Donnerstag, 19. September 2019

22. bis 28. April 2013

Diese Woche: Tipps und Termine

Rhein-Neckar, Tipps und Termine f├╝r den 22. bis 28. April 2013. Montags erscheinen unsere Veranstaltungstipps f├╝r die laufende Woche. Die Redaktion nimmt gerne weitere Termine und Anregungen auf. Die Kontaktm├Âglichkeiten finden Sie am Ende der Seite.

Mehr Veranstaltungen vor Ort finden Sie ins unseren Kalendern auf allen Blogseiten im Men├╝ Nachbarschaft im Men├╝ ÔÇťTermineÔÇŁ. [Weiterlesen…]

H21 – Der Bahnhof, den offenbar keiner finden soll


heddesheimhirschberg

Nach "langer" Fahrt gefunden: Der Bahnhof Heddesheim/Hirschberg. Bild: heddesheimblog.de

Guten Tag!

Heddesheim, 09. Dezember 2010. Wie man einen „Ortsfremden“ qu├Ąlt? Man schickt ihn an einen vermeintlich einfach zu erreichenden Ort. Findet er diesen nicht, entstehen Gespr├Ąche wie dieses: „Suchen Sie was bestimmtes? Sie sind ja offenbar nicht von hier“ – „Ja, ich such den Bahnhof“. Was folgt ist die Untertreibung des Jahrhunderts: „Der ist gleich da vorne, bisschen schlecht beschildert.“ Gar nicht beschildert trifft es wohl besser.

Von Christian M├╝hlbauer

Ja, Navigationssysteme geh├Âren heute zum Standard in allen Fahrzeugen. Ich hab auch eins. Leider etwas ├Ąlter. Aber die gro├čen Stra├čen kennt das gute St├╝ck.

Die Redaktion beauftragt mich: „Fahr zum Bahnhof Heddesheim und fotografier das neue Bahnhofsschild.“ Wir hatten keine Zeit f├╝r den Pressetermin vor ein paar Tagen.

Ich fahre los. „Kann ja nicht so schwer werden, den Bahnhof zu finden“, denke ich.

Das Navi packe ich gar nicht erst aus. Die Wegbeschreibung meines Chefs klingt schlie├člich einfach. Immer der „Hauptstra├če“ nach in Richtung Hirschberg. Irgendwann ganz sp├Ąt kommt ein Kreisverkehr, da musst du dann raus. Ist sicher beschildert.

Klingt perfekt. Immer geradeaus fahren, rein in den Kreisverkehr, Schilder kucken, Ausfahrt „Bahnhof“ nehmen. Selbst wenn man auf Anhieb nicht alle Schilder lesen kann: Kein Problem, dann f├Ąhrt man einfach nochmal im Kreis herum.

Zonk…

Als der Kreisverkehr naht, w├Ąhne ich mich bereits an meinem Ziel. Abfahrt 1, 2 oder 3. Die Auswahl ist ja wirklich nicht gro├č. Die Schilder der ersten Ausfahrt bieten schon mal keinen Bahnhof an. Ok. An der zweiten Ausfahrt dasselbe. „Super“ ist mein erster Gedanke, dann kanns ja nur noch die Nummer 3 sein. Ein Blick auf die Schilder zeigt: Keins zum Bahnhof.

Ich entschlie├če mich trotzdem, die dritte Ausfahrt zu nehmen. Da unten sieht es ruhig aus. Da kann ich auch anhalten und das Navigationsger├Ąt in Ruhe einschalten. Eine Adresse habe ich nat├╝rlich nicht dabei. Aber es gibt ja internetf├Ąhige Handys. Am Bundesbahnhof 2, so das n├╝chterne Suchergebnisse f├╝r „Bahnhof Heddesheim Adresse“.

Ich tippe sie ins Navi ein: „Bitte wenden Sie!“. Aha. Gut, dass ich nicht blind auf die allm├Ąchtige Stimme vertraue. Das Navi zeigt an, dass ich 100 Meter zur├╝ckfahren soll. Laut der Karte ist da auch das Ziel. Ein kurzer Blick durch die Heckscheibe best├Ątigt mir: Nein, das kann nicht richtig sein.

Heddesheim 21 – Ist der Bahnhof unterirdisch?

„Ok, denke ich mir. Probierst du es eben mit ner anderen Hausnummer.“ Muss ja wohl direkt daneben liegen. Der Prozessor des Navis werkelt sich erneut halbtot. Die Karte wird angezeigt. Ich traue meinen Augen nicht.

Die Zielmarkierung und „mein Fahrzeug“ liegen ├╝bereinander. Im selben Augenblick ert├Ânt mein Navi: „Sie haben ihr Ziel erreicht“. Tatsache? Weit und breit kein Bahnhof.

Ob Heddesheim ├╝ber einen unterirdischen Bahnhof verf├╝gt? Nunja, das Thema d├╝rfte in Baden-W├╝rttemberg erstmal durch sein. Mein Blick schweift in die Ferne, als ich pl├Âtzlich so ein Ding sehe.

Sie wissen schon. Gleis-Signalanlagen.

Ha! Da vorne muss also irgendwie ein Gleis sein.

Gut versteckt. Aber nicht unterirdisch.

Ein bisschen schlecht beschildert

Ich will gerade wieder den Motor starten, als jemand ans Fenster klopft.

„Ja?“ „Suchen Sie was bestimmtes? Sie sind ja offenbar nicht von hier, wie ich an ihrem Nummernschild sehe“ „Ja, ich such den Bahnhof“„Das ist gleich da vorne, bisschen schlecht beschildert“. Ich bedanke mich und fahre langsam in Richtung „Ziel“. Und um ehrlich zu sein, auch fast wieder dran vorbei. Wieso?

Es fehlt ein Schild vor dem Geb├Ąude, auf dem „Bahnhof“ steht.

Auch von der Hirschberger Seite aus ist der Bahnhof nicht zu finden, wenn man nicht wei├č, wo der ist.

Rund 13.000 Euro soll das neue Schild auf dem Bahnsteig: „Heddesheim-Hirschberg“ gekostet haben – also nicht das Schild allein, sondern auch die ├âÔÇ×nderungen im neuen Fahrplan und die f├╝r die Stationsanzeigen, der ab 12. Dezember 2010, gilt.

Das ist verdammt viel Geld f├╝r einen Bahnhof, der zwar einen neuen Namen hat, den man als Ortsfremder aber fast nicht finden kann.

Einen sch├Ânen Tag w├╝nscht
Das heddesheimblog

Verschlusssache XII

Satire

B├╝rgermeister K.
Ratlosplatz/Rangierbahnhof
Pfenningheim

+++Verschlusssache+++ Nicht f├╝r die ├ľffentlichkeit / Status: +++GEHEIM+++├óÔéČ┬ĘAz: 08/15-XII, +++Verschlusssache+++

Betreff: Disziplin

Sehr geehrter Herr Dr. D.,

ich muss Sie dringend bitten, sich an die Absprachen zu halten. Nat├╝rlich ist es so, dass es zwischen uns keine Geheimnisse gibt, die ich Ihnen erlaube zu wissen.

Aber bislang bin ich davon ausgegangen, dass Sie die Form wahren. Bei der verwaltungsinternen Beratung zu diesem schamlosen, infamen, ja gar taliban├Ąren Angriff der Gr├╝nen in Sachen Befangenheit haben Sie Volli nichts besseres zu tun, als sich bei der Beratung zu uns zu stellen.

Sie m├Âgen meinen, dass Ihnen das zusteht… Das tut es ja auch, aber doch nicht in aller ├ľffentlichkeit! Ein wenig sollten wir schon den Schein waren. So musste ich diesen St├Ârenfried P. wegschicken und ihm sagen, dass er im Gegensatz zu Ihnen nicht erw├╝nscht ist. Und dieser ehrlose Gesell hat doch nichts besseres zu tun, als meine unbedachte ├âÔÇ×u├čerung ├Âffentlich zu wiederholen und die ins Protokoll zu fordern!!!

