfall. Durch die Brandrauchentl√ľftung sollte der – bei diesem Test ungiftige – Rauch aus dem Tunnel abgesaugt und hinaus gef√ľhrt werden. Allerdings saugten die L√ľftungssch√§chte den ausgetretenen Rauch direkt wieder an und f√ľhrten ihn als vermeintliche „Frischluft“ wieder dem Tunnel zu.

Ein Test ohne Ergebnisse?

Ein Problem, dass im Ernstfall katastrophale Folgen h√§tte. Unser Fotograf vor Ort wurde Zeuge des ungeschickten L√ľftungssystems. Doch bei den Verantwortlichen ist das Problem entweder nicht wahrgenommen worden oder aber es wurde nicht kommunziert. Denn der Pressestelle des Regierungspr√§sidiums war bis heute nicht bekannt, dass bei den Brandversuchen technische Probleme aufgetreten w√§ren.

Vielleicht will man die gewonnen Erkenntnisse derzeit auch einfach nicht teilen, da der Saukopfttunnel in der Vergangenheit schon f√ľr viele schlechte Nachrichten sorgte. Vermehrte Vollsperrungen in den letzten Monaten strapazierten die Nerven der Autofahrer sehr. Es ist nahezu ein „Never-Ending-√Ąrger“ mit dem Saukopftunnel. (Anm. d. Red.: Wir berichteten.)

Sicherheitsnachr√ľstungen in H√∂he von 37 Millionen Euro

Aber Sicherheit muss sein. Denn Tunnelunf√§lle haben in der Vergangenheit immer wieder zahlreiche Opfer gefordert. Seit den 90er Jahren wurden die Sicherheitsvorschriften daher massiv versch√§rft. Der Saukopftunnel musste bereits im Jahr 2008 ein vom Bund verordnetes Nachr√ľstungsprogramm durchf√ľhren, um die Sicherheitsstandards zu erf√ľllen. So wurde u.a. das gesamte L√ľftungssystem konzeptionell erneutert und Brandklassen in der Zwischndecke installiert. Diese sollten sich im Brandfall √∂ffnen und den Rauch gezielt absaugen. Kosten hierf√ľr: ca. 11.6 Millionen Euro.

Weitere Verbesserungen der Sicherheitsvorkehrungen folgten. Seit 2009 wird ein Fluchstollen gebaut. F√ľr den kompletten Fluchtstollen werden voraussichtlich Kosten in einer Gr√∂√üenordnung von rund 26 Millionen Euro f√§llig, von denen allein 23 Millionen Euro f√ľr den Rohbau angefallen sind. Die Kosten f√ľr die betriebstechnische Einrichtung werden sich dann noch einmal auf etwa 3 Millionen Euro belaufen.

Die Gesamtkosten der Nachr√ľstungen des Hauptstollen sowie der Bau des Fluchtstollen liegen also bei etwa 37 Millionen Euro. Sicherheit ist teuer. Daher bleibt zu hoffen, dass diese dann auch zuverl√§ssig gew√§hrleistet ist.

Ein Fahrzeugbrand wurde bei dem Test der Sicherheitseinschrichtungen Ende November simuliert.

 

Weitere Bilder der Brandversuche im Saukopftunnel finden Sie in einer Bildergalerie auf weinheimblog.de.

Mobile Beratungsstelle des LKA informiert zum Schutz vor Einbruch und Diebstahl



Größere Kartenansicht

Hirschberg/Rhein-Neckar, 17. Oktober 2011. (red) Rechtzeitig vor der dunklen Jahreszeit, in der statistisch gesehen die Einbruchdiebstahlsdelikte ansteigen, informiert das Landeskriminalamt (LKA) √ľber den sinnvollen Schutz von Haus und Wohnung.

Die mobile Beratungsstelle ist einem Lkw unterbracht, in dem alle modernen Sicherheitstechniken f√ľr T√ľren, Fenster und Roll√§den sowie Kellerlichtsch√§chten gezeigt werden k√∂nnen.

Die Fachberater der Kriminalpolizeilichen Beratungsstelle machen auch vor Ort gerne einen Termin aus, um zu Schwachstellen und Sicherungsmöglichkeiten der eigenen vier Wände zu beraten.

Oft ist der materielle Schaden bei Einbruchsdelikten gar nicht so entscheidend – viele Opfer werden traumatisiert und f√ľhlen sich sp√§ter unwohl. Deshalb ist Vorsorge angebracht.

Der „Sicherheits-Truck“ h√§lt am Dienst, den 18. Oktober. 2011 in der Raiffeisenstra√üe von 10:00-17:00 Uhr. Die Beratung ist selbstverst√§ndlich kostenlos.

Am Dienstag besteht auf der Nordeite der Raiffeisenstraße von der Hauptstraße bis zur Raiffeisenstraße 4 ein absolutes Halteverbot in der Zeit von 08:00-18:00 Uhr.

Der Neue РFrank Hartmannsgruber im Porträt

Guten Tag!

Heddesheim, 12. Dezember 2009. Erst 35 Jahre alt ist Frank Hartmannsgruber, der neue Leiter des Polizeireviers Ladenburg. Der Mann ist ehrgeizig, hat zwei Studien absolviert und bereits vielf√§ltige Aufgaben innerhalb der Polizei Baden-W√ľrttemberg √ľbernommen.

Von Hardy Prothmann

Ganz sicher haben sich schon viele Menschen in Frank Hartmannsgruber getäuscht. Und ganz sicher ist Frank Hartmannsgruber nicht schuld daran.

Es ist sein jugendliches Aussehen, weshalb ihn Menschen vielleicht nicht gleich so beurteilen, wie sie sollten. Ein Blick in seine Vita weist Frank Hartmannsgruber aber als „Leistungstr√§ger“ aus, wie ihn der Mannheimer Polizeipr√§sident Gerhard Klotter bei der Amtseinf√ľhrung beschreibt.

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Revierchef Frank Hartmannsgruber bei seiner Antrittsrede vor Kollegen. Bild: hblog

Frank Hartmannsgruber hat „Polizist“ von der Pike auf gelernt – erst durch Ausbildung zum mittleren Polizeivollzugsdienst, dann im Streifenwagen. Sp√§ter studiert Hartmannsgruber und wird Diplomverwaltungswirt (FH). Es folgen verschiedene Stationen bei der Polizeidirektion Tauberbischofsheim beispielsweise im F√ľhrungs- und Einsatzstab. Bei der Kriminalpolizei, Abteilung Rauschgift. Im Regierungspr√§sidium Stuttgart im Bereich Personalwesen. Er lehrt an der Adademie der Polizei in Wertheim. Er arbeitet beim Landeskriminalamt in Stuttgart. Und dann setzt er mit einem Zweitstudium seinen „Master“ obendrauf.

Der Mann wei√ü also, was er will: Leistung bringen. Er tritt zur√ľckhaltend und sehr beherrscht auf, ist aber im Gespr√§ch alles andere als auf den Mund gefallen. Dass er als Thema seiner Masterarbeit „H√§usliche Gewalt“ gew√§hlt hat, zeigt, dass er nicht nur auf die T√§ter schaut, sondern vor allem die Opfer im Blick hat.

Ganz sicher wirkt sein umg√§ngliches und besonnenes Auftreten auf die Menschen, denen er als Polizist begegnet: „Die Art und Weise ist entscheidend.“ Und damit er hier nicht falsch verstanden wird: „Je nach Situation kann aber auch eine gewisse Strenge erforderlich sein.“

Frank Hartmannsgruber √ľbernimmt gemessen an der Zahl der Einwohner das zweitgr√∂√üte Polizeirevier des Polizeipr√§sidiums Mannheim. „Sicher ist dieses Revier kein Ort der Gl√ľckseligkeit, aber gegen√ľber der Kernstadt ist hier die Welt noch in Ordnung“, sagte sein Chef, der Polizeipr√§sident Gerhard Klotter zur Amtseinf√ľhrung. Neben vier Gemeinden des Rhein-Neckarkreises wie Ladenburg und Heddesheim „betreut“ das Ladenburger Revier auch die Mannheimer Stadtteile Seckenheim und Friedrichsfeld. Da Personal abgebaut wird, z√§hlt das Reviere k√ľnftig 67 Beamte (71). „Das kann man nicht als √ľppig bezeichnen, sondern eher als schlank“, sagt Gerhard Klotter.

