Montag, 25. September 2017

W├Ąhrend Sanierung des Carl-Benz-Gymnasiums

Neuer Schulbushalt in Ladenburg

Ladenburg, 16. Juni 2014. (red/pm) Seit vergangener Woche wird das Hauptgeb├Ąude des Carl-Benz-Gymnasiums vollst├Ąndig saniert und ausgebaut. F├╝r den Zeitraum vom 23. Juni 2014 bis Ende der Sommerferien 2015 werden dann rund 850 Sch├╝lerinnen und Sch├╝ler in den R├Ąumlichkeiten der alten Martinsschule unterrichtet. [Weiterlesen…]

Generation 60+ im Stra├čenverkehr: Medikamente und k├Ârperliche Defizite h├Ąufig Unfallursache

Senioren sind nicht automatisch ein Verkehrsrisiko

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Archivbild

 

Rhein-Neckar, 30. April 2013. (red/ae/aw) Wer F├╝hrerschein und Auto besitzt, ist mobil, unabh├Ąngig – und diese Unabh├Ąngigkeit wird ungern wieder aufgegeben. Denn Mobilit├Ąt bedeutet Lebensqualit├Ąt. Dies gilt auch f├╝r Seniorinnen und Senioren. Doch ab wann ist man zu alt zum Autofahren und sollte die Autoschl├╝ssel lieber liegen lassen? Erst gestern verursachte ein 82-j├Ąhriger Falschfahrer auf der A81 einen Unfall. Er und ein 40 Jahre alter Mann kamen dabei ums Leben. Statistiken zeigen: Es gibt mehr ├Ąltere Teilnehmer im Stra├čenverkehr, doch ein erh├Âhtes Risiko f├╝r Unf├Ąlle gibt es deshalb nicht unbedingt. [Weiterlesen…]

Eine Studie gibt Einblick, welche B├╝rger protestieren und Beteiligung verlangen

Zeit, Wissen und eine gut gef├╝llte Kriegskasse

Die B├╝rgerinitiative zum Erhalt der Breitwiesen bei der ├ťbergabe von mehr als 5.000 ├ťberschriften. Der Lohn: Der B├╝rgerentscheid am 22. September 2013. Ganz links: OB Bernhard, Mitte: Fritz Pfrang.

 

Weinheim/Heddesheim/Ilvesheim/Ladenburg/Rhein-Neckar, 07. M├Ąrz 2013. (red/zef/tegernseerstimme.de) Egal, ob die aktuellen Debatte um den Neubau der Neckarbr├╝cke an der L597 oder die Proteste gegen den Bau eines Logistiklagers der Firma Pfenning in Heddesheim oder die Auseinandersetzung um die Weinheimer Breitwiesen. Schaut man sich die Ver├Ąnderungen der letzten Jahre in der Lokalpolitik an, wird eines offensichtlich: Es gibt vermehrt Protest. Die spannende Frage, die sich dahinter verbirgt: Wer sind die B├╝rger, die protestieren und was bezwecken sie? [Weiterlesen…]

Geprothmannt

Stuttgart21: Falsche Zitate? Falsche Berichte? Falsches Spiel!

Initiativen und B├╝rgermeister aus Ilvesheim, Seckenheim und Edingen-Neckarhausen ├╝berreichten Ende Oktober im Beisein von Abgeordneten ihre Unterschriftenlisten an Verkehrsminister Hermann. Foto: privat

 

Rhein-Neckar, 12. November 2012. (red/pro) Stuttgart21 l├Ąsst das Land nicht zur Ruhe kommen und bleibt Konfliktthema Nummer 1. Aktuell haben sich der SPD-Fraktionsvorsitzende Claus Schmiedel (Wahlkreis Ludwigsburg) sowie seine Stellvertreterin Rosa Gr├╝nstein (Wahlkreis Schwetzingen) f├╝r eine weitere Kosten├╝bernahme f├╝r den Bahnhofsbau am Flughafen Stuttgart ausgesprochen – der soll 224 Millionen Euro teurer werden. Notfalls w├╝rde die SPD mit der Opposition daf├╝r stimmen, berichteten die Stuttgarter Nachrichten. Nach unseren Informationen f├╝hlen sich die SPD-Politiker falsch zitiert.

