Samstag, 11. Juli 2020

Der Gemeinderat f├╝hrte die Leinenpflicht ein und schaffte die Mittagsruhe ab

Hunde an die Leine!

Heddesheim, 22. Februar 2013. (red/ld/zef) Die Leinenpflicht gilt f├╝r den gesamten inner├Ârtlichen Bereich, den Seeweg, den Badesee, sowie auf den Fl├Ąchen, die an das Viernheimer Naturschutzgebiet Neuzenlache angrenzen: die Sch├Ąffertswiese, und der Rad- und Fu├čweg an der Werderstra├če. Das beschloss gestern der Gemeinderat.┬á Gleichzeitig wurde die Mittagsruhe per Verordnung abgeschafft.

Von Lydia Dartsch und Ziad-Emanuel Farag

Im inner├Ârtlichen Bereich wird die Leinenpflicht aus Sicherheitsgr├╝nden eingef├╝hrt. Andernfalls k├Ânnte es durch aufgeschreckte Passanten oder Hunde und dem Kraftverkehr schnell zu brenzligen Situationen kommen. Infolge dessen sei es in der Vergangenheit zu Konflikten zwischen Hundehaltern und Passanten gekommen. [Weiterlesen…]

Asphaltierung soll 60.000 Euro kosten / Streit ├╝ber Nutzung durch Landwirtschaft

„Attraktive“ Fu├č- und Radwegverbindung beschlossen

Heddesheim, 24. September 2012. (red/la) N├Ârdlich des Logistikzentrums will Heddesheim eine „attraktive“ Fu├č- und Radwegverbindung bauen. Der Schotterweg, den das Logistikunternehmen Pfenning anlegen lie├č, soll dabei f├╝r 60.000 Euro asphaltiert werden.

Von Reinhard Lask

B├╝rgermeister Michael Kessler sieht den Radweg als willkommene Alternative f├╝r die immer st├Ąrker befahrene Benzstra├če, die durch das steigende Verkehrsaufkommen immer unattraktiver f├╝r den Radverkehr werde.

Wir sollten die Chance f├╝r Fu├čg├Ąnger und Radfahrer nutzen. Die Situation bietet sich an hier und jetzt einen Radweg zu schaffen.

Doch die Gr├╝nen und auch CDU-Gemeinderat Reiner Hege hatten Einw├Ąnde. W├Ąhrend sich die Gr├╝nen vor allem an den hohen Kosten und ihrer Ansicht nach kaum vorhandenem Nutzen st├Ârten, wandte sich Hege strikt gegen die Wegsperrung f├╝r den landwirtschaftlichen Verkehr. Im Falle einer Sperrung m├╝ssten die Landwirte auch durch die viel von Lkws befahrene Benzstra├če, f├╝rchtete Hege.

Kurt Klemm (Gr├╝ne) bezweifelte die Notwendigkeit der Investition: Man besitze bereits tolle Radwege. Den Weg k├Ânne man ruhig der Landwirtschaft allein zugestehen. Zudem seien 60.000 Euro einfach zu viel Geld.

Man muss auch nicht ├╝berall hinkommen. Zudem ist Wegesituation auch jetzt schon gut.

Auch J├╝rgen Harbarth (SPD) st├Ârte sich an der hohen Summe von 60.000 Euro. „Au├čenrum fahren ist okay“, meinte er.

Kessler betonte jedoch, die Notwendigkeit der Asphaltierung:

Die Benzstra├če ist stark als Radweg benutzt worden und wird nun st├Ąrker befahren sein.

Man solle diese Chance f├╝r Fu├čg├Ąnger und Radfahrer nicht verstreichen lassen. Da sich die Benzstra├če nun mitten im Gewerbegebiet befinde, biete es sich nun geradezu an, den neuen Radweg zu schaffen.

Hege bestand jedoch vehement auf der Freigabe f├╝r die Landwirtschaft, gerade weil auf der Benzstra├če mehr Verkehr herrsche. Der Widerstand lies B├╝rgermeister Kessler einlenken. Er schlug vor nur, ├╝ber eine grunds├Ątzliche Zustimmung zum Wegebau abzustimmen und k├╝ndigte an, mit der Landwirtschaft ├╝ber eine Freigabe zu diskutieren.

Ulrich Kettner (Gr├╝ne) wandte jedoch ein, dass dann eine Asphaltierung unn├Âtig sei:

Die brauchen Radfahrer nicht unbedingt. Belassen wir den Weg als Schotterweg f├╝r Spazierg├Ąnger.

Doch Hasselbring wollte sich diese Chance nicht entgehen lassen, da der Unterbau quasi bereits von Pfennig „kostenlos“ erstellt worden sei.

Nun gaben sich einige SPD-R├Ąte bei den Bef├╝rwortern ein. Man habe nun die M├Âglichkeit das Radwegenetz auszubauen, sagte Karin Hoffmeister-Bugla. Sie k├Ânne nicht nachvollziehen, dass man da „Nein“ sagen kann. Schlie├člich sei heute schon klar sei, dass der neue Weg stark von Radfahrern genutzt werde.

Auch J├╝rgen Merx (SPD) widersprach den Gr├╝nen. Der Radweg sei eine notwendige Verbesserung f├╝r die Verbindung nach Hirschberg und zum Badeseegebiet. Zudem sei die Asphaltierung dringend notwendig:

Auf dem bisherigen Schotterweg, kann man mit dem Rennrad nicht entlangfahren.

Reiner Edinger (Gr├╝ne) hingegen w├╝rde das Geld lieber zum Ausbau der inner├Ârtlichen Radnetzes nutzen, dass praktisch nicht vorhanden sei.

Am Ende entschied der Gemeinderat mit den Stimmen der CDU, FDP und Teile der SPD f├╝r den Ausbau. Die Gr├╝nen (5) stimmten dagegen. Teile der SPD (3) enthielten sich der Stimme. Wie angek├╝ndigt hatte B├╝rgermeister Kessler die Sperrung aus der Abstimmung genommen, um diese mit Vertretern der Landwirtschaft zu diskutieren.