Dienstag, 19. September 2017

Unsere WM-Public Viewing-Karte zeigt, wo die Spiele ĂŒbertragen werden

Fußball-Samba die ganze Nacht

Rhein-Neckar, 10. Juni 2014. (red/ld) Bei Temperaturen wie am Zuckerhut, lĂ€sst sich nirgends so gut Fußball-WM schauen, wie im Freien auf einer großen Leinwand. Wir haben fĂŒr unsere Leser/innen interessante Public Viewing Locations der Region zusammengesucht. Wo Sie den WM-Start und alle Spiele schauen können, sehen Sie auf unserer großen Karte. [Weiterlesen…]

EM 2012 – eine kollektive Fete

Public Viewing ist Party. Archivbild WM 2010.

Rhein-Neckar, 25. Juni 2012. In knapp einer Woche ist der ganze Zauber wieder vorbei. Nächsten Sonntag steht der Europameister 2012 fest und man kann die Abende wieder anders verplanen. Gabi ist darüber ganz froh, denn sie ist kein Fußballfan. Dennoch geht sie zu Public Viewings.

Ich hab’s nicht mit Fußball. So, jetzt ist es raus, jetzt habe ich es gesagt.

Vor dem Sommermärchen, der WM 2006 in Deutschland, konnte man dies auch noch ungestraft sagen. Bis dahin gab es die Fußball-Begeisterten und die anderen.

Doch mit diesem Sommer änderte sich alles. Mit Public Viewing wurde die WM 2006 zu einem nationalen Event.

Deutschlandfahnen, in meiner Jugend noch verpönt, wehen nun in den Zeiten von Welt- und Europameisterschaften von Balkonen, aus Fenstern und von Autodächern.

Das perfekte Styling muss sein

Eine ganze Industrie entstand, die für das richtige Equipment sorgte. Ketten, Schweißbänder, Schminke, Vuvuzelas, Überzieher für die Autoaußenspiegel und Fahnen in jeglicher Größe, alles in schwarz-rot-gold, gibt es an jeder Straßenecke zu kaufen.

Dieser Tage habe ich sogar einen alten Mann mit einem mit Fahnen geschmückten Rollator gesehen.

Was früher den wahren Fan ausmachte wurde quasi über einen Sommer zum Allgemeingut.

Wenn ich sage, ich schaue kein Fußball, heißt es nicht, dass ich mir nicht das eine oder andere Spiel angucke, aber es bedeutet, ich plane in dieser Zeit meinen Alltag nicht um dieses Ereignis. Und ich empfinde es äußerst lästig, wenn auf die Frage, „kommt ihr zum Grillen“, die Antwort „stellt ihr auch einen Fernsehen auf“ folgt.

Ich freue mich, wenn die deutsche Mannschaft nach einem guten Spiel weiter kommt, aber ich stürze nicht in eine Existenzkrise, wenn sie ausscheidet.

Gott sei Dank ist auch mein Mann kein Fußballfanatiker. Er schaut nie die Sportschau und hat auch keinen Lieblingsverein in der Bundesliga. Aber natürlich schaut er WM- und EM-Spiele – wenn es zeitlich passt.

Ich bin zwar Mutter eines Sohnes, blieb aber von Fußballverein und dementsprechenden Spielen am Wochenende verschont.

Wahre Fans und Party-Mitläufer

Anders geht es da einer guten Freundin. Alle zwei Jahre ist sie komplett verzweifelt, denn ihr Angetrauter und ihre beiden Söhne  gucken jedes Spiel von der Vorrunde an.

Vier Wochen lang ist mit ihren Männer komplett nichts anderes anzufangen.

Aber ihr Göttergatte war schon immer Fußball begeistert, nicht erst seit die große Meisterwelle die Nation überschwappt hat.

Das ist ehrlich und authentisch. Vielen anderen geht es nur um die Party.

Am vergangenen Freitag war ich zufällig in Mannheim und habe ganze Gruppen von Jugendlichen in perfektem EM-Styling zum Friedrichspark pilgern sehen.

Das hätte auch ein Rock-Konzert sein können, dachte ich mir. Es geht um das Event als solches und weniger um den Inhalt. Und das schöne daran ist, das ganze Land und besser noch, ganz Europa feiert mit.