Von Hardy Prothmann

Die Stuttgarter Nachrichten haben am Wochenende f├╝r eine Sensation gesorgt. Angeblich ├╝berlege die SPD, einen neuen Finanztopf aufzumachen, um weitere 224 Millionen Euro zu finanzieren, die der Bau des Bahnhofs am Flughafen nach neuen Pl├Ąnen (Filderdialog) teurer werden w├╝rde. Und notfalls w├╝rde man zusammen mit CDU und FDP daf├╝r stimmen, wird Frau Gr├╝nstein zitiert:

Bei den teuren ├änderungen am Flughafen k├Ânne es ÔÇ×eine Mehrheit ohne die Gr├╝nen gebenÔÇť. CDU und FDP haben ihre Arme f├╝r die Sozialdemokraten bereits ausgebreitet.

Und auch der 2009 durch den Stuttgarter Gemeinderat getroffene Beschluss, weitere Kosten├╝bernahmen nur durch einen B├╝rgerentscheid genehmigen zu lassen, sei durch einen neuen Beschluss zu kippen. Zuvor berichtete die konservative Frankfurter Allgemeine Zeitung am 08. November zum Thema und zitiert Herrn Schmiedel:

Es handelt sich um eine qualitative Abweichung von den bisherigen Pl├Ąnen, das hat mit Risiko nichts zu tun. Der bessere Filderbahnhof ist das Ergebnis eines ma├čgeblich von den Gr├╝nen betriebenen B├╝rgerdialogs. Die Gr├╝nen m├╝ssen nun entscheiden, ob der nur eine Fata Morgana war.

Z├╝ndstoff

Das Thema hat f├╝r ordentlich Z├╝ndstoff am Wochenende gesorgt und heute Nachmittag wurde zur├╝ckgerudert. Angeblich sei Frau Gr├╝nstein vom Journalisten Konstantin Schwarz in eine „Falle gelockt“ worden, wurde uns zugetragen. Angeblich gebe es ├╝berhaupt keine Absichten seitens der SPD vom verbindlich im Koalitionsvertrag vereinbarten Kostendeckel von 4,5 Milliarden Euro abzuweichen.

Was nun? Hat die Zeitung Frau Schwarz falsch zitiert oder wollte die SPD einfach nur mal ein bischen die Muskeln spielen lassen und den Koalitionspartner ├Ąrgern? Beides ist vorstellbar, letzteres vor allem, weil jeder Kenner der politischen Szene wei├č, dass die SPD ihren Wahlverlust und die „Juniorpartnerschaft“ noch l├Ąngst nicht verkraftet hat.

Frage der Ehre

Was fehlt, ist eine ├äu├čerung vom stellvertretenden Ministerpr├Ąsidenten und Minister f├╝r Finanzen und Wirtschaft, Nils Schmid. Auch ein Schweigen kann beredsam sein. Ist es vorstellbar, dass die Fraktionsvorsitzenden ohne sein Wissen diesen Vorsto├č gemacht haben? Auch das w├╝rde B├Ąnde ├╝ber den Zustand der SPD sprechen.

Die Koalitionspartner werden gut daran tun den Ball flach zu halten. Aber dann sind da noch die Stuttgarter Nachrichten und der Journalist Konstantin Schwarz. Wenn die Zeitung nicht mehr nachlegt, muss man davon ausgehen, dass sie wieder mal falsch berichtet hat und weiter im Sinne konservativer Kreise das Feuer sch├╝rt, um die Koalition zu besch├Ądigen und die „Finanzierungsw├╝nsche“ gewisser Lobbygruppen zu st├╝tzen. F├╝r die Zeitung w├Ąre das ein journalistisches Armutszeugnis.

Wenn die Zeitung aber nachlegen und belegen kann, dass die SPD den Sondertopf und eventuell auch eine Abstimmung mit der Opposition plant, dann w├╝rde alles daraufhin deuten, dass diese Koalition instabiler ist als ein kollabierendes Kernkraftwerk.

Interessenfragen

Die Frage ist, wer daran Interesse haben k├Ânnte. Selbstverst├Ąndlich die Oppositionsparteien, die medial immer noch sehr gut vernetzt sind und hier ihre Botschaften unterbringen k├Ânnen und seien sie auch noch so dumm und utopisch.

Die SPD, weil sie eigentlich nicht der kleine Partner der Gr├╝nen sein will, sondern wenn schon Junior, dann doch lieber mit der CDU.

Wer auch immer welche Ziele verfolgt, hat die Gr├╝nen im Visier.

