Dienstag, 11. Dezember 2018

Stimmen und Stimmungen zu unseren Lokalblogs

Das Heddesheimblog feiert 4-j├Ąhriges Jubil├Ąum!

Anm. d. Red.: Die Beitr├Ąge sind alphabetisch geordnet, entweder nach Name oder Institution. Nicht alle angeschriebenen Personen haben zum vorgegebenen Termin aus Zeitgr├╝nden reagieren k├Ânnen – wir aktualisieren den Artikel im Laufe der Woche durch weitere Stimmen. Sie, liebe Leserin, lieber Leser, k├Ânnen nat├╝rlich auch Ihren Kommentar verfassen. [Weiterlesen…]

BUND Heddesheim engagiert sich auch 2013 f├╝r den Naturschutz

Verm├╝llte Biotope und ein zerst├Ârtes Insektenhotel

Heddesheim, 20. Februar 2013. (red/zef) Auch f├╝r das Jahr 2013 stehen bei der Ortsgruppe Heddesheim des Bunds f├╝r Umwelt und Naturschutz in Deutschland gro├če Herausforderungen an: Die Biotope sind teilweise heftig verm├╝llt, das Insektenhotel wurde erneut zerst├Ârt. Auf der Jahreshauptversammlung stellte die Ortsgruppe die Weichen, um dies zu meistern.

Von Ziad-Emanuel Farag

Am Samstag, den 23. Februar, s├Ąubert die BUND-Gruppe Heddesheim die Biotope. Maria Landenberger, Vorsitzende der Ortsgruppe, ├Ąu├čert sich hierzu optimistisch:

Gut 20 Personen aus Heddesheim haben letztes Jahr sehr viel M├╝ll aus den Biotopen entfernt. Es haben sehr viele mit angepackt, die zum Teil gar nicht Mitglied der Ortsgruppe sind. Das hat uns sehr gefreut. Auch in diesem Jahr hoffen wir wieder auf viele tatkr├Ąftige Unterst├╝tzung. Besonders in den Landgr├Ąben k├Ânnen wir jede helfende Hand gebrauchen. Es ist erschreckend, dass jedes Jahr ├ľlf├Ąsser auftauchen.

Ihre Grundst├╝cke m├Âchte die Ortsgruppe pflegen und so weitere Fl├Ąchen unber├╝hrter Natur schaffen. Dabei st├Âren momentan wildwuchernde Brombeeren und Kirschen, die der restlichen Vegetation kaum Platz lassen. Hierbei soll auch das Insektenhotel wieder aufgebaut werden. Wie 2009 wurde es auch 2012 zerst├Ârt.

Der Vorstand der BUND-Gruppe Heddesheim (von links nach rechts): Dr. Klaus Wagner (stellvertretender Vorsitzender und Kassenwart) Johanna Fath und Richard Landenberger (Kassenpr├╝fer) und Maria Landenberger (Vorsitzende)

Insgesamt kann man aber mit der Bilanz f├╝r 2012 zufrieden sein: Am 26. Juli 2012 konnten am Badesee in Heddesheim Zwergflederm├Ąuse in freier Wildbahn beobachtet werden. Es stand au├čerdem eine Kr├Ąuterwanderung in Hemsbach an. Die reiche Flora und Fauna des Odenwaldes erwies sich hierf├╝r als reichhaltiger Schatz.

Das Ganze stie├č auf so eine gro├če Resonanz, dass es in diesem Jahr auch eine f├╝r Eltern und ihre Kinder stattfinden wird. Ebenfalls wird es eine Aktion geben, bei der Kinder zusammen mit ihren Eltern Pf├Ąhle bauen, die die einzelnen Grundst├╝cke begrenzen sollen.

Die gute Arbeit 2012 schlug sich auch in den Vorstandswahlen nieder: Maria Landenberger als erste Vorsitzende und Dr. Klaus Wagner als Kassenwart und ihr Stellvertreter wurden einstimmig wiedergew├Ąhlt.

 

Gastbeitrag: Grobe Bespitzelung in Heddesheim


Guten Tag!

Heddesheim, 03. M├Ąrz 2011. Richard Landenberger hat als B├╝rger von Heddesheim und Vorsitzender des Regionalverbandes Rhein-Neckar-Odenwald des BUND die Berichterstattung zum Thema „grobe Ungeb├╝hr“ verfolgt und einen Gastbeitrag geschrieben.

Von Richard Landenberger

Wegen „grober Ungeb├╝hr“ sei Gemeinderat Prothmann aus dem Saal geflogen, berichtet der MM und macht dies zu seiner ├â┼ôberschrift.

Man kann der Meinung sein, twittern oder SMS-Schreiben w├Ąhrend einer Gemeinderatsitzung sei nicht in Ordnung. Dann mu├č dieser Ma├čstab aber auch f├╝r die Bundeskanzlerin gelten, die das st├Ąndig zelebriert und nicht nur f├╝r einen unfolgsamen Gemeinderat.

Auch ein Herr Hauptamtsleiter kann Twitternachrichten verfolgen wie er will. Wenn er dies aber w├Ąhrend einer Gemeinderatssitzung zum Bespitzeln einsetzt und dies sofort seinem Vorgesetztem meldet, dann ist dies der Skandal in der Angelegenheit.

