Dienstag, 19. September 2017

Geheime Noten f├╝r die Schulen

Rhein-Neckar, 09. Mai 2014. (red/ld) Halten Schulen, was sie in ihren Leitbildern versprechen? Das untersuchen 90 Mitarbeiter des Landesinstituts f├╝r Schulentwicklung in Baden-W├╝rttemberg im Rahmen der gesetzlich vorgeschriebenen Fremdevaluation. Die Ergebnisse ver├Âffentlicht das Kultusministerium aber nicht – um ein Schulranking zu vermeiden. [Weiterlesen…]

Landtagsabgeordnete begegnen Vorw├╝rfen und Ger├╝chten

„Realschulen sind die geborenen Gemeinschaftsschulen“

Lokalpolitiker, Eltern und Lehrer besch├Ąftigt die Ver├Ąnderung der Schullandschaft – nicht nur wie hier beim Infoabend in Hemsbach.

 

Hemsbach/Rhein-Neckar, 03. Dezember 2012. (red/ld) Die Landtagsabgeordneten┬áUli Sckerl (B├╝ndnis ’90/Die Gr├╝nen) und Gerhard Kleinb├Âck (SPD) wollen mit „Ger├╝chten und Spekulationen ├╝ber den Schulentwicklungsprozess aufr├Ąumen“. Der CDU-Abgeordnete Georg Wacker hatte im Vorfeld behauptet, Ministerpr├Ąsident Winfried Kretschmann habe eine „Zerschlagung der Realschulen“ vor. Bei einem Informationsgespr├Ąch im Alten Rathaus stellten sich Sckerl und Kleinb├Âck den Fragen von Gemeinder├Ąten, Lehrern und Eltern, auch aus den umliegenden Gemeinden. Dabei betonten sie, dass die Unterrichtsform der┬á Gemeinschaftsschule in vielen Realschulen bereits Praxis sei.

Von Lydia Dartsch

Die Entwicklung zu einer Gemeinschaftsschule sei freiwillig und z├Âge keine Benachteiligung f├╝r Realschulen nach sich, betonten Sckerl und Kleinb├Âck. Auch fordere der Handwerkstag seit langem l├Ąngeres gemeinsames Lernen. Sie hatten sich durch die ├äu├čerungen des CDU-Abgeordneten Georg Wacker zu diesem Schritt gen├Âtigt gesehen:

Wir haben uns bewusst aus dem Moderationsprozess rausgehalten. Da ist kein Platz f├╝r Parteipolitik.

sagte Sckerl. Wacker hatte auf seiner Internetseite sowie in den Weinheimer Nachrichten verlautbart, die Landesregierung plane die Zerschlagung der Realschulen. Er behauptet weiter, das von der Landesregierung vorangetriebene Modell der Gemeinschaftsschule benachteilige Realsch├╝ler sowie deren┬áEltern und Lehrer. Der Wirtschaft w├╝rde durch dieses Schulmodell der qualifizierte Fachkr├Ąftenachwuchs entzogen.

Das ist eine wissentliche Falschaussage.

emp├Ârte sich Sckerl. Eine Schulreform von oben sei nicht beabsichtigt. Die Gemeinden und B├╝rger sollen selbst entscheiden, ob sie eine Gemeinschaftsschule wollen oder nicht. Sollten sie sich daf├╝r entscheiden, Real- und Hauptschulen beizubehalten, erwachse den Schulen dadurch allerdings keine Nachteile.

Realschulen werden weiterhin gef├Ârdert wie bisher.

Uli Sckerl (links) und Gerhard Kleinb├Âck stellen sich Fragen und weisen „Zerschlagungsvorw├╝rfe“ als absurd zur├╝ck.

versicherte Sckerl. Die Empfehlungen aus dem Hemsbacher Moderationsprozess w├╝rden ernst genommen und soweit wie m├Âglich umgesetzt.

Eine neue Unterrichtsform

Wie soll das funktionieren, wenn Sch├╝ler mit verschiedenen Lernniveaus in einer Klasse unterrichtet werden, ist eine zentrale Frage der Eltern und Lehrer. Seit 2011 w├╝rden daf├╝r Fortbildungen f├╝r Lehrer angeboten, sagt Kleinb├Âck. Dabei lernen sie eine neue Form des Unterrichts, in dem Sch├╝ler entsprechend ihrer individuellen F├Ąhigkeiten gef├Ârdert w├╝rden.

Realschulen erf├╝llen bereits jetzt viele Voraussetzungen, die f├╝r eine Gemeinschaftsschule n├Âtig sind:

Realschulen sind die geborenen Gemeinschaftsschulen.

betonte Kleinb├Âck immer wieder.

Ein Experiment an Kindern sei das, wirft ein Zuh├Ârer in die Diskussion ein. Dem sei nicht so, erkl├Ąren Sckerl und Kleinb├Âck: Die bereits bestehenden Gemeinschaftsschulen h├Ątten diese Art des gemeinsamen Lernens schon vor l├Ąngerem in die Praxis umgesetzt und festgestellt, dass es funktioniere. Deshalb habe man auch keinen Schulversuch mit diesem Modell unternehmen m├╝ssen.

Chance, den Schulstandort zu halten

Zudem w├╝rden Gemeinschaftsschulen immer beliebter bei Eltern und jungen Lehrern, die diese neue Unterrichtsform bereits in ihrer Ausbildung gelernt haben.

Viele junge Lehrer bewerben sich direkt bei Schulen in den l├Ąndlichen Gebieten, weil sie l├Ąngst als Gemeinschaftsschule arbeiten.

sagte Kleinb├Âck. Zudem sei dieses Schulmodell gerade in Gemeinden eine Chance, trotz sinkender Sch├╝lerzahlen ihren Schulstandort zu halten und alle Abschl├╝sse der weiterf├╝hrenden Schulen anzubieten.

Wie der Abbau von Lehrerstellen dazu passe, wollte ein Besucher der Runde wissen. Schlie├člich m├╝sse die Betreuung durch die Lehrer doch intensiver werden. Lehrer w├╝rden nicht entlassen, sagte Kleinb├Âck. Jedoch w├╝rden nicht alle in Zukunft frei werdenden Lehrerstellen wieder besetzt. Bei weniger Sch├╝lern brauche man auch weniger Lehrer. Zudem w├╝rden die Lehrerdebutate f├╝r die Gemeinschaftsschulen um sechs Stunden pro Woche aufgestockt, um den gr├Â├čeren Betreuungsaufwand zu stemmen. Davon k├Ânnen die Schulen auch Hilfslehrer und Sozialarbeiter anstellen, so Kleinb├Âck.

Abitur an G9 m├Âglich

Am Ende m├╝sse man ├╝berlegen, was das beste f├╝r die Kinder sei, gab er zu bedenken. So w├╝nschten sich 80 Prozent der Eltern von Gymnasiasten eine R├╝ckkehr zu G9, was in einer Gemeinschaftsschule m├Âglich sei. Zudem seien an der IGMH 40 Prozent der Abiturienten mit einer Hauptschulempfehlung von der Grundschule gekommen.

Das muss uns zu denken geben.

sagte Kleinb├Âck.

Wie es im Schulentwicklungsprozess in Hemsbach weiter geht, wird im M├Ąrz in einer Grundsatzentscheidung beschlossen. Bereits am 19. Dezember tritt die Bildungsplankommission f├╝r Baden-W├╝rttemberg zusammen. Rund 120 Antr├Ąge f├╝r Gemeinschaftsschulen aus dem gesamten Bundesland seien bereits eingegangen. Nun muss gepr├╝ft werden, ob die Standorte die Kriterien daf├╝r erf├╝llen.