Herr Dr. D. – Sie wissen, dass ich Sie sch├Ątze, vor allem, weil Sie keine unn├Âtigen Fragen stellen. Doch ich muss Sie kritisieren: Ich bin bestimmt kein guter Redner, aber mit Verlaub, Ihre Exkurse gehen ├╝ber das zumutbare Ma├č hinaus.

Als Zerm├╝rbungstaktik waren sie genial eingesetzt – aber jetzt hei├čt es Gas zu geben. Wir haben unn├Âtig Zeit verloren. Haben Sie den N. gesehen, wie nerv├Âs der wurde? Und dann holen Sie aus und verstricken sich ins Ungewisse?

Es kann nicht angehen, dass ich beim geringsten Anlass jedem von diesen St├Ârenfrieden unwirsch ├╝bers Maul fahre und Sie dann zu Exkursen ausholen, die kein Mensch mehr versteht. Aktuell hatte ich den Eindruck, dass Sie sich selbst nicht mehr verstehen und dass alle, die anwesend waren, dies auch dachten. Nicht zum ersten Mal so nebenbei bemerkt.

Schweigen, Herr Dr. D., ist oft Gold wert. Dar├╝ber sind wir uns doch einig, oder?

Der Rest Ihrer Franktion h├Ąlt sich daran – Sie haben keine Verpflichtung, das zu kompensieren.

Wie verabredet geht es jetzt Schlag auf Schlag weiter.

Ich kann keine Ãœberraschungen mehr gebrauchen.

Sicherlich werden wir nicht ├╝berrascht sein, wenn es Klagen gegen unseren Jahrhundertbeschluss gibt, der nicht so „w├╝rdig“ war, wie ich mir das erhofft hatte.

Dabei hatte ich schon die Amtskette bereit gelegt und war bereit das Deutschlandlied in einer Adaption auf Pfenning zu singen: „bl├╝h├╝he einig Pfennigland“.

Dieser rechthaberische Schmutzfink und seine instrumentalisierten Moosk├Âppe haben uns alles, aber auch alles versaut.

Ja, ich wei├č, was Sie jetzt denken. Der M. mit seinem „Knopf, den er jetzt dranmacht“, ist nur insofern hilfreich, als dass er und seine „Genossen“ wissen, wann sie die Hand zu heben haben. (Den B. ausgenommen) Man muss nur Angst haben, wenn er den Mund aufmacht. Manchmal kann ich den Schmutzfink auch verstehen, wenn der nur eine wegwischende Handbewegung f├╝r den M. ├╝brig hat.

Aber im Gegensatz zu Ihnen hat der Soze nicht so viel dummes langwieriges Zeug gesagt. Herr Dr. D.: „Demographischer Wandel in Zusammenhang mit einer Jahrhundertentscheidung? Sind Sie noch bei Trost oder brauchen Sie schon Hilfe, um ├╝ber die Stra├če zu denken?“

Also, Disziplin bitte. Die Gegenseite wird zum Schlag ausholen. Wir m├╝ssen uns jetzt beeilen und Fakten schaffen.

Sobald der Mutterboden abgeschoben ist und die ersten Fundamente gesetzt sind, haben wir die Fakten geschaffen.

Darauf konzentrieren wir uns jetzt bitte.

B├╝rgermeiser K.

P.S.
Das Gleis, ob es kommt oder nicht, ist Ihr Problem. Ich habe alles daf├╝r getan, das zu ar“rangieren“. Sie haben Ihre Glaubw├╝rdigkeit daran gebunden. Selbst schuld, wenn sich irgendwann alle fragen, ob sie „Bahnhof“ verstanden haben. In der Sache kann ich Ihnen leider nicht mehr helfen.

Verschlusssache XI

Satire

B├╝rgermeister K.
Ratlosplatz/Ecke Zielstra├če
Pfenningheim

+++Verschlusssache+++ Nicht f├╝r die ├ľffentlichkeit / Status: +++GEHEIM+++├óÔéČ┬ĘAz: 08/15-XI, +++Verschlusssache+++

Betreff: Finale

Liebe Gleichgesinnte,

ich habe die Frage „Sind Sie die Gemeinde“ korrekt mit „Ja“ beantwortet.

Das Zitat „Ich bin die Gemeinde“ ist mir von diesem Schmutzfink, Stinkfink, Frechfink, wie Sie wissen, auf ├╝belste Art und Weise in den Mund gelegt worden.

Niedertr├Ąchtig und hinterh├Ąltig. Ich kann das beurteilen, ich kenne mich schlie├člich mit Politik aus.

Ich kann Seife fressen, so viel ich will, der ├╝ble Geschmack bleibt bislang. Irgendwie habe ich aber st├Ąndig Schaum vorm Maul.

Vielleicht liegts ja auch an der Seife und ich sollte mal den Hersteller wechseln. Egal.

Heute werden wir unser gro├čartiges Projekt zum Ende vom Anfang bringen. Wir beschlie├čen die Satzung.

Sie sind nat├╝rlich wie immer von mir auf das Notwendigste informiert worden – ich will Ihnen schlie├člich keine ├╝bergeb├╝hrlichen Anstrengungen zumuten.

Wie immer bin ich stolz, dankbar und dem├╝tig, dass ich auf Sie z├Ąhlen kann. Dieses Vertrauen ist viel Wert – in diesem Fall so 100 Millionen und wer wei├č, was sonst noch.

Wie Sie wissen, werde ich wird Heddesheim in die Geschichte eingehen. Das ist eine einmalige, unwiderbringliche Chance f├╝r unsere geliebte Tabakgemeinde.

Heute legen wir im Gemeinderat den Grundstein f├╝r eine 100-Millionen-Euro-Investition. So lautet schlie├člich das Versprechen der Ph├Ânix 2010 GbR – das hei├čt, wir werden wie Ph├Ânix aus der Asche alles neu schaffen k├Ânnen. Zuvor mussten wir allerdings so viel verbrennen, so viel wurde zerst├Ârt. Doch wer etwas will, zahlt auch den Preis daf├╝r. Verantwortung zu tragen ist schwer – wie uns Herr Dr. D. immer wieder eindrucksvoll beweist, wenn er die „Gemeinde“ hochh├Ąlt.

Wir wissen alle, was das bedeutet: Sie, verehrte, anst├Ąndige, respektable, verst├Ąndige, vern├╝nftige, kluge, weitsichtige und verantwortungsvolle Gemeinderatsmitglieder, ja Sie wissen, wen ich meine. Sie schaffen eine historische Chance ohne Gleichen.

Sie haben es in der Hand, die Sie nur heben m├╝ssen, um Heddesheim mit Ihrer Entscheidung auf dem Weg von der Tabak zur Feinstaubgemeinde diesen entscheidenden Schritt voranzubringen. Der Tabakanbau ist ein schweres Gesch├Ąft, die Feinstaubproduktion ist ungleich fortschrittlicher und wird wie der Tabak einfach eingeatmet. Das ist f├╝r mich die Verbindung aus Tradition und Fortschritt.

Ich wei├č, die Entscheidung ist nicht leicht. Vor allem nicht, weil dieser Schmutzfink, Stinkfink, Frechfink, dem jeder Respekt vor den gewachsenen Strukturen unserer Dorfmafiagemeinschaft abgeht, trotz aller „freundlichen Hinweise“ nicht zur R├Ąsong zu kriegen ist.

Seine erneuten Diffamierungen, es gehe nur um mich und nicht um uns alle, wissen Sie verantwortlich einzusch├Ątzen. Es geht um uns, also die Ritterrunde der 12 Edlen, um wen denn sonst? Um mich? Das ist doch richtig l├Ącherlich. Sie wissen genau wie ich, dass ich nur in Heddesheim sein kann, was ich bin: Das Ja auf die Frage, ob ich die Gemeinde bin.

Hinter jedem von uns 12 steht ein weiterer Kreis, dahinter andere Kreise und alle zusammen schaffen wir es durch jeden Kreisverkehr. Wir kennen uns mit unseren Kreisen schlie├člich aus.

