Sonntag, 21. Oktober 2018

Erlauchter Besuch bei der Prunksitzung der Grumbe

Guten Tag!

Heddesheim, 22. Februar 2011. Die Hellesema Grumbe luden am vergangenen Samstag zur großen Prunksitzung ins Heddesheimer Bürgerhaus ein. Unter dem Motto „Manege frei für die Grumbe Narretei“ führte der 1. Vorsitzende Rudi Göhner durch die zwölf Stationen des Programms. Gute Stimmung, gelungene Tanzvorführungen und „Leut in der Bütt“ sorgten für einen kurzweiligen Abend.

Von Sabine Prothmann

Die Besucher der Prunksitzung wurden von fackelnden Schalen neben einem roten Teppich vorm Bürgerhaus empfangen. „Da fühlt man sich willkommen“, kommentierte eine Besucherin wohlwollend.

Drinnen bot sich ein buntes Bild von verkleideten, bekappten, schick gemachten, aber auch ganz „normalen“ Gästen. Schnell füllten sich die Reihen und kurz vor Beginn der Veranstaltung waren dann gut 200 Gäste im Saal.

Rudi Göhner, 1. Vorsitzender und Elferratspräsident, moderierte mit Unterstützung von Manuela Schöner, Prinzessin der Kampagne 2008/2009, das gut fünfstündige Programm und eröffnete getreu dem diesjährigen Motto „Manege frei für die Grumbe Narretei“ als Zirkusdirektor den Abend. Mit dabei natürlich der Elferrat und Prinzessin Johanna I..

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Das Mannheimer Stadtprinzenpaar besucht die Grumbe.

In farbenprächtigen Kostümen stürmten die Heddesheimer Narren zur Eröffnung auf die Bühne. Und ebenso vielseitig präsentierten sich die zwölf Stationen des folgenden Abendprogramms.

Die Stimmung im Publikum, die immer wieder von Alleinunterhalter Ralf Siegel aufgeheizt wurde, war ausgezeichnet, schon bald tanzten die Gäste zwischen den Tischreihen und an den Seiten des Bürgerhauses.

Hoher Besuch vom Mannheimer Prinzenpaar.

Mit einem dreifachen Ahoi auf Mannem, die Kurpfalz und die Hellesema Grumbe grüßte das Mannheimer Stadtprinzenpaar Oliver I. von Rat und Tat vom Feurio und Manuela I. von den Rheinauer Sandhasen.

In bunten Clownskostümen begeisterten die jüngsten der Grumbe, die Jugendgarde, mit ihrem Auftritt. Die, so Göhner, in dieser Formation erstmals auf der Bühne waren.

Laut und noch lauter – das ist Guggemusik. Und dies demonstrierten die „Grumbe-Gugger-Nodeschisser“ mit Pauken und Trompeten in ihren fantasievollen Kostümen.

Barbara Seeger, die „Luftschiff“-Wirtin, wurde neue Ehrensenatorin und bekam die Senatoren-Kappe der Grumbe aufgesetzt.

Und Prinzessin Johanna I. verteilte an die Ehrensenatoren Orden. Mit dabei, in diesem Jahr wieder, Ehrensenator und Bürgermeister Michael Kessler. „Der hat ja seine Senatorenmütze gar nicht dabei“, sagt mein Gegenüber am Tisch, „da muss er Strafe zahlen“. Der Mann gab sich als Fasnachter zu erkennen und muss es demnach wissen.

Dann geht „der Käthsche ihr Mann“, das Heddesheimer Original, Otto Klemm, in die Bütt. Was er da so von seinem Alltag mit seiner Frau erzählt, amüsiert und erzeugt viele Lacher.

Natalie Nase und Vanessa Mayer wirbelten als Tanzpaar über die Bühne.

Und auch Tanzmariechen Sabrina Mayer bekommt für ihren Auftritt viel Applaus, wenngleich sie nicht mit derselben Leistung wie früher überzeugen konnte. Die Juniorengarde zeigt ihr Können und dass bei den Hellesema Grumbe für Nachwuchs gesorgt ist.