Die Debatte ├╝ber die zuk├╝nftigen Schulformen wird ├╝berall im Wahlkreis Weinheim gef├╝hrt – statt Parteipolemik sind pragmatische L├Âsungen angesagt, denn nur das bringt die Schulen und die Kinder weiter.

Zukunft es Schulstandorts Heddesheim/Hirschberg

Trend zur Gemeinschaftsschule?

Heddesheim/Hirschberg/Rhein-Neckar, 31.10.2012 (red/ld) Individualisiertes Lernen k├Ânnte die Zukunft f├╝r den Schulstandort Heddesheim-Hirschberg sein. Die Gemeinden und die Eltern m├Âchten die Schule vor Ort behalten. Angesichts der sinkenden Sch├╝lerzahlen in den Werkrealschulen ist aber fraglich, ob sie in dieser Schulform lange ├╝berleben wird. Individuelles Lernen und die Umwandlung in eine Gemeinschaftsschule k├Ânnte eine Chance sein. Eltern und B├╝rger sind skeptisch.

Von Lydia Dartsch

Der Trend der geschlossenen Werkrealschulen l├Ąsst sich nicht stoppen. Endrick Ebel vom Staatlichen Schulamt in Mannheim erkl├Ąrt den etwa 40 Anwesenden am 24. Oktober in Heddesheim die Situation, wie sie ├╝berall im Land anzutreffen ist:

Unsere Versuche, die Entwicklungen aufzuhalten oder umzukehren, sind gescheitert

Von urspr├╝nglich 120 Werkrealschulen in der Rhein-Neckar-Region gibt es aktuell nur noch 80. Ebel spricht von einem Schulsterben (siehe Bericht vom 23.10.2012). Grund daf├╝r ist zum Einen der demografische Wandel, durch den die Sch├╝lerzahlen seit 30 Jahren zur├╝ckgehen.

Zum anderen verst├Ąrkt die fehlende Grundschulempfehlung diesen Trend vor allem bei den Hauptschulen. Das Schulsystem entwickle sich von einem dreigliedrigen in ein zweigliedriges Schulsystem, hat Ebel beobachtet:

Es wird versucht, m├Âglichst viele Abiturienten hervorzubringen.

So k├Ąmen 35 Prozent der Abiturienten mittlerweile aus beruflichen Gymnasien, nachdem sie zuerst eine Realschule abgeschlossen hatten. Denn immer mehr Eltern meiden die Werkrealschulen: Der Ruf der Hauptschule und Zweifel an der G├╝te der Mittleren Reife an einer Werkrealschule sind schuld daran. Zwar sollte es keinen Unterschied zwischen den Schultypen geben. Die Eltern erleben das aber anders und entscheiden sich deshalb lieber gleich f├╝r die Realschule – oder das Gymnasium. In Heddesheim-Hirschberg gilt der Trend noch nicht. Herr Ebel bef├╝rchtet aber, dass es fr├╝her oder sp├Ąter auch die Karl-Drais-Schule treffen wird und sie geschlossen werden muss.

Lieber l├Ąnger gemeinsam lernen

Auch in Hirschberg gab es einen Informationsabend f├╝r Eltern. B├╝rgermeister Manuel Just sagte auf Anfrage, dass es ihm zuerst um die Einbindung der Eltern, Sch├╝ler und Lehrer gehe. Er sei f├╝r alle M├Âglichkeiten offen, also einerseits eine Gemeinschaftsschule mit Heddesheim, aber auch ohne die Nachbargemeinde. Und es k├Ânne sich auch herausstellen, dass nur noch die Grundschule in Hirschberg verbleibt: „Wir m├╝ssen alle Optionen vern├╝nftig pr├╝fen.“ Aus seiner Sicht sei eine Gemeinschaftsschule sinnvoll, aber nicht um jeden Preis und nicht ohne solide Zukunftsaussichten. F├╝r eine Gemeinschaftsschule m├╝sse ein zuverl├Ąssiges p├Ądagogisches Konzept erarbeitet werden, eine Mindestsch├╝lerzahl sei Voraussetzung. Der Vorteil seien das l├Ąngere gemeinsame Lernen und ein Schulstandort vor Ort. An einer Gemeinschaftsschule k├Ânnten auch F├Ącher wie Latein unterrichtet werden.
Durch den Wegfall der Grundschulempfehlung habe sich die Situation grundlegend ver├Ąndert, zur Zeit gebe es gerade noch genug Sch├╝ler – aber die Tendenz sei klar, die Sch├╝lerzahlen werden schon in den kommenden Schuljahren nicht mehr f├╝r eine Werkrealschule reichen. In Hirschberg nahmen rund 50 Personen an der Informationsveranstaltung teil.

Eine Gemeinschaftsschule k├Ânnte den Schulstandort Hirschberg-Heddesheim sichern, schl├Ągt Ebel vor und berichtet aus seiner Erfahrung, dass die 42 Gemeinschaftsschulen in Baden-W├╝rttemberg gerade einen Sch├╝lerzulauf erleben. Eine Karl-Drais-Gemeinschaftsschule w├╝rde bedeuten, dass die Kinder entweder ab der ersten oder der f├╝nften Klasse bis zur zehnten Klasse zusammen auf die Schule gehen, ohne Unterschied ihres Lernniveaus. F├╝r die Sch├╝ler in Heddesheim-Hirschberg hie├če das, sie k├Ânnten dann weiter in den Gemeinden auf die weiterf├╝hrenden Schulen gehen, ungeachtet ob sie Abitur, Mittlere Reife oder den Hauptschulabschluss machen.

Jedes Kind soll den bestm├Âglichen Abschluss erreichen, findet Ebel. Zwar gibt es weder Noten, noch bleiben Kinder sitzen. Es finden aber Leistungskontrollen statt, um festzustellen, wie schnell die Sch├╝ler in dem jeweiligen Fach vorankommen. Entsprechend ihrer Leistungen w├╝rden sie dann gef├Ârdert und sich in den letzten Schuljahren gezielt auf einen Abschluss vorbereiten. Nach der zehnten Klasse wechseln die Abitursch├╝ler in die zehnte Klasse des Gymnasiums und machen dort ihr (neunj├Ąhriges) Abitur.

Lieber lernen durch Erfolgserlebnisse

Alle Sch├╝ler werden individuell gef├Ârdert. Sie gehen gemeinsam in eine Klasse ungeachtet ihres Lernniveaus. Rektor Jens Drescher hat auch schon eine Idee, wie das aussehen k├Ânnte. So hat er sich Anregung von der Schule B├╝rglen, in der Schweiz, geholt, die ihre Sch├╝ler seit einiger Zeit in Lernb├╝ros unterrichtet. Der Film „Individualisierung – das Geheimnis erfolgreicher Schulen“ von Reinhard Karl zeigt wie es dort zugeht: Dort werden die Sch├╝ler angeleitet, selbst├Ąndig zu lernen, ohne den traditionellen Frontalunterricht.

Wer Fragen hat, kann Lehrer ansprechen oder Mitsch├╝ler und sich den Stoff erkl├Ąren lassen. In dieser „Lernlandschaft“, wie es die Schule nennt, arbeiten 64 Sch├╝ler und 4 Lehrer gemeinsam an dem Stoff. Die Lehrer im Film zeigen sich begeistert, die Kinder lernten Selbst├Ąndigkeit und k├Ąmen mit der Arbeitsatmosph├Ąre gut klar. Es gebe weniger St├Ârer und auch au├čerhalb der Schule weniger Randalierer.