Und wir haben uns noch nie, ich betone, niemals, in unseren Kreisverkehren st├Âren lassen.

Der Traditionsunternehmer und Sammler Karl-Martin Pfenning ist ein verantwortungsvoller Mann. Wie ich, so sind auch Sie seinem Charisma erlegen. Was f├╝r ein Kerl, was f├╝r ein Unternehmer! Der hat so viele Autos. Und so viele Menschen arbeiten fast umsonst f├╝r ihn – das muss Liebe sein. Das verdient Respekt.

Wie Sie wissen, handle ich aber nicht aus Bewunderung, sondern ausschlie├člich zum Nutzen. Nat├╝rlich zum Nutzen unserer Gemeinde. Herr Pfenning wird sie wohl zu nutzen wissen. Wie Sie, wie ich. Denn wir tragen schlie├člich die Verantwortung.

Wir alle k├Ânnen zufrieden auf unsere Arbeit zur├╝ckblicken. Mit unserem Weitblick haben wir niemals, ich betone, niemals, die Arbeiten an diesem gro├čartigen Projekt behindert, sondern immer nur gef├Ârdert. Denn wir sind einverstanden mit Entwicklung, w├Ąhrend die Neider uns „Verwicklungen“ unterstellen.

Davon lassen wir uns niemals, ich betone, niemals, beirren.

Ich habe alle F├Ąden gezogen, die zu ziehen waren. Sie haben sehr viel aushalten m├╝ssen. F├╝r diesen Einsatz danke ich Ihnen. Auch meinen Lakaien in der Verwaltung, die schnell gelernt haben, dass sich folgen lohnt.

Heute ist unser Tag. Genie├čen Sie ihn.

Ihr B├╝rgermeister K.

P.S. Denken Sie immer daran, dass Sie Ihren Enkeln erz├Ąhlen k├Ânnen, dass Sie selbst dabei waren, mich zum 100-Millionen-Euro-Kessler zu k├╝ren. Und ich frage Sie, wann hat man nochmal diese Chance? Das ist eine historische Ehre ohne Vorbild. Seien Sie stolz darauf.

+++Verschlusssache X+++

Satire

An die Gemeinde der Aufrechten
Parteizentralplatz
Pfenningheim

Nur f├╝r den internen Gebrauch
+++Verschlusssache+++ Nicht f├╝r die ├ľffentlichkeit / Status: +++GEHEIM+++├óÔéČ┬ĘAz: 08/15-X, +++Verschlusssache+++

Betreff: Propaganda

Parteifreunde,

die Lage ist ernst. Die Gegnerseite zu untersch├Ątzen, w├Ąre ein Fehler, auch wenn ich Sie sie pers├Ânlich f├╝r absolute Dummk├Âpfe halte. Das muss man verstehen, denn schlie├člich bin ich der einzige Doktor weit und breit rede f├╝r alle anderen.

Nachdem das gekl├Ąrt w├Ąre, weise ich Sie daraufhin, dass Sie im Anhang meine „letzte“ (siehe Wortverwendung im Anhang) Abhandlung finden. Damit habe ich im Zentralorgan dem Schmierfink mal wieder gezeigt, wo der Hammer h├Ąngt. Quasi als Leidbild f├╝r uns und alle, die mit uns sein wollen. Die anderen sind eh verloren.

Zum wissenschaftlichen Standpunkt: „Dennoch ist die gezielt einseitige Darstellung von Informationen eine g├Ąngige Praxis, auch in Demokratien.“ Diese Information habe ich „aus dem Internet“ (siehe Anhang).

Also bediene ich mich dieser wissenschaftlichen Technik. Sie wissen, ich bin Wissenschaftler vom Scheitel bis zur Schuhsohle (normalerweise hei├čt das ja Sohle… haben Sie meinen Drang zum Exakten bemerkt?).

Und was befindet sich auf dem langen Weg vom Scheitel unter der Sohle? Genau: Dreck!

Nat├╝rlich sind die Heddesheimer viel zu dumm, um meine wissenschaftlichen Gedankengebilde zu verstehen. Zugegeben: Das f├Ąllt mit zunehmender Genialit├Ąt auch mir selbst immer schwerer.

Darauf kommt es auch nicht an. Sie m├╝ssen nur wissen, wer richtig entscheidet und das bin ich, also wir. Die demokratischen Christen.

Wir wissen, wer Gott wirklich ist. Wir Katholiken. (Naja, R.: Ihr seid halt vom richtigen Weg abgekommen, aber die Richtung stimmt noch.)

Bei dem Kerl, der hier ├╝ber uns K├╝bel voller Dreck und Unrat aussch├╝ttet, stimmt gar nichts mehr. Dieses dahergelaufene Gro├čmaul mag ein talentierter Wortverdreher und Hetzer sein. Und er mag gewisse Idioten mit seiner Propaganda ├╝berzeugen k├Ânnen – aber nicht uns. Wir k├Ânnen das besser.

Sein j├Ąmmerlicher Versuch, meine Ausf├╝hrungen anzugreifen, konnte nicht anders als kl├Ąglich scheitern beantwortet werden.

Wir stehen fest im Glauben an das Gute, Wahre, Sch├Âne zusammen. Und das ist unser Heddesheim.

Und Ihr wisst schon, wer den Pfenning nicht ehrt, ist nichts mehr wert. Wir werden weiter und weiter daf├╝r k├Ąmpfen. Bis zum bitteren Ende.

Das hat ├╝berhaupt nichts damit zu tun, dass zwei aus unseren „erweiterten“ Reihen befangen sind, weils da im Beutel klingelt.

Und es hat ├╝berhaupt nichts damit zu tun, dass andere aus unseren Reihen auch profitieren k├Ânnten. Denn „soviel Kenntnis und auch etwas Logik sollte Allgemeingut sein“ (um mich mal selbst aus meiner angeh├Ąngten Schrift zu zitieren): Es ist ein Geben und Nehmen. Wie bei Gott, der hats auch gegeben und genommen. So geht das auch bei uns. Na? Logik verstanden? Gut.

Wenn wir ├╝berhaupt ├╝berleben wollen, mit all unseren sch├Ânen, wundervollen, herausragenden, beispielhaften, guten, herrlichen, besonderen, liebevollen, voll umf├Ąnglichen Einrichtungen, m├╝ssen wir etwas tun. Bevor es zu sp├Ąt ist.

Die allerbeste unser Einrichtungen ist: Ich f├╝hre das Wort. Nach mir kommt der B├╝rgermeister K. Und nat├╝rlich seine Stellvertreterin, die den P├Âbel mit dem Kindergartenargument immer wieder in die Schranken weist.

Sie ist ein so aufr├Ąchte Frau. Zugegeben: Nicht besonders geistreich. Aber eine K├Ąmpferin f├╝r die gute Sache. Also unsere.

Der Rest redet nur, wenn er dazu aufgefordert wird. Der Frischling (auf den ich gro├če Hoffnungen setze, weil er sich f├╝gt wie ein ordentlicher Messdiener und gleichzeitig ein wenig f├╝r Revolution steht, ihr wisst schon, nach ’45 und so), h├Ąlt die Klappe. Noch ist alles gut.

Aber wenn das mit dem „Kritischen“ so weitergeht, rutschen wir sonst ins soziale Abseits. Vor allem, wenn es diesen Asozialen gelingt, weiter die K├Âpfe von Schafen mit ihrem Dreck zu verstopfen.

Ich habe deshalb einen Plan entwickelt, wie wir der Lage wieder Herr werden. Ab sofort wird Woche f├╝r Woche eines meiner, ich gebe das nur ungern zu, genialen Pamphlete im Mitteilungsblatt zum Flagschiff unserer Schlacht gegen das Verderben in Form von Schreiberlingen abgefeuert.

Diese Thesenpapiere werden das Geschreibsel dieses postkommunistischen subversiven Elements pulverisieren.