Weniger überzeugend sind Edeltraud und Tochter Alexandra in der Bütt. Der Dialog zwischen Mutter und Tochter kommt etwas holprig daher, doch das Saalpublikum ist in guter Stimmung und amüsiert sich auch über die manchmal etwas platten Pointen.

Ralf Siegel beweist sich wieder mal als Stimmungskanone.

Zwischen den einzelnen Programmpunkten beweist sich Ralf Siegel als Stimmungskanone. Bei „Dann hol’ das Lasso raus…“ bleibt kaum ein Besucher mehr auf seinem Stuhl sitzen. Da wird mitgemacht und mitgesungen. Und dazu muss man kein eingeschworener Fasnachter sein.

Die Ilvesheimer Prinzessin Jasmin I. von der „Lachenden Insel“ kommt mit ihrem Gefolge zum närrischen Gruß im Bürgerhaus vorbei – dieser „hoheitliche“ Besuch wird natürlich kurz eingeschoben.

Der Auftritt der Großen Garde überzeugt: Die jungen Mädchen tanzen mit viel Temperament über die Bühne, schlugen Räder, sprangen ins Spagat und „schmissen“ die Beine in die Luft. Eine großartige Leistung, die mit viel Applaus belohnt wurde. Mit dem Schautanz „Gute Puppen – böse Puppen“ zeigte die Großen Garde eine Choreografie über den Gardetanz hinaus.

Thomas Kunkel vom Kappenverein aus Ober-Abtsteinach, der „Chronist der Familie Lotter“, wie ihn Rudi Göhner ankündigte, unterhielt in der Bütt mit trockenem Odenwälder Humor.

Tanzmariechen Alina Bernhard zeigte eine ganz herausragende Leistung und begeisterte mit ihrem Tanz das Publikum. Trainiert wird sie von Manuela Schöner und Livia Kärtner.

Männlich-elegant und sexy – das Männerballett der Grumbe

Für Begeisterung sorgte das Männerballett der Grumbe. Die Tänzer zeigten dem Publikum wie man sich männlich-elegant, dank dem Training von Livia Kärtner, über die Bühne bewegt. Diese sexy Darbietung wurde mit viel Applaus und Zugaberufen belohnt, was die Herren auch bereitwillig umsetzten und noch eine Zugabe tanzten.

Der Auftritt des Tanzpaars Livia Kärtner und Vanessa Herbel mutete schon nahezu akrobatisch an, durch die gekonnten Hebefiguren.

Mit der aus Italien stammenden Mannheimer Sängerin Raffaela wurde nochmals für kräftig Stimmung gesorgt. Gut gelaunt schmetterte sie italienische und englische Evergreens durch den Saal.

Auf den Auftritt von „Fräulein Baumann“ alias Dr. Markus Weber von den „Spitzklickern“ musste das Saalpublikum lange warten, wurde aber durch erstklassige Comedy entschädigt. Das war „richtig klasse“, sagte uns eine Zuschauerin begeistert. Und der Saal bebte vor Begeisterung.

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Noch gibt es Karten für die Prunksitzung der Grumbe


Guten Tag!

Heddesheim, 14. Februar 2011. (red) Rudi Göhner ist mächtig aufgeregt – denn am 19. Februar 2011 haben die Grumbe ihre Prunksitzung im Bürgerhaus. Der Organisationsaufwand ist enorm und für den Karnevalsverein ist das einer der wichtigsten Termine.

Von Hardy Prothmann

Das Programm ist voll: Showtänze, Gardetänze, Vorträge, Guggemusik, die Sängerin „Rafaella“ und „Fräulein Baumann“ (Spitzklicker) stehen auf dem Programm. „Den Ablauf zu koordinieren ist eine Heidenarbeit“, sagt Rudi Göhner.