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Polizeilicher Kleiderst√§nder bei der Amtseinf√ľhrung. Bild: hblog

Trotz der „schlanken Struktur“ hat Frank Hartmannsgruber f√ľr sich und sein Revier ein klares Ziel definiert: „Die Menschen sollen sich subjektiv und objektiv sicher f√ľhlen k√∂nnen. Das ist eine Basisaufgabe der Polizei.“

Und er will am Image der Polizei arbeiten und eine „offensive √Ėffentlichkeitsarbeit“ betreiben. F√ľr ihn ist die Polizei auch ein Dienstleister. Die Kunden sind die B√ľrger: „Wir sind der Ansprechpartner f√ľr die gro√üen und kleinen Sorgen der Menschen.“

Von einem pers√∂nlichen Unfall w√§hrend eines Streifendienstes hat Hartmannsgruber sich k√∂rperlich gut erholt. Seit dieser Erfahrung wei√ü er aber, wie wichtig es ist, sich selbst und die Kollegen zu sch√ľtzen. Den Eigenschutz hat er deswegen zu einem seiner Schwerpunkte gemacht.

Frank Hartmannsgruber findet in Ladenburg ein gut gef√ľhrtes Revier vor. Seit Januar leitete sein Stellvertreter Walter Berka „kommissarisch“ das Revier. Berka ist ein √§u√üerst erfahrener Beamter, der ebenso wie Hartmannsgruber Wert auf eine tadellose Leistung der Polizeibeamten legt und sich daf√ľr interessiert, was im Revier los ist: sowohl intern als auch „drau√üen“. Der Ma√üstab f√ľr beide ist eine hohe Qualit√§t polizeilicher Arbeit.

Beide legen viel Wert auf Kommunikation- sicher ein moderner Weg f√ľr die Polizei sich ein gutes Image in der Mitte der Gesellschaft zu erarbeiten.

Demn√§chst wird Frank Hartmannsgruber auch in Ladenburg wohnen und bald wird seine Frau ihm folgen. Zur Zeit sind beide noch ein wenig im „Umzugsstress“.

Und Frank Hartmannsgruber interessiert sich f√ľr Land und Leute. Und die Kollegen helfen ihm beim Sprachkurs „Kurpf√§lzisch“.
„Also, los gehts.“ Frank Hartmannsgruber grinst und sagt: „Alla hopp.“

„Wir als Polizei sind auch Dienstleister“

Guten Tag!

Heddesheim, 12. Dezember 2009. Der neue Leiter des Polizeireviers Ladenburg hei√üt Frank Hartmannsgruber. Der 35-j√§hrige Polizeirat wurde heute offiziell in sein Amt eingef√ľhrt. Der Mannheimer Polizeipr√§sident Gerhard Klotter lobte die „Leistungsbereitschaft“ seines Kollegen. Das heddesheimblog hat den neuen Revierleiter im Interview befragt, wo Frank Hartmannsgruber Schwerpunkte setzen wird und wie er das Revier Ladenburg leiten will.

Interview: Hardy Prothmann

Herr Hartmannsgruber, was werden Ihre Schwerpunkte als Leiter des Polizeireviers Ladenburg sein?
Frank Hartmannsgruber: „Ganz klar der Erhalt und die Verbesserung sowohl des subjektiven als auch des objektiven Sicherheitsgef√ľhls der Bev√∂lkerung. Das ist aus meiner Sicht eine besonders wichtige Aufgabe der Polizei.“

Wie setzt man einen solchen Vorsatz um?
Hartmannsgruber: „Indem die Kollegen viel Einsatz- und Leistungsbereitschaft zeigen, dabei aber mit Augenma√ü vorgehen.“

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Polizeipr√§sident Gerhard Klotter und Revierleiter Frank Hartmannsgruber bei der Amtseinf√ľhrung. Bild: hblog

Hei√üt, wenn ich mal falsch parke, kann ich mit Ihren Kollegen dar√ľber reden?
Hartmannsgruber (lacht): „Reden k√∂nnen Sie immer mit uns. Sich m√ľssen aber auch damit rechnen, dass Sie nicht nur positive Erfahrungen mit uns machen, falls Sie gegen Gesetze oder Vorschriften versto√üen, also falsch parken oder zu schnell fahren. Die Polizei ist auch dazu da, Verst√∂√üen nachzugehen.“

Sie selbst haben sich vorgenommen, dass das „gute Verh√§ltnis zwischen B√ľrgern und Polizei“ weiter verbessert wird. Was haben Sie in der Sache vor?
Hartmannsgruber: „Das ist eine Haltungsfrage. Ich selbst bin f√ľr die B√ľrger ansprechbar und erwarte das von meinen Kollegen ebenso. Ich bin √ľberzeugt davon, dass eine offene Kommunikation, also im Gespr√§ch zu sein und zu bleiben, viele Probleme auf ganz einfache Art und Weise l√∂st. Wenn man miteinander spricht, ist vieles einfacher.“

Sind Sie ein Softie √ɬ† la „Lass uns dr√ľber reden“?
Hartmannsgruber: „Sie k√∂nnen davon ausgehen, dass ich als Polizeibeamter und Revierleiter auch hart durchgreife, wenn eine bestimmte Situation keine andere M√∂glichkeit zul√§sst. Besser ist es, wenn weder die Kollegen noch ich das tun m√ľssen. Deswegen setze ich auf eine offensive √Ėffentlichkeitsarbeit und best√§rke die Kollegen darin, das wir als Polizei auch Dienstleister sind.“

Klingt sehr modern – lernt man das im Studium?
Hartmannsgruber: „Dort lernt man jede Menge, auch moderne Formen der Kommunikation. Ich halte das f√ľr eine gute Sache.“

Sie verlangen von Ihren Kollegen auch die Umsetzung „betriebswirtschaftlicher Grunds√§tze“. Was hei√üt das?
Hartmannsgruber: „Wir als Polizei sind kein Wirtschaftsbetrieb, m√ľssen aber trotzdem mit unseren Etats wirtschaften. Die Mittel werden nicht mehr, sondern sind knapp. Betriebswirtschaftliches Denken hilft, diese Mittel effektiv einzusetzen.“

„Ich suche√ā¬†und will den Kontakt zu den B√ľrgern.“ Frank Hartmannsgruber

Ihr Zust√§ndigkeitsbereich ist – statistisch betrachtet – ein eher „ruhiges“ Revier. Was wollen Sie noch verbessern?
Hartmannsgruber: „Die Verkehrssicherheit ist f√ľr mich ein zentrales Thema. Dazu braucht es leider Kontrollen, die wir konsequent durchf√ľhren. Gleichzeitig spielt auch hier die Kommunikation wieder eine gro√üe Rolle. Ich w√ľnsche mir, dass die Menschen sich im Verkehr vern√ľnftig und r√ľcksichtsvoll verhalten. Das werden wir auf diesen beiden Wegen unterst√ľtzen.“

Wollten Sie schon immer Polizist werden, vielleicht aus einer Familientradition heraus?
Hartmannsgruber: „Nein. Ich bin der erste Polizeibeamte in meiner Familie. Als Abiturient bin ich auf die Ausbildungsm√∂glichkeiten bei der Polizei aufmerksam geworden und habe mich direkt nach der Schule beworben.“