Wer ├╝berhaupt kein Interesse daran haben kann, sind die B├╝rgerinnen und B├╝rger. Denn die wissen langsam nicht mehr, auf wen man sich noch verlassen kann. Die alte CDU/FDP-Regierung hat dem Land einen desolaten Haushalt hinterlassen. Zeitungen wie die Stuttgarter Nachrichten und die Stuttgarter Zeitung haben sich zu willigen Unterst├╝tzern von Lobbyisten machen lassen und eine kritische Berichterstattung zu Stuttgart21 nicht nur nicht „├╝bersehen“, sondern gezielt nicht gemacht – denn sie sind Teil des alten korrupten Systems. (Lesetipp! stern: „Fahrt auf schw├Ąbischem Filz„)

Zerst├Ârte Hoffnungen

Ob die SPD-Fraktionsvorsitzenden nun falsch zitiert worden sind, ist eine wichtige Frage und die SPD-W├Ąhlerinnen und -W├Ąhler und vor allem alle B├╝rgerinnen und B├╝rger werden genau darauf achten, ob es ein offizielles Dementi gibt. Denn es ist eine Frage der Ehre, ob man sich bei derart wichtigen Projekten falsch zitieren l├Ąsst und nicht darauf reagiert.

Die SPD-Abgeordneten in unserem Berichtsgebiet haben sich f├╝r Verkehrsprojekte in der Region stark gemacht, ob f├╝r die Neckarbr├╝cke Ilvesheim/Edingen-Neckarhausen oder die Ortsumgehung Heddesheim oder, oder, oder. Wenn die Landes-SPD nun nochmals 224 Millionen Euro f├╝r Stuttgart21 nachschie├čen wollten, hie├če das, dass alle Hoffnung f├╝r auch nur eines der Projekte hier und sonstwo im Land zerst├Ârt w├Ąre.

Was also ist falsch? Das Zitat, die Berichterstattung oder das Spiel?

Drei Gastst├Ątten geschlossen

Gastst├Ąttenkontrollen in Seckenheim, Ladenburg und Heddesheim

Seckenheim/Ladenburg/Heddesheim, 15. Oktober 2012. (red/pol) Am Donnerstag, den 11. Oktober, in der Zeit zwischen 12.00 Uhr und 22.30 Uhr, f├╝hrte das Polizeirevier Ladenburg gemeinsam mit der Stadt Mannheim, Fachbereich Sicherheit und Ordnung, dem Landratsamt Rhein-Neckar-Kreis sowie dem Zollamt Heidelberg, Finanzkontrolle Schwarzarbeit, im Mannheimer Stadtteil Seckenheim sowie in den zum Rhein-Neckar-Kreis geh├Ârenden Gemeinden Ladenburg und Heddesheim einen Sondereinsatz zur Bek├Ąmpfung der illegalen Besch├Ąftigung und zur ├ťberpr├╝fung gastst├Ątten-, gewerbe- und lebensmittelrechtlicher Bestimmungen durch.

Information des Polizeipr├Ąsidiums Mannheim:

„Mehrfach wurde festgestellt, dass bei den aufgestellten Geldspielautomaten die beh├Ârdliche Zulassung fehlte oder abgelaufen war (Seckenheim, Ladenburg, Heddesheim). Ferner waren in einigen Lokalen nicht gen├╝gend Feuerl├Âscher vorhanden. Auch dies wird zu Nachkontrollen durch die zust├Ąndigen Beh├Ârden f├╝hren.

Zu guter Letzt dr├╝ckte eine Bedienung den Beamten noch einen gef├Ąlschten 50 ÔéČ-Schein in die Hand, den ihr ein Unbekannter bereits vor ein paar Tagen beim Bezahlen ÔÇ×angedrehtÔÇť hatte. Der ÔÇ×Falsche FuffzigerÔÇť wurde sichergestellt und dem zust├Ąndigen Fachdezernat der Kriminalpolizei zur weiteren Bearbeitung ├╝bergeben.

Ladenburg

Dem zweiten Wirt wurde bereits vor geraumer Zeit die Konzession entzogen, was ihn jedoch nicht daran hinderte, sein Lokal weiterhin zu ├Âffnen. Als Folge muss er mit einem empfindlichen Bu├čgeld rechnen. Seine Gastst├Ątte wurde sofort geschlossen. Kurz darauf wurde in einem weiteren, vor kurzem er├Âffneten Imbiss festgestellt, dass erhebliche bauliche M├Ąngel vorliegen. Die Inhaberin lie├č sich zur ÔÇ×freiwilligenÔÇť Schlie├čung ÔÇ×├╝berredenÔÇť.