Ihr wisst schon: Am Anfang war das Wort. Und das war bei mir. Und Woche f├╝r Woche wird es die Gemeinde ├╝ber unser Zentralorgan erreichen und den Glauben an uns mich = uns festigen. (Die Formel ist wissenschaftlich belegt!!!)

Weiter rufe ich zur ungehemmten Mund-zu-Mund-Propaganda auf. Keine Geschichte ist zu grauslich, um sie nicht zu erz├Ąhlen. Sodomie, Erpressung, Menschenraub, Drogenhandel, Rotlichtmilieu, Zinsgesch├Ąfte, Gewalt. Redet ├╝ber alles, was Euch einf├Ąllt und nennt vor allem seinen Namen. Ihr wisst schon.

Und wenn Euch dazu nichts einf├Ąllt, dann lest mal wieder in der Bibel. Da steht alles drin, was Ihr wissen m├╝sst.

Und denkt an das, was uns alle und unseren hochverehrten B├╝rgermeister K. verbindet: Die Angst, kritisiert zu werden.

Sch├╝rt sie f├╝r andere. Niemand steht gerne in der Kritik, wir schon gar nicht. Und irgendwann wird auch dieser Schandfleck nur noch ein solcher sein. Ich erinnere an mein Schreiben vom 24. Mai 2009.

2000 Jahre Kirchengeschichte sind Beweis genug, um zu wissen, dass man damit Macht erh├Ąlt.

Und darum geht es uns ja! Klingt logisch? Das ist logisch. „Andere Erkl├Ąrungen sind Phantasie“, um mich nochmals zu zitieren.

Und Nein! Ihr braucht mir nicht dankbar zu sein. Ich wei├č, Ihr seid es. Also:

Vorw├Ąrts!

Dr. D.

P. S. Gegen den Verr├Ąter in unseren Reihen, der gesagt hat, ich sei nicht mehr „bei Sinnen“ ist schon ein Parteiausschlussverfahren gegen Unbekannt angelaufen. Ziehen Sie sich warm an, Kommunist. In diesem unserem sch├Ânen Heddesheim kriegen Sie kein Bein mehr auf den Boden. Verr├Ąter. Dreckspatz. L├╝mmel. Sie sind fertig!

Verteiler: B├╝rgermeister K., Vorstand, Parteisoldaten, Bauern, echte Christen, Nobelpreiskomitee

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Dokumentation: Hier steht, was man wissen muss. Quelle: Mitteilungsblatt

Anlage: Meine Dhesen

+++Verschlusssache IX+++

Satire

B├╝rgermeister K.
Ratlosplatz, Ecke IFOK-Stra├če
Pfenningheim

+++Verschlusssache+++ Nicht f├╝r die ├ľffentlichkeit / Status: +++GEHEIM+++├óÔéČ┬ĘAz: 08/15-IX, +++Verschlusssache+++

Betreff: Beharrlichkeit

Liebe Gleichgesinnte,
wie Sie wissen, empfinde ich nur Ekel gegen├╝ber diesem, diesem, ├Ąh, wie soll ich sagen, diesem, ├Ąh, ├Ąh, ├Ąh (Notiz: RA Dr. TB. :Unruhestifter), genau Unruhestifter.

Vollkommen unversch├Ąmt und selbst├╝bersch├Ątzend hat dieser „Journalist“ in den vergangenen Wochen die Dreistigkeit gehabt, insgesamt vier so genannte „journalistische Fragen“ an die Verwaltung zu richten.

Damit wurde die „Verwaltung“ praktisch „lahm gelegt“.

Das glauben Sie nicht? Wir haben Buch gef├╝hrt und k├Ânnen das verwaltungstechnisch belegen. Jede dieser Anfragen hat gut vier Stunden der Arbeitszeit von Gemeindebediensteten gekostet – Pausen heraus gerechnet. Insgesamt also rund 15 Stunden.

Wof├╝r? F├╝r nichts.

Wir haben uns alle M├╝he gegeben, diesem Journalisten keine Information zu geben. Trotzdem hat er berichtet.

Das ist einfach ekelhaft. Ekelhaft. Ekelhaft. Ich kann gar nicht oft genug sagen, wie „EKELHAFT“ ist das finde.

Diese Berichte haben mir (h├╝stel), uns nicht gefallen.

Die neue Strategie hei├čt – Informationsverweigerung total.

Wir trocknen das Problem einfach aus. Sie kennen das von der Fensterpflanze, die alles mitkriegt au├čer Wasser – damit ist ihr Leben endlich.

Ich von meiner Seite, habe die Informationssperre schon verh├Ąngt.

Und ich rate jedem, der noch bei Verstand ist, jeden vermeidbaren Kontakt mit dieser Person zu vermeiden.

Sozusagen als Eigenschutz.

Denn jeder Kontakt k├Ânnte zur Konterminierung f├╝hren und damit zu einer kritischen Haltung meinerseits gegen├╝ber der verseuchten Person.

Falls Sie die Andeutung nicht verstanden haben sollten: Jeder, der f├╝r „Prothmann“ ist, ist gegen mich. Egal, worum es geht.

Ihr B├╝rgermeister
Mischel K.

Lekt├╝re-Empfehlung

Guten Tag!

Sind Sie Abonnent des MM, des Mannheimer Morgen? Nein? Noch nicht? Sp├Ątestens nach diesem exklusiven St├╝ck werden Sie es werden…

Lesen Sie: Rund 150 G├Ąste in Viernheim.

Von Helle Sema

In diesem famosen St├╝ck journalistischer H├Âchstleistung werden Sie mit Kritik konfrontiert. Also Achtung!

Gleich das erste Zitat hat es in sich. Der Antworter ist neutral, aber doch gegen mehr Verkehr: „Wir sind weder daf├╝r noch dagegen. Wir wollen nur nicht, dass noch mehr Verkehr durch den Ort f├Ąhrt.“ Der Firmenchef KARL-MARTIN PFENNING h├Âchstpers├Ânlich (der symbolisch f├╝r mehr Verkehr steht, d. Red.) „nutzt die Gelegenheit, nochmals zu versichern…“.

Ein anst├Ąndiger KERL halt. Wahrscheinlich hat er jedem der 150 Besucher beim offenen Tag bei Pfenning selbst beide H├Ąnde gedr├╝ckt, womit es eigentlich schon fast 300 Besucher waren und wenn man die beiden H├Ąnde vom Chef und das Dr├╝cken mitz├Ąhlt, waren es ganz sicher ├é┬á600 und gef├╝hlt das Doppelte – sonst wollte ja niemand vors Haus gestern.

„150 Besucher, vielleicht auch ein paar mehr“, labten sich an Bier und Bratwurst und stellten ein paar Fragen. Respekt, Frau G├Ârlitz. Sie waren vor Ort und Ihnen ist nichts entgangen, auch nicht das „Abgreifen von Werbegeschenken“. Aber mal ehrlich: Bis 150 oder vielleicht mehr m├╝ssten sie doch z├Ąhlen k├Ânnen. So schwer ist das nicht. Warum schreiben Sie das? Finden Sie 150 kl├Ąglich? H├Ątten Sie selbst gerne mehr dort gesehen?

Immerhin konnten die Kinder in der Spielecke spielen… Haben Sie eigentlich schon recherchieren k├Ânnen, ob es auf dem geplanten Pfenning-Gel├Ąnde eine „Laster-Spielecke gibt?“. Auf „Laster“ sind schlie├člich die kleinen wie die gro├čen Jungs ganz scharf.

Der Nitzinger war ein bisserl entt├Ąuscht, aber dennoch nicht „unzufrieden“. Immerhin waren ihm rund die H├Ąlfte der Zuh├Ârer gewogen und „bedachten ihn mit freundlichem Applaus“. Selbst der „eifrigste Fragensteller nickt auf die Frage, ob seine Fragen beantwortet wurden“.

„Aber ├╝berzeugt hat mich die Antwort nicht“, sagt er auf „Nachfrage“ des MM. Frau G├Ârlitz, Respekt, Sie lassen sich nichts vormachen. Sie haken nach und bleiben dran. Wie ein Bluthund. Da jagt es mir Schauer ├╝ber den R├╝cken.