Wenn ich morgens mit dem Auto zur Arbeit fahre, gibt es jetzt bei SWR3 regelmäßig einen kurzen Talk mit „dem EM-Hasser“. Er outet sich ganz freimütig und mimt damit den Außenseiter. Glaubwürdig oder auch nicht, eines wird klar, entzieht man sich dem nationalen Hype, gerät man ins Abseits.

Und auch ich gehe gerne auf Public Viewings, das macht Spaß, das ist spannend, das ist Party. Hat aber mit Fußball selbst, recht wenig zu tun.

Und wichtig ist: Bleibt die deutsche Mannschaft drin, geht die Party weiter.

gabi

Vereine schicken Informationen nur an "ausgewÀhlte Medien"

Zufall, Absicht oder Dilletantismus?

Heddesheim, 08. Juni 2012. (red) Fortuna, TG und ATB bieten ein Public-Viewing zur EM an. Wo? Wann? Wie? DarĂŒber können wir leider nicht berichten, denn uns liegen keine Informationen vor.

Vielleicht können wir doch und vielleicht tun wir es auch – ĂŒber das Vereinsangebot zur Europameisterschaft zu berichten. Das werden wir noch in der Redaktion entscheiden.

Bevor wir das tun, stellen wir aber fest, dass Heddesheim eine absolute Ausnahmestellung in unserem Berichtsgebiet inne hat. Es gibt tatsÀchlich keinen Ort, der so verbissen und so provinziell ist.

TĂ€glich erreichen uns hunderte von Informationsemails von Vereinen, Organisationen, Behörden, Veranstaltern, die „Öffentlichkeit“ suchen.

Unter diesen Nachrichten suchen wir neben eigenen Theman aus, was wir veröffentlichen. Unsere redaktionellen Berichte entstehen unabhĂ€ngig, wenn wir fremde Quellen veröffentlichen, machen wir das transparent. Andere Medien wie der Mannheimer Morgen tun das nicht, sie schreiben als KĂŒrzel „zg“. Das steht fĂŒr „zugeschickt“ (worĂŒber der MM aber nicht aufklĂ€rt).

Insbesondere die Fortuna, die TG und die ATB gehören nicht zu den Vereinen, die sich an eine breite Öffentlichkeit richten. Ebensowenig die Gemeinde Heddesheim unter ihrem BĂŒrgermeister Michael Kessler. Es gibt noch eine Reihe anderer Vereine, die sich in dieser Gesellschaft „einreihen“. Das ist bedauerlich, denn die Entscheidung fĂŒr dieses Verhalten fĂ€llt in den VorstĂ€nden und gegen die Mitglieder.

Denn das Heddesheimblog ist mittlerweile Ortsmedium Nummer eins. Was wir berichten, wird im Ort diskutiert. Aktuell sicherlich auch das Verhalten der VereinsvorstÀnde.

Schade auch, dass man an Berichten ĂŒber das Angebot zur EM im Heddesheimblog aus Sicht der VorstĂ€nde von Fortuna, TG (gibts da eigentlich einen Vorstand?) und ATB offensichtlich nichts lesen möchte.

Wir respektieren das, weil unser kleines Team viel Arbeit hat und diese anderweitig gut investieren kann. Wir bedauern aus Sicht der Leserinnen und Leser, dass manche Heddesheimer Vereine ĂŒberhaupt kein Interesse haben, die Öffentlichkeit außerhalb des langweiligen Mitteilungsblattes und der „interessengesteuerten“ Zeitung zu informieren.

Ob sie damit gut beraten sind, werden sicherlich die „Mitgliedszahlen“ in den kommenden Jahren belegen. Wie abgewirtschaftet ein jahrelanger TG-Vorstand schmachvoll aus dem Amt ging, hat man ja vor kurzem (zuerst bei uns) erfahren können.

Vielleicht ist es aber auch ĂŒberhaupt keine böse Absicht, dass keiner der drei Vereine in der Lage ist, die Redaktion anzuschreiben. Vielleicht ist der Grund einfach nur ein traditionell gepflegter provinzieller Dilletantismus.

StÀnde an der Freizeithalle beschÀdigt und ausgerÀumt

Guten Tag!

Heddesheim, 08. Juli 2010. Einbruch und Vandalismus an der Freizeithalle – der SĂŒĂŸwarenstand wurde verwĂŒstet, Kleidung und Alkohol gestohlen.