Die Beamten der Lebensmittel├╝berwachung konnten bei den Kontrollen eine Reihe von Hygienem├Ąngeln feststellen, die zum Teil mit Verwarnungen vor Ort, M├Ąngelberichten bis hin zum Erlass verwaltungsrechtlicher Verf├╝gungen zur Beseitigung der M├Ąngel abgegolten wurden.

In einem Fall war zur weiteren Untersuchung eine Lebensmittelprobe vor Ort erforderlich. Bei der ├ťberpr├╝fung der Mitarbeiter besteht in einem Fall der Verdacht, dass ein Gastwirt mehrere Mitarbeiter ohne Arbeitserlaubnis besch├Ąftigt hat. Sollte sich der Verdacht bei den weiteren Ermittlungen erh├Ąrten, muss der Betreiber der Gastst├Ątte mit einem empfindlichen Bu├čgeld rechnen (Ladenburg).

Weiterhin wird in einem Fall wegen des Verdachts auf Leistungsmissbrauch und mehrere kleinere Verst├Â├če gegen verschiedene Sozialvorschriften ermittelt.

Heddesheim

Bei den ├ťberpr├╝fungen wurden auch mehrere ÔÇ×RaucherlokaleÔÇť kontrolliert. Aufgrund der vorhandenen Speisekarten ergab sich der Verdacht, dass dort warme Speisen zubereitet und abgegeben werden, was jedoch nach dem Nichtraucherschutzgesetz nicht erlaubt ist. Die Betreiber wurden eindringlich auf die gesetzlichen Vorschriften hingewiesen. In einer Raucherkneipe hielt sich ein Minderj├Ąhriger auf, obwohl der Zutritt erst ab 18 Jahren erlaubt ist, sodass hier ebenfalls ein Bu├čgeld folgen wird.

Seckenheim

Drei Gastst├Ątten mussten nach der Kontrolle aus den unterschiedlichsten Gr├╝nden schlie├čen: Der erste Wirt hatte zwei Gastst├Ątten unter seinem Namen angemeldet, wollte sich aber anscheinend die Personalkosten sparen und in beiden Lokalen die Aufsicht ├╝bernehmen. Dies ist aber nach dem Gastst├Ąttenrecht nicht m├Âglich, sodass der Mann gezwungen war, eine Lokalit├Ąt zu schlie├čen (Mannheim-Seckenheim).

In dem zehn Stunden dauernden Einsatz unter Beteiligung von f├╝nf Beamten des Polizeireviers Ladenburg, der Polizeiposten Mannheim-Seckenheim und Heddesheim sowie sieben Beamten der o.g. Beh├Ârden wurden insgesamt 14 Gastst├Ątten und 29 Personen ├╝berpr├╝ft. Weitere Kontrollen dieser Art werden auch zuk├╝nftig stattfinden.“

Festwochenende: Polizeirevier Ladenburg im Gro├čeinsatz


Der BdS l├Ądt am Wochenende zu "Ladenburg bewegt" ein. Bild: ladenburgblog.de

Guten Tag!

Heddesheim/Ladenburg/Seckenheim, 24. Juni 2011. Am Wochenende wird das Polizeirevier Ladenburg viel zu tun haben – in Heddesheim und Seckenheim ist Stra├čenfest, Ladenburg wird vom BdS „bewegt“ und „tafelt“. Die Polizei appelliert an die Vernuft – vor allem der Stra├čenfestbesucher. F├╝r Ladenburg sieht man die Einsatzlage „entspannt“.

Von Hardy Prothmann

Reinhold Dionysius ist entspannt: „Ich gehe davon aus, dass sich unser Konzept bew├Ąhrt“, sagt der Leiter des Heddesheimer Polizeipostens. Eigentlich ist der Posten mit drei Personen besetzt: „Vor allem am Samstagabend sind wir doch ein paar mehr – wie viele kann ich aus einsatztaktischen Gr├╝nden nicht sagen“, erkl├Ąrt Dionysius, der den Einsatz leiten wird.