„Weichgesp├╝lt“ verwenden Sie sogar eine├é┬ásyn├Ąsthetische Metapher.├é┬áRespekt. „Wieder andere finden das gar nicht so schlimm“, sp├╝len Sie sich und alle anderen in ihrem Bericht konsequent selbst weich. „Die Edeka hat ja auch hohe Hallen“.

Und am Ende geht keiner unzufrieden nach Hause. Happy End… ­čÖé

Frau G├Ârlitz, ehrlich, Sie schreiben echt toll und vor allem so informativ. Danke!

„Man darf gespannt sein“

Offener Brief an den Mannheimer Morgen

von Helle Sema

Liebe Frau G├Ârlitz,

sch├Ân, dass Sie wieder da sind. Waren Sie in Urlaub? Ich denke mal schon und hoffe, Sie haben sich gut erhohlt.

Ge├Ąrgert haben Sie sich sicherlich, dass Sie Urlaub machen mussten, wo doch in unserem Heddesheim so viel los war.

Aber was passiert ist, k├Ânnen Sie ja Gott sei Dank hier auf dem heddesheimblog nachlesen.

Ich habe heute ihren Kommentar gelesen, leider erst jetzt, weil ich vorher keine Zeit hatte. Sie schreiben da: „Die FDP und CDU stehen Gr├╝n und Rot nun in gleicher St├Ąrke gegen├╝ber: eine Elf gegen die andere.“

Das geht so nicht, Frau G├Ârlitz. Also stilistisch schon mal nicht: Entweder stehen Schwarz und Gelb den anderen Farben gegen├╝ber oder die Parteien eben, dann aber korrekt nach der Gr├Â├če: CDU und FDP. Ansonsten denkt man noch, die FDP sagt der CDU wo es langgeht. Soweit sind wir in der Heddesheim nicht, noch nicht.

Und inhaltlich, Frau G├Ârlitz, inhaltlich, geht das ja schon mal gar nicht. So wie der Herr Prothmann seit Wochen die CDU berechtigterweise in der Mangel hat, glauben Sie doch nicht im Ernst, dass es da zu einer „Mannschaft“ kommt?

Vielleicht rechnen Sie aber auch damit, dass Herr Prothmann schnell hinschmei├čt und dann wieder Frau Pilarczyk kommt? Ich habs eben recherchiert, der Prothmann denkt nicht dran. Und haben Sie auch Frau Kemmet gefragt, ob die mit der CDU kicken will?

Wie also soll da eine „Elf“ zusammenkommen?

Auch das mit der Elf…. ist so ne Sache, Frau G├Ârlitz. Ich verstehs ja, aus 11 macht Elf und schon hat man zwei Mannschaften. Die Idee hat was, passt aber kaum zu einem ├╝berwiegend doch ├Ąlteren Gemeinderat, in dem zudem drei Frauen sitzen (nur drei!).

Oder ist ihre n├Ąchste Idee, dass die nicht mehr abstimmen, sondern alles auf dem Platz unter sich ausmachen? Die H├Ąlfte w├╝rde keine 90 Minuten ├╝berleben und die sind doch schlie├člich f├╝r f├╝nf Jahre gew├Ąhlt.

Andererseits, so von Kommentator zu Kommentatorin, also quasi unter KollegInnen: Es f├Ąllt einem halt auch nicht immer was ein. Ist wie beim Fu├čball, der Basti ist ja auch nicht immer torgef├Ąhrlich. Aber er schie├čt auch nicht so viele Eigentore wie…

Nein, das schreib ich jetzt nicht, wer mir alles dazu einf├Ąllt.

Und lesen Sie noch Mal die Schl├╝sse ihres Kommentars: Da bem├Ąngeln Sie, dass es den „├╝brigen Parteien“ nicht passt, dass die „Pfenning-Gegner“ gew├Ąhlt wurden. Das ist unscharf. Eigentlich geht es nur um eine Partei, die CDU. Immerhin ist ein profilierter Pfenning-Gegner Herr Bowien, der sitzt bei der SPD, die Gr├╝nen haben sowieso sechs von sechs Gegnern und der Prothmann ist auch kein Freund des Projekts und ist auf der FDP-Liste gew├Ąhlt worden.
„├â┼ôbrig“ bleibt also nur die CDU oder die ├╝brigen Gemeinder├Ąte. Aber ich will ihnen jetzt ihren Text nicht neu schreiben.

Und Sie schreiben, dass „es zweitens (den „├╝brigen“) nicht gelungen sei, sich mit „sonstigen“ Themen zu „profilieren“. Das stimmt, aber dann schreiben Sie: „Das allerdings muss vielen jener neuen Gemeinder├Ąte….auch erst einmal gelingen.“ Wieso m├╝ssen die jetzt f├╝r die „├╝brigen“ den Karren aus dem Dreck ziehen, frage ich mich da.

Eines ├╝brigens ist den „Neuen“ schon gelungen: Sie haben ein paar der „Alten“ ersetzt. Und ich bin wirklich gespannt drauf, wie der Rest der „Alten“ damit zu Recht kommt.

Ihr Helle Sema

Wann kommt endlich ein anderes Thema?

Leserbrief: Helle Sema

Lieber Mannheimer Morgen,

am 15. Mai 2009 hat ihre von mir sehr verehrte Redakteurin, Anja G├Ârlitz, einen Kommentar ver├Âffentlicht: „Zur├╝ck zur Sache, bitte!

Darin schreibt sie: „Denn in der Sache l├Ąsst sich durchaus noch diskutieren. In der Sache gibt es noch immer berechtigte Fragen, Sorgen und differenzierte Meinungen. In der Sache gibt es kein schwarz-wei├č, kein „alles gut“ oder „alles schlecht“.
Aber es gibt, zum Beispiel, seitens des B├╝rgermeisters und seitens des Unternehmens die M├Âglichkeit, mehr Informationen auf den Tisch zu legen und offensiver mit den kritischen Fragen umzugehen. Hier besteht Nachholbedarf. Wen wundert es, wenn die Spekulationen ins Kraut schie├čen?“

Heute lese ich in der Zeitung, dass „einige Nachteile hinnehmen m├╝ssen“, sagt zumindest Josef Doll von der CDU. F├╝r den Artikel danke ich Ihnen sehr. Denn damit ist nun Schluss mit den Spekulationen: „Einige m├╝ssen Nachteile hinnehmen“, hat mich beruhigt.
Wenn es nur einige sind, ist das zwar f├╝r die „Einige“ nicht so sch├Ân, aber was will man machen. Und allen „Anderen“ geht es ja weiterhin gut!
Nein, sogar viel besser. Schlie├člich bekommt Heddesheim jede Menge neue Arbeitspl├Ątze und die Gemeinde Millionen in die Kasse! Das mit dem Verkehr ist egal, ich vertraue auf die CDU, SPD und FDP, die sind schlie├člich f├╝r ein Durchfahrverbot f├╝r Lkw durch die Ortsmitte.

Worum ich Sie aber dringend bitte: Frau G├Ârlitz hat das ja in ihrem Kommentar gut aufgeschrieben: „Und, ganz nebenbei: Es gibt, tats├Ąchlich, auch noch andere Themen.“

Das ist jetzt schon fast zwei Wochen her und seitdem habe ich nur einmal etwas ├╝ber die Feuerwehr gelesen. Bringen Sie doch endlich ein anderes Thema. Ich kann das mit Pfenning schon nicht mehr lesen. Vor allem, weil dann immer „eine nicht mehr sachliche Diskussion entbrennt„, wie Sie heute schreiben.
Sogar die Frau Lochb├╝hler hat ja eingesehen, dass sie mit ihrer St├Ąnkerei der Gemeinde nichts Gutes tut und ihre Konsequenzen gezogen.