Eine freie Presse mu├č diesen ├â┼ôbergriff thematisieren und nicht den sp├Ąter erfolgten Hinauswurf des Bespitzelten. Ein solcher ├â┼ôbergriff durch die Obrigkeit darf nicht hingenommen werden.

Leider ist dieser Vorfall keine Einzelfall in unserer Gesellschaft. Der BUND Regionalverband wurde illegalerweise ├╝berwacht, weil er 2010 die Umzingelung des AKW Biblis mitorganisiert hat und zu den Blockaden der Castortransport aufruft und sich daran beteiligt.

Der Polizeispitzel konnte allerdings enttarnt werden. ├â┼ôberhaupt kann man erkennen, da├č derzeit in Baden-W├╝rttemberg eine neues Spitzelnetz der Beh├Ârden aufgebaut wird. Denn junge Menschen werden aktiv, das alte ├â┼ôberwachungsnetz taugt nichts mehr.

In anderen L├Ąndern wird der Obrigkeits- und ├â┼ôberwachungsstaat bek├Ąmpft. Lassen wir es bei uns erst nicht soweit kommen. Wir m├╝ssen uns schon bei jeder ‚Kleinigkeit‘ wehren.

Einw├Ąnde, Einw├Ąnde, Einw├Ąnde – das Prinzip Hoffnung oder eine „Chance“?

Guten Tag!

Heddesheim, 24. M├Ąrz 2010. Rund 140 B├╝rgerInnen sind zur Informationsveranstaltung des Ortsverbands B├╝ndnis90/Die Gr├╝nen zusammen mit BUND und der IG neinzupfenning gekommen.

Das Thema des Abends: Wie formuliert man einen Einwand gegen die geplante „Pfenning“-Ansiedlung?├é┬áUnd: Welchen Sinn machen Einspr├╝che?

Gemeinder├Ąte der Fraktion B├╝ndnis90/Die Gr├╝nen informierten umfassend. Die B├╝rger stellten Fragen: „Bringen Einw├Ąnde wirklich was oder ist das nur eine Besch├Ąftigungstherapie f├╝r die Verwaltung?“. Klage-Gemeinschaft angeregt.

Von Hardy Prothmann

Wie viele B├╝rgerInnen werden kommen? 20? 50? Oder mehr? Vielleicht sogar 100? Die Veranstalter hofften, dass es mehr als 50 werden w├╝rden und sie hofften auf die Zahl 100.

„Bammel“ vor dem eigenen Erfolg.

Denn „gef├╝hlt“ ist das B├╝rgerhaus dann zwar nicht voll, aber gut „gef├╝llt“.

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Viele neue Gesichter: B├╝rgerInnen informieren sich ├╝ber Einspr├╝che gegen "Pfenning". Bild: hblog

Es kamen mehr: Rund 140 B├╝rgerinnen und B├╝rger der Gemeinde wollten wissen, was B├╝ndnis90/Die Gr├╝nen, BUND und die „IG neinzupfenning“ zum Thema „Einspruch“ zu sagen hatten. Viele der G├Ąste waren schon auf fr├╝heren Veranstaltungen – ├╝berraschend waren die vielen „neuen Gesichter“.

„Ihr Einwand hat Gewicht“, ist das wichtigste Argument des Abends. Ein Appell.

Andreas Schuster beginnt als Moderator: „Einw├Ąnde m├╝ssen geh├Ârt und gepr├╝ft werden.“

Andreas Schuster ist einer der neu gew├Ąhlten Gr├╝nen-Gemeinder├Ąte. Im Hauptberuf ist er Manager in einer Werbe-Agentur.

Privat ist er immer f├╝r einen Scherz zu haben. Auch heute Abend scherzt er, um die Stimmung zu lockern – aber er wei├č um den Ernst der Lage: Die B├╝rger haben es in der Hand, mit ihren Einw├Ąnden ihre demokratischen Rechte wahr zu nehmen.

Im Gemeinderat hat er sich bislang vor allem als Vermittler hervorgetan. Er mahnt dort Ãœbertretungen an und appelliert an das Miteinander.

Andreas Schuster vermittelt.

Auch an diesem Abend ist er Vermittler: „Sie haben das demokratische Recht, ihre Meinung, ihren Einspruch zu ├Ąu├čern“, sagt er. Und: „Aber diesen m├╝ssen Sie hinreichend definieren, sprich begr├╝nden.“

Andreas Schuster macht den ein oder anderen Scherz, bleibt aber ungewohnt ernst, denn als Werbefachmann kennt er sich mit Psychologie aus: „Was n├╝tzt schon ein einzelner Einwand?“ Er kennt die Antwort: „Wenig.“

Heute Abend will er viele Menschen erreichen: „Schreiben Sie Ihre Sorgen und ├âÔÇ×ngste auf. Sprechen Sie ihre Freunde an. Eine Demokratie darf das nicht ignorieren.“