Muss man einen besonderen Gerechtigkeitssinn haben? Reizt die Macht?
Hartmannsgruber: „Ohne einen bewussten Gerechtigkeitssinn wird man eher kein Polizist. Das ist schon wichtig. Der Machtgedanke hat f√ľr mich √ľberhaupt keine Bedeutung. Das w√§re die falsche Haltung f√ľr einen Polizisten. Man hat als Polizeibeamte sicher eine Art von „Macht“, die vom B√ľrger so wahrgenommen wird. Die ist aber vom Staat geliehen und muss mit Verantwortung wahrgenommen werden.“

Die kommenden drei Jahre wird die Personalausstattung sehr angespannt sein. Wir soll das Polizeirevier Ladenburg die Lage meistern?
Hartmannsgruber: „Wir m√ľssen alle eine hohe Einsatzbereitschaft zeigen. Dazu gibt es keine Alternative. Ich bin aber sicher, dass meine Kollegen darauf vorbereitet sind und das leisten werden.“

Sie sind jetzt knapp zwei Monate vor Ort im Dienst. Was w√ľrden Sie in eine Bericht √ľber die Zeit schreiben?
Hartmannsgruber: „Zun√§chst, dass ich hier ein Revier mit motivierten Kollegen vorgefunden habe, die mich sehr freundlich als neuen Leiter aufgenommen haben. Mein Kollege und Stellvertreter Walter Berka hat mir mit seiner gro√üen Erfahrung und seiner umfassenden Kenntnis das Reviers schnell n√§her gebracht. Wir sind schon jetzt ein gutes Team. Au√üerdem lerne ich schon eifrig Kurpf√§lzisch, damit ich auch wirklich „im Gespr√§ch sein kann.“

Wird man Sie selbst im Dienst auf der Straße erleben oder haben Sie eher eine verwaltende Tätigkeit?
Hartmannsgruber: „Als Revierleiter habe ich nat√ľrlich viele administrative Aufgaben. Sie werden mich aber h√§ufig auch auf der Stra√üe in Uniform antreffen, damit ich im Kontakt mit den B√ľrgern bin. Da werde ich mich nicht von den Kollegen unterscheiden.“

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Frank Hartmannsgruber ist neuer Leiter des Polizeireviers Ladenburg. Bild: hblog

Zur Person:
Frank Hartmannsgruber (35) wurde in Wertheim geboren. Er ist seit kurzem verheiratet. In seiner Freizeit spielt er gerne Tennis.
Zun√§chst absolvierte er 1995 nach dem Abitur eine Ausbildung f√ľr den mittleren Polizeidienst und fuhr danach zwei Jahre lang „Streife“ in Ludwigsburg. Danach studierte Hartmannsgruber mit Abschluss Diplomverwaltungswirt (FH) zum gehobenen Polizeivollzugsdienst in Villingen-Schwenningen.
Nach dem Studium wurde er zum Polizeikommissar ernannt. Es folgten wechselnde T√§tigkeiten bei der Polizeidirektion, der Kriminalpolizei und dem Landeskriminalamt. Hartmannsgruber absolvierte ein zweites Studium und machte seinen „Master“ zum Thema „H√§usliche Gewalt“. Erst k√ľrzlich wurde Hartmannsgruber zum Polizeirat ernannt.
Seit 01. Oktober 2009 ist Frank Hartmannsgruber Leiter des Polizeireviers Ladenburg, am 19. Oktober hat er seinen Dienst angetreten, am 11. November war die offizielle Amtseinf√ľhrung durch den Mannheimer Polizeipr√§sident Gerhard Klotter.

Winterreifen bieten Sicherheit

Guten Tag!

Heddesheim, 01. Dezember 2009. Winterreifen sind kein Luxus – sondern absolut notwendig, um sicher durch den Winter zu kommen. Bei Temperaturen unter 7√ā¬į Celsius verlieren Sommerreifen mehr und mehr „Griffigkeit“ und Bremswege verl√§ngern sich enorm – egal, ob in den Bergen oder auf dem flachen Land. Wichtig ist auch die Qualit√§t der Reifen – Billigware f√§hrt nicht gut.

Die richtige Zeit f√ľr den Reifenwechsel ist der Oktober – meist werden hier t√§glich bereits Werte von unter 7√ā¬į Celius gemessen. Zeit f√ľr Winterreifen, den nur die bieten bei k√ľhlen Temperaturen eine gute Haftung. Wegen der milden Temperaturen haben aber weniger Autofahrer gewechselt als erwartet, wie das heddesheimblog auf Nachfrage in Kfz-Betrieben erfahren hat.

Erster schwerer „Winterunfall“ am 14. Oktober

Dabei kam es am 14. Oktober 2009 kurz nach 8:00 Uhr morgens in der Region zum ersten schweren Glatteisunfall. Ein von Wieblingen nach Plankstadt fahrender Pkw geriet auf der Br√ľcke √ľber die BAB 656 wegen Glatteis ins Schleudern und prallte frontal auf einen entgegenkommenden Pkw. Ein diesem Auto nachfolgender Rollerfahrer konnte nicht mehr rechtzeitig bremsen und rutschte unter die Unfallautos. Drei Personen wurden schwer verletzt, berichtete die Heidelberger Polizei.

Gerade nachts oder in den fr√ľhen Morgenstunden ist es deutlich zu kalt f√ľr Sommerreifen.√ā¬†Das Deutsche Kraftfahrzeuggewerbe empfiehlt deshalb: „Von O bis O“ – von Oktober bis Ostern – sollten Autofahrer auf Winterreifen wechseln, und das selbst dann, wenn man nicht in einer ausgewiesenen Schneeregion wohnt“, sagt Ulrich K√∂ster, Pressesprecher des Verbands. „Der Grund ist einfach: die Fahreigenschaften von Sommerreifen verschlechtern sich nicht erst bei Schnee und Eis. Schon bei Temperaturen unter sieben Grad Celsius verh√§rtet die Gummimischung von Sommerreifen, sowohl Stra√üenhaftung als auch Kurvenstabilit√§t nehmen ab und der Bremsweg verl√§ngert sich erheblich. Deshalb sind Winterreifen ab Oktober die sichere Wahl.“

Funktionstests zeigen, dass der Bremsweg mit 100 km/h auf nasser Fahrbahn mit Winterreifen eine knappe Autol√§nge k√ľrzer ist als mit Sommerreifen. Noch st√§rker macht sich der Unterschied zwischen Winter- und Sommerreifen auf schneebedeckter Fahrbahn mit 50 km/h bemerkbar: Der Bremsweg mit Sommerreifen betr√§gt 62 Meter, der mit Winterreifen 31 Meter.

Tests beweisen die √ÉŇďberlegenheit von Winterreifen bei kalten Temperaturen.

F√ľr den Bremsweg ist neben der Reifenart auch deren Qualit√§t ma√ügeblich. Reifentests haben gezeigt, dass „billig teuer zum Stehen kommt“. Die Bremswege mit Billigreifen, speziell auf nasser Fahrbahn, sind im Gegensatz zu denen mit Premiumreifen deutlich l√§nger. Tests der Dekra zeigten zum Beispiel, dass bei einer Geschwindigkeit von 80 km/h ein Fahrzeug mit Premium-Winterreifen nach 39 Metern zum Stehen kommt, w√§hrend der Bremsweg mit Billig-Importware 52 Meter betr√§gt.

Was viele Autofahrer immer noch nicht wissen: Auch der Gesetzgeber verlangt eine dem Wetter angepasste Bereifung. 2008/2009 wurden √ľber 500 Bu√ügelder verh√§ngt, die Verwarnungen der Polizei nicht mitgerechnet. Autofahrer, die die Umr√ľstung verpassen, riskieren 20 Euro Bu√ügeld. Kommt eine Behinderung des Stra√üenverkehrs hinzu, kann sich die Strafe sogar auf 40 Euro plus einen Punkt in Flensburg erh√∂hen.