Bitte, sagen Sie Nein zu Pfenning. Das Thema ist doch durch! Ich erwarte also andere Themen von Ihnen. Irgendetwas mit Kindern. Oder was Spannendes aus den Vereinen. Mich pers├Ânlich w├╝rde interessieren, ob man nicht die Zugezogenen, die nicht ordentlich kehren, irgendwie mit Sozialdienst oder so, dazu bringen kann, endlich ihre B├╝rgersteige ordentlich zu pflegen.

Ihr

Helle Sema

P.S. Au├čerdem w├╝rde ich mich freuen, wenn Sie etwas „zeitnaher“ berichten w├╝rden. Die Veranstaltung der CDU war vor f├╝nf Tagen am Freitag, heute ist Mittwoch. So schwer kann das doch nicht sein, einen Artikel zu schreiben.

+++Verschlusssache+++ IV

Satire

An die Vorstandskollegen
Parteizentralplatz
Pfenningheim

Endspurt mit Schwung
nur f├╝r den internen Gebrauch
+++Verschlusssache+++

Liebe Parteifreunde,

wir waren mal wieder herausragend. So wie all die Jahre zuvor. Was w├Ąre Pfenningheim ohne unseren beharrlichen Einsatz? Wir k├Ânnen stolz auf unsere Leistung sein.

Deswegen hat die KP es ja auch hierzulande nie zu etwas gebracht. Was die nie kapiert haben, ist, dass Gemeinwohl mehr ist als das Wohl f├╝r alle. Gemeinwohl ist das Wohl f├╝r alle, die es gestalten und das sind wir. Aber ich will nicht theoretisch werden.

Ganz praktisch: Den Herrn F. haben wir jetzt ├Âffentlich diskreditert. Wurde auch Zeit, dem T├Ąuscher das Handwerk zu legen.
Der Herr P.├é┬áhat sich selbst der├é┬áL├Ącherlichkeit ausgesetzt. Der hat sich doch erdreistet, Fragen zu stellen. Das ist seit 1657 nicht mehr vorgekommen. Unsere treuen W├Ąhler haben reagiert, wie sie es gewohnt sind. Wer f├╝r uns lacht, f├╝r den wird es gut. Daf├╝r stehen wir.

Aber Achtung: Die sozialen Bindungen sind mittlerweise so desolat, dass wir weiter daran arbeiten m├╝ssen. Drau├čen ist alles asozial, drinnen, also bei uns, gibt es das Gef├╝hl der lachenden Gemeinschaft. Und mal ehrlich? Wer hat Recht? Der, der lacht oder der der anstrengende Fragen stellt?

Glauben Sie mir, die Menschen wollen einfach keine Fragen stellen und schon gar keine Antworten h├Âren. Sie wollen wissen, wo es langgeht und daf├╝r sind wir da, daf├╝r bin ich da.

Was die andern nicht wissen, ist, dass der ├╝berwiegende Teil unserer Mitglieder nichts zu lachen hat, woran wir auch nichts ├Ąndern werden. Sie lachen deswegen ├╝ber alles, wenn ich es ihnen erlaube und sind dankbar.

Lachen ist Lebensfreude und Lebensfreude, haben die meisten keine mehr, au├čer mit uns. Bis zum bitteren Ende.

Herr K. hat sich mit dem Abend sehr zufrieden gezeigt und stand noch lange bei uns.

Was die Deppen bei den anderen nicht kapieren: Nicht in der Jugend liegt die Zukunft, sondern bei den Alten. Die werden bald die Mehrheit ausmachen und die m├╝ssen wir erreichen.

Noch nie war die Gelegenheit so g├╝nstig: Je ├Ąlter, desto vertrauensseliger sind unsere Anh├Ąnger.

Das m├╝ssen wir nutzen.

Deshalb: Vergessen Sie nie, die Angst zu sch├╝ren.

Die Angst w├Ąchst mit dem Alter und mit dem Alter die Angst.

Deswegen muss es richtig sein, sie zu sch├╝ren.

Mit allen Mitteln.

Das ist unser Kapital.

Und das ist die Wahrheit.

Wer das nicht versteht, hat wie Frau L. keinen Platz mehr unter uns.

Ihr

Dr. D.

stellvertretend f├╝r den Vorstand, Kopie an die Sozen und die „Freiheitlichen“

Die gute Truppe

Medien informieren – aber sie manipulieren auch. Das Mediengesch├Ąft ist wie jedes andere auch – es ist auf Erfolg aus. Um Erfolg zu haben, muss man seine Kunden pflegen. So geschehen am 20. Mai 2009 im Mannheimer Morgen.

Glosse von Hardy Prothmann

Erinnern Sie sich noch, wie das damals war, als es dem Altkanzler Gerhard Schr├Âder (SPD) gar nicht gut ging? Da kam das Oder-Hochwassser. Schr├Âder stand fest auf dem Damm und alle liebten ihn, weil er das Problem anpackte.
Hochwasser hat auch den Ruf des Altkanzlers Helmut Schmidt (SPD) als „nervenstarken Krisenmanager“ befestigt, damals, bei der Flut in Hamburg.

Der Unterschied zwischen beiden ist: Schmidt war damals Senator in Hamburg und hatte keine politischen Probleme, sondern ein enormes Hochwasserproblem. Das hat er mit Bravour gel├Âst. Seitdem war er der „Krisenmanager“.

Schr├Âder hatte ein enormes politisches Problem, erinnerte sich an Schmidt├é┬áund konnte├é┬ádieses mit einem enormen Hochwasserproblem, das zuf├Ąllig zur rechten Zeit kam, l├Âsen. Er wurde zum „Krisenkanzler“.

Was das mit Heddesheim zu tun hat?

Nun: B├╝rgermeister Kessler und der Gemeinderat haben ein enormes politisches Glaubw├╝rdigkeitsproblem. Leider gibt es aber kein Hochwasser im Ort.

Was also tun? Irgendwas mit Wasser halt. Wasser, Wasser, Wasser… Klar doch: Wir machen eine Feuerwehr├╝bung! Da gibts viel Wasser, hat sich irgendjemand gedacht.

Also werden die Kunden gepflegt: Der B├╝rgermeister, vor Ort wie Schmidt und Schr├Âder damals, Feuerwehr-Gemeinder├Ąte.

Sie sagen jetzt: „Moment, die Leser sind doch die Kunden -├é┬ádie zahlen schlie├člich 30 Euro ebbes Monat f├╝r Monat f├╝r die Zeitung!“
Das ist richtig und addiert sich ├╝bers Jahr aber nur├é┬áauf 360 Euro ebbes. Die Leser „brauchen“ ihre Zeitung beispielsweise f├╝r Termine und um zu schauen, was so los ist, denn es gibt ja nur die eine├é┬áund bestellen diese eine mangels Alternative nicht ab.
Dass die Leser die Kunden sind, ist aber nur vordergründig richtig.

Abo-Einnahmen sind f├╝r die Zeitungen nur ein Zubrot, nicht das Gesch├Ąft. Das Gesch├Ąft macht man mit echten├é┬áKunden. Abonnenten denken nur, dass sie Kunden sind, weil man ihnen das so sagt, gutgl├Ąubige Kunden eben.

Das ist in der Politik ├Ąhnlich: Das Volk hat die Stimme, aber eben nur bei der Wahl, dazwischen ist es egal.

Gesch├Ąftlich richtig ist: Eine einzige mittelgro├če Anzeige, wie sie Gemeinden st├Ąndig bringen (m├╝ssen) kostet locker 300-400 Euro. Nur eine einzige. Davon gibt es (so hofft die├é┬áZeitung, d. Red.) viele und hier wird ein Gesch├Ąft draus.

Die Leser geben so etwas nie auf, au├čer, die Oma stirbt oder der Leser hat Kommunion, heiratet, hat goldene Hochzeit und stirbt dann auch. In der Summe macht das f├╝nf Anzeigen auf ein Leben verteilt. Nicht gerade viel.