Ein Lernb├╝ro gibt es auch schon an der Karl-Drais-Schule. Er habe damit bisher gute Erfahrungen gemacht, erkl├Ąrt Rektor Drescher und erkl├Ąrt die Idee dahinter. Das bestehende System frustriere die Sch├╝ler. Jeder Sch├╝ler habe in der gleichen Zeit den gleichen Stoff zu lernen, sonst bleibt er sitzen und muss schlie├člich ein Schulniveau nach unten wechseln. Das Gef├╝hl, an dem Lernstoff und der Schule zu versagen, frustriere und macht ihnen keine Lust, zu lernen. Au├čerdem vernachl├Ąssige das bestehende System, dass Sch├╝ler unterschiedliche F├Ącher unterschiedlich schnell lernen:

Das Kind kommt beispielsweise in Englisch gut mit, hat aber Schwierigkeiten in Mathe.

Die Kinder haben Erfolgserlebnisse in der Gemeinschaftsschule und sieht Rektor Drescher eine bessere Chance – f├╝r alle Sch├╝ler:

Lernen funktioniert nur durch Erfolg.

Das st├Ąrke das Selbstwertgef├╝hl der Sch├╝ler und ihre Motivation in die Schule zu gehen. Erste Schritte habe er bereits gemacht sagt er und zeigt sich begeistert von seinen Erfahrungen mit dem Lernb├╝ro. Darin plane jeder Sch├╝ler seine Lernziele individuell mit den Lehrern. Gleichzeitig finde eine kontinuierliche Elternberatung statt, in der die Lehrer R├╝ckmeldung ├╝ber die individuelle Lern- und Leistungsentwicklung ihrer Sch├╝ler geben.

Versuchslabor Kind?

Gemurmel ist aus den Reihen der Eltern zu h├Âren, als Drescher und Ebel vorschlagen, die Karl-Drais-Schule zur Gemeinschaftsschule umzuwandeln, mit Grundschule oder ohne. „Versuchslabor Kind“, ist als Kommentar zu h├Âren. Die Anwesenden fragen nach:

  • Wie ist es mit der Lehrerausbildung?
  • Welche Lehrer unterrichten?
  • Richtet sich die Lehrerabdeckung nach den Grundschulepfehlungen?
  • Gibt es dann eine Bestandsgarantie f├╝r die Gemeindeschule?
  • Was sind die Alternativen?

„Alles andere ist besser als so, wie es jetzt ist. Ich wei├č nicht, wie sie es umsetzen wollen“, sagt Andrea Robers, Elternbeir├Ątin. Eine andere Mutter ist begeistert:

Ich sehe das als Chance. Ich bin ein gro├čer Freund von gemeinsamen Lernen.

Aber auch skeptische Stimmen sind zu h├Âren: „Wir brauchen noch mehr Informationen. Wir k├Ânnen uns das kaum vorstellen, wie das funktioniert“, findet eine Besucherin und eine andere berichtet:

Mein Enkel macht gar nichts selbst├Ąndig. Den muss man immer erst anschubsen, damit er was macht.

Die Werkrealschule ist „angez├Ąhlt“

Es m├╝ssen Lehrer aller Schulen an einer solchen Gemeinschaftsschule unterrichten, antwortet Ebel. Um den Bedarf an Lehrern zu decken, w├╝rden Stellen ausgeschrieben und die bestehenden Lehrer k├Ânnten in Fortbildungen an der neuen Lehrmethode ausgebildet werden. Bisher seien die Reaktionen von Lehrern und Eltern auf den Vorschlag gemischt, berichtet Drescher. F├╝r die Option, an dem bestehenden festzuhalten, sieht Ebel aber keine Zukunft:

Wenn gen├╝gend Sch├╝ler angemeldet werden, geht das. Noch ist das zwar der Fall. Aber meine Erfahrung zeigt, das hat keinen Sinn.

Eine Entscheidung ob die Gemeinschaftsschule kommt, soll es erst im Herbst 2013 geben. „Um die weiterf├╝hrenden Schulen am Ort zu behalten, muss man sich fr├╝h auf den Weg machen, um ein Alleinstellungsmerkmal zu haben“, erkl├Ąrt Ebel. Dazu m├╝ssen sich Eltern, Lehrer und die Stadt zuerst einigen und einen Antrag f├╝r die Gemeinschaftsschule stellen. Dann brauche es etwa zwei Jahre Entwicklungszeit.

Im November soll daher zun├Ąchst eine Besichtigungsfahrt an eine bestehende Gemeinschaftsschule stattfinden. Im Fr├╝hjahr 2013 soll die Diskussion dann in die hei├če Phase ├╝bergehen und im Herbst zu einer Entscheidung aller Beteiligten f├╝hren. Rektor Drescher hofft auf die Gemeinschaftsschule und auf Leben in den Schulg├Ąngen:

Es tat mir als Schulleiter weh, als ich vor den Sommerferien durch die G├Ąnge gelaufen bin, und diese g├Ąhnende Leere gesehen habe.

Geprothmannt: Schulpolitik muss zukunftsorientiert debattiert werden

Die Ganztagesschule muss kommen – aber sie ist trotzdem ein Problem

Rhein-Neckar, 01. Oktober 2012. (red) Alles sch├Ân und gut. Die Forderung nach einer Ganztagesschule ist richtig, aber trotzdem problematisch. Aktuell wurde im Ladenburger Gemeinderat ├╝ber die Einf├╝hrung der Ganztagesschule an der dortigen Werkrealschule diskutiert – aber die Debatte wird auch in anderen Gemeinden unseres Einzugsgebiet laufen. Und vermutlich St├╝ckwerk bleiben. Weil immer nur kurzfristig geplant wird und niemand den Mut aufbringt, mal zehn oder sogar 20 Jahre nach vorne zu schauen. Oder auch mal zur├╝ck.

Kommentar: Hardy Prothmann

Dieser Beitrag kommt ohne Zahlen aus, weil es nicht um Erbsen z├Ąhlen gehen soll, sondern um einen Aufruf zu einer weitsichtigen Debatte, die leider nicht stattfindet.

Baden-W├╝rttemberg ist unbestritten ein guter Schulstandort. Aber die Zeiten ├Ąndern sich. Mit ihnen die Menschen und die Bedingungen, unter denen sie miteiander leben. Deswegen beginne ich auch mit einem Sprung zur├╝ck.

Ich bin 1966 geboren und bin nach der vierten Klasse in Frankenthal aufs Gymnasium gegangen. Mit ein paar Freunden. Andere Freunde wechselten auf die Reals- oder Hauptschule. F├╝r die Freundschaften war das weitgehend unbedeutend. Um 13:00 Uhr l├Ąutete es, ich war um 14:00 Uhr mit Essen und meist auch mit Hausaufgaben fertig, sp├Ątestens um drei ging es raus: Kicken, Rad fahren, Schwimmen gehen, Bl├Âdsinn machen, Vereinstraining. Mit meinen Freunden und anderen Kindern. Beim Abendessen war ich oft todm├╝de, weil ausgepowert.