„Aber wird sind stolz darauf, dass wir diese Fasnachtstradition immer noch anbieten“, sagt Göhner, der ein bekennender Fan der Show- und Gardetänze ist: „Was die Mädels und ihre Trainerinnen da leisten, ist einfach spitze und für mich gehört das zu einer gelungenden Fasnacht dazu.“

Die Gardemädels der Grumbe. Archivbild: heddesheimblog.de

Mit dabei sind die Tanzmariechen Alina Bernhard und Sabrina Mayer. Was da geboten wird, kann man sich in unserem Video mit Alina anschauen – übrigens mit über 9.800 Aufrufen das bestgesehenste Video in unserem Angebot:

Karnevalsvereine aus der ganzen Umgebung haben dazu angefragt und Alina für die hervorragende Leistung gratuliert:

Wahrlich „sensationell“ dürfte auch wieder Frau Baumann, alias Dr. Markus Weber, mit seinen „gefürchteten“ Auftritten werden:

Karten (11 Euro) gibt es im Vorverkauf über die Fahrschule Göhner: 06203/ 44 3 49 oder an der Abendkasse.
Einlass ist um 18:11 Uhr, Beginn um 19:11 Uhr.

Ahoi.
Das heddesheimblog

Die Grumbe sind schon wieder aktiv: „Manege frei für die Grumbe-Narretei?“

Guten Tag!

Heddesheim, 23. März 2010. Vor gut einem Monat wurde die Fasnacht beerdigt. Aus-vorbei-für-immer? Natürlich nicht. Nach einer kurzen Verschnaufpause organisieren die „Grumbe“ die nächste Kampagne. Soviel Zeit muss sein.

Interview: Hardy Prothmann

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Grumbe-Vorsitzender Rudi Göhner beim Einzug in die Residenz. Bild: hblog

Herr Göhner, die Fasnacht ist beerdigt. Waren Sie mit der Kampagne zufrieden?
Rudi Göhner: „Insgesamt sehr. Es gibt aber viele Dinge, die wir noch verbessern müssen.“

Was zum Beispiel?
Göhner: „Vor allem die Kommunikation und die Abstimmung. Die war manchmal nicht optimal. Auch die Freundschaftspflege zu den anderen Vereinen wollen wir ausbauen. Der Mannheimer Stadtprinz hat ganz richtig gesagt: Wir Fasnachter müssen mehr zusammenrücken.“

Klasse Erfolge

Sie die Veranstaltungen insgesamt so gelaufen, wie Sie sich das vorgestellt haben?
Göhner: „Ganz klar ja. Die Lady-Dinner-Night war wieder ein Riesenerfolg, die Schlagerparty lief super und auch mit der Prunksitzung bin ich zufrieden gewesen – es hätten aber schon ein paar mehr Gäste sein können.“

Da gab es noch einiges an Platz.
Göhner: „Die Prunksitzung ist absolut wichtig. Früher waren das ja todernste Veranstaltungen. Heute ist das lockerer, was ich gut finde. Die Leute erwarten heute ein anderes Programm, was wir nur bedingt anbieten können. Zwischen der Tradition und der Moderne liegt die Antwort. Das weiß ich.“

„Ich bin ein Fan des Gardetanzes.“ Rudi Göhner

Was gefällt Ihnen besonders?
Göhner: „Ich bin ein absoluter Fan des Gardetanzes. Das sind für mich Höhepunkte der Fasnacht. Ich bin froh, dass wir Sabrina Mayer als Tanzmariechen haben, weil sie sehr ungewöhnlich, aber spitzenmäßig tanzt. Und die Schwestern Alina und Alicia sind mit ihrem hohen Können eine große Bereicherung für uns.“

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Grumbe-Garde: Die "Mädels" trainieren schon wieder. Bild: hblog

Die beiden heben sich deutlich von den anderen Tänzerinnen ab. Ist da nicht Zoff vorprogrammiert?
Göhner: „Die Sorge stand im Raum. Ich habe für die Mädchen geworben – aber auch klar gemacht, dass ich kein Konkurrenzdenken will, das allen schadet. Das ist nicht eingetreten. Die beiden haben sich gut eingefügt.“

Braucht der 1. KVH denn drei Tanzmariechen?
Göhner: „Große Vereine wie der Feurio in Mannheim haben sogar acht Mariechen. Wieso sollen wir dann nicht drei oder vier haben?“

Sie haben an Aschermittwoch gesagt, „Nach der Fasnacht ist vor der Fasnacht“. Das heißt?
Göhner: „Wir, also der Vorstand, der Elferrat und andere Organisationsgruppen schauen uns die Kampagne genau an, analysieren, wo wir besser werden können und verteilen dann Aufgaben für die neue Kampagne. Wenn Sie so wollen, ist das ganze Jahr für uns Fasnacht. Neue Monate Vorbereitung ist die Pflicht, drei Monate Kampagne ist die Kür.“

Fasnacht heißt auch, Pflichten zu erfüllen.