Sie erinnern sich. Die Frage war: „Wer ist der gute Kunde der Zeitung?“

Zur├╝ck zur Kundenpflege.
Die Botschaft steht in gro├čen Buchstaben ├╝ber dem Artikel:

„Das ist wirklich eine gute Truppe“

Die Truppe in der Reihenfolge ihres Erscheinens:
Dieter Kielmeyer, stellvertretend f├╝r die CDU
J├╝rgen Merx, stellvertretetend f├╝r die SPD
Gemeinderatsmitglieder, stellvertretend f├╝r sich selbst
Michael Kessler, stellvertretend f├╝r sich selbst

Applaus. Abgang.

Das heddesheimblog

Anmerkung der Redaktion:
Damit keine Missverst├Ąndnisse aufkommen: Das heddesheimblog kritisiert nicht die Feuerwehr und ihre ├â┼ôbungen. Freiwillige Feuerwehren und der Einsatz der ehrenamtlichen Feuerwehrm├Ąnner sind ein hohes Gut. Um im Notfall helfen zu m├╝ssen, ist es notwenig, dass die Feuerwehr ├╝bt.

———————-
Lesen Sie auch:

Dokumentation: Es brennt in Heddesheim
Kommentar: Heldenst├╝ck mit Hintergedanken

+++Verschlusssache+++ III

Satire

An den B├╝rgermeister K.
Ratlosplatz
Pfenningheim

Betreff: Ihre Anfrage
Int. Z. 08/15, Gutachten, nur f├╝r den internen Gebrauch bestimmt
empfohlen als +++Verschlusssache+++

Sehr geehrter Herr K.,

haben Sie besten Dank f├╝r Ihren an uns vergebenen lukrativen Auftrag.

Weisungsgem├Ą├č haben wir eine Pers├Ânlichkeitsanalyse aufgrund der uns vorhandenen Daten erstellt. Eine ausf├╝hrliche Expertise mit ├╝berzeugenden Grafiken und Bildern lassen wir Ihnen dieser Tage auf dem Ihnen bekannten Weg zukommen. Hier die Zusammenfassung:

Herr B. ist ein kleiner Mann. Vermutlich strebt er deshalb Gr├Â├če an. Deswegen will er auch „repr├Ąsentativ“ sein. Daf├╝r spricht auch, dass er gerne bedeutungsvolle W├Ârter wie „systemisch“ verwendet.
Allerdings ist er nicht zu untersch├Ątzen. Seine Aussage, „alle systemischen und vern├╝nftigen Gr├╝nde sprechen dagegen“, hat eine innere Logik:
„Ein System (von griechisch ├ĆĂĺ├Ć┬Ź├ĆĂĺ├ĆÔÇ×├Ä┬Ě├Ä┬╝├Ä┬▒, altgriechische Aussprache s├â┬Żstema, heute s├â┬şstima, „das Gebilde, Zusammengestellte, Verbundene“; Plural Systeme) ist eine Gesamtheit von Elementen, die so aufeinander bezogen sind und in einer Weise wechselwirken, dass sie als eine aufgaben-, sinn- oder zweckgebundene Einheit angesehen werden k├Ânnen und sich in dieser Hinsicht gegen├╝ber der sie umgebenden Umwelt abgrenzen.“

Das wiederum entspricht n├Ąmlich den Tatsachen, wenn Sie das Gremium, also den GR, als System einer „Einheit“ betrachten, die auf sich bezogen ist und sich gegen├╝ber der Umwelt, also den Proletariern, abgrenzt. Diese Einheit, systemisch betrachtet, zu gef├Ąhrden, w├Ąre nicht „vern├╝nftig“, wenn das System selbstreferentiell die Vernunft an sich darstellt.

Herr W. hingegen ist ein schwer einzusch├Ątzender Fall. Nach langen internen Debatten m├╝ssen wir „mit Bauchschmerzen“ feststellen, dass es sich bei seiner Weltanschauung um einen wahrscheinlich fast aussichtslosen Fall von Determinismus handelt, was aber durchaus zu ihren Gunsten ist:
„Dem Determinismus liegt die Annahme zugrunde, dass alle Ereignisse, die geschehen, eine zwangsl├Ąufige und eindeutige Folge aus vorangegangenen Ereignissen sind (seine Partei hatte schon immer das Sagen, d. Verf.). Wenn der gesamte Zustand eines Systems zu einem beliebigen Zeitpunkt definiert ist und die darin geltenden Gesetze eindeutig sind – d. h. dass sie bei identischen Anfangsbedingungen immer das gleiche Ergebnis hervorbringen -, so ist der Zustand des Systems zu jedem zuk├╝nftigen Zeitpunkt festgelegt.“

Herrn W. ├╝ber diese Einsichtsgrenze zu bringen, halten wir f├╝r ein nahezu aussichtsloses Unterfangen, weil er das D in seinem Parteinamen eben „deterministisch“ definiert und als „demokratisch“ ├╝bersetzt. Aber es ist ja auch nicht gew├╝nscht, dass er den „Grenzsprung“ wagt.

Herr M. hingegen ist einfach nur eitel, das zeigt sein ├âÔÇ×u├čeres ohne jeden Zweifel. Sie ben├Âtigen keine besonderen Strategien, um ihn bei der Stange zu halten. Loben Sie ihn und alles ist gut. Seine Zeit ist abgelaufen, was er allerdings noch nicht wei├č. Danach kommt ein Ersatz:
Eitelkeit hat auch die abweichende, urspr├╝ngliche, aber heute veraltete Bedeutung: Verg├Ąnglichkeit, Nichtigkeit, Leere und Vergeblichkeit (vgl. engl. idle oder dt. etwas vereiteln). Insbesondere im Barock war das Lebensgef├╝hl der Vergeblichkeit (siehe z.B. das Barocksonett Es ist alles eitel) jedes irdischen Strebens eine der zentralen Motive der Literatur.

Soviel zu den „Leadern“ der Gruppen. Die Einzelmitglieder ben├Âtigen keiner differentiellen Betrachtung. Ihr Herdentrieb ist ordentlich ausgepr├Ągt, Widerst├Ąnde sind nicht zu erwarten.

Haben Sie nochmals besten Dank f├╝r ihr Vertrauen in unsere Arbeit.

Mit freundlichen Gr├╝├čen

Lauterwein und Partner

Anhang:
Rechnung
Analyse zur internen Verwendung
Spesenabrechnung

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Lesen Sie auch:
+++Verschlusssache+++
+++Verschlusssache+++ II

Artikel zum Thema:
Artikel: Top 6 abgelehnt
Kommentar: Leerstunde der Demokratie
Meldung: Ulrike Lochb├╝hler ist aus der CDU ausgetreten
Meldung: CDU, FDP und SPD lehnen B├╝rgerbefragung rundweg ab

In eigener Sache: Glosse, Satire, Kommentar, Artikel…

Guten Tag!

Liebe Leserinnen und Leser,

in den vergangenen Tagen haben wir sehr, sehr viele Rückmeldungen zum heddesheimblog bekommen. Das freut uns und alle, auch Sie, die daran beteiligt sind.

Was uns nicht freut, ist, dass nicht alle verstehen, was hier wie ver├Âffentlicht wird. Das heddesheimblog ist ein journalistisches Angebot. Das hei├čt, alle Ver├Âffentlichungen unterliegen dem Presserecht und dem Grundgesetz.

Die Ver├Âffentlichungen verwenden unterschiedliche Stilmittel, auch Darstellungsformen genannt. Obwohl wir in einer „Mediengesellschaft“ leben, scheinen viele Menschen diese Feinheiten nicht zu kennen. Deswegen fasse ich die wichtigsten hier zusammen, zum besseren Verst├Ąndnis und als Argumentationshilfe, wenn Sie mit anderen ├╝ber das heddesheimblog diskutieren.

Journalistische Stilmittel (hier gehts zur Ãœbersicht auf Wikipedia)

Artikel:
Dieser Begriff trifft auf alle journalistischen Texte zu. Also die Nachricht oder Meldung, den Bericht, die Reportage, das Interview, den Kommentar, die Glosse, die Satire, das Feature, das Portr├Ąt…
Journalisten nennen einen Artikel auch „St├╝ck“ oder „Riemen“ (besonders langer Text)

Meldung, Nachricht, Bericht:
Das sind kurze Formen journalistischer Texte. Sie beantworten die sogenannten W-Fragen (Wer hat wann was warum mit welcher Wirkung usw. getan), die beliebig erweiterbar sind.