Gemeinsamkeit

Mit einigen meiner Freunde bin ich unabh├Ąngig vom Schulabschluss und der sp├Ąteren beruflichen „Laufbahn“ immer noch gut befreundet. Die einen arbeiten als Handwerker, andere in Heilberufen ohne ├ärzte zu sein, es gibt H├Ąndler und Dienstleister unter ihnen. Alles feine Leute, die teils mal richtig ordentlich mehr Geld verdienen als ich. Und die oft um einiges weniger arrogant sind als die, die sich f├╝r die Elite halten.

├ťberhaupt diese ganze leidige Elitendiskussion: Wenn ich einem Kumpel einen franz├Âsischen Text ├╝bersetzt habe oder die Inschriften auf alten Denkm├Ąlern lesen und verstehen konnte, wusste ich, dass ich mehr wei├č als mein Hauptschulfreund. Na und? Daf├╝r konnte der flitzeflink sp├Ąter Ma├če und Winkel berechnen, wusste immer, wo gerade die besten Preise f├╝r was auch immer waren. Das erg├Ąnzt sich bis heute.

Zusammen, statt getrennt

Hardy Prothmann (45) fordert mehr Weitblick bei der Schulpolitik.

Damit bin ich beim Kern der Debatte: Vor meiner Zeit wurden Jungs und M├Ądchen getrennt. Auch zu meiner Zeit wurden wir Kinder getrennt. Gemeinsames Lernen gab es nicht. Aber wir hatten neben der Schule viel Zeit f├╝r Gemeinschaft. Heute werden die Kinder auch getrennt, aber durch die Lebenssituation vieler Eltern brauchen sie eine l├Ąngere Betreuung. Sicher sind auch die Anforderungen in der Schule gestiegen, also auch l├Ąnger Schule.

Ich habe zwei Kinder. Der Sohn hat gerade nach dem achtj├Ąhrigen Gymnasium Abitur gemacht, die Tochter besucht die 8. Klasse. Die kennen keine Haupt- und Realsch├╝ler mehr. Nicht wegen Elitegedanken – ich achte drauf, dass sie bewusst bescheiden bleiben -, sondern weil sie keine Zeit haben. Morgens um sechs Uhr aufstehen, Schule bis um 16-17:00 Uhr. Dann noch Hausaufgaben machen, lernen, etwas Sport und etwas Musik. Damit ist der Tag rum. Ab und an treffen sich „beste Freundinnen“ und das ist nat├╝rlich jemand aus der Klasse. Andere Kinder bekommen sie ja nicht zu Gesicht.

Diese Trennung der Kinder f├╝hrt auch irgendwann zu einer Trennung der Gesellschaft. Gymnasiasten wissen nicht wie Realsch├╝ler ticken und die nicht, wie Hauptsch├╝ler so als Menschen sind. Falsche Elitendebatten f├╝hren zu falschen Selbstbildern bei den „Besten“ wie bei denen, die es „halt nicht geschafft haben“. Und vor allem CDU, SPD und FDP hei├čen diese heillosen Debatten auch noch an. Christliche Verbundenheit, soziales Miteinander oder freies F├╝reinander f├Ąllt diesen „politischen Eliten“ nicht mehr ein. Und umgekehrt kriegen die Gr├╝nen Pickel, wenn jemand Elite sagt, obwohl man die ganz sicher ebenso braucht wie den soliden Handwerker.

Der Schultyp der Zukunft, der auch den Gemeinsinn der Menschen st├Ąrkt und der gesellschaftlichen Situation Rechnung tr├Ągt ist die gemeinsame Ganztagsschule. Damit die nachwachsenden Generationen auch f├Ąhig sind, gemeinschaftlich zu denken. Und ├╝bereinander Bescheid wissen. Nat├╝rlich geh├Ârt auch Inklusion dazu.

Und man muss die Sportvereine in die Ver├Ąnderungen ebenso mit einbeziehen wie Musikschulen. Wenn die Ganztags-Werkrealschule kommt, werden die Vereine erneut Kinder und Jugendliche verlieren. Ganz einfach aus dem Grund, dass nicht alle auf ein Mal im Zeitfenster 17:00-19:00 Uhr auf demselben Platz kicken oder diesselbe Halle belegen k├Ânnen.

Alle m├╝ssen zusammenr├╝cken

Fr├╝her ging man nach der Schule in den Sportverein. „Nach der Schule“ ist heute sp├Ąter Nachmittag oder fr├╝her Abend. Also m├╝ssen die Vereine in die Schulen, ebenso die Musikschulen.

Das wird ein gewaltiger Umbau – denn daf├╝r muss vieles neu gedacht werden. Von Geb├Ąuden, ├╝ber Pl├Ątze, ├╝ber Mittel bis hin zur Organisation. In vielen Gemeinden reichen die Hallenkapazit├Ąten nicht mehr aus. Nicht weil die von morgens bis abens belegt sind, sondern weil immer mehr Anspruch auf diesselben Zeitfenster erheben. Wo soll das hinf├╝hren? Dass jeder 10.000-Einwohner Ort vier Hallen und zwei Kunstrasenpl├Ątze hat?

Man muss nicht nur gesellschaftlich die Schulen neu denken, sondern auch wirtschaftlich. Denn bekanntlich fehlt es an Geld zur Unterhaltun und es wird weniger Kinder geben. Ob man sich diesen Luxus, drei Schulsysteme mit entsprechenden Verwaltungen noch wird leisten k├Ânnen, ist heute schon fraglich. Hinzu kommt der Sch├╝lerverkehr, denn die wenigstens laufen nach der Grundschule in eine weiterf├╝hrende Schule.

Was die Hauptsch├╝ler schon mitmachen mussten, Zusammenlegungen, Werkrealschulreform, erneute Zusammenlegung, jetzt Ganztagsschule wird auch auf die anderen Schultypen zukommen. Gymnasien f├╝hren teils wieder die 9-j├Ąhrigen Z├╝ge nach der G8-Reform ein oder bieten beide Z├╝ge an. Die Realschulen haben „Sorge“, dass ihre „Homogenit├Ąt“ durch Hauptsch├╝ler gest├Ârt wird, da der Wegfall der Schulempfehlung nun Kindern die Realschule erlaubt, die sonst auf der Hauptschule gelandet w├Ąren. Und die Hauptschulen, neudeutsch Werkrealschulen, m├╝ssen bangen, ob sie ├╝berleben k├Ânnen.

Man k├Ânnte das Durcheinander auch als „lebendig“ bezeichnen. Tats├Ąchlich wei├č ich aus vielen Gespr├Ąche mit Eltern und Kindern, dass es als chaotisch begriffen wird. Eine „neue Ordnung“ kann nicht mehr Schaden anrichten als das verkorkste Herumexperimentieren der vergangenen Jahre.

Klasse Vorstellung – Zirkus Meriano begeistert


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Akrobatik, Team-Leistung, Spa├č und Spannung - Zirkus Meriano ist ein "klasse Projekt".

Ladenburg, 21. Mai 2011. (red) Eine Woche Training – eine Woche mal was anderes als Mathe, Englisch, Deutsch oder Erdkunde – und heraus kommt ein gro├čer Spa├č, eine beeindruckende Leistung. Die vier siebten Klassen der Merian-Realschule haben gestern in der Lobdengauhalle gezeigt, wie das ist, wenn sie „Zirkus machen“.

Von Hardy Prothmann

Nach rund eineinhalb Stunden hielt es die G├Ąste nicht auf den Sitzen: Sie klatschen begeistert und brachten sich in Position f├╝r Erinnerungsfotos zum Finale, als alle Artisten sich nochmals gemeinsam pr├Ąsentierten.