Er wei├č auch um die Macht der Vielen: „Viele Einspr├╝che hingegen kann man nicht ignorieren. Ihr Einspruch ist wichtig. Viele Einspr├╝che sind noch wichtiger.“

Appell: „├â┼ôben Sie Ihr Recht aus!“ Andreas Schuster

Und: „Es gibt keine Grund Angst zu haben – Sie haben das Recht zum Einspruch, lassen Sie sich nicht von den Formalit├Ąten abschrecken. ├â┼ôben Sie ihr Recht aus. Formulieren Sie mit eigenen Worten was Sie st├Ârt, einfach, pers├Ânlich, begr├╝ndet.“

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Andreas Schuster moderiert vorbildlich: "Legen Sie Einspruch ein - das ist Ihr Recht." Bild: hblog

Schuster informiert seri├Âs dar├╝ber, wie „formgerechte Antr├Ąge“ zu stellen sind und sagt: „Es hindert Sie niemand daran, die Verwaltung um eine pers├Ânliche Stellungnahme zu bitten. Ob dieser Bitte entsprochen wird, sei dahingestellt, es gibt daf├╝r keine Verpflichtung seitens der Gemeinde.“

Die Deutung, dass sich eine Gemeinde zu einer Antwort an B├╝rgerInnen verpflichtet f├╝hlen sollte, l├Ąsst er dahingestellt.

Klaus Schuhmann ├╝bernimmt: „Viele sagen immer wieder, dass sind doch nur Waschmittel, was der Pfenning da lagert. Das ist falsch – in diesen Mengen ist das ein Chemielager. Und au├čer Waschmittel k├Ânnen dort auch andere Stoffe gelagert werden.“

„Unseri├Âse Informationspolitik von pfenning“.

Die Kritik zielt auf die „unseri├Âse“ Informationspolitik von „Pfenning“: „Nach den gesetzlichen Vorschriften ist wahrscheinlich alles zul├Ąssig, was Pfenning plant, aber wollen wir das, was „zul├Ąssig“ ist?“

Schuhmann ist ein erfahrener Gemeinderat, kennt Gutachten, Verfahren. Er informiert ├╝ber Versprechungen und Erfahrungen: „Was nicht genau geregelt wird, nimmt irgendeine Entwicklung.“

Kurt Klemm, parteiloser Gemeinderat der Gr├╝nen und als Neu-Gemeinderat mit dem sensationellsten Wahlerfolg aller (Heddesheimer) Zeiten kurz hinter die CDU-Stimmk├Ânigin Ursula Brechtel gew├Ąhlt (die massiv Stimmen verloren hat) redet ├╝ber das, was sein Herz und das seiner W├Ąhler bewegt: Naturschutz.

Kurt Klemm war viele Jahre als Hausmeister f├╝r die Gemeinde t├Ątig und ist nun im Ruhestand. Er redet ├╝ber Fauna und Flora, ├╝ber Tiere, Natur, den Menschen und wie das alles zusammenpasst.

Kurt Klemm bekommt als Umweltexperte viel Applaus.

Er bekommt den meisten Applaus des Abends, bringt die Anwesenden zum Lachen – oft mit Ironie. Beispielsweise zum „Umweltgutachten“, dass er rundherum ablehnt: „Das ist das Papier nicht wert, auf dem es geschrieben ist. „Angeblich wurden nur drei gesch├╝tzte Vogelarten „gesichtet“, sagt er: „Ich verspreche Ihnen, gehen Sie mit mir dahin und ich zeige Ihnen mindestens acht davon und mehr als einen einsamen Feldhasen.“

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Kurt Klemm mahnt den Naturschutz an. Bild: hblog

Immer wieder applaudieren die Menschen im Saal dem Redner, der kein professioneller ist. Der Applaus gilt den Hasen, den gesch├╝tzten Vogelarten, und vor allem einem, der sich daf├╝r einsetzt. Das ist deutlich zu sp├╝ren.

Kurt Klemm pr├Ąsentiert sich gut. Er ist Sympathietr├Ąger, weil die Menschen sp├╝ren, dass da einer redet, der wei├č, was er sagt und der daf├╝r einsteht. Kurt Klemm hat eine Meinung, die er vertritt. Kenntnisreich, kritisch, umfassend, direkt.

Kurt Klemm: „Ich will mich an „Spekulationen“ nicht beteiligen.“
Die Ironie sitzt: Nat├╝rlich spekuliert Klemm – f├╝r die Natur.

Das gef├Ąllt den B├╝rgerInnen. Zum Ende seines Vortrags sagt er: „Ich will mich aber an Spekulationen nicht beteiligen.“ Die meisten Anwesenden sind ├╝ber die Medien informiert, verstehen den Witz und applaudieren.

G├╝nther Heinisch referiert als „Verkehrsexperte“. Der Mann ist studierter Psychologe, hat aber umfangreich zum Thema „Pfenning“ recherchiert. Vor allem zum Verkehr. Dazu hat Heinisch viel zu sagen.