Unterm Strich ist die Anschaffung von Winterreifen erstmal eine Investition – tats√§chlich verl√§ngern sie aber das Leben der Sommerreifen, die w√§hrend der kalten Jahreszeit am besten lichtgesch√ľtzt im Keller oder der Garage gelagert werden sollten.

Aufgrund ihrer besonderen Gesamtkonstruktion und speziellen Gummimischung bieten Winterreifen nicht nur auf Eis und Schnee, sondern auch schon in den nasskalten Herbstmonaten ein wichtiges Sicherheitsplus. Die Gummimischung bleibt durch die verwendeten Materialien auch bei niedrigen Temperaturen flexibel und kann deshalb besser in den Asphalt „greifen“.
F√ľr den Einsatz im Winter werden drei verschiedene Reifen-Arten angeboten, mit denen man rechtlich auf der sicheren Seite sei:

  • echte Winterreifen mit klar erkennbaren Lamellen (feine, meist zickzackf√∂rmige Einschnitte) in der Lauffl√§che bis in die „Reifenschulter“
  • M+S-Reifen f√ľr Matsch und Schnee, bei denen das Profil der Lauffl√§che und die Struktur so konzipiert sind, dass sie vor allem in Matsch und frischem oder schmelzendem Schnee bessere Fahreigenschaften gew√§hrleisten als normale Reifen. Das Profil der Lauffl√§che ist im Allgemeinen durch gr√∂√üere Profilrillen und/oder Stollen (einschlie√ülich von Lamellen √ľber die gesamte Lauffl√§chenbreite bis in die Schulter) gekennzeichnet, die voneinander durch gr√∂√üere Zwischenr√§ume getrennt sind, als dies bei normalen Reifen der Fall ist
  • Ganzjahresreifen in Verbindung mit dem M+S-Kennzeichen. Sie sind f√ľr Sommer- und Wintereinsatz konzipiert, und die Lamellen befinden sich beispielsweise nur im mittleren Bereich der Lauffl√§che.

Doch egal welche Reifenart, die Mindestprofiltiefe von 1,6 Millimetern darf nicht unterschritten werden. Um aber im Schnee und auf Eis ganz sicher zu fahren, sollten Reifen √ľber mindestens vier Millimeter Profiltiefe verf√ľgen.

Autofahrer sollten ihren Versicherungsschutz nicht riskieren!

Wie steht es mit dem Versicherungsschutz, wenn es in Herbst und Winter „knallt“ und man trotzdem mit Sommerreifen unterwegs ist? Den Schaden des Unfallopfers bezahlt zun√§chst die Kfz-Haftpflichtversicherung, auch dann, wenn nicht jahreszeitgem√§√üe Reifen aufgezogen waren. Sie kann jedoch unter Umst√§nden die Kosten vom Verursacher ganz oder zum Teil zur√ľckfordern.

Die Ersatzpflicht gilt jedoch nicht unbedingt f√ľr den Schaden am eigenen Auto: Bei der Vollkaskoversicherung k√∂nnte im Extremfall bei einem Unfall grobe Fahrl√§ssigkeit entgegengehalten werden. Zum Beispiel dann, wenn man mit abgefahrenen Sommerreifen ins Hochgebirge f√§hrt.

Wenn also der Vollkaskoschaden grob fahrl√§ssig herbeigef√ľhrt wurde, muss die Versicherung nicht zahlen. Und Achtung: Vielleicht noch wichtiger als die geeignete Bereifung d√ľrfte allerdings im Schadensfall der Nachweis sein, dass man seine Geschwindigkeit und Fahrweise den Sicht- und Wetterverh√§ltnissen angepasst hat.

Drastische Geldstrafen im Ausland

Falsche Bereifung erhöht das Unfallrisiko und kostet unter Umständen enorme Bußgelder. Wer zur kalten Jahreszeit mit Sommerreifen ins Ausland fährt, riskiert nicht nur die eigene Sicherheit, sondern auch drastische Geldstrafen.

√Ėsterreich: keine generelle Vorschrift

In √Ėsterreich besteht keine generelle Winterreifenpflicht. Bei schneebedeckten und vereisten Stra√üen oder bei Schneematsch sind aber Schneeketten oder Winterreifen vorgeschrieben. Ganzjahres- oder Allwetterreifen gelten als Winterreifen, sofern sie mit dem K√ľrzel „M + S“ versehen sind. Die Winterreifen m√ľssen zudem √ľber vier Millimeter Profiltiefe verf√ľgen. G√ľltig sind diese Regeln jeweils vom 1. November bis zum 15. April. Ist ein Stra√üenabschnitt mit einem Durchfahrverbot gekennzeichnet, das „Fahrzeuge mit Winterausr√ľstung“ ausnimmt, ist das Weiterfahren nur mit Winterreifen oder Schneeketten erlaubt. Blaue Verkehrsschilder, die einen Reifen mit Schneeketten zeigen, verpflichten zur Fahrt mit eben solchen.

Schweiz: Hohe Strafen und Mithaftung bei Unfall

Keine Kompromisse beim Thema Winterreifen kennt die Schweiz. Wer ohne geeignete Reifen den Verkehr blockiert, muss mit empfindlichen Strafen rechnen. Wer mit Sommerreifen bei Schnee in einen Unfall gerät, wird erheblich in Mithaftung genommen.

Italien: Ausnahme Aosta-Tal

Weiter s√ľdlich in Italien besteht im Aosta-Tal eine generelle Pflicht zum Winterreifen, und zwar jeweils vom 15. Oktober bis zum 15. April.
Ansonsten behalten es sich die Italiener vor, Schneeketten und Winterreifen auf bestimmten Strecken zeitweise vorzuschreiben.

Frankreich: kurzfristige Anordnungen

Die Franzosen ordnen auf manchen Streckenabschnitten im Gebirge je nach Situation kurzfristig Schneeketten an. Wichtig: Diese m√ľssen an der Antriebsachse angebracht sein.

Das 1×1 der Reifen-Kennzeichnung

Da es f√ľr die Eigenschaften von Winterreifen keine klaren Definitionen gibt, behilft man sich oft mit zwei Merkmalen: dem K√ľrzel M+S und dem Schneeflocken-Symbol.

  • M+S: steht f√ľr Matsch und Schnee. Auch Ganzjahresreifen tragen dieses K√ľrzel. Ganzjahresreifen mit M+S-Kennzeichnung sind im Prinzip Winterreifen mit Sommereignung. Sie sind auf nassen und glatten Fahrbahnen besser als Sommerreifen, zeigen oftmals Schw√§chen auf Schnee und garantieren somit keine optimalen Wintereigenschaften.
  • Gel√§ndewagen-Fahrer m√ľssen vorsichtig sein: Werksseitig tragen fast alle Reifen die M+S-Markierung! Ob das aber auch so ist, sollten Sie anhand der Merkmale pr√ľfen (siehe oben)
  • Schneeflocken-Symbol: eine kleine Schneeflocke, umrahmt von einem gezack-ten Berg (Three Peak Mountain Symbol). In den USA gibt es seit 1999 ein standardisiertes Testverfahren mit Traktionstest f√ľr Winterreifen. Ein Reifen, der dieser Pr√ľfung standh√§lt, darf das Schneeflocken-Symbol tragen. Es bleibt abzuwarten, wie sich die Rechtsprechung in Zukunft verh√§lt, wenn es wegen ungeeigneter Bereifung im Winter zu einem Unfall kommt. Da sowohl M+S-Reifen als auch das Schneeflocken-Symbol anerkannte G√ľtesiegel sind, l√§sst sich zumindest vermuten, dass man mit derart gekennzeichneten Reifen auf der sicheren Seite ist.
  • DOT-Nummer: Die in die Seitenwand des Reifens eingepr√§gte vierstellige DOT-Nummer verr√§t das Produktionsdatum der Reifen. Steht hier hinter√ā¬†„DOT“ und den zwei darauf folgenden vierstelligen Buchstabenkombinationen zum Beispiel eine 1408, bedeutet dies, dass der Reifen in der 14. Kalenderwoche des Jahres 2008 gefertigt wurde.√ā¬†Achten Sie darauf, dass bei Kauf/Verkauf von Pkw-Reifen das Produktionsdatum nicht l√§nger als f√ľnf Jahre zur√ľckliegt! Das hei√üt im Umkehrschluss, dass ein ungebrauchter Reifen – sachgem√§√üe Lagerung nat√ľrlich vorausgesetzt – bis zu f√ľnf Jahre ab Produktionsdatum noch als neuwertig gilt und insofern auch als Neureifen verkauft werden darf.