Wenn das Stra├čenfest am Vormittag startet, wird der Polizeihauptkommissar alleine „pr├Ąsent“ sein. Am sp├Ąteren Nachmittag kommen Kollegen aus Ladenburg und Mannheim dazu: „Dann werden die Kollegen in Teams das Stra├čenfest bestreifen. Wir zeigen Pr├Ąsenz, aber zur├╝ckhaltend, die Leute wollen und sollen ja feiern k├Ânnen.“

Alkohol bei Jugendlichen im Blick

Trotzdem wird die Polizei ein sehr wachsames Auge auf den Alkoholkonsum haben: „Eins ist klar: In Sachen ├╝berm├Ą├čigem Alkoholgenuss, vor allem bei Jugendlichen werden wir sehr genau hinschauen.“

Und auch die Standbetreiber sind im Blick: „Wir haben in der Vorbereitung sehr deutlich darauf hingewiesen, dass die Betreiber angehalten sind, stark alkoholisierten Personen keine weiteren alkoholhaltigen Getr├Ąnke auszuschenken und sehr genau darauf zu achten, was an Jugendliche ausgeschenkt wird.“ Der umg├Ąngliche Polizist will trotz aller Freundlichkeit keinen Zweifel lassen: „Sollten wir Verst├Â├če feststellen, ergreifen wird geeignete Ma├čnahmen.“

Pr├Ąventiv und deeskalierend

Aus Sicht der Polizei will diese das Stra├čenfest nur begleiten: „Unser Ansatz ist pr├Ąventiv und deeskalierend. Wir suchen das Gespr├Ąch, kl├Ąren auf, werden aber auch Alkoholgetr├Ąnke abnehmen, wenn diese nicht zum Alter der Jugendlichen passen.“ Und wenn nun ein 18-j├Ąhriger beispielsweise Schnaps „besitzt“? „Das h├Ąngt vom Einzelfall ab – klar darf der Vollj├Ąhrige den Schnaps haben und trinken. Wenn wir allerdings den Eindruck haben, dass jemand solche Getr├Ąnke an Minderj├Ąhrige weitergibt, werden wir das unterbinden.“

Das Stra├čenfest Heddesheim 2010 verlief friedlich - so soll es auch dieses Jahr sein.

Rucksackkontrollen k├Ânnen auch stattfinden, „aber nur im Verdachtsfall“. Wer negativ auff├Ąllt, riskiert einen Platzverweis. „Insgesamt hoffen wir auf ein vern├╝nftiges Verhalten der Festteilnehmer, dann mischen wir uns auch nicht ein“, sagt Dionysius. „Als Privatmann kann ich jeden verstehen, der gerne feiern m├Âchte und habe gar nichts dagegen. Als Polizeibeamter habe ich die ├Âffentliche Ordnung und den Schutz aller G├Ąste im Blick. ├â┼ôberm├Ą├čiger Alkoholgenuss ist leider oft Ursache f├╝r Sachbesch├Ądigungen oder Gewalt. Ich appelliere daher an die Vernunft jedes einzelnen, auf sich und seine Freunde zu achten und an die Vereine, verantwortungsvoll zu handeln.“

Ausw├Ąrtige G├Ąste?

Ein weiteres „Problem“ ist identifiziert. In K├Ąfertal entf├Ąllt eine Veranstaltung. F├╝r Heddesheim und Seckenheim rechnet die Polizei deshalb eventuell mit zus├Ątzlichen G├Ąsten „von au├čerhalb“ – in der Vergangenheit hat es dabei m├Ąchtig ├âÔÇ×rger gegeben: „Wir haben das im Blick, sind darauf eingestellt und werden fr├╝hzeitig reagieren“, sagt Michael Frank, Leiter des Seckenheimer Postens.

In Seckenheim wird mehr oder weniger dasselbe Konzept wie in Heddesheim zum Tragen kommen.

Alkohol-Scouts in Seckenheim

Allerdings setzt man hier von kommunaler Seite und durch die Vereine selbst auf zus├Ątzliche Pr├Ąvention. „Alkohol-Scouts“, ehrenamtliche Mitarbeiter „bestreifen“ zus├Ątzlich das Fest und sprechen vor allem Jugendliche gezielt an. Instruiert werden die Helfer durch Roland Matzke von der Kriminalpr├Ąvention und der Sucht-Expertin Astrid Zapf-Freudenberg, die wei├č, dass solche Ansprachen nicht jeden Missbrauch verhindern k├Ânnen, aber eine deutliche Reduzierung herbeif├╝hren. (Lesen Sie dazu unter Interview mit Astrid Zapf-Freudenberg: Das Thema Alkoholmissbrauch wird immer j├╝nger.)