Undankbarerweise kann G├╝nther Heinisch keine emotionalen Tierbilder zeigen – aber auch seine Schaubilder sind deutlich: „Der ultimative Logistik-Standort der 80-Jahre hat sich zur Falle entwickelt“, sagt der Diplom-Psychologe, der durch die Besch├Ąftigung mit dem Verkehr, zum Verkehrsexperten der Gr├╝nen wurde.

„Zwei bis drei Mal pro Woche ist die A5 dicht, die Kreisel in Hirschberg und Heddesheim sind zu dicht.“

Heinisch kritisiert, dass der Verkehrsgutachter Burkhard Leutwein zu „willf├Ąhrig“ ist, sich zur sehr auf „Angaben“ verlassen und einen „Kreiselzustand D“ noch als gut bezeichnen, wo doch F die letzte Stufe des Zusammenbruchs darstellt.

Massive B├╝rgerkritiken.

„Auch das Polizeipr├Ąsidium Mannheim hat den zu klein dimensionierten Kreisel kritisiert – das wurde mit 12:9 im Gemeinderat abgeb├╝gelt. Wahrscheinlich, weil die 12 denken, dass die Polizei keine Ahnung hat“, sagte Heinisch. Sicherlich auch in Anspielung darauf, dass einer der „zw├Âlf“ Gemeinder├Ąte, Walter Gerwien, Polizist ist.

Ein anderer B├╝rger kritisiert: „Geht es hier nur um eine Besch├Ąftigungstherapie f├╝r Gemeindeangestellte?“. „Nein“, sagte Heinisch: „Erstens haben B├╝rgerInnen das Recht, Ihre Meinung und Ihre Bedenken zu ├Ąu├čern. Zweitens geht es darum, ein Signal zu geben.“

Eine B├╝rgerin will wissen: „Hat die Gemeinde Einfluss auf das Konklomerat der Firmen, die beteiligt sind? Warum gibt es keine Aufkl├Ąrung ├╝ber die beteiligten Firmen?

Richard Landenberger vom BUND sagte: „Keine Sorge – es geht um mehr als um eine Besch├Ąftigungstherapie: Unser Demokratie wird uns nicht geschenkt. Wir k├Ânnen und m├╝ssen uns einbringen – das steht uns gut an.“

Ein B├╝rger kritisierte die unzureichende Ausstattung der Feuerwehr: „Bei einem Lager dieser Gr├Â├če hat die Heddesheimer Feuerwehr keine ausreichenden Mittel.“

Ein anderer B├╝rger regte an, eine „Klage-Gemeinschaft“ zu bilden: „Vors Verwaltungsgericht zu ziehen, ist f├╝r den einzelnen schwer, f├╝r viele einfach.“

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Rund 140 B├╝rgerInnen sind gekommen: Sie sind konzentriert und wollen Informationen. Bild: hblog

Es meldeten sich Neub├╝rgerinnen: „Wir waren vom Freizeitwert ├╝berzeugt. Die Frage, wie die Kinder die Querung dieser Stra├če bew├Ąltigen sollen, hat die Gemeinde seit eineinhalb Jahren unbeantwortet gelassen – das ist eine ├╝bergeordnete Stra├če. Herr Kessler f├╝hlt sich nicht zust├Ąndig.“

Eine andere B├╝rgerin sagte: „Wir hatten f├╝r unsere Ansiedlung die Wahl zwischen Schriesheim, Dossenheim und Heddesheim. Heddesheim hat mit seinem hohen Freizeitwert geworben – die Preise waren g├╝nstiger. Heute begreife ich – das war eine Mogelpackung.“

Immer wieder war die Formel 12:9 Thema der Versammlung: Zw├Âlf Gemeinder├Ąte f├╝r Pfenning, neun dagegen: „Welche Chance gibt es, diese Koalition aufzul├Âsen?“, fragte eine B├╝rgerin: „Was, wenn das erste Kind auf der Ringstra├če durch einen Lkw totgefahren wird? Erinnern sich die „Zw├Âlf“ dann an ihre Verantwortung?“

Nach der Pr├Ąsentation der Veranstalter wurde die Debatte emotional – aber sie blieb ├╝berwiegend n├╝chtern.

12:9 beginnt, ein Symbol zu werden – f├╝r Intoleranz und Ignoranz.

Trotzdem wurde „spekuliert“: „Was, wenn das Ganze nichts anderes als ein Spekulationsobjekt ist? Der Investor ist nicht „Pfenning“, sondern eine unkontrollierbare „Phoenix 2010″. Die Gemeinde k├Ânnte f├╝r die Eigent├╝mer und die Kommune das Gel├Ąnde besser vermarkten. Wenn die Eigent├╝mer spitz kriegen, dass mittlerweile ├╝ber 120-140 Euro f├╝r das nicht-verkaufte Grundst├╝ck spekuliert wird – dann sehe ich viele Leute heulen, die ├╝ber den Tisch gezogen wurden,“ sagte uns ein Informant.

Aus Sicht des Informanten ist auch das eine Chance: Die Frage an die Grundst├╝ckseigent├╝mer, ob sie sich wirklich mit 47 Euro zufrieden geben wollen, w├Ąhrend andere mindestens 120 Euro realisieren werden.