Artikel:
Eigentlich der Oberbegriff f├╝r alle Texte. Wird aber h├Ąufig f├╝r einen umfassenden Text verwendet, der deutlich l├Ąnger als ein Bericht ist.

Reportage, Feature:
Das sind sehr bildhafte Darstellungen auch mit pers├Ânlichem Blick des Journalisten. Eine Reportage muss vom Journalisten selbst „erlebt“ sein, das hei├čt, er ist vor Ort gewesen. Die Berichterstattung kann subjektiv sein.
Beispiel: SPD-Kandidatenvorstellung l├Ąuft aus dem Ruder

Portr├Ąt:
Bei Personen eine sehr pers├Ânliche Darstellung mit Elementen der Reportage, des Interviews, des Features. Bei Unternehmen oder Institutionen etwas sachlicher.
Beispiel: Unser Mann von der Tankstelle

Kommentar:
Subjektiver Artikel, in dem entweder das F├╝r und Wider von Argumenten abgewogen wird oder eine eigene Meinung pointiert dargestellt wird.
Beispiel: Herr Kessler ist in Not oder Die „sauberste L├Âsung“

Glosse:
aus Wikipedia: „Ein Sammelbegriff f├╝r besonders kurze Meinungsartikel mit einer sehr spitzen Argumentation. In einer Glosse k├Ânnen aktuelle Themen jeder Art behandelt werden, sie werden allerdings aus sehr subjektiver Sicht gesehen. Meist ist ihr Unterton heiter und ironisch…“
Beispiel: Das Gesetz der Omerta

Satire:
aus Wikipedia: „…ist eine Spottdichtung, die mangelhafte Tugend oder gesellschaftliche Missst├Ąnde anklagt. Historische Bezeichnungen sind im Deutschen auch Spottschrift, Stachelschrift und Pasquill (gegen Personen gerichtete satirische Schm├Ąhschrift).
Beispiel: +++Verschlusssache+++

Einen sch├Ânen Tag w├╝nscht

Das heddesheimblog

+++Verschlusssache+++ II

Satire

Die Fraktionsvorsitzenden im
Pfenningheimer Gemeinderat e.V. (eingeschworene Vereinigung)

An
den Herrn B├╝rgermeister K.

Nicht f├╝r die ├ľffentlichkeit / Status: +++GEHEIM+++
Az: 08/15/2, +++Verschlusssache+++

Ihr Betreff: Geschlossenheit und Nachrichtensperre

Sehr verehrter Herr B├╝rgermeister K.,

wir wissen um das Problem und haben auch schon die notwendigen Schritte eingeleitet. Sozialem Druck ist auf Dauer niemand gewachsen. Das wissen wir am besten. Deswegen haben wir die Maschen enger gezogen. Denn eines ist klar: Wer nicht f├╝r uns ist, ist gegen uns.

Das wird ab sofort jedem klargemacht. Ohne Ansehen der Person. Vor dem Gesetz, also uns, sind schlie├člich alle gleich.
Wir wissen, wie sehr Sie um unser aller Wohl besorgt sind. Ihre Entscheidung, keine Informationen an diesen Schmierfink zu geben, haben Sie ja bereits in die Tat umgesetzt und jegliche Interviewanfragen verweigert.

Wie so oft, bewundern wir Sie dabei f├╝r ihre Geschicklichkeit. Das Argument, dass der angeblich so unabh├Ąngige Journalist ja ein Kandidat sei, ist gerissen f├╝r alle gut nachzuvollziehen.

Wir wollen schlie├člich das Beste f├╝r alle – auch wenn viele zu beschr├Ąnkt versaut verdorben bescheuert aufgewiegelt sind, um das zu verstehen.

Heute Abend├é┬ágibt es die einmalige Gelegenheit, dem Heuchler sein Fell abzuziehen. Doch was tun? Wir mutma├čen, dass er sich gut vorbereitet hat.

Sie wissen doch immer, was zu tun ist, also werden wir das auch tun. F├╝r ein einig Pfenningheim.

Es gr├╝├čen Sie herzlichst

Ihre Fraktionsvorsitzende und alle auf Linie gebrachten vom Guten, Wahren, Sch├Ânen ├╝berzeugten Kandidaten. Wir sagen: F├╝r ein einig Pfenningheim. Wir wissen, was gut ist. Wir sind f├╝r alle da. Wir.

Dr. D.
J.M.
F.H.

F├╝rs Protokoll: Nicht unterzeichnet hat R.E. Das kostet ihn was.

Wir haben ├╝brigens folgende Botschaft abfangen k├Ânnen: Was hat das zu bedeuten?
„Quid ergo dicendum ? Quod Deo quidem substantialis est Filii productio, nec tamen de Deo substantialiter praedicatur. Nihil enim substantialiter praedicari potest, nisi quod per se et absolute praedicabitur. Sed Patris productio ad aliam refertur personam. Pater namque respectu filli pater dicitur. ‚Pater‘ ergo non per se, sed alterius personae respectu de Deo praedicabitur. Non ergo substantialiter … Si quis ergo quaesierit, an Deo substantialis sit paternitas et consimilia, nec concedendum esse hoc nec negandum putamus, ne forte vel ipsa negatio falsitatis periculum incurrat, vel concessio propter novitatem verborum intellectum in aliquo pravum constituat.“

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+++Verschlusssache+++
+++Verschlusssache+++ III

+++Verschlusssache+++

Satire

B├╝rgermeister K.
Rathausplatz
Pfenningheim

An
die Gemeinder├ĄtInnen 18. Mai 2009

Nicht f├╝r die ├ľffentlichkeit / Status: +++GEHEIM+++
Az: 08/15, +++Verschlusssache+++

Betreff: Geschlossenheit und Nachrichtensperre

Liebe Gemeinder├Ątinnen und Gemeinder├Ąte,

wie Sie wissen, haben wir ein Problem in unserer Gemeinde. Seit einigen Wochen treibt sich hier ein sogenannter Journalist herum und macht die Leute verr├╝ckt. Leider ist „dieses Problem“ nicht zu ├╝bersehen, erreicht dieser Schmierfink doch zum Teil sein Ziel. Wir m├╝ssen deswegen Geschlossenheit zeigen. F├╝r ein einig Pfenningheim.

Deshalb bitte ich Sie, meine lieben Gemeinder├Ątinnen und Gemeinder├Ąte, um Haltung. Lassen Sie sich nicht beirren oder gar verr├╝ckt machen.

Die Journalisten schreiben eh nur dummes Zeug. Mit ihnen zu reden hat ├╝berhaupt keinen Sinn. Erstens verstehen sie nicht, was man ihnen sagt und zweitens, egal ob sie es verstehen oder nicht, schreiben sie nur Bl├Âdsinn.

Das allerletzte ist, dass sie auch noch behaupten, sie w├╝rden informieren. Das Gegenteil ist der Fall. Manipulation, Desinformation, Agitation: Nur das haben diese Berufsn├Ârgler und Wadenbei├čer im Sinn. Hauptsache, sie kriegen Aufmerksamkeit. Nur darum geht es ihnen in Wirklichkeit.

Deswegen sollte man sie ignorieren. Einfach ├╝bersehen. Irgendwann geben sie dann auf. Haben eh keine Steherqualit├Ąten, sonst w├Ąren sie auch nicht Journalisten geworden, sondern was Anst├Ąndiges, zum Beispiel B├╝rgermeister. Verdammtes Pack.

Aus dem Dorf jagen, k├Ânnen wir ihn leider nicht. Aber wir k├Ânnen ihn aushungern. Geben Sie deshalb auf keinen Fall Interviews, geben Sie keine Informationen heraus und warnen Sie die Leute vor diesem Wortverdreher.

Es gr├╝├čt Sie herzlichst

Ihr B├╝rgermeister K.

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