Ist es schwer, eine Prinzessin zu finden?
Göhner: „Ja. Denn auf die Prinzessin kommt viel Arbeit zu und auch Bianca I. musste lernen, dass Sie uns repräsentiert, aber nicht regiert. Sie steht im Mittelpunkt, aber sie ist nicht der Mittelpunkt. Das hat dann auch geklappt. Während der Kampagne gibt es einen straffen Zeitplan, der eingehalten werden muss. Da müssen alle zusammen funktionieren.“

Klingt gar nicht lustig.
Göhner: „Das ist die ernste Seite hinter der Fasnacht. Man muss seine „Verpflichtungen“ erfüllen. Das gilt für alle. Wenn die Truppe aber gut zusammenwirkt, macht das einen Riesenspaß. Anderen Freude zu bereiten ist eine einzige Freude.“

Wie läufts mit der Guggemusik?
Göhner: „Da bin ich sehr zufrieden. Die organisisieren sich weitestgehend selbst und machen das klasse. Außerdem holen sie mit dem Guggemusikfest das Geld rein, das sie brauchen und kosten den Verein fast nichts extra.“

Kostüme und Orden kosten ordentlich.

A propos Kosten. Was kostet richtig viel Geld?
Göhner: „Natürlich die Kostüme. Hier haben wir Einsparungen vorgenommen, weil jetzt die Garden alle diesselbe Uniform haben, so ist gewährleistet, dass die Mädels, wenn sie „aufsteigen“ ein passendes Kostüm finden. Außerdem wird viel Näharbeit investiert. Einer der größten Posten sind aber die Orden. Wir haben in dieser Kampagne 350 Stück zu 8 Euro machen lassen, also 2.800 Euro ausgegeben.“

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Die Guggemusiker der Grumbe, angeführt von "Muli" Matthias Schulz machen nicht nur Grumbe-Chef Rudi Göhner Freude. Bild: hblog

Wie ist die wirtschaftliche Bilanz?
Göhner: „Das steht noch nicht ganz fest, aber unterm Strich sind wir gut weggekommen mit den Einnahmen aus den Veranstaltungen.“

Wissen Sie schon das Motto für die neue Kampagne?
Göhner: „Wir habe es noch nicht festgelegt, aber voraussichtlich „Manege frei für die Grumbe-Narretei“.“

Info:
Der 1. Karnevalsverein Heddesheim „Grumbe“:
Der Verein besteht seit 1996 und hat rund 300 Mitglieder. In den Garden tanzen rund 30 Mädchen, die von mehreren Personen trainiert und betreut werden.
Während der Kampagne besuchen „Abordnungen“ und die Prinzessin rund 50 Veranstaltungen. Die wichtigsten eigenen Veranstaltungen sind das Ordensfest, die Inthronisation der Prinzessin, die Lady-Dinner-Night, die Prunksitzung und die Schlagerparty.

Service:
Alle Artikel auf dem heddesheimblog zu den Grumbe

Grumbe beerdigen die Fasnacht

Guten Tag!

Heddesheim, 21. Februar 2010. Pünktlich um 19:11 Uhr begann die Beerdigungsfeier zur Fasnacht der Grumbe im St. Remigiushaus.

Von Horst Pölitz

Sitzungspräsident Hans-Willi Keller bedankte sich bei allen Mitgliedern für die geleisteten und nicht immer leichten Aufgaben während der Kampagne. Bürgermeister Michael Kessler wurde der Ratshausschlüssel von der Prinzessin Bianca I. übergeben, damit er wieder regieren kann.