Link:
Deutsches Kraftfahrzeuggewerbe
Pro-Winterreifen

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Jeder Zehnte ist ein Blender – Lichttest 09

licht09

Aktion-Lichttest: Mehr als ein Drittel der deutschen Fahrzeuge fährt mit mangelhaftem Licht. Bild: ZDK/promotor

Guten Tag!

Heddesheim, 24. November 2009. In Deutschland fahren rund 15 Millionen Fahrzeuge mit Mängeln an der Beleuchtungsanlage Рhat der Zentralverband des Deutschen Kfz-Gewerbes (ZDK) errechnet. Vor allem im Frontbereich gibt es die meisten Mängel.

Die Bilanz des Licht-Tests 2009 f√§llt ern√ľchternd aus: Bei der Verkehrssicherheitsaktion in diesem Herbst ist die M√§ngelquote mit 37,1 Prozent erneut gestiegen (2008: 36 Prozent). Der ZDK hat die Zahlen auf den Pkw-Bestand hochgerechnet: Rund 15 Millionen Fahrzeuge sind demnach mit M√§ngeln an der Beleuchtungsanlage unterwegs.

Im Mittelpunkt der diesj√§hrigen Aktion stand die richtige Einstellung der Scheinwerfer. In den Meisterbetrieben der Kfz-Innungen wurden im Oktober nicht nur die Lichtanlagen der Fahrzeuge kostenlos √ľberpr√ľft – die Autofahrer wurden auch √ľber den Zusammenhang zwischen Scheinwerfereinstellung und mitgef√ľhrter Last informiert. Die Bilanz: Hochgerechnet sind rund vier Millionen Blender auf deutschen Stra√üen (10,2 Prozent) unterwegs.

Die meisten Mängel finden sich im Frontbereich.

Den ersten Platz in der M√§ngelstatistik des ZDK nimmt die Beleuchtung im Frontbereich ein. 15,4 Prozent der Fahrzeuge waren „ein√§ugig“ unterwegs, bei 7,9 Prozent der Fahrzeuge funktionierte kein Scheinwerfer richtig. Die r√ľckw√§rtige Beleuchtung schnitt im Vergleich zum Frontbereich besser ab. Dennoch ist die M√§ngelquote mit 9,5 Prozent im Hinblick auf die Verkehrssicherheit weiterhin zu hoch.

Fast jedes f√ľnfte Auto kam mit einem defekten Bremslicht zur Aktion. Der ZDK sieht die Ursache der hohen M√§ngelquote beim offensichtlich angesetzten Rotstift bei Service und Wartung ebenso wie in dem vergleichsweise alten Fahrzeugbestand. Die Kfz-Betriebe haben nach Angaben des Verbands hier eine Serviceleistung im Bereich von mehreren Millionen Euro erbracht.

Auch im Oktober 2010 will der Verband wieder Deutschlands größte Beleuchtungsaktion fortsetzen. Vor allem in der dunklen Jahreszeit sollten Autofahrer auf eine funktionierende Lichtanlage achten.

Der Licht-Test wird vom Deutschen Kraftfahrzeuggewerbe und der Verkehrswacht sowie Sponsoren organisiert. Der bisherige Bundesverkehrsminister Wolfgang Tiefensee hatte auch in diesem Jahr wieder die Schirmherrschaft √ľbernommen.

Folgende acht Beleuchtungspunke am Fahrzeug werden in Bezug auf Funktion und Einstellung in den Pr√ľfstellen kontrolliert und eingestellt:

  1. Fern- und Abblendlicht
  2. Nebel-, Such- und andere√ā¬†erlaubte Zusatzscheinwerfer
  3. Begrenzungs- und Parkleuchten
  4. Bremslichter
  5. Schlusslichter
  6. Warnblinkanlage
  7. Fahrtrichtungsanzeiger
  8. Nebelschlussleuchte

Link: Lichttest

Tipp:
In Heddesheim bieten unter anderem folgende Betriebe f√ľr ihre Kunden den Lichttest weiterhin kostenfrei an:
Arnold + Gr√ľterich
Rolf Breitwieser
Ralf Kimmel GmbH

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Quelle: Mit Material von ZDK

Spielt ihr Kind am Computer? Wom√∂glich online? Dann sollten Sie sofort f√ľr Sicherheit sorgen.

Guten Tag!

Heddesheim, 05. November 2009. Nein, so schlimm ist das bei uns nicht mit dem Computerspielen. Ja sicher, ab und zu geht er/sie online. Das machen doch alle. Da ist doch nichts Schlimmes dran. Ich vertrau schon darauf, dass da nichts passiert… Kennen Sie diese Aussagen? Wom√∂glich von sich selbst? Dann sollten Sie sich dringend die Zeit nehmen und die Sicherheit Ihrer Kinder und Ihrer selbst kontrollieren.

Von Peter Kröffges

Zu Weihnachten werden sehr viele Kinder in Deutschland ihren ersten Computer bekommen. Andere werden zus√§tzliche Soft- und Hardware unter dem „Gabenbaum“ finden. Verantwortliche Eltern √ľberlegen aber genau, was Sie ihren Kindern schenken.

√ÉŇďber Sinn und p√§dagogischen Nutzen von Online-Computerspielen gehen die Meinungen sehr weit auseinander. Ein Aspekt zu dieser Thematik ist unstrittig: Onlinespiele sind nicht ohne Gefahr und gerade Jugendliche / Kinder sind einem besonders hohen Risiko ausgesetzt.

Warum ein Beitrag zu diesem Thema in der Serie „Datenschutz“?

Ein Auszug aus dem Impressum eines Online-Computerspieleanbieters macht dies deutlich:
„Soweit auf unseren Seiten personenbezogene Daten (beispielsweise Name, Anschrift oder eMail-Adresse) erhoben werden, erfolgt dies soweit m√∂glich stets auf freiwilliger Basis…“Wir weisen darauf hin, dass die Daten√ľbertragung im Internet Sicherheitsl√ľcken aufweisen kann.“

Nun sollte diesem Anbieter keine böse Absicht oder gar irgendwelche kriminelle Energie unterstellt werden, aber eine gewisse Skepsis erzeugen solche Hinweise schon. Warum werden Daten erhoben, wer nutzt diese Daten und welche Ziele werden verfolgt?

Die Firma Symantec (Hersteller von Sicherheitssoftware) hat 2008 das Ergebnis einer Befragung ver√∂ffentlicht, das ein Alarmsignal f√ľr alle Eltern sein muss und Grund zur Besorgnis geben kann:

  • 83 % der Eltern √ľberpr√ľfen nicht das Surfverhalten ihrer Kinder
  • knapp ein Drittel der befragten Kinder hatten schon Kontakt zu Fremden im Internet und√ā¬†wurden nach pers√∂nlichen Informationen befragt
  • nur 12 % der Eltern erhielten von diesen Nachfragen Kenntnis

Dar√ľber hinaus gibt es „Netzwerke“ wie Sch√ľlerVZ (Sch√ľler), wer-kennt-wen (Privatpersonen) oder Xing (Gesch√§ftsleute) um nur drei Beispiele mit verschiedenen Zielgruppen zu nennen.