Doch das ist eine pers├Ânliche Entscheidung – keine des Gemeinderats, wie uns ein anderer Teilnehmer am Rande der Sitzung sagte.

„Pfenning“ geht in den n├Ąchsten Wochen in die entscheidende Phase: Einspr├╝che m├╝ssen best├Ątigt und gepr├╝ft werden – ├â┼ôberraschungen seitens Kesslers und seinen Angestellten seien eher nicht zu erwarten.

BUND: „Der Kollaps auf allen Stra├čen ist doch f├╝r jeden sichtbar.“

Guten Tag!

Heddesheim, 05. Januar 2010. Der Bund f├╝r Naturschutz und Umwelt (BUND) hat am 30. Dezember eine Stellungnahme zum Bebauungsplanvorentwurf zum geplanten „Pfenning“-Projekt an den B├╝rgermeister geschickt. Der Heddesheimer Gemeinderat ist dar├╝ber bislang nicht informiert worden. Das heddesheimblog dokumentiert das Schreiben, ebenso wie den Teil A des Entwurfs der Gemeinde.

Dokumentation:

„Stellungnahme zum Bebauungsplanvorentwurf der Gemeinde Heddesheim
Bebauungsplan Gewerbegebiet „N├Ârdlich der Benzstra├če“

Sehr geehrte Damen und Herren,

Der BUND spricht sich aus grunds├Ątzlichen ├â┼ôberlegungen gegen den Bebauungsplan Gewerbegebiet „N├Ârdlich der Benzstra├če“ aus.

Im Wesentlichen richtet sich unsere Ablehnung gegen die Begr├╝ndung (Teil A, Download als pdf 4,7 MB), da gerade diese zu einer Fehlplanung f├╝hrt. Die meisten Einzelprobleme r├╝hren von diesem falschen Ansatz her.

Die Begr├╝ndung folgt Argumentationsstr├Ąngen, gerade auch aus der ├╝bergeordneten Planung hergeleitet, die nicht zukunftsweisend sind.

Es sind planerische Ans├Ątze, die nicht im Mindesten nachhaltig sind, die auf Gedeih und Verderb auf Wachstum setzen und damit unsere Zukunft aufs Spiel setzen.

Haben wir nicht eben erlebt, wie kl├Ąglich das Scheitern in Kopenhagen war? Will sich die Gemeinde in das Scheitern einreihen?

Denn das Zerst├Âren von ├╝ber 20 Hektar Ackerfl├Ąche ist ein solcher Akt. Wir sollten anders handeln und nicht die Grundlagen kommender Generationen zerst├Âren.

Es kann nicht mehr hei├čen, da├č „… die Vorsorge mit Fl├Ąchen f├╝r die Wirtschaft im Mittelpunkt kommunalen Interesses steht“, wie im Vorentwurf das Vorhaben begr├╝ndet wird.

Im Mittelpunkt kommunalen Interesses sollte die Nachhaltigkeit stehen. Es muss eine Entwicklung angestrebt werden, die die ├Âkologischen Seiten, die den Klimaschutz im Blick hat.

Eine Entwicklung, die eine lebenswerte Umwelt f├╝r unsere B├╝rger schafft und sie an dem Gestaltungsproze├č teilhaben l├Ą├čt.

Hier r├Ącht sich auch, da├č die Gemeinde kein Leitbild mit ihren B├╝rgern erarbeitet hat.

Andere Gemeinden haben dies in Zukunftswerkst├Ątten oder in Zusammenarbeit mit Agenda21-Gruppen getan. Nur so kann man sich auch im Kopf frei machen von den planerischen Leitbildern aus dem letzten Jahrhundert. Denn wohin die gef├╝hrt haben, sehen wir ja weltweit.

Neben dem Fl├Ąchenverbrauch mu├č auch die Logistik-Propaganda im Vorentwurf zur├╝ckgewiesen werden.

Entscheidend f├╝r eine zukunftsf├Ąhige Volkswirtschaft ist gerade nicht mehr ein weiteres Wachstum des G├╝terverkehrs. Dieser bricht doch schon jetzt zusammen.

Der Kollaps auf allen Stra├čen ist doch f├╝r jeden sichtbar.

Es wird bundesweit ein Zuwachs von 70 Prozent prognostiziert und auch angestrebt. Dazu wird es nicht kommen. Aber zu katastrophalen Zust├Ąnden auch bei kleinerem Zuwachs allemal.

Das Optimum des G├╝terverkehrs ist schon l├Ąngst ├╝berschritten. Er sollte nicht um 70 Prozent zunehmen, sondern um 70 Prozent abnehmen.

Denn dieser Verkehr tr├Ągt in Deutschland und nat├╝rlich auch sonst in enormen Ma├če zur ├Âkologischen Belastung bei.

Hier sollte daher auf kommunaler Ebene kein Vorschub geleistet werden. Eine solche Strategie mu├č aus einer regionalen Planung v├Âllig verschwinden.

Logistik-Dienstleistung hat mit den vorhandenen Fl├Ąchen auszukommen.

Nur daran besteht ein ├Âffentliches Interesse. Nicht an einer Fl├Ąchenzerst├Ârung f├╝r eine natur- und umweltzerst├Ârerische Produktionsweise.