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Traditionsessen: Heringe mit Kartoffeln. Bild: hblog/pöl

Für ein wenig Glück in der Trauerrunde sorgten die quirligen Tanzmariechen Alicia und Alina Bernhard. Danach gab es traditionsgemäß Hering mit Pellkartoffeln.

Die Juniorengarde zeigte Akrobatik in vollendeter Form zur eingespielten Musik aus „König der Löwen“. Livia Kärtner und Vanessa Herbel bewiesen im Paartanz nochmal ihre Klasse. Die Gruppe des Odenwaldklubs machte noch einmal Stimmung mit ihrem Schweinetango. Auch die Noddeschisser heizten noch einmal richtig nach.

„Pfarrer“ Rudolf Meier brachte seine Trauerrede karnevalsmäßig rüber. Vorstand, Elfferrat, Prinzessin, Mitglieder und Gäste ließen unter lautem Juchzen Tränen fließen.

Die Heddesemer Fasnacht ist zu Ende. „Ja und nein“, sagte der 1. Vorsitzende Rudi Göhner: „Denn nach der Fasnacht ist vor der Fasnacht.“

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Der Prunk, die Sitzung und was die Grumbe besser machen können

Guten Tag!

Heddesheim, 02. Februar 2010. Die Prunksitzung der Hellesema Grumbe bot über fünf Stunden Programm. Das ist eine mehr als ordentliche Leistung – die durchaus Potenzial hat, noch besser sein zu können.

Kommentar: Hardy Prothmann

Als junger Mann habe ich gerne Fasching gefeiert, wie das in meiner Pfälzer Heimat heißt.

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Tanzmariechen Sabrina Mayer (links) mit Prinzessin Bianca I. Bild: hblog/pöl

„Fasching“ habe ich auch in meinem ersten Artikel über einen Mannheimer Karnevalsverein geschrieben. Der MM-Redakteur Peter W. Ragge hielt mir damals (1992) eine zehnminütige Standpauke, dass es keinen Fasching in Mannheim gäbe, sondern nur die Fasnacht. Das meinte der Mann todernst.

In Mannheim ist die Fasnacht nämlich ein todernstes Geschäft. Auch das habe ich damals gelernt.

Noch die ödeste Veranstaltung mussten wir freien Mitarbeiter mit blumigstem Geschwurbel zum Erfolg hochschreiben. Statt wahrhaftig zu berichten, wurde die Lüge zur Pflicht. Ein Satz wie: „Die Leichenbittermienen der alten Männer mit den schmalen Mündern zeigten nur dann einen Anflug von Geilheit in den Augen, wenn die Tanzmariechen ihre Beine ordentlich hoch warfen und die Höschen zu sehen waren…“, musste politisch korrekt geschrieben werden: „Wie immer bestaunte das Publikum die Tanzmariechen, die ihr ganzes Können wieder einmal unter Beweis stellten. Der 1. Vorsitzende zeigte sich hoch zufrieden…“

In meinen drei Jahren beim MM versuchte ich fortan, möglichst keine Zeit an den FaschingsFasnachtswochenenden zu haben, weil ich keine Lust hatte, mich journalistisch verbiegen zu müssen.

Das heddesheimblog hat ausgiebig über die Kampagne der Grumbe berichtet – und zwar gerne. Warum? Weil es bei den Grumbe lustig zugeht, die Atmosphäre immer freundlich ist und das Todernste fehlt.

Die Grumbe sind ein junger Verein (1996) und ein aktiver allemal. Die Mädchen und jungen Frauen der Garden zeigen sehr engagierte Tänze. Das ist harte Arbeit für die Tänzerinnen, aber auch für die Trainerinnen.

Livia Kärtner muss man besonders hervorheben: Sie lebt für den Tanz und will nach dem Abitur Tanzpädagogin werden. Ihre Dynamik und ihre schier unglaubliche Energie zeigt sie mit Vanessa Herbel im Paartanz. Sie trainiert den Marschtanz der Großen Garde und zusammen mit der Vorjahresprinzessin Manuela Schöner die Tanzmariechen Alicia und Alina Bernhard sowie Sabrina Mayer.