Vor kurzem ist Sch√ľlerVZ in die Schlagzeilen geraten, weil Unmengen von Daten der Nutzer, also Kindern, gestohlen worden sind. Ob, von wem und zu welchem Zweck diese Daten missbraucht werden k√∂nnen, ist noch unklar. Beunruhigend ist, dass die Daten gestohlen werden konnten und nicht klar ist, was „man“ damit machen kann.

Nachfolgende Tipps helfen Datenmissbrauch zu erschweren:

  • Sprechen Sie offen mit Ihren Kindern √ľber diese Thema!
  • √ÉŇďber das Computerspiel, das sie h√§ufig und gerne spielen.
  • Fragen Sie nach den Inhalten und Zielen des Spiels oder lassen Sie sich das Spiel am Besten selbst am Bildschirm zeigen.
  • Pr√ľfen Sie den Anbieter genau und informieren Sie sich im Zweifel in Fachforen oder Fachzeitschriften.
  • Fragen Sie ihre Kinder gezielt, welche Daten sie schon eingegeben haben oder welche Angaben erfragt wurden.
  • Nutzen Sie die Sicherheitseinstellungen des Computers, Installieren Sie ggf. als Erg√§nzung ein spezielles Schutzprogramm (Kindersicherung)!

Ein Schutzprogramm kann Internetseiten filtern, die Installation und Benutzung unerw√ľnschter Programme unterbinden, Benutzungszeiten protokollieren, komplette Laufwerke verstecken, √É‚Äěnderungen an den Einstellungen f√ľr Windows, den Windows Explorer, den Internet Explorer und das Netzwerk verhindern und den Zugang zur Systemuhr und der Systemsteuerung unterbinden. Gute Schutzprogramme gibt es im Fachhandel und als Download im Internet.

Weitere Informationen zum Thema „Computerspiele“ bieten unter anderem diese Informationsseiten:

www.klicksafe.de

www.rollenspielsucht.de

www.aktiv-gegen-mediensucht.de

Video: „Wo ist Klaus?

Haben Sie Ihre Daten und die Ihrer Kinder im Griff?

Guten Tag!

Heddesheim, 29. Oktober 2009. Beim Sch√ľler-Netzwerk StudiVZ sind Millionen von Daten „abgegriffen“ worden. Obwohl es sich nach einem Skandal anh√∂rt, k√∂nnte es (k)einer sein. Angeblich handelt es sich nicht um sensible Daten, so der Betreiber der VZ-Netzwerke. Ob das so ist, kann man nur beurteilen, wenn man wei√ü, was „sensibel“ hei√üt.

Sensibel sind Daten dann, wenn sie in einen Zusammenhang gebracht werden können. Eine eins und sechs einzelne Nullen bedeuten nur eine eins und sechs einzelne Nullen. Hintereinander geschrieben ergeben diese Zahlen die Zahl von einer Million oder 1.000.000 oder 1 Mio. oder 1000t, je nach Schreibweise

Auch diese Zahl ist vollkommen belanglos, solange die Bezugsgr√∂√üe fehlt. 1 Mio. Gummib√§rchen sind etwas anderes als eine Million Vorzugsaktien eines Unternehmens – wenn das pleite ist, sind die Gummib√§rchen mehr wert, wenn es der B√∂rsenstar ist, kann man unz√§hlbare Gummib√§rchen f√ľr diesen Gegenwert kaufen.

Jetzt sind vor kurzem „Millionen“ von Benutzerdaten des Sch√ľler-Netzwerkes Sch√ľlerVZ abgegriffen worden. Ist das der Skandal?

Mal ganz n√ľchtern: Daten werden schon immer „abgegriffen“ und genutzt. Jeder Kaufmann interessiert sich f√ľr die Angebote der Konkurrenz, jeder Politiker f√ľr die Meinungsumfragen oder B√ľrgerbefragungen.

Jeder Wissenschaftler arbeitet ganz selbstverständlich mit Daten Рalso mit Informationen. Je detaillierter, umso besser.

Ein Skandal wird daraus, wenn jemand einen Datenaustausch fordert und f√∂rdert und gleichzeitig Sicherheit verspricht. Wer diesem Versprechen aus welchen Gr√ľnden auch immer nicht nachkommt, wird bestraft werden – durch Misstrauen und in gewissen F√§llen auch durch die Justiz.

Genau das ist bei Sch√ľlerVZ passiert.

Wie reagieren verantwortungsbewusste Eltern? Sie kontrollieren das, was ihre Kinder bei StudiVZ so an Daten √ľber sich freigeben. Was sie in die Welt hinausschw√§tzen. Nicht auf der „Gasse“, wo Geschw√§tz nur einer oder ein paar h√∂ren, sondern im Internet, wo diese Daten „schriftlich“ dokumentiert festgehalten werden. Als Datens√§tze – die kopiert und mit anderen Daten kombiniert werden k√∂nnen.

Die Frage ist: Was tun?

Hier eine Antwort:

„Der Berufsverband der Datenschutzbeauftragten (BvD) will nach den Herbstferien an Schulen in Nordrhein-Westfalen, Bayern und Baden- W√ľrttemberg eine Aufkl√§rungskampagne starten. Dabei sollen BvD- Datenschutzexperten Verhaltensregeln zum Schutz der Daten im Netz vorstellen, wie der Verband mitteilte. Eltern und Lehrer seien h√§ufig mit dem Datenschutz √ľberfordert.“

Eltern und Lehrer sollen also h√§ufig mit dem Datenschutz √ľberfordert sein?

Ist das so? Das ist so.

So genannte „soziale Netzwerke“ wie wer-kennt-wen, xing, facebook und andere wie Sch√ľlerVZ fordern zum Datenaustausch auf. Wer bist Du, wen kennst Du, was machst Du, was interessiert Dich?

Bei wer-kennt-wen wirft die Suche nach heddesheim rund 2000 Datens√§tze aus – also Informationen √ľber 2000 Personen. Jeder, der in diesem Netzwerk eingetragen ist, gibt Informationen √ľber sich preis. Und wenn es allein die ist, dass er dort eingetragen ist. Alle Daten k√∂nnen mit anderen Daten kombiniert werden – deswegen sollte man sich sorgf√§ltig √ľberlegen – welche Daten man nicht ver√∂ffentlicht.

Bei Sch√ľlerVZ liegt der Fall anders. Hier tummeln sich Minderj√§hrige, die ihren Eltern sagen, sie gehen eben mal im Sch√ľlerVZ was gucken. Was gucken die da? Auf die Daten von anderen Minderj√§hrigen? Vielleicht – vielleicht auch nicht. Und die Kinder beginnen bereits, sich √ľber „verkn√ľpfte“ Daten auszutauschen. Die hei√üen „Gruppen“. Sie ver√∂ffentlichen Bilder von sich. Ist das in Ordnung? Viele Eltern denken sich nichts dabei.

Genau das ist das eigentliche Problem. Das hat aber nichts mit „√ÉŇďberforderung“ zu tun, sondern mit Desinteresse. Der beste Schutz vor Datenmissbrauch ist Interesse – denn das haben auch die, die die Daten „abgreifen“ und zu missbrauchen versuchen.

Das macht das Internet nicht zu einem teuflischen Medium. „Daten“, also Informationen werden schon immer kopiert und neu in Zusammenhang gebracht. Das Ergebnis ist unter anderem das Internet – mit einer bis vor zwei Jahrzehnten nicht denkbaren Informationsf√ľlle und sich daraus entwickelnden positiven Entwicklungen – aber auch negativen.

Die wichtigste Lehre aus dem j√ľngsten „Datenskandal“ ist, dass Informationsmissbrauch am besten einzud√§mmen ist, wenn man selbst gut informiert ist und f√ľr sich und andere, beispielsweise die eigenen Kinder wei√ü, was an Informationen nach au√üen gegeben werden darf und was nicht.

Der Aufruf muss lauten: Kontrollieren Sie so gut wie m√∂glich ihre eigenen Daten und vor allem die Ihrer Kinder – heutzutage reicht es nicht, nur auf der Stra√üe nach links oder rechts zu schauen – das gilt auch f√ľr das Internet.