In der Nacht von Dienstag auf Mittwoch wurden in den Stand der Werbemacher GmbH eingebrochen, die zum Public Viewing Fan-Artikel und Bekleidung verkauft hat. Die Einbrecher stahlen hochwertige KleidungsstĂŒcke, zum Teil der neuen Marke „Hellesewear“.

Außerdem wurde der SĂŒĂŸwarenstand aufgebrochen und verwĂŒstet. Ebenfalls aufgebrochen wurde die Cocktail-Bar. Dort wurden alkoholische GetrĂ€nke gestohlen.

Die Spurensicherung der Kriminalpolizei hat den Tatort erkennungsdienstlich untersucht und nach Informationen des heddesheimblogs auch Spuren sichern können. Diese werden nun ausgewertet.

Wie hoch der Schaden ist, konnten die Betroffenen noch nicht sagen – wahrscheinlich werden aber einige tausend Euro zusammenkommen.

Zeugen sollen beobachtet haben, dass gegen 02:00 Uhr Jugendliche ĂŒber den Zaun geklettert sind – warum die Zeugen die Polizei nicht informiert haben, ist nicht bekannt.

Redaktion heddesheimblog

„Pommes satt“ und was der Kinderarzt Dr. Ulrich Schaefer davon hĂ€lt

Guten Tag!

Heddesheim, 22. Juni 2010. „Pommes satt“ entwickelt sich zum Diskussionsstoff im Ort. Beim Public Viewing hatten die Veranstalter mit einer Aktion „Pommes satt“ fĂŒr einen Euro fĂŒr Kinder geworben. Wir hatten das kritisiert und wurden selbst dafĂŒr kritisiert, denn die „Kinder“ trainierten sich die Kalorien beim Fußball ja wieder ab… Jetzt hat der Kinderarzt Dr. Ulrich Schaefer das Thema aufgenommen. Sein Urteil ist eindeutig.

Leserbrief: Dr. Ulrich Schaefer, Kinder- und Jugendarz

„In einer Satire hat der römische Dichter Juvenal kritisiert, dass durch „Brot und Spiele“ das Volk von den politischen Alltagsschwierigkeiten abgelenkt werden sollte – und sich vielleicht auch gerne ablenken ließ.

In Heddesheim bieten die Gemeindeverwaltung und die Sportvereine „Pommes und Public Viewing“ . „Pommes satt“ fĂŒr die Kinder! WĂ€hrend 15 Prozent der Schulkinder in Deutschland ĂŒbergewichtig sind, gibt es in Heddesheim „Pommes satt“. Da versuchen KindergĂ€rten und Schulen den Kindern und Jugendlichen eine gesunde ErnĂ€hrung zu vermitteln. In der Freizeithalle: „Pommes satt“ und die entsprechenden kalorienreichen GetrĂ€nke.

Im alten Rom konnten die Kaiser und Senatoren durch ihre „Politik“ mit „Brot und Spielen“ ihre Machtinteressen leicht durchsetzen und verwirklichen. Man könnte spekulieren, ob die Gemeindeverwaltung in Heddesheim auch von den Schwierigkeiten bei der Ansiedlung einer Großspedition ablenken will oder ob es einfach an Ideen gefehlt hat, um Kindern ein gesundes Essen anzubieten. Beides ist schlecht!“

Anmerkung der Redaktion:

Wir hatten bereits am 16. Juni 2010 die Aktion „Pommes satt“ kritisch hinterfragt: „Die Gemeinde Heddesheim setzt erwartungsgemĂ€ĂŸ auf eine FortfĂŒhrung der sehr gut besuchten Auftaktveranstaltung. Ob „Pommes satt“ im Sinne von Fitness, Sport und Spiel ein geeignetes Lockmittel fĂŒr Kinder sind, darf hinterfragt werden, angesichts zunehmender Fettleibigkeit und Essstörungen bei Kindern. Immerhin zeigt die E-Jugend der Fortuna ein „Show“-Training und damit Spaß an der Bewegung und dem sportlichen Einsatz.“

Der Kinderarzt Dr. Ulrich Schaefer bietet als einer von wenigen Ärzten eine Adipositas-Schulung an. Mehr Informationen auf seiner Website.

Die nÀchsten Spiele beim Public Viewing in der Freizeithalle

Guten Tag!