Die frühere deutsche Rock’n Roll-Meisterin Sabrina Mayer (16) ist ein Ausnahmetalent. Ob als Tanzmariechen, in der Garde oder mit ihrer Heilbronner Tanzgruppe überzeugt die junge Tänzerin mit ihrem technischen Können und ihrer positiven Ausstrahlung auf der Bühne.

Der Nachwuchs in der kleinen Garde wird von Elke Schulz trainiert, die mittlere Garde von Martina und Linda Müller. Rund 30 Tänzerinnen sind es insgesamt. Im Vergleich zu den großen Mannheimer Vereinen ist das sehr ordentlich.

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Die Große Garde der Grumbe. Bild: hblog/pöl

Rund 300 Mitglieder hat der 1. Karnevalsverein Hellesema Grumbe, gut 80 machen aktiv mit. Der Verein leistet damit eine aktive Jugendarbeit und zeigt gesellschaftliches Engagement, in dem er die Fasnachtstradition fortführt.

Klingt, als wäre alles ganz toll. Das ist es fast. Denn es lief nicht alles rund auf der Großen Prunksitzung vom 30. Januar 2010.

Sitzungspräsident Hans-Willi Keller führte motiviert durchs Programm: Nur war er ab der zweiten Hälfte des Saales kaum noch zu verstehen. Vermutlich lag es nicht an der Technik, sondern an seinem Umgang mit dem Mikrophon. Man spricht da nicht einfach nur hinein, das muss man lernen und üben.

Das gilt auch für den 1. Vorsitzenden Rudi Göhner. Auch an seiner Moderationsarbeit gibt es einiges zu verbessern. Und es ist nicht wirklich lustig, wenn er in der Vorstellungsrunde nicht alle Namen der Mitwirkenden weiß.

Und auch der Prinzessin Bianca I. wäre geholfen. So „liebreizend“ sie anzuschauen ist, so freundlich sie sich präsentiert – am Mikrophon glänzt sie leider nicht.

Das ist den allerwenigsten Menschen einfach so gegeben: Auf einer Bühne vor Publikum zu reden, ist eine große Herausforderung. Aber eine, die man meistern kann, wenn man sich von kundigen Menschen darin unterrichten lässt. Wer denkt, „des mach ich halt irgendwie“, tut meistens sich und anderen keinen Gefallen.

Niemand erwartet einen perfekten Entertainer-Auftritt wie ihn „Fräulein Baumann“, alias Markus Weber, hingelegt hat. Aber ein wenig mehr Ãœbung würde das ganze Programm und die Arbeit aller aufwerten.

Die Grumbe könnten auch über das traditionelle Bühnenprogramm nachdenken.

Statt „Frontalunterhaltung“ wäre es gerade in einem kleineren Rahmen wie dem Bürgerhaus möglich, die Räume von Bühne und Publikum ab und an mal aufzuheben. Beim Heddesheimer Publikum wird das ankommen, denn das macht gerne und willig mit, wie die Prunksitzung gezeigt hat.

Fotostrecke: Die Prunksitzung

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Prunksitzung der Grumbe. Bild: hblog/pöl

Guten Tag!

Heddesheim, 01. Februar 2010. Die Prunksitzung der Hellesema Grumbe war straff organisiert: Die „Safari“ hatte über 20 Programmpunkte. Die Höhepunkte waren aber trotzdem schnell ausgemacht: Sabrina Mayer und ihr Heilbronner Rock’n Roll-Team, Fräulein Baumann und Tamara Pusch. Dazwischen gabs Klamauk und Schabernak und natürlich die Garden. Was sonst?

Viel Freude mit den Fotos!

Fotos: heddesheimblog/Horst Pölitz

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Einen schönen Tag wünscht
Das heddesheimblog

Video: Bianca I residiert nun in der Hellesema Stubb

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Die schöne Bianca I in ihrer neuen Residenz. Bild: hblog

Guten Tag!

Heddesheim, 07. Januar 2010. Die Heddesheimer Grumbe-Prinzessin Bianca I von Kamm und Schere ist in ihre neue Residenz eingezogen. Mit dabei natürlich die „Nodeschisser“ mit ihrer Guggemusik.