Elf Zirkus-Nummern hatten die 120 Sch├╝lerinnen und Sch├╝ler unter Leitung des Zirkusp├Ądagogen Marcus Kohne in der Zirkus-Woche einstudiert. Durch das Programm f├╝hrten Kristina Beyer und Lisa Bischoff. Zuvor war durch einen Sponsorenlauf Geld gesammelt worden, um das Projekt zu finanzieren.

Vor allem die „Rauptier-Nummer“ brachte gute Laune – die „aufgeblasene Clown-Party“ startete ein wenig langsam, aber zum Schluss sehr witzig. Eine Reihe von lustigen Gestalten blies gemeinsam das Hirn durch und einen Ballon auf.

Sehr geschickt und mutig zeigten sich viele M├Ądchen, ob beim Tellerdrehen, Einrad-Fahren, Hochrad-Fahren oder beim „runden Tanz der Farben“, bei dem sie auf gro├čen B├Ąllen balancierten.

Ganz wenige „Nummern“ klappten nicht. Das ist Zirkus. Aber die Fairness, die Anerkennung klappte immer. Es machte viel Spa├č zu sehen, wie die 120 Sch├╝lerinnen und Sch├╝ler jeder f├╝r sich „volle Leistung“ brachten und gemeinsam im Team wirkten.

Das ist auch der tiefere Sinn des Zirkusprojekts – sich und mal was anderes auszuprobieren. Wieviel Spa├č und Begeisterung das allen brachte, war f├Ârmlich zu sp├╝ren. Voll konzentriert meisterten die Siebtkl├Ąssler die beeindruckenden Auff├╝hrungen und das geneigte Publikum – stolze Eltern und Verwandte, aber auch einige, die sich die „Sensation“ anschauen wollten. Schade, dass nur wenige Stadtr├Ąte anwesend waren.

Die Fotostrecke finden Sie hier.

Anmerkung der Redaktion:
Wir hatten leider falsche Fotostrecken verlinkt und bitten den Fehler zu entschuldigen.

Saufgelage in Heidelberg – maue Party in Ladenburg


Merian-Realschul-Abg├Ąnger feiern auf der Festwiese. Bild: ladenburgblog.de

Ladenburg/Heidelberg/Rhein-Neckar, 11. Mai 2011 (red/pol) Die Realschulabschlussfeier artete in Heidelberg zu einem Saufgelage aus. 25 Anzeigen, auffallend viele sehr betrunkene Sch├╝lerinnen und Sch├╝ler besch├Ąftigten Polizei und Rettungsdienste. In Ladenburg kamen rund 80 Sch├╝lerinnen und Sch├╝ler in der „Hochphase“ am Nachmittag auf die Festwiese – ohne Zwischenf├Ąlle.

Von Hardy Prothmann

Abends um 20:00 Uhr ging es eher ruhig zu auf der Festwiese. Etwas ├╝ber 30 Sch├╝lerinnen und Sch├╝ler feierten hier noch ihren Realschulabschluss. Die meisten gehen/gingen zur Merian-Realschule, ein Gruppe von Seckenheimer Realsch├╝lern war auch vor Ort.

Und die Polizei schaute regelm├Ą├čig vorbei: „Nervt ein bisschen“, meint ein M├Ądchen, sagt aber auch: „Die sind aber schon nett gewesen.“ Ein Sch├╝ler aus Heddesheim best├Ątigt: „Keine Probleme, die gucken halt, das man nichts „Hartes“ dabei hat. Ist ja auch ok so.“

Viele sind ein wenig entt├Ąuscht und hatten sich eine gr├Â├čere Party erhofft: „Wir haben das extra beim B├╝rgermeister angemeldet und durften dann ja auch, aber vielleicht haben sich einige nicht getraut oder keinen Bock auf Stress gehabt.“

Vergangenes Jahr wurde am sp├Ąten Nachmittag das Rundklo demoliert – mehrere tausend Euro Sachschaden waren das Ergebnis einer alkoholisierten Zerst├Ârungswut von zwei Sch├╝lern. Damit war „Schluss mit lustig“ – seitdem wird st├Ąrker kontrolliert.

Auch Seckenheimer Sch├╝ler feierten auf der Festwiese: "War etwas mau."

Das Konzept des Revierleiters Frank Hartmannsgruber geht auf: regelm├Ą├čige Pr├Ąsenz und aktive Ansprache der Jugendlichen hat f├╝r Ruhe in Ladenburg gesorgt: Hexennacht, Altstadtfest und gestern die Realschulfeier kamen ohne Exzesse und Zerst├Ârungen, Gewalt und Krankenhausf├Ąllen aus: „Die sollen feiern, ich w├╝rde das auch wollen“, sagt der Revierleiter: „Aber es muss im Rahmen bleiben.“

Hei├čt ├╝bersetzt: Party ja – Rambazamba nein. Eigentlich schade, dass viele Sch├╝lerinnen und Sch├╝ler die Party deshalb „etwas mau“ fanden. Hey – freut Euch. Schule geschafft ist doch toll. Und man kann sich auch ohne Alk freuen. Man kann aber auch ein Bierchen trinken und sich entspannen, Spa├č miteinander haben. Stockbesoffen in der Gegend rumzufallen ist alles andere als cool.

Wie es in Heidelberg zugegangen sein muss, beschreibt dieser Polizeibericht:

„Fr├╝her da – schneller betrunken – fr├╝h wieder weg, so verlief in K├╝rze der „Besuch“ vieler Realsch├╝ler aus Heidelberg und dem gesamten Rhein-Neckar-Kreis nach den schriftlichen Pr├╝fungen am Dienstag ab der Mittagszeit. Und manch einer muss mit einem „Nachspiel“ rechnen.

25 Anzeigen, davon 14 wegen des Genusses von „harten“ Spirituosen (├╝berwiegend Wodka!) und elf wegen Rauchens, sowie in einem Fall der Besitz von Marihuana, diese Bilanz zog die Polizei alleine auf dem Bismarckplatz am Dienstagmittag.

Das Ziel der 15 – 17-J├Ąhrigen war wie alle Jahre das Neckarvorland. Und mancher schaffte es gerade mal bis zum Hauptbahnhof. In einem Warteh├Ąuschen schlief ein 17-J├Ąhriger aus Sandhausen seinen Rausch aus. Er wurde, wie noch viele Andere, von den verst├Ąndigten Eltern abgeholt.

Schon um 14 Uhr wurde ein 16-j├Ąhriger Sch├╝ler mit ├╝ber 1,2 Promille auf die Wache gebracht, es sollte nicht der letzte sein. Einem 17-J├Ąhrigen aus Wiesloch wurde um 13.40 Uhr die Wodkaflasche weggenommen, der informierte Vater „verlangte“, dass die Flasche ausgesch├╝ttet wird. Im Endeffekt ohne Erfolg, um 17.00 Uhr fiel der Jugendliche mit ├╝ber 1,1 Promille wieder auf dem Bismarckplatz auf.

Gegen 15 Uhr erreichte die Party auf dem Neckarvorland mit etwa 600 Sch├╝lern den H├Âhepunkt. Durch zu starken Alkoholkonsum kam es bei vielen Jugendlichen zu „Totalausf├Ąllen“. Drei Jugendliche mussten ins Krankenhaus eingeliefert werden. Ein M├Ądchen musste not├Ąrztlich versorgt werden, um die anderen Sch├╝ler k├╝mmerten sich die Sanit├Ąter. Insgesamt hatte das DRK – zwei Not├Ąrzte und ├╝ber 20 Sanit├Ąter – bis zum Abend 21 Eins├Ątze zu leisten, ab 17 Uhr musste das DRK ein Einsatzzelt auf dem Neckarvorland aufbauen.