Heddesheim, 16. Juni 2010. Am Freitag, den 18. Juni 2010 folgt nach dem fulminanten Auftakt der Deutschen Fußball-Nationalmannschaft gegen Australien (4:0) das nĂ€chste Spiel gegen Serbien. Das Spiel beginnt um 13:30 Uhr – ab 11:30 Uhr wird das GelĂ€nde der Freizeithalle geöffnet: „Pommes satt“ versprechen die Veranstalter.

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Unser WM-Kolumnist Benedikt Siegfanz. Bild: local4u

Unser Kommentator Benedikt Siegfanz – selbst begeisterter Fußballer (Fortuna, FV 03) mit Berufswunsch Sportjournalist – wird einen Vorbericht liefern und das Spiel kommentieren. Sein erster Vorbericht auf das Spiel zeigte, dass der 14-jĂ€hrige sich mit Fußball gut auskennt und fest davon ĂŒberzeugt war, dass die im Vorfeld viel kritisierte Mannschaft der Gruppenfavorit ist und das Zeug hat, mehr zu holen.

Wir sind gespannt, wie Benedikt das Spiel gegen Serbien einschÀtzen wird.

Die Gemeinde Heddesheim setzt erwartungsgemĂ€ĂŸ auf eine FortfĂŒhrung der sehr gut besuchten Auftaktveranstaltung. Ob „Pommes satt“ im Sinne von Fitness, Sport und Spiel ein geeignetes Lockmittel fĂŒr Kinder sind, darf hinterfragt werden, angesichts zunehmender Fettleibigkeit und Essstörungen bei Kindern. Immerhin zeigt die E-Jugend der Fortuna ein „Show“-Training und damit Spaß an der Bewegung und dem sportlichen Einsatz.

Information der Gemeinde Heddesheim:

„Eine tolle Stimmung in der voll besetzten Freizeithalle gab es beim ersten Public-Viewing-Abend in der Freizeithalle zu erleben. Mit einem 4:0-Sieg ist die deutsche Mannschaft dann auch erfolgreich in das Turnier gestartet. Die Veranstalter freuen sich, wenn am Freitag, 18. Juni, beim nĂ€chsten Spiel der Deutschen gegen Serbien wieder viele Fans in die Freizeithalle kommen. Vor diesem Spiel bietet sich ein Mittagessen bei uns an, da das Spiel bereits um 13:30 Uhr stattfindet. Als lĂ€nderspezifisches Gericht gibt es dann Hamburger. Das GelĂ€nde ist am Freitag ab 11:30 Uhr geöffnet. Auch lĂ€sst sich im WM-Biergarten die eine oder andere Nachmittagsstunde verbringen. An Wochenenden gibt es an den Nachmittagen jeweils auch Kaffee und Kuchen. Der Eintritt ist frei!

Freitag, 18. Juni
13:30 Uhr Deutschland – Serbien
16:00 Uhr Slowenien – USA
20:30 Uhr England – Algerien

Hallenöffnung am Freitag um 11:30 Uhr. Sonderaktion am Freitag beim Essen fĂŒr Kinder: „Pommes satt“ – Portion Pommes fĂŒr nur 1 Euro. Die E-Jugend der Fortuna prĂ€sentiert sich mit einem Show-Training bei einem Kindernachmittag mit Slalom-Parcours. LĂ€nderspezifisches Gericht: Hamburger. Am Freitagabend ab 20 Uhr steigt außerdem die „Bundestrainer-Party“ der Fortuna.

Samstag, 19. Juni (lÀnderspezifisches Gericht: Matjesfilet mit Hausfrauensauce und Pellkartoffeln)
13:30 Uhr Niederlande – Japan
16:00 Uhr Ghana – Australien
20:30 Uhr Kamerun – DĂ€nemark

Sonntag, 20. Juni (lÀnderspezifisches Gericht: italienisches Nudelgericht)
13:30 Uhr Slowakei – Paraguay
16:00 Uhr Italien – Neuseeland
20:30 Uhr Brasilien – ElfenbeinkĂŒste

Mittwoch, 23. Juni
16:00 Uhr Slowenien – England
20:30 Uhr Ghana – Deutschland

Samstag, 26. Juni (erster Achtelfinaltag)
Panini WM-Album-Stickertauschbörse: Von 15:30-18:00 Uhr können alle Sammler die Gelegenheit wahrnehmen, fehlende Bilder gegen „Doppelte“ einzutauschen und so vielleicht die eine oder andere LĂŒcke im Album zu schließen.“

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4:0 – Deutschland-Australien als großes Fest in der Freizeithalle

Guten Tag!