1. Vorsitzender und Elferratspräsident Rudi Göhner sowie der Sitzungpräsident Hans-Willi Keller begrüßten die Mitglieder und Gäste in der neuen Residenz. Auch die erblondete Prinzessin richtete Grußworte an ihre Festgemeinschaft und forderte eine dreifaches Ahoi.

Am 23. Januar 2010 gibt es die nächste Grumbe-Veranstaltung: Ladies Night.

Einen schönen Tag wünscht
Das heddesheimblog

Grumbe Ahoi, Hellese Ahoi, Kurpfalz Ahoi – Kampagne der Grumbe eröffnet

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Bianca I. präsentierte sich beim Kampagnenstart zum ersten Mal bei den Grumbe. Bild: hblog

Guten Tag!

Heddesheim, 12. November 2009. Die diesjährigen Kampagne der „Grumbe“ ist eröffnet. Die neue Prinzessin heißt Bianca I. von Kamm und Schere und ist „eine echte Granate“.

Von Horst Pölitz

Sitzungspräsident Hans-Willi Keller eröffnete nach dem traditionellen musikalischen Einmarsch mit den Tanzmariechen und den Garden, um 19.11 Uhr die diesjährige Kampagne im Foyer der Nordbadenhalle.

Zunächst begrüsste er die scheidende Prinzessin Manuela I. und bedankte sich für die hervorragend geleistete Arbeit während ihrer Amtsperiode. Weiterhin begrüsste er den 1. Vorsitzenden Rudi Göhner, den 2. Vorsitzenden Gerhard Merx, die Senatorinnen, Senatoren und den Senatspräsidenten Heiner Treiber. Desweiteren alle Elferräte, die Gardeministerin Elisabeth Syrer, Trainerinnen und Betreuerinnen der Gardeabteilung, die Guggemusikabteilung mit Abteilungsleiter Dieter Bauer und den musikalischen Leiter Mathias Schulz.

Viele neue Namen.

Hans-Willi Keller schloss mit den Worten „Ich hoff, dass ich niemand vergesse hab und auf die neue Kampagne Grumbe Ahoi, Hellese Ahoi, Kurpfalz Ahoi“.

Die Juniorengarde hat Zuwachs bekommen: Annabelle Bierreth, Marie Badent, Angelina Beyer und Sandra Zippel präsentierten sich zum ersten Mal. Die Tanzmariechen werden von Alicia und Alina Bernhard verstärkt. Bei der Kleingarde konnte Selina Buschmann neu begrüsst werden. Auch der Elferrat hat zwei neue Mitglieder: Yvonne und Steffen Kleber.

Manuela 1. nahm noch ihre letzte Amtshandlung vor und zeichnete mehrere Mitglieder für ihre Leistungen in 2008 und 2009 aus.

Mathias Schulz sorgte für den musikalischen Ablauf und es wurde kräftig geschunkelt.

Die neue Prinzessin heißt Bianca I. von Kamm und Schere

Traditionsgemäss wurde die neue Grumbeprinzessin Bianca I. von Kamm und Schere ihrer künftigen Gefolgschaft vorgestellt. Bianca I., mit bürgerlichem Namen Bianca Granath, ist achtzehn Jahre jung und führt den Namenszusatz aufgrund ihrer Ausbildung und kommt aus Viernheim: „Ihr Nachname lädt zum Wortspiel ein – sie ist eine echte Granate“, sagte Rudi Göhner.

Heddesheim und Viernheim, wie verträgt sich das? Rudi Göhner findet klärende Worte: „Bianca Granath hat familiäre Verbindungen nach Heddesheim. Marianne Koffke und Uschi Mayer sind ihre Patentanten“.

Die Inthronisation der neuen Prinzessin wird am 21. November 2009 um 19:11 Uhr stattfinden, wenn die Grumbe zugleich zum Eröffnungsball und Ordensfest ins Bürgerhaus einladen.

Alle Bilder: heddesheimblog / Horst Pölitz

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