Auffallend ist, dass die Gemeinde in ihrer eigenen Begr├╝ndung nicht zu erkennen gibt, warum sie diese Planung eigentlich durchf├╝hrt? Wo ihre eigenen Interessen und die Interessen der B├╝rger hier liegen sollen?

Wie es in der Begr├╝ndung hei├čt, gibt es den „Ansiedlungswillen eines Logistikunternehmens“.

Wie es sich aber herausstellte, gibt es das Interesse eines Konsortiums verschiedener Logistikdienstleister vornehmlich die Chemiebranche anzusiedeln.

Und es gibt den Fl├Ąchennutzungsplan des Nachbarschaftsverbands.

Einen Zwang f├╝r die Gemeinde, eine Notwendigkeit f├╝r diesen Schritt l├Ą├čt sich nicht erkennen.

Das allgemeine Interesse, das nicht in kurz- oder mittelfristigen Haushaltsplanungen begr├╝ndet sein darf, ist nicht herausgearbeitet worden.

Diese Ansiedlung kann also nur politisch gewollt und als solche beurteilt werden.

Daher lehnen wir diese Planung ab.

Richard Landenberger
Vorsitzender Regionalverband Rhein-Neckar-Odenwald des BUND“

Einen sch├Ânen Tag w├╝nscht
Das heddesheimblog

Gastbeitrag: Entwicklung und Wachstum – von Richard Landenberger

Gastbeitrag

Von Richard Landenberger

Jetzt d├╝rfen wir in Heddesheim dar├╝ber abstimmen, ob sich unsere Gemeinde weiterentwickeln soll.
Allerdings ist den Fragestellern ein Fehler unterlaufen. Sie schreiben Entwicklung und meinen Wachstum, ja Wachstum auf Teufel komm raus.

Dabei sind wir schon l├Ąngst an den Grenzen des Wachstums angekommen. Der Naturhaushalt der Erde l├Ą├čt ohne gro├čen Schaden keine weitere Eingriffe zu. Eine sinnvolle und nachhaltige Entwicklung mu├č daher intelligent mit den vorhandenen Natur-G├╝tern umgehen.

Nun behaupten viele, und in Heddesheim sind dies die Bef├╝rworter der Ansiedlung Pfenning, eine Entwicklung ohne Wachstum sei nicht m├Âglich. Oder sie meinen, Wohlstand sei ohne Wachstum nicht aufrechtzuerhalten. Aber dies ist eine veraltete materialistische Doktrin.

Doch das ist sehr wohl der Fall. Und es ist der Weg, der nicht in die Sackgasse f├╝hrt. Er erfordert allerdings ein Umdenken in unseren K├Âpfen, er erfordert ein Umstellen unserer Lebensgewohnheiten.
Wir k├Ânnen zwar ohne weiteres noch etliche Jahre so weitermachen wie jetzt, aber dann wird der Fall h├Ąrter werden und unsere Kinder und Enkelkinder werden kaum noch Chancen haben, sich frei zu entwicklen, wenn alles zerst├Ârt ist.

Besser ist es, jetzt schon die Weiche umzustellen und sich zu ├╝berlegen, wie in Heddesheim eine zukunftsf├Ąhige Entwicklung m├Âglich ist.

Und so schmerzlich es auch sein mag, man mu├č sich fragen, ob man allen Luxus behalten will.

Die Frage der Bescheidenheit stellt sich auch in Heddesheim. Etliche Millionen Zusch├╝sse pro Jahr f├╝r Freizeiteinrichtungen m├╝ssen auf den Pr├╝fstand.

Leider wurde noch kein Konzept f├╝r eine zukunftsf├Ąhige Entwicklung speziell f├╝r Heddesheim entwickelt.

Dies l├Ą├čt sich auch nur mit allen Interessierten tun. Die B├╝rgerabstimmung ist ein gutes Startzeichen f├╝r einen solchen Proze├č.

Stimmen wir daher f├╝r eine nachhaltige Entwicklung Heddesheims, stimmen wir gegen die weitere Zerst├Ârung der Fl├Ąchen in unserer Gemarkung.

JA (1) f├╝r eine Nachhaltige Entwicklung Heddesheims
JA (1) f├╝r die Chancen unserer Kinder und Enkel
NEIN (0) zur Zerst├Ârung der Natur.

Mit 110 geben wir Heddesheim eine Chance.

Richard Landenberger

„Der Dialog soll die Kritiker erm├╝den“ – meint Richard Landenberger vom BUND

Guten Tag!

Heute steht das zweite Gespr├Ąch des so genannten „Dialogs“ zur Ansiedlung der „Pfenning-Gruppe“ in Heddesheim an. Um 18:30 Uhr treffen sich „ausgew├Ąhlte“ Vertreter zum nicht-├Âffentlichen Gespr├Ąch.

Ausgew├Ąhlt wurden die Gespr├Ąchsteilnehmer durch die IFOK, einem Unternehmen, dass seinen Auftraggebern ein gutes Image und Erfolg mit ihrer Kommunikation verspricht. Auftraggeber ist die Gemeinde Heddesheim.