Heddesheim, 13. Juni 2010. Das war ein amtlicher deutscher WM-Auftakt: 4:0 spielte die deutsche Mannschaft gegen die Australier – die nicht viel entgegenzusetzen hatten. Auch das Heddesheimer Public Viewing feiert einen Erfolg.

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Vier deutsche Tore gab es zu bejubeln beim Spiel Deutschland-Australien. Bild: heddesheimblog

Die erste Halbzeit war die Halle genau voll. Nicht mehr, nicht weniger. Rund 100 weitere GĂ€ste standen draußen vor der Halle, wo man das Spiel auch noch verfolgen konnte. FĂŒr 500 GĂ€ste war bestuhlt, dazu kamen 30 Stehtische – was unterm Strich 900 „plus“ GĂ€ste beim Public Viewing in der Freizeithalle bedeutet.

Viele GĂ€ste waren entsprechend dekoriert und nach dem Anpfiff gab es nur noch den gespannten Blick nach vorne. Zwei Tore in der ersten Halbzeit (8. Podolskis, 26. Klose), bescherten eine sorgenfreie Stimmung. Die Tore von MĂŒller (68.) und Cacau (70.) wurden noch mehr bejubelt als die ersten beiden Treffer, obwohl nach der Halbzeit rund 200 GĂ€ste bereits auf dem Heimweg waren.

Viel Spaß mit den Fotos:

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Public Viewing erwartet bis zu 1.000 GĂ€ste

Guten Tag!

Heddesheim, 13. Juni 2010. Um 20:30 Uhr beginnt das WM-Spiel Deutschland-Australien – in der Freizeithalle ist fĂŒr 550 Personen bestuhlt. Man hofft auf bis zu 1.000 GĂ€ste.

Warten auf den Ansturm.

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Freizeithalle gegen 17:30 Uhr, 13. Juni 2010. Bild: heddesheimblog

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Public Viewing in Heddesheim – Kostenfrei? Oder nicht?

Guten Tag!

Heddesheim, 29. April 2010. In Heddesheim wird es zur Fußball-WM ein „Public Viewing“ geben – also eine ÃƓbertragung auf Großleinwand. Angeblich die grĂ¶ĂŸte Veranstaltung dieser Art in der Region und angeblich kostenlos. Eins steht fest. Kostenlos ist die Veranstaltung nur bedingt.

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"Public Viewing" in der Freizeithalle ist nur bedingt kostenlos. Quelle: Gemeinde Heddesheim

Von Hardy Prothmann

Dass die drei Vereine ATB, TG und Fortuna gemeinsam mit der Gemeinde ein „Public Viewing“ veranstalten, ist erstmal eine gute Nachricht fĂŒr alle Fußballfans.

Auch gut ist, dass es ein Rahmenprogramm mit Torwandschießen gibt. Auch gut, dass es einen mit dem Ladenburger Gasthaus „Zum Ochsen“ einen Partyservice, also Verpflegung gibt.

All das gehört nĂ€mlich zu einem erfolgreichen „Public Viewing“ dazu.

Was Public Viewing ist.

Mein letztes „Public Viewing“ war im vergangenen Sommer in Amsterdam. Ein Musikfest. Mit vielen BĂŒhnen und vielen LeinwĂ€nden. Die Versorgung war super, die Preise waren ok.

Aber jeder konnte sich auch sein Bier im Supermarkt oder Kiosk holen. Die meisten Leute haben sich eindeutig an den StĂ€nden versorgt. Dort war man viel beschĂ€ftigt, aber freundlich und hatte auch fĂŒr einen Spaß Zeit.

Beim Heddesheimer „Public Viewing“ ist das anders.

Hier wird angekĂŒndigt, das „Public Viewing“ sei zwar frei. Aber GetrĂ€nke dĂŒrften keine mitgebracht werden.

Bedingt „kostenfrei“.

Das bedeutet in der Konsequenz: Wer drei, vier Stunden lang mit anderen in der Gemeinschaft seine Leidenschaft Fußball erleben will, hat entweder Durst oder wird zum Kauf von GetrĂ€nken gezwungen.