Besonders aufmerksam wird die Polizei ab 22:00 Uhr werden: „Es wird dunkel, es wurde schon getrunken, da werden wir besonders achtsam sein m├╝ssen“, sagt Reinhold Dionysius, der damit rechnet, dass „wir eventuell bis 03:00 Uhr im Einsatz sein werden“. Das Fest geht offiziell zwar nur bis um 01:00 Uhr, „aber bis sich alles verlaufen hat und wir mit Kehraus fertig sind, dauert das erfahrungsgem├Ą├č noch etwas.“

Entspannte Lage in Ladenburg

F├╝r Ladenburg sieht Revierleiter Frank Hartmannsgruber eine entspannte Lage: „Das Publikum wird deutlich ├Ąlter sein als bei den Stra├čenfesten und wir rechnen nicht damit, dass wir hier gro├č gefordert werden.“

Der Bund der Selbst├Ąndigen pr├Ąsentiert 40 teilnehmende Betriebe mit „Ladenburg bewegt“ und die Gestronomen laden zu „Ladenburg tafelt“ ein – am Abend wird es auf dem Marktplatz zwar auch Live-Musik geben und damit Partystimmung aufkommen, aber ganz entspannt: „Vergangenes Jahr hatten wir eine fast karibische Atmosph├Ąre auf dem Marktplatz mit einem „lauen L├╝ftchen“, toller Musik und ganz entspannten G├Ąsten – da freu ich mich schon wieder drauf“, sagt Andreas Knoth, Betreiber des Kaffeehaus Ladenburg.

Der Polizeirat Hartmannsgruber, der seit Oktober 2009 das Revier in Ladenburg leitet, war seitdem fast immer bei Gro├čveranstaltungen pr├Ąsent, um sein Revier kennenzulernen – und um sein F├╝hrungskonzept umzusetzen. Er ist mit der Arbeit seiner Beamten sehr zufrieden und nimmt sich deshalb frei: „Meine Kollegen Dionysius und Frank sind erfahrene Polizisten und ich wei├č die Eins├Ątze in guten H├Ąnden.“

Polizei: Sieben neue auf einen Streich


Ladenburg/Edingen-Neckarhausen/Heddesheim/Ilvesheim/Seckenheim, 04. Mai 2011. (red) Beim Polizeirevier Ladenburg arbeiten sieben neue Polizeibeamte. F├╝nf davon wurden gestern im Rathaus vom B├╝rgermeister empfangen – zwei ruhten sich von der Nachtschicht aus. Die „Neuzug├Ąnge“ erwartet ein spannendes Revier – nicht so sehr, weil es hier so viele „b├Âse Buben“ g├Ąbe, sondern, weil es vielf├Ąltige Aufgabenstellungen gibt. Und dazu ein modern gef├╝hrtes Revier.

Von Hardy Prothmann

B├╝rgermeister Rainer Ziegler empfing gestern eine Polizistin und vier Polizisten im Rathaus – stellvertretend f├╝r die anderen B├╝rgermeister des Einzugsgebiets des Ladenburger Polizeireviers (Edingen-Neckarhausen, Heddesheim, Ladenburg, Seckenheim, Ilvesheim). Zwei der insgesamt sieben „Neuzug├Ąnge“ hatten Nachtschicht gehabt und waren deshalb nicht zugegen.

Gute Zusammenarbeit

Der B├╝rgermeister betonte die enge und gute Zusammenarbeit der Stadt, dem kommunalen Vollzugsdienst, der Jugendarbeit und der Polizei und deren wichtige Aufgabe innerhalb der Kommunen.

Im Vergleich zu einer Gro├čstadt wie Mannheim ist der Revierbereich eher „ein ruhiges Pflaster“ (siehe Kriminalit├Ątsbericht). Aber nat├╝rlich gibt es f├╝r die Polizisten hier vielf├Ąltige Aufgaben zu erledigen, angefangen beim Verkehr, ├╝ber Eins├Ątze bei den vielen Veranstaltungen in Ladenburg bis hin zur Aufkl├Ąrung von Straftaten, die nat├╝rlich auch in Ladenburg und anderen Kommunen begangen werden.