Die „IG neinzupfenning“ verweigert sich dem Dialog. Aber auch der BUND Ortsgruppe Heddesheim. Das heddesheimblog hat den BUND gefragt, warum das so ist.

Interview: Hardy Prothmann

Herr Landenberger: Der BUND Heddesheim will trotz Nachfrage durch die IFOK nicht an dem sogenannten „Dialog“ teilnehmen. Warum?
Richard Landenberger: „Der BUND Ortsgruppe Heddesheim wird an diesem speziellen „Dialog“ nicht teilnehmen, weil der Dialog nicht ├Âffentlich ist.“

Ganz so ist das nicht. Die Ergebnisse des „Dialogs“ werden doch aber im Anschluss ├Âffentlich gemacht. Wo also ist das Problem?
„Ganz einfach: die Geheimniskr├Ąmerei der Verantwortlichen hat in der Vergangenheit zu einem wirklich gro├čen Unmut in der Bev├Âlkerung gef├╝hrt. Viele B├╝rger f├╝hlen sich hintergangen. Das hat gro├če Emotionen freigesetzt.

Daher kann ein wie auch immer gearteter „Dialog“ nur ├Âffentlich gef├╝hrt werden. Unser Mi├čtrauen ist ebenfalls gro├č und wir lassen uns hier nicht instrumentalisieren.“

Wieso sehen Sie eine Instrumentalisierung?
„Wir sehen eine Instrumentalisierung durch diese spezielle Art des „Dialogs“ gegen├╝ber einem echten, offen Dialog, an dem B├╝rger teilhaben k├Ânnen, mit ihrer Stimme, zumindest aber als Zeugen des Geschehens.

Wenn wir uns aber auf diese abgeschottete Art des „Dialogs“ mit ausgew├Ąhlten Teilnehmern einlassen, dann lassen wir uns automatisch auf die Zerst├Ârung der Natur ein. Denn die wird zur Verhandlungssache gemacht.“

„Die Geheimniskr├Ąmerei der Verantwortlichen hat zu gro├čem Unmut in der Bev├Âlkerung gef├╝hrt.“ Richard Landenberger


Wieso das denn? Es soll doch dar├╝ber geredet werden, wie man die Belastung vermindert?
„Genau so ist das. Es wird nicht gefragt, ob man die Belastung ├╝berhaupt haben will, sondern welche Belastung „konsensf├Ąhig“ ist.“

Sie meinen, es findet kein Dialog ├╝ber das ob, sondern nur ├╝ber das wie statt?
„Ganz genau. In dieser Diskussion muss es erstmal um die genaue Definition der Begriffe gehen. Der BUND versteht Nachhaltigkeit in dieser Reihenfolge: Vor allem steht die ├ľkologie. Danach kommen ├ľkonomie und Soziales, die sehr wichtig sind, sich aber der ├ľkologie unterzuordnen haben.

Die IFOK und ihre Auftraggeber sehen das anders. F├╝r deren Position sind alle drei Faktoren vielleicht gleich wichtig, vermutlich steht aber die ├ľkonomie an vorderster Stelle und ├ľkologie und Soziales m├╝ssen sich irgendwie damit arrangieren. Aus unserer Position heraus ist das nicht akzeptabel: Die Natur ist f├╝r uns keine Verhandlungssache.“

Aber w├Ąre es nicht einen Versuch wert, mit den anderen Teilnehmern ├╝ber den von der IFOK moderierten „Dialog“ ins Gespr├Ąch zu kommen?
„Die Frage kann ich definitiv mit Nein beantworten. Die IFOK versteht ihrem Selbstverst├Ąndnis nach – als Dienstleister f├╝r zahlungskr├Ąftige Kunden – etwas anderes als wir unter Nachhaltigkeit. Ich m├Âchte gar nicht unterstellen, dass die IFOK nicht auch ethische Richtlinien hat.

Aber die drei Faktoren ├ľkologie, ├ľkonomie und Soziales haben f├╝r die IFOK keine Rangfolge, sondern sind Verhandlungsmasse, also gleichwertig. Dem widersprechen wir.

Wir verstehen aber auch die IFOK, die muss schlie├člich die Interessen ihrer Kunden vertreten und Geld verdienen. Die Interessen denken, dass die drei Faktoren gegeneinander verhandelt werden k├Ânnen. Das k├Ânnen sie unserer Auffassung nach aber nicht. Es kann in der Reihenfolge ├ľkologie und dann ├ľkonomie und Soziales oder umgekehrt keine Tauschhandel f├╝r uns geben.“

„Der BUND, die IG neinzupfenning und andere Kritiker haben ganz unterschiedliche Gr├╝nde gegen die geplante Pfenning-Ansiedlung.
Jedes Argument z├Ąhlt – die IFOK hat die Aufgabe, dass gegeneinander auszuspielen. Das machen wir nicht mit.“


Gibt es weitere Gr├╝nde, warum der BUND sich dem „Dialog“ verweigert?
„Ja. Es geht dabei um die Strategie, die dahinter steckt. Wir wollen uns nicht auf eine Spaltung der Kritiker einlassen. Der BUND hat ├╝ber allem ├Âkologische Gr├╝nde, gegen eine Pfenning-Ansiedlung zu sein.├é┬áDie IG neinzupfenning hat einen anderen Ansatz als wir, aber beide haben handfeste Gr├╝nde gegen diese Ansiedlung.