Das hat mit „Public Viewing“ nichts zu tun.

Das ist ein GeschÀft, bei dem es den Betreibern an Mut fehlt, auch ein Risiko einzugehen. Vor allem ein finanzielles.

Vielleicht veranstalten auch deshalb drei Vereine zusammen mit der Gemeinde dieses Programm. Gehts schief, ist die Last auf viele Schultern verteilt. Und ĂŒberhaupt: So hat jeder weniger Arbeit.

Die grĂ¶ĂŸten sind zu klein.

Der Mannheimer Morgen (MM) hat geschrieben, dies seien die drei „grĂ¶ĂŸten Vereine“ Heddesheims. Das heißt umgekehrt aber auch: Jeder davon ist zu klein, um die Aufgabe stemmen zu können oder zu wollen.

Vielleicht verstehen die drei Vereine sich aber auch einfach so gut, dass sie das gerne zusammen machen. Auch das ist eine Möglichkeit.

Vielleicht hat man aber auch tatsĂ€chlich ernstzunehmende und nachvollziehbare GrĂŒnde, das Mitbringen von GetrĂ€nken zu verbieten. Verbieten ist ĂŒbrigens im Ergebnis dasselbe wie „nicht erlauben“, was der MM geschrieben hat.

„Das gesamte Gebiet wird abgesperrt“, schreibt der MM und merkt nicht, dass er gleichzeitig ĂŒber ein „Public viewing“ berichtet.

In Amsterdam gab es EinschrĂ€nkungen fĂŒr den Straßenverkehr, aber keine Absperrung gegen Menschen. Und das war viel, viel, viel grĂ¶ĂŸer als das „grĂ¶ĂŸte Public Viewing“ in Heddesheim in der Region. Fragt sich, was „Region“ in diesem Fall heißt.

Geht es um Angst?

Das nĂ€chste Argument könnte „Fußball“ sein. Ein Sport, in dessen Umfeld es immer wieder viel Gewalt und Zerstörung gibt.

Haben die Heddesheimer Vereine und die Verwaltung davor Angst?

Und wenn ja, wĂ€re es nicht besser, statt die Veranstaltung „abzusperren“, diese offen zu halten und mit Ordnern zu sichern?

Hat man Angst davor, dass sich jemand mit mitgebrachten GetrÀnken besÀuft?

Die Maßnahme wird nicht helfen – so wird ein „VorglĂŒhen“ provoziert.

Oder um Misstrauen?

Mit ziemlicher Sicherheit steht aber ein anderer Gedanke im Vordergrund: Misstrauen.

Die Vereine misstrauen ihrer eigenen Veranstaltung. Und sie machen den Zutritt fĂŒr viele fraglich.

Junge Leute mit wenig Geld, junge Familien, Menschen ohne Arbeit – alles Mitglieder unserer Gemeinschaft werden sich ĂŒberlegen, ob sie sich ein „kostenloses Public Viewing“ leisten wollen.

Die Vereine und die Gemeinde hÀtten das Konzept auch anders entwerfen können.

  • Wir veranstalten zusammen ein „Public Viewing“ – weil wir ein tolles Angebot bieten wollen.
  • Wenn sich das trĂ€gt und allen Spaß macht, wird was draus und viele „Public Viewings“ werden folgen.
  • Wir tragen den Gedanken des „Public Viewing“ in uns – es ist kostenlos.
  • Aber wir haben Kosten und freuen uns, wenn sie unser Angebot wahrnehmen und sich hier versorgen.

Die Zeche zahlen die „Viewer“.

Leider ist die Heddesheimer Variante nichts anderes als ein Kneipen-„Public Viewing“.

Die Freizeithalle wird zur Kneipe, die Veranstalter sehen nicht das Event, sondern den Umsatz. Eintritt frei – jeder Verzehr kostet.

Woran es fehlt ist Vertrauen – in das eigene Angebot und die Menschen.

Der Eintritt ist kostenlos – die Zeche zahlen muss man trotzdem.