Etwa ab 15.30 Uhr setzte die Abwanderungswelle ein, kurz nach 19 Uhr waren noch etwa 100 Feiernde auf der Neckarwiese.

Zur├╝ck blieb eine „M├╝llhalde“, zahlreiche Bewohner beschwerten sich ├╝ber erbrechende und pinkelnde Sch├╝ler in ihren Vorg├Ąrten. Die Toilettenanlage unterhalb der Theodor-Heuss-Br├╝cke musste mehrfach kurzfristig geschlossen werden und konnte erst nach erfolgter Reinigung wieder ge├Âffnet werden.

Auch die Feuerwehr war im Einsatz, direkt am Neckarufer musste ein brennender Abfalleimer gel├Âscht werden.
Die Polizei hatte in den Spitzenzeiten etwa 40 Beamte im Einsatz.“

Fazit eines solchen Einsatzes: Jede Menge Kosten f├╝r den Staat. Geld, dass man besser in Schulbildung einsetzen kann. Jede Menge Anzeigen. Jede Menge ├âÔÇ×rger. Und ganz sicher ein Grund, ├╝ber ein Verbot solcher „Parties“ nachzudenken.

Das Nachsehen haben die, die in den n├Ąchsten Jahren feiern wollen. Die d├╝rfen nicht oder nur unter Auflagen. Die diesj├Ąhrigen Abg├Ąnger haben das „leidvoll“ erfahren. Die Party war in ihren Augen leider „mau“ – Schuld daran, dass weniger los war, waren vor allem zwei Randalierer, die allen anderen den Spa├č verderben.

Den Jugendlichen kann man nur w├╝nschen: Feiert Eure Parties – aber nicht bis zum Anschlag. Denn irgendwann ist leider Schluss mit lustig. Und das ist schade. F├╝r alle.

„Schicker“ Auftritt: Wenn eine Kultusministerin das reale Leben trifft, wird viel gel├Ąchelt

Guten Tag

Heddesheim/Hirschberg, 22. September 2010. (red) Der 20. September 2010 ist f├╝r Hirschberg ein besonderer Tag. Die neue baden-w├╝rttembergische Kultusministerin Marion Schick tr├Ągt sich ins goldene Buch der Gemeinde ein und redet ├╝ber „Inklusion“ – so nennt man die Teilnahme von behinderten Sch├╝lerinnen in „normale“ Klassen. Frau Schick gibt sich offen, l├Ąchelt viel, redet viel und ist bester Laune. Viele der G├Ąste habe hingegen Sorgen.

Von Hardy Prothmann

Ich bin nun schon zwanzig Jahre „im Gesch├Ąft“. Als Journalist habe ich viel gesehen, erlebt, erfahren. Aber ich lerne immer wieder neu dazu.

So geschehen am Montag, den 20. September 2010. Frau Kultusministerin Prof. Dr. Marion Schick besucht die Martinsschule in Ladenburg und „stellt“ sich dann der „Diskussion“ zum Thema „Inklusion“ in der Martin-St├Âhr-Grund-und Hauptschule Hirschberg, die sich aber ausweislich eines an eine Leinwand gebeamten Textes „Grund- und Werkrealschule Hirschberg/Heddesheim“ nennt. Der Name ist weder offiziell noch richtig.

Schick. Adrett. Beredt.

Frau Schick ist eine adrette Person. Anfang 50, schlank, Anzugtr├Ągerin, Kurzhaarfrisur. Sie hat ein fr├Âhliches Naturell und lacht gerne. Dabei kann sie auch reden wie ein Wasserfall. Die bayerische Herkunft kann sie nicht verleugnen, sie jauchzt und juxt. Und sie redet und redet. ├â┼ôber „Inklusion“, also das gemeinsame Unterrichten behinderter und „normaler“ Kinder. ├â┼ôber Kosten, Gelder, Pl├Ąne und vor allem Erfolge und dann sagt sie fr├Âhlich: „Ich habe Sie jetzt wahrscheinlich provoziert und freue mich auf Ihre Fragen.“

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L├Ącheln, lachen, jauchzen. Staatssekret├Ąr Wacker und seine Chefin Schick.

Zuvor hat allerdings der Hirschberger B├╝rgermeister Manuel Just provoziert. Der Hirschberger B├╝rgermeister bezeichnete den integrativen Unterricht von behinderten Kindern in „normalen“ Schulen als „eines der wichtigsten Themen ├╝berhaupt“ und zeigte sich in seiner engagierten Rede in einer ganz ungewohnt sozialpolitischen Position, die er einf├╝hlend und glaubhaft vertrat: „Wir stehen alle am Anfang eines Prozesses der Akzeptanz, der einen moralischen Diskurs ersetzt.“

Er verweist auf wissenschaftlicher Erkenntnisse, die die Sorgen der Eltern „normaler Sch├╝ler“ beruhigen kann – „st├Ąrkere Sch├╝ler“ werden durch „schw├Ąchere“ nicht „behindert“.

Wer soll das bezahlen?

B├╝rgermeister Manuel Just w├Ąre nicht er selbst, wenn er nicht ├╝ber Zahlen reden w├╝rde: „Doch wer soll das, was von uns Kommunen abverlangt wird, bezahlen?“ Er redet ├╝ber die Belastungen der Kommunen. Dann ist die Frau Ministerin an der Reihe.

Die redet engagiert und lacht und zeigt Z├Ąhne und sagt: „Gerade ist es es mir kalt den R├╝cken hinunter gelaufen“, und meint damit das, was der fr├╝here K├Ąmmerer Manuel Just gefragt hat: „Wer soll das bezahlen?“ Sie redet ├╝ber den „Beginn eines tiefgreifenden Prozesses“: „Wir kommen aus den 60-er Jahren als die Schulpflicht f├╝r behinderte Kinder ├╝berhaupt erst eingef├╝hrt wurde.“ ├â┼ôber ein neues Lehramt f├╝r Sonderp├Ądagogik. Sonderp├Ądagogische Kompetenzzentren. Und die Sorgen und ├âÔÇ×ngste der Eltern, deren Kinder auf „Regelschulen“ gehen, in denen „Sondersch├╝ler“ mitlernen sollen: „Es geht darum, sich auf den Weg zu machen“, sagt die fr├Âhliche Ministerin und verweist auf geltendes Recht: „Wir m├╝ssen die UN-Konvention umsetzen.“

Dann fordert sie die rund 70 G├Ąste auf, „alles zu fragen, was sie wollen.“

In der „Martin-St├Âhr-Schule“, die laut Beamer „Grund- und Werkrealschule Hirschberg/Heddesheim“ hei├čt, hat anscheinend niemand Fragen an die fr├Âhliche Frau Ministerin.

Niemand will sich melden, bis der Ladenburger B├╝rgermeister Rainer Ziegler den „Eisbrecher“ macht, die peinliche Situation l├Âst und um das Mikrofon bittet. Er spricht die gew├╝nschte Barrierefreiheit in den Schulen an, fragt nach finanzieller Unterst├╝tzung vom Land und auch der „Inklusion“ in die Realschulen.

Schicke Selbstinszenierung.

