Freitag, 24. November 2017

Gabis Kolumne

Die roten Schuhe

Rhein-Neckar, 01. Juli 2013. (red) Highheels sind nicht unbedingt das, worauf Gabi steht. Nach einem Blick in ein Schaufenster war alles anders als zuvor. Man könnte meinen, Schuhe sind Schuhe. Doch Schuhe und insbesondere rote Schuhe mit hohem Absatz sind geeignet, das LebensgefĂĽhl grundsätzlich zu verändern. [Weiterlesen…]

Gabis Kolumne

Mindestens zwei Dutzend in schwarz, braun, bequem oder einfach so

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Guten Tag!

Heddesheim, 22. Februar 2010. Was ist das, was die Welt im Inneren zusammenhält? Genau. Schuhe. Zumindest für Frauen. Meint Gabi und ist fest davon überzeugt.

Spätestens seit der Serie und dem Film „Sex and the City“ wissen wir, dass Frauen und Schuhe ein ganz besonderes Verhältnis haben. Und selbst wenn ich von mir behaupten wĂĽrde, keinen Schuhtick zu haben, so habe ich doch nie die richtigen Schuhe zum jeweiligen Outfit.

Wir beginnen mit den bequemen Schuhen: Sie sind flach und eher rund als spitz und leider, leider völlig unerotisch.

Dann die High Heels – ganz ehrlich, welche Frau kann damit wirklich gut laufen? Und ebenfalls ehrlich: Welcher Mann findet die nicht „geil“? Die Absatzhöhe ist dabei genauso entscheidend wie die Absatzbreite und je höher und dĂĽnner, umso unbequemer und: Attraktiver.

Alle Varianten…

Dazwischen gibt es jegliche Variante, den schlichten Pumps, die Schnallenschuhe, Ballerinas, Mokassins… .

Alles das gibt es dann auch noch in der Sommerversion, also dem Riemchenschuh oder der Jesuslatsche. Und die Wintervariante: Der spitze hohe Stiefel gegen den praktischen SchnĂĽrstiefel fĂĽr jedes Wetter.

Ich weiĂź genau, wenn ich mit meinem Mann ein Schuhgeschäft betrete, haben wir beide meist sofort ein bestimmtes Paar Schuhe im Blick – leider sind es nie dieselben. Meist einigen wir uns auf einen Kompromiss, höher als ich wollte und flacher als mein Mann es gerne hätte.

Eine Freundin hat mir erzählt, ihr Mann habe geradezu eine Phobie vor Schuhläden, sie müsse mit ihm erst stundenlang durch Sportgeschäfte und Baumärkte laufen, anschließend müsse er sich in einer Bar noch Mut antrinken und nur, wenn sie ihm verspricht, dass er sich ganz entspannt in einen Sessel setzen darf, folgt er ihr in das Geschäft.

„FĂĽr Kinder gibt es ĂĽberall in den Geschäften Zeichentrickfilme, warum kann man fĂĽr Männer nicht einen Fernsehen mit der Sportschau aufstellen?“, fragte sie mich ganz verzweifelt, nachdem der letzte Schuhkauf wieder in einem groĂźen Streit endete.

Form, Farbe – alles ist entscheidend.

Aber nicht nur die Form ist entscheidend, sondern auch die Farbe. Wir Frauen brauchen mindestens sechs Paar schwarze Schuhe: Ballerinas, Sandalen, Stiefel, Stiefeletten, Pumps und den praktischen Halbschuh. Das ganze dann am besten noch in Braun. Ein bis zwei Paare in hell und je nach aktueller Modefarbe ein Paar in Lila, Rot oder GrĂĽn.

Nicht zu vergessen die Turnschuhe, die wiederum in Freizeit- und Sportschuhe unterteilt werden, welche in Leder und welche aus Stoff. Und natürlich, fast hätte ich es vergessen, die FlipFlops. Davon benötigt Frau mindestens zwei Paar, die für den Strand und die für die Stadt.

Und dann gibt es noch den besonderen Schuh. Kennen Sie das, Sie betreten einen Schuhladen und sehen einen Schuh, der eigentlich zu nichts passt und der auch absolut unbequem ist und zudem eindeutig zu viel kostet? Man probiert ihn an, stellt alle Mängel fest, stellt ihn zurück ins Regal und verlässt schnell den Laden.

Doch auch zuhause kreisen die Gedanken immer wieder um dieses Paar Schuhe.

Ein paar Tage später betritt man wieder den Laden und hofft und fürchtet insgeheim, sie nicht mehr zu finden. Doch sie stehen noch da und oh Wunder, sie sind reduziert!

Wenn die Vernunft verliert… geht es um Schuhe.

Jetzt geht alles ganz schnell. An diesem Punkt wird nicht mehr nachgedacht, denn jetzt gehören sie mir. Meine Vernunft hat den Kampf gegen mein Begehren verloren. Die Schuhe werden gekauft.

Ich habe zwei bis drei solcher Exemplare. Sie sind wunderschön. Ganz besonders – und ich habe sie noch nie getragen.

So komme ich im Schnitt auf mindestens rund 20 Paar Schuhe und ich bin wahrlich keine Schuhfetischistin.

Das muss genetisch bedingt sein. Denn gestern sagte meine zart pubertierende Tochter: „Mama, ich brauche ganz dringend neue Schuhe“.
gabi