Die neuen Beamten ersetzen Kollegen, die pensioniert worden sind oder nun in anderen Dienststellen arbeiten. Unterm Strich verst├Ąrken sie aber das Revier mit einer Stelle. Aktuell gibt es 68 besetzte Haushaltsstellen im Revier (zuvor 67, bei 71 Sollst├Ąrke). Zus├Ątzlich sind beim Revier auch immer Praktikanten t├Ątig, aktuell drei.

F├╝nf der sieben neuen Kollegen wurden durch den "Chef", Frank Hartmannsgruber (2. v. r.) vorgestellt und von B├╝rgermeister Ziegler (1.v.r.) empfangen.

„Die neuen Beamten kommen ausnahmslos aus dem Raum“, sagt Revierleiter Frank Hartmannsgruber. Das erleichtert f├╝r die neuen nat├╝rlich „die Orientierung“. Alle waren auch beim vergangenen Einsatz zur „Walspurgisnacht“ beteilgt.

Einige haben bereits am 01. M├Ąrz begonnen, die meisten am 01. April 2011. „Mich freut pers├Ânlich, dass die Kollegen jung sind, das wird sich positiv auswirken“, sagt Herr Hartmannsgruber. Das Alter liegt zwischen Ende 20 und Mitte 30.

Frank Hartmannsgruber bei seinem Amtsantritt 2009. Archivbild: ladenburgblog.de

Junge Kollegen – junger Chef.

Das k├Ânnte er auch ├╝ber sich sagen. Als Frank Hartmannsgruber Ende 2009 das Revier als Leiter ├╝bernommen hat, war er 35 Jahre alt. Er hat im „mittleren Dienst“ begonnen und sich „hochgeschafft“, zwei Studien absolviert und ist heute Polizeirat. Ein Leistungstr├Ąger, der viel von sich und mit Sicherheit auch von seinen Kollegen erwartet.

Kein Gro├čeinsatz findet ohne seine Beteiligung statt. Oft leitet er die Eins├Ątze, gibt aber auch die Verantwortung ab, beispielsweise zur Zeit h├Ąufig an seinen Stellvertreter Steffen Hildebrand, der im Rahmen seiner Ausbildung als F├╝hrungskraft noch bis September 2011 in Ladenburg Erfahrung sammeln soll, bis der eigentliche Stellvertreter, Walter Berka, zur├╝ckkommt. Herr Berka verst├Ąrkt zur Zeit die Pressestelle des Polizeipr├Ąsidiums in Mannheim.

Modern gef├╝hrtes Revier.

Die Neuzug├Ąnge werden ein modern gef├╝hrtes Revier vorfinden. Pr├Ąsenz, Pr├Ąvention und Information sind drei Schwerpunkte, die Revierleiter Frank Hartmannsgruber konsequent eingef├╝hrt und umgesetzt hat. Aus Sicht der Polizeibeamten eine positive Entwicklung, denn die Aufgaben sind „vielf├Ąltiger“ geworden, die hohe Pr├Ąsenz und Ansprechbarkeit hat den direkten, positiven Kontakt zu Bev├Âlkerung gest├Ąrkt. Die Pr├Ąvention greift ebenfalls und wird sich in der Statistik sicherlich positiv niederschlagen.

Insgesamt, so h├Ârt man allerorten, kommt der F├╝hrungsstil sehr gut an und als jemand, der h├Ąufig beruflich mit der Polizei zu tun hat, kann ich das nur best├Ątigen. Der Umgang ist immer korrekt und dar├╝ber hinaus sehr freundlich – mit allen Beamten. Nach zwanzig Jahren Berufserfahrung als Journalist kann ich mich auch an andere Zeiten und Erfahrungen erinnern – zwar nicht in Ladenburg, daf├╝r an vielen anderen Orten.

Polizeioberkommissar Steffen Hildebrand leitet f├╝r sechs Monate als Stellvertreter das Revier Ladenburg. Bild: Polizei

Positive Entwicklung.

Diese Entwicklung, die die Polizei durchmacht, ist sehr positiv. Selbst die, die sich „h├Ąufiger“ durch „Kontrollen gest├Ârt“ f├╝hlen k├Ânnten, also Jugendliche, scheinen auf den „neuen Stil“ gut anzusprechen – zumindest h├Âren wir das im Kontakt mit der Jugend.