Dokumentation:
Presseinformation der Veranstalter
„Public Viewing“ zur WM 2010 in der Heddesheimer Freizeithalle

Heddesheim. Noch sechs Wochen bis zum Beginn der Fußball-Weltmeisterschaft in SĂŒdafrika – und die Fußballfans aus Heddesheim und Umgebung können sich auf ein „Public Viewing“ in der Freizeithalle freuen, zu dem die drei Vereine Arbeiter-Turnerbund (ATB), Fußballverein Fortuna und die Turngemeinde (TG) Heddesheim, die Gemeinde Heddesheim und das Gasthaus „Zum Ochsen“ Ladenburg einladen.

Wir zeigen etwa die HĂ€lfte der Spiele der Fußball-WM 2010 in SĂŒdafrika, ganz besonders natĂŒrlich diejenigen mit deutscher Beteiligung. Die Leinwand wird vor Wind und Wetter geschĂŒtzt in der Freizeithalle aufgebaut. Vor der Freizeithalle finden die Besucher Essen und Trinken in einem Biergarten bei der fußballerisch geschmĂŒckten Freizeithalle. Beim Essen gibt es an verschiedenen Spieltagen entsprechend der beteiligten Mannschaften je ein lĂ€nderspezifisches Gericht, so z.B. eine spanische Paella oder „Fish and Chips“, wenn das englische Team spielt.

Der Eintritt zum „Public Viewing“ ist frei. Die Halle wird jeweils etwa eine Stunde vor dem ersten Spiel geöffnet.

Ab dem Achtelfinale (26. bis 29.06.) werden alle Spiele gezeigt. Folgende Vorrundenspiele sind zu sehen:

13.06. 20:30 Uhr Deutschland – Australien.
18.06. 13:30 Uhr Deutschland – Serbien, 16:00 Uhr Slowenien – USA, 20:30 Uhr England – Algerien.
19.06. 13:30 Uhr Niederlande – Japan, 16:00 Uhr Ghana – Australien, 20:30 Uhr Kamerun – DĂ€nemark.
20.06. 13:30 Uhr Slowakei – Paraguay, 16:00 Uhr Italien – Neuseeland, 20:30 Uhr Brasilien – ElfenbeinkĂŒste.
23.06. 16:00 Uhr Slowenien – England, 20:30 Uhr Ghana – Deutschland.
24.06. 16:00 Uhr Slowakei – Italien, 20:30 Uhr Kamerun – Niederlande.
25.06. 16:00 Uhr Portugal – Brasilien, 20:30 Uhr Chile – Spanien.

Die Freizeithalle in der Großsachsener Straße 35 ist mit dem Fahrrad gut zu erreichen, auch ParkplĂ€tze fĂŒr Autos stehen zur VerfĂŒgung. Aktuelle Infos zu den Veranstaltungen gibt es jeweils auch unter www.heddesheim.de.“

Ab 13. Juni 2010 „Public Viewing“ zur WM in der Freizeithalle

Guten Tag!

Heddesheim, 18. Januar 2010. Fortuna, ATB, TG und die Gemeinde Heddesheim werden zur Fußball-Weltmeisterschaft 2010 in SĂŒdafrika ein „Public Viewing“ in der Freizeithalle anbieten.

Pressemitteilung der Gemeinde Heddesheim

„Nachdem der Ball in der Fußball-Bundesliga zur RĂŒckrunde nun wieder rollt, naht auch mit großen Schritten die Weltmeisterschaft 2010 in SĂŒdafrika: Der Fußballverein Fortuna, der Arbeiter-Turnerbund und die Turngemeinde sowie die Gemeinde Heddesheim veranstalten wĂ€hrend der WM im Sommer ein „Public Viewing“ in und an der fußballerisch dekorierten Freizeithalle in Heddesheim. Die Leinwand wird vor Wind und Wetter geschĂŒtzt in der Freizeithalle aufgebaut. Vor der Freizeithalle finden die Besucher Essen und Trinken in einem Biergarten. Dabei sorgen die Vereine fĂŒr die GetrĂ€nke, das Catering ĂŒbernimmt der Partyservice Muth.

Das Public Viewing beginnt mit dem ersten Spiel der deutschen Mannschaft gegen Australien am Sonntag, 13. Juni, um 20:30 Uhr. Danach werden natĂŒrlich die deutschen Spiele sowie weitere Spiele unter der Woche und an den Wochenenden gezeigt. Ab dem Achtelfinale soll immer geöffnet sein. Die Tage, an denen das Public Viewing wĂ€hrend der Gruppenphase stattfindet, werden in KĂŒrze bekanntgegeben.“

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