Wir gehen von der Fl├Ąchenzerst├Ârung und dem damit verbundenen ├Âkologischen Schaden aus. Die IG-Mitglieder, ob Gewerbetreibende vor Ort oder Bewohner der Ringstra├če oder B├╝rger, die gegen mehr Verkehr im Ort sind, gehen eher von einer ganz pers├Ânlichen, aber nachvollziehbaren Behinderung ihrer pers├Ânlichen Perspektiven aus.

Wir verweigern also aus unterschiedlichen Gr├╝nden die Teilnahme an diesem „Dialog“. Auch, damit die zwar sehr unterschiedliche, aber in allen F├Ąllen zul├Ąssige Kritik nicht durch den „Dialog“ gespalten wird.“

Sie haben sich ge├Ąu├čert, dass es drei gute Gr├╝nde gegen die Pfenning-Ansiedlung gibt. Welche sind das?
„Erstens: Vielen Selbstst├Ąndigen wird durch die massive, einseitige Ansiedlung jede Perspektive verbaut.

Zweitens:├é┬áDurch die Zerst├Ârung dieser gro├čen Fl├Ąche wird der Natur gro├čer Schaden zugef├╝gt.

Drittens: Fl├Ąchenverbrauch zieht immer Verkehr nach sich und die Anwohner etlicher Stra├čen werden noch gr├Â├čere Belastungen zu ertragen haben.“

Allen, die nicht am Dialog teilnehmen, wird eine Art bockige Gespr├Ąchsverweigerung vorgeworfen. Wie gehen Sie mit diesem Vorwurf um?
„Wir haben ├╝berhaupt nichts gegen einen moderierten Dialog, das muss sogar so sein, wenn so viele verschiedene Interessen an einem Tisch sitzen. Aus unserer Sicht k├Ânnte das auch die IFOK oder ein anderes Unternehmen moderieren.

Entscheidend ist: Der Dialog muss ├Âffentlich sein. Selbst wenn nur Experten diskutieren, m├╝ssen die B├╝rger die Chance haben, dem beizuwohnen. Und am Ende des Dialogs muss es ohne wenn und aber eine Abstimmung der B├╝rger geben. Alles andere ist nach unserer Auffasssung nicht akzeptabel.

„Der „so genannte Dialog“ soll Zeit verz├Âgern und erm├╝den.“ Richard Landenberger


Sie scheinen die Ziele des „Dialogs“, also einen offenen Austausch anzuzweifeln. Was ist der Grund?
„Unserer Auffassung nach dient der „Dialog“ nur einer Verz├Âgerung mit dem Ziel der emotionalen Erm├╝dung der Kritiker, an dessen Ende deren schon vorher kalkulierte Aufgabe steht. Das kann es nicht sein.“

Glauben sie das wirklich?
„Ja. Angeblich ist ja alles ergebnisoffen. Was das hei├čen sollen? Das hat noch niemand definiert. Wir vermuten, dass alle etwas anderes darunter verstehen. Uns ist nur aufgefallen, dass trotz des „Dialogs“, der angeblich „ergebnisoffen“ ist, ├é┬ádie Planungen munter voranschreiten.

Dieses Vorgehen hat nichts mit einem offenen Ergebnis zu tun, sondern ist ausschlie├člich zielorientiert. Es geht darum, die geplante Ansiedlung in eine tats├Ąchliche Ansiedlung umzusetzen. Der Dialog ist nur Schminke.“


Zur Person:
Richard Landenberger ist geb├╝rtiger Heddesheimer, Diplom-Mathematiker und Vorsitzender des Regionalverbands des BUND Rhein-Neckar-Odenwald und Mitglied der BUND Ortsgruppe Heddesheim.

Info:
Der Bund f├╝r Umwelt und Naturschutz Deutschland e.V. (BUND) ist eine Umweltschutzorganisation mit Sitz in Deutschland. Der Verein wird auch zu den Naturschutzorganisationen und den Nichtstaatlichen Organisationen gerechnet.

Am 20. Juli 1975 gr├╝nden Horst Stern, Prof. Bernhard Grzimek, Dr. Herbert Gruhl und 19 weitere Natur- und Umweltsch├╝tzer in Marktheidenfeld den Bund f├╝r Natur- und Umweltschutz Deutschland. Zum Vorsitzenden wird Bodo Manstein gew├Ąhlt. 1977 erfolgt die Umbenennung des Verbandes in Bund f├╝r Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND).

Der BUND ist mit rund 480.000 Mitgliedern, Spendern und F├Ârderern einer der gro├čen Umweltverb├Ąnde Deutschlands. Der Verein ist vom Staat als Umwelt-/Naturschutzverband (Tr├Ąger ├Âffentlicher Belange) anerkannt und daher bei Eingriffen in den Naturhaushalt anzuh├Âren.

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