Sich auf Datenschutzverlautbarungen Dritter zu verlassen ist mindestens grob fahrl√§ssig – heutzutage ist jeder Mensch ein „Informationspool“. Nicht immer hat man die Kontrolle √ľber seine eigenen Daten – aber man kann durch umsichtiges Verhalten trotzdem die Kontrolle behalten.

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Handylockanrufe und Viren


Guten Tag!

Heddesheim, 22. Oktober 2009. Wer vern√ľnftig ist, sch√ľtzt seinen Computer gegen Viren und Trojaner durch einschl√§gige Programme. Unsere Handys sind aber schon lange Computer und mittlerweile immer √∂fter auch im Internet unterwegs – also da, wo die Schadprogramme auf Opfer lauern.

Von Peter Kröffges

Wer sich einigerma√üen f√ľr die m√∂glichen Bedrohungen interessiert, sorgt daf√ľr, dass ein ordentlicher Virenscanner t√§glich aktualisiert den eigenen Computer sch√ľtzt. Moderne Virenscanner und Sicherheitssoftware werden installiert und das bestm√∂gliche zur Datensicherheit unternommen.

Doch droht mittlerweile immer mehr unserem Handy eine Infizierung mit Viren, W√ľrmern oder Trojanern. In Deutschland sind derzeit ca. 100 Millionen Mobiltelefone angemeldet, ein Anlass genug f√ľr m√∂gliche T√§ter diesen „Markt“ verst√§rkt ins Visier zunehmen.

Laut einer in Auftrag gegebenen Studie des Unternehmens „McAfee“ (Hersteller von Antivirenprogrammen), waren schon im Jahre 2006 bereits 83 Prozent aller Mobilfunkbetreiber von Handy-Viren betroffen. Fachleute sch√§tzen, dass heute ca. 350 bis 400 Virenprogramme f√ľr Mobiltelefone im Umlauf sind und t√§glich werden es mehr.

Wie arbeiten diese Schadprogramme?

Mit einer SMS ist die Einschleusung von Trojanern (getarntes Programm) wohl noch nicht m√∂glich, da damit nur eine begrenzte Anzahl von Textzeichen und keine ausf√ľhrbaren Programme verschickt werden k√∂nnen. Bei MMS (Multimedia Messaging Service, Versand von Dateien wie z.B. Bildern oder Musiktiteln) ist dies allerdings m√∂glich.

Auch die bei vielen modernen Handys vorhandene Schnittstelle √ľber Bluetooth (funkbasierten Ersatz f√ľr Kabelverbindungen) ist ein m√∂gliches Einfallstor f√ľr Schadprogramme.

Damit m√∂gliche T√§ter auf das Handy zugreifen k√∂nnen, muss die „transportierte“ Software noch auf dem Ger√§t installiert werden – √ā¬†gut getarnt als „Download“ f√ľr Klingelt√∂ne oder andere „coole Dinge“, wird auch die Warnung des Ger√§tes oder die erforderliche Best√§tigung zur Installation ganz leicht umgangen.

Der Handynutzer gibt mit der Einwilligung sein Einverst√§ndnis und das Schadprogramm wird in den meisten F√§llen unsichtbar f√ľr den Besitzer installiert und nimmt seine „Arbeit“ auf.

Ist ein Schadprogramm, z.B. ein Trojaner, erst einmal installiert, k√∂nnen T√§ter damit fast alle Funktionen des Handy nutzen, manipulieren und kontrollieren. Befehle auf das Handy zu schicken, SMS-Nachrichten abzufangen oder auch Fotoaufnahmen abzurufen sind f√ľr „Spezialisten“ kein ernsthaftes Problem mehr.

Wie kann der Handynutzer sich sch√ľtzen?

Ein erster wesentlicher Schutzmechanismus ist, alle m√∂glichen Sicherheitseinstellung des Mobiltelefons zu nutzen. Weiterhin sollte auf dem Mobiltelefon eine entsprechende Virenschutzsoftware installiert sein, bei modernen Mobiltelefonen bieten die Provider das gegen eine geringe Geb√ľhr im Paket an. Weiterhin sollte keine Best√§tigung („dr√ľcken Sie die Ja-Taste“) oder Installation erfolgen, die von einer unsicheren, Ihnen nicht bekannten Stelle angeboten bzw. gesendet wird.

Gesundes Misstrauen und im Zweifelsfall sicherheitshalber löschen ist ein sehr guter Basisschutz.

Stellen Sie sich die Frage, ob eine bestimmte angebotene Dienstleistung (Klingelton, Wallpaper etc.) wirklich erforderlich ist und vermeiden Sie auch mögliche Abo-Fallen oder ein Virenrisiko schon im Vorfeld.

Pr√ľfen Sie genau den Verbindungsnachweis und die Rechnung des Mobilfunkbetreibers auf Unregelm√§√üigkeiten, damit auch ihr Handy „safe“ ist und bleibt.

Post von der GEZ


Guten Tag!

Heddesheim, 15. Oktober 2009. Wenn Sie dieser Tage Post von der GEZ bekommen, hat das einen Grund: Es gibt rechtliche √É‚Äěnderungen, die die GEZ befolgen muss. Das geht auch in Ordnung. Es besteht allerdings die Gefahr, dass sich Betr√ľger diese Gesetzes√§nderung zunutze machen.

Von Peter Kröffges

Die Geb√ľhreneinzugszentrale (GEZ) bittet zurzeit viele Rundfunkteilnehmerinnen und -teilnehmer, die eine Einzugserm√§chtigung erteilt haben, ihre Daten f√ľr das Lastschriftverfahren schriftlich zu best√§tigen.

Hintergrund sind bevorstehende rechtliche √É‚Äěnderungen beim Lastschriftverfahren. Bis zum 31. Oktober dieses Jahres muss die Europ√§ische Richtlinie f√ľr Zahlungsdienste in deutsches Recht √ľberf√ľhrt werden. Diese regelt auch ein neues Lastschriftverfahren und damit auch die Einzugserm√§chtigung. Zwar wird es eine √ÉŇďbergangsperiode geben, in der die alten Einzugserm√§chtigungen von den Banken und Sparkassen noch ber√ľcksichtigt werden, aber diese Zeit ist begrenzt.

Die GEZ stellt im Internet unter der Nr. 26 weitergehende Informationen zur Verf√ľgung.√ā¬†Sollten datenschutzrechtliche Fragen auftreten, ist die Datenschutzbeauftragte der GEZ die richtige Ansprechpartnerin.

Da nicht nur die GEZ von den rechtlichen √É‚Äěnderungen im Lastschriftverfahren betroffen ist, wird voraussichtlich bald auch andere Institutionen ihre Kundschaft anschreiben.

Achtung:
Pr√ľfen Sie sorgf√§ltig, ob tats√§chlich eine Einzugserm√§chtigung erteilt wurde, bevor Sie eigenen Daten best√§tigen. Leider sind, auch aus „illegalen Quellen“ (Datenskandale der Vergangenheit) immer noch zahlreiche Kontodaten im Umlauf und es kann nicht ausgeschlossen werden, dass auch Personen oder Unternehmen mit betr√ľgerischer Absicht Best√§tigungsschreiben versenden.

Pr√ľfen Sie regelm√§√üig und in kurzen Abst√§nden die Kontobewegungen (Ausz√ľge) auf Unregelm√§√üigkeiten, veranlassen Sie zeitnah erforderliche R√ľckbuchungen.

Interneteinkauf. Verschl√ľsseln mindert das Risiko. Teil 2 – Von Peter Kr√∂ffges


Guten Tag!

Heddesheim, 08. Oktober 2009. „Es wird sicher gut gehen“, ist die falsche Einstellung, wenn Sie ins Internet gehen. Gerade bei der √ÉŇďbermittlung sensibler Daten, beispielsweise Kontonummer und Passw√∂rter, sollte die Verbindung verschl√ľsselt erfolgen.