Die Frau Ministerin redet wieder lange und fr├Âhlich und ernst: „Wir beziehen Pr├╝gel von der Deutschen Gesellschaft f├╝r Menschenrechte….“ und endet: „Es kann nicht sein, dass wir eine positive Diskriminierung schaffen.“

Damit meint sie, dass es nicht angehen k├Ânne, dass man zum Nachteil der „normalen“ Sch├╝ler die „Sondersch├╝ler“ bevorteile: „Daf├╝r halten Herr Wacker und ich unsere R├╝cken hin.“ Und dann jauchzt und l├Ąchelt die Frau Ministerin.

Scheinbar steht sie auf Schmerzen – von denen berichten dann viele. Denn das „Eis“ ist nun gebrochen. Die Offenheit, die sich die Ministerin durch ihre „Provokationen“ gew├╝nscht hat, ermuntert die G├Ąste, nach dem Mikrofon zu verlangen.

Mehrere Lehrerinnen, Schulrektorinnen und B├╝rgermeister beschreiben ihre Lage, allesamt respektvoll vor dem Status der Ministerin. Allesamt offen und glaubw├╝rdig. Allesamt progressiv und offen f├╝r die „Inklusion“, diesem schrecklichen Wort f├╝r die normalste Sache der Welt, „Sondersch├╝lern“ eine gro├če Chance zu geben.

Sorgen und ├âÔÇ×ngste werden weggel├Ąchelt.

Und es werden auch „Sorgen und ├âÔÇ×ngste“ ge├Ąu├čert, ob es „Quoten“ geben werde, also „Prozents├Ątze“, wie viele „Sondersch├╝ler“ in den „normalen Klassen“ unterrichtet werden k├Ânnten.

Die Ministerin lacht, zeigt Z├Ąhne, jauchzt, verweist auf die Kosten, dass alles „individuell“ entschieden werden m├╝sse, f├╝r manche auch die „Sonderschule“ die beste L├Âsung sei und auf Investitionen, die „aber erst ab 2012 get├Ątigt“ werden k├Ânnten.

B├╝rgermeister Manuel Just sitzt bei dieser „Diskussion“ zwar auch auf dem Podium, sagt aber kein Wort mehr. Der B├╝rgermeister Ziegler und sein Kollege aus Schriesheim, Hansj├Ârg H├Âfer, haben sich einmal zu Wort gemeldet, schweigen dann aber.

Kurz vor Schluss, meldet sich der Rektor der Martinsschule in Ladenburg, Kurt Gredel und bittet die Ministerin: „Sie haben immer wieder von Regelschulen gesprochen, in denen behinderte Kinder unterrichtet werden. Ich m├Âchte Sie darauf aufmerksam machen, dass auch die Martinsschule eine Regelschule ist.“

Die Ministerin lacht und jauchzt: „Das habe ich mir notiert. Das wird mir nicht mehr passieren. Nat├╝rlich ist auch ihre Schule eine Regelschule“, sagt sie und gibt sich offen und transparent und fr├Âhlich und lernbegierig. Sie l├Ąchelt die Peinlichkeit ihres eigenen Auftritts einfach weg. Hatte sie nicht gerade die Regelschule f├╝r Behinderte aus den 60-er Jahren als gro├če Entwicklung benannt, unterschied sie 50 Jahre sp├Ąter ganz aktuell und life zwischen „Regelschule“ und „Sonderschule“. Herr Gretel l├Ąchelt auch, setzt sich und denkt sich wahrscheinlich seinen Teil.

Die gute Laune ist das Signal.

Staatssekret├Ąr Georg Wacker (CDU) l├Ąchelt mit seiner „Chefin“ Schick um die Wette und versucht gute Laune zu signalisieren. Dabei redet er mehrmals was vom „sch├Ânsten Landkreis in Baden-W├╝rttemberg“ und zeigt sich vor allem unterw├╝rfig gegen├╝ber seiner Chefin: „Ich w├╝rde mir niemals anma├čen….“ Das soll irgendwie „Gentlemen-like“ wirken.

Nach gut 70 Minuten ist die Vorf├╝hrung zu Ende.

Es wurde vor allem viel geredet und noch mehr gel├Ąchelt und gute Laune gezeigt. Von Frau Schick und Herrn Wacker.

Der Rektor, der wie auch immer hei├čenden Schule, Jens Drescher, war aufgeregt, sicher auch stolz, aber auch ehrlich: Er will, wie die vielen seiner Rektoren- und Lehrerkollegen ganz klar mitmachen bei der „Inklusion“.

Er fragt aber auch, wie das gehen soll, also nach Geld und Personal.

Schema F.

Die Ministerin jauchzt und l├Ąchelt und ist guter Laune w├Ąhrend ihres Auftritts, der wahrscheinlich weniger der L├Âsung finanzieller und personeller Fragen galt, sondern vielmehr der Auftakt des Wahlkampfes ist: „Wir machen in der Schulpolitik nichts nach Schema F“, sagt sie k├Ąmpferisch.

Nur schade, dass Herr Staatssekret├Ąr Wacker mich nicht drangenommen hat, obwohl ich mich ausgiebig und deutlich als Fragesteller gemeldet habe.

Ich wollte die Ministerin fragen, wie denn die schwierigen Fragen zur „Inklusion“ gel├Âst werden k├Ânnen, wenn sie selbst gerade in einer Schule referiert, die eine „individuelle L├Âsung“ in Sachen „Werkrealschule“ zum „Wohle der Kinder“ gemeinsam mit Heddesheim vorgelegt hat. Diese L├Âsung wurde nach „Schema F“ abgelehnt.

Die Schule hat bis heute, ein halbes Jahr nach der Verwaltungsentscheidung keinen offiziellen Namen. Der neue Leiter, Rektor Jens Drescher, ist bislang nur „kommissarischer Leiter“. Als solcher verdient er weniger Geld als ihm f├╝r seine Arbeit zusteht.

Frau Schick sagte zuvor, l├Ąchelnd und jauchzend und auch ein wenig ernst, dass „man auch von den Lehrern erwarten muss, sich an neue Arbeitsbedingungen anzupassen“ und lobte das Schulamt f├╝r dessen „Leistungen“, in diesem Jahr 2.500 „neue Lehrer“ eingestellt zu haben.

Dar├╝ber, dass viele Lehrer nur Zeitvertr├Ąge erhalten und zum Ende des Schuljahres arbeitslos werden, um dann nach 6-w├Âchiger Arbeitslosen-Phase wieder eingestellt zu werden, sagt sie nichts.

Komplexes Thema – Hilfe gew├╝nscht.

Das Thema ist fraglos komplex. Ich kann als Journalist zu diesem Zeitpunkt nur berichten, was ich gesehen und erlebt habe.

Das Thema „Inklusion“ ist wichtig und wird durch unsere Redaktion weiter bearbeitet werden.

Im Mannheimer Morgen, der Rhein-Neckarzeitung und den Weinheimer Nachrichten wurde kaum kritisch ├╝ber das wichtige Thema „Inklusion“ und dessen gesellschaftliche und finanzielle Umsetzung berichtet. Hier durften die Ministerin und ihre Staatssekret├Ąr gute Laune verbreiten.

Wenn Ihnen diese vergangen ist, wenn Sie mehr zu erz├Ąhlen haben, als die verk├╝rzten Zeitungsberichte „verk├╝ndet“ haben, dann nehmen Sie Kontakt zu uns auf.

