Mittwoch, 26. September 2018

Ziel ist Sicherung der Kinderbetreuung in der Ortsmitte

Gemeinde erweitert Sanierungsgebiet „Ortskern II“

Heddesheim, 28. Juni 2012. (red) Der Gemeinderat hat einstimmig eine von der Verwaltung vorgeschlagenen Erweiterung des Sanierungsgebiets „Ortskern II“ beschlossen. Darin sind zwei neue Gebiete enthalten – der Kindergarten in der Werderstra├če sowie rund um das evangelische Gemeindehaus.

Baugebiet „├ľstlich der Schaafeckstra├če“ offiziell ├╝bergeben

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Neues Baugebiet in der Johannes-Lehmann-Stra├če. Bild: hp

Heddesheim, 15. November 2009. Das Baugebiet „├ľstlich der Schaafeckstra├če wurde am Samstag offiziell ├╝bergeben. Auf dem 0,7 Hektar gro├čen Gel├Ąnde k├Ânnen bis zu achtzehn Wohneinheiten enstehen.

Am Samstag, den 14. November 2009, hat B├╝rgermeister Michael Kessler die „Eigent├╝mer, angrenzende Eigent├╝mer, Gemeinder├Ąte und Besucher“ zur offiziellen ├â┼ôbergabe des Sanierungsgebiets „├ľstlich der Schaafeckstra├če, das nunmehr Baugebiet ist, begr├╝├čt: „Wir haben hier ein kleines, aber feines k├╝nftiges Wohngebiet mit 0,7 Hektar (7000 qm, d. Red.). Das ist Platz genug f├╝r achtzehn neue Wohneinheiten.“

An der r├╝ckw├Ąrtigen Kante sollen Doppelh├Ąuser entstehen. Weiter seien Einzelh├Ąuser und eine „Reihenhaussituation“ geplant. Ein Verbindungsweg f├╝hrt zum Edeka-Markt und schlie├čt das Gebiet somit an die Ortsmitte an. Durch das Entgegenkommen eines Eigent├╝mers wurde ein zweiter Verbindungsweg geschaffen, der zum Kindergarten an der Werderstrasse f├╝hrt – was neben der ruhigen Lage die Attraktivit├Ąt des Gebiets f├╝r junge Familien sicherlich steigert.

Die neue├é┬á„Johannes-Lehmann-Stra├če“ ist nach dem fr├╝heren B├╝rgermeister und ersten Ehrenb├╝rger Heddesheims, Johannes Lehmann, benannt. Die Stra├če ist eine Sackgasse und kann von der Werderstra├če aus erreicht werden.

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Der Bebauungsplan "├ľstlich der Schaafeckstra├če". Quelle: Gemeinde Heddesheim

Das Baugebiet war zuvor im Laufe der Woche bereits ohne M├Ąngel abgenommen worden. Eine besondere Herausforderung sei die Grundst├╝ckssituation gewesen. Es sei einfacher, auf der gr├╝nen Wiese zu planen als in einem bestehenden Gebiet. Jeder Eigent├╝mer habe seine individuellen W├╝nsche gehabt, so der B├╝rgermeister. Die Grundst├╝cksgr├Â├čen seinen nicht ver├Ąndert worden und beliefen sich auf Gr├Â├čen von 160 bis 382 Quadratmeter. ├â┼ôber die Ma├čnahme wurde seit 2003 diskutiert – ab Juni 2009 wurden Scheunen und andere Geb├Ąude abgerissen und das Gebiet erschlossen und gestaltet.

Bislang hat allerdings noch keiner der elf Grundst├╝ckseigent├╝mer einen Bauplatz verkauft. Die Sanierung wurde mit Mitteln des Bundes und des Landes finanziert, sowie der Kommune, die rund 200.000 Euro zugeschossen hat.

Die Kosten von rund 680.000 ├óÔÇÜ┬Č setzen sich zusammen aus den Kosten f├╝r den Abbruch und die Freilegung der Grundst├╝cke, den Erschlie├čungskosten f├╝r Stra├čenbau, die Kosten f├╝r die Wasserversorgung sowie f├╝r die Abwasserbeseitigung, der Verfahrenskosten der Umlegung und der Planungskosten.

Im Rahmen des komplexen Umlegungsverfahrens (Wertumlegung) haben sich die Eigent├╝mer an den Bodenwertsteigerungen f├╝r die neuen Baupl├Ątze finanziell beteiligt, abh├Ąngig von der Gr├Â├če und dem Wert der eingeworfenen Grundst├╝cke und der zugeteilten Baupl├Ątze. Dieser Anteil der Eigent├╝mer liegt bei rd. 365.000 ├óÔÇÜ┬Č, wovon wiederum die in der Sanierung ├╝blichen 60 Prozent an das Land zur├╝ckfliessen (rd. 219.000 ├óÔÇÜ┬Č). Der Gemeinde verbleichen somit rund 150.000 ├óÔÇÜ┬Č von den Eigent├╝mern. Da das Baugebiet im Sanierungsgebiet „Ortskern II“ liegt, erh├Ąlt die Gemeinde hier Finanzhilfen aus dem SEP-Programm (Bund/Land) in einer H├Âhe von rund 320.000 ├óÔÇÜ┬Č. Der Anteil der Finanzhilfe liegt im Regelfall bei 60 Prozent der f├Ârderf├Ąhigen Aufwendungen.
Bei Kosten von 680.000 ├óÔÇÜ┬Č abz├╝glich dem Anteil der Eigent├╝mer von 150.000 ├óÔÇÜ┬Č sowie 320.000 ├óÔÇÜ┬Č Finanzhilfen ├╝bernahm die Gemeinde rund 200.000 ├óÔÇÜ┬Č.

Die neuesten Baugebiete in Heddesheim wurden ├╝ber einen Erschlie├čungstr├Ąger entwickelt, der die anfallenden Kosten f├╝r die Erschlie├čung des Gebietes komplett auf die beteiligten Eigent├╝mer umlegt. Dies war hier nicht der Fall, da im Sanierungsgebiet auch ein ├Âffentlicher Zweck verfolgt wird (Sanierungsziele unter anderem: Abbruch nicht mehr erhaltenswerter Bausubstanz mit ma├čstabsgerechte Neubebauung; standortgerechte Nutzung von Grundst├╝cken und Geb├Ąuden), wie die Gemeinde auf Anfrage mitteilte.

Der B├╝rgermeister, Vertreter aus allen Fraktionen sowie der beteiligten Firmen zerschnitten symbolisch das rote Band vor mehr als 60 Besuchern. Im Anschluss stand ein Umtrunk mit Vesper auf dem Programm.

Text und Fotos: Horst P├Âlitz

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