Von Peter Kröffges

Die Erl√§uterung von Verschl√ľsselungstechniken gestaltet sich deshalb schwierig, weil sich grunds√§tzlich eine fachlich und begrifflich tiefgehende Erkl√§rung kaum vermeiden l√§sst. Dieser Beitrag soll Sie f√ľr die Thematik sensibilisieren und anhand eines Beispieles zeigen, worauf Sie achten sollten.

Bei vielen Online-Anbietern wird ein Hinweis gegeben, den kaum ein „Otto-Normalverbraucher“ versteht. Ein Beispiel ist der nachstehende Bestellhinweis f√ľr eine Fahrkartenbestellung:

„Der Online Bestellvorgang wird mittels eines sicheren Protokolls (HTTPS) abgewickelt. Hierbei werden die Daten √ľber SSL verschl√ľsselt.“

Was bedeutet dieser Hinweis, was versteht man unter einer Verschl√ľsselung?

Verschl√ľsselungen sind kryptographische Verfahren , die daf√ľr sorgen sollen, dass nur die vorgesehenen Empf√§nger einer Nachricht diese verstehen k√∂nnen. Das Wort Kryptograhie kommt aus dem Griechischen und hei√üt soviel wie „verborgen schreiben“.

Der Begriff SSL steht f√ľr „Secure Sockets Layer“. Es handelt sich um eine von diversen Verschl√ľsselungstechniken, die bei der √ÉŇďbertragung von Daten im Internet genutzt werden. Streng genommen wurde die SSL Verschl√ľsselung mittlerweile weiterentwickelt und durch TLS, Transport Layer Security, abgel√∂st.

Allerdings konnte sich die neue Bezeichnung im allgemeinen Sprachgebrauch noch nicht etablieren. SSL wird oft eingesetzt, um Verbindungen ohne eigene Absicherung gegen den Zugriff Dritter zu sch√ľtzen und eine gesicherte Internetverbindung zu gew√§hrleisten. Au√üerdem ist die SSL Verschl√ľsselung sehr flexibel, da sie erweiterbar und somit gleichzeitig zukunftssicher ist.

Das SSL Protokoll setzt sich aus zwei Schichten zusammen, dem SSL Record- und dem SSL Handshake Protocol. Die Aufgabe des SSL Record Protocols ist die Absicherung der Internet-Verbindung. Das SSL Handshake Protokoll dient zur Identifizierung und nat√ľrlich auch zur Authentifizierung.

Die SSL-Verschl√ľsselungstechnologie wird heute in der Regel zusammen mit Hyper Text Transfer Protocol Secure (HTTPS) eingesetzt.

Darauf sollten Sie achten, wenn Sie eine sichere Daten√ľbertragung nutzen m√∂chten:

  • Eine SSL-Verbindung kann am ersten Teil der URL (stellt die Adresse einer Internet Ressource dar) erkannt werden. Diese √§ndert sich dann von „http://“ in „https://“.√ā¬†Das „s“ muss angezeigt werden!
  • Ein weiteres Signal ist das „geschlossene Schloss“ in der unteren Iconleiste Ihres Browsers.

Nutzen Sie nur verschl√ľsselte Verbindungen zum Datentransport, speziell bei Bank- und pers√∂nlichen vertraulichen Daten!

Porträt Peter Kröffges


Guten Tag!

Heddesheim, 01. Oktober 2009. Das heddesheimblog hat heute eine neue Serie zu Datenschutz- und Sicherheitsthemen gestartet. Die Beiträge kommen aus der Redaktion und von unserem Autoren Peter Kröffges, den wir kurz vorstellen.

Peter Kröffges ist Unternehmensberater und lebt in Heddesheim. Seine Schwerpunkte sind Sicherheitsthemen sowie Qualitätsmanagement.

kroffges

Peter Kr√∂ffges schreibt beim heddesheimblog √ľber Datenschutz und Sicherheitsthemen. Bild: privat

Seine Qualifikationen sind: Staatlich gepr√ľfter Betriebswirt, Werkschutzmeister (IHK), Fachkraft f√ľr Arbeitssicherheit (VBG), QM-Auditor, QMF, QMB (T√ÉŇďV), Datenschutzbeauftragter (T√ÉŇďV).

Link: Kröffges Consulting

Redaktion heddesheimblog

Internet Einkauf Teil 1 – So vermeiden Sie Gefahren und Risiken


Guten Tag!

Heddesheim, 01. Oktober 2009. Das heddesheimblog startet heute eine neue Artikelserie zu Datenschutz- und Sicherheitsthemen. Daf√ľr konnte die Redaktion den Sicherheitsexperten Peter Kr√∂ffges als Autoren gewinnen.

Von Peter Kröffges

Einkaufen im Internet (Online-Shopping) ist f√ľr viele Verbraucher nicht mehr wegzudenken. Die Vorteile liegen auf der Hand: Erstens ist es bequem von zu Hause aus einzukaufen und zweitens lassen sich oft deutliche preisliche Vorteile erzielen – egal, ob man etwas ersteigert oder direkt kauft.

Dennoch gibt es auch und gerade beim Online-Shopping viele Gefahren und Risiken, die von den e-commerce-Kunden unterschätzt werden.

Die j√ľngste Vergangenheit zeigt, dass dubiose Anbieter auch vor Straftaten nicht zur√ľckschrecken und aus reiner Profitgier die Verbraucher t√§uschen.

Betrugsdelikte, Verstöße gegen Urheber-, Marken und Wettbewerbsrechte, Fälschungsdelikte, Hehlerei und nicht zuletzt die Verstöße gegen das Datenschutzrecht stellen nur einen kleinen Auszug der strafbaren Handlung dar.

Auch seriöse Anbieter (z.B. bei Versteigerungen) können sich nur bedingt gegen die Tricks der Täter absichern. Einige Beispiele sind Vorkassezahlungen, falsche Treuhänder, Verpackungs- und Gehäusemanipulationen, Versandkosten- und Preistreibertäuschungen, Bewertungsmanipulationen, gebrauchte Ware als Neu anbieten und noch viele weitere Täuschungen.

Welche Möglichkeiten haben Sie, trotzdem sicher Online einzukaufen?

Ohne in die technischen Details, welche sich wirklich auch nur wenigen Fachleuten erschlie√üen, einsteigen zu m√ľssen gibt es grunds√§tzliche Ma√ünahmen die jeder Verbraucher treffen kann:

1. Richten Sie auf ihrem Computer eine guten Basisschutz ein!
(Virenscanner mit Echtzeitschutz, Firewall, Einstellungen im Browser)

2. Bevor Sie Online-Shopping betreiben, informieren Sie sich ausf√ľhrlich √ľber das anbietende Unternehmen.
(Fachzeitschriften, Verbraucherschutzverbände, Foren im Internet, etc.)

3. Achten Sie auf eine verschl√ľsselte Daten√ľbertragung.
(Verschl√ľsselungsverfahren „SSL“. Dazu ver√∂ffentlichen wir einen eigenen Beitrag in der kommenden Woche.)

4. Wenn möglich zahlen Sie niemals per Vorkasse !
(Zahlung besser nach Rechnungserhalt, viele Unternehmen bieten das an.)

5. Pr√ľfen Sie sorgf√§ltig die Allgemeinen Gesch√§fts-, Liefer-, Garantie- und
Gewährleistungsbedingungen. Ermitteln Sie die Identität und Anschrift des Anbieters.

6. Seien Sie sehr sensibel bei der √ÉŇďbermittlung von Bankdaten und pers√∂nlichen Daten!

Viele Verbraucherschutzverbände bieten hier Informationsschriften, Merkblätter und weitergehende Informationen an.

Link: Verbraucherzentrale

Nutzen Sie die Informationsm√∂glichkeit, bevor Sie auf Betr√ľger reinfallen!

Link: homepage des Autors