Wir w├╝nschen uns Ihre Unterst├╝tzung. Als Eltern, als Lehrer, als Rektoren. Kommen Sie auf uns zu, berichten Sie uns von dem, was ist, was Sie sich w├╝nschen und von Ihren Sorgen und N├Âten. Wir garantieren Ihnen Vertraulichkeit – aber gleichzeitig ├ľffentlichkeit f├╝r das, was wir durch Sie als Informanten erfahren.

Das „Thema“ ist zu wichtig, um nur f├╝r ein paar Monate Wahlkampf missbraucht zu werden.

Kontakt:
Telefon: 06203/ 49 23 16
email: redaktion (at) heddesheimblog.de


Bericht im Mannheimer Morgen

Bericht in der Rhein-Neckar-Zeitung
Bericht in den Weinheimer Nachrichten

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Starke Belastung f├╝r Sch├╝ler und Eltern

Guten Tag!

Heddesheim, 12. Februar 2010. Die Grundschulempfehlung: F├╝r die, bei denen es „passt“, ist alles in Ordnung. F├╝r die anderen kann sie ein Drama werden. Bis zum 4. M├Ąrz 2010 werden in Baden-W├╝rttemberg wieder die Briefe versandt, die ├╝ber die schulische und damit vielleicht auch berufliche Zukunft der Kinder entscheiden.

Kommentar: Sabine Prothmann

Im f├Âderalen System der Bundesrepublik Deutschland k├Ânnen ein paar Kilometer entscheidend sein, ob die Eltern oder die Lehrer die Entscheidung treffen, auf welche Schule ihr Kind geht: Hier in Baden-W├╝rttemberg bestimmt die Schule auf Basis des Halbjahreszeugnisses, im benachbarten Hessen ist die verbindliche Empfehlung abgeschafft.

Absurd: Verbessert sich das Kind in der zweiten H├Ąlfte des vierten Schuljahres, spielt das keine Rolle mehr.

Ist das Kreuz aus der Sicht der Eltern nicht an der richtigen Stelle, geht ein Kampf David gegen Goliath, sprich Eltern gegen die Entscheidung der Schule los.

Wenn Eltern mit der Grundschulempfehlung nicht einverstanden sind, gibt es zwei M├Âglichkeiten: Entweder sie nehmen das Beratungsverfahren in Anspruch oder sie melden ihr Kind gleich zur Aufnahmepr├╝fung an, was sie auch noch nach dem Beratungsverfahren machen k├Ânnen.

In diesem Verfahren werden mehrere Kinder von einer Beratungslehrerin getestet, die zwei verschiedene allgemeine Begabungstests durchf├╝hrt. Diese sind landesweit einheitlich festgelegt und nach den vorgegebenen Normen ausgewertet werden.

Nach einem Beratungsgespr├Ąch mit den Eltern tagt die Klassenkonferenz gemeinsam mit dem Beratungslehrer, der stimmberechtigt ist, und beschlie├čt die „Gemeinsame Bildungsempfehlung“. Entspricht die Empfehlung den Vorstellungen der Eltern, so k├Ânnen sie ihr Kind an der gew├╝nschten Schule anmelden. Ist dies nicht der Fall, k├Ânnen sie sich entscheiden, ob sie ihr Kind zur Aufnahmepr├╝fung anmelden wollen.

Die Aufgaben f├╝r die Aufnahmepr├╝fung werden zentral vom Kultusministerium – auf der Grundlage des Bildungsplanes der Grundschule und unter Einbeziehung von Lehrerinnen und Lehrern aller betroffenen Schularten – gestellt. Damit werden sowohl die Voraussetzungen der abgebenden Schulart als auch die Erwartungen der aufnehmenden Schularten ber├╝cksichtigt.

Die Pr├╝fung besteht aus einem schriftlichen und einem m├╝ndlichen Teil.

Sollte das Kind den Durchschnitt f├╝r die gew├╝nschte Schulart nach der schriftlichen Pr├╝fung (3,0 f├╝r die Realschule, 2,5 f├╝r das Gymnasium) nicht erreicht haben, so wird eine m├╝ndliche Pr├╝fung durchgef├╝hrt. Die Leistungen f├╝r die schriftliche und m├╝ndliche Pr├╝fung z├Ąhlen je zur H├Ąlfte.

Ãœber Sinn oder Unsinn des Systems sowie über das dreigliedrige Schulsystem kann man unterschiedlicher Meinung sein.

Man sollte sich aber auf alle F├Ąlle bei einem Widerspruch gegen die Schulempfehlung dar├╝ber im Klaren sein, dass eine Aufnahmepr├╝fung f├╝r das Kind und auch die Familie durch das b├╝rokratische Verfahren eine starke Belastung darstellt.

Welche Schule ist die richtige f├╝r mein Kind?

Guten Tag!

Heddesheim, 12. Februar 2010. Diese Frage stellen sich dieser Tage wieder viele Eltern in Baden-W├╝rttemberg. Bis zum 26. Februar 2010 finden die Informationsgespr├Ąche mit den Klassenlehrern statt und bis zum 4. M├Ąrz werden die Grundschulempfehlungen versandt. Die R├╝ckmeldung der Eltern zur Grundschulempfehlung muss bis zum 11. M├Ąrz 2010 erfolgen.

Der Trend zum Gymnasium ist nach wie vor hoch. Fast die H├Ąlfte der Sch├╝ler erhalten eine entsprechende Empfehlung. Haupt- und Realschule liegen fast gleichauf. Aber: W├Ąhrend nur jedes f├╝nfte deutsche Kinder von der Grund- auf die Hauptschule wechselt, ist es jedes zweite Kind aus Familien mit Migrationshintergrund.

Auf der Seite des statistischen Landesamts k├Ânnen Sie dazu einen ausf├╝hrlichen und interessanten Text lesen: Grundschulempfehlung und Elternwunsch – nicht immer stimmen sie ├╝berein.

Nachfolgend finden Sie eine Auflistung der Informationsabende (sind auch im Terminkalender eingetragen) von Gymnasien und Realschulen, die gut von Heddesheim aus zu erreichen sind:

Carl-Benz-Gymnasium, Ladenburg
24. Februar, 17.30 Uhr
Realschulstr. 4
Ladenburg

Geschwister-Scholl-Gymnasium, Vogelstang
16. M├Ąrz, 19:00 Uhr
Mecklenburger Str. 62
Mannheim, Vogelstang

Lessing-Gymnasium, Mannheim
12. M├Ąrz, 19:00 Uhr
Josef-Braun-Ufer 15-16
Mannheim

Karl-Friedrich-Gymnasium, Mannheim
18 M├Ąrz, 19:00 Uhr
Roonstr. 4-6
Mannheim

Integrierte Gesamtschule Herzogenried Mannheim
10. M├Ąrz, 18.30 Uhr
Herzogenriedstra├če 50
Mannheim

Ludwig-Frank-Gymnasium, Mannheim
9. M├Ąrz, 19:00 Uhr
K├Ąfertaler Str. 117 – 127
Mannheim

Merian Realschule, Ladenburg
10. M├Ąrz, 17:00 Uhr
Heidelberger Str. 20
Ladenburg

Tulla-Realschule, Mannheim
17. M├Ąrz, 18.30 Uhr
Tullastr. 25
Mannheim

Geschwister-Scholl-Realschule, Vogelstang
13. M├Ąrz, 11:00 Uhr
Mecklenburgerstr. 62
Mannheim

Einen sch├Ânen Tag w├╝nscht
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