Freundlichkeit mit „Nachl├Ąssigkeit“ zu verwechseln, w├Ąre ein Fehler. Frank Hartmannsgruber ist Polizist durch und durch: „Wer sich korrekt verh├Ąlt, bekommt auch keinen ├âÔÇ×rger„, hat er mal in einem Interview mit uns gesagt. Umgekehrt hei├čt das: Wer „├âÔÇ×rger“ sucht, bekommt den auch. Mit Sicherheit. Doch das ist keine Drohung, sondern nur eine freundlich gemeinte Feststellung. Und es ist ein offener Umgang mit Kritik, die zuvor am Verhalten der Polizei ge├Ąu├čert worden war. Statt Kritik abzuweisen, wird diese ernst genommen und man setzt sich damit auseinander. Das ist vorbildlich.

Sicherheit ist das Hauptanliegen von Herrn Hartmannsgruber – f├╝r die Bev├Âlkerung, aber auch f├╝r die Beamten. Bei der Pr├Ąsentation der neuen Kleidung hat er sich sichtbar mit den Kollegen ├╝ber die schicken neuen Uniformen gefreut. Ebenso ├╝ber den Tragekomfort, denn das ist Arbeitskleidung und noch mehr ├╝ber Sicherheitsfunktionen wie zahlreiche Reflektoren, durch die die Beamten bei schlechter Sicht zus├Ątzlich (pr├Ąventiv) im Stra├čenverkehr gesch├╝tzt werden. Frank Hartmannsgruber selbst wurde mal im Dienst Opfer eines Unfalls und wei├č „ganz praktisch“, warum er sich um die Sicherheit der Beamten sorgt.

Landeseinheitlicher Schichtdienst – vielf├Ąltige lokale Aufgaben.

Den Dienstplan kennen die neuen Kollegen – der hei├čt „landeseinheitlicher Schichtplan“ und funktioniert so. Der Einsatz beginnt mit dem Sp├Ątdienst. Der dauert von 12:00 Uhr Mittag bis 19:00 Uhr am Abend. Dann hat man bis zum kommenden Morgen frei. Um 06:00 Uhr beginnt die Fr├╝hschicht, die um 12:00 Uhr endet. Dann hat man wieder frei bis zur Nachtschicht um 19:00 Uhr, die um 6:00 Uhr endet. Den Rest des Tages, sowie die zwei Folgetage haben die Beamten frei. Dann geht es wieder von vorne los.

Damit w├╝rde man nicht auf 41 Wochenarbeitsstunden kommen – Trainings und Fortbildungen kommen au├čerhalb des Schichtdienstes dazu. Insgesamt gibt es in einem Revier f├╝nf Dienstgruppen, die auf diese drei Schichten verteilt werden.

Dazu kommt der Tagesdienst, beispielsweise auf den Posten wie in Heddesheim. Dort beginnt die Dienstzeit f├╝r die Beamten um 06:00 Uhr und endet meist um 16:00 Uhr. In der Realit├Ąt m├╝ssen die Beamten aber „h├Ąufiger ran“ – Sonderdienste, beispielsweise auch zu Stuttgart21 erh├Âhen die ├â┼ôberstundenzahl. Sicher auch interessant f├╝r die neuen Beamte: Die revier├╝bergreifende Zusammenarbeit wird verst├Ąrkt. Hier ein Videobericht ├╝ber eine Kontrolle zur Fasnachtszeit 2011.

Sicher freut die Beamten im Revier Ladenburg, dass der Landtagsabgeordnete Uli Sckerl, Polizeiexperte bei der neuen Gr├╝n-Roten Landesregierung, sich f├╝r eine moderne Polizei stark machen will und gestern Abend in Weinheim bei der Vorstellung des Koalitionsvertrags bereits einige hundert Neueinstellungen angek├╝ndigt hat und die Position der Polizei als Dienstleister f├╝r die Gesellschaft st├Ąrken will.

Von Seiten der Redaktion aus w├╝nschen wir den „Neuzug├Ąngen“ einen guten Start und eine gute Zeit mit ihrer Arbeit im Revier Ladenburg.

Die neuen Polizeibeamten hei├čen (PM=Polizeimeister, PK=Polizeikommissar):

PM Marc Braun, PK Thorsten Hohenedel, PK Sabine Huber, PK Stephan Kau, PK Sven Kohlm├╝ller, PK Mario Notheisen, PM Jens Schlendwein.